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Cinquetti

Eure schlimmsten Anlagefehler ... und was Ihr daraus gelernt habt

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Cinquetti

Hallo liebes Forum,

 

mich würde interessieren, was Eure schlimmsten Anlagefehler & größten Verluste waren, wie Ihr damit umgegangen seid und was Ihr daraus gelernt habt.

Wem das Ganze zu persönlich ist, kann natürlich auch gerne von "Bekannten" erzählen. 

 

Vielen Dank vorab,

Micha

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Malvolio
· bearbeitet von Malvolio

Mein größter Fehler war seinerzeit in großem Umfang griechische Staatsanleihen zu investieren .... in der irrigen Hoffnung alle Anleiheninhaber würden gleich behandelt und dass man Griechenland wegen ein paar Milliarden noch ausstehenden Anleihen nicht in die Pleite gehen lassen wird.

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Ramstein
vor 15 Minuten von Malvolio:

Mein größter Fehler war seinerzeit in großem Umfang griechische Staatsanleihen zu investieren .... in der irrigen Hoffnung alle Anleiheninhaber würden gleich behandelt und dass man Griechenland wegen ein paar Milliarden noch ausstehenden Anleihen nicht in die Pleite gehen lassen wird.

Dein größter Fehler war demnach, nach dem Haircut nicht unter 20 nachgekauft zu haben.

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Alles Aktien
· bearbeitet von yes I squat

Wirecard Aktien und vor allem Knockout Papiere davon

Insgesamt an die €10k Verlust, den ich zum Glück zum Großteil mit anderen Gewinnen kompensieren konnte... (Verlusttopf)

 

Learnings:

Nie wieder Knockout Papiere (kann damit Emotional schlecht umgehen + Sucht/Spieler Tendenzen)
Nie wieder in eine Firma "verlieben" und durch kognitive Verzerrung diverse Warnsignale ignorieren
Nie wieder eine Position Übergewichten, auch wenn die Idee zu 99% aufgehen muss
Nie wieder denken  ich bin schlauer als richtige Profis (Shortseller)

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Axel

Auf einen sehr erfahrenen Controller und Privatier der Deutschen Bank zu hören. Die Anleihe ist sicher und gute Gewinne in Aussicht.

Niemals auf erfahrene Leute hören und besser auf seinen eigenen Menschenverstand hören.

(Ich hatte damals Zweifel an der Anlage)

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Reinsch

Mein sorgsam ausgeklügeltes Portfolio aus paarunddreißig Dividendentiteln.

 

Die genaue Rendite kann ich gar nicht sagen, da öfter mal umgebaut wurde, aber definitiv hinter dem breiten Markt. Dafür gab es viel Grübelei. Und natürlich die Steuern.

 

Gelernt: Thesaurierender All World und fertig.

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oktavian

100% Verlust mit deutschen Anleihen --> gelernt: nie mehr Anleihe nach deutschem Recht zu kaufen, da Gläubiger bei Insolvenz sehr schlecht dastehen (Investieren in Verbindlichkeiten gegenüber Banken macht mehr Sinn. Bei Insolvenz sind die Anleihen vom Wert nicht vergleichbar mit USA. debt to equity swap oder andere sinnvolle Maßnahmen geschehen eher nicht. Einfach den deutschen Anleihemarkt meiden, außer die Insolvenzwahrscheinlichkeit ist eh so gering, dass die Quote keine Rolle spielt.

 

100% Verlust mit Aktien --> gelernt: glaube keinem Chinesen bzw. auf deren Bilanzen, die werden in China für Betrug in DE nicht einmal bestraft. Man hat nicht wirklich Eigentum mit solchen Aktien und kann seine Rechte in China nicht durchsetzen.

 

hohe Verluste mit Aktien --> gelernt: nichts, weil es bei "deep value" auch dazugehört mal zu verlieren. Wenige extreme Gewinner (multibagger) reißen es wieder raus.

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HalloAktie

Mein größter eingestandener Fehler (wer weiß, was da noch im Depot lauert) ist die Spekulation mit Optionsscheinen (classic). Dabei habe ich unterm Strich etwas über 1000 Euro versenkt. Seitdem seriöser. Aber ich habe noch ein längeres Anlegerleben vor mir und noch Zeit für weitere Fehler :-)

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brügge

Ganz klar Bremer Vulkan.

Wurde vor Urzeiten von der Deutschen Bank mal als künftiger  Maschinenbaukonzern gehypt.

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Sapine

Insgesamt hatte ich Glück würde ich meinen. Es gab keinen Fehler, der meinen Anlageerfolg wesentlich beeinträchtigt hätte. Dennoch gibt es natürlich ein paar Fehler aber nichts was je über 1-2 % der Investitionssumme hinaus gegangen ist mit Ausnahme der BAV.

 

  • Betriebliche Altersvorsorge
    (das war der teuerste Fehler, Opportunitätskosten 5stellig)
    Investieren in etwas wo man die Konditionen nicht wirklich kennt
  • Knock out Zertifikate 
    Fehlende Disziplin bei der Überwachung
  • Short Positionen
    Fehlende Disziplin bei der Überwachung
  • Einzelaktien mit Totalausfall (Seadrill, Royal Bank of Scotland)
    Dem Herdentrieb gefolgt
  • 2020 nicht auf Kredit investiert

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BWL0815

Hatte meinen S&P500 vor der Trump Wahl in Erwartung dessen Wahlsiegs verkauft, danach ist er um mehr als das Doppelte gestiegen.

 

Mein einziger Einzelwert im Portfolio hatte sich zeitweise halbiert, habe verkauft als er wieder den Einstiegswert erreicht hatte.

 

Meine Lehren daraus, keine Einzelwerte mehr, ansonsten halten und nur langfristig investieren, nicht versuchen aus politischen Ereignissen kurzfristig Kapital zu schlagen, selbst wenn das Ereignis wie erwartet eintritt, können die Folgen davon ganz anders als erwartet sein. Verluste realisiert habe ich bisher keine und keine meiner Anlagen ist bedenklich im Minus.

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lowcut

Als Azubi bin ich von den Eltern gezwungen worden, Geld monatlich in DekaRent zu investieren. Der Sparkassenberater hat damals tolle Gewinne versprochen. Nach drei Jahren bin ich gerade so ohne Verlust raus. Ein Sparbuch hätte wenigsten Zinsen gebracht.

Fazit: Nie wieder Geld in Dinge investieren, die mir komisch vorkommen oder die ich nicht verstehe.

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Solara

P&R Containerleasing. 140k Verlust, bisher zurückerhalten 10K.

Ich war nie ganz glücklich mit der gemeinsamen ehelichen Entscheidung in Container zu investieren. Aber wir hatten damals gefühlt schon relativ hohe Summen im Depot liegen und da erschien es vor allem meinem Mann sicherer zu sein, ein zweites Standbein aufzubauen. ohne jetzt meinen Anteil an der Entscheidung kleinreden zu wollen. Leuchtendes Vorbild der Schwiegervater, beim dem das  ca 20 Jahre hervorragend funktionierte.

 

Weil die Depots meine Spielwiese waren, fand ich es im Sinne einer gleichberechtigten Gemeinschaft förderlich, dass mein Mann eigene finanzielle Entscheidungen treffen konnte. Als ich die Zeichen erkannt habe, liefen glücklicherweise noch rechtzeitig zwei Verträge aus und ich habe darauf bestanden keine neuen Verträge mehr abzuschließen. Es hätte noch schlimmer kommen können. Nun ja, Lektion gelernt, ich verwalte seither die Finanzen allein. Jeder sollte das tun, was ihm liegt und weniger auf Parität in der Ehe achten.

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Madame_Q
· bearbeitet von Madame_Q

Meine größten Fehler waren:

 

  • ...dass ich meinen ersten Aktienfonds überhaupt (Uniglobal, gekauft in den 90ern mit 10.000 Mark Einmalanlage) nicht einfach bis heute gehalten habe.

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  • ...dass ich sehr lange gebraucht habe, um einzusehen, dass ich selbst die größte Bremse beim Geldvermehren bin (aufgrund Verführung zu Timing/Herumspielerei, Hang zu Einzelaktien/Zertifikaten/Optionsscheinen in der Jahrtausendwende)
  • ...dass ich lange Geld als zu wichtig gesehen habe/zu gierig war.

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howhardgerrard87

Wirecard, 4k Verlust

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hattifnatt
· bearbeitet von hattifnatt
vor 59 Minuten von Solara:

P&R Containerleasing. 140k Verlust

OK, das dürfte schwer zu toppen sein :'(

Meinen größten Fehler hatte ich schonmal in diesem Thread berichtet:

 

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Madame_Q
· bearbeitet von Madame_Q
vor 54 Minuten von Solara:

Aber wir hatten damals gefühlt schon relativ hohe Summen im Depot liegen und da erschien es vor allem meinem Mann sicherer zu sein, ein zweites Standbein aufzubauen

...kommt mir bekannt vor, nur dass es bei uns zum Glück kein Container war, sondern "nur" 10-Jahres-Festgeld mit 1,3% Zinsen :lol::dumb:

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XOMEP

Geschlossener Immobilienfonds 120k Verlust.

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Metasom

Mit sofortiger Eile mich von einem Unternehmen getrennt, da ein Hedgefond öffentlich die ausländischen Geschäfte der besagten Aktie als nichtig erklärte.  Nebenbei stand in der Bekanntmachung ganz klein geschrieben, dass die Profis Shortpositionen vor einer Weile aufbauten. Intraday bei -20% verkauft. Sie viel bis auf -40% am Tag. Was kam am Ende heraus? Diese Anmaßungen waren Nonsens und bis zum heutigen Tag versechsfachte sich der Marktwert des Unternehmens. 

 

In der Zwischenzeit bin ich nicht wieder eingestiegen und bereue es zutiefst. 

 

Lerneffekt: Nie auf die öffentliche Meinung hören, die zu kurzfristigen volatilen Phasen führt. "Fool me once shame on you fool me twice shame on me."

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Bigwigster

Erst im goldseiten-forum gelandet zu sein würde ich mal sagen. Von 2012 bis 2018 ging das Geld ausschließlich in 90% Silber und 10% Gold. Die Opportunitätskosten habe ich mir bisher nicht genau ausgerechnet :'(

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Even Worse
· bearbeitet von Even Worse

2015 hatte ich 1000 AMD Aktien im Depot. Nach Erreichen des Einstiegskurses von ca. 3 Euro rausgehauen. Entgangener möglicher Gewinn 5 Jahre später ca. 120k.

Das war zwar in dem Sinn kein Verlust, aber hat mich trotzdem geärgert... :wacko:

 

Was habe ich daraus gelernt: die Erkenntnis, dass der Kaufkurs unbedeutend ist, und v.a. keinen Verkauf triggern sollte

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Börsengeflüster

Wirecard ca. 11k€ Verlust - shit happens, life goes on :)

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Bavarese

In meiner Sparkassenzeit als Jugendlicher/ junger Erwachsener in Deka Fonds investiert. Da gab es so tolle wie Deka Wachstum und Chance und Deka Biotech. Bei denen bin ich mit ein paar Hundert Euro Verlust raus.

Teurer war da schon die Volksaktie der Telekom :dumb:. Ich kann mich an die Kaufkurse leider nicht mehr erinnern (oder ich hab es verdrängt:-*), aber ich hab gekauft und nach mehreren Rücksetzern mehrmals nachgekauft. Irgendwann dann die Reißleine gezogen und mit einigen Tausend Euro Verlust raus. Gott sei Dank erfolgte die Investition als junger Kerl und da war die Anlagesumme nicht so hoch.

 

Vor etwas über 15 Jahren einige Dinge über die DVAG abgeschlossen und sich aufgrund Hausbau, Familiengründung nicht richtig drum gekümmert. Hier auch vor ein paar Jahren wieder aus den Produkten raus und seitdem hab ich mir das 

vor 14 Stunden von lowcut:

Fazit: Nie wieder Geld in Dinge investieren, die mir komisch vorkommen oder die ich nicht verstehe.

fest vorgenommen. 

 

Gesamt kann ich aber sagen, dass ich mit den grundlegenden Entscheidungen schon richtig gelegen bin, da ich nie zu gierig war und schon immer breit gestreut habe, auch wenn ich dadurch den ein oder anderen Prozentpunkt Rendite nicht mitgenommen habe.

 

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Owl
  • wirecard
  • CD project
  • teladoc
  • teamviewer... das war alles so youtube hype, davon sollte man sich nicht blenden lassen.
  • china knaller... winni puuh one man show ist doch nicht so kalkulierbar
  • goldmine in russland... kann evtl auch wieder was werden da der firmensitz nicht in russland ist, aber bis der markt das kapiert..
  • crypto geshortet... lieber ausstoppen als aufstocken.. puh das war teuer

 

 

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slowandsteady
· bearbeitet von slowandsteady
  1. Als Student 70 BTC für 5€/BTC oder so gekauft, nach 2 Wochen rumspielen dann wieder bei 7€/BTC verkauft. Ich könnte ausgesorgt haben, hätte ich die bis heute behalten :narr:Leider damals einen Teil an einen Betrüger verkauft (der mit einem "gefälschtem Überweisungsträger" vom fremden Konto bezahlt hat), d.h. ich war am Ende mit ca. 100 Euro Verlust im Minus, zusätzlich hatte ich gegen mich eine Anzeige wegen Überweisungsbetrug und die DKB hat mir das Girokonto gekündigt. Letztendlich hatte ich dann aber doch Glück, weil ich von damals 1 BTC behalten habe, den ich halten wollte, bis "es die Weltwährung oder wertlos" ist. 2017 habe ich ihn dann für 10.000 steuerfrei verkauft.
  2. Mit Optionsscheinen rumgespielt, erst 500€ Plus, dann 1000€ Minus. Seitdem lasse ich es und zocke nur noch mit Einzeltitel long, aber max. 1 Stockpicking-Position mit max. 3000€ erlaube ich mir selbst. Rest muss in ETF.
  3. Habe Geld verschenkt, weil mir anfangs nicht klar war, dass PKV-Beitragsrückerstattungen de-facto steuerpflichtig sind. Waren aber auch nur ein paar Hundert Euro, hätte stattdessen einfach einreichen sollen.

Bisher bin ich in meinen knapp 10 Jahren Börse also gut durchgekommen, waren aber auch "Schönwetterzeiten" :thumbsup: Über Punkt 1 ärgere ich mich nicht, es war damals rational gehandelt, mit dem Betrüger hatte ich Pech, ich hätte damals vielleicht irgendwie bitcoin.de verklagen können, aber wegen -100 Euro war mir das zu doof.

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