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Madame_Q

Beobachtung verschiedener Assetklassen

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Sloth
Posted
Am 10.2.2022 um 18:29 von Nespresso99:

Mir persönlich sind die Kosten zu hoch, um als Privatanleger einen Mehrwert durch Diversifikation auf Assetrisikoklassenebene  nachhaltig generieren zu können.

Für mich im risikobehafteten Anteil gerne 100% Aktien.

Was für Kosten?

 

Zum Beispiel das Fairvalue Multi Asset ETF-Portfolio könnte man einmal mit Sparplänen einrichten und dann einmal im Jahr rebalancen.

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s1lv3r
Posted · Edited by Madame_Q
Am 16.2.2022 um 23:05 von Sloth:

Zum Beispiel das Fairvalue Multi Asset ETF-Portfolio könnte man einmal mit Sparplänen einrichten und dann einmal im Jahr rebalancen.

Würdest du sowas kaufen? :huh: Für mich ist das einfach nur ein Haufen wild zusammengewürfelter Assets, deren Kombination durch Zufall in der Vergangenheit "optimal" funktioniert hat. Nur ein Wort: Overfitting. Backtesting hat schon seinen Sinn, aber wenn man es übertreibt, bekommt man halt eine Strategie, die nur in der Vergangenheit funktioniert hat.

 

Allein die starke EM Übergewichtung ist schon krass für ein Portfolio dessen erklärtes Ziel ist die Rendite vom ACWI mit weniger Risiko abzubilden.

 

Wenn ich von der Marktkapitalisierung deutlich abweichen soll, würde ich für meine Strategie neben extensiven Backtests auch einen starken argumentativen Unterbau verlangen. Ein "Diese Random-Kombination von 7 Assets hat in der Vergangenheit gut funktioniert" würde mir zumindest nicht ausreichen.

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Sloth
Posted

Es gibt ja zu genüge Alternativen, insbesondere aus dem US-amerikanischen Raum:

https://portfoliocharts.com/portfolios/

Mir ging es primär darum darauf zu verweisen, dass die Umsetzung eines Multi Asset ETF-Porfolios gar nicht so schwer oder zeitaufwendig sein muss.

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
vor 9 Stunden von s1lv3r:

Für mich ist das einfach nur ein Haufen wild zusammengewürfelter Assets, deren Kombination durch Zufall in der Vergangenheit "optimal" funktioniert hat. Nur ein Wort: Overfitting. Backtesting hat schon seinen Sinn, aber wenn man es übertreibt, bekommt man halt eine Strategie, die nur in der Vergangenheit funktioniert hat.

Sehe ich ähnlich.

Aktuell Entscheidungen rein auf Backtesting zu treffen, halte ich für gefährlich (vielleicht so gefährlich wie nie). 

Das betrifft alle Assetklassen (auch Aktien).

vor 9 Stunden von Sloth:

Mir ging es primär darum darauf zu verweisen, dass die Umsetzung eines Multi Asset ETF-Porfolios gar nicht so schwer oder zeitaufwendig sein muss.

Trotzdem wird sie in jedem Fall teurer sein, als "Tagesgeld + billiger Welt-Aktien-ETF", wenn es rein um die Renditeerwartung geht, sprich: "Wie viel mögliche Rendite-Power bekomme ich für ...Gebühren."

 

Das Mentale ist eher das Problem bei Eigenbaus.

Rohstoffe hätte man z.B. ca. zehn Jahre lang immer nachkaufen müssen, als sie stetig gefallen sind. Die meisten sind daran gescheitert und haben schon nach einigen Jahren das Handtuch geworfen.

So etwas kann mit jedem Asset passieren.

DAS ist die Herausforderung bei Multi-Asset-Eigenbaus.

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Sloth
Posted · Edited by Sloth
vor einer Stunde von Madame_Q:

Das Mentale ist eher das Problem bei Eigenbaus.

Rohstoffe hätte man z.B. ca. zehn Jahre lang immer nachkaufen müssen, als sie stetig gefallen sind.

Das gleiche gilt aber auch für einen ARERO oder All-World. Auch dort braucht man in einer Krise die mentale Stärke weiter zu investieren. Wenn ein Multi Asset ETF-Porfolio oder ARERO in der Krise weniger abtaucht als der All-World, dann hilft das psychisch sicherlich.

Ich war jedenfalls überrascht, wie lange Aktien im Vergleich zu Bargeld und Anleihen über längere Strecken auch schwächer abgeschnitten haben. Siehe etwa:

2018-09-13-1-wp-how-long-can-factorbased

Quelle: Kowara, M., & Kaplan, P. D. (2018). How Long Can a Factor-Based Portfolio Underperform? Morningstar. https://www.morningstar.com/insights/2018/09/13/factor-based
 

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Madame_Q
Posted
vor 28 Minuten von Sloth:

Das gleiche gilt aber auch für einen ARERO

Eben nicht, weil dieser das nötige Rebalancing stur automatisch und konsequent durchzieht, während viele einen Arero-Nachbau nicht durchhalten, weil sie das Grübeln anfangen.

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s1lv3r
Posted

@Sloth 99% der Arero-Anleger wissen doch gar nicht, welche der enthaltenen Komponenten gerade gut oder schlecht laufen. Zumindest solange sie nicht gerade durch Zufall hier mitlesen ... und genau das ist eben ein großer Vorteil auf der mentalen Seite des Investierens für den Arero.

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Madame_Q
Posted
vor 2 Minuten von s1lv3r:

@Sloth 99% der Arero-Anleger wissen doch gar nicht, welche der enthaltenen Komponenten gerade gut oder schlecht laufen. Zumindest solange sie nicht gerade durch Zufall hier mitlesen ... und genau das ist eben ein großer Vorteil auf der mentalen Seite des Investierens für den Arero.

:thumbsup:

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Sloth
Posted
vor 41 Minuten von Madame_Q:

Eben nicht, weil dieser das nötige Rebalancing stur automatisch und konsequent durchzieht, während viele einen Arero-Nachbau nicht durchhalten, weil sie das Grübeln anfangen.

Für wen DIY nicht passt, der kann sicher bald über günstige Robo-Advisor eine passive Anlagestrategien mit Rebalancing umsetzen. Gerd Kommer Capital ist noch ein bisschen teurer im Vergleich zum ARERO, aber vielleicht sieht das bei Vanguard demnächst dann schon anders aus. Ich bin gespannt.

 

@s1lv3r Ich denke auch, dass bei einer passiven Strategie "bewusste Unwissenheit" hilfreich sein kann. Dies gilt aber auch bei ganz normalen Single- oder Multi-Asset Strategien. Einmal einrichten und dann laufen lassen (set and forget). Rebalancing kann zwar auf lange Sicht leichte Performancevorteile bringen, aber die scheinen doch sehr moderat auszufallen.

 

Es geht hier – so würde ich behaupten – nicht um die "99% der Arero-Anleger", sondern um uns. Also die, die sich gerne eingehender mit der Thematik beschäftigen mögen.

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Madame_Q
Posted
vor 2 Minuten von Sloth:

Es geht hier – so würde ich behaupten – nicht um die "99% der Arero-Anleger", sondern um uns.

Klar, aber man nimmt den Arero eben oft als Beispiel, weil er DAS bekannteste Multi-Asset-1-Fonds-Produkt ist mit eben drei (nicht nur zwei) Assetklassen.

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q

Ich gebe jetzt einfach mal einen Asset-Tipp ab:

Ich glaube, dass Gold und Goldminenaktien die nächsten Monate steigen werden.:myop:

....und nein...ich traue mich nicht, selbst zu investieren.:D

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Sapine
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Du wirst doch nicht etwa der Charttechnik vertrauen? Oder sind es fundamentale Betrachtungen? 

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
Am 17.2.2022 um 17:41 von Sapine:

Du wirst doch nicht etwa der Charttechnik vertrauen? Oder sind es fundamentale Betrachtungen? 

Keine Sorge - mit Charttechnik kenne ich mich nicht aus (nur das übliche Zeug mit 200 Tage Linie usw.).:D

 

Ich vermute einfach, dass Gold eben aufgrund der Unsicherheiten (Betonung auf Mehrzahl!) wieder in den Focus rücken könnte. Läuft das längere Zeit gut, profitieren meist auch die Goldminen davon (nach dem Corona-Crash war das auch so).

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Cornwallis
Posted

Hallo,

ich darf?

Als Aufhänger:

Am 17.2.2022 um 17:47 von Madame_Q:

Keine Sorge - mit Charttechnik kenne ich mich nicht aus (nur das übliche Zeug mit 200 Tage Linie usw.).

Ich sehe dieses hier ganz genauso.

Am 18.2.2022 um 17:58 von Madame_Q:

Wenn man sich mal ansieht, wie viel manche (kleineren) Werte im Nasdaq eingebrochen sind, dann ist das echt krass.

Ich habe hierüber leider keine Zahlen oder Stastiken gesammelt oder abgerufen, erst recht nicht im Zeitverlauf oder in anderer Granularität.

 

Falls Du diese Aussagen kombinieren möchtest, möchte ich Dir das sogenannte Hindenburg Omen vorstellen.

Dieses setzt im Endeffekt die Anzahl der sinkenden Preise in Relation zu der Anzahl der steigenden; gilt dennoch eher als technischer Indikator. Ich bin allerdings auch nicht in die Details der Modellierung und Parametrisierung dieses Indikators eingestiegen; halte ihn aber für sehr interessant, auch wenn er hier nicht besonders gut weg gekommen ist. Mein ausdrücklicher Dank geht nochmal an alle Autoren in diesem Faden. (Wirklich alle? Nein, ein kleines gallisches Dorf.. )

 

Auf die Schnelle gibt die Suchmaschine meines Vertrauens dieses, allerdings mit Bezug zum S&P500 und scheinbar vor einem Jahr hört der Zeitstrahl auf:

 

image.png.a89704f11aa728362fe53fa9067831f8.png

 

Übrigens sind auch einige der weiteren Indikatoren auf dieser Seite noch ganz interessant.

 

Zum Thema:

Ich habe aktuell in meinem Aktiendepot ~ 24 % Energie/Rohstoffe und ~ 20 % Schifffahrt (DER unerwartete Covid-Gewinner schlechthin). Dies und der Verzicht auf allzugroße Versuche im hochtechnologischen 'Wachstumsbereich' (wohl häufig eher: Risikokapital für Existenzgründer) besorgen mir glatt +/- 0 % ytd  Performance.

 

Gruß

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q

Da es einige (mich auch) oftmals interessiert, wie weit weg vom All-Time-High mittlerweile bestimmte Assets/Aktien-Regionen/Aktien-Faktoren sind, hier meine aktuelle Übersicht.

 

Ganz rechts ist zu sehen, wie viel Prozent unter dem ATH das jeweilige Produkt ist.

Das Datum unter dem Kaufkurs mittig zeigt, wann das jeweilige ATH war.

Falls Fragen sind, gerne posten.

 

1.thumb.jpg.c9a0e45dee4d7fe30e799599b5272481.jpg2.thumb.jpg.79db3bb114a618f260d42d4613b23f1f.jpg3.thumb.jpg.b24f2d1dcc47b81beb90980182792074.jpg4.thumb.jpg.fff20dfac3ad20a2c2a7e9b7823e083a.jpg

 

Zur aktuellen Lage (wer will) noch ein paar Gedanken unseres Exports, Markus Koch:

 

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q

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Ein Blick reicht, um zu sehen, was grün ist und den schlechten Nachrichten Stand hält.

Gold, Goldminen, Rohstoffe und auch die Langläufer-Anleihen.

Das Bild oben ist eigentlich ein Musterbeispiel, dass in gewissen Krisen (nicht in allen!) ein breit diversifiziertes Portfolio über mehrere Assetklassen immer noch Sinn hat.

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pillendreher
Posted · Edited by Madame_Q
vor 2 Stunden von Madame_Q:

Ein Blick reicht, um zu sehen, was grün ist und den schlechten Nachrichten Stand hält.

Gold, Goldminen, Rohstoffe und auch die Langläufer-Anleihen.

Auch meine Schweizer-Franken UBS (Lux) Fund Solutions - SBI® Foreign AAA-BBB 1-5 ESG UCITS ETF WKN: A1H9GF

machen heute das, wofür sie im Depot sind -> Stabilität bringen

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q

Nachtrag (danke an @chirlufür den Hinweis):

Xetra ist besser (sofern es geht, einige Produkte sind dort nicht handelbar). Sonst werden die Tages-Daten zum Vergleichen zu sehr verfälscht.

 

Hier also nochmal (inkl. Pille´s Schweizer Käse) und sortiert nach "Tages-Looser":

(Der Kaufkurs stellt hierbei das All-Time-High des jeweiligen Assets/Produktes dar samt dem Datum, wann das ATH war).

 

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Warum nur musste ich heute wieder an Dalio´s Allwetter-Depot denken? :huh:

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Maciej
Posted

Am Ende des Tages sieht das Bild schon wieder ganz anders aus. :P

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Madame_Q
Posted

In der Tat war das glaube ich einer der krassesten "Assetklassen-Performancewechsel" innerhalb eines Tages:blink:

 

Heute scheint es nochmal zu drehen. Verrückt.

Dies zeigt, wie unberechenbar eben alles ist. 

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wertomat
Posted

Für Leute mit klarem Vorgehen bezüglich Asset Allocation wäre gestern morgens, Mittags, und Abends Rebalancing angesagt gewesen.
 

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Sapine
Posted
vor 3 Minuten von wertomat:

Für Leute mit klarem Vorgehen bezüglich Asset Allocation wäre gestern morgens, Mittags, und Abends Rebalancing angesagt gewesen.

So punktgenau schafft man das selten und ob wir den Tiefpunkt schon hatten, weiß auch keiner. 

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wertomat
Posted
vor 1 Minute von Sapine:

So punktgenau schafft man das selten und ob wir den Tiefpunkt schon hatten, weiß auch keiner. 

In meinen Augen bedeutet klares Vorgehen sinnvollerweise "bei X Prozent Unterschied zur Wunsch-Asset-Allocation" rebalancen.
Dafür braucht es ja keinen Tiefpunkt.
Und je nach Prozent-Höhe wäre das Mittags erreicht gewesen, und Abends dann wieder.

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Sapine
Posted

Welche Prozenthöhen hast Du definiert und wovon?

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wertomat
Posted

Ich selbst arbeite nicht so eng, und lasse Gewinne und Verluste einfach meist länger laufen.

Aber in meinen Augen könnte, wenn man denn mit einer eng definierten Asset Allocation arbeiten will, z.B, eine Vorgehensweise (Beispiel mit einfachen Werten):
50% Festgeld, 35 MSCI World, 5% Emerging Markets, 10% Gold
Bei Abweichungen von mehr als 2,5% wird rebalanced.
Ich halte ein Rebalancing nach Abweichung eigentlich für sinnvoller als Rebalancing nach Zeit (wie 2 x jährlich)

Ich glaube, xfklu geht so in der Art vor.

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