Der Heini vor 9 Stunden vor einer Stunde von Wishmueller: Ja, sicherlich, wenn das Gesamtvermögen aus 100% Aktien besteht, wäre der Fall natürlich möglich. Dann hat man nur zwei Möglichkeiten: Fixkosten halbieren (ggfls. schwierig) oder den risikoarmen Anteil, in welcher Form auch immer, deutlich erhöhen..... Dann hast du aber auch Renditeverluste in guten Marktphasen. Das VPW Modell funktioniert nur gut, wenn man alle seine Fixkosten ausreichend aus laufendem Einkommen decken kann (Rente, Mieteinnahmen, Privatrenten usw.). Dabei sollte man aber die Inflation beachten, falls diese stärker steigt als normal. GKV bzw. PKV, Pflegeversicherung usw. Ist also gut für den Luxusanteil, der auch mal in einem oder zwei Jahren auf Null sinken kann/darf. Für mich zu riskant und unberechenbar, da ist das dynamische Entnahmemodell (SWR) sinnvoller. Habe das mal mit meinem Depot durchkalkuliert und eine Anfangsrate von 3,5% und Grenzen von (-3%, +5%) funktionierten selbst bei einem 20jährigen Bärenmarkt mit -5%/Jahr. (Extremszenario). Dann wäre ich erst pleite, aber dann ist auch Deutschland pleite. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Turmalin vor 8 Stunden Ich habe den Eindruck, dass eine hohe Aktienquote in den Boglehead Threads zu VPW und TPAW lange nicht so beliebt ist wie hier. Jedenfalls nicht bei Rentnern. Eher 60:40. Das beeinflusst dann auch den Kapitalrückgang im Crash. Und für den sicheren Teil haben die Amis den großen Vorteil, auf inflationsangepasste Staatsanleihen (TIPS) zurückzugreifen zu können, die 30 Jahre abdecken. Jedenfalls heißt es auch dort immer mal wieder sinngemäß, wenn du mit dem Entnahmerückgang im Crash nicht klar kommst, hast du zu viele Aktien. Probiert doch mal verschiedene Aktienquoten im Entnahmerechner eurer Wahl aus und betrachtet die Ergebnisse in den verschiedenen Perzentilen. Mir persönlich ist das bestmögliche Abschneiden längst nicht so wichtig wie der worst case. Wenn dann die Entnahme trotz niedrigerer Aktienquote reicht, ist es für mich o.k. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Der Heini vor 7 Stunden vor 32 Minuten von Turmalin: Ich habe den Eindruck, dass eine hohe Aktienquote in den Boglehead Threads zu VPW und TPAW lange nicht so beliebt ist wie hier. Liegt das nicht auch gerade an der Entnahmeart? VPW ist anders als SWR (du hast das doch oben gut zusammengefasst), dadurch ergibt sich wahrscheinlich auch eine andere Quote. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PEOPLES vor 6 Stunden vor 9 Stunden von Fondsanleger1966: Man kann doch einfach alle 1, 2, 3 oder 5 Jahre eine erneute SWR-Berechnung mit dem dann aktuellen Depotstand, den dann aktuellen Marktdaten und dem dann entsprechend kürzeren Entnahmezeitraum durchführen und erhält so auch eine dynamische Anpassung an die veränderte Situation. Naja, eben nicht. Was ist, wenn zurueck zur Lohnarbeit keine Option ist UND der Markt nen ordentlichen Ruecksetzer hatte. Bei -30% Portfoliowert kommst du dann auf eine SWR die möglicherweise unter deinen Fixkosten liegt -> sinnfrei. Die Idee der SWR ist ja genau das, dass man nach dem Renteneintritt die guten Jahre als Puffer aufbaut (und nicht verkonsumiert) und die damit die möglichen schlechten Jahre kompensiert. Mit einer erneuten SWR-Berechnung ist das dahin. Dann sind wir wieder beim Thema: Nimm immer 5% aus dem Portfolio, jedes Jahr. Das reicht für immer, nur weis halt keiner obs zum leben reicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
OttoKleinanleger vor 5 Stunden vor 8 Stunden von Fondsanleger1966: Warum es sich kompliziert machen, wenn es auch einfach geht? Weil eventuell nicht jeder über eine Kapitaldecke verfügt, wo das größte Problem ist wie man sein Luxusvermögen los wird. Wie sieht dass eigentlich aus, wenn man selbst zu Rentenbeginn eine SWR von 2,x% nicht erreicht hat. Einfach weiter malochen? Das Pleiterisiko ist ja nicht das alleinige Risiko einer Entnahmestategie. Es gibt ja auch noch das Risiko, dass man unter seinen Möglichkeiten bleibt. Hier können Dynamische Entnahmestrategien helfen höhere Entnahmeraten zu generieren. Zaubern können die aber auch nicht, man sollte sich bewußt sein, dass die Entnameraten länger auch deutlich nach unten abweichen können. Was nutzt einem die super sichere SWR, wenn die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung macht? Mit zunehmendem Alter beobachtet man sowas häufiger im Bekanntenkreis. Neben Sterbetafeln gibt es ja auch noch solche Statistiken: RKI - Gesunde Lebensjahre Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter23 vor 2 Stunden vor 2 Stunden von OttoKleinanleger: Wie sieht dass eigentlich aus, wenn man selbst zu Rentenbeginn eine SWR von 2,x% nicht erreicht hat. Einfach weiter malochen? Fairerweise hat @Fondsanleger1966 immer darauf hingewiesen, dass die besonders niedrigen SWRs sich nur bei sehr frühem Übergang zum Privatier ergeben. Geht man dagegen erst mit 67 in Rente, dann würde selbst @Fondsanleger1966 möglicherweise eine SWR von 3% als passend definieren. Zudem ist dann ja auch nur die Rentenlücke mit dem Vermögen zu bedienen, oder? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Beginner81 vor 2 Stunden Bei mir ist noch gut Zeit bis dahin, aber ich tendiere aktuell dazu, auf keinen Fall bei der Entnahmerate knapsen zu wollen und stattdessen mehrere Sicherheitselemente einzubauen: - Verhältnis Fixkosten zu Rente/Pension > einem bestimmten Wert - Dynamische Entnahme (Vanguard o.ä.) - Kleinerer Puffer für Extraausgaben und akute Drawdowns (eher psychologisch) - Aktienquote max. 80% Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
dev vor 1 Stunde Ich fand bisher die Festgeldleiter von 3-5 Jahre Lebenskosten als Idee am besten! Die Orientierung am Buchkapital, finde ich nicht nachvollziehbar, denn diese kann sich schneller ändern als man Crash sagen kann. ;-) Falls ich mich von Kursgewinnen abhängig machen wollte, würde ich einen Strich in den Chart machen und die sehr sehr langfristige Rendite darstellen und wenn man weit drüber ist, die Überendite von der Börse in den Geldpuffer stecken. Ob das nun unterjährig oder längerfristig statt findet ist hierbei unerheblich. Um so weiter man ans Lebensende kommt, um so mehr Geldspeicher statt Kapitalspeicher sollte man haben. Wenn man rechnerisch bei 120 landet kann man komplett in den Geldspeicher gehen, es sei den man kann warm vererben. Diese Angst zu wenig zu konsumieren, kann ich nicht nachvollziehen! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation vor 41 Minuten · bearbeitet vor 24 Minuten von stagflation vor 1 Stunde von Peter23: Geht man dagegen erst mit 67 in Rente, dann würde selbst @Fondsanleger1966 möglicherweise eine SWR von 3% als passend definieren. Naja, nach Faustformel gilt: die jährliche Entnahmerate ist 1 durch die Anzahl der Jahre, die das Depot reichen soll. Wenn man mit 67 in Rente geht und das Entnahmedepot bis 97 oder 100 reichen soll, kommt man auf 3% jährliche Entnahmerate. Wenn man schon mit 47 in Rente gehen will, muss das Depot ungefähr 50 Jahre funktionieren. Dann kommt man auf 2%. Wenn das Depot nur 20 Jahre reichen soll, kommt man auf 5%. Das natürlich nur ganz grob. Der Rest hängt von den Details ab. Wie Inflation, jährliche Steigerung des Entnahmebetrags, gewählte Pleitewahrscheinlichkeit, Rendite der risikofreien Anlage, Rendite und Volatilität des risikoreichen Anteils, usw. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag