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Anja Terchova

Warum wollen soviele Leute mit Mitte Vierzig in Teilzeit oder mit Mitte Fünfzig finanzielle Unabhängingkeit?

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Rick_q
· bearbeitet von Rick_q
vor 13 Stunden von Anja Terchova:

aber auch schöne Autos geniessen könnte

Und warum kann man das mit 100% Stelle nicht tun? Man verbringt doch nicht täglich 4 Stunden mit Auto fahren. 

 

vor 13 Stunden von Anja Terchova:

Weil so fit wie mit 28-34 ist man dann ja doch nicht mehr,

Deswegen arbeit man in jungen Jahren eher mehr als in älteren Jahren, weil mit 60+ für viele 40h Woche zu anstrengend ist. 

 

vor 13 Stunden von Anja Terchova:

wäre eher gewesen erstmal mit so 21-27 für so sieben Jahre auf so 120-130% ranzuklotzen

Warum aber hier so viel? 

Das war die einzigste Zeit wo ich unter 100% geleistet habe, da Studium und noch keine Familie mit Verpflichtungen. Und extra Geld verdienen mehr als man braucht, lohnt sich während Studiums wenig, da als Nichtakadeniker zu wenig verdient wird, lieber hier die Freiheit genießen. 

 

 

Es macht vor allem Sinn früh viel zu arbeiten und später weniger, weil das investierte Geld für dich lange genug arbeitet. Und man erst dann ruhiger angehen lässt, wenn man (fast) "ausgesorgt" hat. In jungen Jahren ist die Zukunft ungewiss. 

Dazu verbaut man seine Karriere wenn man in jungen Jahren nicht Vollzeit arbeitet. Alles finanziell gesehen nicht gut. 

 

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Cepha
vor 2 Minuten von Hicks&Hudson:

 

...und dazu noch WPF.

Das Leben ist hart :D

Das wollte ich damit sagen. Hier kann ich nebenbei meine Zeit absitzen ohne an Langweile einzugehen, aber denkende konzentrierte sinnvolle Arbeit geht halt nicht parallel, weil ich halt doch primär beim online meeting zuhören muss, obwohl mich 95% davon nicht betreffen. 

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The Statistician
vor 12 Stunden von Anja Terchova:

Aktuell hat es hier ja wieder zwei Threads wo es einmal darum geht das jemand mit Mitte Vierzig in Teilzeit gehen wollte und es auch getan hat, und heute wieder ein Thread wo jemand mit Mitte Fünfzig finanzielle Unabhängigkeit erreichen möchte. Und auch anderswo und in meinem Bekanntenkreis hab ich sowas schon öfter gehört. Allerdings kann ich das für mich nicht nachvollziehen warum man das überhaupt möchte.

Bei der finanziellen Unabhängigkeit geht es nicht zwingend um eine damit verbundene Kündigung oÄ. Ich selber strebe auch FU bis Anfang 50 mit meiner Frau an, aber nicht um dann nicht mehr zu arbeiten. Das ist lediglich ein Zeitpunkt, der für diese Zielsetzung vollkommen realistisch ist, sofern es zu keinen unerwarteten Situationen kommt, die das Ziel untergraben (Krankheit, Unfall, oÄ). Gleichzeitig ist es eine sehr ansprechende Situation nicht mehr auf ein Arbeitseinkommen angewiesen zu sein. Bei der Arbeit ist es nur wichtig sich etwas zu suchen, was einem zumindest halbwegs Spaß macht (nervige Themen gibt es in jedem Beruf). Wer möglichst früh aufhören will zu arbeiten, verbindet mit seinem Beruf höchstwahrscheinlich keine positiven Gedanken. Ich halte es persönlich auch mehr so, dass man sein Leben derart gestaltet, dass man in der Gegenwart sehr zufrieden ist, statt sehnsüchtig auf die Zukunft zu blicken a la "Mit 40 endlich nicht mehr arbeiten" oÄ. Bekomme selbst zumindest das Gefühl, dass das bei einigen Personen implizit der Fall ist. Auch in meinem Umfeld erlebe ich öfters Menschen, die sich viel beschweren können, aber kurioserweise aktiv nichts dagegen tun. Erstaunt mich immer wieder aufs Neue.

 

Abseits dessen gibt es sehr unterschiedliche Präferenzen und Lebenssituationen. Nicht jeder hat Kinder, manche möchten eigene Hobbies verstärkt nachgehen, andere sehen im Beruf die absolute Lebenserfüllung und wieder andere möchten einfach viel reisen.

vor 12 Stunden von Anja Terchova:

Und ich wüsste auch nicht was ich mal mit 47, 55 oder noch älter soviel zuhause machen soll. 

Ich bin immer erstaunt, wenn ich solche Aussagen lese. Gibt es wirklich keine Hobbies oÄ, für die du nicht mehr Zeit aufbringen würdest/könntest? Mir persönlich fallen unzählige Themen ein, die ich mit mehr Freizeit (verstärkt) machen könnte. Wenn es da nichts gibt, macht eine Reduktion der Arbeit natürlich grundlegend wenig Sinn.

vor einer Stunde von Hicks&Hudson:

Wenn jemand (irgendwann) sehr viel Geld hat, es aber nur nutzt, um seinen gehassten Job an den Nageln hängen zu können, dann aber in einem anderen, sehr langweiligen Leben festhängt, hat das viele Geld überhaupt nichts gebracht, sondern eher im Gegenteil.

Wenn jemand dagegen es schafft, Geld so zu nutzen, dass er das Verhältnis von Arbeitszeit zu Freizeit/Zeit für die Familie etc so optimieren kann, dass er eine bessere Balance im Leben hinbekommt, dann hat viel Geld sehr wohl einen Nutzen.

+1

 

Genau so sollte man das Thema angehen. Je nach eigenen Präferenzen gestaltet man sich das auf eine solche Weise, um das Optimum für sich rauszuholen. 

vor einer Stunde von Hicks&Hudson:

Nicht alle, aber auch nicht wenige Kinder wachsen mittlerweile in einer völlig gesättigten und sau-verwöhnten Wohlstandswelt auf, welche ihnen die Eltern vorleben. Da ist es dann auch nicht verwunderlich, wenn einige schon vom "Nicht mehr arbeiten müssen" träumen, obwohl sie noch gar nicht richtig gearbeitet haben. 

Die junge Generation ist seit jeher faul aus Sicht der älteren Generation, da wäre ich sehr vorsichtig. Bei dem Thema sollte man nicht den Wunsch nach besserer Work-Life-Balance mit dem Wunsch grundlegend nicht mehr arbeiten zu wollen verwechseln. 

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Hicks&Hudson
vor 8 Minuten von Cepha:
vor 13 Minuten von Hicks&Hudson:

...und dazu noch WPF.

Das Leben ist hart :D

Das wollte ich damit sagen. Hier kann ich nebenbei meine Zeit absitzen ohne an Langweile einzugehen, aber denkende konzentrierte sinnvolle Arbeit geht halt nicht parallel, weil ich halt doch primär beim online meeting zuhören muss, obwohl mich 95% davon nicht betreffen. 

Danke für deine Ehrlichkeit.

Und dann müssen wir halt mal alle ehrlich sein hier.

Wie viele hier schreiben im Forum neben der Arbeit? Ich behaupte jetzt einfach mal, dass das nicht wenige sind.

Das lässt vermuten, dass die Arbeit selbst bei einigen nicht sehr erfüllend, sehr interessant, sehr fordernd sein kann oder?

Ich will damit ausdrücklich niemanden kränken! Aber es macht Sinn, sich mal zu hinterfragen, ob der aktuelle Job denn wirklich noch der ist, in dem man Sinn sieht und das erst recht, wenn man als unbändiges Ziel hat, bald so viel Kohle zu haben, dass man nicht mehr da sitzen muss, wo man jetzt sitzt, sondern endlich Erlösung findet im kompletten Ausstieg.

Wenn das aber so ist, dann behaupte ich aber einfach mal, dass dieser Weg der falsche ist. Man beseitigt nicht das Kernproblem (Unzufriedenheit im Leben durch Job bzw. es kann auch z.B. familiär sein), sondern verdrängt es mit der Notlösung Geld.

Dabei ist Geld deshalb augenscheinlich hilfreich, weil es einen "durchfüttern" kann. Das dicke Depot übernimmt also die Aufgabe des bisherigen Lohnzettels. Wenn aber anstatt der nervigen Tätigkeit im Job kein sinnvoller Ersatz kommt (schönes Hobby, Zeit mit der Familie, Freundeskreis, Reisen, neue Erfahrungen etc), sondern gähnende Leere, dann wird sich das rächen.

 

vor 4 Minuten von The Statistician:

Bei dem Thema sollte man nicht den Wunsch nach besserer Work-Life-Balance mit dem Wunsch grundlegend nicht mehr arbeiten zu wollen verwechseln. 

Da gebe ich dir völlig recht. Ich meinte das auch nicht so.

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Cepha
· bearbeitet von Cepha
vor 23 Minuten von Hicks&Hudson:

 

Das lässt vermuten, dass die Arbeit selbst bei einigen nicht sehr erfüllend, sehr interessant, sehr fordernd sein kann oder?

Ich will damit ausdrücklich niemanden kränken! Aber es macht Sinn, sich mal zu hinterfragen, ob der aktuelle Job denn wirklich noch der ist, in dem man Sinn sieht und das erst recht, wenn man als unbändiges Ziel hat, bald so viel Kohle zu haben, dass man nicht mehr da sitzen muss, wo man jetzt sitzt, sondern endlich Erlösung findet im kompletten Ausstieg.

 

Das betrifft mich nicht. Meine Arbeit ist grundsätzlich erfüllend / sinn stiftend, für mich sehr interessant und auch fordernd, ich bin auch nach 17 Jahren eher über- als unterfordert. Deshalb hatte ich bisher auch nie den Wunsch, meinen AG zu wechseln. Ich wüsste für mich gar keinen besseren Job. (und das Gehalt ist auch noch gut genug)

 

Dennoch nimmt die Arbeit aus meiner Sicht zu viel der Lebenszeit ein. Wenn ich völlig frei wählen dürfte würde ich im Schnitt so 10-15h pro Woche (intensiv) arbeiten wollen. Ich arbeite derzeit an sieben Projekten, dann wären es halt noch 2 oder 3.

 

Und auch meine Arbeit hat einfach Ineffizienzen, so wie gerade im Moment. Das geht heute immerhin online, was schon mal Fahrzeiten spart und wenn der Höflichkeit und den politischen Erfordernissen Genüge getan ist kann ich mich auch vorzeitig raus nehmen, was ich gleich mache. Nicht immer kann man da halt parallel arbeiten oder ne Studie lesen o.ä., weil die Arbeit nun mal erheblich mehr Konzentration erfordert als in einem Forum zu surfen. 

 

Ich finde es eher faszinierend, dass viele Leute im Ruhestand in ein Loch fallen und nicht mehr recht wissen, was sie mit ihrer Zeit afange sollen. Auch bei mir macht die Arbeit einen signifikanten Tel meiner Sozialkontakte aus, das liegt halt daran, dass ich dort soviel meinr Zeit verbringe.

Aber ich haben absolut keinerlei Bedenken, meine Zeit ohne Arbeit füllen zu können. Selbst einen 48h Tag könnte ich ganz easy füllen. Langweilig ist mir in meiner selbst gestalteten Freizeit niemals.

Das ist mein Antrieb: mehr Freizeit zu haben und zwar nicht erst mit 67 oder 70.

 

Ich finde z.B., dass Oliver von frugalisten.de das absolut richtig macht, auch wen er nicht seinem ursprünglichen Plan folgt.

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Nachdenklich
· bearbeitet von Nachdenklich
Rechtschreibfehler korrigiert
vor 14 Stunden von Anja Terchova:

Würde mich freuen zu lesen wie ihr das seht.

Die Menschen haben halt unterschiedliche Vorbilder/Identifikationsmodelle.

Mein 'Role Model' ist da eher Charlie Munger oder die Queen Elisabeth II.

Beide waren wirtschaftlich nicht auf Einkommen angewiesen, haben aber eine Tätigkeit gehabt, die sie als erfüllend angesehen haben (auch wenn die Queen sicher so manches mal von dem einen oder anderen Premierminister wohl eher genervt war), so daß sie ihrer jeweiligen Aufgabe bis nahezu zu ihrem Tod nachgegangen sind. 

 

Als ich Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre auf mein Abitur zuging, habe ich mir die Frage gestellt, welchen Beruf ich ergreifen würde, wenn ich als Millionär geboren worden wäre (eine rein fiktive Frage) und nicht auf Einkommen angewiesen wäre. Aus den Optionen, die mir damals als wünschenswert erschienen, habe ich dann eine ausgewählt.

Auf dieser Grundlage habe ich dann meinen Beruf 40 Jahre lang ausgeübt und mir nicht einmal gewünscht, doch eher aufhören zu können. Als es in der Folge von Restrukturierungsmaßnahmen dann ein Angebot gab, mit 50 vorzeitig aufzuhören (und dabei so gestellt zu werden, als hätte ich bis zum normalen Ruhestand weiter gearbeitet) habe ich das Angebot abgelehnt.  

 

In meiner Vorstellung von einem gelungenen Leben ist der Beruf nicht etwas, was im Gegensatz zum gelingenden Leben steht, sondern Teil dieses Lebens selbst ist. Damit ist die Motivation zum Erfolg im Beruf auch nicht, sein Depot möglichst früh so weit aufgeblasen zu haben, daß man dann früh aufhören kann zu arbeiten. Ich habe mich in meinem Beruf um Erfolg bemüht, weil die Arbeit mehr Freude macht, wenn man Erfolge sieht. Gehaltssteigerungen kamen dann (fast) von alleine.

Sicher haben in meinem Umfeld einige noch mehr Karriere gemacht als ich, indem sie sich noch mehr auf den nach außen sichtbaren Erfolg fixiert haben (und haben damit zwei Ehen an die Wand gefahren). Ich bin mit meinem ausgewogenen Modell aber sehr zufrieden.

Weder wäre ich in jungen Jahren auf die Idee gekommen, frugalistisch oder spartanisch zu leben, um später mal früh reich zu sein, noch habe ich meine berufliche Tätigkeit auf möglichst schnelle Karriere hin ausgerichtet.

Die Kunst das Lebens besteht doch darin, ausgewogen und mit Augenmaß an die Dinge heran zu gehen.

Mit Mitte 30 war nicht viel für die Geldanlage übrig (auch wenn es immer ein Depot mit einer gewissen Sparquote gab), da nach klassischem Lebensmodell ein Einkommen für eine Familie mit Hausbau, zwei Autos und Kindern nicht viel Geld zur Anlage übrig ließ, wenn man nicht frugalistisch leben wollte. Und das wollten wir im Sinne der Ausgewogenheit der Lebensgestaltung sicher nicht.

 

Der Wunsch, früh in den Ruhestand gehen zu wollen, ist meines Erachtens eine Indikation dafür, daß man in jungen Jahren etwas falsch gemacht hat (falscher Beruf, zu karriereorientiert, mangelnde Identifikation mit dem eigenen Beruf  oder nicht bereit, eine Veränderung im Beruf anzustreben, wenn die momentanen Bedingungen nicht den eigenen {hoffentlich realistischen} Vorstellungen entsprechen.        

 

So, nachdem ich oben Charlie Munger und die Queen Elisabeth II. als Role Model bezeichnet habe, gestehe ich zu, daß auch die (bisherige) Königin von Dänemark vieles richtig gemacht zu haben scheint, selbst wenn sie jetzt mit Mitte ihrer 80er Jahre an ihren Sohn übergibt. 

;)

:prost:

 

So, ich bin inzwischen zwar im Ruhestand, gehe aber jetzt gleich doch einer (unbezahlten) Tätigkeit nach.

Das Leben braucht einen Inhalt.

 

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Hicks&Hudson
· bearbeitet von Hicks&Hudson

@Nachdenklich

:thumbsup: (und das freut mich, ehrlich),.

Auch freut es mich, dass du auf dein bisheriges Leben so zufrieden zurück blicken kannst und nichts bereust.

Das ist nicht bei jedem so.

Viele lügen sich zudem leider selbst (lange) ins Gesicht und wollen Fehlentscheidungen nicht zugeben/einsehen (der Druck der Gesellschaft eben usw). Daher halten sie leider am falschen Leben fest.

 

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Joe32
vor einer Stunde von Nachdenklich:

Das Leben braucht einen Inhalt.

 

So ist es.

 

Ich denke die Arbeitswelt wird sich in Zukunft verändern, sei es durch Roboter, KI oder sonstiges.

Bei uns in der Firma z.b. wird auf flexible Arbeitszeiten hingearbeitet. D.h. jeder kann sich aussuchen, wielange er arbeiten will, 20,30,40,50 Stunden pro Woche. Bin mal gespannt, was dabei rauskommt.

 

In einigen Firmen gibt es schon die 4 Tage Woche. Wofür ich auch wäre. Hätte ich Familie und ein Hauskredit, wäre das wahrscheinlich schwer vorstellbar. (für mich gesprochen)

 

Selbst wenn ich Millionär wäre, würde ich mir was halbwegs vernünftiges suchen. Garnix zu machen jeden Tag, wäre sterbenslangweilig.

 

Um zum Thema zurückzukommen…denke ich, dass die meisten das wollen (was in der Überschrift steht) um mehr Zeit zu haben, für was auch immer, frei zu sein, und das Leben genießen.

 

zum Thema Geld fehlt mir ein Spruch ein:

 

Geld macht nicht glücklich, aber meistens schon. 

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Pfennigfuchser
· bearbeitet von Pfennigfuchser

 

vor 16 Stunden von Anja Terchova:

Denn mit so 28-34 wäre man ja noch jung genug das man noch so sieben schöne Jahre haben könnte in denen man viel reisen aber auch schöne Autos geniessen könnte. Und wenn man dann mit so 35 das erste Kind und mit so 38 das zweite Kind bekommt könnte man da die Teilzeit gut nutzen möglichst viel für seine Kinder da zu sein, aber mit so 47 wären dann ja das erste Kind schon in der sechsten Klasse und das zweite Kind in der dritten Klasse, da brauchen sie dann einem ja nicht mehr ganz soviel so das durchaus wieder Vollzeitarbeit mögich wäre.

 

Ich glaube, dass das einfach ein sehr persönliches Ding ist, das für jeden anders aussieht. Deine "7 schönen Jahre" zu Beginn haben mich z.B. nie interessiert, bin nicht so der Partygänger, meine Reisen waren immer preiswert (mehr Reisen als Urlaub), und bei den Kindern habe ich es eher andersherum gehalten (bin jetzt 47, Kinder fast wie in Deinem Beispiel und überlege jetzt langsam weniger zu arbeiten, da die Kinder interessanter werden, vorher immer Vollzeit oder vollzeitnah). 

 

vor 4 Stunden von Kastor:

Das sind aber nur ganz wenige Familien, falls sie zwischen 25-35 dieses Eigenheim beziehen, da es entweder einen EK-Anteil >> 1/3 voraussetzt, deutlich fallende Zinsbelastung oder reale Gehaltssteigerungen >> 5 % p.a., verbunden mit Tilgungserhöhung oder Sondertilgungen. Oder ein sehr, sehr billiges Eigenheim.

Für alle anderen Familien: ein typischer Kommentar aus der WPF-Blase.

 

Wir haben die Zeit bis zu den Kindern mit Mitte/Ende 30 tatsächlich genutzt, um ranzuklotzen, Hauptjob, Nebenjob, Sparen, Investieren, so lange man noch jung und fit ist und nicht viel braucht. Dann hatten wir besagten EK Anteil >> 1/3 selbst erwirtschaftet. Jetzt mit Ende 40 ist die Bude abbezahlt, und die Kinder sind so alt, dass man anfangen kann, schönere und teurere Reisen mit ihnen zu machen. Jetzt lohnt es sich so langsam, die Arbeitszeit zu reduzieren. 

 

vor 16 Stunden von Anja Terchova:

Und ich wüsste auch nicht was ich mal mit 47, 55 oder noch älter soviel zuhause machen soll. Weil so fit wie mit 28-34 ist man dann ja doch nicht mehr, und vorallem sieht man nicht mehr so aus. Ich glaub da ist es fast ein Gewinn wenn man Vollzeit macht

 

Was hat das Aussehen damit zu tun? 

Ich bin mit 47 ziemlich genauso fit wie mit 27 oder 37, merke da noch keinen Unterschied, aber das mag die nächsten Jahre durchaus kommen. Und ich kann mich zu Hause gut beschäftigen, irgendein Projekt hat man immer gerade am Laufen. 

 

Was für mich auch eine Rolle spielt: ich lebe nicht gerne auf Pump. In jungen Jahren zu reduzieren, mit dem Wissen, dass ich dafür in späteren Jahren mehr arbeiten muss, wäre nichts für mich gewesen, das hätte ich nicht genießen können. Ist sicherlich Veranlagungssache, aber ich genieße lieber jetzt das finanzielle Polster und die kommende freie Zeit in dem Wissen, dass ich den Puffer dafür schon angespart habe und meine Schäfchen weitgehend im Trockenen. 

 

vor 15 Stunden von hattifnatt:

Wer so spricht, hat offenbar kein Kind in einer weiterführenden Schule :-*

? Kommt da noch ein unbekanntes dickes Ende? Bisher wird es jedes Jahr einfacher

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Anja Terchova
vor 6 Stunden von Hicks&Hudson:

Dazu noch kurz:

Auch hier ist die Vorstellung in der Theorie ein bisschen anders als die Praxis.

Ich kenne auch hier Leute, die das so machen wollten.

Kaum einer hat es aber geschafft, nach etlichen Jahren Teilzeit wieder auf 100% hochzugehen.

Der Grund ist, dass die Gewöhnung an die Teilzeit massiv ist. Der Mensch ist einfach so. Er gewöhnt sich recht flott an alles. Für einige war eine 30 Stunden-Woche irgendwann dann sogar schon wieder zu viel. Dann wieder 40 Std zu arbeiten war für diese unmöglich.

 

Eher ist meine Erfahrung so, dass viele Eltern es bereuen, ihr Kinder so spät bekommen zu haben. Einige merken dann, dass es nicht so toll ist, wenn man schon 60 ist, sofern die Kids dann ihren ersten Job anfangen. 

Es hat halt alles Vor- und Nachteile und daher ist nichts so exakt planbar, wie du es hier darlegst.

Ich glaub da hast du durchaus recht, aber es kommt natürlich auch drauf an wie das Einkommen ist.

Ich glaub wenn man mit 47 die Wahl hätte entweder in 100% Vollzeit so 4.320€ brutto oder in 65% Teilzeit entsprechend so 2.808€ brutto zu verdienen, dann würde man schon wieder auf 100% hochgehen.

Anders sieht es natürlich bei der Wahl zwischen 100% Vollzeit mit 7.800€ brutto oder 65% Teilzeit entsprechend so 5.070€ brutto aus, weil das ist dann eigentlich eh schon mehr als genug.

Was das Alter zum Kinder bekommen betrifft denke ich das entweder so 35-38 oder gleich schon mit so 16-19 das beste Alter ist.

 

Weil mit 16-19 wohnt man ja eh noch einige Zeit daheim und würde deshalb mehr Unterstützung von den Eltern bekommen. Bis man dann in eine eigene Wohnung zieht wären sie zumindest aus dem Allergröbsten raus und bis man dann selbst so 28 wären sie dann auch 9-12 und dann können sie auch schon etwas allein verbringen oder freuen sich wenn sie bei Freunden oder Grosseltern übernachten dürfen. Und bei einer Schwangerschaft mit 16-19 sieht man dann doch realtiv schnell wieder so aus wie vorher.

 

Mit 35-38 liegen die besten Zeiten eh schon hinter einem, da tut es dann nicht mehr so weh wenn man sich zugunsten der Kinder einschränken muss, und man wird es zwar auch nicht mehr schaffen so wie früher auszusehen aber das ist in dem Alter dann eh egal.

Aber die Zeit dazwischen, so 20-34 wäre am allerdümmsten, weil man will ja mit 23 nicht mehr bei den Eltern wohnen oder immer die Eltern um Unterstütung anbetteln, und auch mit so 27 wird es schon viel schwerer nach der Geburt wieder so auszusehen wie früher.

 

vor 3 Stunden von Rick_q:

Und warum kann man das mit 100% Stelle nicht tun? Man verbringt doch nicht täglich 4 Stunden mit Auto fahren.

Naja, wenn man 100% arbeitet dann besteht das Leben im wesentlichen oft schon nur aus Arbeit, Hausarbeit, Essen und Schlafen. Klar hat man auch etwas frei, aber vorallem abends ist man dann oft schon zu müde noch wirklich was zu unternehmen und legt sich dann nur noch zum netflixen auf die Couch statt wirklich rauszugehen. Am Wochenende schläft man dann oft länger aus, macht dann erstmal Hausarbeit, und bis dahin ist der Tag dann soweit angebrochen das man auch nicht mehr gross was machen will. Klar kann man auch mal in eine Bar, ins Kino oder auf ein Volksfest gehen, aber wirklich was Grösseres Unternehmen ist dann nur selten drin.

 

vor 4 Stunden von Sapine:

Man kann aber auch mit Mitte 40 ein zweites Studium angreifen oder ein Sabbatical auf der Alm machen oder eine Weltreise. Im Bereich Gemeinnützigkeit gibt es ein weites Feld an sinnvollen Beschäftigungen, soziale Kontakte inklusive. Jeder Geck ist anders.

Sabbatical auf ner Alm wäre für mich eher eine Strafte und würde sich für mich eher wie Gefängnis anfühlen. Studium oder Zeitstudium mit Mitte 40 könnte ich mir zwar in der Tat vorstellen, aber ich glaub nicht das mir das noch Freude machen würde. Weil das würde dann wahrscheilich auf ein reines "Arbeitsstudium" rauslaufen. Weil ein wirkliches Studentenleben, könnte mich mir in dem Alter nicht mehr vorstellen. Und ein komplett spassbefreites "Arbeitsstudium" wäre auch nicht so meins.

 

vor einer Stunde von Pfennigfuchser:

Was hat das Aussehen damit zu tun? 

Ich bin mit 47 ziemlich genauso fit wie mit 27 oder 37, merke da noch keinen Unterschied, aber das mag die nächsten Jahre durchaus kommen. Und ich kann mich zu Hause gut beschäftigen, irgendein Projekt hat man immer gerade am Laufen.

Ich bin mir ehrlich gesagt nichtmal sicher ob ich mich mit 47 noch im Spiegel anschauen kann. Ich bin jetzt 39 und denke mir "geht gerade noch so".

Ich hatte das Gefühl das ich mit so 21-24 auf dem Peak war, und es mit so 25 schon ganz langsam abwärts geht, aber so langsam das es nicht wirklich der Rede wert ist, weswegen man mit 28-34 schon noch gut sein Leben gelesen kann. Aber so ab 35 geht es irgendwie immer schneller äbwärts.

 

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Anja Terchova
vor 3 Stunden von Nachdenklich:

Die Menschen haben halt unterschiedliche Vorbilder/Identifikationsmodelle.

Mein 'Role Model' ist da eher Charlie Munger oder die Queen Elisabeth II.

Beide waren wirtschaftlich nicht auf Einkommen angewiesen, haben aber eine Tätigkeit gehabt, die sie als erfüllend angesehen haben (auch wenn die Queen sicher so manches mal von dem einen oder anderen Premierminister wohl eher genervt war), so daß sie ihrer jeweiligen Aufgabe bis nahezu zu ihrem Tod nachgegangen sind.

 

Charlie Munger sagt mir garnichts, da musste ich jetzt erst mit Google suchen.

Queen Elisabeth II würde ich auch nicht aus Vorbild sehen, sondern ich glaube das ihr Leben nur viel Last und Bürde war. Sie wurde ja mit gerademal 26 in dieses Amt gedrängt, und das auch noch indem sie ihren Vater verloren hat. Das finde ich eigentlich gleich in doppelter Hinsicht einach nur traurig. Und dann ist das Amt der Britischen Königung ein Amt wo man extremst unter Protokoll steht, kann aber anderseits eh nur repräsentieren aber eh nicht wirklich viel bewegen. Da finde ich die meisten anderen politischen Ämter attraktiver, weil man da meist nicht ganz so sehr unter Protokoll und Beobachtung steht, sonderseits aber doch offensiver handeln kann.

Ein wirkliches "Role Model" hab ich eigentlich garnicht.

Wenn ich es mir aussuchen könnte, dann wäre ich am liebsten so eine Mischung aus Sharlota, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Sahra Wagenknecht. Oder wenn ich noch Männer dazunehme, dann würde ich auch noch Kontra K, Giajjenno, Samra, Radim Passer und Christian Lindner dazunehmen.

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Pfennigfuchser
vor 2 Minuten von Anja Terchova:

Weil mit 16-19 wohnt man ja eh noch einige Zeit daheim und würde deshalb mehr Unterstützung von den Eltern bekommen. Bis man dann in eine eigene Wohnung zieht wären sie zumindest aus dem Allergröbsten raus und bis man dann selbst so 28 wären sie dann auch 9-12 und dann können sie auch schon etwas allein verbringen oder freuen sich wenn sie bei Freunden oder Grosseltern übernachten dürfen. Und bei einer Schwangerschaft mit 16-19 sieht man dann doch realtiv schnell wieder so aus wie vorher.

 

Mit 35-38 liegen die besten Zeiten eh schon hinter einem, da tut es dann nicht mehr so weh wenn man sich zugunsten der Kinder einschränken muss, und man wird es zwar auch nicht mehr schaffen so wie früher auszusehen aber das ist in dem Alter dann eh egal.

Aber die Zeit dazwischen, so 20-34 wäre am allerdümmsten, weil man will ja mit 23 nicht mehr bei den Eltern wohnen oder immer die Eltern um Unterstütung anbetteln, und auch mit so 27 wird es schon viel schwerer nach der Geburt wieder so auszusehen wie früher.

 

Ich frage mich gerade, wie alt Du wohl bist? Lustige Vorstellungen hast Du. 

 

vor 11 Minuten von Anja Terchova:

Naja, wenn man 100% arbeitet dann besteht das Leben im wesentlichen oft schon nur aus Arbeit, Hausarbeit, Essen und Schlafen. Klar hat man auch etwas frei, aber vorallem abends ist man dann oft schon zu müde noch wirklich was zu unternehmen und legt sich dann nur noch zum netflixen auf die Couch statt wirklich rauszugehen.

 

Man muss halt eine interessante Arbeit haben. Etwas, das einen Großteil des eigenen Lebens ausmacht, sollte idealerweise halbwegs interessant und mit netten Kollegen gesegnet sein. 

 

vor 11 Minuten von Anja Terchova:

Sabbatical auf ner Alm wäre für mich eher eine Strafte und würde sich für mich eher wie Gefängnis anfühlen. Studium oder Zeitstudium mit Mitte 40 könnte ich mir zwar in der Tat vorstellen, aber ich glaub nicht das mir das noch Freude machen würde. Weil das würde dann wahrscheilich auf ein reines "Arbeitsstudium" rauslaufen. Weil ein wirkliches Studentenleben, könnte mich mir in dem Alter nicht mehr vorstellen. Und ein komplett spassbefreites "Arbeitsstudium" wäre auch nicht so meins.

 

Wir ticken total unterschiedlich :-) Alm wäre super (mit genügend Büchern) und am Studium interessierte mich die intensive Auseinandersetzung mit irgendeinem sinnfreien Thema mehr als das Studentenleben. Denn ehrlich gesagt ist es zwar ganz nett, mal jungen Leuten zuzuhören, so richtig viel gemein habe ich mit denen aber nicht mehr und meine Interessen sind einfach ganz andere als dass es für einen Abend ausreichen würde. 

 

vor 12 Minuten von Anja Terchova:

Ich bin mir ehrlich gesagt nichtmal sicher ob ich mich mit 47 noch im Spiegel anschauen kann. Ich bin jetzt 39 und denke mir "geht gerade noch so".

 

Mein Spiegel ist mir herzlich egal. Mit Mitte 40 setzt die Altersweitsichtigkeit ein, da sieht man eh nicht mehr alle Falten im Spiegel, so what. Mir ist wichtig, dass ich körperlich so fit bin, dass ich alles machen kann, was ich will, also sagen wir mal, spontan mit dem Fahrrad über die Alpen fahren oder so. 

 

vor 8 Minuten von Anja Terchova:

Wenn ich es mir aussuchen könnte, dann wäre ich am liebsten so eine Mischung aus Sharlota, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Sahra Wagenknecht. Oder wenn ich noch Männer dazunehme, dann würde ich auch noch Kontra K, Giajjenno, Samra, Radim Passer und Christian Lindner dazunehmen.

:D

Geht es Dir um den Inhalt oder das Äußere?

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chirlu
vor 25 Minuten von Anja Terchova:

Charlie Munger sagt mir garnichts, da musste ich jetzt erst mit Google suchen.

 

Das geht mir hier so:

vor 25 Minuten von Anja Terchova:

Kontra K, Giajjenno, Samra, Radim Passer

 

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hattifnatt
vor 2 Stunden von Pfennigfuchser:

? Kommt da noch ein unbekanntes dickes Ende? Bisher wird es jedes Jahr einfacher

Wahrscheinlich kommt es auch auf die konkrete Schule, auf G8 vs. G9 und die Lehrkräfte an (z.B., wie oft die krank sind ...) :-*

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Hicks&Hudson
· bearbeitet von Hicks&Hudson
vor einer Stunde von Anja Terchova:

Ich glaub wenn man mit 47 die Wahl hätte entweder in 100% Vollzeit so 4.320€ brutto oder in 65% Teilzeit entsprechend so 2.808€ brutto zu verdienen, dann würde man schon wieder auf 100% hochgehen.

Anders sieht es natürlich bei der Wahl zwischen 100% Vollzeit mit 7.800€ brutto oder 65% Teilzeit entsprechend so 5.070€ brutto aus, weil das ist dann eigentlich eh schon mehr als genug.

Eigentlich ist das alles völlig egal, weil nur zählen sollte, was bereits schon an Vermögen da ist und wann bzw. ob man sich sagt: "Das reicht!" oder "Wir haben genug!".

 

Es gibt natürlich immer wieder Menschen, die einfach keinen Cent herschenken können, wenn sie irgendwie dran kommen und die nehmen dann auch weiterhin viel Stress und Arbeit auf sich, obwohl sie es gar nicht mehr müssten, weil sie schon ausreichend genug Geld hätten.

Das sind meist auch die, denen z.B. das Elterngeld bei vollem Daheimsein sozusagen nicht ausreicht, weil sie nur sehen, was man noch irgendwie herausquetschen könnte und dann arbeiten Sie eben in dieser Elternzeit noch zusätzlich bis zum Anschlag, obwohl es total ineffektiv ist im Verhältnis.

 

vor einer Stunde von Anja Terchova:

Was das Alter zum Kinder bekommen betrifft denke ich das entweder so 35-38 oder gleich schon mit so 16-19 das beste Alter ist.

 

Weil mit 16-19 wohnt man ja eh noch einige Zeit daheim und würde deshalb mehr Unterstützung von den Eltern bekommen.

Ist nicht böse gemeint, aber man merkt, dass du keine Kinder hast und daher auch wie so viele Kinderlose nicht den Hauch einer Ahnung.

 

vor einer Stunde von Anja Terchova:

Ich hatte das Gefühl das ich mit so 21-24 auf dem Peak war, und es mit so 25 schon ganz langsam abwärts geht, aber so langsam das es nicht wirklich der Rede wert ist, weswegen man mit 28-34 schon noch gut sein Leben gelesen kann. Aber so ab 35 geht es irgendwie immer schneller äbwärts.

Aha.:unsure:

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Flughafen
vor 19 Stunden von Anja Terchova:

Würde mich freuen zu lesen wie ihr das seht.

Es gibt kein gleiches Szenario, dass jedem schmeckt. Es gibt zu viele Besonderheiten in den einzelnen Lebensläufen, auf die man wenig Einfluss hat. Scheidungen, Immobilienblasen, die Kinder (ihre Anzahl, Gesundheit und Talente), - es gibt sehr viele Faktoren, die keinen Einheitslebenslauf ermöglichen.

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Rebentao
· bearbeitet von Rebentao
vor 1 Stunde von Anja Terchova:

Sabbatical auf ner Alm wäre für mich eher eine Strafte und würde sich für mich eher wie Gefängnis anfühlen.

Das wäre mein Traum, endlich diesen ganzen Dauerstress los sein, dieser ständige Überlebenskampf in der Firma. Es scheint einige zu geben die haben entweder einen extrem lockeren Job oder sind extrem belastbar.

Auf der Alm ist auch kein Zuckerschlecken, aber ganz anders.

Was hat man davon wenn es einem geht wie dem Hertha Präsidenten (Kay Bernstein)

Lieber mal einen Gang zurückschalten.

 

 

 

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McScrooge
vor 19 Stunden von Anja Terchova:

Würde mich freuen zu lesen wie ihr das seht.

Ich plane auch mit 50 zumindest so weit zu sein, dass ich auf ein Erwerbseinkommen nicht mehr angewiesen sein sollte.

 

Das heißt, wenn ich als Selbstständiger dann noch Lust habe, arbeite ich weiter, ich muss es aber nicht.

 

Es gibt genug Leute, die irgendwann mit 60 Richtung Rente schielen, sie dann gesund aber nicht mehr erreichen.

 

Wenn man es sich also leisten kann, zu tun, was man möchte, dann sollte man das machen.

vor 5 Minuten von Rebentao:

Das wäre mein Traum, endlich diesen ganzen Dauerstress los sein, dieser ständige Überlebenskampf in der Firma

Nachvollziehbar.

Ich arbeite seit ich 19 bin. Und nun seit über 15 Jahren selbstständig. 
Dadurch bedingt wenig Urlaub am Stück etc.

Ja, es macht mir Spaß. Aber ich habe nicht vor, dass noch 10 Jahre so weiter zu machen.

Irgendwann soll das Geld arbeiten… 

vor 6 Stunden von Cepha:

Fazit: Viel Geld zu haben ist super. Je früher und je mehr, desto besser. Man muss aber sehr aufpassen, zu viel seiner gesunden Lebenszeit einzutauschen.

Und darum sollte man rechtzeitig anfangen, von seiner gesunden Lebenszeit noch genug zu genießen.

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Holgerli

Hätte ich mit 20 an Geldbildung das gewusst was ich heute weiss hätte ich einiges anders gemacht.

Hätte ich beim Berufsstart nach Studium und Arbeitslosigkeit (Anfang der 2000er sah die deutsche Arbeitswelt noch komplett anders aus als heute) die finanziellen Möglichkeiten gehabt, die ein Mid-/End-20iger heute hat, hätte ich einiges anders gemacht.

So richtig sparen konnte ich ab ca. 35. Seit 10 Jahren spare ich jetzt wirklich konsequent und seit 3 bis 5 Jahren extrem.

Machbar ist, dass ich ab ca. Mitte meiner 50er raus aus dem Hamsterrad kann. Vor (in den 20ern oder 30ern) ging nicht. Später ginge, ich sehe aber keinen Sinn drin. Mag auch daran liegen, dass ich mich nicht über die Arbeit definiere.

 

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Cepha
· bearbeitet von Cepha
vor 1 Stunde von Holgerli:

Hätte ich mit 20 an Geldbildung das gewusst was ich heute weiss hätte ich einiges anders gemacht.

Hätte ich beim Berufsstart nach Studium und Arbeitslosigkeit (Anfang der 2000er sah die deutsche Arbeitswelt noch komplett anders aus als heute) die finanziellen Möglichkeiten gehabt, die ein Mid-/End-20iger heute hat, hätte ich einiges anders gemacht.

So richtig sparen konnte ich ab ca. 35. Seit 10 Jahren spare ich jetzt wirklich konsequent und seit 3 bis 5 Jahren extrem.

Ja, ich hätte finanziell auch einiges klüger machen können, aber ich würde das nicht als "großen Lebensfehler" bezeichnen, Hätte ich halt heute mehr Geld im Depot.

 

Ich hatte auch einige Konsumjahre, wo ich mein damaliges Jahresnetto von rund 35-40k komplett rausgeballert habe. Aber irgendwann ist die Bude halt voll mit dem gekauften Zeug und nachhaltig ist das auch nicht.

Wenn es mir gelänge, das auf 25k im Jahr zu reduzieren, ohne dass es sich schlecht anfühlt wäre alleine der Schritt schon extrem hilfreich, weil es die Lohnabhängigkeit (heute verdiene ich ja auch mehr) auch in der Richtung reduziert.

 

Für mich ist Stand heute relativ klar, dass es für mich eher wenig Sinn macht, das jetzt weiter so zu mache bis 67 (oder wie lange das dann dauern wird). Wenn ich das einfach so extrapoliere wäre ich mit recht hoher Wahrscheinlichkeit beim Renteneintritt dann Millionär. (pot. Erbe nicht gerechnet) Ist dann zwar Inflationsbereingt auch nicht mehr dasselbe wie heute, aber mehr als ich dann zusammen mut der Rente brauche.

 

Eigentlich wollte ich weniger Stunden arbeiten und die Überstunden dann in mehrwöchige Urlaube  wandeln, aber das macht mein AG leider nicht mit. (sehr ärgerlich) 10% weniger Lohn für 10% weniger Arbeitstage wären ja dann z.B. grob 4-5 Wochen mehr Urlaub im Jahr. Das wäre für mich wahrscheinlich ein dramatischer Gewinn an Lebensqualität, während sich die ca. 10% weniger Lohn nur beim Wachstum des Depots auswirken würden, aber das ist eh nur eine Zahl ohne unmittelbaren Einfluss auf mein Leben.

 

Leider ist es nicht so einfach. Letztes Jahr habe ich mal wieder eine Weile mit Überstunden eine 4-Tage Woche ausprobiert. Das wäre -20% und ist bei meinem AG möglich. Ich find das zwar auch cool, aber weniger attraktiv als den Zusatzurlaub an einem Stück. Bei -20% ist für mich ein kompletter Berufsausstieg deutlich vor 67 dann aber nicht mehr so realitisch, denn -20% beim Lohn würde meine Sparrate (und auch die Rente) dann schon merklicher beeinflussen.

 

Kurz und gut, ich überlege noch herum.

 

In meinem Kollegenkreis sind heute einige, die 30h oder 32h arbeiten statt 40h (meistens mit Kindern oder jüngere), aber ich kenne auch niemanden, der/die dort finanzielle Freiheit bzw ein 1 Millionen Depot anstrebt. Einer hat ein MFH gebaut und wird, wenn es gut läuft, die 1+x Millionen haben, aber auch erst mit ca. 65 den Kredit dafür abbezahlt haben. Das ist dann auch eher so ein Projekt für den Ruhestand bzw. seine Kinder. 

Ein paar haben sich ein Eigenheim finanziert, aber da denkt, glaube ich, auch keiner daran, das dann mit 50 oder 55 zu verkaufen und dann vom Geld leben zu können.

Solche Ideen hat hier niemand. Ich selbst hatte die nie, ich bin garnicht erst auf die Idee gekommen, sowas mal nachzurechnen. Das ich mal tatsächlich 1 Million Euro ansparen könnte mit meinem "normalen" Gehalt, auf diese Idee bin ich sehr viele Jahre garnicht erst gekommen.


Darauf haben mich tatsächlich erst die frugalisten.de gebracht und dann hatte ich begonnen, mich mal mit Excel zu spielen.

 

 

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kopfsalat23
vor 3 Stunden von Anja Terchova:


Was das Alter zum Kinder bekommen betrifft denke ich das entweder so 35-38 oder gleich schon mit so 16-19 das beste Alter ist.

Durchschnittliche 16jährige sind mit einem kleinen Kind ziemlich gefordert, oder gar überfordert. Für Schule oder Ausbildung ist es auch net ideal. Außerdem stehen die eigenen Eltern sehr häufig noch mit beiden Beinen im Berufsleben, da ist es mit rundum Unterstützung auch net so leicht (und manche wollen auch nicht). Ein weiterer Punkt: der Freundeskreis ist fest unterwegs, genießt die Freizeit, während man selbst laufend wegen Baby absagen muss. Und wenn Kind alt genug ist, und man selbst freier ist, kriegen die Freunde dann Nachwuchs und haben ihrerseits keine Zeit und keine Lust auf Party mehr.

 

Willst du selbst denn überhaupt Kinder?

 

Außerdem scheinst du viel Wert auf Optik zu legen. 

 

 

Dass hier im Forum als Ausstiegsszenario oft Mitte 40 bis Mitte 50 genannt wird, hat glaub ich viel damit zu tun, dass es sich vorher meist einfach nicht ausgeht, egal wie viel man spart. 

 

Vorab mit Ende 20 reduzieren und später wieder voll einsteigen hat auch seine Tücken. In Mitteleuropa ist das Gehalt mit 40 halt höher als mit 29, da tut eine Reduktion mehr weh. Und später auf mehr Stunden umstellen ist nicht für jeden einfach. Und wenn man sich was aufbauen will ist früher damit anfangen auch besser.

 

LG

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Synthomesc
vor 22 Stunden von Anja Terchova:

Aktuell hat es hier ja wieder zwei Threads wo es einmal darum geht das jemand mit Mitte Vierzig in Teilzeit gehen wollte und es auch getan hat, und heute wieder ein Thread wo jemand mit Mitte Fünfzig finanzielle Unabhängigkeit erreichen möchte. Und auch anderswo und in meinem Bekanntenkreis hab ich sowas schon öfter gehört. Allerdings kann ich das für mich nicht nachvollziehen warum man das überhaupt möchte.

Der Wunsch einer 4 Tage Woche hatte ich schon lange, damals war ich aber schlicht zu geizig dafür.
Heute ist mir bewusst das Lebenszeit, von Gesundheit abgesehen, dass höchste Gut ist welches wir besitzen!

Das du dir das nicht vorstellen kannst verwundert mich...

Ich kenne so gut wie Niemanden der nicht gerne schon am Donnerstag Mittag in sein Weekend gehen würde, die Leute sind schlicht zu geizig dafür.


Die Lebensqualität steigt durch ein 3 Tage Weekend enorm, ich möchte es nicht mehr missen wollen. Was für mich soweit ein Problem darstellt mit solchen Konditionen einen neuen Job zu bekommen....

Ich kann Jedem nur raten, wenn er es sich finanziell leisten kann, ein Tag weniger zu arbeiten. Das geht u.U. sogar ohne finanzielle Einbußen, ist aber ein langer und steiniger Weg wie ich aus Erfahrung berichten kann......

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Cepha
vor 13 Minuten von Synthomesc:

 


Die Lebensqualität steigt durch ein 3 Tage Weekend enorm, ich möchte es nicht mehr missen wollen. Was für mich soweit ein Problem darstellt mit solchen Konditionen einen neuen Job zu bekommen....

 

Finde ich auch, aber satte 9 Wochen Zusatzurlaub pro Jahr (entspricht ca. 1 Tag weniger pro Woche) wären mir noch lieber.

 

vor 13 Minuten von Synthomesc:

 

Ich kann Jedem nur raten, wenn er es sich finanziell leisten kann, ein Tag weniger zu arbeiten. Das geht u.U. sogar ohne finanzielle Einbußen, ist aber ein langer und steiniger Weg wie ich aus Erfahrung berichten kann......

Kannst Du sagen, was bei Dir der steinige Weg war? Teilzeit ist ja heute idR möglich, natrlich mit entsprechend reduziertem Bruttolohn.

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Synthomesc
vor 20 Minuten von Cepha:

Kannst Du sagen, was bei Dir der steinige Weg war? Teilzeit ist ja heute idR möglich, natrlich mit entsprechend reduziertem Bruttolohn.

Das ist eine lange Geschichte....

Grundsätzlich ist es erstmal ein Unterschied ob man nur Stunden reduzieren möchte, oder einen kompletten Tag in der Woche weniger arbeiten möchte...
Letzteres sehen die Firmen gar nicht gerne, darum u.a. auch das Problem einen neuen Job zu bekommen.

Dies und die Kombination bei gleichen , bzw. ansatzweise gleiches Gehalt, war schon ein sehr steiniger Weg.....

Ich würde sogar bei gleichen Gehalt woanders anfangen, aber die 4 Tage Woche aufgeben, dass fühle ich absolut nicht!

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hattifnatt
vor einer Stunde von Cepha:

Bei -20% ist für mich ein kompletter Berufsausstieg deutlich vor 67 dann aber nicht mehr so realitisch, denn -20% beim Lohn würde meine Sparrate (und auch die Rente) dann schon merklicher beeinflussen.

Hast du das auch mal nach Steuern durchgerechnet? Der Netto-Lohn wird wahrscheinlich keine 20% sinken.

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