Wishmueller Mittwoch um 07:53 vor 21 Stunden von Puppi: Zu viel Stress/Anspannung ist nicht gut, aber zu viel Entspannung/Ausruhen ebenfalls nicht. Zu wenig Zeit ist nicht gut, aber zu viel Zeit ebenfalls nicht. Das kann man beliebig fortsetzen mit zig Themen im Leben (viele gute Bücher erklären das auch recht gut mit dieser wichtigen BALANCE, die übrigens gar nicht so leicht hinzukriegen ist). In der Theorie sicherlich alles richtig. In der Praxis und auf den Job bezogen (darum geht es hier ja vorrangig) dann doch eher schwierig, nach dem Motto: "wir sind hier nicht bei wünsch-dir-was, wir sind hier bei so-isses"..... Ich habe in meinen 28 Berufsjahren (beruflicher Einstieg nach dem Studium erst mit 28) zumindest in dem Bereich alles erlebt. Von "wohl temperiert" (Zeiten, in denen auch mir der jeweilige Job Freude bereitet hat) über "tödliche Langeweile" bis hin zum "Perma-Stress" eines durchgetakteten Automotive-Zulieferers, letzteres dann leider in den letzten Berufs-Jahren. Und nachdem ich dann tatsächlich noch ein Vorstellungsgespräch für einen interessanten Teilzeit-Job gemacht hatte, war mir klar: eigentlich brauchst Du auch das nicht mehr. Die Zeiten, wo Du Dich da schon im Video-Call von vier Nasen "auszählen" lassen musst, sind vorbei. Ich habe in meinem Leben so viele Vorstellungsgespräche gemacht, gerade in jüngeren Jahren, irgendwann ist auch mal gut mit "Hosen runter"...... Ums abzukürzen: im Zweifelsfalle ziehe ich die Langeweile dann vor, wobei das im Job dann schon zäh und ein 8-Stunden-Tag auch endlos lang sein kann, erst recht, wenn das zu einem Dauerzustand wird, weil das Geschäftsmodell nicht mehr hergab. Das war bei mir vor 20 Jahren so der Fall, in der Zeit bin ich dann auch erstmals an der Börse und hier im Forum gelandet..... Ich hätte mir etwas "wohl Temperiertes" für mich durchaus noch vorstellen können, allerdings fehlt mir halt der Ehrgeiz und inzwischen auch die finanzielle Notwendigkeit, das Thema weiter zu verfolgen. Stattdessen isses statt "Privatiers-Dasein" dann doch eher "gefühlte Frührente auf eigene Kosten". Und solange die Gesundheit noch einigermaßen mitspielt, kann ich da auch mal langweiligere Tage durchaus gut aushalten. Vom Tagesablauf hat sich so viel für mich auch gar nicht geändert, ich sitzte 2 Jahre nach meinem Exit immer noch relativ viel vorm Rechner (steckt halt so drin), heute halt für die Themen, die mich interessieren und und mit der Freiheit ausgestattet, bei Bedarf jederzeit auch andere Dinge tun zu können. Klingt vielleicht nicht nach viel, um einen ordentlich bezahlten Job freiwillig zu schmeissen, aber mir war es das vor 2 Jahren wert. Und daran hat sich bis heute nichts geändert..... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Mittwoch um 10:45 vor 2 Stunden von Wishmueller: Die Zeiten, wo Du Dich da schon im Video-Call von vier Nasen "auszählen" lassen musst, sind vorbei. Ich habe in meinem Leben so viele Vorstellungsgespräche gemacht, gerade in jüngeren Jahren, irgendwann ist auch mal gut mit "Hosen runter"...... Ich würde es noch nicht mal so hart ausdrücken. Wenn man weiß, dass man selbst im Worst-Case niemals unter einer Brücke landen wird, sondern schlimmstenfalls in einer kleineren Wohnung, dann man viel entspannter in ein VG gehen. Und diese Entspanntheit (!= Langeweile oder gar Gleichgültigkeit) nehmen auch die Gegenüber wahr. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics Mittwoch um 14:32 vor 3 Stunden von Holgerli: Ich würde es noch nicht mal so hart ausdrücken. Wenn man weiß, dass man selbst im Worst-Case niemals unter einer Brücke landen wird, sondern schlimmstenfalls in einer kleineren Wohnung, dann man viel entspannter in ein VG gehen. Und diese Entspanntheit (!= Langeweile oder gar Gleichgültigkeit) nehmen auch die Gegenüber wahr. Als gut oder schlecht wahr? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller Mittwoch um 15:34 vor 4 Stunden von Holgerli: Ich würde es noch nicht mal so hart ausdrücken. Wenn man weiß, dass man selbst im Worst-Case niemals unter einer Brücke landen wird, sondern schlimmstenfalls in einer kleineren Wohnung, dann man viel entspannter in ein VG gehen. Und diese Entspanntheit (!= Langeweile oder gar Gleichgültigkeit) nehmen auch die Gegenüber wahr. Also ich war sowohl im Job als auch in Vorstellungsgesprächen immer ehrgeizig genug, als dass da kaum "Gleichgültigkeit" bei rübergekommen sein dürfte. Meinen Job habe ich bis zum letzten Tag "professional" durchgezogen, das war ich sowohl mir selbst als auch den Kollegen gegenüber schuldig. Und danach war es dann auch gut so und ich ich bin da mit einem "guten Gefühl" rausgegangen..... Wahr ist allerdings, dass man in solchen Vorstellungsgesprächen natürlich ein gewisses argumentatives Problem hat, wenn man sich im fortgreschritten Alter nach einem selbst gekündigten Full-Time Job auf einen Teilzeit-Job bewirbt, da wissen alle Beteiligten (auch unausgesprochen), was "Sache" ist, und dass -möglicherweise- zumindest mal in der Situation die "alleinerziehe Mutter" vielleicht sogar die bessere Karten bei der Jobvergabe hat, völlig unabhängig von den Qualifikationen..... Aber nachdem ich meine "pi mal Daumen"-Rechnung zum Zeitpunkt meiner Kündigigung (seinerzeit war ich auch noch nicht wieder im Forum aktiv, was vielleicht auch gut so war ) dann im Nachgang mal vernünftig im Detail durchkalkuliert hatte, war mir eigentlich klar, dass ich mir das alles in Zukunft dann nicht mehr geben muss..... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Mittwoch um 15:42 vor 1 Minute von Wishmueller: Also ich war sowohl im Job als auch in Vorstellungsgesprächen immer ehrgeizig genug, als dass da kaum "Gleichgültigkeit" bei rübergekommen sein dürfte. Meinen Job habe ich bis zum letzten Tag "professional" durchgezogen, das war ich sowohl mir selbst als auch den Kollegen gegenüber schuldig. Und danach war es dann auch gut so und ich ich bin da mit einem "guten Gefühl" rausgegangen..... Das schrieb ich ja: "!=" also "ungleich". Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
chirlu Mittwoch um 21:19 vor 5 Stunden von Holgerli: Das schrieb ich ja: "!=" also "ungleich". Das versteht man halt nur, wenn man bestimmte Programmiersprachen kennt. (Auch nicht alle – manche benutzen zum Beispiel „<>“ oder „/=“ für ungleich.) Wenn man sich an ein allgemeines Publikum wendet, ist es sicherer, entweder das richtige Zeichen „≠“ zu nehmen oder das Ganze am besten gleich auszuschreiben: „nicht zu verwechseln mit …“ Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller Donnerstag um 08:09 vor 10 Stunden von chirlu: Das versteht man halt nur, wenn man bestimmte Programmiersprachen kennt. Ja, war mir in der Tat nicht geläufig, sah für mich nach Rechtschreibfehler aus..... Davon ab ist der Unterschied von Entspanntheit zu Langeweile/Gleichgültigkeit so groß dann auch nicht, von daher würde ich meine Antwort oben auch nicht grundsätzlich anders formulieren. Kann mich jedenfalls nicht daran erinnert, dass ich bei dem Video-Call auch nur ansatzweise "entspannt" gewesen wäre.... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Beginner81 Donnerstag um 08:49 · bearbeitet Donnerstag um 08:51 von Beginner81 Am 18.8.2026 um 09:58 von Nachdenklich: Am 18.8.2026 um 01:12 von Beginner81: Ich habe da auch so gar kein Verständnis, wenn da bei jemandem eine riesige Leere zum Renten-/Pensionseintritt auftaucht, in welchem Alter auch immer. In meinen Augen ist dann davor einfach etwas falsch gelaufen hinsichtlich der Verteilung von Arbeit und Freizeit oder ganz generell einer adäquaten Sinngebung. Erstaunlich, wie unterschiedlich man das beurteilen kann. Wieso ist etwas falsch gelaufen, wenn man jahrzehntelang beruflich etwas gemacht hat, was man als sinnstiftend erlebt hat? In meinem Bekanntenkreis haben zwei Brüder (inzwischen zwischen 70 und 80 Jahre alt) eine Schreinerei geführt, die zwar offiziell inzwischen als Gewerbebetrieb aufgegeben wurde. Sie sind aber dennoch nahezu jeden Tag in der Werkstatt und werkeln so vor sich hin. Ein anderer Bekannter hat ein Zahnlabor aufgebaut und schon vor Jahren an seine Kinder übergeben. Aber auch er ist mit Mitte 70 immer noch regelmäßig im Labor. Er verschafft seiner Tochter damit die Luft, sich bei der Handwerkskammer als Ausbilderin um den Nachwuchs zu kümmern. Was ist falsch gelaufen, wenn er diese Tätigkeit als sinngebend empfindet? Ja, erstaunlich. Erstaunlich aber auch, dass Du meine Worte so eifrig verdrehst. Es gibt nun mal Statistiken, dass die Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung NICHT zufrieden mit ihrem Beruf ist, in welcher Ausprägung die Unzufriedenheit beseht sei dahingestellt. Du hast hier Selbstständige aufgeführt, bei denen die Selbstständigkeit erfolgreich verlaufen ist, was gar nicht selbstverständlich ist. Dann auch noch einen Bereich mit moderater körperlicher Belastung. Kann man machen und führt natürlich zu einer anderen Beurteilung. Nur hat das aufgrund dieser Selektion so gut wie keine argumentative Relevanz. Ein Meister Eder oder Geigenbauer aus Mittenwald, der auch mit 90+ noch an seinem Korpus schleift, ist zu bewundern oder zu beneiden, ist aber innerhalb der beruflichen Realität der Gesamtbevölkerung eher als romantische Folklore zu betrachten. Zumal die von Dir aufgeführten Beispiele ja gar nicht zwingend zur von mir beschriebenen Gruppe passen müssen. Es wurde bei ihnen schließlich gar nicht getestet, ob sie bei Beendigung ihres Berufs in ein leeres Loch fallen würden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Muessiggaenger Donnerstag um 13:10 Ist doch ok, jeder hat seine eigene Sichtweise auf seinen Job, und die Motivation zur Arbeit hat ganz unterschiedliche Aspekte. Angefangen von der Notwendigkeit, für sich und die Angehörigen ein mehr oder weniger komfortables Leben zu ermöglichen (Wohnen, Lebensmittel, Verkehrsmittel, Urlaub und nicht zu vergessen notwendige oder obligatorische Versicherungen etc.), bis hin zur intrinsischen Motivation. Interessant und auch unverständlich finde ich, wie viele Leute glauben Geld ausgeben zu müssen, das sie eigentlich oft gar nicht haben, um Dinge zu kaufen, die sie nicht brauchen, um Leute zu beeindrucken, die sie nicht kennen oder nicht mögen. Jenseits der Notwendigkeit des notwendigen „Broterwerbs“ muss jeder für sich selbst die Frage beantworten, wieviel seiner Lebenszeit er womit in Geld umtauschen möchte. Übrigens für die allermeisten auf der Welt ein echtes Luxus-Problem oder anders formuliert eine First-World-Herausforderung. Ich selbst bin Privatier, und mir ist NIE langweilig! Kenne allerdings einige recht gut situierte Ex-Manager, die den Übergang ins „Rentnerdasein“ kaum verkraften und sich danach sehnen, dass wieder jemand anderes ihren Tagesablauf strukturiert. Bisher waren die Tage, Wochen, Monate und Jahre mehr oder weniger fremdbestimmt, jetzt ist man plötzlich selbst für sein Leben verantwortlich …! You only live once. Der Jahrmarkt der Eitelkeiten ist nichts mehr für mich, andere Themen sind viel wichtiger. Im Stillen beneidet habe ich immer Menschen, die wirklich Freude an ihrem Beruf haben, aus intrinsischen Gründen. Das sind meistens allerdings Selbständige mit eigenem Business und keine „abhängig Beschäftigte“, die im Hamsterrad eines Konzernes schwitzen müssen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller Donnerstag um 13:28 vor 15 Minuten von Muessiggaenger: Interessant und auch unverständlich finde ich, wie viele Leute glauben Geld ausgeben zu müssen, das sie eigentlich oft gar nicht haben, um Dinge zu kaufen, die sie nicht brauchen, um Leute zu beeindrucken, die sie nicht kennen oder nicht mögen. Das ist auch einer meiner All-time--Kalendersprüche, immer wieder gerne genommen..... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Belgien Donnerstag um 16:37 vor 2 Stunden von Muessiggaenger: I Im Stillen beneidet habe ich immer Menschen, die wirklich Freude an ihrem Beruf haben, aus intrinsischen Gründen. Das sind meistens allerdings Selbständige mit eigenem Business und keine „abhängig Beschäftigte“ Das dürfte zwar mehrheitlich stimmen, doch gehöre ich zu den Ausnahmen, da ich nicht selbständig, sondern "abhängig Beschäftigter" bin. In meinem beruflichen Umfeld gibt es zudem viele intrinisch hoch motivierte Menschen, die Freude an dem haben, was sie tun. Ich bereue daher keinen Moment, dass ich in meiner beruflichen Entwicklung nicht danach getrachtet habe, mein Gehalt zu maximieren, sondern spannende und - zumindest mir - sinnvoll erscheindende Dinge tun zu können. Ich habe nach dem Studium die Welt der Wissenschaft nie verlassen, sondern an verschiedenen Universitäten und Forschungseinrichtungen im In- und Ausland gearbeitet. Ein solcher Weg kann durchaus schiefgehen und die akademische Welt spuckt einen dann aufgrund der Regularien im WissZeitVG (Gesetz über befristete Arbeitsverträge in der Wissenschaft) irgendwann zwischen 40 und 50 aus, so dass man sich im nicht optimalen Alter einen ersten Job außerhalb der Wissenschaftswelt suchen muss, aber in meinem Fall ist dies glücklicherweise nicht passiert. Ich kann mich nach wie vor mit immer neuen spannenden Fragen beschäftigen. Jede Lösung, die wir entwickeln, führt zu mindestens drei neuen Fragen, die es zu beantworten gilt. Es geht immer weiter, doch empfinde ich dies nicht als Hamsterrad, da das Ganze nicht fremdbestimmt ist, sondern durch mich gestaltet wird. Meine Masteranden und Doktoranden halten mich jung und stellen mich kontinuierlich auf die Probe, da wir in den Projekten nicht das machen, was ich für richtig halte, sondern den Weg bestreiten, für den es das beste Argument gibt. Das ist zwar in manchen Fällen genau der Weg, den ich vorschlage, doch längst nicht immer. Wenn ein Doktorand mir widerspricht und einen besser begründeten Alternativvorschlag macht, bekommt er meinen höchsten Respekt und wir folgen im Projekt seinem Vorschlag. Lebt man dies in einem Projekt vor, bekommt bei weiteren Projekten meist zwar noch mehr Widerspruch von gleich mehreren Doktoranden, doch entsteht so ein gemeinsames Ringen um die beste Vorgehensweise. Ich lerne immer gerne von meinen Doktoranden, die sich dadurch wertgeschätzt fühlen und sich noch motivierter in die Projekte einbringen. Das Mentoring von Nachwuchswissenschaftlern ist für mich ohnehin der Teil meiner Tätigkeit, der mir die meiste Genugtuung bereitet (auf den immer weiter zunehmenden administrativen Bürokratismus an Universitäten könnte ich dagegen gut verzichten). Die jungen Menschen in ihrer wissenschaftlichen Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen, macht mir Spaß und ist für mich "sinnstiftend". Meine persönliche Erfolgsbilanz ist daher nicht, wie hoch mein Gehalt ist, sondern wie viele "meiner Leute" es geschafft haben, sich in der Wissenschaftswelt zu behaupten und einen eigenen Lehrstuhl/Professur ergattert haben. Damit bin ich jetzt der Aufforderung, konkretere Angaben über das, was man beruflich macht, zu geben, hoffentlich in genügendem Umfang nachgekommen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
mmusterm Donnerstag um 19:51 3 hours ago, Belgien said: Welt der Wissenschaft Wissenschaft fand schon immer im "Elfenbeinturm" statt. Nicht böse nehmen, aber wie relevant die Ergebnisse von Masteranden und Doktoranden für das Fortkommen der Welt sind, kann man sicher kontrovers diskutieren ;-) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Beginner81 Donnerstag um 20:17 · bearbeitet Donnerstag um 20:47 von Beginner81 @Belgien : Vielen Dank! Ja, ich halte Selbstständigkeit und Wissenschaft&Forschung für die Bereiche, in denen man am ehesten ein zufriedenes Berufsleben bestreiten kann (wenn es klappt...). Bei den meisten anderen hängt es m.E. in stärkerem Maß vom Arbeitsumfeld, den Kollegen, der Firmenstruktur und -führung usw. ab. @mmusterm : Kontrovers kann man allenfalls einige Orchideenfächer und Wirtschafts- und Finanz"wissenschaften" diskutieren. Ohne die allgemeine Schaffung von belastbarem Wissen über die vergangenen Jahrhunderte - und dazu gehören sicher die Ergebnisse von Doktoranden etc. - wären wir heute definitiv woanders hinsichtlich Lebenserwartung, Versorgungslage, Infrastruktur, ... . Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
mmusterm Donnerstag um 20:39 · bearbeitet Donnerstag um 20:39 von mmusterm 22 minutes ago, Beginner81 said: hinsichtlich Lebenserwartung, Versorgungslage, Infrastruktur, ... . Hmmh. Ich würde es mir wünschen, dass das so ist, schließlich wird die Wissenschaft zu x% aus Steuer und weniger aus knallharten betriebswirtschaftlicher Überlegung finanziert. Vielleicht liegt meine negative Sicht auf den Nutzen von wissenschaftlicher Forschung auch daran, dass man die eigentlichen wissenschaftlichen Fortschritte nie transparent dargestellt bekommt, die "große Kohle" aber immer im privatwirtschaftlichen Bereich gemacht wird Beispiel: MP3-Audio-Format vom Fraunhofer-Institut "erfunden", aber wer hat damit Geld verdient? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Beginner81 Donnerstag um 20:46 · bearbeitet Donnerstag um 20:48 von Beginner81 Ja sicher, wie will man auch eine Erfindung wie Penicillin betriebswirtschaftlich festnageln? Fraunhofer-Institut ist an der Stelle nicht das beste Beispiel (wird ca. 1/3 industriell finanziert). Versäumnisse hinsichtlich der Monetarisierung sehe ich eher bei der Politik, weniger in der Wissenschaft selbst. Glaube das wird hier zu OT. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger gestern um 05:57 Uhr Man sollte dabei auch nicht vergessen, wie und wie viel viel Wissenschaft im industriellen Umfeld betrieben wird. Ich kenne keine Statistik, vermute aber, dass Firmen insgesamt mehr zur Mehrung des Wissens beitragen als es öffentliche oder halböffentliche Organisationen tun. Und im wirtschaftlichen Umfeld ist Wissenschaft mit knallharten KPIs belegt. Es ist gut, dass wir Unis, Fraunhofers etc. haben, das Arbeiten dort unterscheidet sich jedoch signifikant von Innivationstätigkeiten in der Industrie. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Euronensammler gestern um 06:51 Uhr vor 13 Stunden von Belgien: Damit bin ich jetzt der Aufforderung, konkretere Angaben über das, was man beruflich macht, zu geben, hoffentlich in genügendem Umfang nachgekommen. Vielen Dank für den Einblick und Glückwunsch zu der gelungenen Berufswahl! Komischerweise ergab sich bei mir und meinem Umfeld nie die Frage im Wissenschafts- oder Bildungsbereich zu bleiben. Wenn ich an die Informatik-Absolventen der 80er denke, dann meine ich, dass jeder zweite einen "Computer-Laden" aufmachen wollte. Der Rest suchte meist den gut dotierten Job in den IT-Abteilungen der größeren Unternehmen. Als IT-ler dachte ich aber auch, immer in einem innovativen Umfeld zu arbeiten und entsprechend inspiriert zu sein. Das war auch lange so und ich empfand auch meine Arbeit als sinnvoll. Meine Mitarbeit in Großprojekten im Telekom- und Gesundheitssektor mit bundesweiten Rollouts und zig Millionen "Betroffener" führte durchaus zu einen Befriedigung im Beruf. Nach zwei Firmenübernahmen und Schaffung von Synergien mit Auslagerung von Teilbereichen nach Rumänien, Indien und Brasilien hat mir diese Welt dann mit ca. 50 ausgespuckt. Ich wollte dann mal etwas Anderes machen und nach einer beruflichen Exkursion über 3 Jahre kam ich nicht mehr in meine alte Welt zurück. Glücklicherweise - wir sind im Faden der fin. Unabhängigkeit - hat mir meine private Vorsorge und die Abfindung die Existenz bis zu Einsetzen der EM-Rente gesichert und ermöglicht mir heute ein Gefühl der finanziellen Unabhängigkeit im Rahmen meines Lebensstils. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Joker_19 gestern um 06:54 Uhr Ich bin zwar kein Wissenschaftler, weiß dank eines wissenschaftlichen Studiums aber den Mehrwert von Wissenschaft zu schätzen. Die Industrie forscht nur in Bereichen, die in absehbarer Zeit Umsätze ermöglichen. Wir brauchen aber auch Grundlagenforschung und Forschung, die sich nicht schnell monetär auswirkt. Für die Industrie lohnt es sich beispielsweise nicht, Medikamente für seltene Krankheiten zu entwickeln. Aber wir als Gesellschaft sind daran schon interessiert. Astronomie und Astrophysik haben die Grundlagen dafür gelegt, dass wir Komenten, die die Erde bedrohen, rechtzeitig erkennen und deren Flugbahn berechnen können. Klimaforschung, Ozonlochforschung. Es gibt unzählige Beispiele dafür. Die kontinuierliche Steigerung unseres Wissen ist die Basis für unser Überleben und unsere Weiterentwicklung. Gruß, Hardy Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker vor 23 Stunden · bearbeitet vor 23 Stunden von Schwachzocker vor 14 Stunden von Belgien: ...Meine persönliche Erfolgsbilanz ist daher nicht, wie hoch mein Gehalt ist, sondern... Herzlichen Glückwunsch! Das zu sagen, muss man sich natürlich erst einmal leisten können. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics vor 22 Stunden Auch wenn man für seinen Beruf brennt und es eine Passion ist, können sich die Umstände im Großkonzern schnell ändern (aus eigener Erfahrung). Sei es durch einen neuen Chef, Reorganisationen, Arbeitsverdichtung, unsinnige Prozesse, Mikromanagement, Interkulturelle Konflikte, Organisationsversagen bzw. -chaos, Grabenkämpfe, "politisches" Theater oder auch die eigene nachlassende Leistungsfähigkeit. Für andere Unternehmen natürlich in gleicher Weise, aber im Großkonzern (vermutlich) deutlich häufiger. Und ab einem gewissen Alter schwinden die Optionen. Mit Anfang oder Mitte 50 nochmal zu einem anderen Arbeitgeber wechseln kann gelingen, bringt aber auch Risiken mit sich. Zumal ein Wechsel so spät im Berufsleben tendenziell eher mit einer rückläufigen Gehaltsentwicklung einhergeht. Finanzielle Freiheit gleicht diese fehlenden Optionen auf der Seite der Anstellung aus. Und wenn das bei dem einen oder anderen anders läuft, ehrlich gemeinter 'Glückwunsch'! Man sollte nur so ehrlich sein anzuerkennen, dass das dann oft viel mit Zufall zu tun hat, und weniger mit der eigenen Leistung oder Beeinflussbarkeit. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fondsanleger1966 vor 22 Stunden Umfrage zu den Wünschen und Plänen im künftigen Ruhestand: https://www.gmx.net/magazine/wissen/psychologie/sache-menschen-wichtiger-langes-leben-42633554 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine vor 19 Stunden vor 3 Stunden von Physics: Auch wenn man für seinen Beruf brennt und es eine Passion ist, können sich die Umstände im Großkonzern schnell ändern (aus eigener Erfahrung). Sei es durch einen neuen Chef, Reorganisationen, Arbeitsverdichtung, unsinnige Prozesse, Mikromanagement, Interkulturelle Konflikte, Organisationsversagen bzw. -chaos, Grabenkämpfe, "politisches" Theater oder auch die eigene nachlassende Leistungsfähigkeit. Für andere Unternehmen natürlich in gleicher Weise, aber im Großkonzern (vermutlich) deutlich häufiger. Und ab einem gewissen Alter schwinden die Optionen. Mit Anfang oder Mitte 50 nochmal zu einem anderen Arbeitgeber wechseln kann gelingen, bringt aber auch Risiken mit sich. Zumal ein Wechsel so spät im Berufsleben tendenziell eher mit einer rückläufigen Gehaltsentwicklung einhergeht. Finanzielle Freiheit gleicht diese fehlenden Optionen auf der Seite der Anstellung aus. Und wenn das bei dem einen oder anderen anders läuft, ehrlich gemeinter 'Glückwunsch'! Man sollte nur so ehrlich sein anzuerkennen, dass das dann oft viel mit Zufall zu tun hat, und weniger mit der eigenen Leistung oder Beeinflussbarkeit. Bei der Berufswahl macht man sich wenig Vorstellungen darüber, wie sich später die berufliche Tätigkeit gegen Ende zu gestaltet. Arbeitsplatzsicherheit ist das eine und Zufriedenheit mit der Tätigkeit das andere und wenn man das ganze noch gesund erlebt, hat man auf der Front schon mal weitgehend Frieden. Zwischen Berufswahl und Ruhestand wird der persönliche Werdegang zum guten Teil von Glück beeinflusst wenn auch nicht nur. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli vor 19 Stunden vor 3 Stunden von Fondsanleger1966: Umfrage zu den Wünschen und Plänen im künftigen Ruhestand: https://www.gmx.net/magazine/wissen/psychologie/sache-menschen-wichtiger-langes-leben-42633554 Mittlerweile glaube ich, dass diese ganzen Menschen die 80, 85, 90 oder gar 100 Jahre alt werden wollen, noch keine wirklichen Erfahrungen mit dem (Zusammen)Leben mit 78+ Jährigen gemacht haben. Wenn ich sehe, dass 18- bis 74-jährige befragt wurden unterstelle ich mal, dass die wenigsten unter 50-jährigen diese Erfahrung machen konnten, weil auch ihre Eltern noch jünger sind. Von daher Kudos an die Japaner für: Zitat Eine Ausnahme bildet Japan. Dort gaben die Befragten ein Wunschalter von durchschnittlich 80,8 Jahren an – und damit fast vier Jahre weniger als die dortige statistische Lebenserwartung von 84,7 Jahren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Muessiggaenger vor 18 Stunden Alle wollen alt werden, aber nicht unbedingt alt sein … ;-) Und ja, älter werden ist nichts für Feiglinge! Also für mich das Wichtigste: mit Aktivitäten, Reisen, Familie und Freunden sein Leben genießen, solange die Gesundheit es (noch) zulässt. Leider kenne ich zu viele, die recht bald nach dem Eintritt in den wohlverdienten Ruhestand krank oder gebrechlich wurden und ihre bis zur Rente aufgeschobenen Reisen, Sportaktivitäten etc. nicht mehr realisieren konnten, sondern meist daheim bleiben mussten mit Fernseher, Büchern und Langeweile, und dann manche auch relativ früh überraschend verstorben sind, jünger als 70 Jahre zum Teil. Niemand auf dem Sterbebett wird wohl denken, schade, dass ich nicht noch mehr und länger und härter gearbeitet habe. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stolper vor 17 Stunden · bearbeitet vor 17 Stunden von stolper vor 5 Stunden von Physics: Auch wenn man für seinen Beruf brennt und es eine Passion ist, können sich die Umstände im Großkonzern schnell ändern (aus eigener Erfahrung). Sei es durch einen neuen Chef, Reorganisationen, Arbeitsverdichtung, unsinnige Prozesse, Mikromanagement, Interkulturelle Konflikte, Organisationsversagen bzw. -chaos, Grabenkämpfe, "politisches" Theater oder auch die eigene nachlassende Leistungsfähigkeit. Für andere Unternehmen natürlich in gleicher Weise, aber im Großkonzern (vermutlich) deutlich häufiger. ...ich kann das vollumfänglich bestätigen. Ich habe bis 30.06. diesen Jahres fast 35 Jahre in einem DAX Konzern gearbeitet. Dort war bzw. ist die Entwicklung exakt so wie beschrieben. Das war auch der wesentliche Grund, weshalb ich mit knapp 57 den Ausstieg mit Abfindung gewählt habe. Ändert allerdings nichts daran, dass ich - wie bereits vorab skizziert - ins "Privatierloch" gefallen bin vor 2 Stunden von Sapine: Arbeitsplatzsicherheit ist das eine und Zufriedenheit mit der Tätigkeit das andere und wenn man das ganze noch gesund erlebt, hat man auf der Front schon mal weitgehend Frieden. Zwischen Berufswahl und Ruhestand wird der persönliche Werdegang zum guten Teil von Glück beeinflusst wenn auch nicht nur. ...vieles ist wirklich Zufall oder Glück. Was die (eigene) Gesundheit betrifft, war ich auch aufgrund familiärer Umstände schon immer ziemlich sensibilisiert. Das wurde dann auf der langen beruflichen Wegstrecke leider auch immer wieder "bestätigt". Etliche Kolleginnen und Kollegen habe ich während meines Berufslebens durch Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Alkoholsucht usw. verloren. Darunter waren auch immer wieder junge bzw. jüngere Menschen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag