PapaPecunia März 31, 2024 · bearbeitet März 31, 2024 von PapaPecunia Hochladen Dokumente war fehlerhaft Nun ist das erste Quartal schon vorüber und die Ostertage bieten die Chance, Bilanz zu ziehen und durchzuatmen. Mein Stellenwechsel war bisher nicht der erhoffte Durchbruch. Rein zeitlich betrachtet arbeite ich momentan deutlich mehr, wenngleich es dafür weniger stressig ist und wieder mehr Spaß macht. Angesichts eines doch deutlichen Gehaltsverzicht ist das aber keine zufriedenstellende Bilanz. Kaum ein Wochenende in dem ich nicht ein paar Stunden Mails mache – das ist auch genau die Zeit, die mir für den Aktienmarkt fehlt. Und an sich, waren für 2024 ja Sport, Religion und Reisen eingeplant. Ich gebe mir noch ein paar Monate, aber ich sehe schon jetzt die nächste Grundsatzentscheidung auf mich zukommen. Das knapp bemessene Zeitbudget zeigt sich auch in einem recht überschaubarem Handelsgeschehen, es waren in Q1 drei Käufe (davon zwei Nachkäufe beim All-World) und ein Verkauf: Nach längerem Zögern habe ich auch die zweite Hälfte meiner australischen Staatsanleihen durch BHP-Aktien ersetzt. Damit habe ich mich von Staatsanleihen quasi komplett verabschiedet. Meine Aktienquote steigt weiterhin langsam, aber stetig nach oben, aktuell 57%. Leider beharrt meine Cashposition bei guten 6%. Die Performance im März war äußerst gut, natürlich hat bei meinem hohen Edelmetallanteil (33%) der Anstieg des Gold- und Silberpreises eine deutliche Auswirkung gehabt. Angesichts des globalen Superwahljahres 2024 würde ich hoffen, dass Edelmetalle zumindest noch ein klein wenig zulegen. Bei deutlichem Anstieg würde ich aber den grundsätzlich deutlich zu hohen Anteil auch mal etwas reduzieren. Meine Sparquote ist erwartungsgemäß durch den Stellenwechsel deutlich gesunken, aktuell 59%. In zwei Wochen bin ich dann genau 8 Jahre aktiver Börsianer, wie lange ich vorher schon hier mitgelesen habe, kann ich gar nicht mehr sagen. Vielleicht mache ich mir mal den Spaß und betrachte meine ersten Trades und was aus Ihnen bei stumpfem buy&hold geworden wäre. Performancevergleich Q1 2024.pdf Depot Ende Q1 2024.pdf Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schildkröte April 3, 2024 Zitat Mein Stellenwechsel war bisher nicht der erhoffte Durchbruch. Rein zeitlich betrachtet arbeite ich momentan deutlich mehr, wenngleich es dafür weniger stressig ist und wieder mehr Spaß macht. Angesichts eines doch deutlichen Gehaltsverzicht ist das aber keine zufriedenstellende Bilanz. Kaum ein Wochenende in dem ich nicht ein paar Stunden Mails mache – das ist auch genau die Zeit, die mir für den Aktienmarkt fehlt. Und an sich, waren für 2024 ja Sport, Religion und Reisen eingeplant. Ich gebe mir noch ein paar Monate, aber ich sehe schon jetzt die nächste Grundsatzentscheidung auf mich zukommen. Vor anderthalb Jahren habe ich ebenfalls den Arbeitgeber gewechselt und sage besser nicht, was ich im ersten Jahr an Überstunden geschrubbt habe. Im Rahmen der Einarbeitung ist das nicht ungewöhnlich. Ein Dauerzustand sollte es jedoch nicht sein. Näheres gerne per PN. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Gurki April 4, 2024 Soll das so mit der geringen Performance im Vergleich zum S&P500 ETF bzw. FTSE AllWorld ETF auf 5 Jahre gesehen? So richtig habe ich deine Beweggründe deiner Depotstruktur nicht verstanden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PapaPecunia April 5, 2024 Am 4.4.2024 um 17:59 von Gurki: Soll das so mit der geringen Performance im Vergleich zum S&P500 ETF bzw. FTSE AllWorld ETF auf 5 Jahre gesehen? So richtig habe ich deine Beweggründe deiner Depotstruktur nicht verstanden. Natürlich wäre mir besser lieber. Aber bitte berücksichtigen, dass ich mein Gesamtvermögen betrachte und nicht nur die Performance meines Aktienanteils. Wenn ich mir nur meine Einzelaktien (Spalte 2) anschaue, dann ist meine Performance die letzten 5 Jahre leicht über dem Markt. Deutlich unter den Markt gezogen haben mich alle anderen Depotanteile, inklusive ETFs (Spalte 3) und Edelmetall. Am schwerwiegendsten war aber sicher der teils relativ hohe Cash-Bestand. [Währung sind fast nur Kryptos und im Rahmen der Gesamtperformance eher vernachlässigbar]. Natürlich wäre es im Rückspiegel betrachtet besser gewesen alles in einen S&P500 ETF zu stecken, aber das halte ich für einen Rückschaufehler. Warum dann nicht gleich nur Nvidia oder nur ETH? Natürlich war es nicht clever, dass ich v.a. 2019 quasi explizit gegen die USA gewettet habe, was sich bis heute in einem relativ niedrigem US-Anteil niederschlägt. Würde ich heute nicht mehr machen. Am 3.4.2024 um 22:41 von Schildkröte: Vor anderthalb Jahren habe ich ebenfalls den Arbeitgeber gewechselt und sage besser nicht, was ich im ersten Jahr an Überstunden geschrubbt habe. Im Rahmen der Einarbeitung ist das nicht ungewöhnlich. Ein Dauerzustand sollte es jedoch nicht sein. Näheres gerne per PN. Das finde ich spannend, du kriegst eine entsprechende PN. Damit, dass ich zu Beginn mehr investieren muss, damit habe ich gerechnet. Allerdings nicht mit der Menge an unbezahlten Überstunden. So ein bisschen habe ich es sicher unterschätzt, was es bedeutet als Führungskraft zu wechseln, da ist einfach nicht die Zeit, dass du mal ein paar Wochen nur mitschwimmst. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PapaPecunia Juni 30, 2024 Dieses Mal nur eine kurze Notiz zum Ende des Halbjahres, die Arbeit lässt mir weiterhin nur wenig freie Zeit, so dass ich momentan nicht besonders aktiv bin. Mitte April hatte ich den All World nachgekauft und die Dividende von Rio Tinto direkt revinvestiert. Mehr berichtenswertes gibt es nicht. Die Gewichtungen haben sich nur minimal verschoben, ein paar meine Einzelaktien stehen unter Feuer (Verbio, Cloudflare,…) und Edelmetalle laufen weiterhin gut. Aktienquote aktuell 55%, Edelmetall 35% und Cash knapp 7%. Gedöns wie Anleihen und Kryptos 3%. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PapaPecunia Dezember 30, 2024 Notizen zum Jahresabschluss 2024: Ein für mich beruflich sehr intensives Jahr geht zu Ende. Leider hat mein Stellenwechsel nicht für eine bessere work-life-balance gesorgt, aus heutiger Sicht habe ich einen Fehler gemacht – aber das ist natürlich nur ein Rückschaufehler Ich werde mir noch ein paar Monate Zeit geben, ob ich nicht doch noch eine persönliche Lösung auf der aktuellen Position finde. Leider stimmen fundamental einige Dinge nicht, so dass ich das Gefühl habe, es bleiben nur die Optionen „wechseln“ oder „Dienst nach Vorschrift“. Auf Dauer werde ich die vielen bezahlten und unbezahlten Überstunden inklusive des Drucks aber nicht akzeptieren: Ich habe einen gesundheitlichen Warnschuss bekommen. Phasenweise ist für die Börse wenig Zeit geblieben. Immerhin bin ich ein bisschen zum Reisen gekommen aber sowohl Sport und Religion sind in diesem Jahr aber wieder fast komplett ausgefallen. Gerade was den Sport betrifft ist das für 2025 keine Option mehr! Ich habe in diesem Jahr so viel Geld ausgegeben, wie nie zuvor in meinem Leben! Noch 2022 bin ich mit der Hälfte der Ausgaben klargekommen. Ein nicht unerheblicher Teil der Mehrausgaben war ein Versuch, meine Unzufriedenheit und meinen Stress zu kompensieren. Viele Restaurantbesuche sowie mittags der Versuch über „fast food“ Zeit zu sparen, schmerzen mich rückwirkend zwar auch monetär aber eher im Hinblick darauf, was ich meiner Gesundheit angetan habe. Daraus sind auch wieder Folgekosten erwachsen, wie die private Bezahlung von Massagen (die Zeit auf einen Facharzttermin zu warten und dann untertägige Physiotermine in meinen Kalender zu quetschen, die wollte ich mir nicht nehmen). Aktuell nehme ich mir wieder die Zeit selbst zu kochen und gönne mir frische