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eastlat

Wechsel GKV zu PKV mit Allianz AktiMed Plus 100?

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Der Heini
· bearbeitet von Der Heini

Gehts noch um das Eingangsthema oder generell anti PKV?

Als Selbstständiger sieht die Rechnung leider anders aus, da hält sich die PKV (Standardtarif wie gesetzliche)  gegenüber der GKV die Waage.

Aber das ist dann ein anderes Thema und Rechnung.

 

P.S.: Meine Frau ist GKV, ich PKV und die Steigerungen sind prozentual ganz ähnlich über mehrere Jahre, absolut zahle ich natürlich mehr, da "mein" Arbeitgeberanteil fehlt bzw. ich selber zahle.

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satgar

Jeder Thread zu dem Thema artet in einer Grundsatzdiskussion GKV vs. PKV aus. Das geht hier im WPF gar nicht anders ^^

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stagflation
vor 3 Minuten von Der Heini:

Gehts noch um das Eingangsthema oder generell anti PKV?

Ist hier jemand Anti-PKV? Also ich nicht. Mir geht es nur darum, dass richtig gerechnet wird.

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eastlat

Jep, ist "hier und da vielleicht etwas" abgedriftet. Aber für meine Entscheidungsfindung sind schon gut Informationen gekommen, insbesondere die zusätzlichen Risiken und ein paar vorsichtigere Zahlen zum Rechnen. Darum ging es mir.

Außerdem ist die Diskussion ja eigentlich ganz nett zu lesen.

 

vor 15 Minuten von Okabe:

Ich halte daher das PKV-System in dieser Hinsicht für wesentlich sinnvoller. Darüberhinaus frage ich mich gerade, wer eigentlich für den im Alter bzw. in der KVdR abgesenkten GKV Beitrag die (Rest-)Kosten trägt. Sind das die anderen GKV Mitglieder oder ist das etwa eine versicherungsfremde Leistung, die vom Steuerzahler getragen wird? Das wäre natürlich doppelt unfair, denn dann würde ja diejenigen in der PKV dafür zahlen, dass GKV-Mitglieder im Alter geringere Beiträge zahlen müssen.

@Okabe: Du hast vergessen, dass die PKV/PKVler zusätzlich auch noch hin und wieder als unsolidarisch beschimpft werden.

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s1lv3r
· bearbeitet von s1lv3r
vor 34 Minuten von Okabe:

Da steht nicht "der Signal Iduna Beitrag liegt im Alter unter dem Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung". Da steht ganz klar, dass er unter dem Höchstbeitrag liegt. Lesen muss man schon können.

 

Du findest also nicht, dass so ein Satz in einem solchen Diagramm einen entsprechenden Vergleich impliziert? Ich meine, aus irgendeinem Zweck werden sie diesen Satz da ja schon hingeschrieben haben ... Ich empfinde das als ziemliche Bauernfängerei, da es für die Realität der Beitragszahler halt eine absolut wertlose Aussage ist. Auch wenn man sich natürlich argumentativ leicht darauf zurückziehen kann, dass es rein technisch betrachtet keine Falschbehauptung ist.

  

vor 31 Minuten von Der Heini:

Gehts noch um das Eingangsthema oder generell anti PKV?

 

Bin selber (zufrieden) in der PKV und zähle mich daher nicht zu einem wie auch immer gearteten Anti-PKV-Personenkreis. ;) Ich finde nur, dass man schon aufpassen muss, welche Argumente man von den privaten Versicherern übernimmt - die wollen halt auch nur alles schönreden/rechnen ...

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Okabe
vor 15 Minuten von eastlat:

@Okabe: Du hast vergessen, dass die PKV/PKVler zusätzlich auch noch hin und wieder als unsolidarisch beschimpft werden

Nicht immer zu Unrecht. Z.B. sein halbes Leben in der PKV zu sein und dann im Alter kurz vor Schluss kalkuliert nochmal in die GKV zu wechseln ist halt aus persönlicher Sicht völlig nachzuvollziehen aber eben unfair und durchaus unsolidarisch.

vor 8 Minuten von s1lv3r:

Du findest also nicht, dass so ein Satz in einem solchen Diagramm einen entsprechenden Vergleich impliziert?

Nein, finde ich nicht.

Ich gehe davon aus, dass sich die SI sich sicher nicht darüber beklagt, wenn dadurch bei einigen Leuten ein falscher Eindruck erweckt wird. Und ich würde dir auch auf jeden Fall zugestehen eine solche Aussage der SI nicht einfach so im Raum stehen zu lassen, sondern mit einem "Vorsicht, die meisten GKVler zahlen im Alter aber wesentlich weniger als den Höchstbeitrag" o.ä. zu kommentieren. Deine Reaktion war mMn. aber schon etwas, naja, übertrieben.

vor 8 Minuten von s1lv3r:

Auch wenn man sich natürlich argumentativ leicht darauf zurückziehen kann, dass es rein technisch betrachtet keine Falschbehauptung ist.

Und dementsprechend solltest du auch deine Antwort anpassen: "Ja, das ist technisch richtig, ABER ...". Dann hätte ich auch gar nichts gesagt. :)

 

vor 8 Minuten von s1lv3r:

Bin selber (zufrieden) in der PKV und zähle mich daher nicht zu einem wie auch immer gearteten Anti-PKV-Personenkreis. ;) Ich finde nur, dass man schon aufpassen muss, welche Argumente man von den privaten Versicherern übernimmt - die wollen halt auch nur alles schönreden/rechnen ...

Richtig. Und diese Diskussion hilft hoffentlich dem OP eben auch diverse Werbeaussagen besser zu verstehen und einzuordnen und nicht alles zu glauben.

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Der Heini
vor 33 Minuten von stagflation:

Ist hier jemand Anti-PKV? Also ich nicht. Mir geht es nur darum, dass richtig gerechnet wird.

Dich habe ich nicht gemeint, ich schätze deine Beiträge sehr, da du ausführlich begründest, daher kann man die gut verstehen.

 

Aber einige Beiträge kommen mir etwas übertrieben vor mit >180K Einkommen, ansonsten GKV usw. Wenn ich mich zu Beginn meines Arbeitslebens für die PKV entscheide und dort weniger als in der GKV zahle (als Selbständiger ist das so), dann muß ich das Geld für die höheren Beiträge im Rentenalter zurücklegen bzw. anlegen (einfachen ETF z.B.). Dann kann sich das die Waage halten, aber ist von so vielen Faktoren abhängig, dass ich mir nicht zutraue das objektiv auszurechnen. Ich müßte dann ja auch den Basistarif der PKV als Vergleich heranziehen.

 

Ich bin aber absolut kein PKV Freund, die sind im Alter absolut gesehen schon sehr teuer und immer an der Höchstgrenze der GKV und darüber.

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LongtermInvestor

Es ist doch augenfällig das die Entscheidung Wechsel GKV-PKV immer eine individuelle Analyse ist und nicht nur auf rein finanziellen Parametern beruhen sollte. Natürlich kann man die Zukunft wie bei vielen anderen Dingen nicht vorhersagen. 

 

Wenn man ein halbwegs realistisches Beispiel rechnen möchte, dann mit der Annahme das jemand auch nachhaltig über der BBG vom Verdienst her bleibt. Bis 55 kann man ohne Probleme beim Unterschreiten der BBG zurück in die GKV, wenn gewollt. 

 

Habe extra nochmal nachgesehen - in den ersten 13 Jahren in der PKV habe ich im Vergleich zu GKV rd. 40k netto weniger Beiträge eingezahlt. Der Beitrag in der GKV wäre dabei um 52,4% gestiegen, in der PKV waren es 46,8%. 

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DancingWombat
vor 4 Stunden von stagflation:

 

Da bin ich größtenteils bei Dir. 3000 € sind in 30 Jahren vermutlich nur noch halb so viel wert wie heute.

Vielleicht auch weniger, vielleicht mehr. Das einige was man sicher weiß, ist, dass man es über einen so langen Zeitraum kaum wissen kann. 

 

vor 4 Stunden von stagflation:

Aber das heißt nicht, dass sich Inflation, Rentensteigerungen und Preissteigerungen in der PKV gegenseitig aufheben - und dass man sich deshalb keine Gedanken machen müsse.

Das ist klar, da eben nicht nur für medizinische Inflation über Beitragsanpassungen entscheidet. Wie schonmal oben beschrieben, können diese Faktoren auch beitragssenkend wirken (z.B. Rechnungszins der kaum noch sinken kann). 

 

 

vor 4 Stunden von stagflation:

Meines Erachtens bedeutet es, dass man noch viel mehr rechnen und planen muss.

Szenarien rechnen ok. Wirklich planen kann man es eigentlich nicht. Das gilt aber nicht nur für PKV Beiträge sondern im Grunde für alles. Auch in der GKV gibt es Potenzial, dass die heutigen Annahmen nicht mehr zutreffen könnten. Was wäre z.B. wenn in der KVdR alles Einkommen beitragspflichtig wäre? Was wäre, wenn die Beitragssätze oder sie BBG (oder beides) sehr viel schneller steigen als in der Vergangenheit? Ob das passiert weiß niemand. Ausschließen kann man es aber auch nicht. 

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Thomas_384
vor 7 Stunden von eastlat:

 

Übrigens an alle: Mir dämmert so langsam (;-)), dass das evtl. nicht zu mir passt. Aber ich würde das hier gerne etwas weiterführen, da mich die unterschiedlichen Argumente doch sehr interessieren.

@Thomas_384: Krass, bei dem Gehalt sogar. Dagegen bin ich ja ein armer Schlucker. Darf ich fragen wie hoch Deine Sparrate ist?

Ca. 40.000 im Jahr

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flip123
Am 19.2.2023 um 17:58 von stagflation:

Ist hier jemand Anti-PKV? Also ich nicht. Mir geht es nur darum, dass richtig gerechnet wird.

 

Naja, grundsätzlich ist dein Ansatz irgendwo nachvollziehbar, hat aber mehrere Schwächen. Im Grunde genommen schreibst du den heutigen Beitrag mit 5% fort und kommst so in 30 Jahren auf deine 3000€. Das kann man unter Inflationsaspekten auch so tun. Aber:

 

1. Im Alter fallen einige Bestandteile des Tarifes weg (z.B. Krankentagegeld).

2. Das Einkommen steigt ja ebenfalls an. Wenn ich einen Job habe, der diese Steigerungen kompensiert, interessiert mich die Beitragserhöhung tatsächlich überhaupt nicht.

3. Der jüngere, starke Anstieg der Beiträge ist aufgrund der Null-Zins-Politik der Zentralbanken geschehen. Die Versicherungen waren nicht in der Lage, die Rücklagen gewinnbringend in Anleihen anzulegen, was zu hohen Verlusten geführt hat. Diese Situation hat sich dies Jahr wieder gedreht, sodass die Beitragserhöhungen sich wieder entspannen dürften. Ich habe bereits die Nachricht bekommen, dass sich dieses Jahr meine Beiträge nicht erhöhen werden.

4. Das mit den 180k Einkommen verstehe ich überhaupt nicht. Auch nicht, wie du überhaupt auf diese Zahl kommt. Oder ist die "1" zu viel? Weil man spart in den Jungen Jahren realistischerweise um die 150-250 Euro im Jahr (mit Rückerstattungen, Steuern und niedriger Beitrag), die man am Kapitalmarkt anlegen kann. Die Erträge daraus reichen mehr als aus um unvorhergesehen Erhöhungen abzufedern. Selbst wenn es bei den 5% bleiben sollte. 

5. Das Internet ist voll von Versicherten, die früher irgendwelche Basistarife abgeschlossen haben zu besonders günstigen Konditionen (über Makler, etc.) abgeschlossen haben und jetzt über horrende Erhöhungen schimpfen. Man hat sich über die Jahre an die niedrigen Beiträge gewöhnt und vollkommen vergessen, dass man überhaupt nicht die Zielgruppe ist und diese Beiträge allenfalls temporär Sinn ergeben können. Als "Vollversicherter" hat man eine andere Struktur. 

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Badurad
vor 12 Minuten von flip123:

5. Das Internet ist voll von Versicherten, die früher irgendwelche Basistarife abgeschlossen haben zu besonders günstigen Konditionen (über Makler, etc.) abgeschlossen haben und jetzt über horrende Erhöhungen schimpfen. Man hat sich über die Jahre an die niedrigen Beiträge gewöhnt und vollkommen vergessen, dass man überhaupt nicht die Zielgruppe ist und diese Beiträge allenfalls temporär Sinn ergeben können. Als "Vollversicherter" hat man eine andere Struktur. 

Plus:

- Man hat geglaubt - oder irgendwelche Verkäufer haben einem eingeredet - daß man in der PKV dauerhaft mehr Leistungen für weniger Geld als in der GKV bekommt. Entsprechend wurde der Beitragsvorteil in jungen Jahren verfrühstückt und nicht angespart.

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s1lv3r
vor 56 Minuten von flip123:

3. Der jüngere, starke Anstieg der Beiträge ist aufgrund der Null-Zins-Politik der Zentralbanken geschehen.

 

Die 6% finde ich jetzt auf lange Frist aber trotzdem nicht so unrealistisch, oder welche Zahl würdest du da ansetzen?

 

Im Rückblick der letzten 9 Jahre hatte ich tatsächliche Steigerungen von 8% p.a. (höchstwahrscheinlich natürlich wirklich auf Basis der von dir genannten Gründe). Selbst wenn diese Faktoren in den nächsten Jahren wegfallen sollten, kommt mir 6% p.a. als langfristiges Worst-Case-Szenario daher nicht unbedingt unrealistisch vor.

 

vor 57 Minuten von flip123:

5. Das Internet ist voll von Versicherten, die früher irgendwelche Basistarife abgeschlossen haben zu besonders günstigen Konditionen (über Makler, etc.) abgeschlossen haben und jetzt über horrende Erhöhungen schimpfen. Man hat sich über die Jahre an die niedrigen Beiträge gewöhnt und vollkommen vergessen, dass man überhaupt nicht die Zielgruppe ist und diese Beiträge allenfalls temporär Sinn ergeben können. Als "Vollversicherter" hat man eine andere Struktur. 

 

Man muss sich tatsächlich immer den Einzelfall anschauen. Das ist auch meine Erfahrung. Ich habe im Bekanntenkreis auch einen Rentner, der seit Jahren über seine PKV schimpft. Als er dann nach beträchtlichem Drängen irgendwann mal mit Zahlen rausgerückt ist, musste ich feststellen, dass er aktuell 270€ im Monat zahlt und dieser Betrag - obwohl es ihm finanziell gut geht - scheinbar Rechtfertigung genug ist um bei jeder Gelegenheit über die PKV die ihn "abzockt" zu nörgeln ... - es ist halt immer eine Frage der Perspektive.

 

PS: Willkommen im Forum. :thumbsup:

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slowandsteady
· bearbeitet von slowandsteady
Am 18.2.2023 um 11:49 von eastlat:

Dank meiner Vorerkrankungen würde mich der Tarif monatlich folgendes kosten:

  • Gesamtbeitrag: 1030 €
  • Eigener Anteil (nach Abzug des AG Zuschusses): 590 €
  • Gesamtbetrag setzt sich zusammen aus: 850 € KV, 71 € PV, 48 € KT-Geld, 58€ gesetzliche Rücklage

Man sieht also, dass ich schonmal mehr zahlen würde als in der GKV. Das würde also ein teurer Spaß werden. Die BRE von bis zu 45% des KV Anteils ist zwar nett, aber wenn man wirklich krank wird, dann bekommt man natürlich nichts zurück.

 

  • Beitragsrückerstattung musst du versteuern, Selbstbehalt aber vom versteuerten Einkommen zahlen, dies bitte berücksichtigen.
  • Aktimed Plus ist nicht der Premiumtarif der Allianz, wenn du unbedingt die beste Leistung willst, dann müsstest du in den Aktimed Best.
  • Wenn du früh in Rente willst, könntest du versuchen, dass du vor 55 durch Teilzeit o.ä. wieder zurück in die GKV kommst. Allerdings verfehlt das dann etwas dein Ziel mit der besseren Gesundheitsversorgung
  • Man kann auch als gesetzlich versicherter jederzeit zum Privatarzt. Eine Facharzt-Untersuchung zur Kontrolle beim Zahn- oder Augenarzt kostet ein paar Hundert Euro, wenn nichts größeres gemacht wird. Wenn du jetzt schon jeden Monat 100€ mehr bezahlst und du hauptsächlich wegen einer Erkrankung besorgt bist, wäre es immer noch günstiger einmal pro Jahr den Facharzt selbst zu zahlen. Natürlich könntest du dann nicht die 10.000€ Behandlung bezahlen...
  • Ob alle Regelungen und Leistungen bzgl. PKV, GKV bzw. GVdR in Zukunft so bleiben, weiß man nicht. Niemand kann die Zukunft vorhersagen.
  • Vergleiche verschiedene PKV-Versicherungen, je nach Vorerkrankung wird es unterschiedlich gehandhabt bzlg. Risikozuschlag.

Ich würde es lassen und ggf. eine Zusatzversicherung anstreben.

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flip123
vor 27 Minuten von s1lv3r:

 

Die 6% finde ich jetzt auf lange Frist aber trotzdem nicht so unrealistisch, oder welche Zahl würdest du da ansetzen?

 

Im Rückblick der letzten 9 Jahre hatte ich tatsächliche Steigerungen von 8% p.a. (höchstwahrscheinlich natürlich wirklich auf Basis der von dir genannten Gründe). Selbst wenn diese Faktoren in den nächsten Jahren wegfallen sollten, kommt mir 6% p.a. als langfristiges Worst-Case-Szenario daher nicht unbedingt unrealistisch vor.

 

PS: Willkommen im Forum. :thumbsup:

 

Danke! ^_^

 

Ich habe mehrere Tarifwechsel innerhalb meiner Krankenkasse (DeBeKa) hinter mir (Wechsel zwischen Selbstständigkeit und Angestelltenverhältnis), daher habe ich keinen konstanten Vergleich über die Jahre. Aktuell ist aber auffallend, dass zumindest die DeBeKa mit einem Verrechnungszins von nur noch 1,9% arbeitet, die Haupttarife aber nicht angepasst wurden. Also laufendes Jahr 2023 keine Beitragserhöhungen. Wenn man berücksichtigt, dass kurzfristige Staatsanleihen aktuell bei 2,5-3% notieren, dann finanzieren sie ihre Haushalt komplett über die zugegebenermaßen recht hohen Beitragssteigerungen der vergangenen Jahre und fahren am Kapitalmarkt ein ziemliches Plus ein. Wenn die Zinsen nun noch weiter steigen - und danach sieht es aktuell aus - schließt das Beitragserhöhungen im kommenden Geschäftsjahr 2024 praktisch aus. 

 

Die DeBeKa selber nennt seit einigen Jahren 3,5% als Worstcase für die Haupttarife (kann man bei dieser Krankenkasse verallgemeinern, da sie eine recht schlanke Tarifstruktur hat) - also wenn langfristig (20+Jahre) die Beitragssteigerungen über dieser Zahl liegen, gibt es aktiven Handlungsbedarf was die interne Kostenstruktur angeht. Ich meine, sie waren bis vor Corona bei 2.6 oder 2,7%, sodass sie nun bei etwas über drei Prozent liegen dürften. Berücksichtigt man die aktuellen Kapitalmarktbewegungen, dann reduziert sich der Betrag eher wieder, als das er sich erhöht. Ich gehe mittelfristig von um die 3% aus und langfristig als Worst-Case-Szenario von nicht über 4%. Letzteres leite ich mal aus Familienmitgliedern ab, die schon im Ruhestand sind und deren Beiträge (und deren Steigerungen) jetzt nicht wirklich Grund zur Sorge bereiten. Tatsächlich sind diese Zahlen aber eher abhängig von den Renditen am Anleihemarkt und eher weniger von der Versichertenstruktur, wie oftmals fälschlich angenommen wird.

 

Man darf aber auch nicht vergessen, dass sich künftige Steigerungen wieder relativieren, wenn man die jeweils aktuellen Ersparnisse bspw. einfach einem ETF-Sparplan hinzugefügt. Also zumindest bei mir balanced der Kapitalmarkt jegliche Beitragserhöhung einfach aus. Also erst wenn ich 5+ Jahre mit abnormalen Steigerungen von jährlich 5%+ konfrontiert werden würde, müsste ich also Kapitalumschichten oder die Sparrate erhöhen. Danach sieht es aber aktuell noch nicht mal ansatzweise aus. Und solange bei mir (und ich hoffe bei jedem anderen auch <_<) die Rendite auf Arbeit (Gehalt) und am Kapitalmarkt stärker steigt, als der Beitrag der PKV denke ich über gar nichts weiter nach.

 

Fairerweise muss man allerdings sagen, dass die Versicherer mit ihrem Tarifdschungel und aggressiven Bewerbungen eine pauschale Vergleichbarkeit fast unmöglich machen und sehr schnell sehr individuell wird. Und dass viele Versicherte nur auf sich und ihren eigenen Tarif schauen ohne das Ganze in Relation zu setzen.

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 1 Stunde von flip123:

Die DeBeKa selber nennt seit einigen Jahren 3,5% als Worstcase für die Haupttarife

 

Wofür nennt die Debeka diese 3,5%?

  • Ist das (A) die durchschnittliche Beitragssteigerung eines heute 50-jährigen in den letzten 20 Jahren?
     
  • Oder ist das (B) die durchschnittliche Steigerung pro Versichertem?

Das ist nämlich etwas ganz anders!

 

Versicherungen werben gerne mit (B), wie man auch hier sieht:

 

image.png.26f3fbff200f9c93ad118af584437022.png

 

(Quelle)

 

Oder auch in dem IGES Dokument, das @LongtermInvestor gepostet hat:

 

image.png.4c2c75c8b7408990f9881f7d70a6515c.png

 

(Quelle)

 

In den Diagrammen sieht man die 3%, die öfters in der Diskussion genannt werden. Diese beiden Diagramme zeigen aber NICHT die individuellen Beitragssteigerungen eines Versicherten. Die sind viel höher.

 

Warum?

 

Weil viele Versicherte kündigen oder die Tarife wechseln, wenn ihnen die Beiträge zu hoch werden.

 

Ein typisches Beispiel hat @Ramstein oben gepostet. Bis 2012 sind seine Beiträge mit 5 Prozent gestiegen. In 2012 ist er in einen deutlich preiswerteren Tarif mit weniger Leistungen gewechselt. Und das führt dazu, dass seine Beiträge von 1979 bis 2022 im Durchschnitt nur 3% gestiegen sind. Diese 3 Prozent sind auch das, was die obigen Diagramme zeigen.

 

Die individuellen Beitragssteigerungen eines Versicherten, der seinen Tarif nicht wechselt, sind hingegen höher - und liegen m.E. bei 5% bis 60, danach bei ungefähr 3%.

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Monachus

Ich bin seit 25 Jahren in der PKV und habe nie den Tarif gewechselt. Im Prinzip lag mein monatlicher Beitrag die ganzen Jahre fast immer ein wenig unterhalb des GKV-Höchstbeitrags. Natürlich mit kleinen Schwankungen. Es gab auch Jahre, in denen der Abstand zum GKV-Höchstbeitrag etwas größer war, aber das wurde dann später durch eine Beitragsanpassung "korrigiert".

 

Wenn ich noch berücksichtige, dass bei mir ab 2001 noch der 10%ige gesetzliche Zuschlag dazu kam (in 2%-Schritten), stimmt in meinem konkreten Fall die "offiziell" angegebene langfristige Beitragssteigerung.

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flip123
vor 42 Minuten von stagflation:

 

Wofür nennt die Debeka diese 3,5%?

 

Ach, das war in irgend einem Flyer. Es ging darum, dass wenn die langfristigen Kostenerhöhungen über 3,5% steigen, hat dies Auswirkungen auf das Produktangebot und die Leistungen. Es ging nicht um konkrete Beitragszahlungen, sondern das Gesamtbild.

 

vor 42 Minuten von stagflation:

In den Diagrammen sieht man die 3%, die öfters in der Diskussion genannt werden. Diese beiden Diagramme zeigen aber NICHT die individuellen Beitragssteigerungen eines Versicherten. Die sind viel höher.

 

Warum?

 

Weil viele Versicherte kündigen oder die Tarife wechseln, wenn ihnen die Beiträge zu hoch werden.

 

Ein typisches Beispiel hat @Ramstein oben gepostet. Bis 2012 sind seine Beiträge mit 5 Prozent gestiegen. In 2012 ist er in einen deutlich preiswerteren Tarif mit weniger Leistungen gewechselt. Und das führt dazu, dass seine Beiträge von 1979 bis 2022 im Durchschnitt nur 3% gestiegen sind. Diese 3 Prozent sind auch das, was die obigen Diagramme zeigen.

 

Die individuellen Beitragssteigerungen eines Versicherten, der seinen Tarif nicht wechselt, sind hingegen höher - und liegen m.E. bei 5% bis 60, danach bei ungefähr 3%.

 

Das Beispiel von Ramstein taugt hier nicht, da er von einem Angestellten in einen Selbstständigentarif mit Selbstbehalt gewechselt ist. So etwas ähnliches habe ich auch hinter mir und das kann durchaus sinnvoll sein. Hat aber nichts mit der Beitragsänderungen zu tun, da die Anreize hier wo anders liegen. Abgesehen davon ist diese Art von Wechsel (Angestellter -> Selbstständig) sehr selten. 

 

Was die Beitragserhöhungen angeht zitieren ich mal die Studie bzw. den von dir geposteten Link:

 

Die vorliegende Studie des IGES Instituts zeigt, dass für die langjährig Versicherten der Debeka, dem Marktführer in der PKV, eine moderate Beitragsentwicklung nicht nur bei durchschnittlicher Betrachtung aller Versicherten gilt, sondern auch für die allermeisten von ihnen im individuellen Fall. Konkret kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass praktisch alle langfristig bei der Debeka versicherten Beihilfeberechtigten und die große Mehrheit von 85 Prozent der Arbeitnehmer und Selbständigen durch ihre Prämienveränderungen über zwei Jahrzehnte geringer oder zumindest nicht wesentlich stärker belastet wurden, als dies für sie in der GKV der Fall gewesen wäre. Die Beitragsanpassung 2021 ist dabei schon vollständig berücksichtigt.

Bei der Berechnung wurde der Sondereffekt der Einführung des gesetzlichen Zuschlags auf die Beitragsentwicklung,

 

Wenn ich auf meine eigenen Beiträge schauen und auch auf die in der Familie dann sehe ich das bestätigt und das reicht mir.

Ansonsten verstehe ich die Argumentation mit den günstigeren Tarifen nicht. Die Beitragssteigerungen sind ja über alle Tarife hinweg weitestgehend identisch bzw. eine Versicherung hat wenn überhaupt den Anreiz die Beiträge in den günstigen Tarife stärker zu erhöhen, als die teuren. Von daher ergibt diese Aussage irgendwie keinen Sinn. 

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stagflation
vor 12 Minuten von flip123:

Konkret kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass praktisch alle langfristig bei der Debeka versicherten Beihilfeberechtigten und die große Mehrheit von 85 Prozent der Arbeitnehmer und Selbständigen durch ihre Prämienveränderungen über zwei Jahrzehnte geringer oder zumindest nicht wesentlich stärker belastet wurden, als dies für sie in der GKV der Fall gewesen wäre. Die Beitragsanpassung 2021 ist dabei schon vollständig berücksichtigt.

 

Die ist schon klar, dass Du hier eine Nebelkerze wirfst? Es geht um die Höhe der Beitragserhöhungen. Und schon wird als Argument gebracht" Aber es ist doch billiger als in der GKV". Das mag zwar sein, es ist aber ein völlig anderes Thema.

 

vor 13 Minuten von flip123:

Ansonsten verstehe ich die Argumentation mit den günstigeren Tarifen nicht.

 

Das ist allerdings schade!

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flip123
vor 1 Stunde von stagflation:

 

Die ist schon klar, dass Du hier eine Nebelkerze wirfst? Es geht um die Höhe der Beitragserhöhungen. Und schon wird als Argument gebracht" Aber es ist doch billiger als in der GKV". Das mag zwar sein, es ist aber ein völlig anderes Thema.

 

 

Keine Ahnung, ich denke mal nicht, dass du die 2,9% Beitragssteigerung der GKV anzweifelst? Und jetzt, kombiniere Sherlock. ;) 

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Badurad
vor 1 Stunde von flip123:

Die vorliegende Studie des IGES Instituts zeigt, dass für die langjährig Versicherten der Debeka, dem Marktführer in der PKV, eine moderate Beitragsentwicklung nicht nur bei durchschnittlicher Betrachtung aller Versicherten gilt, sondern auch für die allermeisten von ihnen im individuellen Fall. Konkret kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass praktisch alle langfristig bei der Debeka versicherten Beihilfeberechtigten und die große Mehrheit von 85 Prozent der Arbeitnehmer und Selbständigen durch ihre Prämienveränderungen über zwei Jahrzehnte geringer oder zumindest nicht wesentlich stärker belastet wurden, als dies für sie in der GKV der Fall gewesen wäre. Die Beitragsanpassung 2021 ist dabei schon vollständig berücksichtigt.

Die "allermeisten" wurden "nicht wesentlich stärker belastet" ist eine wunderbar unpräzise, butterweiche Formulierung.
Beihilfeberechtigte mit normalen Vollversicherten in einen Topf zu werfen ist schonmal irreführend, da bei Beamten kein Risiko von Jobverlust etc. besteht. Es finden also viel weniger Abgänge aus dem Kollektiv und Zugänge in den Standard-/Notlagentarif statt. Zudem erhöht sich der Beihilfeanspruch bei Pensionseintritt auf 70%, d.h. wenn die Versicherten alt und krank (=teuer) werden sinkt der anteilige Erstattungsanspruch an die PKV.

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flip123
vor 5 Minuten von Badurad:

Die "allermeisten" wurden "nicht wesentlich stärker belastet" ist eine wunderbar unpräzise, butterweiche Formulierung.

 

 

Du hast schon einen Satz weitergelesen? Ich hatte es extra fett markiert.

 

 

vor 5 Minuten von Badurad:


Beihilfeberechtigte mit normalen Vollversicherten in einen Topf zu werfen ist schonmal irreführend, da bei Beamten kein Risiko von Jobverlust etc. besteht. Es finden also viel weniger Abgänge aus dem Kollektiv und Zugänge in den Standard-/Notlagentarif statt. Zudem erhöht sich der Beihilfeanspruch bei Pensionseintritt auf 70%, d.h. wenn die Versicherten alt und krank (=teuer) werden sinkt der anteilige Erstattungsanspruch an die PKV.

 

Also die Argumentation ist, dass ein Deluxe-Versicherter durch Beitragserhöhungen die Basisversicherten durchfüttert und der Beamte nicht? Hast du irgendwelche Quellen dazu? Das der Beihilfe im Alter kannst du auch direkt noch einmal in dem Kontext erklären. Da sehe ich gerade keinen Zusammenhang.

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Der Heini
vor 2 Stunden von Monachus:

Ich bin seit 25 Jahren in der PKV und habe nie den Tarif gewechselt. Im Prinzip lag mein monatlicher Beitrag die ganzen Jahre fast immer ein wenig unterhalb des GKV-Höchstbeitrags. Natürlich mit kleinen Schwankungen. Es gab auch Jahre, in denen der Abstand zum GKV-Höchstbeitrag etwas größer war, aber das wurde dann später durch eine Beitragsanpassung "korrigiert".

:thumbsup: Bei mir auch, habe aber einmal den Tarif wechseln müssen, da meine PKV den alten Tarif einfach gekündigt hat bzw. mit anderem verschmolzen (genau weiß ich es nicht mehr). Aber wenn man ohne SB in der PKV ist, dann sind die Kosten immer im Bereich des Höchstsatzes der GKV (gerechnet inkl. Pflegeversicherung).

Die 5% Steigerung sind mehr als realistisch auf lange Sicht.

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Monachus
vor 1 Minute von Der Heini:

:thumbsup: Bei mir auch, habe aber einmal den Tarif wechseln müssen, da meine PKV den alten Tarif einfach gekündigt hat bzw. mit anderem verschmolzen (genau weiß ich es nicht mehr). Aber wenn man ohne SB in der PKV ist, dann sind die Kosten immer im Bereich des Höchstsatzes der GKV (gerechnet inkl. Pflegeversicherung).

Die 5% Steigerung sind mehr als realistisch auf lange Sicht.

Es gibt aber auch leistungsschwache Tarife ohne bzw. mit geringer SB, die deutlich billiger sind als der GKV-Höchstbeitrag. kann man also nicht so mpauschal sagen.

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Okabe

Ich störe mich auch an diesen 5% oder auch nur 3%. Fakt ist, dass diese Information ohne Kontext völlig wertlos ist.

 

Beispiel: die Beiträge für einen Versicherten sind in 20 Jahren unverändert gewesen, bei gleichem Tarif und gleichen Leistungen. Klingt das super?

Tja, reingefallen. Es war ein Japaner. Dort gab es in diesen 20 Jahren eine leichte Deflation und er musste sogar Gehaltsreduzierungen hinnehmen. Lebensmittel etc. sind auch leicht günstiger geworden.

 

RELATIV gesehen ist also die Krankenversicherung für ihn teurer geworden. Und nur darauf kommt es an.

 

Also ja: vielleicht steigen die Beiträge auf 3000 Euro. Klingt schaurig, aber vielleicht ist das am Ende sogar relativ gesehen viel günstiger als aktuell.

 

Bleibt nur noch die Frage: wie sind denn die Beiträge RELATIV gesehen gestiegen zwischen PKV und GKV? Die Antwort wäre viel spannender, ist aber auch viel schwieriger zu bestimmen.

 

Am Ende bleibt nur zu sagen, wenn jemand kommt mit "Vorsichtig, Beiträge steigen wahrscheinlich um 5%, am Ende 3000 Euro" dann kann man das einfach nicht wirklich ernst nehmen. Das macht vielleicht Angst, hilfreich ist es aber nicht. Und da kommt schon so ein gewisser Beigeschmack von Anti-PKV auf bei mir, weswegen ich ja auch darauf geantwortet habe.

 

Nichtsdestotrotz bleibe ich dabei, dass sich für den OP eine PKV einfach nicht anbietet.

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