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triton133

Private oder Gesetzliche Krankenversicherung

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stagflation

Offenbar nur ein Missverständnis (Quelle)...

Zitat

Nach Merz’ Äußerungen zum System der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland stellt ein Sprecher klar, dass der Kanzler keine grundsätzliche Änderung am bestehenden System plane: „Der Bundeskanzler hat das System der Krankenversicherung nicht in Frage gestellt“, sagt der Sprecher auf Anfrage der Funke-Mediengruppe.

 

„Er hat auf ein wachsendes Gefühl der Ungerechtigkeit in der Bevölkerung hingewiesen, das etwa durch unterschiedliche ärztliche Leistungen zwischen gesetzlich und privat versicherten Bürgern entsteht.“ Merz habe deutlich gemacht, dass die Bundesregierung dies ernst nehme, „dass es aber auch gute Gründe für das bestehende System gebe“.

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Holgerli

So ein zurückrunderndes Dementi hat man die letzten 2 Jahre häufiger in den USA gehört... :vintage:

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krett

Merz hat ohne Rücksprache wieder irgendwas gelabert. Macht er ja öfter. Was daraus wird steht in den Sternen. 

Aber trotzdem: Gesagt ist gesagt. Er ist immernoch Bundeskanzler und hat gerade etwas zum Thema gemacht. Vielleicht ist es ja auch unbeabsichtigt klug, weil es von anderen Themen ablenkt?

Ein paar kleinere Reformen bei der KV sind vielleicht einfacher als so manch andere Dinge. Und dann kann man sich hinstellen und sagen man hat was für den kleinen Mann gemacht. Zum Beispiel ein gesetzliches Verbot das privat versicherte bei Terminvergaben bevorzugt werden.

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Monachus
vor 26 Minuten von krett:

Zum Beispiel ein gesetzliches Verbot das privat versicherte bei Terminvergaben bevorzugt werden.

Gründet man eine neue Behörde, die das überwacht? Also in der Praxis, telefonisch und online.

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krett
vor 2 Minuten von Monachus:

Gründet man eine neue Behörde, die das überwacht? Also in der Praxis, telefonisch und online.

verstehe die Frage nicht. Gibt es aktuell für jedes gesetzliche Verbot eine separate Behörde?

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Ramstein

 

vor 29 Minuten von krett:

Zum Beispiel ein gesetzliches Verbot das privat versicherte bei Terminvergaben bevorzugt werden.

Zum Glück hat mein Hausarzt nicht einmal eine Kassenzulassung.

 

Und durch die Budgetierung würde man Kassenärzte zwingen, kostenlos Patienten zu behandeln. Wer glaubt ehrlich, dass das kommen wird? 

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gordon_gekko
· bearbeitet von gordon_gekko
Am 10.9.2026 um 15:07 von satgar:

Ich hab das seit meiner Ausbildung im damaligen WK100 bei der Debeka und mittlerweile den WKplus mit dem Einbettzimmer.

 

Es ist aber wirklich reiner Komfort. Es gibt auch genug Leute die sagen, ihnen ist ein versierter Oberarzt lieber als der Sesselpupser-Chefarzt. Und die anderen sagen, der eine ist noch wenig erfahren und der andere kennt OP xy aus dem FF. Es gibt für alles das passende Argument. Aber insgesamt ist es komfort. In Deutschland wird jeder behandelt, jeder operiert, jeder gepflegt. Egal ob man solche Versicherungen hat, oder nicht.

Ich möchte hier insgesamt etwas ergänzen zur "Chefarztbehandlung" (Quelle: https://www.privat-patienten.de/im-krankenhaus/krankenhausbehandlung/wahlleistung-chefarzt/

 

- Rechtlicher Begriff: Im Behandlungsvertrag spricht man von einer Wahlarztbehandlung. Die Chefarztbehandlung ist im deutschen Krankenhausrecht rechtlich gesehen identisch mit der Wahlarztbehandlung (korrekt: wahlärztliche Leistung nach § 17 KHEntgG), es handelt sich also um kein Entweder-Oder, sondern um denselben Begriff.

- Freie Arztwahl: Mit dieser Wahlleistung bestimmen Sie selbst, welcher qualifizierte und liquidationsberechtigte Arzt (z. B. der Chefarzt, die Chefärztin oder ein spezialisierter Oberarzt) Sie während des Krankenhausaufenthalts behandelt. 

- Ohne wahlärztliche Vereinbarung bestimmt das Krankenhaus, welche Ärztin oder welcher Arzt Sie behandelt. Maßgeblich sind hier der Dienstplan und die fachliche Eignung.

- Kein automatisches Chefarzt-Monopol: Die Behandlung muss nicht zwingend durch den Chefarzt persönlich erfolgen; Sie können vertraglich auch einen bestimmten Oberarzt als Ihren Wahlarzt benennen (z. B. einen Spezialisten für eine bestimmte Operation).

- Vertretung: Ist der gewählte Wahlarzt unvorhersehbar verhindert (z. B. durch einen Notfall), darf der im Vertrag benannte ständige Vertreter die Behandlung übernehmen.

 

Aus eigener Erfahrung (arbeite im medizinischen Bereich) kann ich sagen, dass es auch genauso gehandhabt wird. Der Vorteil ist eigentlich, dass man die Wahl hat, wer die Behandlung durchführen soll und nicht, dass es automatisch der Chefarzt macht. Je nach Fachrichtung und auch Krankenhausgröße (Kreiskrankenhaus vs. Uniklinik) ist es nämlich ganz unterschiedlich ob der entsprechende Oberarzt oder der Chefarzt die meiste Erfahrung hat. Aber der Vorteil ist, ich kann mir ganz gezielt den Erfahrensten raussuchen und werde im Zweifel nicht nur von einem Facharzt operiert. Und einige Patienten wissen das auch und fragen dann ganz gezielt nach einem bestimmten Operateur und dies wird in der Planung idR auch umgesetzt. 

 

 

 

Edit: 

habe grade in den Beiträgen nach meinem zitierten Beitrag gelesen, dass vieles davon schon gesagt wurde. 

Ich würde es auch so zusammenfassen: Wahlarztbehandlung ist gut angelegtes Geld, Einzelzimmer eher bisschen Luxus. 

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gordon_gekko
· bearbeitet von gordon_gekko
Am 5.8.2026 um 20:27 von gordon_gekko:

Ich beschäftige mich aktuell auch mit dem Thema PKV vs. GKV. Ich habe überlegt einen eigenen Thread aufzumachen, aber fand es hier doch erstmal am passendsten. Ich habe mir in den letzten Wochen den gesamten Thread durchgelesen und versuche erstmal meine wichtigsten Argumente zu ordnen: 

 

meine Eckdaten:

- Mitte 30

- arbeite Vollzeit angestellt im Gesundheitswesen

- Jahresbrutto 106k (Tarifgehalt, in den nächsten Jahren keine Steigerungen geplant)

- Gesundheitsstatus: keine chronischen Erkrankungen und gesund, d.h. ich denke ich werde nur einen geringen Risikozuschlag oder garkeinen Risikozuschlag bekommen (sollte die Entscheidung Richtung PKV laufen, dann werde ich das natürlich von einem PKV Makler aus dem Forum überprüfen/anomyme Voranfrage machen lassen)

- aktuell nicht verheiratet (ist später geplant)

- Kinder (1-2) sind später gewünscht, aber aus gesundheitlichen Gründen bei meiner Partnerin leider eher unwahrscheinlicher, aber nicht ausgeschlossen

- Plan bezüglich Altersvorsorge: ETF + Versorgungswerk (d.h. ich zahle aktuell nicht in die GRV ein und werde voraussichtlich auch nicht in die GRV einzahlen müssen)

       - Daten zum bisherigen GRV Status: ich habe neben dem Studium ca. 1 Jahr als studentische Hilfskraft gearbeitet und bin mir nicht mehr sicher ob das als GRV Zeit angerechnet wurde, hier muss ich mir 

       mal meinen Kontoauszug von der GRV besorgen und schauen wie viele Beitragsjahre beisammen sind (ich gehe erstmal von ca. 1 Jahr aus). 

- Plan bezüglich des weiteren Arbeitsleben: ich tendiere dazu angestellt im Gesundheitswesen zu bleiben, aber auch ein selbstständig machen könnte ich mir prinzipiell mal vorstellen. Aktuell arbeite ich Vollzeit, würde aber langfristig gern mit den Stunden etwas runter, ggf. so 60-80%

- außerdem würde ich gern aus persönlichen Gründen in den nächsten Jahren ein "Sabbatjahr" machen zum Reisen mit meiner Partnerin 
 

Meine Gedanken dazu: 

 

Pro PKV:
- Ich bekomme ja das Gesundsheitswesen täglich mit (da mein täglicher Arbeitsbereich, bin allerdings größtenteils in der stationären Versorgung tätig) und beschäftige mich mit dem möglichen Wechsel, da ich mir nicht sicher bin ob die GKV für mich langfristig die richtige Wahl ist. Auch das neue GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz lässt mich wieder etwas mehr den Glauben in die GKV verlieren. Mein Eindruck: für die stationäre Versorgung ist die GKV sehr solide und steht in der PKV in (fast) nichts nach. Ambulant merke ich allerdings deutlich die Unterschiede: als GKV Patient hat man teils richtige Probleme überhaupt beim Facharzt angenommen zu werden, die Wartezeit mal dahingestellt. In einigen Facharztbereichen nehmen die Privatpraxen weiterhin zu. Ich könnte mir vorstellen, dass sich dies durch das Beitragsstabilisierungsgesetz noch verschärft. Ich "vertraue" der PKV einfach ein bisschen mehr, auch weil die Politiker dort nicht ganz so einfach oder intensiv rumpfuschen können wie in der GKV. (Allein darüber, dass durch die Politik die Entnahme von Versicherungsfremden Leistungen aus der GKV die GKV erst überhaupt in diese Misere gebracht hat regt mich so auf, aber darum soll es hier nicht gehen). 

- kurzum ich glaube die PKV verschafft mir eine bessere/sicherere medizinische Versorgung im ambulanten Bereich und ggf. leicht im stationären Bereich

 

Neutral:

- die gesparten Beiträge (da PKV günstiger als Maximalbeitrag GKV) würde ich in einen ETF Sparplan packen um so die "Mehrkosten" der PKV im Alter zu decken, d.h. ich lasse meine Entscheidung nicht darauf fußen, dass ich davon ausgehe, dass mich die PKV langfristig günstiger kommt

- ich rechne (dank den ganzen Anregungen hier im Thread) damit, dass meine PKV Beiträge im Schnitt jährlich um 5% steigen

- Die Beiträge für Kinder sind in der PKV sind laut dem Thread aktuell ca. 150€/Monat, das wäre für mich nicht unbedingt ausschlaggebend die GKV zu wählen (da nur 1-2 Kinder geplant sind und eben auch nich fest geplant sind, siehe oben)

- ich vermute bzw. sorge mich, dass der Wechsel von PKV zurück in die GKV politisch/gesetzlich weiter erschwert wird, daher rechne ich damit, dass die Entscheidung PKV oder GKV noch mehr zur Lebensentscheidung wird: Einerseits kann man von der PKV nicht mehr so leicht in die GKV zurück, andererseits kann ich später wahrscheinlich aufgrund des Alters und möglicher Krankheiten (und auch fehlender Altersrückstellungen) auch nicht mehr so leicht von der GKV in die PKV wechseln. Ich versuche daher mich langfristig für eins der Systeme zu entscheiden

- ich weiß aber auch, dass in der Rente alle meine Einkommen (Versorgunswerk, Mieteinkommen, Kapitalerträge) für den GKV Beitrag herangezogen werden (falls es die KVdR nicht mehr gibt) und frage mich ob das für mich dann überhaupt so viel günstiger sein wird als die PKV

- Falls ich bei aktuellem Gehalt (Steigerung in den nächsten Jahren nicht drin, nur mögliche Inflationsanpassung bei regelmäßiger Anpassung des Tarifvertrags) auf unter 73% Teilzeit gehe, erreiche ich die JAEG nichtmehr. Das kann für mich positiv sein (falls ich von PKV in GKV zurückwill) oder negativ sein (falls ich eigentlich PKV bleiben will, aber in die GKV zurückmuss, da ich unter der JAEG bin)

 

Pro GKV:

- Ich weiß, dass ich durch zusätzliche Rentenbeiträge die 60 Pflichtmonate für die GRV vollkriegen würde, damit ich in die KVdR kann (9/10 Regelung wäre ja erfüllt wenn ich in der GKV bleibe). Allerdings glaube ich nicht wirklich, dass es die KVdR in meiner Rentenzeit überhaupt noch geben wird, so stark wie politisch schon auf die Erhöhung der GKV Beiträge gedrängt wird

- Ich habe allerdings einfach Bedenken, dass ich durch einen Schicksalsschlag/Krankheit die PKV Beiträge nicht mehr zahlen kann bzw. in den Grundtarif rutsche (der meiner Meinung nach schlechter ist, als die GKV-Versicherung). Dass sich die GKV-Beiträge in schlechten Zeiten auch an dem niedrigen Einkommen orientieren lässt ein natürlich ruhiger Schlafen als ein fester/steigender PKV Tarif

 

 

Ich würde mich sehr über eine neutrale Einschätzung, weiteren Meinungen und Anregungen eurerseits freuen :)

Falls das ganze zu ausführlich ist, kann ich bei Bedarf auch einen eigenen Thread aufmachen. 

 

Danke schonmal im Voraus!

Ich tendiere gedanklich aktuell weiterhin Richtung PKV. Am meisten Bedenken macht mir dann ehrlich gesagt der Renteneintritt, da ich dann den PKV Beitrag nicht mehr hälftig durch den AG bezahlt bekomme sondern komplett selbst übernehmen muss. 

Hier bin ich noch auf ein interessantes Detail gestoßen, was mir bisher garnicht bewusst war: 
Bei einer gesetzlichen Rente (GRV) zahlt die Deutsche Rentenversicherung auch bei PKV einen Zuschuss zur Krankenversicherung (2026: 8,75 % der gesetzlichen Bruttorente, maximal 50 % des tatsächlichen PKV-KV-Beitrags); zur Pflegeversicherung gibt es keinen Zuschuss. Bei Rente aus einem berufsständischen Versorgungswerk (was bei mir der Fall ist) gibt es dagegen keinen entsprechenden Zuschuss, den PKV- und Pflegebeitrag trägt man dann im Ruhestand vollständig selbst.

 

Und was ich bisher auch nicht wusste, dass der AG die Hälfte des PKV-Beitrages des mitversicherten Kindes zahlt, insgesamt aber höchstens bis zum gesetzlichen Arbeitgeber-Höchstzuschuss. 

 

Aber nochmal zurück zur Frage nach dem Renteneintritt: Wie genau macht ihr das. Differenz von PKV zu GKV Beitrag als ETF anlegen würde ich machen, so wurde es hier im Thread ja auch schon mehrfach empfohlen. Aber verlasst ihr euch dann einfach darauf, dass das ausreicht? Insbesondere wenn meine eine Rente von einem Versorgungswerk erhält. 

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 22 Minuten von gordon_gekko:

Aber verlasst ihr euch dann einfach darauf, dass das ausreicht? 

 

Nein. Das ist einer von den Tipps, die gut klingen, aber nicht funktionieren. Wenn Du kurz darüber nachdenkst, wirst Du merken, wie absurd das ist: jetzt die Differenz in einen ETF anlegen - und das soll in 40 Jahren genau so hinkommen, dass man die PKV davon bezahlen kann? Wieso soll das aufgehen?

 

Letztendlich ist es die gleiche Kategorie wie "Der Mieter zahlt den Kredit", wenn man eine Immobilie kaufen und vermieten will.

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Legolino
vor 17 Minuten von stagflation:

 

Nein. Das ist einer von den Tipps, die gut klingen, aber nicht funktionieren. Wenn Du kurz darüber nachdenkst, wirst Du merken, wie absurd das ist: jetzt die Differenz in einen ETF anlegen - und das soll in 40 Jahren genau so hinkommen, dass man die PKV davon bezahlen kann? Wieso soll das aufgehen?

 

Letztendlich ist es die gleiche Kategorie wie "Der Mieter zahlt den Kredit", wenn man eine Immobilie kaufen und vermieten will.

Kannst du das Mal bitte erklären was du mit deinem Beispiel meinst?

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franko
vor 2 Stunden von gordon_gekko:

Bei einer gesetzlichen Rente (GRV) zahlt die Deutsche Rentenversicherung auch bei PKV einen Zuschuss zur Krankenversicherung (2026: 8,55 % der gesetzlichen Bruttorente, maximal 50 % des tatsächlichen PKV-KV-Beitrags)

Das müssten aktuell 8,75 % der Bruttorente sein – die Hälfte von 14,6 % (allgemeiner Beitragssatz) plus 2,9 % (durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz 2026).

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gordon_gekko
vor 18 Minuten von franko:

Das müssten aktuell 8,75 % der Bruttorente sein – die Hälfte von 14,6 % (allgemeiner Beitragssatz) plus 2,9 % (durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz 2026).

du hast Recht, habe es oben geändert 

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 6 Stunden von gordon_gekko:

 (2026: 8,75 % der gesetzlichen Bruttorente, maximal 50 % des tatsächlichen PKV-KV-Beitrags)

Wobei man überlegen sollte, was das bedeutet.

 

Ich bin jetzt Ende 50. Wenn ich jetzt in Rente gehen würde, würde ich von der GRV eine Rente in Höhe von ungefähr 1.200 € bekommen. Der Zuschuss zur Krankenversicherung würde also 105 € im Monat betragen.

 

Damals, als ich in die PKV eingetreten bin, lag mein PKV-Beitrag bei ungefähr 250 € im Monat. Ein Zuschuss von 105 € wären 42%, also ein ordentlicher Teil. Mittlerweile liegt mein monatlicher PKV-Beitrag bei ungefähr 1.000 € im Monat. Da sind 105 € Zuschuss nur noch 11%. Es ist zwar nett, dass es ihn gibt - aber er hilft nicht viel bei der Finanzierung.

 

Ähnliches gilt für den Beitragsentlastungstarif, den ich damals abgeschossen habe: Für 5 € im Monat sollte der Beitrag ab 65 um 45 € im Monat sinken. Ein gutes Angebot, dachte ich. 45 € - 5 € = 40 € sind 16% des Monatsbeitags von 250 €. 40 € von 1.000 € sind aber nur 4%. Also nur noch ein Tropfen auf den heißen Stein.

 

Wichtig ist das Thema Steuern:

  1. Ein Rentner, der nur wenig zu versteuerndes Einkommen hat, kann nur einen kleinen teil der PKV-Beiträge auf die Steuer abwälzen. Er zahlt seine PKV-Beitrage aus der Substanz.
     
  2. Ein Rentner hingegen, der ein hohes steuerpflichtiges Einkommen mit einem Grenzsteuersatz von 42% hat, kann bis zu 42% seiner Beiträge auf die Steuer abwälzen.
     
  3. Die meisten werden wohl irgendwo dazwischen liegen. Meines Erachtens ist es wichtig, spätestens ab einem Alter von 50 das Steuersystem gut zu verstehen und dann die Voraussetzungen zu schaffen, damit man im Rentenalter einen Teil der PKV-Beiträge auf die Steuer abwälzen kann.
vor 6 Stunden von gordon_gekko:

Am meisten Bedenken macht mir dann ehrlich gesagt der Renteneintritt, da ich dann den PKV Beitrag nicht mehr hälftig durch den AG bezahlt bekomme sondern komplett selbst übernehmen muss. 

Wie sieht es aus mit der Phase zwischen Ende des Erwerbstätigkeit und dem Renteneintritt? Als junger Mensch kann man sich das noch nicht vorstellen... Aber spätestens ab 60 denken viele darüber nach, wie und wann sie aufhören können zu arbeiten. Manche müssen auch aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aufhören. Wenn man beispielsweise mit 60 aufhört, hat man bis zu 9 Jahre (Rente ab 69?), in denen es keine AG-Zuschüsse mehr gibt - und noch keine Rente. In diesem Zeitraum muss man die PKV-Beiträge selbst bezahlen. Evtl. kann man einen Teil auf die Steuer abwälzen. Trotzdem schaut man etwas neidisch auf die GKV-Versicherten, bei denen die Beiträge bei einem wegfallenden Einkommen sinken. 

 

vor 5 Stunden von Legolino:

Kannst du das Mal bitte erklären was du mit deinem Beispiel meinst?

Ich verstehe Deine Frage leider nicht genau? Was genau möchtest Du erklärt haben?

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Legolino
vor 5 Stunden von stagflation:

Ich verstehe Deine Frage leider nicht genau? Was genau möchtest Du erklärt haben?

Die Idee ist die gesparten Beiträge in einem ETF anzusparen, um daraus später die höheren Beiträge zu kompensieren. Du hast die Frage gestellt wie das gehen soll und angemerkt, dass es nicht funktioniert und dann das Beispiel der vermieteten Immobilie genannt. Das habe ich nicht verstanden, warum das aus deiner Sicht nicht funktioniert und was das mit dem Immobilienbeispiel zu tun hat.

 

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dev
vor 12 Stunden von gordon_gekko:

Am meisten Bedenken macht mir dann ehrlich gesagt der Renteneintritt, da ich dann den PKV Beitrag nicht mehr hälftig durch den AG bezahlt bekomme sondern komplett selbst übernehmen muss. 

Auch die GRV beteiligt sich auf Antrag an der PKV.

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satgar
vor 39 Minuten von dev:

Auch die GRV beteiligt sich auf Antrag an der PKV.

Das hat stagflation schon beschrieben. Wenn man ehrlich ist, ist das für die meisten echt wenig in EUR gesehen, was da an Zuschuss fließt. Im Vergleich zu dem, was man an 100% Prämie mtl. an die PKV bezahlen muss.

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s1lv3r
· bearbeitet von s1lv3r
vor 2 Stunden von Legolino:

Das habe ich nicht verstanden, warum das aus deiner Sicht nicht funktioniert und was das mit dem Immobilienbeispiel zu tun hat.

Es kann funktionieren muss aber nicht, da die beiden Bezugsgrößen (PKV-Kosten im Alter und angesparte Summe durch die Beitragsdifferenz) gar nicht in einem direkten Zusammenhang stehen.

 

Bei den Beitragsersparnissen bzw. der gesparten Endsumme kommen ja auch für jeden individuell komplett andere Zahlen heraus:  a) welches Eintrittsalter hat man in der PKV, b) habe ich einen Minimal- oder Luxus-Tarif in der PKV, c) wie lege ich die Beitragsdfifferenz überhaupt an und wie viel Glück habe ich bei der Rendite? Es ergibt daher auch absolut keinen Sinn, dass so eine pauschale Regel für jeden ihre Gültigkeit haben könnte.

 

Das Beispiel von @stagflation mit "Der Mieter zahlt den Kredit" ist da insofern treffend, dass hier ebenso zwei komplett verschiedene wirtschaftliche Sachverhalte in einen direkten Kontext gebracht werden, wo eigentlich kein Zusammenhang besteht; der Mieter zahlt eben nicht die dreifache Miete, nur weil das Zinsniveau massiv ansteigt und die Anschlussfinanzierung für den Vermieter teurer wird ...

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dev
· bearbeitet von dev
vor 50 Minuten von satgar:

Das hat stagflation schon beschrieben. Wenn man ehrlich ist, ist das für die meisten echt wenig in EUR gesehen, was da an Zuschuss fließt. Im Vergleich zu dem, was man an 100% Prämie mtl. an die PKV bezahlen muss.

