Peter23 24. April vor 3 Stunden von s1lv3r: In dem Wort Sozialversicherung steckt halt schon "sozial". Im Endeffekt nimmt man mit solchen Tricksereien jemand anderem einen ganz kleinen Teil der Finanzierung seiner Krankenversicherung weg (er muss dann z.B. 0,000001€ mehr Zuschlag für seine Medikamente bezahlen). Während Steuern als nicht zweckgebundene Einnahmen viel indirekter dem Allgemeinwohl helfen. Vielleicht liegt der Unterschied darin begründet. Muss man das dann aber nicht auch ingesamt betrachten? Es gibt ja etliche Jahre, in denen die GKV sehr davon profitiert hat, dass ich im Vergleich zur Leistung bzw dem was eine PKV gekostet hätte, sehr viel mehr eingezahlt habe und zwar gerade weil die Einzahlung abhängig ist von der Höhe des Arbeitseinkommens. Dann ist es doch nur fair und absolut regelkonform, dass ich entsprechend weniger einzahle, wenn ich ein geringeres Arbeitseinkommen habe. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Apfelkomplott 24. April Der Thread geht ja noch weiter... Zum Thema Kategorischer Imperativ: Ja, das Thema FIRE würde kollabieren, wenn es alle machen würden. Ich sehe aber nicht die Gefahr, dass es soweit kommt. Der Großteil der Menschen schraubt seine Bedürfnisse doch stetig mit dem Einkommen hoch und hat daher genügend "Motivation" weiter zu arbeiten. Zur KV: Hier unterstütze ich tatsächlich den Vorstoß, generell Kapitalerträge versicherungspflichtig zu machen, auch wenn mir das in ein paar Jahren zum Nachteil werden könnte. Ich sehe nicht was daran fair sein soll, dass die Allgemeinheit einen Millionär subventioniert, der noch einen Alibi-Job hat. Generell ist es aber schwierig (abgesehen von oben angesprochenen Konstrukten mit gegenseitiger Anstellung) so einen Job zu bekommen. Jobs, die in realistischer Zeit FIRE ermöglichen sind i.d.R. nicht besonders teilzeitfreundlich. Wer will denn einen Teamleiter, der zwei Tage die Woche verfügbar ist? Andererseits meinen gut bezahlten, aber wenig erfüllenden Job zu kündigen um dann Brötchen zu verkaufen, Klos zu putzen oder Supermarktregale einzuräumen scheint mir auch wenig attraktiv. Und der Volltreffer eines Midi-Jobs, der gleichzeitig auch entspannend und erfüllend ist muss man doch erstmal finden... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros 24. April vor 42 Minuten von Peter23: ... weil die Einzahlung abhängig ist von der Höhe des Arbeitseinkommens. Dann ist es doch nur fair und absolut regelkonform, dass ich entsprechend weniger einzahle, wenn ich ein geringeres Arbeitseinkommen habe. Ich kann da nur von mir sprechen: Freiwillig in der GKV und mit Null Arbeitseinkommen zahle ich trotzdem monatlich ca. 600€ an Kranken- und Pflegeversicherung. Warum? Weil ich andere Einkommen habe. Ist das gerecht? Ich finde ja. Ist es gerecht, dass, wenn ich mir legal einen Job für 604€ mtl. suche (oder illegal nur auf dem Papier habe), dann nur noch auf mein Arbeitseinkommen Kranken- und Pflegeversicherung zahle? Ich finde nein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation 24. April · bearbeitet 24. April von stagflation vor 12 Minuten von Lazaros: 600€ an Kranken- und Pflegeversicherung. Ist das gerecht? Ich finde ja. Die KBV schreibt: Zitat GKV gibt durchschnittlich rund 5.270 Euro pro Mitglied aus Wenn man davon ausgeht, dass die Kosten altersabhängig sind und mit dem Alter steigen, sind die 600 € vermutlich ungefähr die durchschnittlichen Kosten Deiner Altersklasse. Passt also. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros 24. April · bearbeitet 24. April von Lazaros vor 1 Stunde von stagflation: Die KBV schreibt: Wenn man davon ausgeht, dass die Kosten altersabhängig sind und mit dem Alter steigen, sind die 600 € vermutlich ungefähr die durchschnittlichen Kosten Deiner Altersklasse. Passt also. Und was hat das jetzt damit zu tun? vor 1 Stunde von Lazaros: Ist es gerecht, dass, wenn ich mir legal einen Job für 604€ mtl. suche (oder illegal nur auf dem Papier habe), dann nur noch auf mein Arbeitseinkommen Kranken- und Pflegeversicherung zahle? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Dudelinode 24. April · bearbeitet 24. April von Dudelinode vor einer Stunde von Lazaros: ... Ist es gerecht, dass, wenn ich mir legal einen Job für 604€ mtl. suche (oder illegal nur auf dem Papier habe), dann nur noch auf mein Arbeitseinkommen Kranken- und Pflegeversicherung zahle? Ich finde nein. Es ist aber definitiv "positives Recht". In meinen Augen ist es übrigens auch gerecht, aber sicherlich subjektiv. Ich finde die Diskussion über eine immer weiter ausweitende Einnahmenseite des Staates wirklich bizarr und auch nicht zielführend und sehe vermehrt in meinem Umfeld wie Leute ihr Unternehmertum und Leistungsbereitschaft bewusst runterfahren und die Zeit in noch mehr Steuer- und Abgabenoptimierung stecken (inkl. Auswanderung etc.). Leider gehen zumindest mir auch langsam die Argumente aus mit welchen ich mit gutem Gewissen dagegen argumentieren könnte. Ein trauriges Beispiel ist eine Forderung eines Unternehmens ggü. dem FA über 60% des operativen Cashflow eines Jahres welche seit fast 2 Jahren offen ist. Hauptsache die 1000 Euro Prämie wird aber jedem Arbeitnehmer noch brav vom Unternehmen gezahlt, Schulden auf Kosten Dritter ist immer eine ganz große Nummer. @Topic: Wenn meine finanzielle Unabhängigkeit an der Optimierung der Krankenkasse durch einen Midi-job liegt hat man in meinen Augen aber auch die Antwort ob man diesen Schritt beruhigt gehen kann oder nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
JS_01 24. April vor 19 Stunden von Der Heini: Bei 400K Gehalt finde ich es etwas übertrieben sich Gedanken über sowas zu machen. Einfach 1-2 Jahre länger arbeiten und dann den Privatier genießen. Entweder es reicht oder man wartet noch etwas. Als Privatier dann immer genau auszurechnen, ob jetzt 2h oder 5h hier oder da wäre mir zu blöd. Aber mich betreffen solche Gedanken eh nicht, da PKV. Ich würde dir da absolut zustimmen. Bei 400k Bruttogehalt (=230-250k netto) und einem geplanten Ausstieg Anfang 40 arbeite ich doch ein paar Monate weiter und schaue, dass ich auf jeden Fall PKV-versichert bin. Dann ein Tarif mit hohen Leistungen und maximalem Selbstbehalt (glaube 3.000€/Jahr sind möglich), und dann gehe ich ohne jeglichen Papierkram zum Arzt wie und wo es mir passt. Nur schwere Sachen laufen dann über die PKV. Wer will sich denn dem maximal reglementiertem GKV-System unterwerfen, wenn er in 6-8 Monaten 150k auf die Seite schaffen und davon einfach die 4k-5k Beiträge leisten kann? Aber es ist immer wieder spannend zu sehen, wie für mich solche Themen komplett außer Frage stehen und andere lieber 5% arbeiten würden, um auf jeden Fall sozialversichert zu sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
