patient4711's Depot

465 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben · bearbeitet von John Silver

vor 2 Stunden schrieb Schildkröte:

Gibt es einen konkreten Grund für die Abspaltung der Jeanssparte? Ist hier kein (ausreichendes) Wachstum mehr vorhanden?

...

 

Schildkröte, die Meldung ist doch uralt, einfach mal einbischen selber googlen. 

 

Zitat

Wrangler und Lee sollen unabhängig werden – VF will das Jeans-Geschäft abspalten
Die große Bekleidungsfirma möchte mit zwei unabhängigen Gesellschaften an die Börse gehen. Sie rechnen sich so größere Wachstumschancen aus.
13.08.2018 - 14:00 Uhr 
...

 

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/bekleidungsriese-wrangler-und-lee-sollen-unabhaengig-werden-vf-will-das-jeans-geschaeft-abspalten/22907954.html?ticket=ST-5033349-nJfMiPbfLx4eXZWUPgz6-ap6

 

Zitat

Goodbye, Blue Jeans
VON ROLAND LINDNER , NEW YORK
-AKTUALISIERT AM 14.08.2018-04:32
...

 

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/modeindustrie-vf-corp-spaltet-wrangler-jeans-ab-15736870.html

 

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Am 1.10.2018 um 18:06 schrieb Schildkröte:

[Thema DLR kauft in Brasilien zu]

Ist es nicht etwas (?) riskant, in diesen Zeiten in Brasilien zu investieren? Vielleicht ist es im Nachhinein goldrichtig gewesen. Getreu dem Motto zu kaufen, wenn die Kanonen donnern. Hinsichtlich der wirtschaftlichen, poltischen und währungstechnischen Lage birgt Brasilien allerdings einige nicht zu unterschätzende Risiken.

 

Ich wäre sehr erstaunt wenn Du nicht in Brasilien investiert wärst. Jedes weltweit operierende Unternehmen ist da unterwegs. Wenn ich es recht verstehe ist Brasilien das IT-Herz Lateinamerikas. Das die Stabilität da unten nicht unseren Standards enspricht - ok. Trotzdem ist in den Ländern da unten das Wachstum das es in der alten Welt nicht gibt. Ob das auch auf IT zutrifft sei mal dahin gestellt, aber generell ist es eine gute Idee für ein wachsendes Unternehmen sich weltweit aufzustellen.

Am 1.10.2018 um 18:06 schrieb Schildkröte:

[Thema Nachkauf Deutsche Rohstoff]

Auch hier könnte man Herrn Rothschild zitieren. Aber für wie wahrscheinlich hältst Du einen erfolgreichen Turnaround (in der Spätphase des aktuellen Börsenzyklus´)?

Das Zitat mit den Kanonen kommt von Rothschild? Danke, wusste ich noch nicht.

Ja, genau wegen den Kanonen habe ich hier gekauft. Wie Du weisst gibt es immer Kandidaten an denen die Marktsituation vorbei geht - wie z.B. Tabak derzeit.

Laut letzen Zahlen und nach den Artikeln die man so liest gab es keine Nachrichten die diesen Kurssturz rechtfertigen. Das man Öl nicht schnell genug wegbekommt ist ja nur aufgeschobener Gewinn. Und der fehlende Gewinn durch den Verkauf von Flächen: lässt sich die gewonnene Kohle nicht gewinnbringend anderswo einsetzen? Ich glaub der Herr Gutschlag wird wohl schon wissen was er mit seiner Kohle macht (für die uninformierten: er ist CEO und Gründer und hat etwa 10% Aktienanteil).

 

@John Silver:

Danke für Deine Beiträge. Das beweist das noch jemand anderes ausser Schilti hier mitliest :-)

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Hallo liebe Mitleser,

 

da der Monatswechsel naht und wir jetzt Wochenende haben, mache ich diesmal ein ein wenig verfrühtes Monatsupdate. Wie immer fange ich mit den Nachrichten an:

  • VFC hat Halbjahreszahlen herausgegeben. Durch Aquisitionen stieg der Umsatz um 15%, EPS um 19%. Bereinigt um Aquisitionen Umsatzwachstum von 7%. Die Dividende wurde um 11% erhöht. Der Markt mochte die Nachricht (warum auch immer) nicht und die Aktie gab 10% nach. Ausserdem gab VFC bekannt, die MArke Reef verkauven zu wollen.

Sonst wars relativ ruhig, da ich mir meist nur die Jahres- und Halbjahreszahlen genau anschaue.

Mehr Bewegung gabs im Depot:

  • als Regelinvestment gabs General Mills. Ich gebe zu, die 4,5% Dividendenrendite haben mich schwach werden lassen. Auch denke ich das der Kauf von Blue Buffalo strategisch gut war um wieder zu Umsatzwachstum zu kommen. Der Preis war ziemlich hoch, aber da das nun eingepreist zu sein scheint erschien mir der Preis okay.
  • Wie Euch nicht entgangen sein wird, gab es Kusrückgänge. Von daher habe ich noch ein paar Henkel Stämme zugekauft. Ich mag einfach die Langfristigkeit mit der die agieren und das Zahlenwerk sieht gut aus. Mit einem KGV von 14-15 ist Henkel nicht direkt ein Schnäppchen, aber meine Erfahrung ist das sich Qualität auszahlt.
  • Noch einen Nachkauf gabs bei BASF. Mit KGV von knapp 11 erschien mir BASF als Schnäppchen. Eine Dividendenrendite von 4,4% hat mir die Entscheidung ebenfalls erleichtert. Seitdem ist die Aktie noch etwas gefallen, was zwar ärgerlich ist aber das Tief trifft man wohl selten genau. BASF war in letzter Zeit nicht die große Wachstumsstory aber was das Management macht ist okay: zuschlagen wenn Bayer verkaufen musste. Auch das neue Werk in China hört sich überzeugend an. Bei der Dividende muss BASF auch keine Wachstumsrakete sein.

Da ich dieses jahr so aggressiv zugekauft habe, ist dadurch die Investitionsreserve aufgebraucht. Ich fand es jedesmal als Kampf: den konservativen Engel auf der einen Schulter der Reserve will und das Teufelchen das günstige Gelegenheiten sieht auf der anderen. Ich sollte wohl wieder etwas ausgewogener agieren. Deswegen wird es im November keinen Regelkauf geben und ich werde die Größe der Regelkäufe reduzieren. Ganz aussetzen mag ich auch nicht da es ein gutes Gefühl ist jeden Monat ein wenig vorwärts zu kommen.

 

Gute Geschäfte, bleibt gesund!

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Am 3.10.2018 um 15:19 schrieb patient4711:

Danke für Deine Beiträge. Das beweist das noch jemand anderes ausser Schilti hier mitliest :-)

Ich auch !! ;)

 

"Ich fand es jedesmal als Kampf: den konservativen Engel auf der einen Schulter der Reserve will und das Teufelchen das günstige Gelegenheiten sieht auf der anderen. Ich sollte wohl wieder etwas ausgewogener agieren."

Dieses "Problem" kenne ich auch. Ich habe hier für mich eine Lösung gefunden, in dem ich eine +/- feste prozentuale Kassequote vor mir herschiebe und hiermit dann immer wieder die eine oder andere Opportunität nutzen kann - außerhalb der regelbasierten Monatsorders.

 

Vielleicht fällt dir hier noch ein passender Ansatz ein......voll investiert dürftest du dich bei weiter abrutschenden Märkten vielleicht nicht so besonders wohl fühlen (könnte ich mir vorstellen). VG Tutti

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Am 28.10.2018 um 18:32 schrieb Tutti:

"Ich fand es jedesmal als Kampf: den konservativen Engel auf der einen Schulter der Reserve will und das Teufelchen das günstige Gelegenheiten sieht auf der anderen. Ich sollte wohl wieder etwas ausgewogener agieren."

Dieses "Problem" kenne ich auch. Ich habe hier für mich eine Lösung gefunden, in dem ich eine +/- feste prozentuale Kassequote vor mir herschiebe und hiermit dann immer wieder die eine oder andere Opportunität nutzen kann - außerhalb der regelbasierten Monatsorders.

 

Vielleicht fällt dir hier noch ein passender Ansatz ein......voll investiert dürftest du dich bei weiter abrutschenden Märkten vielleicht nicht so besonders wohl fühlen (könnte ich mir vorstellen). VG Tutti

Ok, welche Kassequote ist Dein Zielwert? Man sagt ja bei größeren Depots sollte die Kassequote minimal 5% sein. Da ich Dich als nicht allzu aggresiv erlebe hast Du sicher deutlich mehr? Irgendjemand hier der dazu etwas beitragen kann? Vielleicht mit Literaturtipps? Das Problem ist ja nicht einfach: einerseits bringt Geld auf der Seite keine Rendite, andererseits hat man bei Gelegenheiten etwas zum Zuschlagen auf der Seite. Was ich auf Anhieb so finden kann bezieht sich auf den Notgroschen, der ja selbstverständlich sein sollte. Oder es werden keine konkreten Aussagen gemacht.

 

Ein Vorteil der Beschäftigung mit Einzelwerten ist das ich sie kenne (oder meine zu kennen). Von daher sind wir glaube ich gegenüber der ETF Fraktion im Vorteil: ich habe viele konjunkturunabhängige Werte im Depot und bei den konjunkturabhängigeren habe ich mich bewusst dafür entschieden. Den Ölpreisrutsch habe ich ja voll mitgemacht, wenn Du Dich erinnerst. Im Nachhinein hätte ich mehr antizyklisch zukaufen sollen, aber ein Gewisses Unwohlsein in der Zeit war tatsächlich da.

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Hey.....eine allgemein-verbindliche Regel wird es hier wohl nicht geben. Für mich ist die "strategische Liquidität" wirklich ein sehr wichtiger Teil der Anlagestrategie bzw. des Anlagesprektrums - eben um bei kräftigen Kurskorrekturen flexibel sein zu können.

 

Wenn dann auch die letzten hochpreisigen Qualitätstitel kräftig abrutschen, will ich nicht erst noch Bestandspositionen abbauen, um die dafür nötige Liquidität aufzutreiben. Letztlich ist das wohl Geschmackssache....du findest sicherlich eine Lösung für dieses "Problem" :)

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Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

Für eine Liquiditätsreserve bzw. - quote gibt es wohl kein Patentrezept. Das sollte jeder nach seinem persönlichen Wohlbefinden entscheiden. Etwas Cash für plötzliche Kaufgelegenheiten (gibt es erfahrungsgemäß immer wieder) ist sicher nicht verkehrt. Aber mehr als 10% Cashquote ist (auf Dauer) totes Kapital. Sollten auch die kurz- bis mittelfristigen Zinsen mal wieder attraktiv werden, könnte man wiederum entsprechend Anleihen oder eine Sparbriefleiter beimischen. Hinzu kommt die Relation der Liquiditätsreserve zum Notgroschen (Faustregel: zwei bis sechs Nettogehalter für die unerwartete Autoreparatur oder kaputte Waschmaschine) einerseits und zum Depotvolumen andererseits. Mit steigendem Depotvolumen sollte ersteres in den Hintergrund treten. 

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Geschrieben · bearbeitet von Schlumich

Am 3.10.2018 um 15:19 schrieb patient4711:

Danke für Deine Beiträge. Das beweist das noch jemand anderes ausser Schilti hier mitliest :-)

^^ Liest auch immer mit :w00t:

 

Und was die Höhe einer Liquiditätsreserve anbelangt: das hängt mMn sehr stark von a) Höhe der Einlagen ab und b) Höhe der monatlichen Neu-Einlagen. Ich halte bspw. für mein Aktien/ETF-Depot so gut wie keine Reserve. Es existiert natürlich ein Tagesgeld, welches ich zur allergrößten Not auch vorübergehend als Nachkauftopf opfern würde.

 

 

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vor 19 Stunden schrieb Schildkröte:

Aber mehr als 10% Cashquote ist (auf Dauer) totes Kapital.

 

"Totes" Kapital kann besser sein als verlorenes...sofern man das "tote" Kapital schnell wieder zum Leben erwecken kann. 

Bei 0% Inflation oder gar Deflation und hohen Bewertungen am Aktienmarkt (beides ist aktuell eher nicht der Fall) ist Cash eine sinnvolle "Anlage". Die Cashquote sollte man den Gegebenheiten/dem wirtschaftlichen Umfeld anpassen und seinem Verhalten. 

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vor 1 Stunde schrieb bounce:

"Totes" Kapital kann besser sein als verlorenes...sofern man das "tote" Kapital schnell wieder zum Leben erwecken kann. 

Bei 0% Inflation oder gar Deflation und hohen Bewertungen am Aktienmarkt (beides ist aktuell eher nicht der Fall) ist Cash eine sinnvolle "Anlage". Die Cashquote sollte man den Gegebenheiten/dem wirtschaftlichen Umfeld anpassen und seinem Verhalten. 

 

Während einer Krise oder Korrektur sollte man am besten gar keine Aktien haben. Sorry, Du beschreibst da market timing par excellence. Und im Schnitt liegt die Inflation bei 2%. Das muss man nach Steuern (und Gebühren) erstmal kompensieren (wobei das unter "normalen" Zinsbedingungen mit wenig riskanten Zinsprodukten durchaus möglich ist).

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vor 3 Stunden schrieb Schildkröte:

 

Während einer Krise oder Korrektur sollte man am besten gar keine Aktien haben. Sorry, Du beschreibst da market timing par excellence. Und im Schnitt liegt die Inflation bei 2%. Das muss man nach Steuern (und Gebühren) erstmal kompensieren (wobei das unter "normalen" Zinsbedingungen mit wenig riskanten Zinsprodukten durchaus möglich ist).

Die Market Timing Keule kommt immer gut.... Mich wundert es, dass sie von dir geschwungen wird. 

 

Inflation ist schwammig, weil sie abhängig ist vom persönlichen Warenkorb. 2% im langfristigen Durchschnitt für Deutschland passt. Die Frage war aber eine andere.  

Wenn Assets wie Aktien und Immobilien wegen hohen Bewertungen auf wenig zukünftige Rendite und viel Risiko hin deuten, versemmel ich nicht mein Geld da rein sondern warte auf eine gute Gelegenheit. Die kommen früher oder später immer. Schau dir Konsumgüteraktien an. Vor 3 Jahren voll in Mode, aktuell so gar nicht mehr. 

Die einen nennen es Market Timing, die anderen durchdachte Investition, weil Chancen und Risiken abgewägt werden und nicht unüberlegt der Masse gefolgt wird. Das muss jeder für sich entscheiden. Cash zu halten und dann bei einer Wirtschaftskrise/Korrektur nicht zu kaufen ist wahrscheinlich deutlich schlechter als bei hohen Bewertungen zu kaufen und langfristig zu halten. 

Obiges ist allgemein und bezieht sich nicht auf aktuelle Gegebenheiten. 

 

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Danke Euch für die Rückmeldungen. Wie Ihr schreibt gibt es hier kein eindeutiges Rezept. Die Meinungsbilder waren zwischen 0 und 10% Liquiditätsreserve, wenn ich das mal so zusammen fassen darf. Ich hatte bisher einen Zielwert von reichlich 5%. Da ich damit ganz gut gefahren bin werde ich das wohl so weiter betreiben. Da ich dieses Jahr recht agressiv zugekauft habe ist erstmal Wiederaufbau angesagt.

 

Ein Zwischenupdate: mit den Daten von Gestern habe ich den zweiten Verdoppler im Depot: es ist Ross Stores! Das Bild könnte allerdings zum Normallfall werden: danach kommen Abbott mit 87% und McCormick mit 76%. Alle 3 Kandidaten finde ich jedoch überbewertet. Der 4. Kandidat allerdings nicht: Aflac mit 70%. Einsam an der Spitze ist nach wie vor Digital Realty mit 155%.

 

Mit SBUX bin ich schon 30% im Plus in 2 Monaten, der Kaufzeitpunkt sieht fast wie geplant aus :-)

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Am 6.11.2018 um 18:03 schrieb bounce:

Schau dir Konsumgüteraktien an. Vor 3 Jahren voll in Mode, aktuell so gar nicht mehr. 

Entschuldige, ich habe die Sätze einfach so herausgegriffen. Mit steigendem Lebensalter werden die Langfristvorteile relativiert. Mode, Trends etc. spielen dann keine Rolle mehr, wenn es darum geht, die Nach-Arbeits-Periode mit Erträgen aus Wertpapieren aufzustocken.

 

Wir regeln das in unserem Depot so, dass wir monatlich investieren, relativ, aber nicht vollständig unabhängig von Will-ich-haben-Timing, und eine Cash-Quote von maximal 5% haben. Fast alles, was zur Verfügung steht, wird investiert. Alternativen zum Investieren in Wertpapiere sind mir nicht geheuer oder kommen nicht in Frage.

 

Abseits von 1, 2, 3 Jahren sind für uns Aktien dann interessant, wenn sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Gewinne evozieren (Dividende, Wachstum - wie auch immer).

 

REITs sind aus unserem Fokus verschwunden (natürlich absolut subjektiv, voreingenommen etc.): unserer Erfahrung nach sind die Einflüsse von Zinsanhebungen leider sehr deutlich zu spüren. Die Zeit, das auszusitzen, haben wir nicht mehr, was deutlich dramatischer klingt, als es gemeint ist.

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Am 10.11.2018 um 18:52 schrieb leoluchs:

Entschuldige, ich habe die Sätze einfach so herausgegriffen. Mit steigendem Lebensalter werden die Langfristvorteile relativiert. Mode, Trends etc. spielen dann keine Rolle mehr, wenn es darum geht, die Nach-Arbeits-Periode mit Erträgen aus Wertpapieren aufzustocken.

 

Wir regeln das in unserem Depot so, dass wir monatlich investieren, relativ, aber nicht vollständig unabhängig von Will-ich-haben-Timing, und eine Cash-Quote von maximal 5% haben. Fast alles, was zur Verfügung steht, wird investiert. Alternativen zum Investieren in Wertpapiere sind mir nicht geheuer oder kommen nicht in Frage.

 

Abseits von 1, 2, 3 Jahren sind für uns Aktien dann interessant, wenn sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Gewinne evozieren (Dividende, Wachstum - wie auch immer).

 

REITs sind aus unserem Fokus verschwunden (natürlich absolut subjektiv, voreingenommen etc.): unserer Erfahrung nach sind die Einflüsse von Zinsanhebungen leider sehr deutlich zu spüren. Die Zeit, das auszusitzen, haben wir nicht mehr, was deutlich dramatischer klingt, als es gemeint ist.

Ich sehe es ähnlich wie Du, Korrekturen zum nachlegen nutzen und regelmäßig investieren. Seit fast 20 Jahren liegt meine Aktienquote meist deutlich über 65-70%. Eben weil es keine guten anderen Alternativen gibt. Dass es mal in den Keller geht ist richtig, aber einen langfristinvestoren interessiert v.a. doch wie sein Kapital verzinst wird. Und das brachte im letzten Cash an Dividenden immernoch mehr als wenn ich vorher verkauft und das Geld aufs Konto gelegt hätte und dann vermutlich den richtigen Einstiegszeitpunkt verpasst hätte. Das passiert wohl den meisten.

 

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Hi, nun mein verspätetes Monatsupdate für November - leider hat die Zeit bis jetzt nicht gereicht.

 

Neuigkeiten gabs im November folgende:

  • Red Electrica hat die Q3 Zahlen herausgebracht, sahen wie erwartet langweilig aus. Was auffällt das sie die Dividende mit 7% stärker erhöht haben als das EPS wächst (~5%). Dazu kommt noch das ein guter Teil des EPS Wachstums auf Verlängerung des Abschreibungszeitraums zurückzuführen ist, was ja nicht cash flow wirksam ist. Wir werden wohl bald ein Ende der starken Erhöhungen sehen. Ich vermute, dann wird das Wachtum so um die Inflationsrate sein, was bei dem stabilen Geschäft OK ist.
  • Starbucks hat die Jahreszahlen herausgebracht. Die Investorenschar hat die Zahlen gut aufgenommen, insbesondere weil die comparable sales mit 4% gut aussahen.
  • Imperial Brands hat die Jahreszahlen rausgebracht, sahen uneinheitlich aus. Die Dividende wurde um 10% erhöht.
  • Nike hat die Dividende um genau 10% auf 0,22 USD erhöht. Eigentlich hatte ich mir eine Spur mehr erhofft, aber wer will bei 2stellig meckern?
  • McCormick hat die Dividende um 9,6% erhöht.

Wie angekündigt, gab es keinen Regelkauf im November. Allerdings: Bewegung gab es trotzdem. Mir fiel auf das BAT extrem gefallen ist wegen der Ankündigung der FDA, Mentholzigaretten verbieten zu wollen. Noch ist aber weder sicher ob noch wann die verboten werden. Auch ist in dem Aktienkurs eingepreist das das Geschäft komplett wegfällt. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen das alle Mentholraucher plötzlich zu Nichtrauchern werden. Die meisten werden wohl zu anderen Zigaretten abwandern und da werden zwangsläufig Raucher bei BAT bleiben. Weil der Aktienkurs so günstig war (Dividendenrendite um 7%, KGV bereinigt < 10), sah ich hier eine Gelegenheit.

 

Leider hatte ich keine nennenswerten Kaufreserven mehr. Deshalb musste ein Wert weichen: Starbucks. Nach den Jahreszahlen hat die Starbucks Aktie nochmals kräftig zugelegt, ich hatte ja bereits erwähnt das ich 30% im Plus war. Damit lag das KGV zum bereinigten EPS bei 30, was ganz schön sportlich ist. Die Entscheidung das Joint Venture in China zu kaufen konnte ich gut nachvollziehen, den Verkauf der anderen Joint ventures aber nicht. Was ich aber gar nicht nachvollziehen kann wie das Management ein so riesiges Aktienrückkaufprogramm zu diesen Preisen fährt, und das zu großen Teilen schuldenfinanziert. Da das quasi die 1. Aktion des neuen Managements war, war für mich klar das das Management keinen wirklichen Plan hat.

 

Grüße, gute Geschäfte!

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