Es kommt drauf an, welchen Luxus man versichert hat und wie viel man in die GRV eingezahlt hatte. Denn bis zum GKV-Anteil beteiligt sich die GRV.

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satgar
vor 6 Minuten von dev:

Es kommt drauf an, welchen Luxus man versichert hat und wie viel man in die GRV eingezahlt hatte. Denn bis zum GKV-Anteil beteiligt sich die GRV.

Wir reden mal von von der Praxis, was so vorkommt. Und da zahlt man in der PKV in der Regel weit mehr als das, was in der GKV in der Rentenphase anfiele. Das ist der Normalzustand.

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dev
Gerade eben von satgar:

Wir reden mal von von der Praxis, was so vorkommt. Und da zahlt man in der PKV in der Regel weit mehr als das, was in der GKV in der Rentenphase anfiele. Das ist der Normalzustand.

Wie schon geschrieben, das wird bei Luxus so sein.

Aber ich habe scheinbar einen preiswerten PKV-Tarif. Das kann auch daran liegen, das ich nicht gewillt war, auf alle Einkunftsarten freiwillig GKV zu zahlen und auch keinen Chefarzt oder Einzelzimmer haben möchte, auch das Krankengeld habe ich mir erspart.

 

Ich bin halt kein Vollkaskotyp. 

Als ich damals in die PKV bin, gab es den Spruch: "Die Jungen zahlen für PKV-Tarife, welche sie sich im Alter nicht mehr leisten können, aber benötigen.

 

Die Versicherungen legen die Beiträge maximal sicher an, also unterhalb der Inflation - jeden Cent den man dort lagert, ist einer zu viel.

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satgar
vor 2 Minuten von dev:

Wie schon geschrieben, das wird bei Luxus so sein.

Aber ich habe scheinbar einen preiswerten PKV-Tarif. Das kann auch daran liegen, das ich nicht gewillt war, auf alle Einkunftsarten freiwillig GKV zu zahlen und auch keinen Chefarzt oder Einzelzimmer haben möchte, auch das Krankengeld habe ich mir erspart.

 

Ich bin halt kein Vollkaskotyp. 

Als ich damals in die PKV bin, gab es den Spruch: "Die Jungen zahlen für PKV-Tarife, welche sie sich im Alter nicht mehr leisten können, aber benötigen.

 

Die Versicherungen legen die Beiträge maximal sicher an, also unterhalb der Inflation - jeden Cent den man dort lagert, ist einer zu viel.

Versteh ich total. Aber da bist du halt einfach nicht der Regelfall. Sondern die Leute gehen in die PKV wegen der höherwertigeren Versorgung. Und nehmen auch ein Krankentagegeld, was ich fahrlässig finde, wenn man es nicht hat. Aber seis drum. Muss jeder selber wissen.

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dev
vor 33 Minuten von satgar:

Versteh ich total. Aber da bist du halt einfach nicht der Regelfall. Sondern die Leute gehen in die PKV wegen der höherwertigeren Versorgung. Und nehmen auch ein Krankentagegeld, was ich fahrlässig finde, wenn man es nicht hat. Aber seis drum. Muss jeder selber wissen.

Wenn man halt Vollkasko will, darf man sich über den Preis nicht beschweren oder das Dritte sich nicht beteiligen wollen.

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Solara
vor 6 Stunden von Legolino:

Die Idee ist die gesparten Beiträge in einem ETF anzusparen, um daraus später die höheren Beiträge zu kompensieren.

In der Wiwo gab es kürzlich einen Beitrag eines Versicherungs-und Rentenberaters, der sich genau mit dem Thema beschäftigte. Da hat ein Leser nachgefragt, ob es sich für einen 45-Jährigen lohnt in die PKV zu wechseln. Die gesparten Beiträge könnte man doch in einen ETF ansparten. Die Antwort des Beraters war ziemlich eindeutig:

Zitat

 

Auch im Gesamtvergleich zeigt sich ein deutlicher Unterschied: Der sogenannte Barwert aller zu erwartenden Beiträge bis ins hohe Alter kann in der PKV mehrere hunderttausend Euro höher liegen als in der GKV. In den Modellrechnungen ergibt sich ein Unterschied von rund 380.000 Euro zugunsten der gesetzlichen Versicherung.

Der Barwert wird errechnet, indem künftige Zahlen auf den jetzigen Zeitpunkt abgezinst werden. Um hier wirklich fair zu rechnen, haben wir das höhere Leistungsniveau der PKV in guten Tarifen berücksichtigt: Deshalb haben wir den GKV-Schutz mit Zusatzversicherungen kombiniert, konkret für stationäre Wahlleistungen im Krankenhaus und beispielsweise für Zahnersatz, und diese Zusatzkosten eingerechnet.

Die anfängliche Ersparnis von Privatversicherten könnten diese nutzen, um das Geld für die höheren Beiträge später zurückzulegen. Rechnen wir das durch, belegt es aber auch eher die Vorteile der GKV. Selbst bei konsequenter Anlage der Ersparnis, etwa in einem ETF-Sparplan, lässt sich die spätere Mehrbelastung meist nicht vollständig kompensieren.

 

Als Schlussfolgerung kam heraus, dass sich ein Wechsel lohnen kann bei dauerhaft hohem Einkommen, keinen Kindern und dem Wunsch nach besseren Leistungen. Wie die Zahlen errechnet wurden, ging nicht aus der Antwort hervor.

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Nostradamus
· bearbeitet von Nostradamus
vor einer Stunde von Solara:

Als Schlussfolgerung kam heraus, dass sich ein Wechsel lohnen kann bei dauerhaft hohem Einkommen, keinen Kindern und dem Wunsch nach besseren Leistungen. Wie die Zahlen errechnet wurden, ging nicht aus der Antwort hervor.

Interessant, wobei die Berechnung schon hilfreich gewesen wäre... ;-) 

vor einer Stunde von Solara:

Um hier wirklich fair zu rechnen, haben wir das höhere Leistungsniveau der PKV in guten Tarifen berücksichtigt: Deshalb haben wir den GKV-Schutz mit Zusatzversicherungen kombiniert, konkret für stationäre Wahlleistungen im Krankenhaus und beispielsweise für Zahnersatz, und diese Zusatzkosten eingerechnet.

"Wirklich fair" scheint mir das allerdings so nicht zu sein, da man auch noch eine (nicht ganz günstige) ambulante Zusatzversicherung bräuchte.

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 4 Stunden von Nostradamus:

Interessant, wobei die Berechnung schon hilfreich gewesen wäre... ;-) 

 

Warum versucht Ihr es nicht selbst mal? Im Zeitalter von Tabellenkalkulationen ist es nicht so schwierig...

 

Startet beispielsweise mit folgenden Annahmen:

  • Startalter: 45
  • Sterbealter: 91
  • GKV: Guter Verdienst, deshalb Höchstbeitrag in der GKV: 1.261 € im Monat. Jährliche Steigerung um 3%. Ab 67 (Renteneintritt) fallen die GKV-Beiträge einmalig um 40% und steigen danach wieder um 3% pro Jahr.
  • PKV: monatlicher Beitrag: 800 € (Quelle: Was kostet die PKV). Beitrag steigt bis zum Alter 60 um 5%, danach mit 3%

Das wäre das Grundgerüst. Was kommt dabei heraus?

 

Danach könnt Ihr weitere Details für Eure Lebensplanung einrechnen: z.B: Rente mit 65 oder Privatier ab 60 oder Krankenversicherung der Rentner, usw. Ihr könnt (und solltet) auch Steuern, Arbeitgeberzuschüsse, usw. einrechnen. 

 

Tipp: da bei WiWo nach den Barwerten gefragt wurde: nehmt eine Inflationsrate an, beispielsweise 2%. Dann reduziert alle jährlichen Steigerungen um diese Inflationsrate: GKV steigt also nur um 1% statt 3% pro Jahr, PKV um 3% bis 60, danach mit 1%. Dann kann man die Summen aller Beitragszahlungen bilden und hat den Barwert.

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