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Finanzielle Unabhängigkeit

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s1lv3r
Am 2.8.2026 um 06:56 von Fondsanleger1966:

Wenn die lebensnotwendigen Ausgaben, ihre Inflationsanpassung und der evtl. Pflegeaufwand bereits durch sichere Zahlungsströme und zusätzliches Vermögen verlässlich abgedeckt sind, sehe ich keine Notwendigkeit dafür, sich in ein (teil-)dynamisches Entnahmesystem für die Luxusausgaben einzuarbeiten.

 

Wenn ich dich richtig verstehe, bedeutet das aber für dich nicht das Anlagevermögen rein für die Luxusausgaben zu verwenden und den "sicheren" Zahlungsstrom anders zu generieren (Rentenversicherungen jeglicher Art, etc.), sondern eben eine statische Entnahmerate von so niedriger Höhe (z.B. 1,5%) auf das Gesamtvermögen zu wählen, die dann eben auch unter den pessimistischsten Annahmen bei 95% Erfolgswahrscheinlichkeit o.ä. landet?

 

Tatsächlich ist das m.E.n. einfach eine unrealistische Annahme, da der Durchschnittsbürger - wenn man für diese Betrachtung seine Anwartschaften in jeglichen Rentenversicherungen kapitalisieren würde - wohl regelmäßig bis zu seinem Tode arbeiten müsste und niemals in Rente gehen dürfte, da dieses Maß an statistischer Sicherheit für ihn nie erreichbar wäre.

 

Einmal blöd beispielhaft formuliert, damit klar ist was ich meine. Wenn der Durchschnittsbürger meinetwegen zum Renteneintritt über folgendes Vermögen verfügt:

  • 35 Rentenpunkte x 10.000€ = 350.000€,
  • eine halbe Immobilie im Wert 250.000€,
  • liquides Anlagevermögen von 250.000€.

Dann hat er ein Gesamtvermögen von 850.000€. Wenn er jetzt auf dieses Gesamtvermögen mit einer statischen Entnahmerate von 1,5% für die nächsten 30 Jahre rechnen würde, wird schnell klar, dass das für den Normalo niemals aufgehen kann. Im Endeffekt werden es die wenigsten Leute schaffen signifikant über eine Millionen Euro zum Renteneintritt Beiseite zu haben, um sich die Sicherheit einer Entnahmerate im Bereich von 1,5% p.a. leisten zu können.

 

Am 2.8.2026 um 06:56 von Fondsanleger1966:

Ich persönlich mag an den meisten (teil-)dynamischen Entnahmesystem nicht, dass [...]

 

Mögen tue ich diese persönlich auch nicht. Als Fan von KISS in Finanzangelegenheiten stört mich die zusätzliche Komplexität und ich sehe auch, dass zusätzliche Komplexität / weitere Variablen eine Strategie immer fehleranfälliger machen werden.

 

Statische Entnahmeraten hingegen haben aber leider das Paradox, dass mit steigender Erfolgswahrscheinlichkeit der simulierten Entnahme 1-zu-1 auch die Sicherheit steigt zu wenig entnommen zu haben. 95% simulierte Erfolgswahrscheinlichkeit bedeutet eben auch, dass ich zu Lebzeiten in 95% der Fälle weniger Nutzen aus meinem Vermögen gezogen haben werde, als möglich gewesen wäre. ¹

 

Dynamische Entnahmestrategien sind m.E.n. die einzige Möglichkeit dieses Phänomen zumindest etwas abzumildern.

 

Wenn ich die Wahl hätte zwischen:

  1. statischer Entnahme
  2. irgendwie Entnahme mit gesundem Menschenverstand
  3. teildynamischer Entnahme mit festem System

Ist für mich daher immer noch die teildynamische die sinnvollste Alternative.
 

 

¹ Jetzt kann man natürlich wieder eine Grundsatzdiskussion anfangen, von wegen Die-With-Zero und so ... aber im Endeffekt tauschen wir halt alle Geld gegen Lebenszeit und daher ist es natürlich relevant, sein Vermögen auch irgendwann zu nutzen und dazu gehört für mich auch den Nutzen zu maximieren. Vermögen ist ja schließlich kein Selbstzweck.

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Lazaros
· bearbeitet von Lazaros
vor einer Stunde von s1lv3r:

Wenn ich die Wahl hätte zwischen:

  1. statischer Entnahme
  2. irgendwie Entnahme mit gesundem Menschenverstand
  3. teildynamischer Entnahme mit festem System

Wenn ich die Wahl hätte, würde ich KISS-Entnahme in etwa so machen:

 

Depotaufteilung bei Entnahmebeginn:

1. Prozentuales Entnahmedepot (KISS: 100% ARERO), so groß, dass die Prozentuale-Startentnahmerate (z.B. 3%) den Jahresbedarf abdeckt.

2. Verbrauchstopf deckt bei Startbeginn 10 Jahresausgaben ab (KISS: 100% DWS ESG Euro Money Market WKN: A0F426).

 

Einmal jährlich wandern aus dem Entnahmedepot 3% vom aktuellen Depotwert in den Verbrauchstopf.

Kontrolltermin - alle 5 Jahre:

Wenn der Verbrauchstopf über die Jahre deutlich weniger wird als 10x Jahresfinanzbedarf, dann habe ich ein Problem und muss mir was überlegen.

Wenn der Verbrauchstopf über die Jahre deutlich mehr wird als 10x Jahresfinanzbedarf, dann verschenke ich zwar Rendite, aber eigentlich ist es egal.

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Der Heini
· bearbeitet von Der Heini
vor einer Stunde von s1lv3r:

Als Fan von KISS in Finanzangelegenheiten stört mich die zusätzliche Komplexität

Da stand ich auch mal mit meiner Meinung.Dann habe ich nach einlesen festgestellt, daß die Vanguard-Methode sehr einfach ist. Guyton-Klinger mir zu komplex. Da beide ungefähr dasselbe bewirken, bin ich bei Vanguard hängengeblieben.

 

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Lazaros
vor 9 Minuten von Der Heini:

Da stand ich auch mal mit meiner Meinung.Dann habe ich nach einlesen festgestellt, daß die Vanguard-Methode sehr einfach ist. Guyton-Klinger mir zu komplex. Da beide ungefähr dasselbe bewirken, bin ich bei Vanguard hängengeblieben.

Auch wenn es persönlich ist: Wann gedenkst Du von der theoretischen Entnahme auf die reale Entnahme umzuschalten?

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Der Heini
· bearbeitet von Der Heini
vor 14 Minuten von Lazaros:

Auch wenn es persönlich ist: Wann gedenkst Du von der theoretischen Entnahme auf die reale Entnahme umzuschalten?

Frage ich mich auch. Finanziell kann ich das wohl schon, aber emotional meine Firma schließen, fällt schwer. Habe die Arbeit aber schon deutlich reduziert und seit ich finanziell nicht mehr muss ist es ein ganz anderes arbeiten.

Alles andere wird zu persönlich fürs Internet, wenn dann nur per PN.

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Physics
Am 1.8.2026 um 19:29 von Wishmueller:

Mal ein bischen was zu den hier schon häufiger angerissenen Themen "Mentale Umstellung vom Ansparen aufs Entsparen" sowie damit verbunden auch "Erlebnisse statt Dinge" (Stichwort "Erinnerungsdividende")

 

 

Ja, danke fürs Teilen. Es spiegelt im Großen und Ganzen den Kern von "Die with Zero" wider.

 

"...die größte Gefahr im Alter ist nicht, dass das Geld am Ende nicht reicht, die größte Gefahr ist, dass du am Ende deines Lebens feststellst dass du zwar ein volles Konto hattest, aber ein trauriges Herz, weil du dir die Freiheit nicht erlaubt hast."

 

Auch das ist die Krux bei der Diskussion um eine sichere Entnahmerate von 2,x %. Die Chance, dass am Ende das Depot bei 0 steht und die Möglichkeiten voll ausgenutzt wurden, liegt bei unter 5 %.

 

Es ist allerdings nicht einfach umzustellen und das ‚Es ist genug‘ anzuerkennen. Auch ich kämpfe damit, mich verunsichern zu lassen und das Haar in der Suppe zu analysieren oder mich von der Annahme, dass "nur 2,x % Entnahme sicher ist", anstecken zu lassen. Auch die Konditionierung auf Sparen ist stark verankert und hemmt stark, wenn der Hebel auf weniger Einnehmen und mehr Ausgeben umgestellt werden soll. Ich hänge gerade selbst im "One more year" fest.

 

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Peter23
vor einer Stunde von Der Heini:

und seit ich finanziell nicht mehr muss ist es ein ganz anderes arbeiten.

+1

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Megatron
Am 1.3.2026 um 20:55 von Physics:

Kurze Frage, wo kann ich denn eine Depot Entnahmerate eines 80/20 Depots über 30 Jahre simulieren (mit Ausfallwahrscheinlichkeit von max. 2%), wenn ich keinen Apokalypse wie Krieg,  Währungsreform und Systemwechsel (also Reset auf 0) mit enthalten haben möchte, aber bei der trotzdem eine langer Zeithorizont betrachtet wird?

 

Kann mir da jemand weiterhelfen?

Nimm einfach die längste Zeitreihe die Du für ein 82/20 Depot findest und mache eine Monte Carlo Simulation. 

 

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stagflation
vor 4 Minuten von Megatron:

Nimm einfach die längste Zeitreihe die Du für ein 82/20 Depot findest und mache eine Monte Carlo Simulation. 

Die Frage war vom 1. März und wurde damals auch schon diskutiert...

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PEOPLES
Am 4.8.2026 um 07:50 von Holgerli:

Da ich die letzten Wochen an einer Weggabelung (Weg 1, 2 oder 3) stand und ich nicht wusste, welchen Weg ich relativ risikofrei einschlagen kann, habe ich all meine Finanzdaten in eine KI reingeworfen und die mal rechnen lassen. 

Bitte da ganz vorsichtig sein. Man sollte meinen, dass ist nen besser Taschenrechner, aber die KI macht sooo viele Fehler bei eigentlich nicht ganz so komplexen Rechnungen. 
Also als Ideenfinder gut, als belastbare Quelle nicht, auch einfach weil die manchmal einfach lügt. 

 

Das geht von einfachen Rechenfehlern, über steuerliche Fehleinschätzungen bis hin zu "unterschlagen" von wichtigen Infos, die Entscheidungen anders ausfallen lassen. 

 

Ich nutze die LLM auch viel weil einfach, aber aufpassen. 

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli

Danke für die Warnung. Ist ein mehr als berechtigter Einwand. Habe ich mir auch meine Gedanken zu gemacht. Vor und während des gesamten Prozesses, der jetzt schon über diverse Wochen geht.

vor 55 Minuten von PEOPLES:

Man sollte meinen, dass ist nen besser Taschenrechner, aber die KI macht sooo viele Fehler bei eigentlich nicht ganz so komplexen Rechnungen. 

Aber das ist doch - wenn wir mal ganz ehrlich sind- auch das Problem der ganzen Tools! Wir gehen davon aus, dass der Programmierer das schon richtig programmiert hat, aber für die meisten steht der Quellcode gar nicht zur Verfügung. und selbst wenn: Wer schaut sich den an und wer versteht ihn dann noch?

 

vor 55 Minuten von PEOPLES:

Das geht von einfachen Rechenfehlern, über steuerliche Fehleinschätzungen bis hin zu "unterschlagen" von wichtigen Infos, die Entscheidungen anders ausfallen lassen. 

Ja, da gebe ich Dir vollkommen Recht. Es folgt aber wieder ein ABER:

 

- Ob die Tools richtig rechnen wissen wir nicht (siehe oben)

- Ob ich richtig rechne, bezweifele ich sehr deutlich

- Bei Steuersachen kommt immer die Warnung, dass die KI kein Steuerberater und oder Jurist ist

- Die Unterschlagung wichtiger Infos: Hier stimme ich Dir vollkommen zu. Aber: Auch das kann man bei den Tools nicht ausschließen. Pluspunkt für die KI: Man hat den Dialog und kann, wenn einem was falsch vorkommt, nachfragen. Ein einfaches "Bitte vorrechnen!" hilft da schon. 

 

Deutlicher Pluspunkt der KI:

Man kann der KI sagen warum man etwas machen möchte. Ich habe z.B. mit Claude nachdem er mir eine Pleitewahrscheinlichkeit von 20 bis 30% ausgerechnet hat diskutiert, in welcher beruflichen Situation ich gerade bin. Danach war Claude klar(er) warum ich Sachen so mache wie ich sie mache und wir haben zusammen nach konkreten Lösungen gesucht die Pleitewahrscheinlichkeit schnellstmöglich bzw. langfristig auf deutlich unter 20% zu senken ist.

Und auch wenn es sich jetzt vollkommen bescheuert anhört: Das war schon mehr ein Coaching als eine Finanzanalyse. Ich bin einige Male einfach aufgestanden und habe erst mal 10 oder 20 Minuten was anderes gemacht oder eine Nacht drüber geschlafen um etwas gesagtes bzw. geschriebenes sacken zu lassen. Denn es hat teilweise weh getan aber teilweise auch eine Erleuchtung gebracht. Ist auch ein Vorteil, dass KI nur eine Maschine ist: Pain-Points werden angesprochen, weil die KI keine Gesten lesen kann.

 

Im Endeffekt glaube ich nicht, dass ich so eine Diskussion hier im Forum hätte führen können, weil es immer wieder User gibt, die sich an ernstgemeinten und wichtigen Fragen lieber zu ihrem persönlichen Spass einen keulen, statt einfach mal den Mund zu halten

 

Was ich für mich mitnehme: Wenn ich an die nächste Weggabelung komme (ich habe mich mittlerweile für einen Weg entschieden) wo es (wieder) auf die richtige Rechnung ankommt werde ich wohl hybrid arbeiten: Erst die KI befragen und dann das vereinfachte Zahlenmodell von mehreren Tools durchrechnen lassen. Im Endeffekt müssten sich ja KI und Tools annähern. Wenn die Tools 10+% schlechter rechnen wäre das nochmal der Ansatzpunkt zu schauen, warum die KI so viel optimistischer ist. 

 

Was auch hilft ist, die KI eine Zusammenfassung mit allen wichtigen Annahmen und Interpolationen machen zu lassen, und diese Zusammenfassung dann einer zweiten KI zur Prüfung zu geben. Hat natürlich den Nachteil, dass dann zwei KIs Deine Daten haben.

 

In dem Sinne: Danke für Deinen Post. :wub:

 

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dev
vor 42 Minuten von Holgerli:

Was auch hilft ist, die KI eine Zusammenfassung mit allen wichtigen Annahmen und Interpolationen machen zu lassen, und diese Zusammenfassung dann einer zweiten KI zur Prüfung zu geben. Hat natürlich den Nachteil, dass dann zwei KIs Deine Daten haben.

Ich lasse mir einen Prompt erstellen, das man später weiter reden kann.
Es ist interessant was nach allem Input übrig bleibt.

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Beginner81

Puuuh, da bleibe ich wohl lieber bei "Oldvest":
 

 

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Fondsanleger1966
· bearbeitet von Fondsanleger1966
Am 28.7.2026 um 12:50 von Stratege:

Trotzdem finde ich, sollte man die Kirche im Dorf lassen und nicht übertrieben ängstlich planen. Das machen wir Deutschen leider zu gern.

Das zentrale Problem ist m.M.n. nicht, dass zu ängstlich geplant wird, sondern das (zu) unkundig geplant wird. Es fehlen oft selbst die einfachsten Grundlagen für eine belastbare Finanzplanung des Ruhestandes oder der Früh-Privatisierung.

 

Am 28.7.2026 um 12:50 von Stratege:

In den meisten Monte-Carlo-Szenarien stirbt man als reicher Mensch.

Das passt ganz gut zum realen Leben. Da weiß man nicht,

- wann man stirbt,

- ob man zuvor pflege- oder hilfsbedürftig wird

- und welche Kosten dabei anfallen. 

 

Wenn man zusätzlich noch sehr schwankungsintensive Assets wie Aktien, Gold u.ä. hält, steigt die Wahrscheinlichkeit, reich zu sterben, weiter an. Man wird kaum mit der bestmöglichen Entwicklung dieser Anlagen rechnen und das Risiko eingehen, schon sehr lange vor dem Tod pleite zu sein.

 

Am 28.7.2026 um 12:50 von Stratege:

sollte man (und das ist natürlich individuell) sich vor Augen halten, wieviel % der Entnahmerate auf notwendige Ausgaben entfällt, und wieviel auf "optionalen Luxus" (wie Urlaub/Restaurant/Theater/....). Grob geschätzt wäre das bei mir bspw. 60:40.

 

D.h., ich könnte mit meiner Entnahmerate auf 60% der ursprünglich anvisierten Entnahmerate gehen --> wenn diese dann kleiner 3% oder für ängstliche <2.5% des Depots ist, ist doch alles safe?

Nein, natürlich nicht. Safe = 100% sicher gibt es immer nur ex post in den Rückrechnungen, die ermitteln, was in der Vergangenheit noch gerade so gereicht hätte.

 

In der Zukunft gibt es jedoch sowohl Unsicherheit (=prinzipiell berechenbar oder zumindest grob abschätzbar) als auch Ungewissheit (=nicht berechenbar und nur sehr schwer abschätzbar). Für die Zukunft existiert deshalb keine "Safe Withdrawal Rate" (SWR), sondern nur die Modellrechnung für eine "Sustainable Withdrawal Rate" unter bestimmten Annahmen, die ebenfalls als SWR abgekürzt werden kann und dann von manchen Ruheständlern in Spe mit der Safe Withdrawal Rate verwechselt wird. 

 

Die SWR für die Zukunft aus einer Modellrechnung ist immer mit einer bestimmten Pleitewahrscheinlichkeit versehen. Also z.B. 3% anfängliche Entnahmerate mit jährlichem Inflationsausgleich bei einer Pleitewahrscheinlichkeit von 10% über 30 Jahre Entnahmedauer. Das ist dann nur der Anfang der Überlegungen, weil es z.B. auch noch die Sterblichkeit gibt, die die Pleitewahrscheinlichkeit (etwas) senkt, aber auch außergewöhnliche Umstände, die das Risiko und damit die Pleitewahrscheinlichkeit erhöhen (z.B. starke Inflation/Hyperinflation, Währungsreform, Krieg usw.).  

