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Finanzielle Unabhängigkeit

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Der Heini
Zitat

There are so many withdrawal strategies and so many graphs and tables and backtests flying back and forth that it’s easy to get confused and overwhelmed by it all.

https://www.whitecoatinvestor.com/amortization-based-withdrawal-vs-safe-withdrawal-rates/

 

Und jetzt auch noch ABW zusätzlich. Irgendwann sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

vor 43 Minuten von Turmalin:

für die es nette ExcelSheets

Die sind leider etwas sehr kurz dokumentiert, nur falls die jemand testen möchte. Aber sehr interessant :thumbsup:

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Even Worse
vor 6 Stunden von Lazaros:

Maximale jährliche Entnahmerate: 1 Million / (95-55)  = 25000€

In einem Jahr mache ich die Rechnung von Neuem.

 

So ungefähr mache ich das auch, das ist intuitiv und leicht verständlich.

 

Hat noch den coolen Nebeneffekt, dass (je nach tatsächlichem eventuell sparsameren Verbrauch) gegen Ende des Zeitraums der Nenner vom Bruch schnell kleiner wird und man als Greis viel Geld verjuxen kann wenn die Kurve nach oben explodiert.  :D  Auch bei eventuellen Diagnosen ("Sie haben noch X Jahre") hilfreich, wobei ich daran eher nicht denken möchte. :(

 

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Peter23
vor 12 Stunden von Sapine:

Wenn Dein Vermögen nicht ausreicht, musst Du eher den Gürtel enger schnallen als Analysen zu fahren. ;)

… oder anhand der Analysen erkennen, dass das Vermögen erst noch vergrößert werden sollte (bevor man in Rente geht) ;)

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Der Heini
vor 6 Stunden von Peter23:

… oder anhand der Analysen erkennen, dass das Vermögen erst noch vergrößert werden sollte (bevor man in Rente geht) ;)

Oder so lange analysieren bis man alt genug ist und das Rentenalter erreicht hat. :narr: Dann wird einem die Entscheidung abgenommen.

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Peter23
vor 2 Stunden von Der Heini:

Oder so lange analysieren bis man alt genug ist und das Rentenalter erreicht hat. :narr: Dann wird einem die Entscheidung abgenommen.

Also ich schlag folgende Vorgehensweise vor, wenn man es sich leicht machen will:

  • Mindestbedarf ermitteln und durch Vermögen teilen
  • Wenn (signifikant) unter SWR (zB 3%), dann passt es
  • Wenn nicht, dann weiter sparen

Tatsächliche Entnahme sollte dann aber natürlich dynamisch erfolgen - gerne nach den zuvor beschriebenen Mechanismen.

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Wishmueller
Am 9.7.2026 um 08:38 von Lazaros:

Maximale jährliche Entnahmerate: 1 Million / (95-55)  = 25000€

In einem Jahr mache ich die Rechnung von Neuem.

 

vor 18 Stunden von Even Worse:

So ungefähr mache ich das auch, das ist intuitiv und leicht verständlich.

 

Hat noch den coolen Nebeneffekt, dass (je nach tatsächlichem eventuell sparsameren Verbrauch) gegen Ende des Zeitraums der Nenner vom Bruch schnell kleiner wird und man als Greis viel Geld verjuxen kann wenn die Kurve nach oben explodiert.  :D  

 

Unter dem Apekt Sicherheit und SWR kann man das natürlich so machen, spricht sicherlich nichts gegen.

 

Aber ernsthaft: Zum einen rechnet man sich erstmal mindestens 10 Jahre Puffer in der Lebenserwartung hinzu -ok -, zum anderen unterstellt die aktuelle Entnahmerate ja quasi eine Nullrendite/Nullverzinsung des Restvermögens. 

 

Die Wahrscheinlichkeit, dass Entnahmeraten und Vermögen am Ende der Laufzeit quasi "exponentiell" ansteigen bzw. man dann doch als "reichster Mann auf dem Friedhof" landet, erscheint mir zumindest mal nicht gering..... ;)

 

Keine Ahnung, ich suche ja auch noch nach der richtigen Steuerung meiner persönlichen "Restlaufzeit", aber den Ansatz finde ich so richtig prickelnd dann auch noch nicht..... :-*

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PEOPLES
vor einer Stunde von Wishmueller:

Keine Ahnung, ich suche ja auch noch nach der richtigen Steuerung meiner persönlichen "Restlaufzeit", aber den Ansatz finde ich so richtig prickelnd dann auch noch nicht.....

Der Ansatz ist in etwa so gut wie einfach 5% des Vermögens zu entsparen. Das klappt auch ein, zwei, drei Leben lang, aber ob man davon noch leben kann steht auch einem anderen Blatt. Der Witz an der ganzen SWR Rechnerei und Entnahmestrategien ist ja die bestmögliche Nutzung des Vermögens bei gleichzeitig geringen Ausfallrisiko UND bereitstellen eines Mindestbetrags. 

Es bringt doch nichts, wenn man 2000€/Monat Fixkosten hat, von dennen man auch nicht runter kommt (aus welchen Gründen auch immer) und die Rechnung sagt, es langt halt noch für 1700€. 

 

Natürlich funktioniert die "Methode" super, wenn man "den Guertel enger schnallen kann" und mit weniger auskommt, aber dann sind wir halt wieder beim Thema, dass wahrscheinlich die allermeisten Entnahmeszenarien bei hinreichend geringer Entnahmerate funktionieren (bis hin zu 100% Cash und nur das langsam entsparen), das sind dann aber auch sehr ineffiziente Methoden, weil halt viel Kapital nötig ist. 

 

 

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alpha_omega
· bearbeitet von alpha_omega

Ich klinke mich mal hier ein und möchte gerne eure Einschätzung für meinen Ruhestandsplan hören.

 

Alter: Personen A&B im August 58 Jahre

verheiratet

Noch 2 studierende Kinder werden aktuell mit jeweils 340 Euro + 30 Euro für BU unterstützt. Reststudienzeit voraussichtlich bis 2030.

Abbezahlte ETW im Speckgürtel eine Großstadt. Neukaufpreis vor 25 Jahren 250000 Euro. Monatliches Hausgeld ~750Euro.

 

 

Aktuelles Depot ~550000 Euro davon

~370000 in ETFs (5 %AsiaPac, 6% Japan, 25% EmergingMarkets, 32% Europa, 32% Nordamerika)

~65000 Arero

~32000 Oddo Money

Rest Einzelaktien

 

Zusätzlich

DWS Riester ~70000 Euro

Cosmos Vorsorge invest ~ 80000 Euro (Arero)

Cosmos Vorsorge Konto ~ 22000 Euro

GEFA Tagesgeld ~  13200.

 

Aktuelles Nettogehalt

Person A 6000 Euro (Steuerklasse 3)

Person B 1270 Euro (Steuerklasse 5)

 

Plan ist einen Altersteilzeitvertrag für Person A anzustreben (solange es noch geht).

Der Arbeitgeber zahlt 95% des bisherigen Arbeitgeber und Arbeitnehmeranteils in die GRV.

Die Betriebsrente wird weiterhin auf Basis einer Vollzeitanstellung berechnet.

Der Arbeitgeberzuschlag auf den ATZ-Gehalt beträgt 25%

 

Die Steuerklassen würden auf 4/4 angepasst

Neues Netto

Person A ca. 4100 Euro (inklusive steuerfreier Arbeitgeberzuschlag)

Person B ca, 1500 Euro.

 

Ende der aktiven Phase von Person A wäre mit ~61 Jahren.

Plan ist, dass Person B mit 62 Jahren kündigt (oder mit Ende des Studiums der Kinder) und das GEFA-Tagesgeld als Überbrückung für ein Jahr herhält.

Neues Netto (ab 62)

Person A ca. 4050 Euro (inklusive steuerfreier Arbeitgeberzuschlag, GKV Familienversicherung für Person B)

Person B ca, 1100 Euro (GEFA-Entnahme).