und hochwertige Bio-Lebensmittel. Hier will ich auch zukünftig nicht mehr sparen. Deutlich mehr Ausgaben und reduziertes Einkommen, das bedeutet unterm Strich eine verringerte Sparquote, auch wenn es immer noch knappe 50% sind. In Absolutbeträgen gemessen war 2024 mein erfolgreichstes Jahr an der Börse, relativ betrachtet mein zweitbestes. Letztlich hätte ich auch nach Steuern meinen Lebensunterhalt ausschließlich über die Gewinne an der Börse bestreiten können. Allerdings konnte ich nun das dritte Jahr in Folge keine Überperformance erzielen und bin das zweite Jahr in Folge mit Underperformance unterwegs. Das gilt mittlerweile auch für meine Einzelaktien, die mein Depot lange deutlich positiv beeinflusst haben: Der deutliche Vorsprung in der Fünfjahreswertung (speziell 2020/2021 „herausgespielt“) ist ziemlich zusammengeschmolzen. Ein Blick auf die letztlich überschaubaren Börsenaktivitäten: Nachdem ich 2023 meine Investitionsquote deutlich erhöht hatte, ich aber eher eine langfristige Strategie fahre, war klar, dass ich dieses Jahr nicht so viel Bewegung haben werde. So blieb es am Ende bei 10,5 Einkäufen: - Vier „sparplanartige“ Nachkäufe beim Vanguard FTSE All World (A2PKXG) - Zwei Nachkäufe bei Einzeltitel (Richter Gedeon und Sims) - Drei Neuzugänge bei Einzeltitel (BHP, Grab und SentinelOne) - Ein Wiedereinstieg beim iShares Global Clean Energy - Der testweise Versuch der direkten Dividendenwiederanlage bei Rio Tinto Der endgültige Komplettverkauf erfolgte bei meinem ETF auf australische Staatsanleihen. Den MSCI Europe Small Caps sowie Palantir habe ich jeweils um ein Drittel reduziert. Tops 2024: - meine beste Aktion war eine Nicht-Aktion: Palantir hatte ich unterjährig fast schon verkauft, seitdem ging es noch einmal dreistellig nach oben. - Die Tech-Einzelaktien haben sich auch sehr positiv entwickelt - Gold und Silber haben bemerkenswert stark angeschoben Flops 2024 - Die Nebenwerte Steico, Verbio und Befesa haben sich fast halbiert - Viele weitere Einzelwerte mit leichten Verlusten - Bei den ETFs haben der Timber, Vietnam und Korea die Bilanz deutlich getrübt Aktienquote aktuell 55%, Edelmetall 35% und Cash fast 8%. Gedöns wie Anleihen und Kryptos 2%. Insgesamt bin ich mit 2024 börsentechnisch sehr zufrieden. Die Summe meiner Kursgewinne in diesem Jahr entspricht meinem damaligen Gesamtvermögen, mit dem ich mich vor knapp zehn Jahren allmählich an der Börse begonnen habe. Ernsthaft betreibe ich die Geldanlage nun seit sechs Jahre, zuvor hatte ich die ersten beiden Jahre doch eher getradet (Haltedauer 1-3 Monate) und danach lange die Mehrheit meines Vermögens noch auf dem Giro. Etwa Mitte 2019 hatte ich dann erstmalig mehr Geld investiert als an der Seitenlinie. Damals noch mit vielen Anleihen, so dass Benchmarking schwerfällt. Das 30/70-Kommer oder All-Weather-Portfolio hat vielleicht bis Mitte 2021 ganz gut gepasst, mittlerweile ist mein Aktienanteil aber deutlich höher. Ich bin froh, dass ich nie komplett dogmatisch war und meine Strategie immer wieder angepasst habe. Seit Oktober erhöhe ich wieder vorsichtig die Cash-Quote, zumindest der Jahresstart könnte durchaus holprig werden. Ich wünsche allen Mitlesern hier einen guten Rutsch und danach ein friedvolles und gesundes Jahr 2025! Depot Ende Q4 2024.pdf Performancevergleich Q4 2024.pdf Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PapaPecunia Juli 4, 2025 · bearbeitet Juli 4, 2025 von PapaPecunia Bericht zur Halbjahresmitte 2025 Ein ungewöhnliches Halbjahr neigt sich dem Ende zu – zumindest börsentechnisch war es ganz gut. Ein hoher Edelmetallanteil sowie ein geringer US-Anteil haben mir eine ganz anständige Rendite beschert. Den größten Teil der Rendite verdanke ich einer ganzen Reihe von richtig gut gelaufenen Einzelwerten. Im Februar war ich sehr aktiv und habe das Depot ein bisschen umgestaltet. Die erste Aufregung um die Zölle habe ich ein klein wenig für Nachkäufe genutzt. Dieses Jahr hatte ich auch mal nennenswerte Verkäufe: - Drei Komplettverkäufe Anfang Januar (CD Projekt, Dassault Systemes sowie der Arca Gold Bugs) - Positionsreduzierung Alphabet Anfang Februar - Drei Teilverkäufe von Palantir (Gewinnmitnahme) Nachkäufe bei bestehenden ETF-Positionen (Vietnam, zweimal Vanguard EM, Korea, Far East small caps) sowie bei Rio Tinto Neueinstieg bei Nu Holdings am 27.02, danach zwei weitere Aufstockungen. Neueinstieg bei Hornbach Holding (27.02) Neueinstieg Align Technology (04.04) Damit ist die Parität zwischen ETF und Einzelaktien wieder halbwegs hergestellt. Insgesamt ist der Aktienanteil leicht nach oben gegangen, der Cash-Anteil etwas nach unten. Absolut habe ich meinen Tagesgeldanteil doch deutlich erhöht, auf nun 3%. Davon sind 1% optional ziehbare Investitionsreserve, der Rest soll bis auf Weiteres unangetastet bleiben. Hintergrund: Ich bin von heute auf morgen erkrankt und momentan im Krankengeld. Voraussichtlich wird das noch drei Monate so bleiben, danach ist es offen wann und in welchem Umfang ich auf meine Arbeitsstelle zurückkehren kann. Von vollständiger Genesung bis deutlicher Veränderung ist vieles drin. Insofern war meine eher vorsichtige Investitionsquote bereits ein Segen, denn selbst bei mehrmonatiger Krankheit werde ich nicht in die Verlegenheit kommen, etwas verkaufen zu müssen. Auch mit meiner Gesamtaufstellung kann ich momentan ganz gut leben. Wenn es zu Extremfällen kommt (ganz langer Ausfall oder keine Rückkehr in meinen Job möglich), dann muss ich mir natürlich noch einmal Gedanken machen. P.S: Ich wasche immer noch im Waschsalon Performancevergleich Q2 2025.pdf Depot Ende Q2 2025.pdf Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Ecke908090 Juli 5, 2025 Komm wieder auf die Beine, mein Großer! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schildkröte Juli 6, 2025 Gute Besserung! Ich drücke Dir die Daumen, dass Du bald wieder auf die Beine kommst. Dann wird hoffentlich auch wieder Ruhe im Job einkehren. Wenn nicht, würde ich mir was anderes, hoffentlich ruhigeres suchen. Selbst wenn es vielleicht nicht ganz so gut bezahlt ist. Geld ist nicht alles, dafür die Gesundheit. Das ist doch ein großes Privileg bei steigendem Vermögen, dass man im Job nicht jeder Möhre nachjagen muss. Ist der Waschsalon bei Dir in der Nähe oder stellt es logistisch eine kleine Herausforderung dar, dort zu waschen? Falls er nicht um die Ecke ist, gönn Dir als nächstes eine eigene Waschmaschine. Kostet nun wirklich nicht die Welt und ist auf Dauer günstiger als der Waschsalon. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PapaPecunia Juli 6, 2025 @Sapine @Ecke908090 @LongtermInvestor @Schildkröte Vielen herzlichen Dank für die netten Genesungswünsche! Es ist im Übrigen nichts lebensbedrohliches. So bescheiden die Lage ist, so demütig muss man auch sein, dass ich mittlerweile in einem Alter bin, in dem auch noch ganz andere Diagnosen kommen könnten. Der Hinweis auf den Waschsalon bezieht sich auf diesen schrulligen off-topic-Thread der sich mit meiner (natürlich ungewöhnlichen) Nutzung eines Waschsalons beschäftigte. Der Salon ist wirklich genau ums Eck, die 90 Sekunden Fußweg sind schon extrem großzügig geschätzt. Ich lebe aber mittlerweile nicht mehr ganz so frugal wie früher, gerade beim Thema Nahrungsmittel gebe ich mittlerweile relativ viel Geld aus. Der etwas ernsthaftere Hintergrund des Threads ist der, dass früher der berühmte "Notgroschen" oft mit einem Waschmaschinen-Ausfall begründet wurde. Ich habe nun ein ganz anderes Szenario kennengelernt, bei dem es Sinn macht, zumindest zwei, drei Monatsausgaben liquide zu haben (die Lücke zwischen Krankengeld und Gehalt kann in Extremfällen auch mal ein paar Wochen betragen und bedeutet fast immer eine deutliche Verringerung des Monatsbudgets). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PapaPecunia 3. Januar Jahresbilanz 2025 Ein goldenes bzw. silbernes Jahr an der Börse, privat nur mäßig aber wenigstens mit halbwegs günstigem Ende: Ich bin nach längerer Krankheit auch schon wieder eine Weile zurück im Job. Leider mit der Einschränkung, dass ich nicht ganz sicher bin, wie langfristig nachhaltig ich unterwegs bin. Wenn ich ehrlich zu mir bin, dann muss ich zeitnah einen Schlüssel finden, mit dem Stress umzugehen. Insgesamt habe ich in den letzten zehn Jahre gesundheitlich einfach zu viel riskiert und bezahlt. Meine Performance an der Börse war dieses Jahr sehr gut – es wird echt eine Herausforderung, die Gewinne diesen Jahres (sowohl relativ als auch absolut) irgendwann einmal zu wiederholen. Ich wäre zu Jahresbeginn mit einem Drittel zufrieden gewesen und das gilt auch für nächstes Jahr. Seit Mai kennt meine Performance nur noch den Weg steil nach oben. Der Dezember war mit Abstand mein bester Monat aller Zeiten, es folgt der Januar diesen Jahres, danach der April 2020, September 2025 und Oktober 2025… 2025 war das Jahr der Gold Bugs und ich habe davon massiv profitiert. Trotz einiger Zukäufe im Bereich Aktien hat sich durch die massiven Gewinne im Edelmetallbereich meine Gewichtung von 35% Edelmetalle auf 42% verschoben. Aktivitäten im Jahresverlauf: Drei Komplettverkäufe Anfang Januar (CD Project, Dassault Systemes sowie der Arca Gold Bugs) Leichte Positionsreduzierung Alphabet Anfang Februar (rückwirkend nicht so clever) sowie Deutsche Beteiligungs AG (Dezember) Drei Teilverkäufe von Palantir (Gewinnmitnahmen) – aus heutiger Sicht zu früh, aber wenn man bei dieser hochspekulativen Wette nicht mal Gewinne mitnimmt, wann dann? Nachkäufe bei bestehenden ETF-Positionen (Vietnam, dreimal Vanguard EM, Korea, Far East Small Caps) sowie bei Rio Tinto und SentinelOne. Eher kosmetische Positionserhöhungen bei Shimano und Grab, Befesa und Steico. Neueinstieg bei Nu Holdings Ende Februar, danach zwei weitere Aufstockungen. Neueinstieg bei Hornbach Holding (Ende Februar) Neueinstieg Align Technology (Anfang April) Neueinstieg bei DBS Group Holdings (Anfang November) Meine Einnahmen haben unter der gesundheitlichen Situation gelitten, aber deutlich weniger als angenommen. Und es war wirklich gut, sich in dieser schwierigen Situation mal über Geld überhaupt keine Sorgen machen zu müssen. Wobei: Ganz kurz stand auch im Raum, dass ich ggf. beruflich nicht mehr in meinen Job zurückkommen kann. Und da habe ich festgestellt, dass meine BU (selbst wenn sie gegriffen hätte) schon zu gewissen Problemen geführt hätte. Die Sparquote lag trotz allem bei 50%. Meine Ziele für 2026 sind eher keine Finanzziele. Ich stehe finanziell solide da und muss verinnerlichen, dass ich in eine Phase meines Lebens komme, in der es wichtiger Dinge wie Geld gibt. Die da wären: Bewegung, gesunde Ernährung, weniger negativer und mehr positiver Stress und vielleicht trotz des hohen Alters noch eine Mrs.Pecunia finden und den ersten Teil meines Nicknames doch noch mit Leben füllen. Depot Ende Q4 2025.pdf Performancevergleich Q4 2025.pdf Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Stoiker 5. Januar Am 3.1.2026 um 21:26 von PapaPecunia: Die da wären: Bewegung, gesunde Ernährung, weniger negativer und mehr positiver Stress und vielleicht trotz des hohen Alters noch eine Mrs.Pecunia finden und den ersten Teil meines Nicknames doch noch mit Leben füllen. Ohne Gesundheit und funktionierende Beziehungen ist alles nichts. Du setzt die richtigen Prioritäten und ich wünsche Dir, dass Du Deine Ziele erreichst. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schildkröte 5. Januar · bearbeitet 5. Januar von Schildkröte Danke für das Update und Deine offenen Worte. Auch Dir ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr. Es freut mich, dass Du wieder arbeiten kannst. Aber so richtig zufrieden scheinst Du nicht zu sein? Wenn der Job zu stressig ist und erneute krankheitsbedingte Fehlzeiten nicht unwahrscheinlich sind, wäre dann ein Wechsel in einen weniger stressigen Job eine Option, auch wenn Du dort eventuell weniger verdienst? Mehr Freizeit sowie vor allem Gesundheit sind unbezahlbar. Wünsche Dir auch privat alles Gute! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PapaPecunia Montag um 18:51 Halbzeit 2026 Neueinstieg bei: - Ubtech Robotics (Ende Januar) - KGHM Polska Miedz SA (Ende Januar) Nachkäufe bei: - Sto (Mitte März) - Grab Holdings (Mitte März und Ende Mai) - Steico (Mitte Juni) - iShares Global Water (Mitte Juni) - iShares Timber (Mitte und Ende Juni) Endgültige Ausbuchung der russischen Staatsanleihen (Ende April) Die Nachkäufe im Baubereich (und dazu zähle ich indirekt auch den Timber ETF) verfolgen eine langfristige Strategie, hier sind die Kurse zwar teilweise gut heruntergekommen aber ich bin wahrscheinlich noch zu früh dran. Das erste Halbjahr war für mich durch ungewohnt hohe Volatilität geprägt, was auch an meinem hohen Edelmetallanteil liegt. Das hat mir im Januar bemerkenswerte Gewinne beschert (zweitbester Monat meiner persönlichen Börsengeschichte), die ich dann v.a. im März aber auch teilweise wieder abgegeben habe. Der März war der schlechteste Monate den ich bisher an der Börse hatte – schlechter als der März 2020. Im April und Mai haben mehrere Einzelwerte sowie vor allem der Korea-ETF erneut für eine sehr positive Performance gesorgt, ehe es dann im Juni wieder sehr deutlich nach unten ging. Die bisherige (Halb-)Jahresperformance stufe ich als solide ein. Dass es für mich nicht ewig so wie im letzten Jahr weitergehen würde, das war ja klar. In den letzten drei Jahren habe ich aber im Vergleich zum Markt besser performt, in den letzten fünf Jahren nur leicht schlechter. Im letzten Jahrzehnt war ich allerdings deutlich schwächer als ein All-World (hatte aber auch niemals mehr als gute 60% Aktien, gerade in den schwächeren Anfangsjahren waren es eher 25%). Für die nächsten Jahre kann ich nichts ausschließen, außer dass ich mich in einer schnell verändernden Welt für Jahrzehnte auf eine feste Strategie festlege. Wie schnell Strategien für die Tonne sind, das zeigt sich bei mir auch momentan wieder. Mein gesundheitlicher Zustand hat sich wieder deutlich verschlechtert. Rückwirkend bin ich etwas geschockt, wie klar ich das hier in meinem letzten Eintrag erkannt habe, dass ich nicht nachhaltig unterwegs bin. Denn im Alltag hatte ich das Gefühl eigentlich nicht mehr. Es ist nun aktuell wieder vieles offen und unklar, wie es mittelfristig beruflich mit mir weitergeht. Eine vollständige Genesung ist zwar möglich aber keineswegs sicher. Depot Ende Q2 2026.pdfPerformancevergleich Q2 2026.pdfPerformancevergleich Q2 2026.pdf Das wirkt sich natürlich auch auf mich als Anleger aus: Mein Anlagehorizont ist plötzlich völlig offen. Im Extremfall muss ich mich viel früher als gewollt damit auseinandersetzen, ob ich ggf. sogar frühzeitig entsparen muss. Ich habe zwar sparsam gelebt, aber nicht frugal. Ich habe zwar viel gespart, aber erst relativ spät mit gezieltem Anlegen begonnen und war dann auch lange Jahre renditemindernd eher sehr vorsichtig aufgestellt. FIRE wäre eigentlich erst in 5-8 Jahren als potentielle Option auf meiner mentalen Landkarte gewesen. Neben körperlichen Problemen hakt es auch mit der Konzentrationsfähigkeit. Grundsätzlich war mein Ansatz immer so, dass mein Depot es aushalten muss, wenn ich zwei, drei Monate nicht handeln kann. Das hat sich zwar jetzt bestätigt, aber es stellt sich die Frage – geht das auch, wenn ich ggf. zwei, drei solcher Phasen kurz hintereinander habe? Und was macht es mit meinem Depot, wenn ich nicht mehr die Energie zurückgewinne, mich regelmäßig und intensiv mit der Börse zu beschäftigen? Die ersten Auswirkungen sehe ich bereits jetzt, ich habe etwas heißgelaufene Positionen, die ich bei oberflächlicher Betrachtung „trimmen“ müsste, bin mir aber nicht ganz sicher (plus fehlen mir auch alternative Investments). Insofern werde ich ggf. perspektivisch mein Depot wieder etwas stärker konzentrieren und verstärkt im ETF-Bereich nachkaufen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Ecke908090 Montag um 19:56 Hi @PapaPecunia, sehr starke Performance und echt ein paar spannende Unternehmen, die du dein eigen nennen darfst! Ich drücke dir, nicht ganz uneigennützig , die Daumen, dass GRAB und NU weiterhin gut anspringt. Und natürlich wünsche ich dir viel Kraft und Energie im Hinblick auf deinen gesundheitlichen Zustand! PS: Ich glaube die Kommentare bei Sekisui und Sentinelone wurden vertauscht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lever-H vor 20 Stunden vor 14 Stunden von PapaPecunia: Grundsätzlich war mein Ansatz immer so, dass mein Depot es aushalten muss, wenn ich zwei, drei Monate nicht handeln kann. Das hat sich zwar jetzt bestätigt, aber es stellt sich die Frage – geht das auch, wenn ich ggf. zwei, drei solcher Phasen kurz hintereinander habe? Und was macht es mit meinem Depot, wenn ich nicht mehr die Energie zurückgewinne, mich regelmäßig und intensiv mit der Börse zu beschäftigen? Die ersten Auswirkungen sehe ich bereits jetzt, ich habe etwas heißgelaufene Positionen, die ich bei oberflächlicher Betrachtung „trimmen“ müsste, bin mir aber nicht ganz sicher (plus fehlen mir auch alternative Investments). Insofern werde ich ggf. perspektivisch mein Depot wieder etwas stärker konzentrieren und verstärkt im ETF-Bereich nachkaufen. Das klingt sehr danach, als sei eine Portfolio-Vereinfachung das richtige für Dich. Wenn die Ausgangslage bei Dir in Zukunft wieder anders aussieht, kannst Du ja wieder einen "Zoo" aufbauen.. Untenstehend mal ein KI-gestützter Vorschlag, wie man das lösen könnte.. Und: Gute Besserung! Nichts ist so wichtig wie die Gesundheit! Das Portfolio hat aktuell rund 45 Einzelpositionen (davon ~30 Einzelaktien mit oft unter 1% Gewichtung, 9 Aktien-ETFs, physische und zertifizierte Edelmetalle, Cash, Auto-Restwert und Krypto-Reste) – das ist administrativ aufwendig, ohne dass die vielen Kleinstpositionen noch relevanten Diversifikationsnutzen bringen. Eine Vereinfachung sollte auf drei Hebeln ansetzen: Einzelaktien konsolidieren, ETF-Landschaft bündeln und Edelmetallformen vereinheitlichen. Einzelaktien radikal ausdünnen Von den knapp 30 Einzeltiteln liegen über 20 unter 1,5% Portfoliogewicht (z. B. Assa Abloy, Ascendas REIT, Befesa, Chemical Works Richter, DBS, Grab, Hornbach, Nu Holdings, Sekisui, Sentinelone, Sims, Steico, Sto, Ubtech, Verbio) – diese "Trostpflaster-Positionen" verursachen Pflegeaufwand, ohne das Gesamtergebnis nennenswert zu beeinflussen, da wissenschaftliche Diversifikationsstudien zeigen, dass bei über 20-30 Titeln der Streuungsgewinn kaum noch steigt, während die Komplexität weiter zunimmt. Ein pragmatischer Schnitt: nur die 6-8 Positionen mit klarer Überzeugung und ausreichender Gewichtung behalten (z. B. Alphabet, Align Technology, Palantir, Twilio, RTO/Rio Tinto, KGHM als Rohstoff-Exposure) – der Rest wird verkauft und ins Kern-ETF-Vehikel überführt. ETF-Zoo auf Kern-Satelliten reduzieren Neun verschiedene ETFs (Korea, Global Timber&Frstr, Global Water, Vietnam, MSCI East Europe Cap, Small Cap Europe, FTSE All-World, FTSE EM, AC Fex ex Japan) erzeugen erhebliche Überlappungen und Klumpenrisiken (z. B. Halbleiter-Exposure über mehrere ETFs gleichzeitig). Sinnvoller ist eine klare Kern-Satelliten-Struktur: ein breiter Welt-ETF (z. B. FTSE All-World) als Basis mit 60-70% des Aktienanteils, ergänzt um maximal 2 thematische Satelliten mit echter Überzeugung (z. B. Small Cap Europe oder Semiconductor-nahe Exposure) – die Nischen-ETFs für Korea, Wasser, Vietnam und Osteuropa werden aufgelöst, da sie laut eigenem Kommentar teils "hinterher hinkend" performen und nur kleine taktische Wetten sind. Edelmetalle auf eine Form konzentrieren Mit 34,2% ist der Edelmetallanteil ungewöhnlich hoch – aufgeteilt in Zertifikate (20,1%) und physisches Material (14,1%) . Da Zertifikate und physisches Metall wirtschaftlich denselben Zweck erfüllen, aber unterschiedliche Kosten-, Steuer- und Verwahrungsprofile haben, sollte auf eine Form konsolidiert werden – physisches Gold/Silber für den "Krisenschutz"-Kern (ca. 10-15%) reicht meist aus, Platin und die Zertifikatslinie können bei Bedarf abgebaut werden, da laut Marktkommentaren Zertifikate primär für kurzfristige Spekulation sinnvoll sind, während physisches Material die reine Diversifikationsfunktion übernimmt. Vorschlag im Überblick Konkret heißt das: Verkauf der ~20 Kleinstaktien und der 5-6 Nischen-ETFs, Bündelung der Erlöse in den Welt-ETF, Reduktion der Edelmetallzertifikate zugunsten des physischen Bestands und Streichung der Krypto-Reste und des Auto-Restwerts aus der aktiven Depotführung. Damit sinkt die Positionszahl von rund 45 auf etwa 12-15, was Übersicht, Rebalancing und steuerliche Nachverfolgung erheblich vereinfacht, ohne die Grundausrichtung (Aktien-Übergewicht mit Edelmetall-Absicherung) aufzugeben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PEOPLES vor 19 Stunden Irgendwas passt bei dem Vorschlag nicht, da müssten ja 100% bei rauskommen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lever-H vor 19 Stunden vor 10 Minuten von PEOPLES: Irgendwas passt bei dem Vorschlag nicht, da müssten ja 100% bei rauskommen. Ich interpretiere die Auflistung so, dass die ETF-Satelliten ca. 35 % ausmachen sollen und der "Rest" dann ein Welt-ETF sein soll. Hab die KI dazu gefragt, genau so ist es. Um ein wenig "Ruhe" ins Portfolio zu bekommen, würde ich bei der ETF-Auswahl low volatility ETFs mit einbeziehen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PEOPLES vor 19 Stunden ALso nur mal überschlagen: Aktien 15%, EM 15%, 5% Cash = 35% bei mir. Dann sollen weitere 35% in Nischen ETFs? Bleiben 30% fuer den World. Aber gleichzeitig Nischenwetten reduzieren? Ich glaube deine KI hat da Logikfehler. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lever-H vor 17 Stunden vor 2 Stunden von PEOPLES: Dann sollen weitere 35% in Nischen ETFs? vor 2 Stunden von PEOPLES: Aber gleichzeitig Nischenwetten reduzieren? Ich glaube deine KI hat da Logikfehler. Jein. Ausganslage sind aktuell bestehende Nischen-ETFs. Der Vorschlag lautete dann: vor 3 Stunden von Lever-H: ETF-Zoo auf Kern-Satelliten reduzieren Neun verschiedene ETFs (Korea, Global Timber&Frstr, Global Water, Vietnam, MSCI East Europe Cap, Small Cap Europe, FTSE All-World, FTSE EM, AC Fex ex Japan) erzeugen erhebliche Überlappungen und Klumpenrisiken (z. B. Halbleiter-Exposure über mehrere ETFs gleichzeitig). Sinnvoller ist eine klare Kern-Satelliten-Struktur: ein breiter Welt-ETF (z. B. FTSE All-World) als Basis mit 60-70% des Aktienanteils, ergänzt um maximal 2 thematische Satelliten mit echter Überzeugung (z. B. Small Cap Europe oder Semiconductor-nahe Exposure) – die Nischen-ETFs für Korea, Wasser, Vietnam und Osteuropa werden aufgelöst, da sie laut eigenem Kommentar teils "hinterher hinkend" performen und nur kleine taktische Wetten sind. Die KI berücksichtigte wohl, dass der Anleger durchaus gewillt ist, leicht vom Marktstandard abzuweichen. Der vorgeschlagene small cap europe ist breit diviersifiziert (800-1000 Titel, jeweils max. 1 % je Titel). Ich würde aber ohnehin nicht blind einen KI-Vorschlag übernehmen. Es sollte lediglich ein Denkanstoß sein, in welche Richtungen Vereinfachungen möglich wären. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag