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Finanzielle Unabhängigkeit

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Der Heini
vor einer Stunde von Wishmueller:

Ja, sicherlich, wenn das Gesamtvermögen aus 100% Aktien besteht, wäre der Fall natürlich möglich. Dann hat man nur zwei Möglichkeiten: Fixkosten halbieren (ggfls. schwierig) oder den risikoarmen Anteil, in welcher Form auch immer, deutlich erhöhen..... :thumbsup:

Dann hast du aber auch Renditeverluste in guten Marktphasen.

Das VPW Modell funktioniert nur gut, wenn man alle seine Fixkosten ausreichend aus laufendem Einkommen decken kann (Rente, Mieteinnahmen, Privatrenten usw.). Dabei sollte man aber die Inflation beachten, falls diese stärker steigt als normal. GKV bzw. PKV, Pflegeversicherung usw. Ist also gut für den Luxusanteil, der auch mal in einem oder zwei Jahren auf Null sinken kann/darf.

Für mich zu riskant und unberechenbar, da ist das dynamische Entnahmemodell (SWR) sinnvoller. Habe das mal mit meinem Depot durchkalkuliert und eine Anfangsrate von 3,5% und Grenzen von (-3%, +5%) funktionierten selbst bei einem 20jährigen Bärenmarkt mit -5%/Jahr.

(Extremszenario). Dann wäre ich erst pleite, aber dann ist auch Deutschland pleite.

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Turmalin

Ich habe den Eindruck, dass eine hohe Aktienquote in den Boglehead Threads zu VPW und TPAW lange nicht so beliebt ist wie hier. Jedenfalls nicht bei Rentnern. Eher 60:40. Das beeinflusst dann auch den Kapitalrückgang im Crash. Und für den sicheren Teil haben die Amis den großen Vorteil, auf inflationsangepasste Staatsanleihen (TIPS) zurückzugreifen zu können, die 30 Jahre abdecken. Jedenfalls heißt es auch dort immer mal wieder sinngemäß, wenn du mit dem Entnahmerückgang im Crash nicht klar kommst, hast du zu viele Aktien. 
Probiert doch mal verschiedene Aktienquoten im Entnahmerechner eurer Wahl aus und betrachtet die Ergebnisse in den verschiedenen Perzentilen. Mir persönlich ist das bestmögliche Abschneiden längst nicht so wichtig wie der worst case. Wenn dann die Entnahme trotz niedrigerer Aktienquote reicht, ist es für mich o.k.

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Der Heini
vor 32 Minuten von Turmalin:

Ich habe den Eindruck, dass eine hohe Aktienquote in den Boglehead Threads zu VPW und TPAW lange nicht so beliebt ist wie hier.

Liegt das nicht auch gerade an der Entnahmeart? VPW ist anders als SWR (du hast das doch oben gut zusammengefasst), dadurch ergibt sich wahrscheinlich auch eine andere Quote.

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PEOPLES
vor 9 Stunden von Fondsanleger1966:

Man kann doch einfach alle 1, 2, 3 oder 5 Jahre eine erneute SWR-Berechnung mit dem dann aktuellen Depotstand, den dann aktuellen Marktdaten und dem dann entsprechend kürzeren Entnahmezeitraum durchführen und erhält so auch eine dynamische Anpassung an die veränderte Situation.

Naja, eben nicht. Was ist, wenn zurueck zur Lohnarbeit keine Option ist UND der Markt nen ordentlichen Ruecksetzer hatte. Bei -30% Portfoliowert kommst du dann auf eine SWR die möglicherweise unter deinen Fixkosten liegt -> sinnfrei.

Die Idee der SWR ist ja genau das, dass man nach dem Renteneintritt die guten Jahre als Puffer aufbaut (und nicht verkonsumiert) und die damit die möglichen schlechten Jahre kompensiert. Mit einer erneuten SWR-Berechnung ist das dahin. 
Dann sind wir wieder beim Thema: Nimm immer 5% aus dem Portfolio, jedes Jahr. Das reicht für immer, nur weis halt keiner obs zum leben reicht. 

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