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Warren Buffett

2,298 posts in this topic

Posted · Edited by finisher

Wer wissen will, warum Warren Buffet den Markt ständig geschlagen hat, sollte sich besser das hier durchlesen.

Buffett Partnership Letters 1957 to 1970

 

Sehr lesenswert. Dort steht im Prinzip die Anlagestrategie des jungen Warren Buffet aus der Vor-Berkshire Hathaway-Zeit, bei der er ununterbrochen den Dow Jones geschlagen hatte, bis zu dem Zeitpunkt, als er seine Anleger ausgezahlt hatte, weil er keine Investment-Ideen mehr fand.

 

Buffet unterteilte seine Anlage-Vehikel in 3 Klassen:

 

1. Generals (unterbewertete Aktien mit einer großen Margin of Safety)

2. Work-Outs (Special Situations mit einem Zeit-Faktor, wie Spin-Off, Merger, Sell-Offs)

3. Controls (Unternehmen, wo soviele Aktien aufgekauft worden sind, dass die Kontrolle übernommen werden konnte).

 

Speziell die "Controlls" haben mit der Zeit einen immer größer werdenden Anteil am Gesamtportfolio eingenommen.

Wenn ein Unternehmen kontrolliert wurde, dann wurde als Bewertung für sein Portfolio nicht mehr der Aktienkurs benutzt, sondern der Buchwert des Unternehmens (Orginaltext: assets and earnings power). Der Aktienkurs wird irrelevant, wenn einem das Unternehmen und deren Gewinne und Assets gehören, siehe Seite 80, 104 und 120.

 

Somit hatte er nie Loser im Korb. Wenn sich der Aktienkurs positiv entwickelte, wurden die Aktien irgendwann mit Gewinn verkauft. Entwickelte sich der Aktienkurs negativ, kaufte er immer mehr von den Unternehmen, bis er es kontrollierte. Es waren wohl Unternehmen, wo er genau wusste, dass er im Falle einer Kontrolle, den Buchwert und Gewinn leicht steigern kann (unprofitable Assets verkaufen, Schulden reduzieren). Auf Seite 60 sieht man das Balance-Sheet eines Unternehmen, bevor es kontrolliert wurde und nach ein paar Jahren unter Kontrolle. 

 

Was mir dabei auffällt, dass diese Konstellation eine extrem vorteilhafte Asset-Allokation darstellt:

 

Ich hatte beim lesen den Eindruck, dass die "Controls" eher robuste Unternehmen waren, also sollte in Konjunkturabschwüngen der Buchwert nicht sinken, im Idealfalls sogar weiter steigen und dies in einer Aktienmarkt üblichen Steigerung von durchschnittlich 10% p.a.

D.h. dies ist eine Asset-Klasse die mit dem Aktienmarkt nicht korreliert, aber die gleiche Rendite wie ein Aktienmarkt-Investment bringt.

Wenn man als normaler Anleger eine Assetklasse mit solchen Korrelations-Eigenschaften haben will, dann gibt es nur AAA-Staatsanleihen und diese bringen auch in Hochzinszeiten meist keine 10% p.a.

 

Diese Konstellation bringt dann eine in allen Börsenlagen extrem vorteilhafte Verhaltensweise:

 

Wenn der Aktienmarkt fällt, dann fällt der Wert der "Controls" nicht oder steigt, aufgrund der Buchwert-Ermittlung, anstatt der Aktienkurs-Wertermittlung.

Wenn der Aktienmarkt stark steigt, vermeidet die "Generals"-Gruppe eine Unterperformance, da diese mit dem Aktienmarkt stark steigt.

Wenn der Aktienmarkt seitwärts läuft, bringen die "Workouts" und die "Controls" die Überperformance.

 

Ich finde es allerdings etwas unfair von Buffet, so eine Konstellation mit dem Dow Jones zu vergleichen. Streng genommen kann man nur die Gruppe "Generals" mit dem Dow Jones vergleichen.

Allerdings vergleicht Buffet seine Performance auch noch mit anderen Investmentfonds, diese hat er ebenfalls ununterbrochen übertroffen. So streng ich auch sein mag, das lasse ich gelten.

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Warren Buffett's Full Birthday Interview | CNBC

 

Buffett ist heute 88 Jahre alt geworden.

Bemerkenswert, wie fit der noch wirkt...

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vor 45 Minuten schrieb Toni:

Warren Buffett's Full Birthday Interview | CNBC

 

Buffett ist heute 88 Jahre alt geworden.

Bemerkenswert, wie fit der noch wirkt...

Da wird Coca Cola doch nicht so ungesund sein...

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Wird wohl die Auslöser für Alzheimer und Co. einfach wegätzen. :D 

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Am 8/3/2018 um 08:38 schrieb finisher:

Wer wissen will, warum Warren Buffet den Markt ständig geschlagen hat, sollte sich besser das hier durchlesen.

Buffett Partnership Letters 1957 to 1970

 

Sehr lesenswert. Dort steht im Prinzip die Anlagestrategie des jungen Warren Buffet aus der Vor-Berkshire Hathaway-Zeit, bei der er ununterbrochen den Dow Jones geschlagen hatte, bis zu dem Zeitpunkt, als er seine Anleger ausgezahlt hatte, weil er keine Investment-Ideen mehr fand.

 

Danke!

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Wir hatten das große Vergnügen mit Dr. Gisela Baur, die gerade eine Biographie über Warren Buffett herausgegeben hat, ein Interview über ihre Begegnungen mit dem Investor aus Omaha machen zu können. Den ersten Teil findet ihr hier:

 

 

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Hier noch Teil 2. Über Warren Buffetts politische Einstellungen und seine Fehler als Investor:

 

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Zitat

Wie gut ist Warren Buffett wirklich?

 

Warren Buffett gilt als der erfolgreichste Investor der Welt. Doch in den vergangenen zehn Jahren hat er nicht mal den Durchschnittsanleger geschlagen. Er selbst hat einen Tipp für Privatanleger, die in Berkshire investieren wollen.

 

...

Quelle: Faz-Artikel

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Der Artikel sagt mir nach dem zweiten Absatz leider, ich solle bezahlen, um weiterzulesen ...

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vor 2 Minuten von Peter Grimes:

Der Artikel sagt mir nach dem zweiten Absatz leider, ich solle bezahlen, um weiterzulesen ...

Dito - ist leider hinter der FAZ-Paywall. 

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Zitat

Doch in den vergangenen zehn Jahren hat er nicht mal den Durchschnittsanleger geschlagen.

 

Soweit der Fachjournalist.

 

Jetzt schaue ich auf die von mir geführte Tabelle der Wertentwicklungen (in Euro):

 

Bildschirmfoto 2019-05-05 um 13.51.18.png

 

"Die letzten 10 Jahre wäre also wohl ab 2009. Da hat der Durchschnittsanleger 14% pro Jahr erzielt? Was raucht der Norbert Kuls?

 

 

Ein Fachjournalist zeichnet sich nicht nur wie der gemeine Journalist durch die mangelhafte Beherrschung der deutschen Sprache, sondern darüberhinaus auch durch die Unkenntnis der wesentlichen Fundamente seines Faches aus.

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Vielleicht sollte man noch einen Chart zum Thema einstellen:

 

chart.png?z=a2367~A1~b1~J1~H1~I1~K4152~d

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Wieso in US$? weil der FAZ-Schreiber für US-Bürger schreibt?

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Nein, weil mein Vergleichsindex "S&P 500" in USD definiert ist.

 

Man kann natürlich beides in EUR umrechnen, aber das wäre für den Vergleich irrelevant.

 

Hier trotzdem ein direkter Vergleich zu einem in EUR notierten S&P500-ETF als Alternative zu Berkshire-Aktie:

https://www.ariva.de/chart/images/chart.png?z=a2367~A1~b1~J1~H1~I1~K91370~dEUR~Q1440~w940x420~U10years~W1

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vor 5 Minuten von Ramstein:

Wieso in US$? weil der FAZ-Schreiber für US-Bürger schreibt?

Nein, weil er für den Durchschnittsanleger schreibt.

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Wir haben und werden etwas aus Omaha berichten. Hier die ersten Videos:

 

 

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Posted · Edited by hund555

Bei dem Vergleich mit S&P500 wird 10 Jahres Zeitraum genommen und wie wir wissen, waren die Kurse vor fast genau 10 Jahre am tiefsten. S&P500 ist tiefer in der Krise gefallen als Berkshire und natürlich hat man dann mehr Aufwärtspotenzial.

Viel interessanter ist die Frage wie schlägt sich Berkshire bei der nächsten Baisse? Wenn wir wieder mit S&P500 vergleichen, so hatte S&P500 bei der Korrektur letztes Jahr größeren maximalen Drawdown gehabt.

 

vor 16 Stunden von Schwachzocker:

Nein, weil er für den Durchschnittsanleger schreibt.

Nein, FAZ schreibt für deutschsprachigen Anleger (und der kommt größtenteils aus Deutschland), welcher überwiegend in Euro das Geld anlegt und auswertet.

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Warren Buffett sollte man nicht in so kurzen Zeiträumen beurteilen. Bei einer Legende wie Warren Buffett, sollte man das gesamte Börsen Leben bewerten , und wenn man dann unbedingt  urteilen will, den gesamten Zeitraum betrachten. Außerdem solle man meiner Meinung nach nicht nur auf den Kursverlauf von Berkshire Hathaway schauen. Buffett hat in Sachen Verantwortung und Umgang mit seinen Aktionären neue Maßstäbe gesetzt.  

 

Berkshire Hathaway auf 10 oder 20 Jahre zu beurteilen wäre so, als wenn man den Sieger beim Marathon im Interview vorwirft, er sei die letzten 5 Kilometer langsamer gelaufen als der drittplazierte  Läufer.

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Posted · Edited by ebdem

In diesem Video findet ihr spannende Experteneinschätzung zu Warren Buffett, Charlie Munger und Berkshire Hathaway:

 

 

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Hier findet ihr Teil 2 des Talks in dem wir uns mit der Frage beschäftigen, was die besten Fragen waren und wie die Hauptversammlung 2020 aussieht:

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Warren Buffett und Bill Gates "arbeiten" in einem Dairy Queen:

 

 

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