Zum Inhalt springen
dev

Finanzielle Unabhängigkeit

Empfohlene Beiträge

dev
· bearbeitet von dev
vor 1 Stunde von Peter23:

Ich sehe noch nicht den Zusammenhang. Also mE ist Dein Fall ganz anderes gelagert, weil sich die Frage stellt, ob die Person hauptsächlich die Selbstständigkeit macht oder den Teilzeitjob. Die Frage stellt sich aber bei Privatiers gar nicht, weil es ja keine andere Tätigkeit als die Teilzeittätigkeit gibt.

Für die GKV ist zwischen freiwillig und gesetzlich versichert ein enormer Unterschied bei den möglichen Einnahmen.

Inwieweit einen bei "nur" Stunden arbeiten, die gesetzliche Versicherung verweigert werden kann, weis ich nicht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Holgerli

Danke, es fehlt im Forum immer noch die "Daum hoch" oder "Herzchen"-Funktion um Beiträge zu liken!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Peter23
· bearbeitet von Peter23
vor 24 Minuten von dev:

Für die GRV ist zwischen freiwillig und gesetzlich versichert ein enormer Unterschied bei den möglichen Einnahmen.

Genau darum geht es ja. Könnte es sinnvoll sein mit relativ geringem Aufwand einer Tätigkeit nachzugehen, durch die man pflichtversichert ist?

vor einer Stunde von Der Heini:

Als Anmerkung: Dir ist aber schon klar, daß es bei dir auch ohne irgendwelche Verrenkungen bzgl. GKV usw. sicher reichen wird für das Privatier_Leben? Ob nun 1% oder 2% oder 3%, alles sollte relativ sicher sein. Absolute Sicherheit gibt es nun mal nicht, im Arbeitsleben nicht und auch hinterher nicht. Nur dein Tod ist sicher, wann auch immer.

Ich würde es ja so einfach wie möglich halten, da im Alter Zeit und Nerven kostbar sind. Wer sich da noch verrenken muss, hat IMHO zu früh aufgehört.

Ja - das ist mir schon klar. :) Sprich: Es ist schon so sicher, dass diese Maßnahmen keinen signifikanten Einfluss auf die Pleitewahrscheinlichkeit haben werden (außer man sieht es so wie @Fondsanleger1966). Aber: Erstens macht es mir Spaß es trotzdem weiter zu optimieren und zweitens maximiere ich damit das Endvermögen und damit das Erbe für meine Kinder.

 

Außerdem wäre es mir sowieso lieber, wenn die Diskussion sich etwas mehr von meiner persönlichen Situation lösen könnte. Mein Interesse war nämlich auch bei dieser Frage eigentlich eher allgemeiner, ob ein solches Setup der ein oder andere in Erwägung gezogen hat bzw vor hat durchzuführen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
dev
· bearbeitet von dev
vor 14 Minuten von Peter23:

Genau darum geht es ja. Könnte es sinnvoll sein mit relativ geringem Aufwand einer Tätigkeit nachzugehen, durch die man pflichtversichert ist?

chatGPT sieht da auch Grenzen:

Zitat

Aber: Ganz so „beliebig optimierbar“ ist es nicht

Der Knackpunkt ist weniger die Höhe deiner Kapitalerträge, sondern ob dein Job wirklich eine echte Haupttätigkeit ist.

Die Kasse prüft nämlich:

Ist das eine echte Beschäftigung oder nur „pro forma“?

Steht der Job im Vordergrund deiner Erwerbstätigkeit?

Wenn du z. B.:

nur sehr wenige Stunden arbeitest

ein sehr niedriges Gehalt hast

wirtschaftlich komplett von Kapital lebst

=> dann kann die Krankenkasse argumentieren:
Das ist keine „prägende Erwerbstätigkeit“ → Status prüfen

Wenn du also von deinem aktuellen hohen Einkommen auf Teilzeit mit ca. 650 fällst, könnte es Nachfragen geben ;-)

 

P.S. Das du die freiwillige GKV mit Höchstsatz verhindern möchtest, verstehe ich, das hab ich durch die PKV auch getan.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Wishmueller
vor 1 Stunde von Holgerli:

Mehr Details bitte! 

D.h. ich kündige, gehe zum Arbeitsamt/gehe nicht zum Arbeitsamt, sage/sage nicht, dass ich aktuell kein ALG I beziehen will und warte dann wie lange?

Was sage ich z.B. der Krankenkasse und anderen (?) Behörden?

vor einer Stunde von chirlu:

 

Also ich kannte bisher weder den Begriff "Dispojahr" noch den verlinkten Artikel....

 

Von daher mal die Kurzform aus eigener Praxis:

 

Nach meiner Kündigung habe ich mich gar nicht bei der Arbeitsagentur gemeldet sondern mich einfach zunächst mal freiwillig gesetzlich krankenversichert.

 

Innerhalb von 18 Monaten nach Ende der letzten Beschäftigung muss dann der Antrag auf Arbeitslosengeld gestellt werden. Innerhalb von 18 Monaten deswegen, weil für die Berechnung des Arbeitslosengeldes geschaut wird, ob man in den letzten 30 Monaten mindestens 12 Monate gearbeitet hat, nur so kann noch der maximale ALG I-Anspruch entstehen.

 

Das habe ich vor Ablauf der Frist getan und mich 2 Tage nach Antragstellung (1 Tag reicht auch) wieder abgemeldet. Die Arbeitsagentur hat den Anspruch berechnet und mir auch 2 Tage ausbezahlt. Den Rest meines Anspruchs (bei mir: nur 18 Monate minus 2 Tage, da ich vor 58 gekündigt habe ) kann ich nun innerhalb von 4 Jahren ab Antragstellung erneut geltend machen. Das werde ich dann später auch machen, idealerweise direkt vor der GRV mit Abschlägen. Die übliche Sperrzeit bei Selbstkündigung entfällt, sofern danach mindestens 1 Jahr vergangen ist.

 

Zu beachten: Durch die 2 Tage Arbeitslosigkeit erlischt die freiwillige GKV, die ich bis dahin hatte, die muss dann wieder komplett neu beantragt werden. War mir so vorher auch nicht bewusst.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 13 Minuten von Wishmueller:

Also ich kannte bisher weder den Begriff "Dispojahr" noch den verlinkten Artikel....

Von daher mal die Kurzform aus eigener Praxis:

Ah, okay und danke. 

Da der Artikel doch sehr viel umfangreicher ist, habe ich nur Teile bisher gelesen, ihn mir aber gebookmarked. 

Wenn ich es richtig sehe, dann deckt sich Dein Vorgehen größtenteils mit dem im Artikel beschriebenen. Der Artikel ist (soweit von mir gelesen und verstanden) in zwei Aspekten anders bzw. empfiehlt was anderes:

 

  • Sich nicht beim Arbeitsamt melden wird als gangbarer Weg beschrieben aber nicht empfohlen. Empfehlung ist, sich beim Amt zu melden, das Vorhaben z beschreiben und eine Beratung anzufordern, um über alle Vor- und Nachteile aufgeklärt zu werden.  Es besteht Beratungspflicht von Seiten des Amtes.
  • Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, kann man durch das hinauszögern seine Bezugslänge doch verlängern. Hier bin ich mir aber nicht sicher, ob ich es korrekt verstanden habe. Kann auch sein, dass sich das nur auf die 3-monatige Sperre nach Eigenkündigung bezieht. 

BTW: Der Begriff "Dispojahr" ist frei erfunden, um das Vorgehen zu beschreiben. Er kommt nicht aus dem Amts- oder Gesetz-Deutsch und somit wird der Begriff dem Amt wohl eher nicht geläufig sein.

 

Ich werde mich demnächst mal durch den Artikel arbeiten und schauen was ich daraus machen kann. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Peter23
· bearbeitet von Peter23
vor 32 Minuten von Wishmueller:

Die übliche Sperrzeit bei Selbstkündigung entfällt, sofern danach mindestens 1 Jahr vergangen ist.

Das ist ja auch interessant. Normalerweise wird die Sperrzeit ja abgezogen vom ALG 1 Anspruch. Entfällt das dann auch?

 

(ME müsstest Du vom Restanspruch noch 3 Monate Sperrzeit abziehen)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
chirlu
vor einer Stunde von Peter23:

Normalerweise wird die Sperrzeit ja abgezogen vom ALG 1 Anspruch.

 

Sogar ein Viertel des Anspruchs. Bei einer Dauer von einem Jahr ist das kein großer Unterschied, bei längerer Dauer allerdings schon.

 

vor einer Stunde von Peter23:

Entfällt das dann auch?

 

Ja.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Peter23
· bearbeitet von Peter23
vor 5 Minuten von chirlu:

Ja.

Also ChatGPT sagt mir, dass die Sperrzeit dann nicht entfällt sondern es so ist, wie ich hier in Klammern schrieb:

vor einer Stunde von Peter23:

(ME müsstest Du vom Restanspruch noch 3 Monate Sperrzeit abziehen)

bzw. sogar noch mehr weil ein Viertel des Anspruchs wegfällt?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
chirlu
vor 2 Minuten von Peter23:

Also ChatGPT sagt mir, dass die Sperrzeit dann nicht entfällt

 

Na, wenn ChatGPT das sagt, dann muss es doch stimmen. :rolleyes:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Peter23
vor 2 Minuten von chirlu:

Na, wenn ChatGPT das sagt, dann muss es doch stimmen. :rolleyes:

Es kann ja sein, dass Du es besser weißt und ne Quelle hast oder dass Du meintest, dass die 3 Monate entfallen - als Du das „ja“ anders gemeint hast.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
chirlu
vor 7 Minuten von Peter23:

oder dass Du meintest, dass die 3 Monate entfallen - als Du das „ja“ anders gemeint hast.

 

Ich meinte:

vor 20 Minuten von chirlu:
vor einer Stunde von Peter23:

Entfällt das dann auch?

Ja.

 

Ja, das (die Verkürzung des Anspruchs) entfällt auch. Umgekehrt: Man hat dann den vollen Anspruch.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
PKW
vor 25 Minuten von Peter23:

dass die Sperrzeit dann nicht entfällt

Manchmal, aber nur manchmal ... 
... wird dennoch eine Sperre verhängt. Allerdings wird die dann im Dispojahr terminiert und hat keine Auswirkung auf die Dauer deines Anspruches. 
Bsp: 
31.12.2025 Ende Arbeitsverhältnis 
1.1.26 - 31.12.26 Dispojahr
Ab 1.1.2027 ALG1
Die Sperre von 12 Wochen würde dann nachträglich für den Zeitraum vom 1.1.2026 - 25.3.2026 verhängt. Also rückwirkend in deinem Dispojahr. Da du dort keine Leistungen bezogen hast, hat das keine Auswirkung. Man muss nur aufpassen, dass man nicht zu viele weitere Sperrzeiten aufsammelt: Wenn 21 Wochen Sperre erreicht sind, dann entfällt der ALG1-Anspruch. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
bohi
vor 2 Stunden von Wishmueller:

 

Also ich kannte bisher weder den Begriff "Dispojahr" noch den verlinkten Artikel....

 

Von daher mal die Kurzform aus eigener Praxis:

 

Nach meiner Kündigung habe ich mich gar nicht bei der Arbeitsagentur gemeldet sondern mich einfach zunächst mal freiwillig gesetzlich krankenversichert.

 

Innerhalb von 18 Monaten nach Ende der letzten Beschäftigung muss dann der Antrag auf Arbeitslosengeld gestellt werden. Innerhalb von 18 Monaten deswegen, weil für die Berechnung des Arbeitslosengeldes geschaut wird, ob man in den letzten 30 Monaten mindestens 12 Monate gearbeitet hat, nur so kann noch der maximale ALG I-Anspruch entstehen.

 

Das habe ich vor Ablauf der Frist getan und mich 2 Tage nach Antragstellung (1 Tag reicht auch) wieder abgemeldet. Die Arbeitsagentur hat den Anspruch berechnet und mir auch 2 Tage ausbezahlt. Den Rest meines Anspruchs (bei mir: nur 18 Monate minus 2 Tage, da ich vor 58 gekündigt habe ) kann ich nun innerhalb von 4 Jahren ab Antragstellung erneut geltend machen. Das werde ich dann später auch machen, idealerweise direkt vor der GRV mit Abschlägen. Die übliche Sperrzeit bei Selbstkündigung entfällt, sofern danach mindestens 1 Jahr vergangen ist.

 

Zu beachten: Durch die 2 Tage Arbeitslosigkeit erlischt die freiwillige GKV, die ich bis dahin hatte, die muss dann wieder komplett neu beantragt werden. War mir so vorher auch nicht bewusst.

 

Denke das "Dispojahr" wird dafür genutzt um den Antrag dann mit 58 zu stellen, und entsprechend auf 24 Monate Anspruch zu kommen. Ist dein Anspruch tatsächlich auf 18 Monate fixiert ? du hast es ja im Prinzip noch nicht verwendet ...

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Wishmueller
vor 57 Minuten von bohi:

 

Denke das "Dispojahr" wird dafür genutzt um den Antrag dann mit 58 zu stellen, und entsprechend auf 24 Monate Anspruch zu kommen. Ist dein Anspruch tatsächlich auf 18 Monate fixiert ? du hast es ja im Prinzip noch nicht verwendet ...

 

 

Meine Schwägerin ist ja in der Arbeitsagentur beschäftigt, von daher konnte ich das Thema auch über eigene google Recherche hinaus gut abklären. Der Bescheid über 18 Monate bzw. 540 Tage liegt mir ja inzwischen auch so vor.

 

Zur Frage: Hätte ich den Antrag sofort gestellt, wären es nur 18 Monate (inkl. Sperrzeit) geworden, da ich noch nicht 58 war.

Mit der späteren Antragstellung habe ich zwar das Kriterium 58 erfüllt, aber es gibt dann noch eine weitere Klausel, die nennt sich "erweiterte Rahmenfrist". Um auf 24 Monate Bezugsdauer zu kommen, hätte ich innerhalb der letzten 5 Jahre 48 Monate arbeiten müssen, ich komme da aber nur auf 42 Monate, da ich mir ja die 18 Monate nach der Kündigung Zeit genommen habe. Ich hätte den Antrag 6 Monate früher stellen können, also bereits 1 Jahr nach Kündigung, dann hätte ich diese erweiterte Rahmenfrist zwar eingehalten (für 24 Monate Bezug), aber auch zu dem Zeitpunkt war ich noch nicht 58...... :blink:.... wer mir bis hierhin noch folgen konnte, Respekt...... :thumbsup:

 

Mein "Fehler" war, wenn man es auf die Bezugsdauer ALG I bezieht, der Kündigungszeitpunkt. Dafür hätte ich noch 6 Monate länger durchhalten müssen bzw. das 57. Lebensjahr vollendet haben, dann hätte das auch mit den 24 Monaten klappen können.

 

Soweit im Detail habe ich es im Vorfeld dann aber auch nicht recherchiert, war mir auch -ehrlich gesagt- egal, ich musste zu dem Zeitpunkt da unbedingt raus und 6 Monate mehr oder weniger ALG I ändern letztlich nichts an der langfristigen Planung. In der sind noch nicht mal die 18 Monate Bezugsdauer enthalten, ich betrachte das eher als "stille Reserve", die man dann bei Bedarf dann noch mal ziehen kann..... ;)

 

Zum Thema Sperrzeit-Entfall nach einem Jahr, das ist hier in Absatz 2 geregelt: "(...) entfällt die Minderung für Sperrzeiten (...) bei Arbeitsaufgabe, wenn das Ereignis, das die Sperrzeit begründet, bei Erfüllung der Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosengeld länger als ein Jahr zurückliegt."

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
LongtermInvestor
· bearbeitet von LongtermInvestor

In vielen Diskussionen dreht sich alles um den Weg zur finanziellen Unabhängigkeit, also sparen, investieren, optimieren. Oft mit sehr detaillierten Überlegungen dazu. Worüber deutlich seltener offen gesprochen wird, ist die Phase danach.

 

Was passiert eigentlich, wenn das ursprüngliche Ziel, i.W. Sicherheit und Unabhängigkeit weitgehend erreicht ist? Wenn der äußere Druck nachlässt und die Notwendigkeit, ständig zu optimieren, nicht mehr wirklich da ist? Das bisherige „Spiel“ ist im Grunde gelöst, doch ein neues ist nicht automatisch definiert.

 

Vielleicht liegt die eigentliche Herausforderung von „finanzieller Freiheit“ nach dem Erreichen genauso im Umgang damit. Also im Sinne von - wie nutzt man Zeit? Was tritt an die Stelle von Optimierung und Zielverfolgung? Wie definiert man Fortschritt, wenn Geld keine zentrale Rolle mehr spielt? Vielleicht ist finanzielle Freiheit eher ein Übergang von extrem strukturierter und geplanter Vorgehensweise hin in ein weniger kontrolliertes Erleben des eigenen Lebens.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Wishmueller

Die Frage kannst Du prinzipiell auch jedem Rentner stellen, sofern die Rente (samt Zusatzeinkünften) ausreichend ist.

Grundsätzlich unterscheidet sich das nicht vom "Privatier", nur dass der sich die Fragen ggfls. eben früher stellt.

 

Ich sag' immer: das Leben ist endlich. Solange Schlaf und Stuhlgang im Rahmen sind und auch ansonsten die "Maleschen" noch nicht den Alltag dominieren (was früher oder später der Fall sein wird), sind alles andere "Luxusfragen". Das mag man in jüngeren Jahren noch anders sehen, in zunehmendem Alter verschieben sich die Prioritäten da aber, sehe ich nicht nur bei mir sondern auch in meinem Umfeld.

 

Von daher, für mich gesprochen: die Zeit geht auch so rum, nur eben nicht mehr "fremdgesteuert". Das reicht mir als gute Basis, der Rest findet sich oder eben auch nicht. So what.... :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Bolanger

Bei manchen meiner Kollegen vermute ich bei der FU eher eine sich selbst erfüllende Prophezeiung oder so.

 

In den Gesprächen kommt etwa sowas heraus: Erst gibt es (für mich) nachvollziehbare Gründe, auf das Ziel der FU hinzuarbeiten. Der Job ist nicht mehr so sicher, wie er es mal war. Der Chef und das kollegiale Umfeld haben sich zum schlechteren gewendet. mögliche neue Jobs sind weniger attraktiv (gehaltlich, thematisch, Arbeitsort). Auch wenn sich das berufliche Umfeld dann wieder bessert und sie genau wissen, dass sie rein sachlich überhaupt keinen Grund zur Unzufriedenheit haben ist der Gedanke der FU dann dermaßen tief verankert, dass sie sich gar nicht mehr an einem schönen Berufsumfeld erfreuen können.   

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Peter23
vor 5 Stunden von LongtermInvestor:

Vielleicht liegt die eigentliche Herausforderung von „finanzieller Freiheit“ nach dem Erreichen genauso im Umgang damit. Also im Sinne von - wie nutzt man Zeit? Was tritt an die Stelle von Optimierung und Zielverfolgung? Wie definiert man Fortschritt, wenn Geld keine zentrale Rolle mehr spielt? Vielleicht ist finanzielle Freiheit eher ein Übergang von extrem strukturierter und geplanter Vorgehensweise hin in ein weniger kontrolliertes Erleben des eigenen Lebens.

Meinst Du eher, wenn man gerade Privatier geworden ist oder wenn man genug Vermögen hat, um jederzeit aufhören zu können (oder beides)?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Holgerli
vor 3 Stunden von Bolanger:

Bei manchen meiner Kollegen vermute ich bei der FU eher eine sich selbst erfüllende Prophezeiung oder so.

Keine Ahnung, wie Du den Satz gemeint hast: Positiv, neutral oder negativ.

Aber Du könntest in meinem Fall vielleicht sogar Recht haben.

Wobei ich gerade selber nicht weiß, ob das positiv, neutral oder negativ für mich/bei mir ist.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Bolanger

Warum strebt man FU an? Das tut man eigentlich nur, wenn man mit irgendwas unzufrieden ist. Das kann der langweilige Job sein, ein Job, der nur ungenügend Zeit für Privates lässt, Zukunftsängste und vieles mehr. Allen gleich ist eine Unzufriedenheit mit einer Situation, die man durch FU versucht zu beseitigen. Wenn dann die FU erreicht ist und die Unzufriedenheit als Grund, danach zu streben, weggefallen ist, dann können sich diese Leute dennoch nicht mehr vom Streben nach FU lösen. Sie sind in diesem Gedanken quasi gefangen.

 

Ich glaube bei FU müsste man auch noch differenzieren zwischen Leuten, die FU erreicht haben es wissen und denen, die es nicht wissen. Wahrscheinlich gibt es viele Menschen, die schon längst FU sind, die sich aber nie Gedanken über ihre finanzielle Situation gemacht haben, weil es für sie irrelevant ist. Sie sind zufrieden mit ihrer Situation und denken gar nicht daran, an dieser Situation etwas zu ändern. Das sind dann quasi die Gegenstücke zu den oben genannten Personen. Die einen sind FU, wissen nichts davon weil sie in ihrer Situation glücklich sind. Die andere sind FU, wissen davon und das macht sie in ihrer Situation unglücklich. Sie haben viele Jahre auf etwas hingearbeitet, das nun einfach so hinfällig geworden ist, weil der Grund für dieses Streben weggefallen ist. Das ist schwer zu beschreiben.   

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Lazaros
vor 21 Minuten von Bolanger:

 Die einen sind FU, wissen nichts davon weil sie in ihrer Situation glücklich sind. Die andere sind FU, wissen davon und das macht sie in ihrer Situation unglücklich. Sie haben viele Jahre auf etwas hingearbeitet, das nun einfach so hinfällig geworden ist, weil der Grund für dieses Streben weggefallen ist. Das ist schwer zu beschreiben.   

Du meinst, es ist wie beim Heiraten?

 

Warum heiratet man   von Wilhelm Busch

Zitat

Der eine tuts um die Dukaten,

der zweite um ein hübsch Gesicht,

der dritte darf nicht länger warten,

der vierte, weil Mama so spricht.

Der fünfte will sich einmal setzen,

der sechste ist nicht gern allein,

der siebte hofft, sich zu ergötzen,

der achte möcht auch einmal frein,

beim neunten sind es Mitleidstriebe,

doch ihr - ihr heiratet sicher

nur aus Liebe.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
LongtermInvestor
vor 1 Stunde von Peter23:

Meinst Du eher, wenn man gerade Privatier geworden ist oder wenn man genug Vermögen hat, um jederzeit aufhören zu können (oder beides)?

Beides und wie hier auch erwähnt wurde kann das auch einen typischen Rentner betreffen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
LongtermInvestor
vor 33 Minuten von Bolanger:

Die einen sind FU, wissen nichts davon weil sie in ihrer Situation glücklich sind. Die andere sind FU, wissen davon und das macht sie in ihrer Situation unglücklich. Sie haben viele Jahre auf etwas hingearbeitet, das nun einfach so hinfällig geworden ist, weil der Grund für dieses Streben weggefallen ist. Das ist schwer zu beschreiben.   

Vermutlich ist das was dran - also Unterschied zwischen finanzieller Kennzahl und mentaler Bereitschaft. Wenn das Projekt beendet ist, fehlt die tägliche Aufgabe. Meine mal einen Artikel zu "Post-FI-Blues“ gelesen zu haben. Der Grund für das Streben (oft Angst oder Unzufriedenheit) ist weg. Ich denke je jünger man dabei ist desto größer kann die Herausforderung werden.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...