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Holgerli
vor 4 Minuten von reko:

@Holgerli Der gleiche Autor hat in Natur diese Daten präzisiert und kommt selbst mit perfekter Netzinfrastruktur über ganz Europa auf einen Bedarf an Langzeitspeicher-Kapazität von mindestens 159 Terawattstunden, realistischer 351 Terawattstunden. Kannst Du das mit Akkus realisieren?

Aus dem Abstract:

 

Zitat

While nuclear power can partially reduce storage needs, the storage-mitigating effect of fossil backup plants in combination with carbon removal is limited. Policymakers and system planners should prepare for a rapid expansion of long-duration storage to safeguard the renewable energy transition in Europe.

Atomkraft ist es eher nicht. Und Gaskraftwerke sind es auch nicht. Aber an der Transformierung des europ. Stromnetzes zu EEs lässt er keine Zweifel. Vollste Zustimmung von mir.

 

Zu Deiner Frage: Hier im Thread habe ich ja schon öfters beschrieben, dass Stromspeicher wie wild ausgebaut werden. Wasserstoff bzw. Wasserstoffinfrastruktur bzw. deren Ausbau hingegen ist eine Luft- bzw. Knallgas-Nummer! 

 

Fazit: Schön, dass Du mit dem neuen Link nochmal bestätigt hast, dass Deine Gaskraftwerk-"Analyse" mit der Du die Uniper-Werbeveranstaltung getarnt hast, Mumpitz ist. Schön, dass Du auch gleich dazu bestätigst, dass die Atomkraft-Stories die Du erzählst halt auch nicht stimmen.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 18 Minuten von Holgerli:

Wasserstoff bzw. Wasserstoffinfrastruktur bzw. deren Ausbau hingegen ist eine Luft- bzw. Knallgas-Nummer! 

Ohne Wasserstoff wird es nichts mit 100 % EE. 351 Terawattstunden Batteriespeicher gibt es nicht auf dieser Welt, wird man absehbar nicht bauen und nicht bezahlen können.

Ich habe aber bereits Zweifel, dass man ein perfektes Stromnetz bauen kann, das gesamt Deutschland z. B. mit Strom aus Spanien versorgen kann. Die Netzkapazität z. B. von Frankreich müsste um ein hohes Vielfaches erhöht werden. Warum sollte Frankreich das tun?

Was gebaut wird ist eine Wasserstoffpipeline von Spanien bis Deutschland.

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Holgerli
vor 1 Minute von reko:

Ohne Wasserstoff wird es nichts mit 100 % EE. 351 Terawattstunden Batteriespeicher gibt es nicht auf dieser Welt, wird man absehbar nicht bauen und nicht bezahlen können.

Und was hat man über PV und Windkraft Ende der 1990er erzählt? Genau das gleiche!

Der Unterschied zwischen Wasserstoff als Speicher und Batterien als Speicher ist genau der der gleiche wie zwischen Atomkraft und EEs: Von beiden ersteren erzählt man die tollsten Geschichten über eine güldene Zukunft. Die beiden letzteren hingegen werden wie wild ausgebaut und haben eine Zukunft!

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reko
· bearbeitet von reko

Es geht nicht, weil nur für die EU lt KI (ungeprüft)

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Man müsste schon einen Superakku mit 100-facher Speicherdichte erfinden und wäre dann in der Region von Wasserstoff. Eine 100 fach bessere Energieausbeute hat man weder bei Solar noch bei Windenergie geschafft.

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Holgerli
vor einer Stunde von reko:

Es geht nicht, weil nur für die EU lt KI (ungeprüft)

Ich glaube, genau das ist Dein Problem: Du siehst Fakten die Dir nicht passen stellst eine geframte Frage und dann gibt es von eine Antwort von der Du selber wisst, dass die vollkommen ungeeignet ist. Deswegen fügst Du noch "KI (ungeprüft an):

 

Lass mich Dir erklären, warum die von Dir gepostete KI-Antwort BS ist:

1. Genauso wie Du EEs gerne nur auf PV runterbrichst, brichst Deine KI Speicher nur auf LFP-Speicher runter (vermutlich aufgrund der geframten Frage.

2. Schau Dir mal den Thread "Akkus, Brennstoffzellen und Redox Flow Zellen - elektrochemische Energiespeicher" vom user reko an. Dort schreibt er immer wieder von Speicher aus Abundant Materials. 

3. Gut, vielleicht sagst Du, dass der User reko dort nur amateurhaftes und falsches Zeug schreibt

4. Natrium-Ionen-Akkus brauchen weder Lithium noch Grafit, und auf der Anodenseite steht statt Kupfer Aluminium. Der Lithium-Engpass gilt also nur für LFP. 

5. Schlussendlich soll der Co2-freie Umbau von Europa bis 2050 gehen. D.h. also wir brauchen weder 8 volle Jahresproduktion Kupfer heute noch 4 volle Jahresproduktionen Aluminium morgen.

6. Der Elektrolyzerausbau für Wasserstoff war bisher schon ein schlechter Scherz in 2026 stockt überdies dieser Ausbau auf niedrigstem Niveau. Hier nochmal der Link zum stockenden Ausbau (den hatte ich vor 5 Tagen gepostet, da kann man den schon mal vergessen):

 

Fazit: Wasserstoff ist nur nur heisse Luft. Ein Knallgas-Traum!

 

 

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reko
· bearbeitet von reko
vor einer Stunde von Holgerli:

Elektrolyzerausbau für Wasserstoff war bisher schon ein schlechter Scherz

Elektrolyseure mit 51 % CAGR seit 5 Jahren. Im Unterschied zu dir träume ich nicht von 100 % und mir ist bewusst, dass die Klimarettung ausfällt, wenn die Belastung zu groß wird.

Natrium-Ionen-Akkumulatoren haben statt Lithium andere Rohstoffprobleme. Der Eisen-Luft-Akkumulator mit grob 50 % Wirkungsgrad ist ähnlich wie Wasserstoff und als Langzeitspeicher immer noch nicht ausreichend, aber er könnte einen Bereich zwischen LFP und Wasserstoff besetzen. Eisen-Luft hätte als Redox-Flow-System einen gewissen Charme – funktioniert so aber nicht. Alle bisherigen Redox-Flow-Systeme haben Rohstoffprobleme.

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 18 Minuten von reko:

Elektrolyseure mit 51 % CAGR seit 5 Jahren.

Wow, da verlinke ich Dir schon den Post mit dem Diagramm und Du ignorierst es trotzdem noch. 

Also nochmal direkt:

Diagramm.jpg.b34eda224cc4c675d8cbca8d5c3de3ee.jpg

Von 2020 bis 2025 ist der Elektrolyzer-Zubau im Schnitt wirklich um 51% gestiegen. Im 1. Halbjahr 2026 ist der Zubau aber massivst eingebrochen.

Quelle: https://www.review-energy.com/hidrogeno/europe-needs-up-to-60-billion-to-close-its-hydrogen-gap-by-2030

 

Und um diesen "tollen Erfolg" mal in Relation zu setzen: CAGR bei Stromspeicher im selber Zeitraum liegt bei 70+%

Europe.thumb.jpg.5ef956c0df8194d06997a7ddc6021104.jpg

Quelle: https://www.pveurope.eu/markets/europe-hits-100-gwh-utility-scale-takes-over-storage-market

 

Achtung: Ist nicht direkt vergleichbar. Die Stromspeicher sind GWh. Großsspeicher ist in der Regel 2- oder 4-Stunden-Speicher sodass das mindestens 25GW sind.

0,677 GW vs mindestens 25 GW.

Das ist die Realität. Nicht irgendwelche Wasserstoff-Knallgas-Träume. 

 

 

 

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reko
· bearbeitet von reko

Die Probleme der Elektrolyseure sind politische Planungsunsicherheit, Netzengpässe und – wie bei Solar, Wind und Akkus – die Konkurrenz aus China.

Mit 677 MW Elektrolyseleistung kann man innerhalb kurzer Zeit Speicher mit vielen hundert GWh Energie befüllen - mehr als alle Akkuspeicher.

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 17 Minuten von reko:

Die Probleme der Elektrolyseure sind politische Planungsunsicherheit, Netzengpässe und – wie bei Solar, Wind und Akkus – die Konkurrenz aus China.

OMG! Erst eine an den Haaren herbei gezogene Jubelmeldung wie geil es doch angeblich bei Wasserstoff läuft. Dann gezeigt bekommen, dass das nicht stimmt.

Und auf einmal sind die Chinesen an allem Schuld.

Wird Dir dieses Doch (wilde Behauptung von Dir)! Nein (Behauptung von Dir mit Fakten widerlegt)! Oh (Jemand anderes ist Schuld)! nicht langsam peinlich?

 

vor 17 Minuten von reko:

Mit 677 MW Elektrolyseleistung kann man innerhalb kurzer Zeit Speicher mit vielen hundert GWh Energie befüllen - mehr als alle Akkuspeicher.

Wollen wir jetzt echt wieder diese lächerliche Diskussion aufmachen?

Ja, warum machen die es dann nicht? Kurze Erinnerung: kein Wassersoff-fähiges Leitungsnetz (ja ja, soll irgendwann ausgebaut werden), kein Wasserstoff-fähiger Speicher (ja, ja irgendwann sollen Gaskavernen genutzt werden), nicht genug überschüssiger Strom um die Elektrolyzer wirtschaftlich betreiben zu können (ja, ja irgendwann wie EEs genug ausgebaut sind, dass auch Strom für die ineffiziente Elektrolyze in ausreichenden Mengen zur Verfügung steht). 

 

Man braucht sich nur all die geplatzten Wasserstoff-Ankündigungen von Dir m Wasserstoff-Thread anzuschauen. über das Wasserstoffauto, dass die Evsablöst. Über die eFuel-Autos mit eFauels aus Chile, die die BEVs ablösen, über Wasserstoffzügen.

Bis vor 2 Jahren: Alles ab 2035. Heute: Redet keiner mehr drüber (außer Du) oder die Projekte sind auf bis nach 2040 verschoben. 

Aber: Die Transformation des Stromnetzes ist heute und keine Zukunftsfantasie wie es die Wasserstoffwirtschaft war.

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Vios
vor 6 Minuten von Holgerli:

OMG!

 

vor 6 Minuten von Holgerli:

langsam peinlich?

Das denke ich auch, wenn dein Geschreibe lese.

Geht es eigentlich nicht ohne treten und persönliche Anmache?

 

Die Ausbaupläne der Bundesregierung bezüglich Wasserstoff sind dir völlig unbekannt?

 

 

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reko
· bearbeitet von reko

Die chinesische Konkurrenz wird Wasserstoff nicht aufhalten – im Gegenteil. Aber sie kann westliche Firmen aufhalten – das haben wir alles bereits bei Solar, Wind und Akkus gesehen.

 

Ich interessiere mich wenig für Strom, weil es wegen mangelhafter Speicherbarkeit und Transportierbarkeit hochregulierte, lokale Märkte sind. Strom ist im Wesentlichen eine Dienstleistung. Insbesondere Wasserstoffträger sind international handelbare Commodities. Man vergisst leicht, dass es für die äquivalenten grauen Stoffe bereits riesige Märkte und vorhandene Infrastruktur gibt. Es braucht nur den Willen, CO₂ einzusparen. Wie schnell der Umstieg geht, bestimmt die Politik. Ein erster Ansatz ist grünes Methanol als Schiffstreibstoff. Z.B. das E-Methanol-Werk von European Energy im dänischen Kassø prooduziert 42.000 Tonnen E-Methanol pro Jahr.

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 15 Minuten von reko:

Die chinesische Konkurrenz wird Wasserstoff nicht aufhalten – im Gegenteil. Aber sie kann westliche Firmen aufhalten – das haben wir alles bereits bei Solar, Wind und Akkus gesehen.

Und was ist Deine Schlussfolgerung daraus? Bei PV und Akkus beschwerst Du Dich lang und breit, dass wir uns von den Chinesen abhängig gemacht hätten.

Jetzt prognostizierst Du das gleiche beim Wasserstoff?!

Also noch ein angeblicher Vorteil von Wasserstoff weniger.

 

Und gerade bei Solar zeigen die Chinesen ja was Phase ist.

Und die Diskussion über eine angebliche Akku-Knappheit welche es gar nicht möglich macht, dass die PKW-Produktion auch nur annähernd auf BEVs umgestellt werden kann, ist ja heute schon (fast) wieder vergessen. Sehr zur Freude der Bedenkenträger, die diese/ihre Fehleinschätzung vergessen machen möchten. Auch hier im Form.

Auch da wurde prognostiziert, dass die Brennstoffzellen-Autos binnen kürzester Zeit die BEVs überholen werden. Wie gesagt: Vergessen, sehr zur Freude der Fehlprognosegeber.

 

Das Charmante bei den Akkuzellen ist, dass es den Chinesen egal ist, worin sie ihre Überproduktion versenken. BEVs oder stationäre Stromspeicher: Egal. China wird und muss die Akkuproduktion weiter hochdrehen. Und durch diese Skaleneffekte werden die Akkus immer preiswerter. Und genau deswegen hat auch hier jetzt schon der Wasserstoff verloren.

 

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reko
· bearbeitet von reko

2026/09/09 China Responds to Overcapacity in Battery Energy Storage .. temporarily suspended approvals for new battery energy storage manufacturing facilities

 

2026/07/10 China's Green Hydrogen and Electrolyzer Equipment Industry (2026): 3 GW of Tenders, 58 GW of Capacity, and the Upstream Order Map .. Installed Capacity Doubled in One Year

 

Auch hier werden wir China folgen. China hat einen Oversupply an Solar- und Windenergie, aber zu wenig Stromtransportkapazität – genau wie wir. Ich erfreue mich inzwischen an meinen Rohstoffaktien. Es ist dort letztlich egal was die Politik macht. Der Ressourcen-Nationalismus wirkt wie ein Brandbeschleuniger auf die Rohstoffpreise - siehe Kupferpreis in USA.

2026/08/06 China wasting large amounts of power as captured clean energy hits bottlenecks, report says

2026/10/28 World Bank lifts copper price outlook by 18%

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Holgerli
vor 2 Stunden von reko:

2026/08/06 China wasting large amounts of power as captured clean energy hits bottlenecks, report says

Klasse Artikel. Danke dafür. Er und in ihm verlinkte Folgeartikel bestätigen nämlich mehrere Fakten, die ich öfters schon genannt habe und die gerne übersehen werden:

1. Der Ausbau von PV und die Erzeugung von PV-Strom in China boomt: YoY ist die Erzeugung um 40% 

2. Allein in China waren Ende 2025 über 1.300 GW an PV-Kapazität installiert

Quelle: https://www.scmp.com/economy/china-economy/article/3362276/chinas-solar-surge-nears-historic-milestone-even-beijing-slams-brakes-sheer-scale?module=inline&pgtype=article

=> PV (und auch Wind) boomen also 

 

Das führt allerdings zu Problemen:

3. Nur die Menge an abgeregeltem Strom (360 TWh) aus EEs ist mittlerweile höher als die Menge an neu benötigtem Strom (258 TWh; z.B. aufgrund von Wachstum) in China 

Quelle: https://www.scmp.com/economy/china-economy/article/3363147/china-wasting-large-amounts-power-captured-clean-energy-hits-bottlenecks-report-says

=> China wäre mittlerweile also in der Lage allein durch PV den Neubedarf an Strom zu decken.

 

Damit wären wir dann beim Thema: Stromnetz.

Also was haben wir: überlastete Stromnetze und einen Rekordzubau an EEs. Was macht China also?

4. China wird bis Ende 2030 also über 720 Mrd USD in den Ausbau der Netze investieren: https://global.chinadaily.com.cn/a/202602/10/WS698a8ea3a310d6866eb3869a.html

5. Bis 2027 sollen zusätzlich 180GW (GW, nicht GWh!) an neuem Akku-Speicher bis 2027 installiert werden. Wäre das allein nicht schon klasse, so beim Speicher exponientielles Wachstum auf hohem Niveau sichtbar

Quelle: https://www.pv-magazine.com/2025/09/12/china-targets-180-gw-of-new-energy-storage-by-2027-in-ambitous-national-plan/

 

vor 2 Stunden von reko:

Auch hier werden wir China folgen. China hat einen Oversupply an Solar- und Windenergie, aber zu wenig Stromtransportkapazität – genau wie wir.

Und das fände ich richtig klasse! Massiver Ausbau von EEs Massiver Netzausbau um den EE-Strom zu transportieren. Massiver Zubau von Batterie-Speicher um den Strom direkt an der EE-Quelle zu Speichern! Go, China Go!

 

Noch ein Wort zu.

vor 2 Stunden von reko:

Zumindest bei mir funktioniert der Link nicht. Es sollte aber dieser hier sein: https://faxiangongchang.com/en/reports/china-hydrogen-electrolyzer-2026

 

Das hört sich auf dem ersten Blick sehr toll an, verglichen mit dem was China aber beim Akku-Speicher macht, ist das nur ein Topfen auf den heissen Stein. Aus dem Artikel:

Zitat

China's completed and under-construction renewable-energy hydrogen production capacity exceeded 1 million tons/year in total

Zum Vergleich: China allein verbrauchte 2024 fast 40 Mio Tonnen an Wasserstoff. China ist also bei der (grünen?) Wasserstoff-Produktion durch Elektrolyzer weit weit weg davon überhaupt erstmal seinen eigenen industriellen Bedarf an Wasserstoff zu decken.

 

Richtig krass ist allerdings der Missmatch zwischen installierter und produzierbarer Elektrolyzer-Kapazität. Aus dem Artikel:

Zitat

But supply-side expansion has been even faster. According to Huatai Securities, China's domestic electrolyzer manufacturing capacity stood at about 58 GW as of 2025 — against roughly 3 GW of annual domestic tenders, the industry's nameplate capacity utilization is only in the single-digit percentage range, far from saturation even with export orders added.

Also Klartext:

Ende 2025 gab es chin. Bestrebungen 3 GW an Elektrolyzern zu bauen, die Industrie hatte aber (fast) 60GW an jährlicher Produktionskapazität an Elektrolyzern. Also gute 95% an Produktions-Überkapazität. Damit sollte auch klar sein, warum China trotz des Booms in PV und Speicher in Wasserstoff investiert: Wasserstoff ist die nächste Mega-Blase die in China zu platzen droht!

 

Mein Fazit: Die von reko verlinkten Artikel bilden die Realität doch schon sehr genau ab und auf den ersten Blick und durch eine rosarote Brille betrachtet kann daraus gute Zahlen für Wasserstoff ableiten. Aber wenn man dann mehr als nur die Überschriften liest, sieht man schon die Realität: Wasserstoff-Ausbau auf sehr geringem Niveau bei gleichzeitig sehr massiven Überkapazitäten, die auf eine platzende Mega-Blase hindeuten!

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reko
· bearbeitet von reko
vor 26 Minuten von Holgerli:

Der Ausbau von PV und die Erzeugung von PV-Strom in China boomt: YoY ist die Erzeugung um 40% 

"if the clean energy had been absorbed into the grid."

PV ohne ausreichendes Stromnetz nützt nichts. Der Strom ist zur falschen Zeit am falschen Ort und muß abgeregelt oder in Wasserstoff umgewandelt werden.

Statt den PV-Strom zu nutzen hat China seine Kohlekraftwerke hochgefahren.

2026/08/07 Warum verschwendet China ein Viertel seines grünen Stroms?

"Während im Vorjahr die Stromerzeugung aus Kohlekraftwerken in absoluten Werten noch gesunken war, stieg sie im ersten Halbjahr 2026 um 3,4 Prozent"

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 12 Minuten von reko:
vor 21 Minuten von Holgerli:

Der Ausbau von PV und die Erzeugung von PV-Strom in China boomt: YoY ist die Erzeugung um 40% 

"if the clean energy had been absorbed into the grid."

Och, reko. Jetzt gebe ich (Dir) schon zu jeder Aussage die richtige Quelle und Du zitierst immer noch falsch!

 

Hier das Zitat zu den 40%:

Zitat

Solar power generation also surged more than 40 per cent year on year in the first half of 2026, meeting one-third of peak electricity demand during midday heatwaves.

Quelle: https://www.scmp.com/economy/china-economy/article/3362276/chinas-solar-surge-nears-historic-milestone-even-beijing-slams-brakes-sheer-scale?module=inline&pgtype=article

 

Hier das komplette und richtige Zitat zu Deinem fehlerhaften Teilzitat:

Zitat

The curtailed energy exceeded the 258 terawatt-hours of power demand growth during the period, the two non-profit organisations said, meaning all new electricity needs could have been met – and coal power generation reduced – if the clean energy had been absorbed into the grid.

Quelle: https://www.scmp.com/economy/china-economy/article/3363147/china-wasting-large-amounts-power-captured-clean-energy-hits-bottlenecks-report-says

 

Du vergleichst mit Deinem Falschzitat zwei komplett unterschiedliche Dinge:

1. Trotz der Abregelungen von PV-Strom stieg die Stromproduktion aus PV-Strom dennoch um 40%!

2. Hätte der Strom nicht abgeregelt werden müssen, hätte mit diesem abgeregelten Strom der Neubedarf an Strom mehr als gedeckt werden können!

 

Noch ein Nachtrag zu dem ersten Zitat: "...meeting one-third of peak electricity demand during midday heatwaves."

=> Gerade in heissen Regionen (und die werden durch den Klimawandel ja immer mehr!) peakt PV-Strom genau dann wenn der meiste Strom für die Kühlung gebraucht wird: Zur Mittagszeit! Früher wurden Klimaanlagen immer als Teil des Problems dargestellt. Heute, Hand in Hand mit PV-Strom, sind sie die Lösung um unnötige Hitzetote zu vermeiden: Co2-freier Strom lässt Klimaanlagen ohne zusätzliche Co2-Emmissionen ihren Dienst verrichten.

 

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Holgerli

Spannender Artikel von "Redaktionsnetzwerk Deutschland": 

 

Ausbau von Solar- und Windenergie - Deutschland exportiert wieder mehr Strom

 

* Deutschland hat im Q3 wieder mehr Strom exportiert als importiert (15,8 TWh Import vs. 16,8 TWh Export)

* Maßgeblich daran beteiligt war PV

* 31,5 TWh PV-Strom wurden im Q3 erzeugt. Im Juli allein 12 TWh

* 25 TWh Windstrom wurden (vermutlich im Juli) produziert: +17%

* Größter Stromimporteur mit +200% bzw. 1,3 TWh war Frankreich 

* In Frankreich stiegen die Großhandelspreise überdurchschnittlich 

* In Deutschland stiegen die Großhandelspreise im europ. Vergleich unterdurchschnittlich 

* Dass der Strompreis dennoch um 50% stieg ist den Gaskraftwerken und den hohen Gaspreisen zu "verdanken",

* EEs haben den Strompreissanstieg zwar bremsen können, aber der Gaspreis ist deutlich stärker gestiegen

* Besonders negativer Effekt: Durch die explodierten Gaspreise wurden wieder vermehrt dreckige Kohlekraftwerke genutzt

 

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reko
· bearbeitet von reko

Es ist sehr optimistisch anzunehmen, dass der Rückstand beim Netzausbau aufgeholt werden kann. Man könnte es allerdings auch weniger freundlich ausdrücken. Backupkraftwerke sind ebenfalls verzögert. Die Verzögerungen werden Folgen haben.

 

2026/10/31 Ausbau der Stromnetze: Nord-Süd-Leitungen um Jahre im Verzug .. 7.999 Kilometer neue Stromleitungen im Übertragungsnetz sollten aktuell eigentlich schon in Betrieb sein, wenn der ursprüngliche Plan für jede Leitung eingehalten worden wäre. Doch tatsächlich waren am 30. Oktober 2026 nur etwa 37 Prozent dieser Strecke fertig: 2.929 Kilometer.

 

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HHanseat
vor 59 Minuten von reko:

Die Verzögerungen werden Folgen haben.

Noch haben wir ja genug konventionelle Kraftwerke, für die die Netzkapazitäten ja reichen, aktuell >80% fossile Erzeugung:

image.thumb.png.3eb61bbd675db9a7c7616b4dfec95362.pngQuelle

und entsprechend dreckiger Strom:

image.thumb.png.75be5c5b28a0d0ac40617e792c2bdcdf.pngQuelle 

 

Ich hätte gehofft, das wir nach 25 Jahren Energiewende weiter wären. So wie bisher umgesetzt ist der deutsche Energiewende eine Bestandsgarantie für dreckige konventionelle Kraftwerke. Viele Nachbarn zeigen, dass es auch anders geht.

 

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missionE

Es gibt nicht genug Batteriespeicher :narr:. 0*0 wie bei Sonne nachts und Wind bei Windstille ist nunmal immer 0. Da lässt sich mit ein paar Stunden Speicher nichts mehr ausrichten.

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wpf-leser
vor 2 Stunden von HHanseat:

Ich hätte gehofft, das wir nach 25 Jahren Energiewende weiter wären.

Sollte man nicht eher sagen, dass das zum Konzept gehört? Mir fallen spontan einige Punkte ein.

  • In Übergangszeiten und Winter liegt eine Verwendung der Abwärme fossiler Stromerzeugung nahe.
  • Elektrifizierung birgt in unserer auf elektrische Energie fokussierten Ansicht ggf. unsichtbare Einsparungen beim Primärenergieverbrauch anderswo mit sich. Das dürfte die Intensität treiben, kann aber insgesamt schon einmal günstig Effizienzvorteile bieten. (Man denke z.B. an batterieelektrische Fahrzeuge.)

Im Moment sieht das sicherlich nicht nur unschön aus, sondern ist es auch. Das Gesamtjahr betrachtet ist aber recht regelmäßig eine positive Entwicklung ersichtlich. Schaue ich mich beim UBA um, gehe ich wenigstens grob von einer Halbierung der spezifischen Emissionen in der genannten Zeitspanne aus. (Ja, 2024 und 2025 sind dort vorläufig / geschätzt.)

 

Zudem geht es um die "öffentliche Nettostromerzeugung". Kann es in diesem Sinne sein, dass insbesondere durch PV- und Speicherzubau private(r) Stromerzeugung/-Verbrauch "grüner" geworden ist, also der Abruf CO2-intensiver kWh geringer ausfällt, als er sein könnte?

 

Was aber mMn. und zugegebenermaßen auch sichtbar wird: Die Verstromung von Biomasse scheint ziemlich konstant zu laufen.(?)

Hier könnte ein eleganter Hebel für Anreize liegen, wenigstens gut speicherbare Formen (Holz? Gas?) erst im Winter umzuwandeln - wenn operativ möglich.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 6 Stunden von wpf-leser:

Schaue ich mich beim UBA um

Vergleicht man diese Werte mit den europäischen Nachbarn, hat Deutschland einen sehr schmutzigen Strom und bezahlt dafür auch noch sehr viel.

Die sinkenden CO₂-Werte pro Kilowattstunde im Strommix sind zu großen Teilen auf Sondereffekte zurückzuführen. Die Werte sanken vor allem, weil die Stromnachfrage infolge der Wirtschaftsstagnation einbrach und Deutschland seit 2023 per Saldo mehr Strom aus dem Ausland importierte, statt ihn selbst fossil zu erzeugen. Die frühen Erfolge kamen durch die Deindustrialisierung Ostdeutschlands – und jetzt machen wir in Westdeutschland weiter.

Das UBA sagt selbst: "Die weitere Absenkung des spezifischen Emissionsfaktors im deutschen Strommix ab dem Jahr 2023 ist deshalb nur bedingt ein Indikator für die Nachhaltigkeit der Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen des Stromsektors"

 

Kein anderes Land versucht, die Stromversorgung nur mit Sonne, Wind und Akkus zu sichern. Selbst Dänemark verwendet Kernenergie aus Schweden und Wasserkraft aus Norwegen. Deutschland hat eine mehr als zehnmal so hohe CO₂-Intensität wie Frankreich und eine doppelt so hohe wie der europäische Durchschnitt.: .eea.europa.eu/en/analysis/indicators/greenhouse-gas-emission-intensity-of-1

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HHanseat
vor 7 Stunden von wpf-leser:

Mir fallen spontan einige Punkte ein.

  • In Übergangszeiten und Winter liegt eine Verwendung der Abwärme fossiler Stromerzeugung nahe.

Das gibt es ja schon als Kraft-Wärme-Kopplung und Fernwärme. Siehst Du da noch wesentliches Potential?

 

vor 7 Stunden von wpf-leser:

Kann es in diesem Sinne sein, dass insbesondere durch PV- und Speicherzubau private(r) Stromerzeugung/-Verbrauch "grüner" geworden ist, also der Abruf CO2-intensiver kWh geringer ausfällt, als er sein könnte?

Ein wenig wird das beitragen, allerdings haben wir bei sonnigem Wetter inzwischen meist eh einen PV-Überschuss. Leider laufen unsere Kohlekraftwerke dann oft trotzdem, da sie in der Nacht gebraucht werden und nur langsam geregelt werden können.

 

vor 7 Stunden von wpf-leser:

Was aber mMn. und zugegebenermaßen auch sichtbar wird: Die Verstromung von Biomasse scheint ziemlich konstant zu laufen.(?)

Hier könnte ein eleganter Hebel für Anreize liegen, wenigstens gut speicherbare Formen (Holz? Gas?) erst im Winter umzuwandeln - wenn operativ möglich.

Da kenne ich mich nicht gut aus, mit der Biogasquote setzt ja auch die Bundesregierung auf Biogas im Winter. Man bräuchte halt eine ganze Menge davon...

Heimische Biomasse insgesamt gilt bereits weitgehend ausgereizt. Das UK importiert Holz für ein umgerüstetes Kohlekraftwerk, das hat aber wohl auch diverse Nachteile wie z.B. stärkere Abholzung.  

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HHanseat
vor 1 Stunde von reko:

Kein anderes Land versucht, die Stromversorgung nur mit Sonne, Wind und Akkus zu sichern.

Na ja, D ja auch nicht. Das klappt für einen Teil des Bedarfs (je nach Wetter, im Sommer besser als im Winter), für den Rest verlässt man sich auf die Nachbarn im europäischen Verbundnetz und hofft auf ein Wunder. Das Wunder heißt dann je nach Glaubensrichtung Wasserstoff, Speicher oder Fusion... Ich vermute, dass man irgendwann überrascht feststellt, dass doch noch wesentlich länger und mehr fossile Kraftstoffe nötig sind. 

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reko
· bearbeitet von reko
vor 29 Minuten von HHanseat:

für den Rest verlässt man sich auf die Nachbarn im europäischen Verbundnetz

Das europäische Verbundnetz als Lösung funktioniert für das kleine Dänemark, aber nicht für Deutschland. Für den grenzüberschreitenden Stromtransport hat die EU ein Ziel von 15 Prozent vorgeschrieben – dieses wurde jedoch nicht erreicht. Um eine Dunkelflaute zu überbrücken, bräuchte man neben der steuerbaren Erzeugungskapazität im Ausland auch eine 100-prozentige grenzüberschreitende Stromtransportkapazität sowie eine deutlich höhere Stromtransportkapazität im In- und Ausland.

Unsere Nachbarn sehen die deutsche Strategie zunehmend als Belastung; Polen und Tschechien haben bereits aktive Abwehrstrategien entwickelt.

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