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Chemstudent

Anfängerthread zu Zertifikaten und Optionsscheinen

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Chemstudent
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Hey,

Das ich zum Briefkurs kaufe und zum Geldkurs verkaufe, ist mir klar.

Z.B. war ein OS Freitag extremen schwankungen unterworfen, so dass ich etwa 1ct Gewinn pro Aktion gemacht hätte

Klar. Aber eben nur dann, wenn du a ) den Spread verdienst, und b ) immer im richtigen Moment kaufst und verkaufst.

 

Btw:

Was wäre deiner Meinung nach ein geeigneter OS mit "gutem" Omega?

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Mr.Price
Posted · Edited by Mr.Price

Hey,

ich schreibe jetzt etwas länger, da ich sehr viele Fragen habe, hoffentlich werden die beantwortet, da ich nur investiere wenn ich das Produkt auch verstehe.

Gutes Omega liegt denke ich mal so bei 5.

Also z.B.

Omega 5 Anstieg des Basiswertes um 0,5% = Wert des OS + 2,5%

Ich verstehe einfach nicht warum sich so viele Optionsscheine am Freitag gegen den Markt entwickelt haben.

Nehmen wir z.B. diesen OS http://www.onvista.d...RUMENT=40711514

Basiswert liegt bei 7000 Zählern, er notiert also tief im Geld und sollte nicht von der Vola abhängig sein (wenn ich das HSBC Buch richtig deute).

Omega liegt bei 27.05% ich hätte also am Freitag folgendes Ergebnis erwartet = 27,05 * 0,44 = 11,9% zulegen des OS.

Das Wochentheta beträgt rd. -9,7%.

Also selbst wenn man 11,9% - 9,7% rechnet was ja falsch ist, da es wöchentlich ist, hätte man noch Gewinn gemacht.

Tatsächlich hat der OS aber Verlust gemacht.

Ich frage mich nur warum, weil die Vola ja nicht so stark sein sollte, da er tief im Geld notiert.

 

 

Gegenteiliges war Übrigends bei diesem OS zu beobachten http://www.onvista.d...RUMENT=40643087 + 47,98%

Also ich möchte eigentlich nur verstehen, wann sich die OS wie verhalten.

Im Buch wurde vom Omega und im Geld gesprochen, hier verhalten sich die OS jedoch anders.

 

 

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Chemstudent
Posted · Edited by Chemstudent

Gutes Omega liegt denke ich mal so bei 5.

Dann nimm verflixt nochmal KO-Produkte. Ein KO mit einem Hebel 5 verhält sich genau so, wie du das willst. Nämlich mit dem Faktor 5 an der Bewegung des Basiswertes partizipieren. Das "höhere Verlustrisiko" existiert so nicht, denn bei einem KO mit Hebel 5 liegt der KO 20% entfernt. Selbst in extremen Zeiten sind 20% bei einem Index innerhalb von 1 - 2 Tagen äußerst selten.

 

Omega liegt bei 27.05% ich hätte also am Freitag folgendes Ergebnis erwartet = 27,05 * 0,44 = 11,9% zulegen des OS.

Nicht mal 0,44, sondern mal 0,2%

 

Bis ca. 20 Uhr hat sich der Schein durchaus so verhalten, wie man das erwarten kann. Danach hingegen rauscht er ab. Warum, das musst du wohl den Emittenten fragen.

 

Gegenteiliges war Übrigends bei diesem OS zu beobachten http://www.onvista.d...RUMENT=40643087 + 47,98%

Das ist ein OS auf Gold, nicht auf den DAx.

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Mr.Price
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hehe, das ist mir klar.

Also verhalten sich OS auf Rohstoffe nochmal anders?

Weil Gold ist ja auch nicht so stark gestiegen.

Wo nimmst du eigentlich immer die 0,2% her, ich sehe da + 0,44% beim Dax am Freitag.

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Chemstudent
Posted · Edited by Chemstudent

hehe, das ist mir klar.

Also verhalten sich OS auf Rohstoffe nochmal anders?

Weil Gold ist ja auch nicht so stark gestiegen.

Auch hier gilt wieder: Wenn man etwas vergleichen will, sollten alle anderen Parameter gleich sein. In diesem Fall also die Zeit, und natürlich die Währung.

 

Wo nimmst du eigentlich immer die 0,2% her, ich sehe da + 0,44% beim Dax am Freitag.

Hatte ich schon gesagt:

 

1. Zeit berücksichtigen. Die Angabe des DAX-Anstiegs bezieht sich auf die Kursentwicklung von 9 Uhr bsi 17.45 Uhr. Der OS hingegen wird von 8-22 Uhr gehandelt.

Die DB Dax-Indikation hat in dieser Zeit 0,20% zugelegt.

 

Du vergleichst ständig die OS Entwicklung von 8-22 Uhr, mit der Dax-Entwicklung von 9-17.45 Uhr. Dass dies natürlich mumpitz ist, versteht sich von selbst.

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Mr.Price
Posted · Edited by Mr.Price

Hi,

ja ich vergleiche das ständig mit dem DAX, da der Optionsschein ja auf dem Basispreis vom Dax aufbaut.

Von dieser Dax-Indikation höre ich heute ehrlich gesagt zum ersten Mal, im Buch war davon auch nicht die Rede.

Ich glaube ich werde diesen OS Rechner mal laufen lassen, um zu prüfen wie der Preis eigentlich zu Stande kommt, da man die Preisbildung ja komplett verstehen muss wenn man mit einem Produkt handelt.

Aber auch knock out Produkte lassen sich nicht über den Hebel abbilden.

Bsp: Hebel von 19 hat aber nur um 1,38% zugelegt. http://www.onvista.d...RUMENT=40392210

 

EDIT: Ich werde einfach mal OS raussuchen, die Werte hier abschreiben und am Mo dann ausgehen von den alten Werten einfach die Dax Entwicklung eingeben, dann sollte ich sehen wie sich der Preis verändert.

Noch eine Frage Chemstudent, gibt es so eine Seite auch wo ich die Vergangenheit des OS einsehen kann, also wo ich nicht nur den vergangenen Kursverlauf habe sondern wo auch die Vola, Gamma, Theta usw. aufgeführt ist?

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Chemstudent
Posted · Edited by Chemstudent

Hi,

ja ich vergleiche das ständig mit dem DAX, da der Optionsschein ja auf dem Basispreis vom Dax aufbaut.

Von dieser Dax-Indikation höre ich heute ehrlich gesagt zum ersten Mal, im Buch war davon auch nicht die Rede.

So, nochmal:

 

Es geht hier einzig und allein um die ZEIT. Du vergleichst ständig die Kursentwicklung des Optionsschein von Freitag 22 Uhr zu Donnerstag 22 Uhr, mit der Kursentwicklung des Basiswertes von Freitag 17.45 Uhr zu Donnerstag 17.45 Uhr.

Die Kursentwicklungen sind also zeitlich gar nicht deckungsgleich, und folgerichtig kannst du sie auch nicht vergleichen. Also musst du erstmal die Zeit angleichen. Dazu kannst du eine Indikation auf den Dax nutzen, also eine Kursstellung von bspw. der Deutschen Bank die den Dax nach offiziellem Handelsschluss simuliert, oder bspw. den X-Dax, der direkt von der Deutschen Börse berechnet wird. Natürlich kannst du auch einfach den Kurs des Scheins von 17.45 Uhr mit dem Kurs um 17.45 Uhr des Vorhergehenden Tages vergleichen.

Erst wenn die Zeitfenster (und sonstige Parameter) identisch sind, macht ein Vergleich bzgl. der genauen Abbildung überhaupt erst Sinn.

 

Aber auch knock out Produkte lassen sich nicht über den Hebel abbilden.

Bsp: Hebel von 19 hat aber nur um 1,38% zugelegt. http://www.onvista.de/zertifikate/snapshot.html?ID_INSTRUMENT=40392210

Und wieder stimmt die Zeit nicht überein.

Daher mal genau:

Am 14.04. um 20 Uhr notierte der X-Dax bei 7152 Punkten. Der Hebel des Scheines betrug zu diesem Zeitpunkt also rund 21,25.

Der Schein notierte um diese Zeit bei 3,44 EUR (Geldkurs)

Am 15.04. um 20 Uhr notierte der X-Dax bei ca. 7185,64Punkten. Steigerung also um 0,47%

Der Schein notierte um diese Zeit bei 3,79 EUR (Geldkurs). Steigerung also um 10,17%

Rein rechnerisch hätte sich eine Steigerung um 9,99% ergeben. Die minimale Abweichung soll einen hier nicht stören und geht u.a. in Rundungsdifferenzen unter.

 

Hier auch mal ein Mini Future, Hebel ca. 20, an dem du mal die Entwicklung eines solchen Produktes nachvollziehen kannst:

DE5UBV

Du siehst: Wunderbar proportionale Entwicklung.

 

Eine Seite für die Historie von OS kenne ich nicht.

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Mr.Price
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Hey,

vielen Dank, ich muss also viel genauer auf die Zeit achten.

Beim Daytrading fällt die ja zum Glück nicht mehr so ins Gewicht...

Ich denke ich muss das Wissen aus dem Buch und von dir jetzt erst mal anwenden, indem ich bei einem Musterdepot alles genau beobachte.

Aber vielen Dank, hat mir echt weitergeholfen.

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Trader-dom
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ich hab auch eine frage, und zwar.

 

was ist "besser" Optionsscheine über den direkthandel oder börslich zu kaufen verkaufen?

 

ich denke das es im direkthandel "besser" ist, da ich jederzeit weiß welchen kurs ich bekomme und nicht warten muss ob mein verkauf/kauf limit erreicht wird

 

sehe ich das so richtig?

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Cartman999
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Kann man das Laufzeitende eines Zertifikats selber wählen oder muss ich immer bis zum vorgegebenen Laufzeitende des Emittenten warten?

So könnte ich ja bei einem Discount-Zertifikat verhindern dass ich einen Verlust mache indem ich frühzeitig aussteige wenn der Basiswert(z.B. DAX) zu sehr fällt.

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reckoner
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Hallo Cartman999,

 

die Laufzeit ist bei Zertifikaten fix (außer bei Endloszertifikaten natürlich;-).

 

Du kannst aber eigentlich jederzeit über die Börse oder im Direkthandel verkaufen.

 

Wenn du in die Richtung gedacht hast, dass du ein Discountzerti mit Cap unter dem aktuellen Basiskurs kaufst, und dieses dann ausübst, sobald der Cap erreicht wird, dann geht das natürlich nicht, wäre ja ein Free-Lunch.

 

MfG Stefan

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Cartman999
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@reckoner

Warum geht das nicht?

 

Nehmen wir mal das Beispiel aus diesem Link: http://www.aktien-gewinn.at/zertifikate/discountzertifikate-discountzertifikat/

Wann kann man ein Discount-Zertifikat denn verkaufen? Findet man immer sofort einen Käufer?

Gehen wir mal davon aus der Basiskurs würde in dem Beispiel immer weiter fallen und würde bei 82 Euro stehen. Da ich aber nicht warten möchte bis er unter 80 fällt würde ich einfach verkaufen um einen Verlust zu vermeiden, geht das?

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reckoner
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Hallo Cartman999,

 

Wann kann man ein Discount-Zertifikat denn verkaufen? Findet man immer sofort einen Käufer?
Ja, man findet so gut wie immer einen Käufer, nämlich den Emittenten selber. In den Bedingungen ist in der Regel garantiert, dass fortlaufend Kurse gestellt werden (wenigstens Geldkurse, und das ist der Kurs zum Verkaufen).

 

Da ich aber nicht warten möchte bis er unter 80 fällt würde ich einfach verkaufen um einen Verlust zu vermeiden, geht das?
Jein.

Du kannst natürlich immer verkaufen (siehe meinen ersten Absatz), aber nicht zu dem Preis, denn du dir wohl vorstellst.

 

In dem Beispiel ist das Zerti 20% günstiger als die Aktie, und das wird kurzfristig(!) auch so bleiben. Wenn beispielsweise die Aktie von den aktuellen 100 auf 90 Euro fällt, dann wird das Zerti bei ungefähr 72 Euro stehen (90-90*20% oder 90*80%).

Das stimmt aber nur grob, in der Realität wird es nicht ganz so schlimm sein (vielleicht steht es bei 73 oder 74 Euro). Der Grund dafür ist, dass es bei höherem Cap-Abstand immer mehr zum Tracker-Zertifikat (werden in dem Link unter Indexzertifikate behandelt) wird, oder anders ausgedrückt: der Cap wird unbedeutender.

 

Nochmal ein paar Grundlagen (ist in dem Link aber auch schon gut erklärt):

Der Vorteil eines Discountzertifikats im Vergleich zum Direktinvestment ist der günstigere Kaufkurs (Beispiel: 80 zu 100) und eine etwas niedrigere Volatilität (der Hebel liegt unter 1). Die Nachteile sind die fehlende Dividende und der Cap (die Aktie kann theoretisch unendlich steigen, das Zerti aber nicht - im Beispiel maximal bis 110 Euro).

 

Da der Hebel bei Discountzertifikaten immer kleiner als 1 ist, sollte - bei annähernd gleichen Bedingungen (vor allem der Zins und die Volatilität sollten ähnlich bleiben) - das Zerti prozentual weniger stark fallen, als der Basiswert (wichtige Anmerkung: das gilt nur für Discounter, nicht aber für anderen Zertifikatearten).

Nehmen wir wieder das bekannte Beispiel und fällt dort die Aktie von 100 auf 90 Euro, also um genau 10%, dann wird das Zertifikat um weniger als 10% fallen, also von aktuell 80 nicht auf 72 Euro (=10%), sondern - wie gesagt - auf 73 oder 74 Euro.

 

Ich rate dir, bevor du investierst, erst einmal ein paar Tage die Kurse sowohl des Basiswertes als auch des Zertifikates zu beobachten (kann man auch rückwirkend machen). Dann erkennst du leicht die Abhängigkeit.

 

MfG Stefan

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Cartman999
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Gibt es eine mathematische Formel mit der ich sofort am Anfang(vor dem Kauf des Zertifikats) rausfinden kann wie tief(um wieviel Prozent oder auf wieviel Euro) der Basiskurs fallen darf ohne dass ich einen Verlust mache?

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reckoner
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Hallo Cartman999,

 

Gibt es eine mathematische Formel mit der ich sofort am Anfang(vor dem Kauf des Zertifikats) rausfinden kann wie tief(um wieviel Prozent oder auf wieviel Euro) der Basiskurs fallen darf ohne dass ich einen Verlust mache?
Ja, sicher, das ist aber abhängig von der Art des Zertifikates. Die Kennzahl wird meist Break-Even oder Gewinnschwelle genannt. Und sie gilt jeweils nur für das Halten bis zum Ende, während der Laufzeit kann es so gut wie immer auch Verluste geben.

 

Der einfachste Fall - Discountzertifikate und auch Trackerzertifikate: Dort reicht es, wenn der Basiswert (Aktie, Index oder was auch immer) am Ende über dem Kaufkurs des Zertifikates steht, um Gewinn zu machen. (in dem bereits besprochenen Beispiel läge der Break-Even demnach bei einem Basiswertkurs von 80 Euro, die Aktie darf also von aktuell 100 Euro nicht mehr als 20 Euro fallen)

 

Bei Bonuszertifikaten: In der Regel darf nur die Barriere niemals durchbrochen werden, um Gewinn zu machen (außer bei Bonüssen, die keinen Cap haben und schon beim Kauf über dem Bonus stehen, ist aber eher ein Sonderfall).

 

Wenn man es ganz genau nimmt, müsste man jeweils auch noch die Spesen mit einrechnen, also die Bankgebühren, die Börsengebühren und bei vorzeitigem Verkauf auch den Spread (=Unterschied zwischen Geld- und Briefkurs).

Und es gibt auch immer mal wieder falsch gepreiste Zertifikate, mit denen man niemals Gewinn machen kann, also unbedingt mitdenken (und/oder hier nachfragen).

 

MfG Stefan

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Cartman999
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Stimmt diese Rechnung?

maximaler Gewinn: von 80 Euro auf 110 Euro = 37,50%

80+Transaktionsgebühren+Gebühren des jeweiligen Börsenplatzes?+Kaufgebühren= x

(37,50%*aktueller Preis des Zertifikats)/100%=y

y-x-Verkaufsgebühren=z

 

 

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otto03
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Stimmt diese Rechnung?

maximaler Gewinn: von 80 Euro auf 110 Euro = 37,50%

80+Transaktionsgebühren+Gebühren des jeweiligen Börsenplatzes?+Kaufgebühren= x

(37,50%*aktueller Preis des Zertifikats)/100%=y

y-x-Verkaufsgebühren=z

 

abenteuerlich :blushing:

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reckoner
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Hallo Cartman999,

 

80+Transaktionsgebühren+Gebühren des jeweiligen Börsenplatzes?+Kaufgebühren= x
Ja, das sind deine Anschaffungskosten. Die Gebühren würde ich aber erst einmal weglassen, macht die Sache deutlich einfacher und spielt auch eher bei Daytradern eine Rolle (ich hatte sie nur der Vollständigkeit halber erwähnt).

 

(37,50%*aktueller Preis des Zertifikats)/100%=y
Das wäre dann der maximale Gewinn (in Euro), aber leichter ausrechenbar über "Cap - Zertikurs" (110-80).

 

y-x-Verkaufsgebühren=z
Übersetzt würde das ja "maxGewinn - Anschaffungskosten - VK-Gebühren" bedeuten (imho Unsinn), was hast du denn für z erwartet?

 

MfG Stefan

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Cartman999
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Wie ist die Rechnung denn richtig?

Ich gehe mal davon aus dass irgendwas falsch ist denn nach meinen Berechnungen würde man im Idealfall ja nur einen sehr geringen Betrag durch das Zertifikat verdienen. Oder liegt das nur daran dass das Zertifikat nur 80 Euro wert ist?

"maxGewinn(30 Euro) - Anschaffungskosten - VK-Gebühren"= ungefähr 20 Euro?

Danach noch die Steuern abrechnen und es bleiben wahrscheinlich nur noch 10 Euro Gewinn übrig.

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reckoner
Posted · Edited by reckoner

Hallo Cartman999,

 

"maxGewinn(30 Euro) - Anschaffungskosten - VK-Gebühren"= ungefähr 20 Euro?
Ich verstehe immer noch nicht, was du eigentlich suchst. Warum ziehst du die Anschaffungskosten vom Gewinn ab? Wenn überhaupt, dann müssten sie vom maxRückzahlung (=der Cap) abgezogen werden; das Ergebnis wäre aber wieder der maxGewinn, wir drehen uns im Kreis.

 

Beispielrechnung:

Zertikurs: 80

Basiskurs: 100

Cap: 110

 

Basiskurs am Ende der Laufzeit (Rendite) => Zertigewinn (Rendite):

50 (-50%) => 30 Euro Verlust (-37,5%)

60 (-40%) => 20 Euro Verlust (-25%)

70 (-30%) => 10 Euro Verlust (-12,5%)

80 (-20%) => 0 Euro (0%)

90 (-10%) => 10 Euro Gewinn (12,5%)

100 (+-0%) => 20 Euro Gewinn (25%) <Seitwärtsmarkt>

110 (+10%) => 30 Euro Gewinn (37,5%)

120 (+20%) => 30 Euro Gewinn (37,5%)

130 (+30%) => 30 Euro Gewinn (37,5%)

140 (+40%) => 30 Euro Gewinn (37,5%)

 

Wie du siehst, liegt der Discounter - sowohl prozentual als auch in Euro - immer besser als das Direktinvestment, solange der Cap nicht deutlich überschritten wird.

Aber wichtig, man darf die Dividenden nicht vergessen, diese erhält der Aktienkäufer zusätzlich.

 

Danach noch die Steuern abrechnen und es bleiben wahrscheinlich nur noch 10 Euro Gewinn übrig.
Das ist jedenfalls falsch, die Abgeltungsteuer beträgt in Deutschland nur 25% (incl. Soli 26,375%), nach deiner Rechnung wären es aber 50%.

 

MfG Stefan

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Cartman999
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Das mit den Steuern wusste ich nicht, ich dachte es wären sogar 50%.

 

Steigt der Wert von Bonuszertifikaten wenn die Bonusschwelle erreicht ist genauso wie bei Discountzertifikaten oder funktioniert das anders?

Beispiel: Sicherheitsschwelle: 80

Basiskurs=Wert des Zertifikats: 100

Bonusschwelle: 130

D.h. in diesem Fall beträgt der Gewinn immer 30 Euro wenn der Basiswert zwischen 80,01 und 130 liegt, oder?

Bei 135 würde er aber 35 Euro betragen, oder?

 

Gibt es bei Outperformance- und Sprintzertifikaten keinen Bewertungstag? Also kann ich den Verkaufszeitpunkt selbst wählen?

 

 

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reckoner
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Hallo Cartman999,

 

Steigt der Wert von Bonuszertifikaten wenn die Bonusschwelle erreicht ist genauso wie bei Discountzertifikaten oder funktioniert das anders?
Eigentlich kann man nur gecappede Bonuszertifikate mit Discountern vergleichen (und auch nur in bestimmten Situationen, nämlich wenn der Basiswert (weit) über dem Cap steht). Praktisch wird ein BZ* aber immer ein wenig höher stehen als ein Discounter (mit gleichem Cap), denn beim BZ* gibt es ja noch einen Sicherheitspuffer (oder anders ausgedrückt, die Chance auf den Bonus).

 

Ein BZ* ohne Cap sollte man imho über der Bonusschwelle eher nicht kaufen, denn es wird gegenüber dem Basiswert underperformen und im Seitwärtsmarkt sogar Verluste einfahren. Einzig nach unten ist man durch den Puffer ein wenig abgesichert, aber warum kauft man überhaupt, wenn man mit einem Rückgang rechnet?

 

*so lautet übrigens die übliche Abkürzung, und da wir hier im Anfängerthread sind:

BZ = Bonuszertifikat

CBZ oder auch BZC = Bonuszertifikat mit Cap

DZ = Discountzertifikat

R__ = dito, nur als Reverse-Version

 

D.h. in diesem Fall beträgt der Gewinn immer 30 Euro wenn der Basiswert zwischen 80,01 und 130 liegt, oder?

Bei 135 würde er aber 35 Euro betragen, oder?

Ja, alles richtig. Das wäre dann aber auch ein BZ ohne Cap.

 

Gibt es bei Outperformance- und Sprintzertifikaten keinen Bewertungstag?
Doch, gib es (diese beiden Arten sind aber nicht mein Fachgebiet, ich persönlich handel fast ausschließlich mit BZ in allen Versionen).

Den Bewertungstag kannst du bei den meisten Zertifikaten nicht selber festlegen (Endloszertifikate und bestimmte KO-Optionsscheine mal ausgenommen). Aber grundsätzlich suchst du imho nach etwas, das es gar nicht geben kann. Wenn du den Zeitpunkt selbst wählen könntest, dann wäre das Wertpapier deutlich teurer bzw. die mögliche Rendite geringer. Es gibt an der Börse keinen Free-Lunch.

 

MfG Stefan

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Cartman999
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Verkaufen kann man die (meisten) Zertifikate aber immer, nur kommen dann noch Transaktionskosten hinzu die ich sonst sparen könnte wenn ich bis zum Bewertungstag warten würde, oder?

Mit einem Sprintzertifikat kann man ja gehebelt von kleinen Kurssteigerungen profitieren. Wie kann man denn am besten gehebelt von großen Kurssteigerungen profitieren? Sprintzertifikate sind ja leider im Gewinn limitiert.

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reckoner
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Hallo Cartman999,

 

Verkaufen kann man die (meisten) Zertifikate aber immer, nur kommen dann noch Transaktionskosten hinzu die ich sonst sparen könnte wenn ich bis zum Bewertungstag warten würde
Ja, das ist richtig.

 

Wie kann man denn am besten gehebelt von großen Kurssteigerungen profitieren? Sprintzertifikate sind ja leider im Gewinn limitiert.
Wie schon gesagt, mit Sprintzertifikaten kenne ich mich nicht so gut aus (ich weiß zwar, wie sie funktionieren, aber nicht so richtig, wie sie sich während der Laufzeit verhalten). Wenn ich aber von einem deutlichen Anstieg des Basiswertes überzeugt bin, dann würde ich normale Hebelprodukte wählen, also die klassischen Optionsscheine oder KO-Produkte. Dabei ist dann aber auch das Risiko höher, denn der Hebel wirkt auch nach unten, aber man kann das ja mit geringerem Kapital machen.

 

Nenn doch mal einen Beispielwert, bei dem du eine bestimmte Bewegung in einer bestimmten Zeit erwartest, dann können wir dir vielleicht das passende Produkt empfehlen (etwa: Ich erwarte, dass der DAX noch in diesem Jahr auf neue Höchststände steigt, ich bin mir aber sicher, dass er nicht unter 6000 fällt).

 

MfG Stefan

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Cartman999
Posted

Wenn ich bei scoach ein BZ auf den DAX wählen möchte kommen über 5000 Angebote. Ich würde ein BZ mit einer Sicherheitsschwelle von ungefähr 6200 wählen da ich davon ausgehe dass der DAX dieses Jahr nicht mehr unter diesen Stand fällt(außer es kommt zu einem gewaltigen Terroranschlag oder Atomkatastrophe).

Gibt es eigentlich einen bestimmten Tag im Jahr an dem die Bundesregierung Daten veröffentlicht die einen starken Einfluss auf den Kursverlauf des DAX haben? Ich gehe in Zukunft zwar nicht von sehr negativen Daten aus deshalb würde ich die Sicherheitsschwelle nicht niedriger als 6000 wählen.

Wie sollte ich bei scoach die Suche eingrenzen? Spielt der erste Handelstag eine Rolle? Wenn der erste Handelstag z.B. schon 2010 war, ist das egal?

http://www.scoach.de/DE/Showpage.aspx?pageID=92&st_search=7tnceEdbEON9zfJgBGPRLSdPGJjzU0fMWBheM%2fzfPAGEsNDFrGQK%2fI81nyK4ZRg4K8aVgFE6K%2fwhDLcrttSYRMEVEWnfh6yo4W0nD5kDWoma8wjP%2bBAhoUqRKAGg8f0vScqLWK4vMUkHOzCJimyYYDNeWtnrbKINqgCTN1erAYsmgtwGIPOAC3NKnibLrQ70VzX%2budpM%2b1AoM%2f1m8njYT%2bSOnvTFVmD%2f3ablGHgsYfDMvDKBBatCVmK39Uayfnii805CQKHGqakRh7ewQfFwrd5XA7VGHB80Wsrpf1v8gtwwOw65I%2bWXLgdT226hBg7cV9YtH4%2f361BK4arYaB8A5wsWAz7sPiuQoVkysVtV38giezh0NC9UnEdZbPbACaji

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