Bolanger Montag um 12:10 vor 1 Minute von Norica: Genau aus diesem Grund sage ich immer, dass ich Börsenhandel betreibe. Das ist ja auch eine Arbeit nochmal Spaß bei Seite... diese Vorgehensweise scheint mir gar nicht schlecht zu sein. Wenn mich jemand nach meiner heutigen Tätigkeit fragt sage ich auch immer etwas, mit dem jeder etwas anfangen kann. Würde ich meine Tätigkeit richtig beschreiben, dann wäre das für viele zu komplex. Und das hat nichts mit Intelligenz tu tun, sondern mit dem eigenen Umfeld, in dem man sich bewegt. Damit könnte "Privatier" als jemand beschrieben werden, der sich mit Vermögensverwaltung auf Basis von Selbständigkeit beschäftigt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros Montag um 12:10 · bearbeitet Montag um 12:13 von Lazaros vor 2 Stunden von timk: Bis Klarheit herrscht, läuft deshalb Plan B: ALG beantragt und inzwischen bewilligt. Und ja, das ist echt nervig. Naive Frage: Muss man als Gegenleistung für das Arbeitslosengeld nicht bereit und willig sein, wieder zu arbeiten und dabei auch aktiv mitwirken? Mitwirken, indem man selbst ständig Bewerbungen schreibt, die Einladungen zu Bewerbungsgesprächen wahrnimmt und den Erfolg bzw. das Scheitern für das Jobcenter dokumentiert. Das hört sich für mich nach Stress an. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Der Heini Montag um 12:16 vor einer Stunde von HHanseat: Aktuell sind die Aktienbewertungen aber ziemlich ambitioniert, so dass die ex ante erwartet Rendite nicht mehr so weit vom Tagesgeldzins entfernt ist (und natürlcih auch ein erhöhtes Risiko von Korrekturen besteht). Persönlich habe ich auch etwas Tagesgeld für die nächste Zeit und inflationgeschütze Anleihen für die Mittelfrist. Und da hab ich immer bedenken. Hohe Aktienbewertungen gab es öfter, anschließend aber nur sehr kurze Zeiten niedrigerer Renditen, das hat sich dann schnell wieder erholt. Siehe jetzt der KI-Boom, vorher waren die Aktienbewertungen auch schon hoch, jetzt noch höher. Es weiß eben keiner, was wirklich hoch ist, Cape über den Durchschnitt ist Statistik und bewertete nicht die geänderte Weltwirtschaft/Politik. Da muss jeder für seine eigene Situation das richtige finden. 3-5 Jahre Cash/Anleihen ist da schon eine solide Grundlage. vor einer Stunde von HHanseat: Und ich würde einer KI nicht voll vertrauen, schon gar nicht einem Sprachmodell beim Rechnen... Hängt von der KI-Ab. Gemini pro kann schon recht gut Simulationen ausrechnen. vor 2 Stunden von timk: Auch den Schalter auf „Konsumieren“ bekomme ich noch nicht umgelegt. Das mache ich seit 1-2 Jahren, bin aber zur Sicherheit noch im Berufsleben. So kann ich den Schalter behutsam umlegen. vor 35 Minuten von Schlumich: Sachen wie vorzeitig aufhören zu arbeiten passt nicht ins Weltbild der meisten Germanen.... Ist halt die ewige Angst vor dem Worst-Case. Kommt bei uns Germanen vielleicht durch Weltkriege und Geldreformen, habe die Amerikaner so nicht erlebt. Was Aktien angeht, sind die Deutschen Schlusslichter in der EU. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
HHanseat Montag um 13:00 vor 32 Minuten von Der Heini: Hohe Aktienbewertungen gab es öfter, anschließend aber nur sehr kurze Zeiten niedrigerer Renditen, das hat sich dann schnell wieder erholt. Siehe jetzt der KI-Boom, vorher waren die Aktienbewertungen auch schon hoch, jetzt noch höher. Es weiß eben keiner, was wirklich hoch ist, Cape über den Durchschnitt ist Statistik und bewertete nicht die geänderte Weltwirtschaft/Politik. Ja, langfristig wird es nicht ohne Aktien als Renditebringer gehen. Wenn ich aufs aktuelle Bewertungs-Niveau schaue, fühle ich mich aber robuster, wenn ein paar andere wenig korrelierte Vermögensbestandteile die Aktien ergänzen. Wie gesagt weniger zur Renditeoptimierung als mehr zur Steigerung der Resilienz und des Seelenfriedens. Und wenn die (unten in grün hervorgehoben) historische Renditeerwartung des S&P500 im Bereich der Zinsen guter Staatsanleihen liegt, kostet diese Absicherung wohl auch nicht allzu viel. Das sah vor 5 Jahren noch ganz anders aus... Quelle S. 43 und 55 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Montag um 13:06 vor 58 Minuten von Norica: Genau aus diesem Grund sage ich immer, dass ich Börsenhandel betreibe. Das ist ja auch eine Arbeit. Je nach Gegenüber entwickelt sich dann das Gespräch, das ich nach eigener Lust und Laune steuern kann. @Bolanger sagte "Spass beiseite". Mein Erklärungsansatz ist: Ich bin IT'ler und arbeite viel mit den USA und Asien. Dann kann ich direkt das morgens länger schlafen und wach sein bis in die Nacht erklären. vor einer Stunde von Bolanger: Spaß bei Seite, dieses Thema ist für viele so weit weg, dass sie sich nie damit beschäftigt haben und daher weder eine Meinung noch Interesse daran haben. Trotzdem spannen dass Männer und Frauen anders reagieren. Keine Ahnung zu haben hält den anderen Kumpel nicht davon ab rumzumoppern. Als an der Stelle dann ein sehr deutlicher Pluspunkt auf Seiten der Frauen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller Montag um 13:54 · bearbeitet Montag um 13:55 von Wishmueller typo error vor 4 Stunden von timk: Hier mal mein persönliches Zwischenfazit nach knapp zwei Jahren „Exit“. Erstmal Danke für die Impressionen. Ich bin jetzt auch gerade 2 volle Jahre raus aus meiner "Tretmühle", bereut habe ich es bisher auch nicht...... Einiges in Deiner Kalkulation hinterlässt bei mir aber mehr Fragen als Antworten: Einerseits befürchtest Du, eher reich zu sterben als pleite zu gehen - ok, kommt mir bekannt vor - andererseits würde die Rentenreform ggfls. zum Ausfall Deiner geplanten Weltreise führen? Den Punkt verstehe ich halt nicht. Nach aktuellem Stand der Planung wäre die Verschiebung der Frührente um ein Jahr (die mich dann auch betreffen kann) doch weitestgehend "nur" ein Liquiditätsproblem, das man doch eigentlich "locker" abfedern können müsste, erst recht, wenn man selbst befürchtet "zu reich zu sterben". Nach aktuellem Stand soll sich an den Abschlägen bis zum Renteneintritt nichts ändern, d.h. statt 14,4% für 4 Jahre wären es dann z.B. nur 10,8% für 3 Jahre vorzeitige Rente. Wenn man das mal langfristig mit einer realistischen Lebensertwartung weiterrechnet, dann sind sind die "Verluste" aus der Reform doch halbwegs verschmerzbar und weitaus geringer, als es das eine Jahr Liquiditätsverlust vermuten ließe ..... wenn ich da was übersehen habe, gerne raus damit..... Zum anderen finde ich es auch "interessant", dass Du langfristig mit 4% Inflation rechnest und "selbst 7 % im Stresszenario noch verkraftbar wären." Keine Ahnung, wie Du das im Detail dann rechnest, damit eine langfristige Planung dann immer noch aufgehen kann...... aber selbst wenn, erscheint mir im Zuge desssen dieses (subjektive) "Worst Case"-Szenario mit dem Renteneintritt noch banaler als es so schon ist. Sei es wie es sei, Hauptsache die Rechnung geht für Dich auf..... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
timk Montag um 14:05 vor 1 Stunde von Lazaros: Naive Frage: Muss man als Gegenleistung für das Arbeitslosengeld nicht bereit und willig sein, wieder zu arbeiten und dabei auch aktiv mitwirken? Mitwirken, indem man selbst ständig Bewerbungen schreibt, die Einladungen zu Bewerbungsgesprächen wahrnimmt und den Erfolg bzw. das Scheitern für das Jobcenter dokumentiert. Das hört sich für mich nach Stress an. Absolut! Man hat entsprechende Auflagen. Anzahl Bewerbungen pro Woche, Erreichbarkeit, kein Urlaub. Wie ich schrieb, echt nervig Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Montag um 15:06 vor 59 Minuten von timk: Absolut! Man hat entsprechende Auflagen. Anzahl Bewerbungen pro Woche, Erreichbarkeit, kein Urlaub. Feuer frei für KI für die Bewerbung. Per Mail oder Brief in ich immer erreichbar. Für Urlaub abmelden (der war ja schon vor der Kündigung gebucht, oder?). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger Montag um 15:34 Von dem, was ich im erweiterten Bekanntenkreis mitbekommen habe, sieht die Wirklichkeit anders aus. Sowohl dem Mitarbeiter der Arbeitsagentur als auch den Arbeitgebern im Bewerbungsgespräch scheint ziemlich klar zu sein, wer wirklich auf der Suche nach einer neuen Stelle ist und wer nur Zeit bis zum nächsten Lebensabschnitt überbrücken möchte. Die Arbeitegerb fragen dann "Suchen Sie einen Job oder eine Unterschrift?" Wenn die angelächelt werden gibts die Unterschrift und man verwendet keine weitere Zeit für diesen Bewerber. Auf der Arbeitsagentur scheint es ähnlich zu laufen, denn die Mitarbeiter dort konzentrieren sich lieber auf die Vermittlung vermittelbarer Kandidaten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
timk Montag um 18:54 vor 4 Stunden von Wishmueller: Einerseits befürchtest Du, eher reich zu sterben als pleite zu gehen - ok, kommt mir bekannt vor - andererseits würde die Rentenreform ggfls. zum Ausfall Deiner geplanten Weltreise führen? Den Punkt verstehe ich halt nicht. Nach aktuellem Stand der Planung wäre die Verschiebung der Frührente um ein Jahr (die mich dann auch betreffen kann) doch weitestgehend "nur" ein Liquiditätsproblem, das man doch eigentlich "locker" abfedern können müsste, erst recht, wenn man selbst befürchtet "zu reich zu sterben". Nach aktuellem Stand soll sich an den Abschlägen bis zum Renteneintritt nichts ändern, d.h. statt 14,4% für 4 Jahre wären es dann z.B. nur 10,8% für 3 Jahre vorzeitige Rente. Wenn man das mal langfristig mit einer realistischen Lebensertwartung weiterrechnet, dann sind sind die "Verluste" aus der Reform doch halbwegs verschmerzbar und weitaus geringer, als es das eine Jahr Liquiditätsverlust vermuten ließe ..... wenn ich da was übersehen habe, gerne raus damit..... Zum anderen finde ich es auch "interessant", dass Du langfristig mit 4% Inflation rechnest und "selbst 7 % im Stresszenario noch verkraftbar wären." Keine Ahnung, wie Du das im Detail dann rechnest, damit eine langfristige Planung ... Solche Rechnungen wie "das holt man über die Lebenserwartung" wieder rein mache ich nicht. Mag ja von der Mathematik her richtig sein, aber das Geld "fehlt" jetzt. Irgendwie hast du aber Recht und es ist kein gravierendes Problem, wenn ich den Geiz überwinden würde und von der ursprünglichen Planung abweichen würde. "langfristige" Planung heißt Planung bis zum Renteneintritt, also etwas über 5 Jahre (oder mehr falls erst mit 64 Frührente). Im Excel-Sheet den monatlichen Finanzbedarf jährlich um 4% (7%) erhöht Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller Montag um 20:16 vor einer Stunde von timk: "langfristige" Planung heißt Planung bis zum Renteneintritt, also etwas über 5 Jahre (oder mehr falls erst mit 64 Frührente). Im Excel-Sheet den monatlichen Finanzbedarf jährlich um 4% (7%) erhöht Ich denke halt, man sollte das dann schon "ganzheitlich" rechnen und nicht (mental) unterteilt in "Zeit bis zur Rente" und "Zeit ab der Rente". Würde ich zumindest empfehlen, dann ist so eine "Liquiditätslücke", wie sie durch die Rentenreform ja durchaus entstehen kann, deutlich weniger tragisch in den Auswirkungen und sollte einem auch nicht die Vorfreude auf so eine geplante Weltreise verleiden ..... Just my 2 cents.... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics gestern um 07:13 Uhr Für mich ist es noch immer extrem schwierig abzuschätzen: Was brauche ich wirklich im Alter? Den aktuellen Bedarf kenne ich genau, das ist auch die Basis, die längst gedeckt ist. Aber wenn viel Zeit da ist, gibt es neue Hobbys, man fängt an zu renovieren, oder es wird mehr gereist. Wie seid ihr damit umgegangen? Gab es immer einen Anstoß von außen, um wirklich aufzuhören, zum Beispiel ein Abfindungsangebot, eine Krankheit, ein Todesfall im Familien- oder Freundeskreis oder einfach nur die Erkenntnis ‚Es reicht‘? Bei mir wären es noch 12 Jahre bis dahin, daher ist es für mich noch schwierig, das wirklich abzuschätzen. Wie war es bei euch, die ihr schon Jahre vorher ausgeschieden seid? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller gestern um 07:38 Uhr vor 4 Minuten von Physics: Erkenntnis ‚Es reicht‘? .... um es kurz auf den Punkt zu bringen, wäre das für mich die Antwort..... Ob Du dann im Alter so viel mehr Hobbies hast, so viel mehr renovierst oder so viel mehr reist, kurzum: ob der Finanzbedarf dann deutlich ansteigt, weiß ich nicht. Mag bei einigen "rüstigen reiselustigen Rentnern" so sein, ich wusste schon vor dem beruflichen Exit, dass das sehr wahrscheinlich bei mir nicht der Fall sein wird. Bisher hat sich das für mich bestätigt, aber wie gesagt: kein Anspruch auf Verallgemeinerung. Wer halt jetzt schon weiß, dass er sein Leben dann deutlich anders gestaltet, muss halt anders planen..... und darauf hoffen, dass das Leben ihm bis dahin keinen Strich durch die schöne Rechnung macht...... Davon ab gibt es ja die Erkenntnisse, dass bestenfalls noch die ersten 10 Jahre des Ruhestandes diese erhöhte Aktivität überhaupt erlauben, danach wird man automatisch ruhiger (Stichwort: go go, slow go und no go years; zur Ausgabenentwicklung gibt es dazu noch das "Retirement Spending Smile"). Long story short: das Verschieben bestimmter Träume "auf später" birgt das nicht zu unterschätzende Risiko, dass diese dann doch eher platzen als dass sie sich erfüllen..... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
HHanseat gestern um 07:48 Uhr vor 33 Minuten von Physics: Wie war es bei euch? Ich bin vor anderthalb Jahren ausgestiegen und habe keinen Anstieg der Ausgaben bemerkt, nach Haushaltsbuch leben wir bisher sogar günstiger. Teure Hobbies sind bei mir bisher nicht dazugekommen, eher mehr lesen und radfahren. Reisen kann sogar günstiger werden, wenn man terminlich flexibler ist. Renovieren kann auch günstiger werden, wenn man die üppigere Zeit zum Lernen und Selbermachen nutzt statt Handwerker beauftragen zu müssen. Selber kochen ist zeitaufwendiger aber günstiger (und oft auch spaßiger) als Restaurantbesuche. Gründe zum Ausstieg waren bei mir eine Kombination aus zunehmender Unzufriedenheit bei der Arbeit, gesundheitlichen Warnschüssen im näheren Umfeld und dem Wunsch nach Freiheit und selbstbestimmter Zeiteinteilung statt weisungsgebundenem Angestelltenverhältnis im Konzern mit zunehmend dysfunktionalen Zügen. Den letztlichen Anstoß gab dann die Möglichkeit eines Ausscheidens mit großzügiger Abfindung, damit gerechnet sollte es sicher reichen. Für mich war ein „sauberes“ Ausscheiden „im gegenseitigen Einverständnis“ auch psychologisch hilfreich, ohne ein Gefühl die Kollegen oder den Arbeitgeber hängen zu lassen. Und durch das Abfindungsangebot stand auch der Termin fest, reduzierte die Gefahr einer „nur noch ein Jahr mehr“ Schleife. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Norica gestern um 08:27 Uhr · bearbeitet vor 18 Stunden von Norica vor 11 Stunden von Physics: Wie war es bei euch, die ihr schon Jahre vorher ausgeschieden seid? "Es reicht" ist eine Möglichkeit, auf den Punkt zu kommen. Trotzdem denke ich, dass viele eher durch etwas anderes ins Laufen kommen. Leute mit Eigenschaften, die dazu führen sich ein Vermögen aufzubauen, werfen in der Regel nicht einfach alles hin. Da muss vorher einiges passieren. Ich habe meine Arbeit gerne gemacht, mir aber schon länger nicht mehr alles gefallen lassen. Nicht laut, sondern ruhig und bestimmt. Dann wurde ein in Entwicklung befindliches, tragfähiges Projekt abgeblasen, das Zukunft versprach. Keine Bergründung, aber offensichtlich war, dass die Chefetage (ca. gleiches Alter wie ich) keine Lust darauf hatte, ihren zugedachten Job zu machen. Das war es für mich. Seit ein paar Jahren sehe ich es als beste Entscheidung und bedanke mich immer wieder im Stillen bei den Unwilligen von damals. Die Jahre bis zur Rente sollte man vielleicht nicht so in den Vordergrund stellen. Die Zahl kann zu groß erscheinen und Zweifel sähen. Wenn die Rechnung für einen persönlich ausreichend stabil ist, kann man es machen (aber muss ja nicht sofort). Wenn ich einen guten Job aufgebe und einen anderen annehme, weil ich mir davon was versprochen habe, kann ich enttäuscht werden. Da gibt es dann doch Alternativen. Vielleicht gibt es kein zurück und ich "verschlechtere" mich, aber leben geht immer. Mir war stets klar, dass ich die Lücke vom Job anderweitig füllen sollte und es gibt viele sinnvolle Möglichkeiten, das zu tun, ohne Geld auszugeben. Was die angesprochenen neuen Hobbys, die Reisen, das Renovieren oder anderes betrifft, warum sollte man da so extrem unterschiedlicher reagieren als vorher? Ja eine große Reise habe ich gemacht und plane auch mehrere kleine. Aber Auszahlungen aus einem Depot oder der erwirtschaftete Cashflow ist doch letzlich nichts anderes wie ein Gehalt zu bekommen. Es steht eine bestimmte Summe zur Verfügung, wer mehr braucht den kostet es was, wer weniger braucht, der hat übrig. Hier können (oder sollten) alle halbwegs rechnen können und Leute mit Dispo dauerhaft am Anschlag und ständigen Konsumentenschulden sind hier nur dann, wenn sie erkannt haben, dass etwas nicht stimmt. Der Rest schlägt hier nicht auf. Also, wo ist das Problem? SG Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics gestern um 10:53 Uhr vor 3 Stunden von Wishmueller: Davon ab gibt es ja die Erkenntnisse, dass bestenfalls noch die ersten 10 Jahre des Ruhestandes diese erhöhte Aktivität überhaupt erlauben, danach wird man automatisch ruhiger (Stichwort: go go, slow go und no go years; zur Ausgabenentwicklung gibt es dazu noch das "Retirement Spending Smile"). Long story short: das Verschieben bestimmter Träume "auf später" birgt das nicht zu unterschätzende Risiko, dass diese dann doch eher platzen als dass sie sich erfüllen..... Ich brauche noch etwas, um mich an den Gedanken zu gewöhnen, nicht mehr zu arbeiten und zu sparen. Bei mir ist es die doch lange Zeit vor dem eigentlichen Renteneintritt (14 Jahre), die mich noch bremst. Ich gehe vermutlich den Weg über 2 Jahre Teilzeit, bevor ich mich endgültig festlege. Aber mit Anfang 50 kommt die Erkenntnis, dass das Leben ein Ablaufdatum hat und dass die verbleibende Zeit plötzlich sehr greifbar wird. vor 3 Stunden von HHanseat: Gründe zum Ausstieg waren bei mir eine Kombination aus zunehmender Unzufriedenheit bei der Arbeit, gesundheitlichen Warnschüssen im näheren Umfeld und dem Wunsch nach Freiheit und selbstbestimmter Zeiteinteilung statt weisungsgebundenem Angestelltenverhältnis im Konzern mit zunehmend dysfunktionalen Zügen. vor 2 Stunden von Norica: Da muss vorher einiges passieren. Ich habe meine Arbeit gerne gemacht, mir aber schon länger nicht mehr alles gefallen lassen. Nicht laut, sondern ruhig und bestimmt. Dann wurde ein in Entwicklung befindliches, tragfähiges Projekt abgeblasen, das Zukunft versprach. Keine Bergründung, aber offensichtlich war, dass die Chefetage (ca. gleiches Alter wie ich) keine Lust darauf hatte, ihren zugedachten Job zu machen. Das war es für mich. Seit ein paar Jahren sehe ich es als beste Entscheidung und bedanke mich immer wieder im Stillen bei den Unwilligen von damals. Das ist bei mir gerade auch die Arbeitsrealität. Ich merke allerdings, dass der Stress schon längere Zeit Gesundheit kostet mit einem dauerhaft hohen Cortisolspiegel. Daher sind wohl Entscheidungen nötig. Finanziell sieht es gut aus. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schlumich gestern um 11:05 Uhr vor 5 Minuten von Physics: Ich brauche noch etwas, um mich an den Gedanken zu gewöhnen, nicht mehr zu arbeiten und zu sparen. Bei mir ist es die doch lange Zeit vor dem eigentlichen Renteneintritt (14 Jahre), die mich noch bremst Mit (derzeit) 67 Jahren ? Ist es eine Option die vorzeitige Rente mit entsprechenden Abschlägen zu ziehen? Dann wären es (Stand heute) "nur noch" 10 Jahre. Wobei auch 10 Jahre noch lang sind. Vielleicht einfach noch 2 Jahre weiter arbeiten, mit dem festen Enschluss, dann in den Sack zu hauen und den Fuß etwas vom Gas nehmen. Das könnte den empfundenen Stress deutlich reduzieren. Man muss ja nicht bis zum letzten Tag der TOP-Performer der Firma sein.... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Frantek vor 23 Stunden vor 6 Stunden von Physics: Für mich ist es noch immer extrem schwierig abzuschätzen: Was brauche ich wirklich im Alter? Den aktuellen Bedarf kenne ich genau, das ist auch die Basis, die längst gedeckt ist. Aber wenn viel Zeit da ist, gibt es neue Hobbys, man fängt an zu renovieren, oder es wird mehr gereist. Wie seid ihr damit umgegangen? Gab es immer einen Anstoß von außen, um wirklich aufzuhören, zum Beispiel ein Abfindungsangebot, eine Krankheit, ein Todesfall im Familien- oder Freundeskreis oder einfach nur die Erkenntnis ‚Es reicht‘? Bei mir wären es noch 12 Jahre bis dahin, daher ist es für mich noch schwierig, das wirklich abzuschätzen. Wie war es bei euch, die ihr schon Jahre vorher ausgeschieden seid? Der frühe Ausstieg war bei mir lange geplant. Ausschlaggebend war aber ein einschneidendes gesundheitliches Ereignis 2016, dass mir buchstäblich den Boden unter den Füßen weg gezogen hat. Es war nichts lebensbedrohliches, es zeigte mir aber, dass sich von jetzt auf gleich alles ändern kann. Das hat mich dann darin bestärkt meinen Plan umzusetzen und 2 1/2 Jahre später habe ich dann die Reißleine gezogen. Bei mir waren es damals noch 10,5 Jahre bis zur Rente ;-) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PapaPecunia vor 20 Stunden Am 10.8.2026 um 11:45 von timk: Im Freundes- und Bekanntenkreis trennt sich mal wieder die Spreu vom Weizen. Von Neid bis Missgunst ist einiges dabei. Einige scheinen zu glauben, ich hätte Millionen auf dem Konto. „Schmarotzer“ fällt da schon mal. Ernsthaft? Schmarotzer? Und wenigstens mit einem halbherzigem Augenzwinkern oder einfach ausdrücklich böse gemeint? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine vor 16 Stunden Meine Ausgaben haben sich mit dem Ende der Berufstätigkeit nicht stark erhöht. Ich bin zwar etwas öfter verreist aber nichts besonders teures dabei. Sprachreisen + Kultur + Hobby. Zugleich sind Ausgaben für repräsentative Kleidung weggefallen und ohne täglichen Arbeitsweg sanken die Kosten für die Mobilität. Auch beim Einkaufen kann man sparen, wenn man etwas mehr Zeit hat und endlich gab es Zeit, zu Hause zu kochen. Das wäre vermutlich anders gewesen, wenn wir unseren ursprünglichen Plan umgesetzt hätten. Wir wollten beide mit der Arbeit aufhören, wenn mein Mann 60 geworden wäre. Das hätte den Kauf eines Wohnmobils eingeschlossen mit entsprechenden Reisen. Der berufliche Druck wurde bei meinem Mann immer stärker und auch bei mir machte sich bemerkbar, dass älteren Mitarbeitern wenig interessante Aufgaben angeboten werden. Wir haben konsequent für den frühen Ausstieg gespart. Leider ist mein Mann vier Jahre zuvor gestorben und das war für mich ein großer Einschnitt. Ich bin beim ursprünglichen Zeitplan geblieben. Die letzten zwei Jahre habe ich in Teilzeit gearbeitet, was für mich sehr gut war und einen allmählichen Übergang in den folgenden Lebensabschnitt erleichtert hat. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag