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Offensiv/Defensiv-Portfolio

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Glory_Days
Posted · Edited by Glory_Days

Vorstellung eines modernen, kostengünstigen und diversifizierten Portfolios mit notwendigem Rebalancing - das sogenannte Offensiv/Defensiv-Portfolio.

  • 50% Aktien Offensiv
    • 25% iShares NASDAQ 100 UCITS ETF (Acc) (ISIN: IE00B53SZB19) (TER: 0,33%, TD: 0,26%, AUM: 7,72 Mrd. USD) (Link)

    • 25% iShares S&P 500 Information Technology Sector UCITS ETF (Acc) (ISIN: IE00B3WJKG14) (TER: 0,15%, TD: -0,07%, AUM: 3,14 Mrd. USD) (Link)

      • Alternativ: SPDR S&P U.S. Technology Select Sector UCITS ETF (Acc) (ISIN: IE00BWBXM948) (TER: 0,15%, TD: -0,12%, AUM: 0,53 Mrd. USD) (Link)

      • Alternativ: Xtrackers MSCI World Information Technology UCITS ETF 1C (Acc) (ISIN: IE00BM67HT60) (TER: 0,25%, TD: 0,16%, AUM: 1,92 Mrd. EUR) (Link)

  • 20% Aktien Defensiv

    • 10% iShares S&P 500 Consumer Staples Sector UCITS ETF (Acc) (ISIN: IE00B40B8R38) (TER: 0,15%, TD: -0,35%, AUM: 0,25 Mrd. USD) (Link)

      • Alternativ: SPDR S&P U.S. Consumer Staples Select Sector UCITS ETF (Acc) (ISIN: IE00BWBXM385) (TER: 0,15%, TD: -0,33%, AUM: 0,27 Mrd. USD) (Link)
      • Alternativ: Xtrackers MSCI World Consumer Staples UCITS ETF 1C (Acc) (ISIN: IE00BM67HN09) (TER: 0,25%, TD: -0,10%, AUM: 0,65 Mrd. EUR) (Link)
    • 10% iShares S&P 500 Utilities Sector UCITS ETF (Acc) (ISIN: IE00B4KBBD01) (TER: 0,15%, TD: -0,40%, AUM: 0,12 Mrd. USD) (Link)

      • Alternativ: SPDR S&P U.S. Utilities Select Sector UCITS ETF (Acc) (ISIN: IE00BWBXMB69) (TER: 0,15%, TD: -0,35%, AUM: 0,04 Mrd. USD) (Link)

      • Alternativ: Xtrackers MSCI World Utilities UCITS ETF 1C (Acc) (ISIN: IE00BM67HQ30) (TER: 0,25%, TD: -0,04%, AUM: 0,22 Mrd. EUR) (Link)

    • Alternativ: 10% iShares S&P 500 Health Care Sector UCITS ETF (Acc) (ISIN: IE00B43HR379) (TER: 0,15%, TD: -0,15%, AUM: 1,93 Mrd. USD) (Link)
      • Alternativ: SPDR S&P U.S. Health Care Select Sector UCITS ETF (Acc) (ISIN: IE00BWBXM617) (TER: 0,15%, TD: -0,12%, AUM: 0,37 Mrd. USD) (Link)

      • Alternativ: Xtrackers MSCI World Health Care UCITS ETF 1C (ISIN: IE00BM67HK77) (TER: 0,25%, TD: 0,10%, AUM: 1,92 Mrd. EUR) (Link)

  • 10% Gold

    • EUWAX Gold II (ISIN: DE000EWG2LD7, AUM: 1,14 Mrd. Euro) (Link)

      • Alternativ: Xetra-Gold (ISIN: DE000A0S9GB0, AUM: 13,93 Mrd. EUR) (Link)

  • 10% Rohstoffe

    • L&G Longer Dated All Commodities UCITS ETF (Acc) (ISIN: IE00B4WPHX27) (TER: 0,30%, TD: 0,61%, AUM: 0,97 Mrd. USD) (Link)

      • Alternativ: Xtrackers Bloomberg Commodity ex-Agriculture & Livestock Swap UCITS ETF 2C (Acc) (ISIN: LU0460391732) (TER: 0,29%, TD: N/A, AUM: 0,28 Mrd. EUR) (Link)

  • 10% Kryptowährungen

    • 5% Bitcoin (Ticker: BTC, Marktkapitalisierung: 755,87 Mrd. USD) (Link)

    • 5% Ethereum (Ticker: ETH, Marktkapitalisierung: 352,19 Mrd. USD) (Link)

Das Portfolio benötigt wiederkehrende Eingriffe durch Rebalancing. Folgende mögliche Varianten werden von mir empfohlen (Variante zwei präferiert):

  • Jährliches Rebalancing zu einem fest definierten Termin im Jahr
  • Schwellwert-Rebalancing bei relativer prozentualer Abweichung von der Zielgewichtung um 25-50% (geometrische Definition, z.B. Schwellwerte von  -25% und +33,33% bzw. -50% und +100%)

Der Offensiv/Defensiv-Ansatz ist langfristig orientiert (Anlagehorizont > 20 Jahre) und erlaubt den Austausch einzelner Komponenten - sofern fundamentale Änderungen im Laufe der Zeit eintreten. Das Grundprinzip zwischen offensiven und defensiven Assetklassen soll dabei aber erhalten bleiben.

Backtest via backtest.curvo.eu (in leicht abgewandelter Form aufgrund der nicht-Verfügbarkeit einzelner ISINs und mit absolutem Schwellwert-Rebalancing von +- 20% wegen fehlender Funktionalität).
 

Defensivere Variationen des originalen Portfolios sehen eine Reduktion des 50% Aktien Offensiv-Anteils vor und können folgendermaßen umgesetzt werden (Link):

  • 40% Aktien Offensiv | 20% Aktien Defensiv | 15% Gold | 15% Rohstoffe | 10% Kryptowährungen
    • Alternativ: 40% Aktien Offensiv | 30% Aktien Defensiv | 10% Gold | 10% Rohstoffe | 10% Kryptowährungen
  • 30% Aktien Offensiv | 20% Aktien Defensiv | 20% Gold | 20% Rohstoffe | 10% Kryptowährungen
    • Alternativ: 30% Aktien Offensiv | 30% Aktien Defensiv | 15% Gold | 15% Rohstoffe | 10% Kryptowährungen

Eine defensivere Variante, die anstelle von Aktien Offensiv und Krypto auf den breiten Aktienmarkt setzt, mit mittlerem Anlagehorizont (Anlagehorizont > 10 Jahre) (Link):

  • 40% Aktien Markt | 30% Aktien Defensiv | 15% Gold | 15% Rohstoffe

Eine defensivere Variante explizit für kürzere Anlagehorizonte (Anlagehorizont > 5 Jahre) mit gleichverteilter Asset Allokation (Link):

  • 25% Aktien Offensiv | 25% Aktien Defensiv | 25% Gold | 25% Rohstoffe
     

Stand: 11.06.2022

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q

Das ist das schon im Stagflationsthread gepostete Portfolio oder?

 

Die Aufteilung der Assetklassen finde ich gut und recht passend. 

Warum gibst du dem Aktienteil aber eine so starke amerikanische Gewichtung?

Das ist eine extreme Wette auf Amerika. Das finde ich extrem riskant. 

Ist es deshalb, weil China aktuell Probleme hat und Europa durch den Krieg mehr leidet?

 

vor 16 Minuten von Glory_Days:

Backtest via backtest.curvo.eu

So gut ich backtest.curvo auch finde, gerade bei diesem Portfolio wäre ich mit Backtests äußerst vorsichtig, weil der Performance-Turbo der USA in den letzten zehn Jahren gerade jetzt mit der Zinswende vorbei sein könnte. EM (die ja so schlecht liefen) komplett wegzulassen, könnte sich rächen.

Eigentlich sollte man eher das kaufen, was die letzte Zeit keiner wollte und schlecht gelaufen ist (sieht man ja jetzt prima an den Rohstoffen). Zumindest sollte man es nicht komplett weglassen.

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Glory_Days
Posted · Edited by Glory_Days
vor 32 Minuten von Madame_Q:

Das ist das schon im Stagflationsthread gepostete Portfolio oder?

Genau, ich wollte das Portfolio ein bisschen an besser sichtbarer Stelle präsentiert - interessiert vielleicht noch mehr User als die Leser/innen des anderen Threads.

vor 32 Minuten von Madame_Q:

Warum gibst du dem Aktienteil aber eine so starke amerikanische Gewichtung?

Das ist eine extreme Wette auf Amerika. Das finde ich extrem riskant. 

Ist es deshalb, weil China aktuell Probleme hat und Europa durch den Krieg mehr leidet?

Das mit der Gewichtung stimmt zwar, ist aber eine durchaus bewusste Entscheidung. Viele der Unternehmen agieren global bzw. haben ein länderunabhängiges Geschäftsmodell. Das halte ich im Zweifel für wichtiger als eine weltweite Verteilung der Firmensitze in der Auswahl der ETFs. Auch sehe ich gegenwärtig keine großartigen Alternativen - was sich in den nächsten Jahrzehnten möglicherweise ändern könnte. Aus diesem Grund habe ich versucht - sofern vorhanden - immer auch weltweit gestreute Alternativen anzubieten. Am Ende wird diese Entscheidung meines Erachtens nach nicht wesentlich sein (bzw. unwesentlicher als andere Entscheidungen) - aber das Gefühl spielt beim Investieren natürlich immer auch eine wichtige Rolle.

vor 32 Minuten von Madame_Q:

Ist es deshalb, weil China aktuell Probleme hat und Europa durch den Krieg mehr leidet?

Hinsichlich Europa hätte ich die Entscheidung sehr wahrscheinlich seit Jahren in gleicher Weise getroffen. Das ist nicht nur im Hinblick auf die bekannten Schwierigkeiten Europas zu sehen, sondern hat implizit auch mit dem Human Kapital zu tun, das bei deutschen Anlegern typischerweise an Deutschland bzw. Europa gebunden ist (eine Art Anti-Home Bias). Bzgl. China bin ich etwas zwiegespalten - hier hat bei mir in den vergangenen Jahren zumindest teilweise ein Umdenken eingesetzt. Die Welt kann und wird sich aber natürlich weiter wandeln. Vor diesem Hintergrund werde ich das Geschehen dort weiter mit Interesse beobachten und ggf. wird das dann auch irgendwann Auswirkung auf die Zusammensetzung dieses Portfolios haben.

vor 32 Minuten von Madame_Q:

So gut ich backtest.curvo auch finde, gerade bei diesem Portfolio wäre ich mit Backtests äußerst vorsichtig, weil der Performance-Turbo der USA in den letzten zehn Jahren gerade jetzt mit der Zinswende vorbei sein könnte. EM (die ja so schlecht liefen) komplett wegzulassen, könnte sich rächen.

Eigentlich sollte man eher das kaufen, was die letzte Zeit keiner wollte und schlecht gelaufen ist (sieht man ja jetzt prima an den Rohstoffen). Zumindest sollte man es nicht komplett weglassen.

Absolut - das Portfolio ist auch zukunftsorientiert gedacht und weniger abgeleitet aufgrund historischer Backtests. Ich habe den Link nur zur Verfügung gestellt, um insbesondere die aktuelle Entwicklung komfortabel nachvollziehen zu können. Längerfristige Backtests können hier sehr irreführend sein und sollten daher kein wesentliches Entscheidungskriterium darstellen. Am Ende des Tages muss man natürlich bestimmte Entscheidungen treffen - das ist alleine schon aus Gründen der Praktikabilität notwendig, und gibt dem Portfolio auch eine gewisse persönliche Note.

 

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Madame_Q
Posted
vor 1 Minute von Glory_Days:

Genau, ich wollte das Portfolio ein bisschen an besser sichtbarer Stelle präsentiert - interessiert vielleicht noch mehr User als die Leser/innen des anderen Threads.

Ich bin gespannt, was andere noch dazu meinen :thumbsup:

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pete1
Posted
vor 38 Minuten von Glory_Days:

Vorstellung eines modernen, kostengünstigen und diversifizierten Portfolios mit notwendigem Rebalancing - das sogenannte Offensiv/Defensiv Portfolio.

Schauen wir mal was daraus wird. Der erste Schritt ist schonmal gemacht. 

vor 39 Minuten von Glory_Days:

50% Aktien Offensiv

  • 25% iShares NASDAQ 100 UCITS ETF (Acc) (ISIN: IE00B53SZB19) (TER: 0,33%, TD: 0,26%)

  • 25% iShares S&P 500 Information Technology Sector UCITS ETF (Acct) (ISIN: IE00B3WJKG14) (TER: 0,15%, TD: -0,07%)

    • Alternativ: Xtrackers MSCI World Information Technology UCITS ETF 1C (Acc) (ISIN: IE00BM67HT60) (TER: 0,25%, TD: 0,16%)

Kurz gesagt, ist das eine Wette auf weiterhin niedrige Zinsen und eine noch größere Wette auf die Wiederholung der Performance der vergangenen zehn Jahre. Die Zinsen werden definitiv deutlich steigen. Von teilweise einer Verzehnfachung der Zinsen ist in den nächsten 1-2 Jahren die Rede. Also von 0,25% auf 2,5%. Sollte das so kommen, wird das den Technologietitel heftig zusetzen. Die Verzehnfachung ist sicher noch lange nicht eingepreist. Ich denke nichtmal die Hälfte davon. Von anderen Aspekten wie dem Entziehen der Liquidität des Gesamtmarktes mal ganz zu schweigen. Da wird der Technologiebereich mit am stärksten betroffen sein. Auch das Thema Inflation habe ich noch nicht genannt. Zur Wette auf die Performance des vergangenen Jahrzehnts brauche ich vermutlich nicht viel zu sagen. Das hört sich alles sehr stark nach Zweckoptimismus und Hope Modus an. 

 

Ganz abgesehen von den Aspekten oben, überlappen sich die beiden ETFs extrem. Im zweiten hat Apple ein Gewicht von 25%. Sorry, wäre ein absolutes No go für mich und das sollte es eigentlich für jeden sein. Die Performance von Apple war in den letzten Jahren gut, das heißt aber noch lange nichts. Leidet Apple, säuft das Ding richtig ab. Zurecht, weil solch ein Gewicht ist einfach nur naiv. Aber auch dem ETF auf den Nasdaq ist das nicht viel besser. Immerhin wurde das Gewicht in Apple auf 12,5% halbiert. Beide ETFs sind Wette auf die Technologie. Siehe oben, davon würde ich ganz klar abraten. FOMO ist hier ganz eindeutig erkennbar. Dieses extreme Risiko musst du mit mindestens. 12-14% Performance pro Jahr rechtfertigen, das halte ich nachhaltig für ausgeschlossen. Vor allem im aktuellen Marktumfeld. Tech wird eigentlich überall abverkauft, mit wenigen Ausnahmen. Das hat einen Grund. Vielleicht sollte man hier neben Technologie noch auf einen anderen Sektor setzen. Beispielsweise Pharma, Biotechnologie o.ä. Zwei Mal Tech macht natürlich niemand und sollte auch niemand tun.

vor 51 Minuten von Glory_Days:
  • 20% Aktien Defensiv

    • 10% iShares S&P 500 Consumer Staples Sector UCITS ETF (Acc) (ISIN: IE00B40B8R38) (TER: 0,15%, TD: -0,35%)

      • Alternativ: Xtrackers MSCI World Consumer Staples UCITS ETF 1C (Acc) (ISIN: IE00BM67HN09) (TER: 0,25%, TD: -0,10%)

    • 10% iShares S&P 500 Utilities Sector UCITS ETF (Acc) (ISIN: IE00B4KBBD01) (TER: 0,15%, TD: -0,40%)

      • Alternativ: Xtrackers MSCI World Utilities UCITS ETF 1C (Acc) (ISIN: IE00BM67HQ30) (TER: 0,25%, TD: -0,04%)

  • 10% Gold

    • EUWAX Gold II (ISIN: DE000EWG2LD7)

      • Alternativ: Xetra-Gold (ISIN: DE000A0S9GB0)

  • 10% Rohstoffe

    • L&G Longer Dated All Commodities UCITS ETF (Acc) (ISIN: IE00B4WPHX27) (TER: 0,30%, TD: 0,61%)

Das sieht aus meiner Sicht schon besser aus. Kann man so machen. Gold kannst du auch mit ETFs abdecken. Ginge auch mit Goldminen. Rohstoffe haben fast durchgehend Rollverluste (Gold nicht), würde ich mir gut überlegen das mit reinzunehmen. Kostet dich Geld und Performance. Von Krypto würde ich persönlich komplett die Finger weglassen. Reine Wette ohne meist irgendwelche Ideen für die Zukunft. Also Ideen und nicht Zweckoptimismus, FOMO oder Hope Modus. 

vor 53 Minuten von Glory_Days:

Das Portfolio benötigt wiederkehrende Eingriffe durch Rebalancing. Folgende mögliche Varianten werden von mir empfohlen (Variante zwei präferiert):

  • Jährliches Rebalancing zu einem fest definierten Termin im Jahr
  • Schwellwert-Rebalancing bei relativer prozentualer Abweichung von der Zielgewichtung um 25-50% (geometrische Definition, z.B. Schwellwerte von  -25% und +33,33% bzw. -50% und +100%)

Da du das vermutlich in einem deutschen privaten Portfolio machst, würde ich maximal 1x im Quartal Rebalancing betreiben. Alles andere kostet dich dicke Steuer und Transaktionskosten. Die Steuer wird dein Vorhaben ziemlich zerstören, weil du Gewinner begrenzt und Verlierer nachkaufst. Genau so, wie es die Behavioral Finance nicht lehrt. Genau das Gegenteil sollte man tun. 

vor 56 Minuten von Glory_Days:

Backtest via backtest.curvo.eu

Schwierig. Als ein Aspekt ok, aber es darauf aufzubauen, wie es in der Vergangenheit war? Das Umfeld wird sich gerade wegen den ansteigenden Zinsen sehr stark verändern. Insbesondere für Big Tech. 

vor 48 Minuten von Madame_Q:

Das ist eine extreme Wette auf Amerika. Das finde ich extrem riskant. 

Klar, etwas anderes ist das nicht. EM gehören in jedes Portfolio, eben weil sie schlecht liefen und somit sich Potentiale ergeben. Auch Europa würde ich beimischen, die gerade vertretbar bewertet sind. Amerika, insbesondere Big Tech, ist unfassbar teuer bewertet, nach wie vor. 

vor 49 Minuten von Madame_Q:

Eigentlich sollte man eher das kaufen, was die letzte Zeit keiner wollte und schlecht gelaufen ist (sieht man ja jetzt prima an den Rohstoffen). Zumindest sollte man es nicht komplett weglassen.

Absolut, sehe ich gleich. Ich kaufe das günstige und nicht die Sachen, die gehypted werden/wurden ohne Ende. Und das ist/war nun mal Tech und Bitcoin. Blind auf Tech, weil es in der Vergangenheit so gut oder am besten lief? No way. 

 

Trotz allem, viel Glück. 

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
vor 21 Minuten von pete1:

Gold kannst du auch mit ETFs abdecken. Ginge auch mit Goldminen.

Das ist falsch. Gold und Goldminen kann man nicht 1:1 gleichsetzen, weil Goldminen auch ein Aktienbeta enthalten haben.

Beides wäre ideal, wobei man im Zweifel eher nur Gold nehmen sollte anstatt nur Goldminen.

 

vor 21 Minuten von pete1:

Rohstoffe haben fast durchgehend Rollverluste...Kostet dich Geld und Performance. 

Auch das ist falsch. 

Der von @Glory_Daysbenutzte ETF umgeht die Rollverluste sehr gut und hat die letzten 31 Jahre in EUR nominal ca. 7% Rendite p.a. abgeworfen (und damit nur 2% weniger als ein ACWI und mehr als Gold).

 

vor 21 Minuten von pete1:

Von Krypto würde ich persönlich komplett die Finger weglassen. Reine Wette ohne meist irgendwelche Ideen für die Zukunft.

Krypto/Bitcoin (habe ich ja auch einen winzigen Teil) ist wirklich schwierig.

Man kann sich aber darüber streiten, ob das aufgeht oder nicht. Ich würde sie aber nicht automatisch verteufeln als Baustein.

 

Was vielleicht auch noch gehen würde:

5% Bitcoins/Krypto + 5% Goldminen statt 10% Bitcoins. Ich bin zwar kein Fan von 5% Positionen, aber diese beiden Assets haben so massive Hebel, da könnte man das machen.

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
vor 58 Minuten von pete1:

Ich kaufe das günstige und nicht die Sachen, die gehypted werden/wurden ohne Ende. Und das ist/war nun mal Tech und Bitcoin. Blind auf Tech, weil es in der Vergangenheit so gut oder am besten lief?

Ich kann die Begründung für viel US-Tech von@Glory_Days

schon teils nachvollziehen.

Mir gehen aber einige Sätze von Andreas Beck nicht aus dem Kopf, der mal sagte: " Es ist immer das Gleiche. Die Leute kaufen immer das, was die letzten zehn Jahre am besten gelaufen ist. Sie machen immer den gleichen Fehler!"...und ich finde, da ist viel Wahres dran und leider handelt auch ein nicht kleiner Teil des WPF so.

Wer weiß...vielleicht stellt sich im Jahr 2035 heraus, dass "2022 nur ACWI/MSCI WORLD kaufen und nichts tun" nicht den Erfolg gebracht hat, den viele zum Kaufzeitpunkt als garantiert vermutet hatten. Es ist mir mittlerweile fast zu sehr DIE Standard-Empfehlung für jede Hausfrau (siehe Blogs, YT-Videos usw.).

 

@Glory_Days

Trotz eines Anlage-Zeitraums von über 20 Jahren, würdest du jegliche Art von Anleihen also komplett ausschließen?

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Glory_Days
Posted · Edited by Glory_Days
vor einer Stunde von pete1:

Kurz gesagt, ist das eine Wette auf weiterhin niedrige Zinsen und eine noch größere Wette auf die Wiederholung der Performance der vergangenen zehn Jahre. Die Zinsen werden definitiv deutlich steigen. Von teilweise einer Verzehnfachung der Zinsen ist in den nächsten 1-2 Jahren die Rede. Also von 0,25% auf 2,5%. Sollte das so kommen, wird das den Technologietitel heftig zusetzen.

Das ist aus heutiger Sicht natürlich genauso alles Spekulation - sowohl der Eintritt bestimmter Szenarien als auch die möglichen konkreten Auswirkungen derselbigen. Gegenüber der Aversion hinsichtlich Technologie-Sektor habe ich mich hier bereits geäußert:

Zitat

Ganz abgesehen von den Aspekten oben, überlappen sich die beiden ETFs extrem. Im zweiten hat Apple ein Gewicht von 25%. Sorry, wäre ein absolutes No go für mich und das sollte es eigentlich für jeden sein. Die Performance von Apple war in den letzten Jahren gut, das heißt aber noch lange nichts. Leidet Apple, säuft das Ding richtig ab. Zurecht, weil solch ein Gewicht ist einfach nur naiv. Aber auch dem ETF auf den Nasdaq ist das nicht viel besser. Immerhin wurde das Gewicht in Apple auf 12,5% halbiert. Beide ETFs sind Wette auf die Technologie. Siehe oben, davon würde ich ganz klar abraten.

Ich möchte daran erinnern, dass im NASDAQ-100 die 100 Aktien der NASDAQ-gelisteten Nicht-Finanzunternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung enthalten sind. Die aktuelle Gewichtung ist also v.a. eine Konsequenz aus der Entwicklung der Vergangenheit. Das ist übrigens auch eine der wesentlichen und häufig übersehenen Stärken von ETFs: Dass die Gewichtung heute - durch das kontinuierliche Rebalancing innerhalb des ETFs - keineswegs der Gewichtung in einem oder zwei Jahrzehnten entsprechen muss. Der Gesamtanteil von Apple am Portfolio beträgt damit aktuell <10% - für mich ist das noch im Bereich des Vertretbaren.

Zitat

Da du das vermutlich in einem deutschen privaten Portfolio machst, würde ich maximal 1x im Quartal Rebalancing betreiben. Alles andere kostet dich dicke Steuer und Transaktionskosten. Die Steuer wird dein Vorhaben ziemlich zerstören, weil du Gewinner begrenzt und Verlierer nachkaufst.

In einem steuerbehafteten Depot sollte man das Rebalancing auf ein Mindestmaß reduzieren. Von quatärlichem Rebalancing würde ich abraten (siehe Eingangspost). Ansonsten geht es bei wiederkehrendem Rebalancing hauptsächlich darum, nicht zu stark von der Grundallokation des Portfolios abzuweichen. Es ist also nicht notwendigerweise ein reines Rendite-Instrument, sondern u.a. auch ein Risikosteuerungs-Instrument.

vor 31 Minuten von Madame_Q:

Trotz eines Anlage-Zeitraums von über 20 Jahren, würdest du jegliche Art von Anleihen also komplett ausschließen?

Ich würde niemals eine Anlageklasse für alle Zeiten komplett ausschließen. Im Wesentlichen gilt hier:

vor 2 Stunden von Glory_Days:

Der Offensiv/Defensiv-Ansatz [...] erlaubt den Austausch einzelner Komponenten - sofern fundamentale Änderungen im Laufe der Zeit eintreten.

Ich sehe Anleihen aber von der Fundamentalbewertung aktuell als so gravierend schlecht an, dass ich sie derzeit tatsächlich nicht in das Portfolio mit aufgenommen habe. Ziel des Portfolios ist es aber nicht, diese Änderungen vom Zeitpunkt her genau zu timen. Ich spreche hier eher von fundamentalen Entwicklungen, die sich auf Zeitskalen von mindestens einigen Jahren abspielen.

vor 31 Minuten von Madame_Q:

Mir gehen aber einige Sätze von Andreas Beck nicht aus dem Kopf, der mal sagte: " Es ist immer das Gleiche. Die Leute kaufen immer das, was die letzten zehn Jahre am besten gelaufen ist. Sie machen immer den gleichen Fehler!"...und ich finde, da ist viel Wahres dran und leider handelt auch ein nicht kleiner Teil des WPF so.

In gewisserweise Weise macht man das auch beim Kauf eines ACWI/MSCI Worlds, die a) mittlerweile auch einen sehr hohen US-Anteil haben und b) der Technologie-Sektor über die vergangenen Jahre hier vom Gewicht her auch am stärksten vertreten ist. Natürlich in abgeschwächter Form - aber durch die auf Marktkapitalisierung beruhende Methodik der Indexgewichtung hat man das bei ETFs prinzipiell immer mit drin. Das ist dann die Diskussion Momentum-Effekt vs. Performance Chasing.

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
vor 27 Minuten von Glory_Days:

Ich sehe Anleihen aber von der Fundamentalbewertung aktuell als so gravierend schlecht an, dass ich sie derzeit tatsächlich nicht in das Portfolio mit aufgenommen habe. Ziel des Portfolios ist es aber nicht, diese Änderungen vom Zeitpunkt her genau zu timen. Ich spreche hier eher von fundamentalen Entwicklungen, die sich auf Zeitskalen von mindestens einigen Jahren abspielen.

Ich glaube, mit den Anleihen wissen viele zurzeit nicht, wie sie das einschätzen sollen. Wenn ich sehe, dass IG-Euro-Langläufer ETFs mittlerweile ca. 30% unter ATH sind (und gemischte ETFs teils bei 12% unter ATH), dann sagt ehrlicherweise ein Teil in mir, dass da nicht mehr dramatisch viel passieren kann nach unten und man mit einem Abwarten (bis Anleihen eben wieder rentabel sind und weniger riskant) vielleicht letztendlich erst dann wieder kauft, wenn es zu spät ist. "Kaufen, wenn jeder davon abrät" könnte jetzt schon wieder der Fall sein.

Aber das nur nebenbei. 

Bleiben wir bei deinem Depot.

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pete1
Posted · Edited by pete1
vor 1 Stunde von Madame_Q:

Das ist falsch.

Nein es ist nicht falsch, weil ich folgendes nicht gesagt habe. 

vor 1 Stunde von Madame_Q:

Gold und Goldminen kann man nicht 1:1 gleichsetzen

Das hast nämlich DU gesagt und meinen Punkt falsch interpretiert. Ich habe nur andere Alternative zu klassischen Goldinvestments aufgezeigt. Das sollte man schon erkennen. Zumindest erwarte ich das, wenn sich jemand so aus dem Fenster. 

vor 1 Stunde von Madame_Q:

Auch das ist falsch. 

Hier muss ich leider wieder reinspringen, weil du auch hier den gleichen Fehler wie oben gemacht hast. Du hast das gelesen was du willst, aber nicht das was ich geschrieben habe. Ich habe ausdrücklich geschrieben, dass bei solchen Investments FAST durchgehend Rollverluste generiert werden. Warum liest du eigentlich nur die Sachen, die du lesen willst? Zwei mal in einem Post ist schon ein Thema. 

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
vor 39 Minuten von Glory_Days:

Natürlich in abgeschwächter Form - aber durch die auf Marktkapitalisierung beruhende Methodik der Indexgewichtung hat man das bei ETFs prinzipiell immer mit drin. Das ist dann die Diskussion Momentum-Effekt vs. Performance Chasing.

Richtig.

Das ist auch ein Problem, welches ich selbst etwas habe mit der Gewichtung nach Marktkapitalisierung. Einerseits ist sie für mich DIE "Standard-Gewichtung" und am günstigsten. Auf der anderen Seite ist sie das, was mittlerweile am häufigsten empfohlen wird mit der Begründung "Du musst spezielle u. nachvollziehbare Gründe haben, wenn du dich für eine andere Gewichtung als MCAP entscheidest mit einem simplen Vanguard All World."

Mir ist das fast zu viel Momentum, gerade jetzt, wo eine Zinswende tatsächlich einiges umkrempeln könnte.

vor 8 Minuten von pete1:

Nein es ist nicht falsch, weil ich folgendes nicht gesagt habe. 

Du hast geschrieben, dass man Gold auch mit ETFs (Goldminen) abdecken könnte. Ein Portfolio ohne Gold, aber nur mit Goldminen-ETFs hätte einen ziemlich anderen Effekt, als ein Depot mit nur Gold, aber keinen Goldminen. Das meinte ich.

 

vor 8 Minuten von pete1:

dass bei solchen Investments FAST durchgehend Rollverluste generiert werden. Warum liest du eigentlich nur die Sachen, die du lesen willst?

Die Beschreibung "fast durchgehend" bedeutet "überwiegend/großteils" in meinen Augen und das ist eben falsch, wenn man einen entsprechend vernünftigen Index auswählt/sich mal mit dem Thema Bachwardation auseinandersetzt. 

So gesehen bleibe ich bei meiner Aussage, dass deine Formulierung leider zu einseitig negativ ist (=Rohstoffe sollte man komplett meiden und lieber nur Gold nehmen).

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Sapine
Posted

Ein interessanter Ansatz Aktien nach anderen Kriterien zu gruppieren. Mir wäre zu viel Technologie drin. 

 

vor 56 Minuten von Madame_Q:

" Es ist immer das Gleiche. Die Leute kaufen immer das, was die letzten zehn Jahre am besten gelaufen ist. Sie machen immer den gleichen Fehler!"...und ich finde, da ist viel Wahres dran und leider handelt auch ein nicht kleiner Teil des WPF so.

Wer weiß...vielleicht stellt sich im Jahr 2035 heraus, dass "2022 nur ACWI/MSCI WORLD kaufen und nichts tun" nicht den Erfolg gebracht hat, den viele zum Kaufzeitpunkt als garantiert vermutet hatten. Es ist mir mittlerweile fast zu sehr DIE Standard-Empfehlung für jede Hausfrau (siehe Blogs, YT-Videos usw.).

Andreas Beck wird dabei nicht vor allem an Käufer eines breit diversifizierten ACWI gedacht haben und natürlich wird wie bisher immer irgendein Anlageschwerpunkt besser performen als ein Durchschnittswert (ACWI für Aktien). Das ist das Prinzip wie Durchschnitte üblicherweise funktionieren. 

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
vor 12 Minuten von Sapine:

Andreas Beck wird dabei nicht vor allem an Käufer eines breit diversifizierten ACWI gedacht haben

Ich glaube mich zu erinnern, dass er zumindest den MSCI WORLD genannt hat, also keinen ACWI, aber seien wir ehrlich:

Ob man ACWI oder MSCI WORLD nimmt - so viel Unterschied macht das nicht und hat es auch in der längeren Vergangenheit nicht gemacht.

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Sapine
Posted

Der MSCI World als Beispiel für das was die letzten 10 Jahre am besten gelaufen ist? Dazu würde ich gerne die Quelle sehen. 

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Glory_Days
Posted · Edited by Glory_Days
vor 33 Minuten von Sapine:

Der MSCI World als Beispiel für das was die letzten 10 Jahre am besten gelaufen ist? Dazu würde ich gerne die Quelle sehen. 

grafik.png.e2efe1d8a420c4da0bc90c5dec6a1a49.png

Quelle: https://guidingdata.com/msci-world-sektoren/

Prinzipiell ist es doch logisch, dass sich die Gewichtungen immer zu den Sektoren hin verlagern, die gut gelaufen sind. Wie gesagt bei einem breiten Weltindex natürlich in abgeschwächter Form, aber der Effekt ist trotzdem vorhanden.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Ausgangsbasis:
Wenn ein Titel oder Sektor bereits ein hohes Gewicht eingenommen hat, so beziehen sich zukünftige Veränderungen in der Wertentwicklung immer auf diese höhere Ausgangsbasis. Das kann zum einen dazu führen, dass der Titel/Sektor schnell ein noch höheres Gewicht einnimmt (wenn sich dieser relativ gesehen besser entwickelt als die restlichen Positionen; typischerweise kommt dann irgendwann ein Cap) oder aber, dass bei einem Einbruch dieses spezifischen Titels/Sektors (relativ gesehen zu den restlichen Positionen), sich das Gewicht in absoluten Zahlen auch schnell wieder stark reduzieren kann.

Die Aussage gilt zumindest für die üblichen Gewichtungen in einem Mehrkomponenten-Portfolio, siehe auch hier:
https://thefinancebuff.com/5-percent-rebalancing-band.html
 

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q

@Glory_Days

Ausgehend von deinem Portfolio würde ich persönlich es so machen:

 

- statt 10% Krypto nur 5%, dafür 5% Goldminen-ETF

 

- statt 70% Aktien nur 60%, aber diese ohne Sektoren-Wetten verteilt auf 35/30/20/15 (Nordamerika/EM/Europa/Pacific)

 

- und jetzt kommt es: die restlichen 10% in einen 5% Euro-Langläufer-IG-Anleihen-ETF und 5% US-Treasuries-Langläufer-ETF 

 

Alle 5% Positionen haben massive Hebelwirkung. Daher wirken mickrige 5% mehr, als man vielleicht denkt.

 

Auch würde ich es fest durchziehen mit Rebalancing, ohne Timing von Assetklassen zu versuchen.

 

Dass der Rohstoff/Gold(minen)-Teil mit insgesamt 25% recht groß ist, dürfte einigen aber nicht so schmecken glaube ich. Es lässt aber natürlich erkennen, dass ich erwarte, dass die nächsten zehn Jahre etwas anders werden, als die letzten zehn.

Das kann einen natürlich auch Rendite kosten, keine Frage. 

 

Warum mache ich es nicht real?

=> Antwort wie immer: Weil ich mich kenne und weiß, dass ich/wir es nicht durchhalten würden.

Daher: Arero mit Bankeinlagen mischen und fertig (Variante für Naivlinge).

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q

@Glory_DaysInteressant wäre es, dein Portfolio antreten zu lassen ab jetzt oder auch ab 2022 gegen andere Varianten (meine Variante, Arero etc).

Was war (Backtests) ist halt ziemlich wenig aussagekräftig.

Etwas knifflig wird aber sein, die Rebalancing-Kosten (Steuern, Transaktionskosten) einzupflegen.

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Bigwigster
Posted · Edited by Bigwigster
vor einer Stunde von Madame_Q:

dein Portfolio antreten zu lassen ab jetzt oder auch ab 2022

fairerweise ab jetzt, jedenfalls ist es gefühlt schon lange her dass z.b. Rohstoffe in neuen Depots/Portfolios berücksichtigt werden und das natürlich nach dem kürzlichen Performanceboost :-*

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
vor 5 Stunden von Glory_Days:

Backtest via backtest.curvo.eu (in leicht abgewandelter Form aufgrund der nicht-Verfügbarkeit einzelner ISINs und wegen fehlender Funktionalität mit absolutem Schwellwert-Rebalancing von +- 20%).

Übrigens:

Die Unterschiede ganz unten bei den verschiedenen Rebalancing-Varianten sind wahrlich heftig :w00t:

Oder liegt da ein Fehler vor?

Wenn ich das Portfolio auf "kein Rebalancing" umstelle, erhalte ich eine Vola von 116% (!!). 

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Glory_Days
Posted · Edited by Glory_Days
vor einer Stunde von Madame_Q:

@Glory_Days

Ausgehend von deinem Portfolio würde ich persönlich es so machen:

- statt 10% Krypto nur 5%, dafür 5% Goldminen-ETF

Ich wollte bei der Portfolio-Idee nicht granularer werden als die Ebenen Anlageklassen und im Aktienanteil Sektoren. Bei Goldminen-ETFs muss ich ehrlicherweise komplett passen.

Zitat

- statt 70% Aktien nur 60%, aber diese ohne Sektoren-Wetten verteilt auf 35/30/20/15 (Nordamerika/EM/Europa/Pacific)

Die Sektoren bilden hier bewusst einen Ausgleich zueinander - wenn man davon nicht überzeugt ist, würde ich einen Welt-ETF empfehlen.

Zitat

- und jetzt kommt es: die restlichen 10% in einen 5% Euro-Langläufer-IG-Anleihen-ETF und 5% US-Treasuries-Langläufer-ETF 

Ich hatte über sowas Ähnliches auch einige Zeit lang nachgedacht und mich zum jetzigen Zeitpunkt dagegen entschieden.

Zitat

Auch würde ich es fest durchziehen mit Rebalancing, ohne Timing von Assetklassen zu versuchen.

Das ist ein zentraler Punkt. Mechanisches Rebalancing sehe ich als obligatorisch an - mit der Option der Anpassung von Komponenten bei fundamentalen Veränderungen (die sehr selten gezogen werden sollte).

Zitat

Warum mache ich es nicht real?

=> Antwort wie immer: Weil ich mich kenne und weiß, dass ich/wir es nicht durchhalten würden.

Daher: Arero mit Bankeinlagen mischen und fertig (Variante für Naivlinge).

Es braucht natürlich eine gewisse Disziplin bei der Umsetzung - wer sich um nichts kümmern möchte, ist mit diesem Portfolio sicherlich falsch bedient.

vor einer Stunde von Madame_Q:

Interessant wäre es, dein Portfolio antreten zu lassen ab jetzt oder auch ab 2022 gegen andere Varianten (meine Variante, Arero etc).

Was war (Backtests) ist halt ziemlich wenig aussagekräftig.

Etwas knifflig wird aber sein, die Rebalancing-Kosten (Steuern, Transaktionskosten) einzupflegen.

vor 40 Minuten von Bigwigster:

fairerweise ab jetzt, jedenfalls ist es gefühlt schon lange her das z.b. Rohstoffe in neuen Depots/Portfolios berücksichtigt werden und das natürlich nach dem kürzlichen Performanceboost :-*

Die Portfolio-Idee ist natürlich schon etwas älter und steht auch nicht unmittelbar mit den neuesten kurzfristigen Entwicklungen in Zusammenhang - aber natürlich können wir den Tag des OPs als Startdatum wählen. Vergleiche verschiedener Portfolien halte ich grundsätzlich immer für ein bisschen schwierig, da man Gefahr läuft Äpfel und Birnen miteinander zu vergleichen. Und auf eine Vergleichsmetrik sollte man sich vorab sicherlich auch einigen. Die Rebalancing-Kosten sollte man natürlich entsprechend berücksichtigen - bin selbst gespannt, wie schnell und stark die einzelnen Positionen zukünftig auseinanderlaufen und Rebalancing notwendig wird.

vor 19 Minuten von Madame_Q:

Übrigens:

Die Unterschiede ganz unten bei den verschiedenen Rebalancing-Varianten sind wahrlich heftig :w00t:

Oder liegt da ein Fehler vor?

Wenn ich das Portfolio auf "kein Rebalancing" umstelle, erhalte ich eine Vola von 116% (!!). 

Nein, das ist kein Fehler - sondern spiegelt lediglich die rasante Wertentwicklung des Krypto-Anteils wieder - der zu einem (gewaltigen) Allocation Drift geführt hat, falls nicht rebalanced wurde. Die hohe Vola beinhaltet in diesem Fall aber einiges an Upside-Volatility (was an einem hohen Sortino-Ratio in der Vergangenheit abzulesen ist). Portfoliovisualizer kann das ganz nett veranschaulichen (vergleichbares Portfolio mit US-Tickern):
grafik.thumb.png.e71a1e7507d4b906e6f40871a69e2a01.png

Blau ist hier 10% Bitcoin - gestartet in 2013 mit einem Gewicht von 10% wäre dieses aktuell bei 91,56% ohne Rebalancing.

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ineedadollar
Posted
vor 11 Minuten von Madame_Q:

Oder liegt da ein Fehler vor?

Das glaube ich nicht. Rein performancemäßig wäre in dem Zeitraum nahezu jedes Rebalancing von Techwerten und Bitcoin mit bspw. Rohstoffen kontraproduktiv gewesen (pauschal gesagt je öfter, je schlechter). Unter Berücksichtigung des damit verbundenen Risikos sieht es natürlich anders aus.

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Madame_Q
Posted
vor 11 Minuten von Glory_Days:

Vergleiche verschiedener Portfolien halte ich grundsätzlich immer für ein bisschen schwierig, da man Gefahr läuft Äpfel und Birnen miteinander zu vergleichen.

Das ist immer ein Problem, richtig, weil keiner von uns exakt abschätzen kann, wie riskant welches Portfolio ist und was jeder unter Risiko für sich individuell versteht.

Trotzdem wäre es interessant, weil es ja nicht nur darum geht, welches Portfolio mehr Rendite abwirft, sondern zu beobachten, wo es wann zu stärken Drawdowns kommt oder nicht etc.

Natürlich ist und bleibt es eine Spielerei.

vor 16 Minuten von Glory_Days:

Blau ist hier 10% Bitcoin - gestartet in 2013 mit einem Gewicht von 10% wäre dieses aktuell bei 91,56% ohne Rebalancing.

Ok, danke. Ist schon heftig.

Ich denke aber, dass sich das nicht wiederholen wird. Dazu sind Kryptos mittlerweile zu populär oder seht ihr das anders?

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Glory_Days
Posted · Edited by Glory_Days
vor 21 Minuten von Madame_Q:

Das ist immer ein Problem, richtig, weil keiner von uns exakt abschätzen kann, wie riskant welches Portfolio ist und was jeder unter Risiko für sich individuell versteht.

Trotzdem wäre es interessant, weil es ja nicht nur darum geht, welches Portfolio mehr Rendite abwirft, sondern zu beobachten, wo es wann zu stärken Drawdowns kommt oder nicht etc.

Natürlich ist und bleibt es eine Spielerei.

Natürlich - wir alle wollen schließlich wissen, ob wir relativ gesehen im Rückblick gut oder schlecht entschieden haben. Aber das simplifiziert natürlich so einiges - und ist unter Umständen für zukünftige Entscheidungen dann sogar irreführend.

Zitat

Ich denke aber, dass sich das nicht wiederholen wird. Dazu sind Kryptos mittlerweile zu populär oder seht ihr das anders?

Alles ist möglich - 'The only certainty is uncertainty. Expect the unexpected. Suspend disbelief' (20 rules for markets and investing). Ich halte das für ziemlich unwahrscheinlich, aber eine derartige Erwartungshaltung an die Zukunft war auch kein Beweggrund, Kryptos mit in das Portfolio aufzunehmen.

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Madame_Q
Posted · Edited by Madame_Q
vor 1 Stunde von Glory_Days:

Dass ich diese 20 Regeln für sensationell und sooo wahr halte, weißt du ja (habe sie ja auch deshalb in meinem Musterdepot verlinkt):thumbsup:

 

Ein bisschen zugeben musst du aber fast, dass dein Portfolio hier den 20 Regeln dann doch teils arg widerspricht. Wenn man "Reversion to the Mean" z.B. wirklich als stärkste Kraft sieht, müsste man eher EM übergewichten und US-Tech untergewichten :D

Aber wem von uns gelingt es schon, den 20 Regeln eisenhart zu folgen, mir ja auch nicht :(.

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Glory_Days
Posted · Edited by Glory_Days
vor einer Stunde von Madame_Q:

Ein bisschen zugeben musst du aber fast, dass dein Portfolio hier den 20 Regeln dann doch teils arg widerspricht. Wenn man "Reversion to the Mean" z.B. wirklich als stärkste Kraft sieht, müsste man eher EM übergewichten und US-Tech untergewichten :D

Aber wem von uns gelingt es schon, den 20 Regeln eisenhart zu folgen, mir ja auch nicht :(.

Die 20 Regeln geben nun einmal leider kein direktes Portfolio vor. Man muss sie aber auch genau interpretieren:

Zitat

Volatility and Sentiment are mean-reverting at extremes.

Was das bedeutet, ist relativ klar: Bevor es zur Regression zum Mittelwert kommt, findet vorher typischerweise eine extreme Bewegung weg vom Mittelwert statt (im Bezug auf steigende Kurse wäre das wohl die Phase der Blasenbildung). Wir haben diesen Vorgang in der Geschichte der Märkte immer wieder gesehen - so hat z.B. der NASDAQ-100 zwischen März 1999 und März 2000 weit über +100%(!) an Wert zugelegt. Natürlich kam danach der große Dot-Com Crash - aber gerade vor dem Hintergrund der großen Unsicherheit, wann die Regression zum Mittelwert genau einsetzt (siehe The inverted yield curve omen) und mit dem Instrument des Rebalancings an der Hand, halte ich es nicht für sinnvoll auf Big Tech zu verzichten - wenn man grundsätzlich von der Zukunftsfähigkeit dieser Branche und deren Bedeutung für die Menschheit überzeugt ist. Im Falle eines starken Einbruches einer Anlageklasse geht es dann im Wesentlichen darum, dass nicht alle Portfolio-Bestandteile gleichzeitig und gleichermaßen stark abstürzen (was eine Herausforderung ist, da wir wissen, dass die Korrelation in Krisenzeiten zwischen allen herkömmlichen Anlageklassen tendenziell zunimmt).

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