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Anfängerfragen zu Fonds, ETFs und Fondsdepots

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2,879 posts in this topic

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vor 5 Minuten von SEEKER:

Gehört der EM Bond ETF in den Risikoanteil im Portfolio oder zum risikoärmeren Bereich wie World Aktien ETF?

Das hängt doch sehr davon ab, wie du Risiko definierst. Du hast weiter oben auf Fondsweb verlinkt. Was hältst du davon, dich der dort angegebenen Risikoeinschätzung über den SRRI anzuschließen?

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vor 44 Minuten von odensee:

Das hängt doch sehr davon ab, wie du Risiko definierst. Du hast weiter oben auf Fondsweb verlinkt. Was hältst du davon, dich der dort angegebenen Risikoeinschätzung über den SRRI anzuschließen?

Nach dem Duden :-P.

Schlechte Scherze bei Seite, ich verstehe schon das es natürlich ganz stark davon abhängt wie hoch die Risikobereitschaft des Anlegers ist. Basierend auf dem SRRI hätte ich es im risikoarmen Teil gesehen. Allerdings versuche ich auch, zumindest im Groben, zu verstehen wieso und warum es so ist.

 

Ich weis das der SRRI auf einer Formel basierend auf der Beobachtung der vergangenen 5 Jahre basiert und eine Volatilitätskennzahl ist. Das ist zwar beruhigend, aber auch eben nur ein Blick in die Vergangenheit...

 

Schwierig, schwierig, da hilft nur mehr lesen,

wie immer vielen Dank für die Denkanstöße!

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vor 6 Stunden von SEEKER:

Basierend auf dem SRRI hätte ich es im risikoarmen Teil gesehen.

Und ich würde EM Bonds nicht im "risikoarmen Teil" sehen. Aber das hilft dir nicht. Deshalb meine Frage danach, wie du für dich Risiko definierst. Es reicht übrigens, dir die Frage im Stillen zu beantworten.

 

vor 6 Stunden von SEEKER:

Das ist zwar beruhigend, aber auch eben nur ein Blick in die Vergangenheit...

So ist es. Und ein Blick in die Zukunft ist nicht möglich. Heißt: mit unbekanntem Risiko leben. Wie immer im Leben. Ein pragmatischer Umgang damit könnte in Diversifikation liegen. ;)

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AAA-Staatsanleihen in Heimatwährung ist "risikoarm", alles andere geht fließend in Richtung risikoreich über und irgendwann bist du dann bei High-Yield Anleihen mit fremder Währung. 

Es gibt kein schwarz und weiß, sondern viele Grautöne. 

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vor 14 Stunden von odensee:

Und ich würde EM Bonds nicht im "risikoarmen Teil" sehen. Aber das hilft dir nicht. Deshalb meine Frage danach, wie du für dich Risiko definierst. Es reicht übrigens, dir die Frage im Stillen zu beantworten.

 

So ist es. Und ein Blick in die Zukunft ist nicht möglich. Heißt: mit unbekanntem Risiko leben. Wie immer im Leben. Ein pragmatischer Umgang damit könnte in Diversifikation liegen. ;)

Mir ist schon klar das hier der Lerneffekt sein soll das jeder Anleger seine Risikobereitschaft selbst bewerten soll. Aber ich finde für Anfänger ist es immer gut seine Risikobereitschaft mal kritisch von anderen gegenprüfen zu lassen. Immerhin verschätzen sich Anfänger da gerne.

 

vor 10 Stunden von marcero:

AAA-Staatsanleihen in Heimatwährung ist "risikoarm", alles andere geht fließend in Richtung risikoreich über und irgendwann bist du dann bei High-Yield Anleihen mit fremder Währung. 

Es gibt kein schwarz und weiß, sondern viele Grautöne. 

Das ist sowieso klar.

 

Ich versuche mir da schon meine eigene Meldung zu bilden, aber je mehr Quellen ich ausquetsche desto mehr Input hab ich für meine Meinungsbildung.

 

Danke für eure Antworten :) !

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vor 5 Minuten von SEEKER:

Aber ich finde für Anfänger ist es immer gut seine Risikobereitschaft mal kritisch von anderen gegenprüfen zu lassen.

Wie soll das gehen?

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vor einer Stunde von Nachdenklich:

Wie soll das gehen?

In dem man mit der Materie erfahrenere Personen zu ihren Beweggründen für deren Risikobereitschaft fragt und seine eigene Position dazu kritisch gegenprüft.

Es ist ja nicht so das jeder der Wertpapiere kauft irgendwan aus dem Bett steigt und sich denkt, meine Risikobereitschaft ist so hoch, meine Risikobewertung verläuft wie folgt.

 

Das Ganze fängt ja schon damit an das man zur Feststellung seiner eigenen Risikobereitschaft erstmal erkennen können muss was, wie viel Risiko bergen kann. -Und gerade dort sind andere Meinungen und Einschätzungen wichtig um die eigene Meinung und Einschätzung weiterbilden zu können. Die Festlegung der eigenen Risikobereitschaft umfasst ja mehr als zu sagen "Ich bin bereit 10%, 20%,30%  usw zu verlieren."

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vor 5 Minuten von SEEKER:

Die Festlegung der eigenen Risikobereitschaft umfasst ja mehr als zu sagen "Ich bin bereit 10%, 20%,30%  usw zu verlieren."

Die Beurteilung der eigenen Risikobereitschaft hängt zum Beispiel auch damit zusammen, ob man einen Rückgang des Marktes um 10%, 20% oder 30% überhaupt als Verlust empfindet oder ob man sich bei einem solchen Kursrückgang sagt: Langfristig werden die Kurse die alten Hochs übertreffen, also ist der gegenwärtige Kursrückgang eine willkommene Kaufgelegenheit.

Wie Du das aber siehst, kann hier keiner wissen.

Damit kann doch niemand hier im Forum Deine "Risikobereitschaft mal kritisch ... gegenprüfen".

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Ich finde es als Neuling oder Anfänger sogar relativ einfach den risikoarmen Anteil zu gewichten. Alles was du in den risikobehafteten Teil schichtest, brauchst du kurz- bis mittelfristig nicht. Dein Leben geht ganz normal weiter und du bist auf das Geld nicht angewiesen, um deinen Alltag aufrecht zu erhalten.(du weißt , dass du selbst einen Buchverlust von 50% aussitzen kannst).

Der Rest wandert in den risikoarmen Teil.

 

Natürlich ist für einen 23 jährigen Berufseinsteiger, der noch bei seinen Eltern wohnt, der risikoarme Teil deutlich geringer als für einen 45 jährigen selbständigen Familienvater mit Frau, 3 Kindern und 2 Immobilien. Nur du selbst kannst einschätzen wie viel Cash du für mögliche Ereignisse wie Reperaturen, Behandlungen, Neuanschaffungen, vorübergehende Arbeitslosigkeit usw. benötigen könntest. Da spielen viel zu viele Faktoren eine Rolle, die wir nicht kennen.

Außenstehende, die keinerlei Informationen zu deinen Lebensumständen haben, können dir dazu keinen Input geben, da hat @Nachdenklich schon ganz Recht.

 

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Posted · Edited by Nachdenklich

Wobei wir zwei Aspekte unterscheiden sollten.

 

Am 6/22/2019 um 23:28 von Hoodie:

Natürlich ist für einen 23 jährigen Berufseinsteiger, der noch bei seinen Eltern wohnt, der risikoarme Teil deutlich geringer als für einen 45 jährigen selbständigen Familienvater mit Frau, 3 Kindern und 2 Immobilien. Nur du selbst kannst einschätzen wie viel Cash du für mögliche Ereignisse wie Reperaturen, Behandlungen, Neuanschaffungen, vorübergehende Arbeitslosigkeit usw. benötigen könntest. Da spielen viel zu viele Faktoren eine Rolle, die wir nicht kennen.

Solche Überlegungen führen dazu, daß man eine Liquiditätsplanung macht. Ergebnis einer solchen Analyse ist aber tendenziell eine Geldsumme, ein Betrag.

Um bei Arbeitslosigkeit eine gewisse Zeit liquide zu bleiben (es könnte drei (oder x) Monate dauern, bis ich einen neuen Job habe) oder um bestimmte Ereignisse (die Reparatur der Heizung im Haus oder der Ersatz des Autos) finanziell abfedern zu können, brauche ich soundsoviel Geld.

Dieser Finanzbedarf steigt nicht unbedingt parallel zum Vermögen. Deswegen lässt sich daraus kein Prozentsatz sondern nur eine Summe herleiten.

 

Dann gibt es aber auch Anleger, die es nervlich nicht aushalten, wenn ihr ganzes Vermögen in einem Crash zeitweise um 20, 30 oder auch 40 Prozent zusammenschmilzt.

Hier wird als "Heilmittel" oft empfohlen, je nach Risikobereitschaft einen bestimmten Prozentsatz des Vermögens nicht dem Kursrisiko auszusetzen - also "riskoarm" und damit meist renditelos anzulegen.

Auch dazu kann Dir aber keiner etwas raten, denn niemand kennt Dein Nervenkostüm.

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Posted · Edited by Siebert

Ich klinke mich auch mal ein zu diesem Thema "Risikobereitschaft".

 

In meinem erstellten Thread (neues Depot für mich) hatte ich auch etwas gehadert, wie viel Risiko ich fahren soll (Aktienanteil usw).

Ich hatte den Eindruck, dass ich fast als "zu vorsichtig" angesehen wurde, was ja ok ist (wollte zuerst nur 25% Aktienanteil machen, bin letzendlich bei ca. 30% gelandet, was ja immer noch sehr konservativ ist).

Klar bin ich mit meinen 42 nicht mehr der allerjüngste (aber auch nicht der allerälteste). Das angelegte Geld (Laufzeit ca. 15-20 Jahre) wird wohl zu 90% nicht benötigt.

 

So gesehen sagt mir eigentlich mein reiner, nicht-emotionaler "Computerverstand", dass die "30% Risiko" eigentlich lächerlich sind und ich locker um die 70% fahren könnte. Warum also mache ich das nicht?

Es mag einerseits damit zusammenhängen, dass ich extreme Rückgänge meines Depots (bzw. einzelner Depotposten) nicht so gut ertragen kann wie andere. Und so gesehen ist es doch eigentlich ganz ok, wenn man dann vorsichtiger ist. Das andere ist, dass mir vielleicht etwas die "Gier" fehlt, die viele andere Leute heute haben, was Geld angeht (ich weiß...sehr negatives Wort).

 

Ich hab jedenfalls versucht, die Sache anders herum anzugehen, sprich:

Man sieht sein Vermögen jetzt und stellt sich vor, wie viel daraus in z.B. 20 Jahren werden soll (und zwar möglichst realistisch und den Lebenswünschen etc angepasst, kein einfaches "ne Millionen wäre schon cool" oder "so viel wie halt geht").

Wenn ich dann z.B. bei nem Ergebnis wie "mit 60 hätte ich dann gerne 200k Euro" lande, kann ich ja ungefähr berechnen, wie viel Rendite ich machen muss mit meiner Einmalanlge plus zukünftigem Erspartem. Diese Rendite dann nochmal "korrigieren" mit der Steuer (auch die Inflation auch berücksichtigen!) und dann kann ich eigentlich sehen, wie viel Aktienanteil ich ungefähr fahren muss, um da hinzukommen und vor allem: Mehr braucht es dann ja auch nicht. Wieso unnötig Risiken eingehen? Man weiß halt nie, was das Leben bringt. Im Grunde ist nämlich gar nix sicher - da können die Rückrechnungen noch so aufwendig und exakt sein - die Zukunft ist die Zukunft.

 

Ich hab das zumindest so gemacht und bin dann (überraschenderweise) auf grad mal 2-3% Netto-Rendite gekommen, die mir reichen würden, um mein persönliches Ziel zu erreichen.

 

Bzgl. der Betrachtung von historischen Daten:

Ich nutze das schon sehr gerne, aber nur mit Produkten, die relativ lang zurückverfolgbar sind (alles unter 10 Jahre bringt nix finde ich und wichtig finde ich auch, dass zumindest ein großer Crash dabei ist im Verlauf). So ist eine Sicht allein auf die letzten acht Jahre z.B. in meinen Augen völlig sinnlos, weil es da fast nur bergauf ging und es keine große Kunst war, mit Aktienanlagen Gewinne zu machen.

Mir ist aber natürlich auch klar, dass (wie schon gesagt) keiner genau sagen kann, wie es weitergeht.

Aber komplett ohne historische Betrachtung gehts halt auch nicht finde ich.

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vor 20 Minuten von Siebert:

Ich hab jedenfalls versucht, die Sache anders herum anzugehen, sprich:

Man sieht sein Vermögen jetzt und stellt sich vor, wie viel daraus in z.B. 20 Jahren werden soll (und zwar möglichst realistisch und den Lebenswünschen etc angepasst, kein einfaches "ne Millionen wäre schon cool" oder "so viel wie halt geht").

Wenn ich dann z.B. bei nem Ergebnis wie "mit 60 hätte ich dann gerne 200k Euro" lande, kann ich ja ungefähr berechnen, wie viel Rendite ich machen muss mit meiner Einmalanlge plus zukünftigem Erspartem. Diese Rendite dann nochmal "korrigieren" mit der Steuer (auch die Inflation auch berücksichtigen!) und dann kann ich eigentlich sehen, wie viel Aktienanteil ich ungefähr fahren muss, um da hinzukommen und vor allem: Mehr braucht es dann ja auch nicht.

ich finde, mit dieser Sichtweise setzt Du dich jeden Tag selber unter Druck. Was soll der Quatsch mit einer angestrebten Summe? Es kommt das heraus, was heraus kommt.

Was ich nicht verstehe, Du bist kein junges Reh mehr und auch kein Frischling an der Börse, aber Du verhältst dich so. Es scheint so, das deine zwei gewählten Fonds Siemens und Arero nicht die richtige Auswahl für dich sind. Du hinterfragst permanent deine eigene Risikotoleranz. Mal sehr konservativ und dann wieder "ach ich brauche mehr Risiko". und dazu unterstellst Du, das die Leute dich dazu animieren, mehr Risiko einzugehen. Wo und wer, ich konnte hier so was noch nicht heraus lesen.

 

Also werde dir selber erst einmal bewusst, wieviel Risiko Du glaubst zu vertragen und dann suchst Du dir die passenden Produkte dafür.

Vielleicht wäre ein einfacher stinknormaler World ETF + Tages- und Festgeld die beste Idee für dich. Einfach, übersichtlich und jederzeit lässt sich die Gewichtung korrigieren.

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Posted · Edited by Siebert

"Stinknormaler World ETF + Tages- und Festgeld" - halte ich nach wie vor rein von der Übersichtlichkeit für eine sehr gute Lösung.

Ich hatte aber schon erläutert, warum es für einige/mich z.B. ein Problem bzw. zu aufwendig sein kann, wenn das Gesamtvermögen recht groß ist.

 

Beispiel:

Mit 100k Gesamtvermögen ist es kein Problem - 30k in den MSCI World ETF und 70k auf ein TG-Konto

 

Wer mit dem 70% TG-Anteil aber über die 100T-Einlagensicherung kommt bzw. später dann mal (die meisten sparen ja weiter regelmäßig Geld zusammen) im Bereich von 300k aufwärts Gesamtvermögen schwimmt, darf sich ständig nach neuen Banken umsehen bzw. muss mehrere Konten gleichzeitig führen und so viele Angebote mit einigermaßen TG- oder FG-Zinsen gibt es auch nicht, wenn man nur ne deutsche Sicherung will. Dann ist man fast nur noch damit beschäftigt, ständig FG-Leitern zu bauen, TG-Konten zu eröffnen/zu schließen usw. (für 0,01% lass ich den sicheren Teil nämlich auch nicht rumliegen muss ich ehrlich zugeben).

 

Oder hast du eine überzeugende Lösung für dieses Problem? Ich bin ganz Ohr.

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vor 13 Minuten von Siebert:

 

Oder hast du eine überzeugende Lösung für dieses Problem? Ich bin ganz Ohr.

als erstes muss man festhalten, das was Du da beschreibst, ist ein Luxusproblem und für Luxusprobleme gibt es keine einfache Standardlösung. Da gehört es dann auch dazu, etwas mehr Aufwand zu betreiben.

 

bin gerade unterwegs.

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19 minutes ago, Siebert said:

70% TG-Anteil aber über die 100T-Einlagensicherung

Welche Personengruppe benötigt eigentlich über 100k Tagesgeld und wozu? Die wenigsten werden in einem gewöhnlichen Jahr so viel ausgeben, wenn nicht gerade ein Immobilienerwerb bevorsteht.

 

25 minutes ago, Siebert said:

Dann ist man fast nur noch damit beschäftigt, ständig FG-Leitern zu bauen

Ich sehe eigentlich für eine Festgeldleiter nur den Aufwand am Anfang und einmal jährlich eine Neuanlage des auslaufenden Anteils. Ich sehe hier außerdem auch nur einen begrenzten Mehraufwand bei höheren Anlagebeträgen, zumindest nicht bei unter 500k in Festgeld, da man für eine "Leiter" ja sowieso mehrere Positionen braucht und man bei 5-Jahresleitern (ich gehe mal davon aus, dass 5-Jahresleitern üblich sind, kann das allerdings nicht einschätzen) mit 5 Banken jeweils nicht über 100k ist. Der Verwaltungsaufwand für 500k Festgeld liegt also im Wesentlichen darin, sich einmal im Jahr ein neues Angebot zu suchen und die Anlage durchzuführen, wofür wohl die meisten weniger als 10h Zeit benötigen. Und dass es am Ende daran scheitert, dass man unter mehr als 1000 deutschen Geldinstituten eine zu geringe Auswahl hat, kann ich auch nicht nachvollziehen.

 

40 minutes ago, Siebert said:

für 0,01% lass ich den sicheren Teil nämlich auch nicht rumliegen muss ich ehrlich zugeben

Das verstehe ich überhaupt nicht. Wenn man ein geringes Risiko haben will, hat man eben eine geringe Rendite. Du weißt aber schon, dass der Arero, in den du, wenn ich das recht verstanden habe, nun anlegen willst, auch einen Anteil hat, bei dem sogar negative Renditen auf dich zukommen?

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vor einer Stunde von Siebert:

Wer mit dem 70% TG-Anteil aber über die 100T-Einlagensicherung kommt bzw. später dann mal (die meisten sparen ja weiter regelmäßig Geld zusammen) im Bereich von 300k aufwärts Gesamtvermögen schwimmt, darf sich ständig nach neuen Banken umsehen bzw. muss mehrere Konten gleichzeitig führen und so viele Angebote mit einigermaßen TG- oder FG-Zinsen gibt es auch nicht,

"ständig"? Naja. Wie ich in einem der vielen anderen Threads, in denen du unterwegs bist:rolleyes:, schon mal schrieb: der Aufwand für die Eröffnung eines TG/FG-Konto bei einer weiteren Bank ist deutlich geringer, als der für deine Rechnerei mit Siemens, ARERO, ETF...

 

Wo liegt dein Problem? In deinem Alter (ich bin deutlich älter...) sollte es nun wirklich nicht schwer sein, den Überblick über ein paar TG/FG-Konten zu halten.

Wo liegt das Problem bei der Unflexibilität bezüglich Broker? Wenn dein jetziger dich ETF XYZ nicht oder nicht günstig kaufen lässt: such dir einen zweiten.

 

Vorteil mehrerer Banken: Nutzen von "Sonderangeboten". Wenn du eine "Leiter" aufbauen willst, hat vielleicht Anbieter A ein gutes FG für 3 Jahre und Anbieter B eines für 5 Jahre. Wenn das zweijährige FG bei Anbieter C ausläuft, hat der vielleicht gar kein sinnvolles Angebot mehr.

 

vor einer Stunde von Siebert:

wenn man nur ne deutsche Sicherung will.

.... ist man eben darauf angewiesen. Manche "diversifizieren" hier ganz bewusst, bei mir ist es eher Zufall, dass meine FG (etc.) über drei unterschiedliche Einlagensicherungen abgesichert sind (D > NL > F).

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Posted · Edited by west263

Danke an @odenseeund @sigmabe, es ist alles gesagt.

 

und wie schon geschrieben

vor 38 Minuten von odensee:

drei unterschiedliche Einlagensicherungen abgesichert sind (D > NL > F).

genauso halte ich es auch. Da solltest auch Du genügend Institute finden, die deinen Vorgaben gerecht werden.

Ein kleiner Tipp zur Credit Agricole. Kurz vor Auslauf des angelegten Festgeldes kann man tel. eine weitere Anlage des Geldes veranlassen, ohne nochmals den ganzen Anmeldevorgang zu durch laufen.

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Danke für eure Meinungen und Anregungen.

 

Mit der Crédit Agricole habe ich übrigens keine guten Erfahrungen gemacht, was den Service betrifft. Das kann natürlich bei anderen Leuten wieder anders sein. 

 

Es ist denke ich sehr viel eine individuelle Bauchgeschichte, mit welchen und wie vielen Produkten gleichzeitg man sich wohl fühlt.

 

Mir ist es in meiner Situation (!!) einfach lieber, wenn ich nur drei Positionen sehe in meiner Excell-Liste (Tagesgeld, ARERO, Siemens balanced), anstatt 1-2 Etfs + 3-5 Banken, bei denen ich dann auch regelmäßig immer wieder umschichten bzw nachsteuern muss. Ich bin auch bereit, dafür ein bisschen höhere Gebühren in Kauf zu nehmen.

 

Dass ich alle drei Positionen jederzeit kostenlos aufstocken und reduzieren kann, gibt mir auch ein gutes Gefühl. Das Ausnutzen der Sparerpauschbeträge in unserer ganzen Familie ist damit auch viel leichter möglich, als mit einer anderen Variante.

 

Wie eine perfekte Lösung für jedermann gibt es sowieso nicht.

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vor 8 Minuten von Siebert:

anstatt 1-2 Etfs + 3-5 Banken, bei denen ich dann auch regelmäßig immer wieder umschichten bzw nachsteuern muss.

Wieso das denn?

Den ETF kannst Du bis zu deinem pers. Belastungspunkt besparen. Dann nimmst Du einen weiteren dazu. Gibt ja genügend World ETF. und zu den Banken, Du legst dir einmal eine 3 Jahresleiter bei 3 Banken an und dann musst Du jedes Jahr einmal das auslaufende Geld wieder neu anlegen.

 

vor 13 Minuten von Siebert:

Ich bin auch bereit, dafür ein bisschen höhere Gebühren in Kauf zu nehmen.

na das ist ja auch so ein Punkt. Einerseits monierst Du, das es beim Tagesgeld keine Rendite gibt, auf der anderen Seite bist Du bereit für Gebühren in die Tasche zu greifen.

Ok, verstanden, für deine Bequemlichkeit mit "alles unter einem Dach" bist Du bereit Kompromisse einzugehen. Du möchtest gar keine Alternativen aufgezeigt bekommen. Für dich steht doch sowieso schon alles fest und jetzt möchtest Du nur noch hören, Super Idee, tolle Strategie.

 

Aber eines habe ich immer noch nicht verstanden.

ab 144.000€ Anlagekapital kommst Du bei 70% TG über die 100.000€ Grenze. Wo legst Du das dann weiter an? Spätestens dann brauchst Du eine zweite Bank.

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Posted · Edited by Siebert

vor 58 Minuten von west263:

Ok, verstanden, für deine Bequemlichkeit mit "alles unter einem Dach" bist Du bereit Kompromisse einzugehen. Du möchtest gar keine Alternativen aufgezeigt bekommen. Für dich steht doch sowieso schon alles fest und jetzt möchtest Du nur noch hören, Super Idee, tolle Strategie.

 

Aber eines habe ich immer noch nicht verstanden.

ab 144.000€ Anlagekapital kommst Du bei 70% TG über die 100.000€ Grenze. Wo legst Du das dann weiter an? Spätestens dann brauchst Du eine zweite Bank.

Das stimmt nicht. Ich war in meinem Thread natürlich auch offen für eine Lösung ohne Arero etc, sondern eben mit Welt-ETF.

Nur passt mir das halt nicht mit der riesen Summe an Geld, das auf Konten rumliegt. Das hatte ich ja explizit geschrieben. Daher war mein erster Vorschlag ja 30% Aktien-ETF, 25% TG und 25% Anleihen-ETF. Leider hat sich ja keiner erbarmt, um auf die Anleihen-ETF-Sache etwas einzugehen, sondern es kamen nur völlig nutzlose Gegenfragen wie "was erhoffst du dir von dem Anleihen-ETF". Mit solchen Kommentaren/Gegenfragen ist den Leuten natürlich nicht geholfen. 

Natürlich muss meine Entscheidung nicht jedem gefallen bzw. das hatte ich ja gesagt - bei anderen Leuten passen andere Lösungen besser.

 

Das mit den ganzen Gebühren ist auch so ne Sache. Natürlich habe ich hier gut verglichen und auch berechnet, was eine ETF-Lösung einspart. Ich hab hier aber insgesamt das Gefühl, dass sich aktuell irgendwie alle mehr und mehr an dem Gebühren-Thema "festbeißen". Am liebsten wäre es den meisten, wenn die ETFs gar nix mehr kosten würden usw. Ständig kommen billigere raus und dann müsste man ja wieder wechseln, weil man noch ein paar Prozentchen pro Jahr sparen kann.

Der Unterschied zwischen meiner Variante und der ETF-TG-Variante beträgt exakt 0,19%. Das ist auf die gesamte Summe sicherlich nicht wenig und natürlich ist mir klar, dass das sozusagen so ist, wie wenn ich das ganze Geld nebenbei verzinst bekommen würde als unsichtbares Tagesgeld. Trotzdem kann ich damit leben und werde nur wegen dieser Gebühren nicht dran scheitern. 

 

vor 58 Minuten von west263:

Aber eines habe ich immer noch nicht verstanden.

ab 144.000€ Anlagekapital kommst Du bei 70% TG über die 100.000€ Grenze. Wo legst Du das dann weiter an? Spätestens dann brauchst Du eine zweite Bank.

Ich verstehe dich hier nicht, was du meinst.

Mit meiner Variante komme ich eben nicht so leicht über die 100k-Grenze.

Ich lege ja nur 40% in TG an und das wären bei deinen beschriebenen 144k nur 57,6k.

Ich erinnere:

40% TG

30% Arero

30% Siemens B.

 

 

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Posted · Edited by nikolov

vor 25 Minuten von Siebert:

Das stimmt doch gar nicht. Ich war in meinem Thread natürlich auch offen für eine Lösung ohne Arero etc, sondern eben mit Welt-ETF.

Nur passt mir das halt nicht mit der riesen Summe an Geld, das auf Konten rumliegt. Das hatte ich ja explizit geschrieben. Daher war mein erster Vorschlag ja 30% Aktien-ETF, 25% TG und 25% Anleihen-ETF. Leider hat sich ja keiner erbarmt, um auf die Anleihen-ETF-Sache etwas einzugehen, sondern es kamen nur völlig nutzlose Gegenfragen wie "was erhoffst du dir von dem Anleihen-ETF". Mit solchen Kommentaren/Gegenfragen ist den Leuten natürlich nicht geholfen.

Falsch. Mit solchen Kommentaren/Gegenfragen ist nur Leuten nicht geholfen, die sich anscheinend alles auf dem Silbertablett servieren lassen möchten. So interpretiere ich das zumindest. Jeder andere erkennt den Wink mit dem Zaunpfahl und recherchiert selbst erst mal zum Thema Anleihen-ETF (z.B. im Thread ETF-Depot aufbauen) und macht sich ein Bild über die Chancen und Risiken dieser Anlageklasse. Dann kann man eigenständig entscheiden, ob sowas eventuell in Frage kommt und bei konkreten Fragen noch mal nachhaken. Die Grundlagen sind schon x-Mal durchgekaut, liegen gut aufbereitet hier im Forum vor und sind (da die ersten Threads hier im Unterforum) auch mit wenig Aufwand auffindbar.

 

tl;dr wenn du nicht weißt, ob ein Anleihen-ETF für dich in Frage kommt, dann kommt er für dich höchstwahrscheinlich nicht in Frage.

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vor 24 Minuten von Siebert:

Ich verstehe dich hier nicht, was du meinst.

ja mein Fehler. Ich war bei 30/70.

 

und zu Anleihen ETF, da gibt es tatsächlich meistens den Hinweis zur negativen Rendite und das sich Festgeld "besser" rentieren sollte. Zu dem Thema musst Du dich selber hinsetzen und informieren. Es gibt hier einige, die ihr Depot öffentlich diskutieren und wo auch Anleihen ETF zu finden sind. Das sind dann die, an denen man sich orientieren könnte.

 

und zu Gebühren und Kosten, ich habe aufgehört wirklich was dazu zu sagen. Da Du das angeschnitten hast, habe ich mich dazu hinreißen lassen, was zu sagen. Aber da haben wir beide höchstwahrscheinlich auch aneinander vorbei geredet. Du meinst bestimmt die Kosten TER, ich die Gebühren für Kauf und Verkauf.

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Posted · Edited by Siebert

Kein Problem....jeder kann sich mal vertun (bei den ganzen Zahlen hier kein Wunder).B-)

 

Korrekt.

Ich meinte die TER, welche natürlich mehr "rein haut" über die ganzen Jahre, aber in den sauren Apfel muss ich beißen für meine gewollte "Bequemlichkeit".

Gebühren für Kauf und Verkauf hab ich dafür keine.

 

 

 

 

 

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vor 57 Minuten von Siebert:

sondern es kamen nur völlig nutzlose Gegenfragen wie "was erhoffst du dir von dem Anleihen-ETF". Mit solchen Kommentaren/Gegenfragen ist den Leuten natürlich nicht geholfen.

Sorry, aber dann hast du es einfach nicht verstanden.

 

Deine Frage war, ob Anleihen ETFs Sinn machen. Diese Frage kann man einfach nur beantworten, wenn man das Ziel dahinter kennt bzw. den Kontext.

Wenn es dein Ziel ist, keine weiteren TG Konten eröffnen zu müssen und dafür eine negative Rendite von bestimmten Anleihen ETFs in Kauf zu nehmen, dann machen für dich die Anleihen Sinn.

Machen bestimmte Anleihen ETFs Sinn im Bezug auf die Rendite im Vergleich mit TG/FG? Nein.

 

So richtig offen für den "risikoarmen" Teil warst du nicht. Du möchtest keinen Millimeter mehr an Aufwand haben, möchtest nicht über die 100k Einlagensicherung kommen und am besten das Geld auch nicht zu 0,01% liegen lassen.

Nun, weder TG/FG noch Anleihen erfüllen die Kriterien. Du musst einen Kompromiss für dich finden. 

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Posted · Edited by Siebert

Danke nochmal für die kurze Aufklärung im Sachen Anleihen.

Sowas in der Richtung hätte mir hier vor einigen Tagen schon gereicht bzw. etwas geholfen:

Dort hatte ich auf deine Frage hin ja meine Situation erklärt und entsprechend auch nochmal gefragt, ob das Sinn macht, nen Anleihen-ETF speziell in meiner Situation überhaupt in Betracht zu ziehen. Damals kam leider nix mehr zurück von dir oder auch anderen Usern zu dem Thema. Halb so schlimm.

 

Ansonsten richtig....ich muss nen Kompromiss finden und da sehe ich meine besagte Variante mit 40%TG und 60% verteilt auf Arero und Siemens B. als recht gute Lösung für mich.

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