Eure Meinung zu "Souverän investieren" von Gerd Kommer

72 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben

Am 4.12.2017 um 22:00 schrieb Drudaz:

um die Wartezeit etwas zu verkürzen:

 

Prof. Max Otte & ETF-Experte Gerd Kommer STREITEN über Fonds & ETF

[Video]

 

 

Sehr interessantes Video. Vielen Dank für den Link. 

Klarer Punktsieg für Kommer! In Eloquenz ist er Otte leider nicht gewachsen und leider auch viel zu defensiv (bzw. passiv;] ). Richtig zum fremdschämen, wie Otte vergeblich versucht das passive Investieren madig zu machen ^_^

 

 

vor 12 Stunden schrieb skrause:

Würde sich dieses Buch eigentlich auch dann noch lohnen, wenn man schon seit Jahren einschlägige Finanzblogs und das WPF-Forum liest und eigentlich schon einer eigenen ETF-Aufteilung folgt? Also einfach nur für etwas mehr Hintergrundwissen...

 

vor 3 Stunden schrieb vormtor:

 

Neues wirst Du im Buch nicht finden, wenn Du im WPF-Forum intensiv liest und Dich über andere einschlägige Blogs und Foren informierst. Seine Thesen sind jedoch gleichsam die Grundlage für viele Diskussionen hier. Mir hat ein Querlesen genügt. 

Da muss ich widersprechen, bzw. Empfehlung @skrause : Natürlich würde ich mir das Buch nochmal ranholen und lesen. Nichts für ungut hinsichtlich der gesammelten "Schwarmintelligenz" des WPFs, aber so bekommst Du die ganzen Informationen nochmal vollständig, aufbereitet, aus einem Guss und von einem Autor, dessen Reputation und Kompetenz außer Zweifel steht.

Mag sein, dass das im Ergebnis aufs selbe hinausläuft, wenn die die selben vorgaben beachtest. Wenn Du aber genauer wissen möchtest, warum und weshalb Du genau SO investierst, wie Du es tust, sei Dir die Lektüre definitiv empfohlen.

MfG

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Gerd Kommer „Souverän Investieren“ (5. Auflage, März 2018)

 

Was hat sich in Hinblick auf vorangegangene Ausgaben geändert und/oder Was gibt´s Neues?

 

- der Abschnitt über Investpornographie wurde entfernt

- der Autor geht noch intensiver auf das Thema RISIKO ein und lässt auch Erkenntnisse aus dem Buch "Gigerenzer – Risiko" (2014) einfließen

- aus den 18 verhängnisvollen Anlegerfehlern sind nun wieder 20 geworden

- eine etwas ausführlicherer Abschnitt (11 Seiten) über „Finanzprodukte, von denen man die Finger lassen sollte“

- ein neuer Abschnitt (10 Seiten) über Besteuerung von Fondsanlagen in Dtl.

- der Abschnitt „So bilden Sie Ihr persönliches „Weltportfolio““ wurde intensiv überarbeitet

- die Seite www.weltportfolio.net wird kurz vorgestellt und im Wert für den Nutzer eingeordnet

 

Der Leser bekommt eine Online-Version des kompletten Buches (pdf, epub, etc.)zum Download angeboten.

 

LG Emilian.

 

 

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Geschrieben

vor 3 Stunden schrieb Emilian:

Gerd Kommer „Souverän Investieren“ (5. Auflage, März 2018)

 

- der Abschnitt über Investpornographie wurde entfernt

 

 

 

Hab die neue Ausgabe nicht gelesen.

 

Irgendwie beschleicht mich aber das Gefühl, als würde der Herr Kommer vielleicht jetzt selbst ins Investment-Pornographiegeschäft einsteigen wollen.

 

Im Besonderen bzgl. seiner Smart-Beta/Multi-Faktor Empfehlungen.

 

Man möchte ja eine neue Ausgabe verkaufen...

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Geschrieben

Hat mein Interesse geweckt, habe auch mal zugeschlagen.^_^ Fazit folgt...

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Geschrieben · bearbeitet von Emilian

vor 15 Stunden schrieb JFI:

 

Hab die neue Ausgabe nicht gelesen.

Irgendwie beschleicht mich aber das Gefühl, als würde der Herr Kommer vielleicht jetzt selbst ins Investment-Pornographiegeschäft einsteigen wollen...

Man möchte ja eine neue Ausgabe verkaufen...

Naja...

Der Abschnitt war im Grunde eine Medien- und Expertenschelte. Wenn wir uns anschauen was heutzutage im TV zum Thema Boerse läuft, man im Bahnhofskiosk die Börsen-Magazine durchblättert oder man sich die Anbetung von Herrn Prof. Otte vor Augen führt, der mit seiner Crashprognose um 2 Jahre daneben lag bzw. Mr. Dax dessen Prognosen und dann darauf beruhende Invest-Anstrengungen auch eher mager sind - dann hat er eher sogar noch untertrieben!

Der Begriff Investment-Pornographie ist imho eine der treffendsten Wortschöpfungen der letzten 15 Jahre und ist mit seinen Ablegern Zahlen-Porno und Statistik-Porno einer der meist abgelehnten Begriffe in der "Berichterstattungs-Industrie" - legen diese doch offen, dass es meist nur um Entertainment & Aufmerksamkeit geht statt um Fakten & echter ergebnisoffener Recherche.

Im Buch selbst kommt mehrfach an anderer Stelle hinreichend zum Ausdruck, was Kommer von Experten & Co. hält - er ist da nicht irgendwie zahmer geworden.

 

LG - Emilian.

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Geschrieben · bearbeitet von JFI

Damit wir uns klar verstehen: Ich finde den Begriff "Investmentpornographie" nicht schlecht. Ich bezog mich darauf, dass dieser Teil in der 5. Auflage entfernt wurde.

 

Finde den Kommer sehr empfehlenswert (4. Auflage habe ich), werde mir die nächste Auflage Nr. 5 jedoch nicht holen.

 

Auf smart beta verzichte ich gerne.

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Geschrieben · bearbeitet von Emilian

Ich glaub das lag an mir. Ich haette vielleicht besser formulieren sollen; dass Kapitel wurde inhaltlich an andere (meinetwegen passendere) Stellen plaziert/aufgeteilt.

Und ja - die 4. Auflage sollte es auch tun - ich bin noch nicht ganz durch, aber falls es in der 5. bahnbrechend Neues gibt lasse ich es Dich hier wissen... ;)

 

LG Emilian.

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Geschrieben · bearbeitet von HeinrichM

Ich hab mir neulich auch die 5. Auflage geholt und muss sagen, es lohnt sich definitiv für alle, denen der normale MSCI World etwas zu langweilig ist.

Neu sind vorallem das Kapitel zu "Factor-Investing (Smart Beta)" und das daraus resultierende neue Weltportfolio, welches es in verschiedenen Varianten gibt.

Durch die neuen Multi-Factor-ETFs wird das viel zu große alte Kommer Portfolio (11 ETFs?) auf z.B. nurnoch 2 ETFs reduziert. Das "alte" Kommer Weltportfolio war für mich mehr theoretischer natur, da es einfach zu viele ETFs hatte. Das neue Weltportfolio ist jetzt auch für Privatanleger mit kleinen Summen umsetzbar

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Geschrieben

Habe vor kurzem auch die 5. Auflage gelesen und war absolut begeistert. Hatte vor kurzem von einem Arbeitskollegen eine ältere Auflage bekommen, war aber ziemlich verwirrt, durch das Beispielportfolio. Da lobe ich mir eindeutig die neue Auflage.

Echt spannend finde ich auch das Kapitel mit den Smart Beta ETFs. 

 

Nach meiner Meinung die "Bibel" für alle ETF Anleger und solche, die es werden wollen.

 

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Geschrieben

Mit den Smart Beta ETFs wird wieder einmal ein ursprünglich gutes Produkt  in ein Produkt verwandelt, von dem ein Anleger keinen Mehrwert hat, aber teuer dafür bezahlen soll. 

 

Alles nur mal wieder der Versuch, Kleinanleger über den Tisch zu ziehen und abzuzocken. Und wir wundern uns das die Deutschen kein Volk der Aktie ist. Wer lässt sich schon gerne über den Tisch ziehen ?

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vor 7 Stunden schrieb DAX43:

Mit den Smart Beta ETFs wird wieder einmal ein ursprünglich gutes Produkt  in ein Produkt verwandelt, von dem ein Anleger keinen Mehrwert hat, aber teuer dafür bezahlen soll. 

 

Alles nur mal wieder der Versuch, Kleinanleger über den Tisch zu ziehen und abzuzocken. Und wir wundern uns das die Deutschen kein Volk der Aktie ist. Wer lässt sich schon gerne über den Tisch ziehen ?

Wie kannst du deine Meinung begründen? Immerhin empfehlen ja Experten, wie Kommer selbst Smart Beta ETFs.

Freue mich auf deine Antwort :)

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Geschrieben · bearbeitet von DAX43

Die Mehrheit der Smart-Beta-ETFs in den USA war nicht in der Lage, den breiten Markt zu schlagen, zeigt eine Studie des Flossbach von Storch Research Instituts. 63 Prozent der Produkte schnitten schlechter als der Vergleichsindex ab.

 

Viele Smart-Beta-ETFs sind Mogelpackungen
Wenn Anleger direkt in herkömmliche, preiswertere ETFs statt in teurere Smart-Beta-Varianten investiert hätten, wäre ihr Schnitt also besser gewesen

 

Quelle :

 

https://www.institutional-money.com/news/theorie/headline/flossbach-von-storch-ueber-smart-beta-etfs-zu-teuer-zu-wenig-alpha-142386/

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Geschrieben

Interessant wäre ja zu sehen wie die Multifaktor etf performt haben. 

Auf diese legt Herr kommer ja sein Augenmerk und seine besondere Empfehlung. 

Das es dazwischen viele unsinnige und schlechte smart Beta etfs gibt, mag man ja gar nicht anzweifeln.

Sehe nicht den Mehrwert deiner Aussage. 

 

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vor 47 Minuten schrieb lennschko:

teressant wäre ja zu sehen wie die Multifaktor etf performt haben. 

 

 

Daten zu den MSCI Indizes gibt es bei MSCI, es ist ein leichtes zumindest die MSCI Indizes zu vergleichen.

Wenn es dich interessiert, tu es.

https://www.msci.com/end-of-day-data-search

 

Im Mai 2017 habe ich das schon mal gemacht.

https://www.wertpapier-forum.de/topic/42899-entwicklung-von-msci-varianten-worldeurope-etc-etc/?page=6

 

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Geschrieben

vor 3 Stunden schrieb lennschko:

Interessant wäre ja zu sehen wie die Multifaktor etf performt haben. 

Auf diese legt Herr kommer ja sein Augenmerk und seine besondere Empfehlung. 

Das es dazwischen viele unsinnige und schlechte smart Beta etfs gibt, mag man ja gar nicht anzweifeln.

Sehe nicht den Mehrwert deiner Aussage. 

 

 

Genau solche Leute  wie dich suchen die Herausgeber solcher Multifaktor ETFs. Sie wollen dein Geld, und sie werden es bekommen. Eines Tages wirst du dich fragen,  wann habe ich an der Börse den Faden verloren ?

 

Es war der 29.04.2018 , als du wie ein blindes Huhn einen Hern Kommer geglaubt hast,  Smart Beta ETFs oder Multifaktor ETFs wären eine tolle Sache.

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Geschrieben · bearbeitet von UserPS

Am 28.4.2018 um 11:53 schrieb DAX43:

Mit den Smart Beta ETFs wird wieder einmal ein ursprünglich gutes Produkt  in ein Produkt verwandelt, von dem ein Anleger keinen Mehrwert hat, aber teuer dafür bezahlen soll. 

 

Alles nur mal wieder der Versuch, Kleinanleger über den Tisch zu ziehen und abzuzocken. Und wir wundern uns das die Deutschen kein Volk der Aktie ist. Wer lässt sich schon gerne über den Tisch ziehn ?

@smarter_investor

@lennschko

Im Factor Investing Thread bin ich kürzlich auf die 5. Auflage des Kommers eingegangen.

 

Also in Bezug zu den aktuell verfügbaren Multifactor-ETFs in Deutschland kann ich bestätigen, dass diese nicht sehr gut umgesetzt sind.

Man muss ohnehin sagen, dass wir in Deutschland noch immer auf dem Trockenen sitzen. Wer z.B. die in den USA erhältlichen iShares ETFs durchforsten wird, der wird staunen über die schiere Auswahl & niedrigeren Kosten im Vgl. zu den ETFs die in Dtl. angeboten werden.

Anbieter wie Schwab, Flexshares, AQR, Bridgeway fehlen hierzulande, immerhin hat es endlich Vanguard in den deutschen ETF-Markt geschafft.

 

Ich würde aber nicht pauschal behaupten, dass ein Smart Beta ETF (wie z.B. ein Multifactor ETF) immer schlecht sein muss. Der integrierte Multifactor Ansatz bringt viele Vorteile mit sich, insbesondere gegenüber dem herkömmlichen Single Factor Ansatz.

(Verringerte Turnoverrate, Zusammenspiel mehrere Faktoren miteinander, Rebalancing, Diversifikation über mehrere Faktoren usw.)

Ein aktiver Aktienfondsmanager wie Flossbach, der bekennender ETF-Kritiker ist, kommt es natürlich gelegen eine eigens kreierte Studie zur Underperformance von Smart Beta ETFs zu veröffentlichen. Aber trotz seiner voreingenommenen Haltung kann ich dem Ergebnis seiner Studie nur zustimmen angesichts der Tatsache, dass z.B. die in Dtl. erhältichen Multifactor ETFs nur sehr passabel umgesetzt sind, teilweise ziemlich schlecht & teuer. Besser umgesetzte MF-ETFs wird man vermutlich bei AQR und DFA finden, jedoch zu höheren Kosten. Ob diese Smart Beta ETFs in der Flossbach-Studie zu den übrig gebliebenen Outperformern gehören weiß ich an dieser Stelle natürlich nicht.

 

Zu den in dtl. erhältlichen MF-ETFs:

Alle iShares MF-ETFs enthalten fragwürdig niedrige Factor Tilts, der Size Factor ist kaum vorhanden da der Basisindex nunmal der MSCI World ist der nunmal aus Large/Mid Caps besteht und eben nicht aus Small Caps. Etwas besser umgesetzte iShares MF-ETFs, die als Basis den MSCI World Small Cap haben, sind natürlich nur in den USA erhältlich, wen wunderts ...

Die Goldman Sachs & Amundi Smart Beta Dinger sahen bei der Faktor Regression Analyse ebenfalls sehr mäßig aus, zudem setzten beide auf low beta der als Faktor sehr umstritten ist. (Auch Size und andere Faktoren sind umstritten, ich weiß) -> Zudem sind beide Swap-ETFs

Die neuen Franklin LibertyQ ETFs (mit fragwürdiger 50/30/10/10 Faktorgewichtung auf Quality/Value/Momentum/LowVola) lassen einen Quality Tilt erkennen, die restlichen Faktoren haben keinen nennenswerten Factor Tilt.  -> Da bietet es sich an gleich einen Quality ETF zu nehmen und sich die Mehrkosten zu sparen.

Auf die restlichen Multifactor ETF lohnt es sich meiner Meinung nach nicht einzugehen aufgrund der geringen Fondsgröße trotz hohen Fondsalters (PowerShares) oder aufgrund der Swap-Replikationsmethode (Lyxor, und wie oben gennant auch Goldman Sachs und Amundi).

 

 

Ich kann jedem Anleger nur raten sich gründlichst (!) mit den vorgeschlagenen Produkten im Buch und auf der Buch-Webseite (weltportfolio) auseinanderzusetzten. Nicht blind in etwas investieren was man nicht versteht.

Und auch nicht blind in MF-Produkte investieren, weil:

Am 2.4.2018 um 16:19 schrieb HeinrichM:

es lohnt sich definitiv für alle, denen der normale MSCI World etwas zu langweilig ist.

Gerd Kommer kann auch mal seine Meinung ändern, zu Rohstoff Future ETFs hat er mittlerweile eine skeptische Einstellung. Das klang vor ein paar Jahren noch ganz anders.

Fun Fact am Rande, Gerd Kommer ist DFA-Anleger.^^

Obwohl er damit ein Smart Beta Anleger ist, verwundert es einen schon warum er nicht in exakt die Produkte investiert die er in seinen Büchern als ETFs vorschlägt. Wie war das nochmal mit „I put my money where my mouth is“? :rolleyes:

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@UserPS hast mich definitiv überzeugt. Und vielen Dank für so eine ausführliche Antwort, da bleibt nun wirklich keine Frage offen. :D

 

Zum Glück habe ich bisher noch nicht in Smart Beta ETFs investiert. Ich fand eben nur das Kapitel im Buch sehr interessant, da der Grundgedanke von Smart Beta ETFs ja durchaus Sinn macht.

 

Beste Grüße

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Am 13.5.2018 um 21:41 schrieb UserPS:

Gerd Kommer kann auch mal seine Meinung ändern, zu Rohstoff Future ETFs hat er mittlerweile eine skeptische Einstellung. Das klang vor ein paar Jahren noch ganz anders.

Was schreibt er denn dazu? Gibt es eine Begründung?

 

Gerd Kommer ist nicht gerade unfehlbar. Mit Kaufen oder Mieten hat er viel Unsinn verzapft. Bei Rohstoffen und Immobilien scheint er anscheinend selbst in behaviouristische Fallen zu laufen. Jedenfalls schreibt er dann am Zeitgeist entlang und liegt (wie bei Immos) gruselig falsch, aber auch weil er schlechtes Zahlenmaterial verwendet. Bei Rohstoffen mag ihm ähnliches Timingpech blühen. Kaufen oder Mieten ist mMn ein wirklich schlechtes Buch. Es hat nicht annähernd die Qualität von "Souverän investieren". Aber auch "Souverän investieren" oder die "Buy&Hold-Bibel" ist mMn nur für Einsteiger geeignet. Wenn man sich zu dokmatisch daran hält, dann wird man viele Chancen verpassen, denn so einfach wie in diesem Buch ist die Welt nicht. Kritikpunkte finden sich mMn auch reichlich (Kritik hier).

Vor allem aber steht viel Wichtiges nicht drin. Da sei dann eher Ilmanen empfohlen.

 

 

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vor 13 Stunden schrieb Bärenbulle:

Was schreibt er denn dazu? Gibt es eine Begründung?

 

Gerd Kommer ist nicht gerade unfehlbar. Mit Kaufen oder Mieten hat er viel Unsinn verzapft. Bei Rohstoffen und Immobilien scheint er anscheinend selbst in behaviouristische Fallen zu laufen. Jedenfalls schreibt er dann am Zeitgeist entlang und liegt (wie bei Immos) gruselig falsch, aber auch weil er schlechtes Zahlenmaterial verwendet. Bei Rohstoffen mag ihm ähnliches Timingpech blühen. Kaufen oder Mieten ist mMn ein wirklich schlechtes Buch. Es hat nicht annähernd die Qualität von "Souverän investieren". Aber auch "Souverän investieren" oder die "Buy&Hold-Bibel" ist mMn nur für Einsteiger geeignet. Wenn man sich zu dokmatisch daran hält, dann wird man viele Chancen verpassen, denn so einfach wie in diesem Buch ist die Welt nicht. Kritikpunkte finden sich mMn auch reichlich (Kritik hier).

Vor allem aber steht viel Wichtiges nicht drin. Da sei dann eher Ilmanen empfohlen.

 

 

Guggst du hier :)

https://www.wertpapier-forum.de/topic/46210-lohnen-rohstoff-future-etfs/?page=5#comment-1142631

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Geschrieben · bearbeitet von Bärenbulle

vor 17 Minuten schrieb UserPS:

Zitat Kommer: Der Commodity-Boom von 2002-2008 in Verbindung mit der starken Verbreitung und Popularisierung von Commodity-ETFs und aktiv gemanagten Rohstoff-Future-Fonds trieb das Volumen auf der Käuferseite in den kleinen Rohstoffterminmarkt sehr stark nach oben. Da der Rohstoff-Futures-Markt an die Größenbegrenzung des zugrunde liegenden Rohstoff-Spot-Markets gekoppelt ist, mithin das Volumen auf der Kontraktverkäuferseite (z.B. den "Bauern") kaum ausdehnen kann, führt das, so die These, zur chronischen Verschlechterung der Rollrenditen, eine der 3 Rendite-Komponenten von Rohstoff-Futures. Die Rollrendite ist tendenziell umso niedriger, je mehr Marktmacht bei den Kontraktverkäufern und je weniger bei den Kontraktkäufern liegt. Der Commodity-ETF-Boom verschob also - dem Finanzialisation-Argument zufolge, Marktmacht von den Anbietern einer Preis-Hedge (den ETF-Investoren) zu den Nachfragen einer Preis-Hedge (Absicherung). Ob das eine strukturelle, permanente Verschiebung ist, lässt sich bis heute kaum endgültig beurteilen, aber die Zweifel sind meines Erachtens ernst zu nehmen. (siehe Cheng/Xiong 2013; Bhardwaj 2015; Erb/Harvey 2016)

 

Fazit: Rohstoffe sind eine weniger eindeutige Investmentstory als die anderen in diesem Buch (Kommer 2018) dargestellten Asset-Klassen. Letzlich ist sich die Wissenschaft hier uneinig. Wen die Logik von Rohstoff-Futures-Investments nicht überzeugt, der sollte auf diese Portfoliokomponente verzichten. Ich persönlich finde mich seit 2016 eher im Lager der Skeptiker, wo ich fast immer bin wenn es keinen starken Konsens in der Wissenschaft gibt, und würde daher dafür votieren auf Commodities & Commodity-Futures in der Zukunft zu verzichten.

Ja das ist zwar aus Sicht eines "Kleinanlegers" eine nachvollziehbare Argumentation. Aber auch hier gilt, dass die "Basis" insbesondere im historischen Vergleich sowas wie eine realistische Bewertungsmöglichkeit und Prognosekraft hat. Sofern also Backwardation sichtbar ist, wird sich eine Long-Investition tendenziell lohnen. Die Diversifikationrendite ist zudem eine starke Renditequelle, während das Collateral mit Sicherheit zz. kaum Rendite bringt bzw. sogar eine negative Rendite einfährt. Ich kann mir die pauschale Aussage von Kommer daher nicht zu eigen machen. Hier läßt sich sehr wohl differenzieren. Das Contango-Regime der letzten Jahre paßt zwar zur Kommerschen These, aber auch das dreht sich gerade.

 

Vor allem stimmen mich so viele Skeptiker immer optimistisch.:w00t:

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Geschrieben

der eigentliche Souverän ist hier an erster Stelle Gerd Kommer selbst...er verkauft schließlich seine Bücher, vor allem auf Hinblick auf dessen dass er alle paar Jahre eine Neuauflage raus bringt.

Für (Indizes-) Anfänger jedoch ggf. gut

 

 

 

 

 

 

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Geschrieben · bearbeitet von reko

vor 9 Stunden schrieb MannohneGeld:

der eigentliche Souverän ist hier an erster Stelle Gerd Kommer selbst...er verkauft schließlich seine Bücher, vor allem auf Hinblick auf dessen dass er alle paar Jahre eine Neuauflage raus bringt.

 

Jedem der etwas verkauft (Bücher, Beratung, Verwaltung, Fonds, Aktien)  muß man ein Eigeninteresse unterstellen.

Es gilt kaufe nur was du kennst und Kommer macht zumindest Indexfonds bekannt. Gefährlich halte ich aber, dass er seine Anhänger glauben läßt, das wäre der einzig richtige Weg und man über anderes gar nicht nachdenken braucht. Herr Kommer vermittelt ein sehr statisches Rezept für eine sehr dynamische Welt. Daran ändern auch die Neuauflagen nichts.

 

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