chirlu 24. April vor 2 Minuten von JS_01: schaue, dass ich auf jeden Fall PKV-versichert bin. Vielleicht geht das gar nicht? Stichwort Vorerkrankungen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter23 24. April vor 29 Minuten von JS_01: Ich würde dir da absolut zustimmen. Bei 400k Bruttogehalt (=230-250k netto) und einem geplanten Ausstieg Anfang 40 arbeite ich doch ein paar Monate weiter und schaue, dass ich auf jeden Fall PKV-versichert bin. Dann ein Tarif mit hohen Leistungen und maximalem Selbstbehalt (glaube 3.000€/Jahr sind möglich), und dann gehe ich ohne jeglichen Papierkram zum Arzt wie und wo es mir passt. Nur schwere Sachen laufen dann über die PKV. Wer will sich denn dem maximal reglementiertem GKV-System unterwerfen, wenn er in 6-8 Monaten 150k auf die Seite schaffen und davon einfach die 4k-5k Beiträge leisten kann? Aber es ist immer wieder spannend zu sehen, wie für mich solche Themen komplett außer Frage stehen und andere lieber 5% arbeiten würden, um auf jeden Fall sozialversichert zu sein. Das kann man so machen, aber ich persönlich bin gegen die Existenz der PKV, weil ich es solidarischer finde, wenn alle in ein System einzahlen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation 24. April · bearbeitet 24. April von stagflation vor 26 Minuten von Peter23: Das kann man so machen, aber ich persönlich bin gegen die Existenz der PKV, weil ich es solidarischer finde, wenn alle in ein System einzahlen. Ja, das kann man so sehen. Dem könnte ich mich sogar anschließen. Aber planst Du auch so, dass Du in Zukunft ungefähr das an GKV-Beiträgen einzahlen wirst, was GKV-Versicherte im Mittel kosten. Also ca. 600 € im Monat, vielleicht noch etwas mehr? Ich frage, weil es In der FIRE-Bewegung nämlich einige gibt, die versuchen, möglichst wenig einzuzahlen. Die also versuchen, mehr rauszubekommen, als sie einzahlen. Und das ist dann wirklich unsolidarisch. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Dudelinode 24. April · bearbeitet 24. April von Dudelinode vor 46 Minuten von stagflation: Ja, das kann man so sehen. Dem könnte ich mich sogar anschließen. Aber planst Du auch so, dass Du in Zukunft ungefähr das an GKV-Beiträgen einzahlen wirst, was GKV-Versicherte im Mittel kosten. Also ca. 600 € im Monat, vielleicht noch etwas mehr? Ich frage, weil es In der FIRE-Bewegung nämlich einige gibt, die versuchen, möglichst wenig einzuzahlen. Die also versuchen, mehr rauszubekommen, als sie einzahlen. Und das ist dann wirklich unsolidarisch. Wenn ich über 20 Jahre Maximalbeiträge in die GKV eingezahlt habe und on top >200k Steuern in vielen Jahren, erachte ich das mit Nichten als unsolidarisch. Nochmal, die aktuelle Gesetzgebung gibt einem doch exakt diese Möglichkeit. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter23 24. April · bearbeitet 24. April von Peter23 vor einer Stunde von stagflation: Ja, das kann man so sehen. Dem könnte ich mich sogar anschließen. Aber planst Du auch so, dass Du in Zukunft ungefähr das an GKV-Beiträgen einzahlen wirst, was GKV-Versicherte im Mittel kosten. Also ca. 600 € im Monat, vielleicht noch etwas mehr? Nein, weil ich finde, dass ich in das gesamte solidarische System mehr als genug einzahle. Ich zahle ja aktuell mehr pro Jahr an Einkommenssteuer als der durchschnittliche Deutsche im ganzen Leben. Ich finde wie gesagt, dass es fair ist, wenn ich bei geringem Arbeitseinkommen dann auch entsprechend weniger zahlen muss. vor 17 Minuten von Dudelinode: Wenn ich über 20 Jahre Maximalbeiträge in die GKV eingezahlt habe und on top >200k Steuern in vielen Jahren, erachte ich das mit Nichten als unsolidarisch. Nochmal, die aktuelle Gesetzgebung gibt einem doch exakt diese Möglichkeit. Genau! Ich bleibe aber auch dabei, dass ich diese Diskussion super komisch finde. Ich habe hier so gut wie noch nie gelesen, dass es jemand unsolidarisch findet, wenn sich darüber Gedanken gemacht wird, ob man mit der einen oder doch der anderen Variante, 0,0001% weniger Abgeltungssteuer bezahlt. Da müsste man dann mE die gleiche Diskussion aufmachen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine 24. April vor einer Stunde von Peter23: Nein, weil ich finde, dass ich in das gesamte solidarische System mehr als genug einzahle. Ich zahle ja aktuell mehr pro Jahr an Einkommenssteuer als der durchschnittliche Deutsche im ganzen Leben. Ich finde wie gesagt, dass es fair ist, wenn ich bei geringem Arbeitseinkommen dann auch entsprechend weniger zahlen muss. Es gibt kein "solidarisches System"! Es gibt Steuern und Beiträge zu KV, PV und RV sofern Du nicht irgendwo befreit bist. Nur weil Du bei Steuern viel zahlst, gibt Dir das keinerlei Recht, an der anderen Stelle weniger zu zahlen. So ein Ansatz hätte Ähnlichkeit mit Diebstahl. Du müsstest schon anders argumentieren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter23 24. April · bearbeitet 24. April von Peter23 vor 19 Minuten von Sapine: Es gibt kein "solidarisches System"! Es gibt Steuern und Beiträge zu KV, PV und RV sofern Du nicht irgendwo befreit bist. Nur weil Du bei Steuern viel zahlst, gibt Dir das keinerlei Recht, an der anderen Stelle weniger zu zahlen. So ein Ansatz hätte Ähnlichkeit mit Diebstahl. Du müsstest schon anders argumentieren. Meinetwegen dann ist es aber auch legitim wenn ich genau das zahle, was für meine Situation rechtlich vorgesehen ist. Wenn man allerdings sagt - wie einig hier, dass ich in meinem Plan zukünftig zu wenig zahlen würde, obwohl ich genau das vor habe zu zahlen, was rechtlich vorgesehen ist, so müsste man auch mein Argument anerkennen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Apfelkomplott 24. April vor 1 Stunde von Dudelinode: ... erachte ich das mit Nichten als unsolidarisch. Nochmal, die aktuelle Gesetzgebung gibt einem doch exakt diese Möglichkeit. Formal legal und moralisch korrekt sind ja mitunter zweierlei. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller 24. April vor 3 Stunden von Apfelkomplott: Zur KV: Hier unterstütze ich tatsächlich den Vorstoß, generell Kapitalerträge versicherungspflichtig zu machen, auch wenn mir das in ein paar Jahren zum Nachteil werden könnte. Ich sehe nicht was daran fair sein soll, dass die Allgemeinheit einen Millionär subventioniert, der noch einen Alibi-Job hat. Sehe ich genauso, auch wenn es mir dann auch zum Nachteil werden sollte. Das immer wieder angeführte "Kleinsparer Totschlagargument" ließe sich ja ggfls. über Freibeträge regeln. Müsste halt der "politische Wille" für vorhanden sein. Ansonsten verstehe ich die ganze Diskussion hier nicht. Wenn ich noch einen sozialversichungspflichtigen Job mit 2 oder 5 Stunden pro Woche bekommen könnte (um mal bei der Ursprungsfrage zu bleiben), würde ich das auch in Betracht ziehen. Halte ich aber für mich nicht für realistisch. So zahle ich halt aktuell die GKV Beträge der Mindestbemessungsgrundlage, im Gegenzug halte ich mein zu versteuerndes Einkommen aus Kapitalerträgen unter 12 k p.a., so dass ich mir die KAP-Steuer komplett zurückhole. Der Betrag deckt dann in etwa die freiwillige GKV. Gesamtcashlow sind dann vor Abzug GKV rund 18 k p.a.. Das reicht zwar auch mir nicht zum leben, deckt aber zumindest einen nicht unerheblichen Teil meiner Ausgaben, den "Rest" muss ich halt zulegen. Und wenn in gut 4 Jahren dann die GRV mit Abschlägen dazukommt (bzw. vorher noch 18 Monate ALG I), dann entfällt einerseits die teure GKV, andererseits aber auch die KAP-Erstattung. Wie gesagt, von den Beträgen her hebt sich das in etwa auf. Long story short: Jeder zieht aus dem System für sich das Optimale raus, finde ich völlig in Ordnung, wenn man sich auch sonst an die Regeln hält. Trotzdem hielte ich eine Verbeitragung von Kapitalerträgen zumindest grundsätzlich mal für sinnvoll. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter23 24. April · bearbeitet 24. April von Peter23 vor 14 Minuten von Wishmueller: Und wenn in gut 4 Jahren dann die GRV mit Abschlägen dazukommt (bzw. vorher noch 18 Monate ALG I), dann entfällt einerseits die teure GKV, andererseits aber auch die KAP-Erstattung. Wie gesagt, von den Beträgen her hebt sich das in etwa auf. Hier könnte dann auch jemand - nicht ich - auf die Idee kommen, es nicht fair zu finden, dass Du ALG 1 bekommst. Wir könnten auch mal ganz allgemein darüber sprechen wie unfair die Idee Privatier zu sein insgesamt ist. Stattdessen sollten wir alle arbeiten solange wir können und alles, was wir nicht unmittelbar zum Leben brauchen, freiwillig an den Staat überweisen oder spenden. vor 14 Minuten von Wishmueller: Long story short: Jeder zieht aus dem System für sich das Optimale raus, finde ich völlig in Ordnung, wenn man sich auch sonst an die Regeln hält. Trotzdem hielte ich eine Verbeitragung von Kapitalerträgen zumindest grundsätzlich mal für sinnvoll. Genau! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller 24. April vor 1 Minute von Peter23: Hier könnte dann auch jemand - nicht ich - auf die Idee kommen, es nicht fair zu finden, dass Du ALG 1 bekommst. ALG I ist eine Versicherungsleistung, keine Sozialleistung. Hätte ich nach Eigenkündigung auch sofort ziehen können, aber zum einen wollte ich einfach mal meine Ruhe (), zum anderen entfällt durch die zeitliche Verschiebung nach hinten auch noch die dreimonatige Sperrfrist..... vor 2 Minuten von Peter23: Wir könnten auch mal ganz allgemein darüber sprechen wie unfair die Idee Privatier zu sein insgesamt ist. Stattdessen sollten wir alle arbeiten solange wir können und alles, was wir nicht unmittelbar zum Leben brauchen, freiwillig an den Staat überweisen oder spenden. Ja, darauf läuft so eine Diskussion im schlimmsten Falle hinaus....... Man muss aber auch nicht über jeden Stock springen, der einem hingehalten wird. Das habe ich schon 28 beitragspflichtige Arbeitsjahre getan, irgendwann isses dann aber auch mal gut..... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter23 24. April vor 4 Minuten von Wishmueller: ALG I ist eine Versicherungsleistung, keine Sozialleistung. Hätte ich nach Eigenkündigung auch sofort ziehen können, aber zum einen wollte ich einfach mal meine Ruhe (), zum anderen entfällt durch die zeitliche Verschiebung nach hinten auch noch die dreimonatige Sperrfrist..... Die aber auch an Pflichten gebunden ist, die Du möglicherweise ja nicht ganz so ernsthaft wahrnimmst, wenn wir es mal ganz genau nehmen. vor 13 Minuten von Wishmueller: Ja, darauf läuft so eine Diskussion im schlimmsten Falle hinaus....... Man muss aber auch nicht über jeden Stock springen, der einem hingehalten wird. Das habe ich schon 28 beitragspflichtige Arbeitsjahre getan, irgendwann isses dann aber auch mal gut..... Stimmt natürlich Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nostradamus 24. April · bearbeitet 24. April von Nostradamus vor 3 Stunden von Peter23: Ich bleibe aber auch dabei, dass ich diese Diskussion super komisch finde. Ich habe hier so gut wie noch nie gelesen, dass es jemand unsolidarisch findet, wenn sich darüber Gedanken gemacht wird, ob man mit der einen oder doch der anderen Variante, 0,0001% weniger Abgeltungssteuer bezahlt. Da müsste man dann mE die gleiche Diskussion aufmachen. Die Moralkeule schlägt halt manchmal etwas härter zu. Hier gab es doch auch schon Diskussionen, ob und wie man z. B. sein Geld vor einer möglichen Pflegebedürftigkeit noch irgendwie vor dem Zugriff des Sozialamts retten kann und dann schlägt die Moralkeule auch voll zu. Meist sind halt die Sachen, die alle (und natürlich man selbst) machen können, moralisch ganz okay und in spezielleren Fällen wird's dann "schwieriger". Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
dev 25. April vor 13 Stunden von Wishmueller: Wenn ich noch einen sozialversichungspflichtigen Job mit 2 oder 5 Stunden pro Woche bekommen könnte (um mal bei der Ursprungsfrage zu bleiben), würde ich das auch in Betracht ziehen. Halte ich aber für mich nicht für realistisch. Aus dem Bekanntenkreis hat ein lange Selbstständiger zusätzlich einen Teilzeitjob von ca. 20h/ Woche angenommen und mußte der GRV versichern, das dieser Job ab jetzt die Haupteinnahmequelle ist. So wie es sich anhörte, reichen wenige Stunden nicht aus, um den Status zu wechseln. Diese Person ist übringens verwundert, das GRV jetzt nur für den Teilzeitjob anfällt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter23 25. April vor 3 Stunden von dev: Aus dem Bekanntenkreis hat ein lange Selbstständiger zusätzlich einen Teilzeitjob von ca. 20h/ Woche angenommen und mußte der GRV versichern, das dieser Job ab jetzt die Haupteinnahmequelle ist. So wie es sich anhörte, reichen wenige Stunden nicht aus, um den Status zu wechseln. Diese Person ist übringens verwundert, das GRV jetzt nur für den Teilzeitjob anfällt. Ich sehe noch nicht den Zusammenhang. Also mE ist Dein Fall ganz anderes gelagert, weil sich die Frage stellt, ob die Person hauptsächlich die Selbstständigkeit macht oder den Teilzeitjob. Die Frage stellt sich aber bei Privatiers gar nicht, weil es ja keine andere Tätigkeit als die Teilzeittätigkeit gibt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
chirlu 25. April · bearbeitet 25. April von chirlu vor 36 Minuten von Peter23: Also mE ist Dein Fall ganz anderes gelagert, weil sich die Frage stellt, ob die Person hauptsächlich die Selbstständigkeit macht oder den Teilzeitjob. Ja. Leute, die hauptberuflich selbständig erwerbstätig sind, werden in bestimmten Fällen nicht versicherungspflichtig. In der Krankenversicherung allerdings. Dass sich die Rentenversicherung für diese Unterscheidung interessiert, würde ich bezweifeln. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Der Heini 25. April vor 32 Minuten von Peter23: Ich sehe noch nicht den Zusammenhang. Also mE ist Dein Fall ganz anderes gelagert, weil sich die Frage stellt, ob die Person hauptsächlich die Selbstständigkeit macht oder den Teilzeitjob. Die Frage stellt sich aber bei Privatiers gar nicht, weil es ja keine andere Tätigkeit als die Teilzeittätigkeit gibt. Als Anmerkung: Dir ist aber schon klar, daß es bei dir auch ohne irgendwelche Verrenkungen bzgl. GKV usw. sicher reichen wird für das Privatier_Leben? Ob nun 1% oder 2% oder 3%, alles sollte relativ sicher sein. Absolute Sicherheit gibt es nun mal nicht, im Arbeitsleben nicht und auch hinterher nicht. Nur dein Tod ist sicher, wann auch immer. Ich würde es ja so einfach wie möglich halten, da im Alter Zeit und Nerven kostbar sind. Wer sich da noch verrenken muss, hat IMHO zu früh aufgehört. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 25. April vor 17 Stunden von Wishmueller: ...zum anderen entfällt durch die zeitliche Verschiebung nach hinten auch noch die dreimonatige Sperrfrist..... Mehr Details bitte! D.h. ich kündige, gehe zum Arbeitsamt/gehe nicht zum Arbeitsamt, sage/sage nicht, dass ich aktuell kein ALG I beziehen will und warte dann wie lange? Was sage ich z.B. der Krankenkasse und anderen (?) Behörden? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag