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Der Banken-Thread

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RobertGray
Posted

Gute Zusammenfassung im Manager Magazin, u.a.auch mit Hinweis auf die Auswirkungen:

Zitat

Unternehmen wie der Videospielhersteller Roblox oder der Hersteller von Streaming-Geräten Roku etwa gaben an, dass sie Hunderte von Millionen Dollar an Einlagen bei der Bank haben. Roku erklärte per Mitteilung an die Aufsichtsbehörden, rund 26 Prozent der Cashreserven – 487 Millionen Dollar – lägen bei der SVB. Es sei unklar, wann und in welchem Umfang das Unternehmen Zugriff darauf bekomme.

 

Bis zum späten Samstag hatten mehr als 3.500 Start-up-CEOs, Gründerinnen und Gründer, die rund 220.000 Angestellte vertreten, eine von Y Combinator gestartete Petition unterzeichnet, in der direkt an die US-Finanzministerin Janet Yellen (76) und andere appelliert wird, die Einleger zu unterstützen. In der Petition wird eine "stärkere aufsichtsrechtliche Kontrolle und höhere Eigenkapitalanforderungen für Regionalbanken" sowie eine Untersuchung etwaiger "Vergehen oder Misswirtschaft" der SVB-Führungskräfte gefordert. Mehr als 100.000 Arbeitsplätze könnten gefährdet sein, warnte die Petition.

Quelle

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stagflation
Posted · Edited by stagflation

487 Millionen Dollar? Tja, da hätten sie mal den Kommer lesen sollen. Dann wüssten sie, dass Banken nicht besonders kreditwürdig sind und dass man an sie keine unbesicherten Kredite oberhalb der Grenze der Einlagensicherung geben sollte... ;-)

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chirlu
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vor 56 Minuten von RobertGray:
Zitat

rund 26 Prozent der Cashreserven – 487 Millionen Dollar – lägen bei der SVB

 

 

Tja, betragen nun die Cashreserven 487 Mio., und davon liegen 127 Mio. bei der SVB, oder sind die Cashreserven 1873 Mio., wovon 487 Mio. bei der SVB liegen? :-*

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stagflation
Posted · Edited by stagflation

Google findet...

Zitat

Roku held approximately $487 million of its $1.9 billion in cash at Silicon Valley Bank, which collapsed Friday and was taken over by the Federal Deposit Insurance Corporation, the streaming technology company disclosed in an SEC filing.

 

That’s approximately 26% of the company’s cash and cash equivalents, Roku (ROKU) said, adding that most of its deposits with the bank are uninsured.

 

“The company’s deposits with SVB are largely uninsured,” Roku said. “At this time, the company does not know to what extent the company will be able to recover its cash on deposit at SVB.”

Quelle: CNN

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chirlu
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Na gut, dann sind ja noch anderthalb Milliarden übrig. Das sollte erst einmal reichen. ;)

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Gast230418
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vor 32 Minuten von chirlu:

Na gut, dann sind ja noch anderthalb Milliarden übrig. Das sollte erst einmal reichen. ;)

Cathie Wood sieht hier bestimmt eine Kaufgelegenheit. ;)

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RobertGray
Posted · Edited by RobertGray

Podcast-Video von Andreas Steno Larsen (häufig bei Markus Koch zitiert) und Alfonso Peccatiello zum Fall von SVB:

 

 

Fazit:

 

1) SVB mit katastrophalen Risikomanagement (kein Hedge* gegen Zinsniveauänderungen)

2) Es wird auf die Hürde von 250 Mrd. $ eingegangen, ab der höhere Regulierungen auf Banken zu kommen (und SVB "zufälligerweise" knapp darunter blieb)

2) Die kleinen Regionalbanken könnten in den nächsten Tagen ein Problem bekommen**, während große Banken von dieser Kapitalflucht möglicherweise sogar profitieren könnten

 

*Hier frage ich mich, wer die Hedgepartner sind welche den Swap eingegangen sind bei Banken, welche sich entsprechend gegen ein Zinsänderungsrisiko gehedged haben (die Rede ist ja von 600 Mrd. $ an Buchverlusten bei großen amerikanischen Banken auf der Anleihenseite - welche aber wohl bei seriösen Banken abgesichert worden sein sollten. Hier stehen dann aber nun die Swap-Partner in der Kreide, oder nicht? Also wer zahlt am Ende die Zeche?)

 

**Warum sollte man sein Kapital bei einer kleinen Bank belassen die eventuell nicht systemkritisch ist und infolge eines Bankruns Pleite geht während man Risikolos woanders gleichviel oder sogar mehr Zinsen am Kapitalmarkt bekommt (u.a. amerikanische Staatsanleihen).

 

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stagflation
Posted · Edited by stagflation

Weiter oben habe ich geschrieben, dass ich überrascht bin, wie schnell das geht.

 

Bei Heise hat jemand einen Link zu einem älteren Artikel aus 2009 gepostet, in dem beschrieben wird, wie eine Bank in den USA stillgelegt wird:

 

  Anatomy Of A Bank Takeover

 

Bei der SVB könnte es ähnlich laufen...

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Schildkröte
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vor 7 Stunden von Ramstein:

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BB+ wäre beim Moody's-König aber ein Ba1:thumbsup:

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RoterZoro
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vor 7 Stunden von hattifnatt:

Also nicht wirklich schlimm ;) Aus dem Artikel:

 

 

Dieser Wolfgang Gerke: https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Gerke

 

Solar Millenium sah er auch als langfrist Investment und äußerst stabil... Ähnlich bei der WGF.

 

Wenn der Typ sagt, alles ist bei Firma x in Ordnung, ist es Zeit, abzuspringen.

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Metasom
Posted · Edited by Metasom

Die Signature Bank wurde heute am Sonntag ebenso von der FDIC geschlossen und wird liquidiert. Jetzt sind es schon zwei Banken... Der Stein kommt ins Rollen.

 

Im Brief steht, dass dem Taxpayer keine Last auferlegt wird. Ich frage mich, wie das gehen soll, wenn die Banken negatives Eigenkapital aufweisen?

 

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chirlu
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vor 13 Minuten von Metasom:

Im Brief steht, dass dem Taxpayer keine Last auferlegt wird. Ich frage mich, wie das gehen soll, wenn die Banken negatives Eigenkapital aufweisen?

 

Steht doch drin: Zuerst zahlt der Einlagensicherungsfonds, und der holt sich das Geld durch eine Sonderumlage von den übrigen Banken zurück.

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Metasom
Posted · Edited by Metasom
vor 12 Minuten von chirlu:

Zuerst zahlt der Einlagensicherungsfonds, und der holt sich das Geld durch eine Sonderumlage von den übrigen Banken zurück.

Habe es übersehen. Dann wird diese Sonderumlage wohl Stück für Stück abbezahlt werden. Wenn man jetzt noch an den Eigenkapitalpuffern der anderen Banken knabbert, kommen sie noch mehr ins Wanken. 

 

Ich sehe den morgigen Tag tiefrot und es wird einige zittrige Hände geben. 

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Doomer
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vor 5 Stunden von Metasom:

Habe es übersehen. Dann wird diese Sonderumlage wohl Stück für Stück abbezahlt werden. Wenn man jetzt noch an den Eigenkapitalpuffern der anderen Banken knabbert, kommen sie noch mehr ins Wanken. 

 

Ich sehe den morgigen Tag tiefrot und es wird einige zittrige Hände geben. 

Deren Problem ist doch durchweg nur die Liquidität, die die FED nun mit den 1-Jahres-Krediten sicherstellt. Das ermöglicht ihnen die unrealisierten Buchverluste auszusitzen.

 

Indizes sind aktuell in den Futures +1,5 bis + 2%

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CorMaguire
Posted · Edited by CorMaguire

Markus Koch hat noch ein Update "Too Small to Fail! Regulatoren garantieren alle Kundeneinlagen der SVB und Signature Bank"

U. a. neues FED-Programm "Qualifizierte Staatsanleihen können zu 100% beliehen werden nicht zum Kurswert" damit kommt das Liquiditätsproblem vom Tisch.

-->

 

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bmi
Posted · Edited by bmi

Kredite werden also gegen Sicherheiten (Anleihen) zum Nennwert vergeben. Damit werden Assets in der Bilanz der Banken quasi überbewertet. Gab wahrscheinlich nur wenige bis keine Alternative, um einen Bankrun auf andere Banken zu verhindern. Aber effektiv ist das wie eine Finanzspritze und eine unlimitierte staatliche Einlagensicherung? 

 

„Da ist nie nur eine Kakerlake in der Küche“, bleibt also abzuwarten, was noch alles kommt. Als 2008 Bear Stearns durch JPM übernommen wurde hat es nicht lange gedauert, bis die nächste Kakerlake auftauchte. Da werden keine Probleme gelöst, sondern Pflaster draufgeklebt.

 

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Doomer
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Die FED hatte die Märkte ja immerhin von Nachts bis Morgens beruhigt :-*

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Metasom
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Zitat

HSBC announced it had acquired the UK subsidiary of SVB for £1.

https://www.bbc.com/news/business-64937251

 

Da hätte ich sogar mehr als 1 Pfund geboten

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Metasom
Posted

PacWest Bancorp ist in den letzten 5 Tagen um 77% gefallen und Western Alliance Bancorp um 87%. Die werden wohl die nächsten sein. 

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stagflation
Posted · Edited by stagflation

Handelsblatt:

Zitat

Credit-Suisse-Aktie fällt nach SVB-Pleite auf Rekordtief

 

Der Ausverkauf bei Bankaktien nach der Pleite der Silicon Valley Bank trifft die Schweizer besonders hart. Die Prämien für Kreditausfallversicherungen sind nun so hoch wie nie.

 

Auch der Aktienkurs der Bank brach am Montag zwischenzeitlich um mehr als 15 Prozent ein. Die Titel wurden mehrfach kurzzeitig vom Handel ausgesetzt, wie ein Sprecher des Börsenbetreibers SIX bestätigte. Dabei handele es sich um einen Routineeingriff in volatilen Marktphasen. Die Schweizer Börse setzt den Handel einer Aktie für fünf Minuten aus, wenn von einem auf den anderen Trade der Kurs um mehr als 1,5 Prozent abweicht. Die Regel soll extremen Marktbewegungen und Flashcrashs vorbeugen.

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bmi
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vor 26 Minuten von stagflation:

Die Prämien für Kreditausfallversicherungen sind nun so hoch wie nie.

Aktuell bei 417,66. Im November jedoch bereits bei 449,97 gewesen:

 

Wenn der Schnee schmilzt zeigt sich wo die ganzen Scheißhaufen liegen.

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stagflation
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MarketWatch:

Zitat

Regional banks are seeing flight of deposits to too-big-to-fail megabanks

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte

Nicht verzagen, WiWo fragen:

Zitat

Die allermeisten deutschen Banken verfügen über mehr Einlagen, als sie verleihen können. Auch die Volks- und Raiffeisenbanken haben [wie die Spaßkassen] etliche Milliarden Einlagen in Anleihen und andere Wertpapiere investiert und deshalb im vergangenen Jahr knapp sechs Milliarden Euro abgeschrieben, wie sie jüngst bekanntgaben. Dagegen treffen die Anleiheprobleme die beiden deutschen Großbanken, die Deutsche Bank und die Commerzbank, nicht so stark. Sie haben sich ähnlich wie viele größere Sparkassen gegen den Zinsanstieg abgesichert. Viele kleine Volks- und Raiffeisenbanken und Sparkassen konnten das allerdings nicht, ihnen fehlt dafür oftmals das Wissen.

Herr Blüm, was sagen Sie zu diesen Problemen im Zusammenhang mit Rentenpapieren(?):

 

 

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bmi
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Am 13.3.2023 um 08:21 von bmi:

Kredite werden also gegen Sicherheiten (Anleihen) zum Nennwert vergeben. Damit werden Assets in der Bilanz der Banken quasi überbewertet. Gab wahrscheinlich nur wenige bis keine Alternative, um einen Bankrun auf andere Banken zu verhindern. Aber effektiv ist das wie eine Finanzspritze und eine unlimitierte staatliche Einlagensicherung? 

Eine staatliche Einlagenversicherung von 100% beseitigt quasi nahezu alle Risiken aus dem Bankensystem und wandelt alle digitalen USD in Verbindlichkeiten der Zentralbank um (also eigentlich haben wir hier bereits eine Art von CBDC ^= digitales Zentralbankgeld). 

 

Bis vor ein paar Tagen hat man als (Groß-)Anleger noch über mehrere Banken diversifiziert und überlegt, wo welches Kontrahentenrisiko herrscht.

Jetzt wo aber das bankenspezifische Risiko praktisch entfällt schaue ich als Anleger doch nur noch nach den besten Zinssätzen und Kreditkonditionen?!

 

Was hält Anleger jetzt davon ab, zu der riskantesten Bank mit den besten Konditionen/höchsten Renditen zu wechseln?!

Was hält eine Bank jetzt davon ab, die maximal möglichen Zinsen anzubieten? Also fördert das nicht einen Wettlauf um die höchsten Zinsen (^= das höchste Risiko)?

 

Und wenn Kredite nun gegen Sicherheiten zum Nennwert vergeben werden, was hält mich als Bank dann davon ab, "billige" Anleihen (Anleihen die derzeit vom Markt unter Wasser gehandelt werden) zu kaufen und im Gegenzug aber denn Nennwert zu verleihen? Hört sich für mich nach einem super Hebel an. Und wenn das so ist, dann fördert das eine weitere Geldmengenausweitung die wiederum die Inflation fördert und genau das Gegenteil bewirkt, was Zentralbanken durch ihre Zinsschritte bewirken wollen.

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