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Holzmeier

ETF-Schnäppchenjagd

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Niklasschnick
Posted
Am 14.10.2019 um 15:54 von korbi:

Hallo Zusammen,

 

lese hier schon länger mit, aber habe mich jetzt durchgerungen dieses Thema mal genauer für mich zu untersuchen. Ich bin mir nämlich unklar, ob die Schnäppchenjagd für mich passt. Meine Rahmenbedingungen sind:

  • Ich bin gerade erst am Start meiner Investmentkarriere (ca. 5000 Euro Startkapital vorhanden, momentan noch am Tagesgeldkonto)
  • RK3 möchte ich aufgrund meines Alters recht hoch gewichten. Mit 90% RK3 vs 10% RK1 bin ich allerdings schon außerhalb des für die Schnäppchenjagd empfohlenen Rahmens
  • Ich möchte vorerst nur einen ETF besparen (Vanguard All World)
    2019-10-14 15_33_44-Clipboard.png  1   3 kB
  • Aufgrund von einer Neukundenaktion sind im nächsten Jahr meine Kaufkosten vernachlässigbar und ich könnte somit auch recht wenig Anteile pro Order erwerben
  • Meine monatliche Sparrate wäre ca. 900 Euro (ca. 800 Euro in ETF, Rest auf Tagesgeld)

Ich habe jetzt begonnen mit der unter Kapitel 3 beschriebenen Strategie zu spielen und bin mir nicht sicher ob ich alles richtig verstanden habe. Habe Spaßeshalber mal simuliert, wie das letzte Jahr verlaufen wäre, hätte ich zu Jahresbeginn gestartet (wöchentliche Neuberechnung). Ich hab mal meine Tabelle hierzu angehängt.

2019-10-14 15_53_40-Schnäppchenjagd.xlsx - Excel.png  5   58 kB

Irgendwie bin ich mir aber nicht sicher, dass ich alles richtig gemacht habe. Insgesamt wären nur 4 Käufe getätigt worden. Mein virtuelle Kapital baut sich sehr langsam ab. Die Wahl des virtuellen Kapitals ist eine ganz entscheidende Stellschraube, bei der ich mir sehr unsicher bin.

Könnte jemand mit mehr Erfahrung mal bitte kurz rein schauen und mir sagen ob ich prinzipiell alles richtig gemacht habe?

Ist für meine Situation die Schnäppchenjagd überhaupt sinnvoll anwendbar oder soll ich lieber mit Sparplänen starten bis genug Kapital vorhanden ist?

 

Über jeden Tipp bin ich dankbar!

Und überhaupt vielen Dank für dieses Klasse Projekt und die zahlreichen Ressourcen hier im Forum!

 

Viele Grüße,

 

Korbi

Schnäppchenjagd.xlsx  7   26 kB

Die Schnäppchenjagd ist eher für Leute relevant bei denen die Schwankungen der einzelnen Positionen erheblich sind im Verhältnis zu dem was als Neuinvestition (wenn überhaupt) dazukommt. Bei dir kannst du das, was monatlich hinzukommt, einfach immer gemäß gewünschter Asset Allokation investieren, also Rebalancing per Neuinvestition.

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korbi
Posted
vor 18 Stunden von Niklasschnick:

Die Schnäppchenjagd ist eher für Leute relevant bei denen die Schwankungen der einzelnen Positionen erheblich sind im Verhältnis zu dem was als Neuinvestition (wenn überhaupt) dazukommt. Bei dir kannst du das, was monatlich hinzukommt, einfach immer gemäß gewünschter Asset Allokation investieren, also Rebalancing per Neuinvestition.

Ja, das hatte ich befürchtet. Dadurch dass ich eigentlich so gut wie kein Rebalancing brauche mit meinem Risikoprofil von 90:10 und einem ETF wäre das hier im Endeffekt Markettiming unter dem Deckmantel des Rebalancings...

Schade wäre für mich genau der richtige Einstieg gewesen, aber so werde ich wohl vorerst bei einem simplen Sparplan bleiben.

Danke für die Rückmeldung.

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Holzmeier
Posted
Am 29.9.2019 um 14:24 von 42na95:

Um die virtuellen Anteile, die ich im ersten Schritt benötigt hatte, um die gewünschte Allokation herzustellen, sukzessive wieder abbauen zu können, wurde vorgeschlagen, die im Rahmen der durch die Schnäppchenjagd detektiereten Käufe in Höhe von T um einen Faktor zu erhöhen. Im Folgenden habe ich weitere Anteile von insgesamt 3T (= 32,82 Anteile für je 51,98) erworben. Die Höhe des virtuellen Tagesgeldes bleibt trotz dieses Erwerbs konstant, da ich die Zahlung des Kaufpreises aus dem realen Tagesgeld durch eine entsprechende Reduzierung der ursprünglichen Kosten für die virtuellen Anteile verrechne. Der Wert meiner Anteile an dem MSCI World bleibt ebenfalls konstant, da sich die realen Anteile zwar erhöhen, aber die virtuellen Anteile um den gleichen Betrag reduziert werden.     

 

Erwerb Anteile 3T.jpg  0   188 kB

 

Habe ich das richtig verstanden und wiedergegeben; entspricht dies dem vorgeschlagenen Vorgehen zur Reduzierung der virtuellen Anteile?

 

Deine Verwendung der Begriffe ist etwas verwirrend. "Virtuelles TG" waere nach meinem Verstaendnis das was du als "virtuelles TG" bezeichnest (ca. 21 k€) minus dem was du reales TG (ca. 60 k€) nennst.  "Mein" virtuelles TG waere in diesem Fall mit ca. -39 k€ also negativ.

Dann kannst du sowohl bei den Aktien als auch beim TG die Schnaeppchenjagd-Beziehungen mit den jeweiligen Summen aus realen und virtuellen Anteilen auswerten.

Und nach dem einmaligen Kauf der virtuellen ETF-Anteile wuerde ich auch nicht mehr von "Kosten fuer virtuelle Anteile" sprechen, sondern vom Wert der virtuellen Anteile und ggf. der Reduzierung dieses Wertes durch Kauf zusaetzlicher realer Anteile.

 

Bei Kaeufen werden fuer T reale ETF-Anteile gekauft und aus den 21 k€ bezahlt. Es wird Geld von RK1 in RK3 verschoben, G und "mein" virtuelles TG aendern sich nicht, da die 60 k€ ebenfalls um T sinken.

Zudem kaufst du fuer 3T reale ETF-Anteile, die du aus den 60-21 k€ real bezahlst. Gleichzeitig verminderst du die Anzahl deiner virtuellen ETF-Anteile um die fuer 3T gekauften realen Anteile. Die Limits aendern sich nicht, da ja nur virtuelle in reale Anteile gewandelt werden. Und G aendert sich auch nicht, da du die 3T zum (nach meiner Nomenklatur) virtuellen TG (21-60 k€) addierst.

 

Insofern scheint mir deine Vorgehensweise korrekt zu sein.

 

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Holzmeier
Posted
Am 15.10.2019 um 22:02 von Niklasschnick:

Die Schnäppchenjagd ist eher für Leute relevant bei denen die Schwankungen der einzelnen Positionen erheblich sind im Verhältnis zu dem was als Neuinvestition (wenn überhaupt) dazukommt. Bei dir kannst du das, was monatlich hinzukommt, einfach immer gemäß gewünschter Asset Allokation investieren, also Rebalancing per Neuinvestition.

 

Am 16.10.2019 um 16:21 von korbi:

Ja, das hatte ich befürchtet. Dadurch dass ich eigentlich so gut wie kein Rebalancing brauche mit meinem Risikoprofil von 90:10 und einem ETF wäre das hier im Endeffekt Markettiming unter dem Deckmantel des Rebalancings...

 

@NiklasschnickZwar kann man bei relativ hohen monatlichen Einzahlungen unmittelbar in die am weitesten zurueck liegende Anlagenklasse investieren. Offen bleibt dann aber, ob das Preisniveau zu diesem Zeitpunkt nicht insgesamt eigentlich sehr hoch ist, und zu welchen Preisen es ggf. angemessen waere und man dann im weiteren Wochen- bzw. Monats-Verlauf dennoch kaufen wollen wuerde. Genau hier kann die Schnaeppchenjagd Anhaltspunkte liefern.

 

@korbi Das Hauptproblem der Anwendung der Schnaeppchenjagd auf deinen Fall ist deine Asset Allocation mit den grossen Unterschieden zwischen RK1 und RK3, die dann sehr grosse Depots und/oder sehr kleine Transaktionsvolumina T erfordern wuerden.

Beispiel: Der Gesamtwert sei G=100 k€, das Transaktionsvolumen T=1 k€.

Bei einem Anteil RK3=50% muesste der RK3-Teil also um 4% sinken, um eine Transaktion auszuloesen [100 k€ * 50% * (1-4%) + 1 k€ = 49 k€ = 100 k€ * 50% - 1 k€].

Bei einem Anteil RK3=90% muesste der RK3-Teil aber schon um 11,1% sinken, um eine Transaktion auszuloesen [100 k€ * 90% * (1-11,1%) + 1 k€ = 81 k€ = (100 k€ * 10% - 1 k€) *9].

 

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korbi
Posted
Am 19.10.2019 um 08:07 von Holzmeier:

@korbi Das Hauptproblem der Anwendung der Schnaeppchenjagd auf deinen Fall ist deine Asset Allocation mit den grossen Unterschieden zwischen RK1 und RK3, die dann sehr grosse Depots und/oder sehr kleine Transaktionsvolumina T erfordern wuerden.

Beispiel: Der Gesamtwert sei G=100 k€, das Transaktionsvolumen T=1 k€.

Bei einem Anteil RK3=50% muesste der RK3-Teil also um 4% sinken, um eine Transaktion auszuloesen [100 k€ * 50% * (1-4%) + 1 k€ = 49 k€ = 100 k€ * 50% - 1 k€].

Bei einem Anteil RK3=90% muesste der RK3-Teil aber schon um 11,1% sinken, um eine Transaktion auszuloesen [100 k€ * 90% * (1-11,1%) + 1 k€ = 81 k€ = (100 k€ * 10% - 1 k€) *9].

Danke für die Antwort. Ja das ist einleuchtend.

Theoretisch könnte ich zwar T ziemlich klein machen zum Start (150€), da ich keine Kosten für Trades zu Beginn habe.

Sind denn meine Berechnungen mit den virtuellen Anteilen korrekt? vgl. mein erster Beitrag bzw. folgende Anpassungen:

 

Ich habe jetzt nochmal rumgespielt und dk_fix auf 4% gestellt. Zusätzlich lasse ich das mit den Liquiditätsrückstellungen und zahle meine Sparquote direkt in mein RK1 ein (da RK3 so stark schwanken muss, ist es förderlich wenn RK1 stark wächst um öfter Transaktionen zu triggern)

 

Momentan würde ich in meinem Backtest von 2019 dann folgendes Bild sehen:

2019-10-21 09_37_28-Clipboard.png

Folgende Parameter Settings:

2019-10-21 09_39_17-Clipboard.png

 

Jetzt ist es vermutlich sinnvoll die Veränderungsraten der virtuellen Anteile anzupassen. Folgende Möglichkeiten habe ich in Betracht gezogen:

  • Bei einem getriggerten Kauf wird der virtuelle Betrag RK3 um die Kaufsumme bzw. Anteilanzahl verringert --> Bei Kauf erhöht sich RK3_gesamt nicht
  • RK3_virtuell um ein Vielfaches der erwarteten Wertsteigerung verringern --> RK3 sinkt stärker und Käufe werden früher ausgelöst.
  • Das virtuelle Startkapital reduzieren

Wie siehst du das bzw. wie würdest du an meiner Stelle vorgehen? Oder soll ich das Projekt Schnäppchenjagd mit meiner Risikoallokation beenden? 

 

Vielen Dank für deine Hilfe!

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Mangalica
Posted
Am 1/2/2018 um 11:59 von Mangalica:

Nun ist mir allerdings noch ein kleines Problem aufgefallen: Wenn ich in meiner Tabelle den nächsten Gehaltseingang simuliere, wäre bei der nächsten Limitanpassung Anfang Februar dK% bereits positiv, da meine Sparrate im Verhältnis zum Depotwert offenbar einfach noch sehr groß ist. D.h. nach allen Monaten, in denen es nicht zufällig einen Kursrückgang von über 5% oder starke Kursanstiege gäbe, hätte ich also einen ganz normalen Sparplan-Nachkauf.

Da meine Sparrate im Verhältnis zum Depotwert weiterhin recht hoch ist und mein dK(T) nach Gehaltseingang immer fast positiv wird, würde mich einmal interessieren, was eigentlich davon zu halten, einen ganz normalen Sparplan und die Schnäppchenjagd zu kombinieren. Folgende Überlegungen:

  • Eine Sparplanausführung kostet mich bei der DKB 1,50 €, ein manueller Kauf 10 €.
  • Ich lasse einen Sparplan laufen, der am Monatsbeginn so viel (oder vielleicht auch etwas weniger) kauft, dass meine Asset-Allocation ungefähr passt. Denn das würde die Schnäppchenjagd bei mir sowieso fast immer nach, nur eben mit höheren Orderkosten.
  • Nach der Sparplanausführung setze ich eine Order mit dK=-4% für einen ganzen Monat, um bei höheren Kursschwankungen vielleicht noch den einen oder anderen günstigeren Kauf zu machen.

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Holzmeier
Posted

Graphiken und Tabellen zu Holzmeiers realen Schnaeppchenjagd-Transaktionen (ab Abb. 8 bzw. ab Tab. 3) bis einschl. Q4 2019 aktualisiert.

Desweiteren sind jetzt die neuen Discount-Broker berücksichtigt, durch deren Konditionen die minimal erforderlichen Depotvolumina und Sparraten deutlich sinken und die somit erstmals eine "Schnaeppchenjagd fuer alle" ermoeglichen.

 

Der "Schnaeppchenjagd-Bonus" für Aktien- und Gold-ETFs weist eine weiterhin steigende Tendenz auf, und man besitzt mit der Schnaeppchenjagd zum Intervallende 7,3% mehr Anteile und erhält 7,3% hoehere Ausschuettungen, als wenn man ab 1.1.2017 das gleiche Geld über einen Sparplan in die gleichen ETFs investiert haette.

 

Aufgrund der niedrigeren Volatilitaet liegt der Schnaeppchenjagd-Bonus bei Anleihen deutlich niedriger, aktuell betraegt er jetzt 0,5%.

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Mangalica
Posted
Am 8/31/2015 um 11:30 von Holzmeier:

Eine Alternative zu TradeRepublic bietet ggf. das FreeBuy Cash-Depot von Onvista. Eine gewisse Liquidität muss ja ohnehin immer auf dem Verrechnungskonto vorhanden sein, und bei Onvista bekommt man z.B. ab einem monatlichen Durchschnittsbetrag von 5 k€ dann 3 Kaufoptionen/Monat für jeweils 2 € Gebühren (Konditionen ab 1.6.19). Solange für Tagesgeld ohnehin nahezu keine Zinsen bezahlt werden, könnten die Onvista-Konditionen somit auch Transaktionenvolumina von T=200 € sinnvoll ermöglichen.

Da es im Eingangsartikel noch erwähnt wird: OnVista bietet das FreeBuy Depot seit November nicht mehr für Neukunden an. Für Schnäppchenjagd-Neueinsteiger ist das also keine Option mehr.

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Holzmeier
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Vielen Dank fuer den Hinweis, ich werde den Text gleich entsprechend modifizieren.

Mal sehen, wie lange das zumindest mit meinem FreeBuy Cash-Depot noch funktioniert ...

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Sucher
Posted
Am 21.12.2019 um 15:36 von Holzmeier:

Graphiken und Tabellen zu Holzmeiers realen Schnaeppchenjagd-Transaktionen (ab Abb. 8 bzw. ab Tab. 3) bis einschl. Q4 2019 aktualisiert.

Desweiteren sind jetzt die neuen Discount-Broker berücksichtigt, durch deren Konditionen die minimal erforderlichen Depotvolumina und Sparraten deutlich sinken und die somit erstmals eine "Schnaeppchenjagd fuer alle" ermoeglichen.

 

Der "Schnaeppchenjagd-Bonus" für Aktien- und Gold-ETFs weist eine weiterhin steigende Tendenz auf, und man besitzt mit der Schnaeppchenjagd zum Intervallende 7,3% mehr Anteile und erhält 7,3% hoehere Ausschuettungen, als wenn man ab 1.1.2017 das gleiche Geld über einen Sparplan in die gleichen ETFs investiert haette.

 

Aufgrund der niedrigeren Volatilitaet liegt der Schnaeppchenjagd-Bonus bei Anleihen deutlich niedriger, aktuell betraegt er jetzt 0,5%.

Weiterhin fantastische Ergebnisse!

 

Welchen Discount-Broker nehmt ihr denn ins Visier? Ich schaue mir aktuell justTRADE mal etwas genauer an. Die große ETF-Auswahl, die verschiedenen Handelsplätze und die Möglichkeit zum Webtrading finde ich recht attraktiv, mit den Negativzinsen und dem Mindestvolumen von 500€ kann ich leben.

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Leeloo Dallas
Posted
vor einer Stunde von Sucher:

Weiterhin fantastische Ergebnisse!

 

Welchen Discount-Broker nehmt ihr denn ins Visier? Ich schaue mir aktuell justTRADE mal etwas genauer an. Die große ETF-Auswahl, die verschiedenen Handelsplätze und die Möglichkeit zum Webtrading finde ich recht attraktiv, mit den Negativzinsen und dem Mindestvolumen von 500€ kann ich leben.

Denke ich auch. Bei Trade Republic fehlt einfach Auswahl. 

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Mangalica
Posted
vor 3 Stunden von Sucher:

Welchen Discount-Broker nehmt ihr denn ins Visier? Ich schaue mir aktuell justTRADE mal etwas genauer an. Die große ETF-Auswahl, die verschiedenen Handelsplätze und die Möglichkeit zum Webtrading finde ich recht attraktiv, mit den Negativzinsen und dem Mindestvolumen von 500€ kann ich leben.

Ich starte aktuell die Schnäppchenjagd beim Gratisbroker, ebenfalls mit Mindestvolumen von 500€, aber ohne Negativzinsen auf dem Verrechnungskonto. Die ETF-Auswahl ist mit Xtrackers und Amundi recht beschränkt, aber da ich zwecks Anbieterdiversifikation ohnehin neue ETFs besparen möchte, passt das schon. Es werden nun der Xtrackers MSCI World (A1XEY2, 0,19% TER) und der Amundi MSCI Emerging Markets (A2H9Q0, 0,20%), und zwar im Verhältnis der Marktkapitalisierung (aktuell knapp 88% World und 12% EM). Den Vanguard FTSE All-World, den ich jetzt schon in größerer Summe im Depot habe, teile ich bei der Berechnung der Limits virtuell so auf, als hätte ich ausschließlich World und EM im Depot.

 

Eine ganze echte Schnäppchenjagd wird das bei mir anfänglich aber noch nicht, da ich gleichzeitig eine Verschiebung der Asset-Allocation von aktuell 55% Aktien auf gut 75-80% in 2-3 Jahren durchführen möchte. Das mit den virtuellen Anteilen (Punkt 3 im Eingangspost) ist mir zu umständlich, sodass ich den prozentualen Aktienanteil einfach über den gesamten Zeitraum linear anwachsen lassen. Das wird aber zumindest in der Anfangszeit dazu führen, dass ich noch ein paar Käufe haben werde, die eher ein Sparplan als eine Schnäppchenjagd sind.

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Holzmeier
Posted · Edited by Holzmeier

Methode zur Berechnung des "Schnaeppchenjagd-Bonus" ueberarbeitet. Der "SJ-Bonus" sind die bei Anwendung der Schnaeppchenjagd durch guenstigere Einkaufskurse zusaetzlichen ETF-Anteile im Vergleich zur gleichen Investition in einem Sparplan:

913863895_FormelnSJ-Bonuns200119.thumb.png.9e7fe8b367c52bbb69c42336344b3230.png

Bisher wurden alle Kurse und Kaeufe aller ETFs waehrend ihrer jeweiligen Sparphasen beruecksichtigt. Dem liegt die Annahme zugrunde, dass die Investitionssumme im Sparplan zum jeweils durchschnittlichen Kurs auf alle besparten ETFs verteilt wird, gewichtet mit der Anzahl der jeweiligen Boersentage waehrend der jeweiligen Ansparphasen.

Der neuen Beziehung liegt ebenfalls die Annahme zugrunde, dass die Investitionssumme im Sparplan zum jeweils durchschnittlichen Kurs auf alle besparten ETFs verteilt wird, jetzt aber gewichtet mit der Anzahl der jeweiligen Kaeufe in der Schnaeppchenjagd fuer den jeweiligen ETF. Dies erscheint insofern realistischer, als zu jedem Zeitpunkt gleich viel Geld in Schnaeppchenjagd als auch Sparplan investiert wurde. Somit liegt beim Vergleich auch zu jedem Zeitpunkt die gleiche Asset-Verteilung vor, bei der Schnaeppchenjagd allerdings mit einer um den SJ-Bonus hoeheren Anzahl ETF-Anteile.

 

Abb. 1: Vergleich des SJ-Bonus fuer Aktien nach beiden Berechnungsmethoden, bisheriger Ansatz als gepunktete Linie, neuer als durchgezogene Linie, vgl. ggf. mit Abb. 12 im Eingangspost.

935118740_SJ-BonusAktienVergleichBerechnugsmethode200120.thumb.png.0a1a689d799972b5caf5fc4920ee61df.png

 

Im Gegensatz zur bisherigen Methode gehen mit dem neuen Ansatz nur ETFs in den Vergleich ein, fuer die es auch Schnaeppchenjagd-induzierte Kaeufe gab. Dies waren insbesondere in der Anfangsphase eher schwach performende ETFs, sodass die durchgezogene Linie (neu) deutlich unterhalb der gepunkteten (alt) liegt. Nachdem fuer nahezu alle ETFs zumindest ein Kauf zustande kam naehern sich die Kurven an. Da nach dem neuen Ansatz besonders gut laufende ETFs mit wenigen Kaeufen jetzt weniger stark beruecksichtigt werden, liegt die mit der neuen Methode berechnete Kurve aber immer noch unter der bisherigen. 

"Zum Intervallende besitzt man mit der Schnäppchenjagd somit 6,5% mehr Anteile und erhält 6,5% höhere Ausschüttungen, als wenn man im selben Zeitraum das selbe Geld über einen Sparplan in die selben ETFs investiert hätte", mit der alten Berechnungsmethode waren es 7,3% gewesen (Stand 20.12.19).

 

Abb. 2: Vergleich des SJ-Bonus fuer Anleihen nach beiden Berechnungsmethoden, bisherige als gepunktete Linie, neue durchgezogene Linie, vgl. ggf. mit Abb. 15 im Eingangspost.

632683027_SJ-BonusAnleihenVergleichBerechnugsmethode200120.thumb.png.cf41eeb35f2be1c9f2e608bc4c1a4fc8.png

 

Bei den Anleihen ergibt sich ein aehnliches Bild, insbesondere wurden hier die im Vergleich etwas besser performenden ETFs erst zu einem spaeteren Zeitpunkt in die Sparaktivitaeten aufgenommen. Da innerhalb der Anleihen aber anders als bei den Aktien sowohl die Zahl der Kaeufe als auch der Kurse sehr aehnlich sind, weichen die beiden Kurven fuer die SJ-Boni hier nur geringfuegig voneinander ab.

"Zum Intervallende besitzt man mit der Schnäppchenjagd somit 0,9% mehr Anteile und erhält 0,9% höhere Ausschüttungen, als wenn man im selben Zeitraum das selbe Geld über einen Sparplan in die selben ETFs investiert hätte", mit der alten Berechnungsmethode waren es 0,5% gewesen (Stand 20.12.19).

 

Insgesamt sind die Unterschiede der Ergebnisse zwischen den beiden Berechnungsmethoden nicht gross, dennoch scheint der neue Ansatz den faireren Vergleich zwischen Schnaeppchenjagd und Sparplaenen zu ermoeglichen.

 

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Mangalica
Posted

Und, kommt ihr noch mit dem Eingeben neuer Orders hinterher? :rolleyes:

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Fritz57
Posted · Edited by Fritz57

Naklar, Intervallmäßig baller ich Geld in den ETF Markt.  Alle paar Tage kleine Tranchen (300 pro zum Anfang und langsam steigernd) 


Dabei kaufe ich über TR zwei ETFs: MSCI Wold Core & MSCI EM IMI Core

 

Je länger es dauert und je tiefer der Kurs stehen des so höher werden die Beträge der Tranchen.

 

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merryETF
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Wie ist es euch Schnäppchenjägern den letzten Tagen ergangen?

Wann bzw. wie oft wurden eure Käufe ausgelöst?

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korbi
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Am 20.3.2020 um 13:14 von merryETF:

Wie ist es euch Schnäppchenjägern den letzten Tagen ergangen?

Wann bzw. wie oft wurden eure Käufe ausgelöst?

Bin auch sehr gespannt über Berichte :)

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mghie
Posted
Am 20.3.2020 um 13:14 von merryETF:

Wie ist es euch Schnäppchenjägern den letzten Tagen ergangen?

Wann bzw. wie oft wurden eure Käufe ausgelöst?

Zuerst einmal zur Einordnung: ich habe im Sommer 2018 mit der Schnäppchenjagd angefangen. Nach anfänglichem Probieren haben sich für mich die folgenden Umstände/Regeln eingespielt:

  • meine monatliche Sparrate geht wöchentlich zu je 25% in die Berechnung der Limits ein
  • von größeren Einmalbeträgen werden virtuelle Anteile gekauft
  • ich lege am Wochenende die Limits für die folgende Woche fest (Aktien-ETF im Verhältnis 30/30/30/10, Anleihen, REIT)
  • beim Kauf innerhalb der Woche wird erst am nächsten Wochenende ein neuer Kaufauftrag erteilt
  • bei sehr großem Abstand vom Limit wird kein Auftrag erteilt

Das habe ich bis Mitte März so beibehalten, dann aber vorerst aufgehört neue Kaufaufträge zu erteilen. Bei den unklaren wirtschaftlichen Aussichten wollte ich den liquiden Anteil von RK1 nicht noch weiter verringern. Dieses Wochenende werde ich aber wieder Kaufaufträge erteilen.

 

Zum Verlauf in diesem Jahr hänge ich einen Screenshot aus der Tabellenkalkulation an. Käufe mit leicht anderer farblicher Hinterlegung sind zustande gekommen weil ich unter der Woche das Limit angepasst habe bzw. unabhängig von der Schnäppchenjagd gekauft habe (ein Kurs von 15,50 für den IE00B1FZS350 erschien mir einfach zu gut um ihn zu verpassen):

 

sj_2020-04-19.png

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