Peter23 vor 3 Stunden vor 3 Stunden von s1lv3r: In dem Wort Sozialversicherung steckt halt schon "sozial". Im Endeffekt nimmt man mit solchen Tricksereien jemand anderem einen ganz kleinen Teil der Finanzierung seiner Krankenversicherung weg (er muss dann z.B. 0,000001€ mehr Zuschlag für seine Medikamente bezahlen). Während Steuern als nicht zweckgebundene Einnahmen viel indirekter dem Allgemeinwohl helfen. Vielleicht liegt der Unterschied darin begründet. Muss man das dann aber nicht auch ingesamt betrachten? Es gibt ja etliche Jahre, in denen die GKV sehr davon profitiert hat, dass ich im Vergleich zur Leistung bzw dem was eine PKV gekostet hätte, sehr viel mehr eingezahlt habe und zwar gerade weil die Einzahlung abhängig ist von der Höhe des Arbeitseinkommens. Dann ist es doch nur fair und absolut regelkonform, dass ich entsprechend weniger einzahle, wenn ich ein geringeres Arbeitseinkommen habe. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Apfelkomplott vor 3 Stunden Der Thread geht ja noch weiter... Zum Thema Kategorischer Imperativ: Ja, das Thema FIRE würde kollabieren, wenn es alle machen würden. Ich sehe aber nicht die Gefahr, dass es soweit kommt. Der Großteil der Menschen schraubt seine Bedürfnisse doch stetig mit dem Einkommen hoch und hat daher genügend "Motivation" weiter zu arbeiten. Zur KV: Hier unterstütze ich tatsächlich den Vorstoß, generell Kapitalerträge versicherungspflichtig zu machen, auch wenn mir das in ein paar Jahren zum Nachteil werden könnte. Ich sehe nicht was daran fair sein soll, dass die Allgemeinheit einen Millionär subventioniert, der noch einen Alibi-Job hat. Generell ist es aber schwierig (abgesehen von oben angesprochenen Konstrukten mit gegenseitiger Anstellung) so einen Job zu bekommen. Jobs, die in realistischer Zeit FIRE ermöglichen sind i.d.R. nicht besonders teilzeitfreundlich. Wer will denn einen Teamleiter, der zwei Tage die Woche verfügbar ist? Andererseits meinen gut bezahlten, aber wenig erfüllenden Job zu kündigen um dann Brötchen zu verkaufen, Klos zu putzen oder Supermarktregale einzuräumen scheint mir auch wenig attraktiv. Und der Volltreffer eines Midi-Jobs, der gleichzeitig auch entspannend und erfüllend ist muss man doch erstmal finden... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros vor 3 Stunden vor 42 Minuten von Peter23: ... weil die Einzahlung abhängig ist von der Höhe des Arbeitseinkommens. Dann ist es doch nur fair und absolut regelkonform, dass ich entsprechend weniger einzahle, wenn ich ein geringeres Arbeitseinkommen habe. Ich kann da nur von mir sprechen: Freiwillig in der GKV und mit Null Arbeitseinkommen zahle ich trotzdem monatlich ca. 600€ an Kranken- und Pflegeversicherung. Warum? Weil ich andere Einkommen habe. Ist das gerecht? Ich finde ja. Ist es gerecht, dass, wenn ich mir legal einen Job für 604€ mtl. suche (oder illegal nur auf dem Papier habe), dann nur noch auf mein Arbeitseinkommen Kranken- und Pflegeversicherung zahle? Ich finde nein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation vor 2 Stunden · bearbeitet vor 2 Stunden von stagflation vor 12 Minuten von Lazaros: 600€ an Kranken- und Pflegeversicherung. Ist das gerecht? Ich finde ja. Die KBV schreibt: Zitat GKV gibt durchschnittlich rund 5.270 Euro pro Mitglied aus Wenn man davon ausgeht, dass die Kosten altersabhängig sind und mit dem Alter steigen, sind die 600 € vermutlich ungefähr die durchschnittlichen Kosten Deiner Altersklasse. Passt also. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros vor 2 Stunden · bearbeitet vor 1 Stunde von Lazaros vor 1 Stunde von stagflation: Die KBV schreibt: Wenn man davon ausgeht, dass die Kosten altersabhängig sind und mit dem Alter steigen, sind die 600 € vermutlich ungefähr die durchschnittlichen Kosten Deiner Altersklasse. Passt also. Und was hat das jetzt damit zu tun? vor 1 Stunde von Lazaros: Ist es gerecht, dass, wenn ich mir legal einen Job für 604€ mtl. suche (oder illegal nur auf dem Papier habe), dann nur noch auf mein Arbeitseinkommen Kranken- und Pflegeversicherung zahle? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Dudelinode vor 2 Stunden · bearbeitet vor 1 Stunde von Dudelinode vor einer Stunde von Lazaros: ... Ist es gerecht, dass, wenn ich mir legal einen Job für 604€ mtl. suche (oder illegal nur auf dem Papier habe), dann nur noch auf mein Arbeitseinkommen Kranken- und Pflegeversicherung zahle? Ich finde nein. Es ist aber definitiv "positives Recht". In meinen Augen ist es übrigens auch gerecht, aber sicherlich subjektiv. Ich finde die Diskussion über eine immer weiter ausweitende Einnahmenseite des Staates wirklich bizarr und auch nicht zielführend und sehe vermehrt in meinem Umfeld wie Leute ihr Unternehmertum und Leistungsbereitschaft bewusst runterfahren und die Zeit in noch mehr Steuer- und Abgabenoptimierung stecken (inkl. Auswanderung etc.). Leider gehen zumindest mir auch langsam die Argumente aus mit welchen ich mit gutem Gewissen dagegen argumentieren könnte. Ein trauriges Beispiel ist eine Forderung eines Unternehmens ggü. dem FA über 60% des operativen Cashflow eines Jahres welche seit fast 2 Jahren offen ist. Hauptsache die 1000 Euro Prämie wird aber jedem Arbeitnehmer noch brav vom Unternehmen gezahlt, Schulden auf Kosten Dritter ist immer eine ganz große Nummer. @Topic: Wenn meine finanzielle Unabhängigkeit an der Optimierung der Krankenkasse durch einen Midi-job liegt hat man in meinen Augen aber auch die Antwort ob man diesen Schritt beruhigt gehen kann oder nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
JS_01 vor 1 Stunde vor 19 Stunden von Der Heini: Bei 400K Gehalt finde ich es etwas übertrieben sich Gedanken über sowas zu machen. Einfach 1-2 Jahre länger arbeiten und dann den Privatier genießen. Entweder es reicht oder man wartet noch etwas. Als Privatier dann immer genau auszurechnen, ob jetzt 2h oder 5h hier oder da wäre mir zu blöd. Aber mich betreffen solche Gedanken eh nicht, da PKV. Ich würde dir da absolut zustimmen. Bei 400k Bruttogehalt (=230-250k netto) und einem geplanten Ausstieg Anfang 40 arbeite ich doch ein paar Monate weiter und schaue, dass ich auf jeden Fall PKV-versichert bin. Dann ein Tarif mit hohen Leistungen und maximalem Selbstbehalt (glaube 3.000€/Jahr sind möglich), und dann gehe ich ohne jeglichen Papierkram zum Arzt wie und wo es mir passt. Nur schwere Sachen laufen dann über die PKV. Wer will sich denn dem maximal reglementiertem GKV-System unterwerfen, wenn er in 6-8 Monaten 150k auf die Seite schaffen und davon einfach die 4k-5k Beiträge leisten kann? Aber es ist immer wieder spannend zu sehen, wie für mich solche Themen komplett außer Frage stehen und andere lieber 5% arbeiten würden, um auf jeden Fall sozialversichert zu sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
chirlu vor 1 Stunde vor 2 Minuten von JS_01: schaue, dass ich auf jeden Fall PKV-versichert bin. Vielleicht geht das gar nicht? Stichwort Vorerkrankungen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter23 vor 53 Minuten vor 29 Minuten von JS_01: Ich würde dir da absolut zustimmen. Bei 400k Bruttogehalt (=230-250k netto) und einem geplanten Ausstieg Anfang 40 arbeite ich doch ein paar Monate weiter und schaue, dass ich auf jeden Fall PKV-versichert bin. Dann ein Tarif mit hohen Leistungen und maximalem Selbstbehalt (glaube 3.000€/Jahr sind möglich), und dann gehe ich ohne jeglichen Papierkram zum Arzt wie und wo es mir passt. Nur schwere Sachen laufen dann über die PKV. Wer will sich denn dem maximal reglementiertem GKV-System unterwerfen, wenn er in 6-8 Monaten 150k auf die Seite schaffen und davon einfach die 4k-5k Beiträge leisten kann? Aber es ist immer wieder spannend zu sehen, wie für mich solche Themen komplett außer Frage stehen und andere lieber 5% arbeiten würden, um auf jeden Fall sozialversichert zu sein. Das kann man so machen, aber ich persönlich bin gegen die Existenz der PKV, weil ich es solidarischer finde, wenn alle in ein System einzahlen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation vor 27 Minuten · bearbeitet vor 27 Minuten von stagflation vor 26 Minuten von Peter23: Das kann man so machen, aber ich persönlich bin gegen die Existenz der PKV, weil ich es solidarischer finde, wenn alle in ein System einzahlen. Ja, das kann man so sehen. Dem könnte ich mich sogar anschließen. Aber planst Du auch so, dass Du in Zukunft ungefähr das an GKV-Beiträgen einzahlen wirst, was GKV-Versicherte im Mittel kosten. Also ca. 600 € im Monat, vielleicht noch etwas mehr? Ich frage, weil es In der FIRE-Bewegung nämlich einige gibt, die versuchen, möglichst wenig einzuzahlen. Die also versuchen, mehr rauszubekommen, als sie einzahlen. Und das ist dann wirklich unsolidarisch. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag