Andre Kostolany

Offene Immobilienfonds

508 posts in this topic

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Wie sind den zur Zeit die Rückgaberechte bei offenen Immos? Ich habe da gerade was gelesen, dass kann ich nicht glauben... 2 Jahre halten und dann 1 Jahr im vorraus kündigen? - So habe ich es zumindest bei dem Hausinvest (DE0009807016) verstanden.

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Stimmt so nicht ganz.

 

Die Mindesthaltefrist (Zeitspanne, die die Anteile mindestens im Depot liegen müssen, bevor die KAG sie zurücknimmt) beträgt 24 Monate.

Die Rückgabefrist (Zeitspanne, die das (unwiderrufliche) Rückgabebegehren der KAG vor Rückgabe mindestens angezeigt sein muss)  beträgt 12 Monate.

 

Zwar müssen beide Fristen unabhängig voneinander eingehalten werden, sie wirken aber nicht additiv, sondern können überlappen. Die früheste Rückgabemöglichkeit besteht also 24 Monate nach Erwerb, indem man 12 Monate nach Erwerb kündigt.

 

(bezieht sich Rückgabe an KAG von Anteilen, die erst seit dem 22.07.2013 im Depot liegen)

 

Verkauf über die Börse ist jederzeit möglich, sofern man einen Käufer zum gewünschten Preis findet.

 

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Diese Regelung ist halt der Problematik während der Finanzkrise geschuldet. Dort wollten viele Fondsinhaber ihre Anteile zurückgeben, die Immobilienfonds mussten entsprechend Liquidität schaffen und das führte zu den bekannten Problemen bei einigen Fonds.

 

Ich persönlich hatte damals keine Immobilienfonds. Heute habe ich Anteile an Hausinvest (Commerzbank) und Grundbesitz Europa (Deutsche Bank), beide über die Börse gekauft. Vermutlich machen das viele mittlerweile so. Ich erwarte da weiterhin eine Rendite von etwa 2-3 Prozent, bin aber wie bei allen Assets gespannt ;-) Wohnimmobilien würden mich noch reizen, der bekannte Fonds dafür ist mir aber noch zu teuer.

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Posted · Edited by Skuggasteg
Zitat nochmal auf das Wesentliche gekürzt.

vor einer Stunde schrieb Schildkröte:

 

(...). Den hausinvest kann man bei der Commerz Real übrigens kostenlos besparen

 

Das Angebot ist meiner Meinung nach nicht so toll wie es zunächst klingt. Zum einen gilt das meines Verständnisses nach nur, wenn man das Depot bei Hausinvest selber führt, das kostet monatlich 1,50€ ab dem 13. Monat. Zum anderen ist der Fonds selbst ohne Ausgabeaufschlag teurer als an der Börse. Der aktuelle Kurs liegt hier bei 41,40€ je Anteil (=Rücknahmekurs), an der Stuttgarter Börse (=Börse mit höchstem Umsatz für Hausinvest) sind es nur 41,05€. Ab einer Größenordnung von 1000€ kommt man also über die Börse billiger weg, wenn man übliche 10€ Ordergebühr rechnet.

 

Als weitere Anmerkung: Gerade bei Immobilienfonds sind Sparpläne ein zweischneidiges Schwert. Diese erzeugen Bruchstücke, welche bei einem späteren Depotübertrag extrem lästig werden können. Denn die kann man nicht mit übertragen und eben auch nur mit 12 Monate Vorlaufzeit verkaufen. Deswegen würde ich bei Immobilienfonds ganz klar zu Kauf von ganzen Stücken raten (und auch sicherstellen, dass Ausschüttungen nicht direkt wieder angelegt werden, denn das erzeugt ebenfalls Bruchstücke).

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Am 21.7.2018 um 08:51 schrieb Skuggasteg:

Gerade bei Immobilienfonds sind Sparpläne ein zweischneidiges Schwert. Diese erzeugen Bruchstücke, welche bei einem späteren Depotübertrag extrem lästig werden können. Denn die kann man nicht mit übertragen und eben auch nur mit 12 Monate Vorlaufzeit verkaufen. Deswegen würde ich bei Immobilienfonds ganz klar zu Kauf von ganzen Stücken raten (und auch sicherstellen, dass Ausschüttungen nicht direkt wieder angelegt werden, denn das erzeugt ebenfalls Bruchstücke).

 

Man kann doch Fondsanteile kostenlos an die Fondsgesellschaft zurückgeben. Dann gibt man halt die Bruchstücke zurück und nimmt die ganzen Fondsanteile mit. Bei Immobilienfonds erweisen sich hierbei jedoch die gerade genannten Fristen als umständlich. 

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Am 20.7.2018 um 23:46 schrieb Mato:

Ich erwarte da weiterhin eine Rendite von etwa 2-3 Prozent,

So hoffe ich auch...

 

Am 20.7.2018 um 23:46 schrieb Mato:

Wohnimmobilien würden mich noch reizen, der bekannte Fonds dafür ist mir aber noch zu teuer.

Du meinst den Wertgruind Wohnselect? Da habe ich versäumt, nach der großen (Substanz)ausschüttung meinen Anteil zu erhöhen.  Hast du schon mal Fokus Wohnen angeschaut?

 

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Posted · Edited by Schildkröte

Danke für Euer Feedback! 

 

On Topic:

Der hausInvest wurde insbesondere für Privatanleger konzipiert. Ich hatte mal gelesen, dass maximal zehn Prozent des Fonds von institutionellen Anlegern gehalten werden dürfen und ein einzelner Insti nicht mehr als 2% halten darf. Womöglich verhält es sich bei den Immobilienfonds von den Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken ähnlich, weswegen diese die Immobilienfondskrise recht gut überstanden haben? 

 

Off Topic:

Gibt es eventuell schon einen zentralen Thread zum (Un-)Sinn bezüglich einer Anbieterdiversifikation bei ETFs? Dann könnten diese Beiträge ja dorthin verschoben und die Diskussion dort fortgesetzt werden. Anscheinend wurde sich jedoch bereits an anderer Stelle (nebenbei) darüber unterhalten und die Auffassungen einiger User dazu sind schon bekannt. Mögliche systemische Risiken von ETFs werden ebenfalls immer wieder mal aufgeführt. Letztlich wird uns hierzu wohl erst der nächste Crash Aufschluss geben. Während der letzten Krise 2008/2009 hatten ETFs ja noch nicht die heutige Bedeutung. 

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vor 21 Stunden schrieb odensee:

So hoffe ich auch...

 

Du meinst den Wertgruind Wohnselect? Da habe ich versäumt, nach der großen (Substanz)ausschüttung meinen Anteil zu erhöhen.  Hast du schon mal Fokus Wohnen angeschaut?

 

Ja, ich meine den Wohnselect. Den Fokus Wohnen hatte ich mir kurz angesehen, müsste ich mal genauer machen, aber momentan steht bei mir auch kein weiterer Kauf einen Immobilienfonds an. Ich habe zu dem Fonds nur in Erinnerung, dass er relativ neu ist und damit halt teuer einkaufen muss. Das ist beim Wohnselect anders, der hat ja letztens einige Bestände verkauft und hat immer noch viele vor längerer Zeit günstig eingekaufte Immobilien, die am Markt heute höher bewertet werden.

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