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LongtermInvestor

Diskussion zu "Das unzerstörbare Depot"

Empfohlene Beiträge

dev
· bearbeitet von dev
vor einer Stunde von odensee:

Ich brauche vor Steuern und KV/PV ca 3000 € im Monat. Im Jahr also 36.000 €.

Welchen Wert muss mein Depot haben, wenn ich das komplett aus Ausschüttungen stemmen möchte?

Es kommt drauf an, welche Aktien man nimmt und zu welcher Einkaufs-DivRendite man einsteigt.

 

Wenn man sich langweilige Aktien mit ca. 5% Dividendenwachstum ( über Inflation ) zu 4% Dividendenrendite einkauft, dann für 900k + 100k in eine Geldleiter.

Wenn man sich langweilige Aktien mit ca. 5% Dividendenwachstum ( über Inflation ) zu 5% Dividendenrendite einkauft, dann für 720k + 100k in eine Geldleiter.

 

Aber ab und zu muß man ins Depot schauen und auch schauen, ob die Firmen noch so wie geplant ( 5% Wachstum ) erwirtschaften, wenn nicht tauschen.

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Olek

Für einfach gestrickte Menschen (wie mich) ist heute bei Finanztip ein Kurs erschienen, moderiert von Herrn Tenhagen. Um den Kurs mitmachen zu können, muss man sich zumindest vorübergehend als Unterstützer anmelden (mindestens 8 Euro im Monat). Tenhagen geht auf die einzelnen Entnahmestrategien gar nicht ein, sondern moderiert wie immer launig durch die Finanztip-Empfehlungen. Das kann man alles auch ganz anders lösen, aber dieser Weg hat jedenfalls Hand und Fuß. https://www.finanztip.de/academy/kurse/dein-depot-im-ruhestand 

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Fetz
· bearbeitet von Fetz

Ich will hier nicht einen Seitenpfad aufmachen zum Dauerthema "Devs Dividendenwelt".

Aber diesem Unsinn muss man einfach widersprechen.

@dev schafft das mit seinem Depot auch nicht, er muss immer wieder Aktien mit hohen Verlusten, zT Totalverlusten ausbuchen auf der Suche nach seinen "langweiligen" Renditebringern.  Und das "verdünnt" seine "Dividendenrendite" wahrscheinlich ganz ordentlich.

Und seine Neuinvestitionen (Ökoworld, Eventim) ... naja. So simpel "einfach die richtigen dividendenstarken Aktien raussuchen" geht es also sehr offensichtlich auch nicht.

 

Darüber hinaus können Dividenden in Krisen auch reduziert werden oder ganz ausfallen, auch über Jahre. Das haben wir hier immer wieder besprochen.

 

Ich würde @odensee so antworten, das man für 1000€ NETTO ein breitgestreutes Depot (60/40) von ca 400T€ braucht,

wenn man draus über 30 Jahre  inflationsindexiert 1T€ mtl. NETTO in der Entnahmephase bekommen möchte.

(Ja, ich habe gesehen das er brutto und aus Dividenden angefragt hat, aber so würde ich es rechnen).

Und dann halt Dividende + Verkäufe so hoch wie nötig.

 

Oder wenn es wirklich nur Dividenden (und keine zusätzlichen Entnahmen) sein sollen: Ca 1,8-2% * vom Gesamtwert für einen weltweiten Index wie den FTSE ALL WORLD nach Ateuern, ganz grob.

Das wären  1,5 bis 2 Millionen € Depotvolumen. Das wäre ganz schön viel Holz, und ich persönlich sehe in einer Entnahme rein durch Dividenden überhaupt keinen Sinn (und glaube die Frage von @odensee an Dev (?) hat einen Hintergedanken gehabt).

 

*Viel höher wird auch Dev nicht liegen wenn man die nicht performenden Investitionen mit einrechnet

 

 

 

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sedativ
· bearbeitet von sedativ
vor 3 Stunden von Fetz:

Darüber hinaus können Dividenden in Krisen auch reduziert werden oder ganz ausfallen, auch über Jahre. Das haben wir hier immer wieder besprochen.

 

So wie wir hier auch immer wieder besprochen haben, dass die Dividenden in Krisen grosso modo weit weniger stark fallen als die Kurse. 

 

vor 3 Stunden von Fetz:

... wenn es wirklich nur Dividenden (und keine zusätzlichen Entnahmen) sein sollen: Ca 1,8-2% vom Gesamtwert für einen weltweiten Index wie den FTSE ALL WORLD nach Steuern, ganz grob. Das wären  1,5 bis 2 Millionen € Depotvolumen. Das wäre ganz schön viel Holz ...

 

Es gibt auch Dividendenfonds (VanEck Dividend Leaders, Vanguard All-World High Dividend, ishares Global Select Dividend, ishares MSCI-World High Dividend u.a.) mit einer Dividendenrendite zwischen roundabout drei und fünf Prozent. 

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Fetz
vor 15 Stunden von odensee:

Ich brauche vor Steuern und KV/PV ca 3000 € im Monat. Im Jahr also 36.000 €.

Welchen Wert muss mein Depot haben, wenn ich das komplett aus Ausschüttungen stemmen möchte?

Das war die Anforderung.

vor 9 Stunden von sedativ:

Dividenden in Krisen grosso modo weit weniger stark fallen als die Kurse

Wenn also komplett und dauerhaft aus Ausschüttungen gestemmt werden soll (siehe Frage Odensee) - und vor allem verlässlich - dann wird das also nix mit:

vor 13 Stunden von dev:

Wenn man sich langweilige Aktien mit ca. 5% Dividendenwachstum ( über Inflation ) zu 4% Dividendenrendite einkauft, dann für 900k + 100k in eine Geldleiter.

Wenn man sich langweilige Aktien mit ca. 5% Dividendenwachstum ( über Inflation ) zu 5% Dividendenrendite einkauft, dann für 720k + 100k in eine Geldleiter.

 

Aber ab und zu muß man ins Depot schauen und auch schauen, ob die Firmen noch so wie geplant ( 5% Wachstum ) erwirtschaften, wenn nicht tauschen.

Hier bei Dev war von Einzelaktien die Rede! 
Für einen weltweiten INDEX-ETF kann man die von mir genannten Zahlen "in guten Zeiten" ansetzen ohne das Einzelaktienrisiko zu tragen.

 

Das Threadthema ist das "unzerstörbare" Depot.

Meine Meinung: Diesen Status erreicht es nur durch eine maximale Diversifikation und wirklich enorme Höhe. Und nicht durch ein Einzelaktiendepot mit "Dividendenaktien".

Der Wert(zuwachs) eines Depots entsteht durch Kurs und Dividende. Und bestmöglich verringertem Risiko.

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dev
vor 8 Minuten von Fetz:

Hier bei Dev war von Einzelaktien die Rede! 
Für einen weltweiten INDEX-ETF kann man die von mir genannten Zahlen "in guten Zeiten" ansetzen ohne das Einzelaktienrisiko zu tragen.

Ich habe noch keinen überzeugenden ETFs gefunden, welcher die Ausschüttungen langfristig über 5% p.a. steigert und aktuell nicht unter 4% liegt.
Gleichzeitig kosten ETFs jährlich, Aktien nicht.

 

vor 13 Stunden von Fetz:

wenn man die nicht performenden Investitionen mit einrechnet

Ich werte jeden noch gehaltenen Kauf aus und auch das Gesamtdepot mit allen Geldflüssen, also den Verkäufen, Ausbuchungen, Steuern und auch die kosten bei Kapitalmaßnahmen.

Das einzige was ich nicht mit einbeziehe, sind die Steuerrückzahlungen bei Steuererklärungen, weil es hier andere Ursachen hat, z.B. Solirückzahlungen wegen der Kinder.

 

Was soll es mir bringen etwas unter den Tisch fallen zu lassen? Ich will/muß in Zukunft einen Großteil meiner Lebenskosten davon finanzieren - da hilft es wenig etwas schön zu rechnen!

Ausfälle gehören dazu, denn die Zukunft hat immer wieder Überraschungen parat, negative und auch positive.

 

Mir ist es klar, das man keine Wertanlage finden wird, welche eine Rendite von 4% p.a. incl. Inflationsausgleich über mehrere Jahrzehnte liefert.

Man muß immer mal wieder etwas anpassen, aber man sollte hierbei nicht hyperaktiv werden, sonst fressen einen die Kosten auf.

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Norica
vor 27 Minuten von Fetz:

Das war die Anforderung.

Ja, und die Antwort kann nur sein: Es kommt darauf an, welche Ertragskraft, auf Ausschüttungen bezogen, das Depot hat, was Du zusammenstellen kannst und/oder willst.

 

Also bitte @odensee, das kannst Du doch selbst ausrechnen. und @dev, deine Antwort trifft lediglich auf Dich selbst zu. Und @Fetz, Du weißt das alles sicher:rolleyes:

Einfach mal aufhören mit dem Quatsch. Die einen wissen dies, die anderen glauben das und wieder andere machen was völlig anderes.

 

 

 

SG

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Sapine

Ein Einzelaktiendepot mit ausschüttenden Werten kann funktionieren, wenn man über eine entsprechende Expertise/Erfahrung verfügt. Hinzu kommt, dass man beim Einzelaktiendepot nicht mit Steuern auf die Vorabpauschale belegt wird. @devarbeitet nach meinem Geschmack aber mit zu stark konzentrierten Depots, bei denen der Ausfall eines Wertes schon erhebliche Auswirkungen hat. Das größte Problem kommt aber im fortgeschrittenen Alter. Was mit 70 noch gut funktionieren kann, wird mit 80+ und abnehmender Gesundheit zunehmend zum Problem. Für ein unzerstörbares Depot ist es für mich sehr wichtig, dass dieses notfalls auch ohne Pflege über zehn und mehr Jahre noch ein ordentliches Ergebnis liefert. Das sehe ich bei dem Vorschlag verletzt. Ich vermute mal, das @LongtermInvestordas irgendwo auch noch adressieren wird. 

 

Die von @Fetzgenannten Zahlen kann ich nicht nachvollziehen. Um die Frage von @odenseezu beantworten, müsste man wissen, für welchen Zeitraum diese Frage beantwortet werden soll. Für einen 55jährigen Privatier wird man zu einer anderen Antwort kommen als für einen Ruheständler, der mit knapp 67 in Rente geht. Ich würde mir auch wirklich nur die brutto Entnahme anschauen, weil die steuerliche Belastung individuell sehr unterschiedlich sein kann. Bei den meisten Rentnern werden Kapitalerträge niedriger besteuert als mit 26 %, sofern man eine Steuererklärung abgibt. Ein 60/40 Depot wird sich schwer tun, langfristig eine Rendite oberhalb von 5 % abzuwerfen. Bei einer vorgeschlagenen Nettoentnahme von 1000 Euro, wird der Inflationsausgleich vermutlich eher nicht gelingen. Ein solches Depot wird schon Mühe haben mit einer Bruttoentnahme von 3 %

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Der Heini
vor 6 Minuten von Norica:

Die einen wissen dies, die anderen glauben das und wieder andere machen was völlig anderes.

Und ich bin jetzt komplett verwirrt, was ist denn nun die Aussage? Kann ich mit Dividenden/Aussschüttungen sicher 3% pro Jahr und Inflationsausgleich erzielen?

Ja, im Bullenmarkt, Nein im Bärenmarkt. Das kann ich aber auch mit einem langweiligen thesaurierenden MSCI World /Allworld.

Wenn es keinen wirklich jahrelangen Bärenmarkt gibt (mit 2 oder mehr Rezessionen, siehe 2001 & 2008, oder 1973ff) kann man eben 3%+  entnehmen, egal wie.

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Neverdo
vor 35 Minuten von Fetz:

 

 

Das Threadthema ist das "unzerstörbare" Depot.

Meine Meinung: Diesen Status erreicht es nur durch eine maximale Diversifikation und wirklich enorme Höhe. Und nicht durch ein Einzelaktiendepot mit "Dividendenaktien".

Der Wert(zuwachs) eines Depots entsteht durch Kurs und Dividende. Und bestmöglich verringertem Risiko.

 

Wer macht denn so etwas, na gut Sapine, die wird ihre Gründe haben, aber vom Grundsatz her ist es doch tatsächlich so, dass ein Depot ein überaus differenziertes Anlageobjekt ist, das sich über unterschiedlichzste Assets bis hin zu unterschiedlichsten Währungen zusammensetzt. Genau dann stimme ich dir zu,... Höhe und Diversifikation schützen dich davor.

 

Ansonsten ist es tatsächlich so, wie Sapine schreibt, irgendwann stellst du fest, dass du kein Geld ausgeben kannst, auch das muss man lernen und was das Geben mit den warmen Händen angeht, da kann ich nur auf Messner verweisen, der etwa 37 Millionen an seine Kinder verteilt hat um dann ein Desaster zu erleben, welches mit dem Satz schließt, "Familie ist zerstört und den Vater hat man entsorgt"...

 

Der Wertzuwachs entsteht in der Tat durch Kurse, Dividenden werden häufig konsumiert und diese Kurse sind in Wahrheit die Treiber, genau deswegen ist Anlagestrategie so wichtig und wie du weist, auch durch ausgewählte Aktien und nicht nur durch ETFs, die ich in letzter Zeit als ausschüttende hinzugenommen habe, aber von den Treibern des Depots mit 3stelliger Performance p.a. sind sie weit entfernt.

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dev
· bearbeitet von dev
vor 19 Minuten von Sapine:

Das größte Problem kommt aber im fortgeschrittenen Alter. Was mit 70 noch gut funktionieren kann, wird mit 80+ und abnehmender Gesundheit zunehmend zum Problem. Für ein unzerstörbares Depot ist es für mich sehr wichtig, dass dieses notfalls auch ohne Pflege über zehn und mehr Jahre noch ein ordentliches Ergebnis liefert

Wenn dem so sein sollte, hat man Kinder oder kann als "bisher nur Dividenden" Investor alles veräußern und davon leben.

 

Wenn man zum Zeitpunkt X alles veräußert sind das ca. 25x die 4%, also knapp 19 Jahre die 4% mit Inflationsausgleich ( 3% p.a. ).

 

P.S. 3k x 12 = 36000 / 4% = 900k 

 

vor 12 Minuten von Neverdo:

... und diese Kurse sind in Wahrheit die Treiber

Es gibt Studien, welche nachweisen, das Ausschüttungen ca. 50% der langfristigen Rendite ausmachen.

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Neverdo
· bearbeitet von Neverdo
vor 18 Minuten von dev:

 

 

Es gibt Studien, welche nachweisen, das Ausschüttungen ca. 50% der langfristigen Rendite ausmachen.

Bezweifele ich überhaupt nicht habe meine Strategie vor etlichen Jahren damit hinterlegt Dividendenstarke Titel mit reinzunehmen und in der Kombination mit Bonds sind das dann schon beträchtliche Einnahmen.

Aber den richtigen Schub, machen tatsächlich Aktien,...die Outperformer, gänzlich anders als ETFs.

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PEOPLES
Am 19.5.2026 um 04:58 von Cepha:

Das klingt immer so "einfach", die SWR von 4% auf 3% zu "optimieren", aber wenn ich (willkürliches Beispiel) statt 450k im Depot dann 600k brauche hat das zumindest bei mir sehr erhebliche Auswirkungen darauf, wieviel Geld ich jetzt noch zu Seite legen und investieren müsste.

Man kennt ja seine "Pappenheimer" und Longterminvestor ist einer davon. 

 

Da wird mit allen Mitteln irgendwie hinargumentiert, dass eine SWR von 4% garnicht geht, vielleicht 3% aber dann nur mit einem Bias fuer die Renditerwartungen der Indizes, also eher 2.5%, und dann rechne ich in irgendwelchen Montecarlo-Sims nochmal extra scharf, damit wirklich nichts anbrennt und lande bei 1.8578%. 
Und dann kann man sich "sicher" sein, dass man auch in den folgenden 60 Jahren (bis 110, sicher ist sicher) das Depot nicht verbraucht wird.

 

Finde den Fehler. Ich sehe eher kritisch, dass hier eine "Meinung" als Quasi-Fakt verkauft wird indem man es in eine Art Wiki presst.

 

Wenn man sich das einfach aussuchen koennte, dann waers ja egal. Aber von 4% auf 3% oder gar 2.5% sind halt irgendwas um 50%-75% hoeherer Kapitalbedarf. Fuer nen "normalen Sparer" (die meisten von uns) bedeutet das, entweder hohe Risiken hinsichtlich der Anlageklassen (wird ja meist nicht präferiert, da ist der NASDAQ schon kritisch), oder Sparraten deutlich nach oben (vom Mund absparen/schlechte Laune) oder deutlich länger arbeiten. 

 

Ohne ein wie auch immer geartetes dynamisches Entnahmemodell wirds nicht gehen. Man muss sich dem Marktumfeld anpassen, aber das ist ja auch etwas, was man schon immer macht, auch in der Arbeitsphase. Wer nen Job mit 120k/a hat, kann nen dickeren Schlitten fahren als mit 60k/a. Und wer Einkommenstechnisch absteigt, der muss halt schauen: kleinere Butze, kleineres Auto, weniger Urlaub (oder näher dran) usw usw usw.

Wenn die Märkte ueber einen längeren Zeitraum schlecht aussehen, muss man halt schauen ob man sich nicht auch zuruecknehmen muss. Ganz normal. 

 

 

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dev
· bearbeitet von dev
vor 10 Minuten von PEOPLES:

Wenn man sich das einfach aussuchen koennte, dann waers ja egal. Aber von 4% auf 3% oder gar 2.5% sind halt irgendwas um 50%-75% hoeherer Kapitalbedarf. Fuer nen "normalen Sparer" (die meisten von uns) bedeutet das, entweder hohe Risiken hinsichtlich der Anlageklassen (wird ja meist nicht präferiert, da ist der NASDAQ schon kritisch), oder Sparraten deutlich nach oben (vom Mund absparen/schlechte Laune) oder deutlich länger arbeiten. 

Da muß man dann halt picken oder auch mal auf bessere Preise warten können/wollen.

  

vor 11 Minuten von PEOPLES:

Wer nen Job mit 120k/a hat, kann nen dickeren Schlitten fahren als mit 60k/a. Und wer Einkommenstechnisch absteigt, der muss halt schauen: kleinere Butze, kleineres Auto, weniger Urlaub (oder näher dran) usw usw usw.

Wenn die Märkte ueber einen längeren Zeitraum schlecht aussehen, muss man halt schauen ob man sich nicht auch zuruecknehmen muss. Ganz normal. 

Wenn alles eine Nummer größer ist als man wirklich benötigt, hat man auch höhere Unterhaltskosten. Aber wenn Konsum glücklich macht, dann muß man das so machen.

 

Es gibt viele Arten von Urlaub, von Rucksack bis All-In und dazwischen liegen Welten bei den Kosten.

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Der Heini
vor 21 Minuten von PEOPLES:

Da wird mit allen Mitteln irgendwie hinargumentiert, dass eine SWR von 4% garnicht geht, vielleicht 3% aber dann nur mit einem Bias fuer die Renditerwartungen der Indizes, also eher 2.5%, und dann rechne ich in irgendwelchen Montecarlo-Sims nochmal extra scharf, damit wirklich nichts anbrennt und lande bei 1.8578%. 

Entspann dich. Ja, es gibt hier einige, die auf 1,5% herunterrechnen, muss man nicht teilen die Ansicht.

Aber 4% ist schon mit höherem Risiko auf 30 Jahre verbunden, auf 40 Jahr noch höher.

3,5% auf 30 Jahre kann man aber vertreten, wer mehr Sicherheit möchte, kann auf 3,25% gehen. Bei 3% ist der Erhalt des Depots auf 30 Jahre schon recht wahrscheinlich.

 

Kurz: Bei 30 Jahren Entnahmedauer (60-90 Jahre) rechne ich!:

- 3,5% mit 95% Wahrscheinlichkeit (Bootstrap oder Zyklisches Modell)

- 3,25%  mit noch mehr Reserve, falls man ängstlich ist

- 3% wenn man den Großteil des Vermögens erhalten möchte (Erbe usw.).

 

Wenn man jetzt noch ein einfaches Topfmodell für die ersten 5 Jahre nutzt in Form von Kurzlaufenden Anleihen oder Tagesgeld, da das SoRR im Crash dann am größten ist, sollte wenig schiefgehen.

Möchte man höhere Entnahmeraten und ist flexibel kann man eben ein dynamisches Modell nehmen, Guyton-Klinger oder Vanguard, usw.. Da passt man die SWR in Grenzen dem Markt an und fertig.

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Bolanger

Ich grübel gerade über die genannten Entnahmeraten für deutsche Anleger. Für Zeiträume länger als 30 Jahre, sagen wir im Bereich von 50 Jahren, wird eine Entnahmerate von knapp 2% nahegelegt. Soweit so gut. Wenn nun aber schon jeder breit gestreute Wald-und-Wiesen-ETF eine Ausschüttung von 2% hat, dann kann man es sich auch leicht machen und einfach nur die Ausschüttungen rausziehen anstatt wieder anzulegen. Das Pleiterisiko geht damit gegen Null und man bekommt in fetten Jahren automatisch mehr als in schlechten Jahren.

Für alle, die einen Depotbestand noch weuitergeben wollen scheint mir das die einfachste Variante zu sein. Diejenigen, die das vermögen verkonsumieren wollen müssen sich natürlich etwas anderes einfallen lassen.  

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LongtermInvestor

Ergänzung der Effekte aus der Kombination Depot- und Rentenzahlungen vorgenommen. 

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OttoKleinanleger
· bearbeitet von OttoKleinanleger
vor 1 Stunde von LongtermInvestor:

Ergänzung der Effekte aus der Kombination Depot- und Rentenzahlungen vorgenommen. 

OK, scheinbar arbeitest du nur im Realrenditen und somit sind alles inflationsbereinigte Zahlen. Zwischen den Zeilen liest man jetzt auch, dass mit Renteneintritt die Entnahme vom Depot und der Rente getragen wird, obwohl das in der Entnahmegrafik schlecht rüber kommt. Damit sind meine vorherigen Fragen beantwortet.

Ich habe aber noch Fragen zu deinen Guardrails. Zu deinen Leitplanken finde ich keine Erklärung. Es gibt da verschiedene Ansätze, wie z.Bsp. Gythen-Klinger oder Vanguard. Die kann man dann auch mit unterschiedlichen Guardrails fahren. (Gerade zu Vanguard finde ich im Netz auch mal verschiedene Laufzeiten und Entnahmequoten ( https://www.de.vanguard/content/dam/intl/europe/documents/de/studie-nachhaltige-entnahmestrategien.pdf (betrachtet nur 85% Erfolgsquote) ) . 

Klar ist, es gibt kein Free Lunch. Wenn Dynamik nach unten begrenzt ist, kann man keine Wunder erwarten. Einfach mal mit höheren Entnahmeraten starten, ohne dann im Fall des Falles den Gürtel deutlich enger schnallen zu wollen klappt nicht. Um dem einen Riegel vor zu schieben, könnte man gleich in Richtung Bengen's Floor-Celling tendieren.

Was deine Grafiken aber gut zeigen, wie desaströs die Ergebnisse im Bezug auf Entspareffizienz sind. Optimiere ich nur auf "unzerstörbare" Sicherheit, dann bleibe ich weit unter meinen Möglichkeiten. Das ist ja nicht schlimm, man muss ja nicht alles ausgeben und darf dem Staat auch gerne was hinterlassen, solange ich der Sicherheit wegen nicht am falschen Ende spare.
 

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Peter23
vor 2 Stunden von Der Heini:

Wenn man jetzt noch ein einfaches Topfmodell für die ersten 5 Jahre nutzt in Form von Kurzlaufenden Anleihen oder Tagesgeld, da das SoRR im Crash dann am größten ist, sollte wenig schiefgehen.

Möchte man höhere Entnahmeraten und ist flexibel kann man eben ein dynamisches Modell nehmen, Guyton-Klinger oder Vanguard, usw.. Da passt man die SWR in Grenzen dem Markt an und fertig.

Man könnte auch am Anfang auf Kredit entnehmen (insb in Verlustszenarien), damit kann das SORR weitestgehend eliminiert werden.

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Neverdo
vor 2 Stunden von LongtermInvestor:

Ergänzung der Effekte aus der Kombination Depot- und Rentenzahlungen vorgenommen. 

Wo sehe ich das denn?

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Fetz
· bearbeitet von Fetz
vor 5 Stunden von dev:

Es gibt Studien, welche nachweisen, das Ausschüttungen ca. 50% der langfristigen Rendite ausmachen.

 Das würde mich sehr wundern, ist auf jeden Fall nicht allgemeingültig. Verlinkst Du mal eine dieser Studien bitte?

 

"Langfristig" gilt bestenfalls nur für bestimmte Zeiträume oder vielleicht bestimmte Märkte. ZB mal in den 40ern und 70ern. 

Oder wenn lange Zeit Kursanstiege verringert waren.  

Selbst der S+P500 (ohne Reinvestition, weil die Dividenden hier ja entnommen werden) hat seit 1926 nur knapp 30%.

 

Ich bleibe dabei: 

Ein "unzerstörbares" Depot (Threadthema), dessen Entnahmen ausschließlich den vollen  Lebensstandard decken muss, sollte

a) sehr groß sein 

b) maximal diversifiziert sein und 

b) sollte dann konservativ 1,5-2% der Anlagesumme als Dividendenentnahme im Aktienanteil (!) erbringen.

d) Je niedriger der Aktienanteil desto größer muss dann das Depot sein

 

Damit lässt sich für den eigenen Bedarf grob überschlägig die Depotgröße abschätzen.

 

 

vor 5 Stunden von dev:

.

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Cepha
· bearbeitet von Cepha
vor 19 Stunden von Fetz:

 

 

Oder wenn es wirklich nur Dividenden (und keine zusätzlichen Entnahmen) sein sollen: Ca 1,8-2% * vom Gesamtwert für einen weltweiten Index wie den FTSE ALL WORLD nach Ateuern, ganz grob.

Das wären  1,5 bis 2 Millionen € Depotvolumen. Das wäre ganz schön viel Holz, und ich persönlich sehe in einer Entnahme rein durch Dividenden überhaupt keinen Sinn (und glaube die Frage von @odensee an Dev (?) hat einen Hintergedanken gehabt).

 

*Viel höher wird auch Dev nicht liegen wenn man die nicht performenden Investitionen mit einrechnet

Ne, da nimmt man natürlich die high div Variante des FTSE all world. Da sind es aus der Erinnerung immerhin über 3%/a.

 

Es ergibt ja sehr keinen Sinn, die Hälfte seines Geldes in Aktien anzulegen, die keine oder nur eine winzige Dividende ausschütten, wenn man niemals Kursgewinne realisieren will, sondern ausschließlich Ausschüttungen konsumieren möchte.

Am 19.5.2026 um 14:08 von OttoKleinanleger:

 

 

Tatsächlich ist das eine Methode mit garantierter Depotüberlebenswahrscheinlichkeit. Entnimmt man immer nur einen festen Prozentsatz des Depots, dann bleibt immer was übrig. Wieviel das dann ist, steht auf einem anderen Blatt.

Wenn in diesem Fall (exakt 4%/Jahr entnehmen) die durchschnittliche Rendite über 4,0% lag, dann wird das Depot größer sein als am Anfang. Wenn die durchschnittliche Rendite darunter lag wird es kleiner sein.

 

Interessant dabei: Das ist völlig unabhängig von der Reihenfolge der Jahresrenditen. Das System eliminiert somit das Renditenreihenfolgerisiko bei der Entnahme vollständig. Der Preis dafür ist allerdings, dass man die Entnahmemenge in einem bestimmten Jahr nicht prognostizieren kann.

 

abgesehen von einem -100% Verlust ist dieses Depot per Definition "unzerstörbar". Aber das wäre vermutlich zu einfach?

 

Es ist historisch aber fast kein Szenario vorhanden, bei dem ein "immer 4% entnehmen" Depot weniger Geld ausgespuckt hätte als das oben vorgeschlagen "1,5-2% vom Ausgangswert entnehmen" Depot 

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Der Heini
vor einer Stunde von Peter23:

Man könnte auch am Anfang auf Kredit entnehmen (insb in Verlustszenarien), damit kann das SORR weitestgehend eliminiert werden.

Was machst du, wenn das Verlustszenario 10 Jahre und länger geht. Beispiel 2001 bis 2007 und kurz vor Erholung kam 2008 die Finanzkrise. Ebenso mehrere Rezessionen in den 70ern bei den Ölkrisen, da war auch ein Jahrzehnt verloren in Aktien.

Mir wäre das etwas zu riskant mit Kredit, aber denkbar ist es schon.

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Schwachzocker
vor 1 Stunde von Peter23:

Man könnte auch am Anfang auf Kredit entnehmen (insb in Verlustszenarien), damit kann das SORR weitestgehend eliminiert werden.

Ist das Dein Ernst? 

Warum überhaupt Geld anlegen? Man kann während der Rente doch auf Kredit leben.

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Cepha

Bei Kredit verlierst Du die eigene Handlungsfähigkeit im Crash, wenn der Geldgeber plötzlich neue Sicherheiten sehen will.

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