 

Abschlagbehaftete Rente mit ~63 Jahren (falls dann noch möglich, ansonsten Überbrückung bis 64 Jahre mit ALG1)

Neues Netto (ab 63)

Person A ca. 2650 Euro (inklusive Betriebsrente und bAV)

Person B ca. 1100 Euro

 

Der DWS-Riester soll zu diesem Zeitpunkt förderschädlich gekündigt werden. Erwartetes Kapital nach Förderrückforderung und Steuern ~50000 Euro.

Dieses Geld sollt gemeinsam mit dem Cosmos-Vorsorgekonto (20000) verwendet werden um einen Auszahlplan für die nächsten 6 Jahre zu realsieren und das SORR zu reduzieren.

 

Ab 2037 (mit 69) soll dann das Depot mit ~1000 Euro pro Monat entspart werden. 

Das ganze beginnend mit der Auflösung des CosmosInvest-Kontos (Arero).

 

 

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Euronensammler
· bearbeitet von Euronensammler
vor einer Stunde von alpha_omega:

Ab 2037 (mit 69) soll dann das Depot mit ~1000 Euro pro Monat entspart werden. 

Herzlichen Glückwunsch!

Das Beispiel passt in den Angst- & Furcht-Faden zur fin. Unabhängigkeit.

Mit einem Familien/2 Personen Netto von 7.270, einer abbezahlten ETW, ~730.000 € quasi-liquides Vermögen, scheinbar sicherer Arbeitsplatz mit Ausstiegsoption, von mir vermuteter weitere Sparrate, so dass in 10 Jahren 1,3 - 2 Mio € zur Verfügung stehen, als Angestellter mit diesen Daten sollte die GRV auch ordentlich zum Lebensabend beitragen.

 

Meine Einschätzung - unter vergleichender Einbeziehung der finanziellen Möglichkeiten meines Bekanntenkreises:

Worüber machst du dir Sorgen?

Du triffst rationale Entscheidungen in finanziellen Dingen. Das wirst du auch weiterhin tun.

 

Zwei Herausforderung musst du meistern:

1. Wie lange willst/kannst du leben, um mit 1.000 € Entnahmerate auf 2 Mio € sich verzinsendes Depot bei NULL zu landen?

2. Den Lebensstil den finanziellen Möglichkeiten anzupassen. Will sagen: Viele schaffen den Umschwung von der Spar- in die Entnahmephase nicht und sparen bis sie 100 sind, und andere (angeblich Lottogewinner und "VIPs") verprassen/verleben/verinvstieren/verzocken ihr Vermögen in kurzer Zeit.   

 

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xyz01
· bearbeitet von xyz01
Korrektur
vor 2 Stunden von Wishmueller:

 

 

Unter dem Apekt Sicherheit und SWR kann man das natürlich so machen, spricht sicherlich nichts gegen.

 

Aber ernsthaft: Zum einen rechnet man sich erstmal mindestens 10 Jahre Puffer in der Lebenserwartung hinzu -ok -, zum anderen unterstellt die aktuelle Entnahmerate ja quasi eine Nullrendite/Nullverzinsung des Restvermögens. 

 

Die Wahrscheinlichkeit, dass Entnahmeraten und Vermögen am Ende der Laufzeit quasi "exponentiell" ansteigen bzw. man dann doch als "reichster Mann auf dem Friedhof" landet, erscheint mir zumindest mal nicht gering..... ;)

 

Keine Ahnung, ich suche ja auch noch nach der richtigen Steuerung meiner persönlichen "Restlaufzeit", aber den Ansatz finde ich so richtig prickelnd dann auch noch nicht..... :-*

Es wird nicht von einer Nullrendite ausgegangen, weil ja die Rechnung jedes Jahr von neuem erfolgt.  Wenn das Depot z.B. in einem Jahr 10% Rendite abwirft, lautet im nächsten Jahr die Entnahmerate (1000000-25000)*1,1 (grob gerechnet), weil sich ja dementsprechend der Depotwert erhöht hat...

Unabhängig führt das Ganze aber ws schon dazu, dass die Entnahmerate mit dem Alter steigt... ob das sinnvoll ist, sei einmal dahingestellt.

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Schwachzocker
vor einer Stunde von alpha_omega:

Abbezahlte ETW im Speckgürtel eine Großstadt. 

 

Aktuelles Depot ~550000 Euro davon

 

Zusätzlich

DWS Riester ~70000 Euro

Cosmos Vorsorge invest ~ 80000 Euro (Arero)

Cosmos Vorsorge Konto ~ 22000 Euro

GEFA Tagesgeld ~  13200.

 

Aktuelles Nettogehalt

Person A 6000 Euro (Steuerklasse 3)

Person B 1270 Euro (Steuerklasse 5)

 

vor einer Stunde von alpha_omega:

Ich klinke mich mal hier ein und möchte gerne eure Einschätzung für meinen Ruhestandsplan hören.

 

Ich denke, Du bist so gut wie erledigt und quasi bereits pleite. Zum Glück sind wir ein Sozialstaat.

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Der Heini
vor 3 Stunden von Peter23:

Also ich schlag folgende Vorgehensweise vor, wenn man es sich leicht machen will:

  • Mindestbedarf ermitteln und durch Vermögen teilen
  • Wenn (signifikant) unter SWR (zB 3%), dann passt es
  • Wenn nicht, dann weiter sparen

Tatsächliche Entnahme sollte dann aber natürlich dynamisch erfolgen - gerne nach den zuvor beschriebenen Mechanismen.

So ganz grob sehe ich das auch. 

Gibt noch genug Stellschrauben, z.b. dynamische nach Vanguard oder Guyton-Klinger oder per Guidrails nach Kitces usw. Zudem ist die kalkulierte Restlebenszeit eine starke Stellschraube.

 

vor 3 Stunden von Wishmueller:

Die Wahrscheinlichkeit, dass Entnahmeraten und Vermögen am Ende der Laufzeit quasi "exponentiell" ansteigen bzw. man dann doch als "reichster Mann auf dem Friedhof" landet, erscheint mir zumindest mal nicht gering..... ;)

Egal, wie man es macht, diese Wahrscheinlichkeit ist immer sehr hoch, da man ja nach Worts-Case simuliert. Selbst bei hoher 5% Entnahme ist die Wahrscheinlichkeit, daß das Depot dennoch wächst nicht gerade gering. Nur wenn es schiefgeht, dann hat man ein Problem.

Außer es gibt einen Plan B oder Restwerte (selbst bewohnte Immobilie), die man vorher nicht eingerechnet hat.

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Lazaros
· bearbeitet von Lazaros
vor 22 Minuten von Der Heini:

Außer es gibt einen Plan B oder Restwerte (selbst bewohnte Immobilie), die man vorher nicht eingerechnet hat.

Das trifft in diesem Forum für sehr viele zu.

 

PlanB:

Renten, Versorgungsbezüge, Betriebsrenten und Mieteinnahmen decken den laufenden Bedarf mehr als ab.

Das Depot ist für Luxusausgaben und für die Erben.

Falls das Depot wider erwarten vor dem Ableben kollabiert, dann ist da noch

Plan C:

Das selbstbewohnte Haus, was man für die letzte Zeit im Heim eh nicht mehr braucht.

 

Bin gestern auf diesen lesenswerten Artikel gestoßen:

Zitat

https://www.whitecoatinvestor.com/safe-withdrawal-rate-movement/

The Silliness of the Safe Withdrawal Rate Movement

 

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Der Heini
vor 16 Minuten von Lazaros:

Renten, Versorgungsbezüge, Betriebsrenten und Mieteinnahmen decken den laufenden Bedarf mehr als ab.

Wenn man schon Rentner ist, ja. Ansonsten liest sich das in der Politik momentan anders. Wer da aber noch Reserven hat sollte gut aufgestellt sein.

vor 18 Minuten von Lazaros:

Das Depot ist für Luxusausgaben und für die Erben.

Das würde ich nicht unterschätzen. Niemand möchte im Alter nur das Nötigste haben und wer Kinder hat, will auch vererben (o.k. ich kenne auch andere, die trotz Kinder das anders sehen, aber die sind doof ;)).

vor 20 Minuten von Lazaros:

Falls das Depot wider erwarten vor dem Ableben kollabiert, dann ist da noch

Das ist aber die größte Angst hier im Forum und bei den bogleheads. Wobei ich noch unterscheiden würde, ob das Depot früh kollabiert, oder eben erst jenseits der 90 Jahre.

 

Je mehr man sich damit beschäftigt, desto mehr wird neben den ganzen Simulationen das emotionale, subjektive Empfinden immer wichtiger.

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Physics
vor 1 Stunde von alpha_omega:

Ich klinke mich mal hier ein und möchte gerne eure Einschätzung für meinen Ruhestandsplan hören.

Ähnliche Situation. Das größte Problem sehe ich nicht in der Frage, wie entspare ich das Depot richtig, sondern eher, wie entspare ich überhaupt. 

Ich unterstell jetzt mal, Du gehörst zu den erfolgreichen, jahrzehntelangen Sparern. Die Schere zwischen erfolgreichen Sparen und Entsparen ist extrem und kann Die Herausforderung werden.

 

Ansonsten, beginne mit einem Guardrails Modell bis zur gesetzlichen Rente oder bis Sicherheit nicht mehr so wichtig wird im Alter, 70? (da weniger Ausgaben) und stelle später auf Kaptialverzehr (1/Restjahre) um, für z.B. 10 Jahr bis 80.

Vorteil: Geld wird bis 80 ausgegeben, Erben bekommen die Wohnung oder restliches Kapital, Du entnimmst nicht zu wenig, was bei den Vermögensverhältnissen ein Risiko wäre. 

 

Guardrails-Modell mit 5% initialer Entsparung p.a.

1. Startentnahme (Initial Rate): 5,0% deines Depotwerts im ersten Jahr 

2. Inflationsanpassung: In jedem folgenden Jahr wird dieser Betrag um die tatsächliche Inflation (z. B. 3%) erhöht.

3. Ausnahme bei Verlusten: Hatte das Depot im Vorjahr eine negative Rendite, entfällt der Inflationsausgleich im aktuellen Jahr komplett.

4. Untere Leitplanke (Kapitalerhalt): Steigt die geplante Entnahmerate durch Markteinbrüche auf 6,0% oder mehr des aktuellen Depotwerts (also 20% über die 5%-Startrate), musst du die Entnahmesumme hart um 10% kürzen.

5. Obere Leitplanke: Fällt die Entnahmerate durch starke Kursgewinne auf 4,0% oder weniger des aktuellen Depotwerts (also 20% unter die Startrate), wird die Entnahme um 10% erhöht.

 

Kaptialverzehr:

Später im Alter dann einfach Depotstand durch Restjahre für das verbleibende Kapital.

 

 

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Bolanger
vor 4 Stunden von Wishmueller:

zum anderen unterstellt die aktuelle Entnahmerate ja quasi eine Nullrendite/Nullverzinsung des Restvermögens. 

Ja und? Renditen liegen oft nah an der Inflationsrate. Man könnte daher die vernachlässigte Rendite schlicht als Inflationsausgleich betrachten.

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Turmalin
vor 54 Minuten von Der Heini:

Zudem ist die kalkulierte Restlebenszeit eine starke Stellschraube.

 

Auf jeden Fall! Das macht einiges aus.
Und ich denke, auf die Frage des Endalters, bis zu dem man kalkuliert, gibt es auch keine universelle Antwort. Die einen sagen: „85, wer weiß ob ich dann überhaupt noch lebe“, die anderen: „Da bei durchschnittlicher Lebenserwartung bis 85 die Hälfte länger lebt, könnte ich dabei sein. Dann will ich nicht zu wenig Geld haben.“

Jeder muss für sich selbst entscheiden, was ihm wichtiger ist. Diejenigen, die den Geldverzehr bis zum 85 Lebensjahr bevorzugen, sollten nur wissen, was durchschnittliche Lebenserwartung bedeutet und diese Entscheidung bewusst treffen. 
Die Entscheidung wird geprägt sein von der eigenen gesundheitlichen Situation und den Erfahrungen mit älteren Personen in Familie und Bekanntschaft. Wer einige 90jährige kennt, wird anders darüber denken als derjenige, dessen Bekannte nicht das Rentenalter erleben. 
Und wenn Kinder da sind, wird man vielleicht auch eher zur zweiten Version neigen. 

Ich jedenfalls kann beides nachvollziehen. 
Und nochmal der Link zum rich, broke or dead Rechner: https://engaging-data.com/will-money-last-retire-early/ mit seiner eigenen Aussagekraft.

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Wishmueller
· bearbeitet von Wishmueller
Ergänzung
vor 3 Stunden von xyz01:

Es wird nicht von einer Nullrendite ausgegangen, weil ja die Rechnung jedes Jahr von neuem erfolgt.  Wenn das Depot z.B. in einem Jahr 10% Rendite abwirft, lautet im nächsten Jahr die Entnahmerate (1000000-25000)*1,1 (grob gerechnet), weil sich ja dementsprechend der Depotwert erhöht hat...

Unabhängig führt das Ganze aber ws schon dazu, dass die Entnahmerate mit dem Alter steigt... ob das sinnvoll ist, sei einmal dahingestellt.

 

Dann korrigiere ich mich: zukünftige Renditen werden so gut wie ignoriert und nur zu einem Bruchteil in der aktuellen Jahresentnahme mit berücksichtigt..... ;)

 

Hab' da mal die "KI meines Vertrauens" bemüht, also man sollte da schon eine gewisse langfristige Verzinsung bzw. Rendite mit berücksichtigen bei der Ermittlung des Barwertfaktors. Wenn man da (konservativ) langfristig +2% oberhalb der Inflation ansetzt, dann steigt die Entnahme im obigen Beispiel im ersten Jahr bereits von 25.000 € auf rund 36.500 €..... und damit wäre man ja auch wieder in etwa "in Schlagdistanz" zur 4%-Regel (Edit: wobei sich diese auf 30 und nicht auf 40 Jahre bezieht), möglicherweise in dieser Form dann aber "besser steuerbar" als eine starre Entnahme..... :rolleyes:

 

Müsste ich mal in Ruhe nachrechnen..... oder nachrechnen lassen..... :D

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Turmalin
vor 23 Minuten von Wishmueller:

 

 

 

Müsste ich mal in Ruhe nachrechnen..... oder nachrechnen lassen..... :D

Die VPW Tabelle kommt für 40Jahre Entnahmezeitraum je nach Aktienquote auf  4,1-4,9% 

https://www.bogleheads.org/wiki/Variable_percentage_withdrawal

 

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s1lv3r
vor 2 Stunden von Turmalin:

Und nochmal der Link zum rich, broke or dead Rechner: https://engaging-data.com/will-money-last-retire-early/ mit seiner eigenen Aussagekraft.

 

Ja ja! Den kann man halt nicht oft genug posten ... die Aussagekraft ist für mich verdammt stark. Wenn man ohne Mortalität 4% SWR auf 50 Jahre betrachtet, hat man (in diesem Rechner) 22,3% Failure Rate. Ein Wert, wo wohl jeder sagen würde "Viel zu gefährlich! Wie kannst du nur?! Fast jeder Vierte geht pleite!". In Wahrheit sind es halt aber auf alle Lebensszenarien betrachtet nur 3,4% der Fälle in denen man pleite geht, denn zu 84,6% ist man eher tot und kann daher nicht mehr pleite gehen ... :ermm:

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Wishmueller
vor 34 Minuten von Turmalin:

Die VPW Tabelle kommt für 40Jahre Entnahmezeitraum je nach Aktienquote auf  4,1-4,9% 

https://www.bogleheads.org/wiki/Variable_percentage_withdrawal

 

Interessante Seite, kannte ich bisher noch nicht, Danke fürs Teilen.... :):thumbsup:

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Sapine

Absolut interessant aber nicht vergessen, dass das für US-Anleger konzipiert ist. 

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edan

Ich habe den Eindruck, es werden zu viele Berechnungen auf Grundlage der heutigen Rahmenbedingungen erstellt. Die Herausforderung liegt nicht in der Bestimmung der zweiten Nachkommastelle der Entnahmerate, sondern eher in der kaum möglichen Einschätzung folgender und ähnlichen Risiken:

 

- Kosten für Krankenkasse und Pflege

- Höhe der Rente und frühestmögliche Bezugsdauer

- Höhe der Kapitalertragssteuer

- Einführung einer Vermögensabgabe

- Inflationsrate

 

Je mehr Jahre zu überbrücken sind, desto größer wiegen diese Risiken.

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Der Heini
vor 38 Minuten von Sapine:

Absolut interessant aber nicht vergessen, dass das für US-Anleger konzipiert ist. 

In Deutschland ist da die Abgeltungssteuer mit ca. 20% abzuziehen (30% Teilfreistellung), aber stimmt das Argument mit dem US-Anleger heute noch? Aktien sind Weltweit, Unternehmen auch, egal wo sie gelistet sind. Und US-Dollar/Euro schwankt stark um einen Mittelwert auf über die Jahre.

grafik.png.bccf97731a529e1a086e4543525daf63.png

 

Wenn man keine anderen Quellen hat, dann kann man mit 20% Abschlag (oder etwas mehr, wer möchte) auch die US-Daten nehmen. :myop:

vor 25 Minuten von edan:

Je mehr Jahre zu überbrücken sind, desto größer wiegen diese Risiken.

Die kann man aber kaum beeinflussen, die Entnahmehöhe schon. Wenn man es sich unnötig schwer machen will, kann man für jedes Risiko einen zusätzlichen Abschlag nehmen und landet dann schnell bei 2% und ist wirklich der reichste mann auf dem Friedhof.

vor einer Stunde von Turmalin:

Die VPW Tabelle kommt für 40Jahre Entnahmezeitraum je nach Aktienquote auf  4,1-4,9% 

https://www.bogleheads.org/wiki/Variable_percentage_withdrawal

 

Viel zu hoch, 4% auf 30 Jahre mit dynamischer Anpassung vielleicht, aber auf 40 Jahre? Wir waren in diesem Thread schon bei 2,4-2,6% auf 30 Jahre. :-*

Aber ich muss die VPW wirklich mal dort durcharbeiten, habs bisher nur überflogen.

:stupid:

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xyz01
vor 2 Stunden von Wishmueller:

 

Dann korrigiere ich mich: zukünftige Renditen werden so gut wie ignoriert und nur zu einem Bruchteil in der aktuellen Jahresentnahme mit berücksichtigt..... ;)

 

Hab' da mal die "KI meines Vertrauens" bemüht, also man sollte da schon eine gewisse langfristige Verzinsung bzw. Rendite mit berücksichtigen bei der Ermittlung des Barwertfaktors. Wenn man da (konservativ) langfristig +2% oberhalb der Inflation ansetzt, dann steigt die Entnahme im obigen Beispiel im ersten Jahr bereits von 25.000 € auf rund 36.500 €..... und damit wäre man ja auch wieder in etwa "in Schlagdistanz" zur 4%-Regel (Edit: wobei sich diese auf 30 und nicht auf 40 Jahre bezieht), möglicherweise in dieser Form dann aber "besser steuerbar" als eine starre Entnahme..... :rolleyes:

 

Müsste ich mal in Ruhe nachrechnen..... oder nachrechnen lassen..... :D

warum?

wenn das Depot steigt um der Nenner (95-Alter) immer kleiner wird, steigt ja auch kontinuierlich die Entnahmerate an.

Umgekehrt - wenn das Depot einbricht - wird dementsprechend die Entnahmerate reduziert, im Gegensatz zur klassischen 4%-Regel, wo ja die 4% vom Ausgangsdepot hergenommen werden (und diese um die Inflationsrate erhöht werden).

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