 

Aber auch schon auf der ersten Ebene, der SWR der Modellrechnung, kannst Du nicht safe sein - selbst, wenn Du anfänglich nicht mehr entnimmst als z.B. die 3% aus dem Beispiel oben. Denn die 3% ist ja mit einer kalkulierten Pleitewahrscheinlichkeit von 10% verbunden. Du wirst also bei bestimmten Entwicklungen am Kapitalmarkt auch die 3% reale Entnahme absenken müssen, um nicht pleite zu gehen.

 

In der Praxis bedeutet dies, dass jeder Ruheständler (in Spe) im Grunde genommen ein gut austariertes Sicherheitskonzept benötigt, wenn er seinen Ruhestand kapitalbasiert finanzieren will - und das ganz besonders, wenn er dabei u.a. schwankungsintensive Assets wie Aktien oder Gold einsetzen will.

 

Ich habe in 

anhand eines realen Beispiels, das @Sapine freundlicherweise mit uns geteilt hat, aufgezählt, welche Sicherheitsbausteine und Schutzfaktoren zu einem solchen Konzept gehören können. 

 

Es gibt noch weitere solcher Sicherheitsbausteine und Schutzfaktoren. Z.B. hat @LongtermInvestor in seiner Scorecard in 

einen Puffer von 50% beim Kapitalbedarf genannt.

 

Ein anderes Forenmitglied rechnet damit, dass im Notfall seine Kinder finanziell für ihn einspringen werden. Das ist natürlich eine besonders gute Lösung, weil dabei Finanzkapital (das des Vaters/der Eltern) mit Humankapital (das der Kinder) kombiniert wird, was die Diversifikation deutlich erhöht.

 

Es gibt also viele Möglichkeiten, die Sicherheit bei der Entnahme zu erhöhen, wenn man sich rechtzeitig darum kümmert. Nur ein "100% safe" wird in den meisten Fällen kaum zu erreichen sein.

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Norica
vor 7 Stunden von Fondsanleger1966:

In der Praxis bedeutet dies, dass jeder Ruheständler (in Spe) im Grunde genommen ein gut austariertes Sicherheitskonzept benötigt, wenn er seinen Ruhestand kapitalbasiert finanzieren will - und das ganz besonders, wenn er dabei u.a. schwankungsintensive Assets wie Aktien oder Gold einsetzen will.

 

...

 

Ein anderes Forenmitglied rechnet damit, dass im Notfall seine Kinder finanziell für ihn einspringen werden. Das ist natürlich eine besonders gute Lösung, weil dabei Finanzkapital (das des Vaters/der Eltern) mit Humankapital (das der Kinder) kombiniert wird, was die Diversifikation deutlich erhöht.

 

Es gibt also viele Möglichkeiten, die Sicherheit bei der Entnahme zu erhöhen, wenn man sich rechtzeitig darum kümmert. Nur ein "100% safe" wird in den meisten Fällen kaum zu erreichen sein.

Der Punkt ist, dass man sich über dieses Sicherheitskonzept zu spät Gedanken macht. Zu dieser Zeit brauche ich eigentlich genau die schwankungsintensiven Assets, um noch was zu reissen.

Das jetzt inkludierte Risiko wegen der geringen vorhandenen Zeit will ich aber auch nicht eingehen. Dann geht das Rechnen los...

 

Man kann es jedoch den wenigsten Menschen als wirkliches Versäumnis anlasten, denn diese Welt funktioniert nun mal so. Die Prioritäten werden an anderer Stelle gesetzt und man muss ein wenig "anders" funktionieren, will man das rechtzeitig durchschauen.

Meine Entscheidung zur Erhöhung der Sicherheit ist eine pragmatische: Der reichste Mensch auf dem Friedhof ist weniger tragisch, als der ärmste Mensch im Pflegeheim. Und während mir das Erste aber sowas von am Arsch vorbeigeht, hätte ich, je nach Zustand, mit dem Zweiten so meine Probleme.

Nebenbei, den inneren Quatschi von #5943 gibt es nicht umsonst, ich kann aber selbst entscheiden, wie mächtig er wird.

 

Trotzdem gibt es Restrisiken, die gibt es immer. Damit lebt man aber auch ohne Depot, nur weiß man es möglicherweise nicht.

 

 

 

SG

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timk

Hier mal mein persönliches Zwischenfazit nach knapp zwei Jahren „Exit“.

 

Ich lese die Diskussionen über Entnahmestrategien regelmäßig mit großem Interesse mit, stelle aber immer wieder fest: So richtig anfreunden kann ich mich damit nicht. Vermutlich werde ich eher „reich“ sterben. :rolleyes:

 

Rein finanzielle Aspekte:

 

Vor dem Exit habe ich Wertpapiere verkauft und genug Cash für drei Jahre aufgebaut, angelegt in Festgeldern. Weitere Einkünfte kommen aktuell nur aus meiner Dividendenstrategie.

Die Planung läuft über eine Excel-Tabelle, monatsweise bis zum Renteneintritt.

Wegen der weiterhin hohen Inflation rechne ich mittlerweile dauerhaft mit 4 %. Selbst 7 % im Stressszenario wären noch gut verkraftbar.

 

Möglicherweise kommt durch die Rentenreform trotzdem ein Worst-Case-Szenario auf mich zu. Für die Verwendung des Begriffs „Worst Case“ gab es im Altersvorsorge-Thread ja schon ordentlich Prügel. Deshalb zur Einordnung: Mit „Worst Case“ meine ich lediglich, dass meine ursprüngliche Planung nicht aufgeht – ohne dass ich dadurch finanziell in Schwierigkeiten komme.

Es gibt schließlich noch Super-GAU, Katastrophe und „am Arsch“ als Steigerungen. :narr:

 

Sollte ein Vertrauensschutz von fünf Jahren gelten und die Reform zum 1.1.2027 kommen, dann würde ich mit meinem geplanten Frührenteneintritt im Dezember 2031 gerade noch darunterfallen.

 

Ein Jahr länger selbst finanzieren würde allerdings bedeuten, dass meine geplante mehrmonatige Weltreise zum 60. vermutlich ausfallen müsste. Für mich persönlich ein Worst Case – andere würden das vermutlich als Luxusproblem bezeichnen. Ansonsten wären längere Reisen in Europa weiterhin problemlos möglich.

Bis Klarheit herrscht, läuft deshalb Plan B: ALG beantragt und inzwischen bewilligt. Und ja, das ist echt nervig.

 

Spannender als die Finanzen sind aber die sozialen "Nebenwirkungen".

 

Im Freundes- und Bekanntenkreis trennt sich mal wieder die Spreu vom Weizen. Von Neid bis Missgunst ist einiges dabei. Einige scheinen zu glauben, ich hätte Millionen auf dem Konto. „Schmarotzer“ fällt da schon mal.

Dabei habe ich mich bislang zu 100 % selbst finanziert und bin nicht einmal den Midi-Job-Weg gegangen, um bei der Krankenversicherung zu sparen.

Ich habe den Exit schließlich nicht gemacht, um mir anschließend einen schlecht bezahlten Job ans Bein zu binden.

 

Mittlerweile kommt teilweise sogar erwartungsvolle Schadenfreude auf, weil mein Frührenteneintritt durch die Rentenreform erst später möglich werden könnte.

 

Andere, für die bislang ein früherer Exit ausgeschlossen war, sind auf den Geschmack gekommen und erbitten Beratung bzgl früheren Ausstieg oder zumindest Reduzierung der Arbeitszeit.

 

Und der eigentliche Grund für den Exit? Ich wollte mehr Zeit für andere Interessen...:wallbash:

 

Theoretisch habe ich sie. Praktisch schaffe ich es trotzdem nicht annähernd, alles anzugehen, was mir vorschwebte. Gefühlt habe ich keinen Tag mehr Zeit als vorher.

 

Auch den Schalter auf „Konsumieren“ bekomme ich noch nicht umgelegt. Der oben beschriebene Worst Case wäre finanziell problemlos zu stemmen, wenn ich einfach bereit wäre mehr Geld auszugeben.

Stattdessen wurden die Überschüsse bislang reinvestiert.

 

Das muss wohl eine Form von Altersgeiz sein … :lol:

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Schlumich
vor 21 Minuten von timk:

Hier mal mein persönliches Zwischenfazit nach knapp zwei Jahren „Exit“.

Das kommt mir alles aber sowas von bekannt vor. Fast eine 1:1 Kopie von meinen Erfahrungen, wobei mein EXIT bereits 4 Jahre (unglaublich... schon so lange her) zurückliegt....

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 54 Minuten von timk:

Hier mal mein persönliches Zwischenfazit nach knapp zwei Jahren „Exit“.

Danke für Deinen persönlichen Einblick. Wirklich topp! :wub:

 

vor 54 Minuten von timk:

Vor dem Exit habe ich Wertpapiere verkauft und genug Cash für drei Jahre aufgebaut, angelegt in Festgeldern. Weitere Einkünfte kommen aktuell nur aus meiner Dividendenstrategie.

Vor der Frage stehe ich jetzt auch noch gerade: Gefühlsmäßig möchte ich mir gerne ein Cashpolster für 3 bis 5 Jahre anlegen. Die KI sagt (siehe meine Post zur Berechnung mit KI): Nein, nicht machen, dass würde die Pleitewahrscheinlichkeit (Pleite = nur noch von der GRV-Rente leben) um mindestens 10%-Punkte erhöhen.

 

vor 54 Minuten von timk:

Im Freundes- und Bekanntenkreis trennt sich mal wieder die Spreu vom Weizen. Von Neid bis Missgunst ist einiges dabei. Einige scheinen zu glauben, ich hätte Millionen auf dem Konto. „Schmarotzer“ fällt da schon mal.

Dabei habe ich mich bislang zu 100 % selbst finanziert und bin nicht einmal den Midi-Job-Weg gegangen, um bei der Krankenversicherung zu sparen.

Ja, das sehe ich gerade auch und ich bin noch am Arbeiten. Was mir aufgefallen ist: Der Kumpel der sein Geld lieber für Reisen statt für FU raushaut, der sagt "Okay". Der Kumpel der aufgrund einer nicht zukunftssicheren Ausbildung die letzten Jahre in schlechten Zeitarbeits-Jobs festhing, ist passiv-agressiv und neidzerfressen. Interessant dabei: Er selber ist seit 1,5 Jahren nicht mehr am arbeiten und in vorab geplanter Arbeitslosigkeit inkl. Tätigkeit außerhalb der Sozialabgaben. Der weitaus größte Teil schweigt einfach nur. Und da frage ich mich: Wegen Anstand (trotz Neid)? Weil sie es nicht verstehen, dass man einfach früher aussteigen kann? Oder weil sie wissen, dass sie es nicht können (und ohne Neid)?

 

 

vor 54 Minuten von timk:

Theoretisch habe ich sie. Praktisch schaffe ich es trotzdem nicht annähernd, alles anzugehen, was mir vorschwebte. Gefühlt habe ich keinen Tag mehr Zeit als vorher.

Ich glaube, man muss sich eine Liste machen. Ich habe mir im Vorfeld Gedanken macht was Spass und Geld bringen könnte und was sich cool anhört. Und wenn ich mich mit dem Thema wirklich mal intensiv beschäftigt habe, habe ich doch gemerkt: Das ist ja wirklich Arbeit (im negativen Sinne). Also suche ich weiter. 

 

 

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HHanseat
vor 2 Minuten von Holgerli:

Gefühlsmäßig möchte ich mir gerne ein Cashpolster für 3 bis 5 Jahre anlegen. Die KI sagt (siehe meine Post zur Berechnung mit KI): Nein, nicht machen, dass würde die Pleitewahrscheinlichkeit (Pleite = nur noch von der GRV-Rente leben) um mindestens 10%-Punkte erhöhen.

In der Vergangenheit war das oft so, da Cash weniger Rendite abwarf. Das Pleiterisiko hängt da auch stark von der Dauer ab.

 

Aktuell sind die Aktienbewertungen aber ziemlich ambitioniert, so dass die ex ante erwartet Rendite nicht mehr so weit vom Tagesgeldzins entfernt ist (und natürlcih auch ein erhöhtes Risiko von Korrekturen besteht). Persönlich habe ich auch etwas Tagesgeld für die nächste Zeit und inflationgeschütze Anleihen für die Mittelfrist. Da ist mir gerade in kritischen Zeitraum um den Exit  Resilienz wichtiger als die letzten Renditepunkte.

 

Und ich würde einer KI nicht voll vertrauen, schon gar nicht einem Sprachmodell beim Rechnen...

vor 8 Minuten von Holgerli:

Ich glaube, man muss sich eine Liste machen. Ich habe mir im Vorfeld Gedanken macht was Spass und Geld bringen könnte und was sich cool anhört. Und wenn ich mich mit dem Thema wirklich mal intensiv beschäftigt habe, habe ich doch gemerkt: Das ist ja wirklich Arbeit (im negativen Sinne). Also suche ich weiter. 

Liste hilft, am besten aber auch schon mal ausprobieren und reinschnuppern, ob z.B. tanzen, wandern oder Ehrenamt wirklich das richtige ist.

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Bolanger
vor 33 Minuten von Holgerli:

Der weitaus größte Teil schweigt einfach nur. Und da frage ich mich: Wegen Anstand (trotz Neid)? Weil sie es nicht verstehen, dass man einfach früher aussteigen kann? Oder weil sie wissen, dass sie es nicht können (und ohne Neid)?

Schweigen beruht in zwischenmenschlichen Beziehungen meist auf dem Fehlen von Gemeinsamkeiten. Viele kennen den Begriff der FU gar nicht und denken nicht drüber nach. Wir können uns ja mal bei einem Bierchen zsuammensetzen und über Tesla und Energiewende schweigen (interessiert Dich, mich aber nicht), oder vermutlich über Themen, über die ich mich gerne unterhalte, denen Du aber nichts abgewinnen kannst.

Unterm Strich ist das abetr kein Unterthema der finanziellen Unabhängigkeit, sondern eher der sozialen Unabhängigkeit oder Flexibilität des Umfelds, sich auf Änderungen einzustellen. 

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Holgerli
vor 1 Minute von Bolanger:

Wir können uns ja mal bei einem Bierchen zsuammensetzen und über Tesla und Energiewende schweigen (interessiert Dich, mich aber nicht), oder vermutlich über Themen, über die ich mich gerne unterhalte, denen Du aber nichts abgewinnen kannst.

Guter Punkt. Danke.

Wobei schon die Nachfrage kam was ich dann bzw. wie ich es dann mache und der Kumpel mit den Reisen meinte: "Vom eigenen Ersparten leben." Und "Nicht mehr arbeiten" und "Vom eigenen Ersparten leben." ist eigentlich soweit runter gebrochen, dass man es eigentlich direkt verstehen kann genauso etwa wie "Ich habe im Lotto gewonnen und arbeite nicht mehr!". Im Prinzip kann dann das Desinteresse bzw. nicht verstehen nur daher kommen, weil "Vom eigenen Ersparten leben." so illusorisch ist, dass man sich denkt, dass das nicht funktionieren kann.

 

Das Schweigen mag aber auch der Unterschied Mann vs. Frau sein. Denn das Schweigen kam immer von Frauen.

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Schlumich

Sachen wie vorzeitig aufhören zu arbeiten passt nicht ins Weltbild der meisten Germanen....

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timk
· bearbeitet von timk
vor einer Stunde von Holgerli:

Vor der Frage stehe ich jetzt auch noch gerade: Gefühlsmäßig möchte ich mir gerne ein Cashpolster für 3 bis 5 Jahre anlegen. Die KI sagt (siehe meine Post zur Berechnung mit KI): Nein, nicht machen, dass würde die Pleitewahrscheinlichkeit (Pleite = nur noch von der GRV-Rente leben) um mindestens 10%-Punkte erhöhen.

....

Ja, das sehe ich gerade auch und ich bin noch am Arbeiten. Was mir aufgefallen ist: Der Kumpel der sein Geld lieber für Reisen statt für FU raushaut, der sagt "Okay". 

Ich habe ausreichend Cash entnommen, so dass ich damit notfalls bis zur Rente überleben könnte (noch gut 5 Jahre). Das würde allerdings Verzicht bedeuten, kein Urlaub, keine größeren Ausgaben. Die Festgeldzinsen finde ich okay, habe Anlagen mit 2% und 2,7%. 

Der "Luxus" wie Reisen wird über Dividenden finanziert. Wobei die Reisekasse mittlerweile für 2 Jahre gefüllt ist, da die Ausschüttungen bislang jedes Jahr gestiegen sind. Auch die Steuererstattungen wegen der Krankenkassenbeiträge sind ein "Bonus", die absichtlich nicht in meine konservative Finanzplanung eingeflossen sind.

 

Regelrechte Hasser sind die Bekannten, die einiges mehr als ich verdient haben, allerdings ihr Geld auch rausgehauen haben. Da spielen Statussymbole eine große Rolle (dickes Auto, Luxusreisen, große Wohnung). Die werden zwar eine recht hohe Rente erhalten, haben aber sonst nicht viel auf der hohen Kante und würden es nicht mehr schaffen, für einen frühen Ruhestand genügend anzusparen.

 

 

 

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Bolanger
vor 38 Minuten von Holgerli:

Das Schweigen mag aber auch der Unterschied Mann vs. Frau sein. Denn das Schweigen kam immer von Frauen.

Oha, das könnte die Möglichkeit sein, längeren Autofahrten den Zündstoff zu nehmen. Mann beginnt zu Beginn der Fahrt ein Gespräch über FU und hat danach für den Rest der Fahrt seine Ruhe. Wenn das auch bei Kindenr funktioniert würde das viel Familienstress bei Urlaubsfahrten vermeiden ;-)

 

Spaß bei Seite, dieses Thema ist für viele so weit weg, dass sie sich nie damit beschäftigt haben und daher weder eine Meinung noch Interesse daran haben.

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Norica
vor 23 Minuten von Schlumich:

Sachen wie vorzeitig aufhören zu arbeiten passt nicht ins Weltbild der meisten Germanen....

Genau aus diesem Grund sage ich immer, dass ich Börsenhandel betreibe. Das ist ja auch eine Arbeit:lol:.

Je nach Gegenüber entwickelt sich dann das Gespräch, das ich nach eigener Lust und Laune steuern kann.

 

 

SG

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