Wertpapier Forum: Max Otte - Fonds

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Max Otte - Fonds Thema bewerten: -----

#81 Mitglied ist offline   juro 

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Geschrieben 10. Februar 2012 - 20:33

Heute morgen war Max Otte bei SWR1 Leute im Radio zu Gast:

link: SWR1 Leute - Studiogast Max Otte: Die Sendung zum Nachhören

ca. 30 Minuten die komprimierte Sendung. Sehr interessantes Interview. Hr. Otte hat m.E. sehr vernünftige u. bodenständige Ansichten u. kommt auch sympathisch rüber. Sehr hörenswert u. flüssig anzuhören.

Es geht um Aktien, Unternehmensbewertung, Makroökonomie, etc.

Dieser Beitrag wurde von juro bearbeitet: 10. Februar 2012 - 20:42

Beste Grüsse

juro



----------
Risikohinweis: Bitte meine Beiträge kritisch überprüfen u. NICHT als Entscheidungsgrundlage nehmen. Einige der besprochenen Aktien halte ich selbst.

 Weiterführende Informationen:

#82 Mitglied ist offline   Licuala 

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Geschrieben 10. Februar 2012 - 21:28

Schönes Interview - danke für den Hinweis :thumbsup:
Musterdepot

"Hier wird alle Jahre wieder das Gleiche durchgekaut, wieder das Gleiche durchgekaut, wieder das Gleiche durchgekaut, durchgekaut, durchgekaut..."

#83 Mitglied ist offline   losemoremoney 

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Geschrieben 10. Februar 2012 - 23:36

Die nächsten 2-3 Jahre kann Otte beweisen was er drauf hat, er sieht ja bekanntlich noch keine Inflation und denkt das wenn Sie kommt gut für seine Aktien ist.

#84 Mitglied ist offline   Niniveh 

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Geschrieben 27. März 2012 - 09:12

Hallo

Über Cortal Consors kann man den Otte Fond PI Global Value P (WKN A0NE9G) inzwischen für mindestens 25€ monatlich als Sparplan anlegen:
optimal-banking.de

Ich tue mich schwer die Kosten für diesen Fond einzuschätzen und frage, ob mir jemand hier etwas helfen mag.
Meine Frage ist etwa, wenn ich 100€ einzahle und gleich wieder auszahlen lasse, wieviel bekomme ich denn dann wieder heraus? Das wären dann wohl die ganzen Verwaltungskosten, Ausgabeaufschlag usw.
Und dann wäre noch die Frage, ob dieser Fond insgesamt vergleichsweise günstig oder teuer ist.
WKN A0NE9G
Kosten des Fonds Ausgabegebühr regulär (max.) 2,00%
Verwaltungsvergütung p.a. (max.) 1,50%
Total Expense Ratio 1,86%

Bei Wikipedia lese ich, dass hier noch einige Kosten fehlen müssten, wenn ich es richtig verstanden habe.
Auch gibt es angeblich Fonds, die zwar hohe Wertsteigerungen erzielen und veröffentlichen, aber nur wenig an die Investoren auszahlen.

Vielen Dank

#85 Mitglied ist offline   Onkel Doktor 

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Geschrieben 27. März 2012 - 11:59

Beitrag anzeigenNiniveh, 27. März 2012 - 09:12:

Hallo

Über Cortal Consors kann man den Otte Fond PI Global Value P (WKN A0NE9G) inzwischen für mindestens 25€ monatlich als Sparplan anlegen:
optimal-banking.de

Ich tue mich schwer die Kosten für diesen Fond einzuschätzen und frage, ob mir jemand hier etwas helfen mag.
Meine Frage ist etwa, wenn ich 100€ einzahle und gleich wieder auszahlen lasse, wieviel bekomme ich denn dann wieder heraus? Das wären dann wohl die ganzen Verwaltungskosten, Ausgabeaufschlag usw.
Und dann wäre noch die Frage, ob dieser Fond insgesamt vergleichsweise günstig oder teuer ist.
WKN A0NE9G
Kosten des Fonds Ausgabegebühr regulär (max.) 2,00%
Verwaltungsvergütung p.a. (max.) 1,50%
Total Expense Ratio 1,86%

Bei Wikipedia lese ich, dass hier noch einige Kosten fehlen müssten, wenn ich es richtig verstanden habe.
Auch gibt es angeblich Fonds, die zwar hohe Wertsteigerungen erzielen und veröffentlichen, aber nur wenig an die Investoren auszahlen.

Vielen Dank


Hi,
1) Du zahlst scheinbar bei Consors 2% Ausgabeaufschlag, das heißt, wenn du gleich wieder verkaufst, dann bekommst du 98€ zurück. (Außer du bezahlst nochmal für das Kaufen/Verkaufen etwas extra bei Consors, dann kommt das noch zu den Kosten dazu). Die Verwaltungskosten gehen nicht einmalig oder beim Kauf von deinem Geld ab, sondern (soweit ich weiß immer) quasi "schleichend" von deinem angelegten Geld runter. Kann sein, dass da jeden Tag oder jeden Monat ein winziger Teil runtergeht - jedenfalls nicht zu einem festen Zeitpunkt.
2) Die Total Expense Ratio gibt eigentlich den korrekten Wert an, also wie groß die Kosten pro Jahr sind. In diesem Fall gehen also fast 2% immer an das Management. Das ist nicht besonders viel oder wenig für aktive Fonds würde ich sagen, relativ normal.
3) Wenn du Kosten sparen möchtest, dann spar den Arero an: DWS0R4 bzw. LU036086386. Da muss man aber dazu sagen, dass das ein passiver Fonds ist. Ist aus Sicht von vielen hier im Forum sicher die beste Lösung...

#86 Mitglied ist online   Schinzilord 

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Geschrieben 27. März 2012 - 12:24

Weitere Kosten, die nicht in der TER ausgewiesen sind:
- Spread (bei jeder Transaktion innerhalb des Fonds musst der Spread (Unterschied zwischen An- und Verkaufskurs / Geld- Briefkurs mitbezahlt werden.
- Market Impact: Wenn ein großer Fonds 100 Mio. € in Aktien einer Firma kaufen mag, wird der Preis zwangsläufig nach oben getrieben et. vice versa -> man beeinflusst sich selbst den Preis zu seinen Ungunsten

Faustregel: Je höher der Turnover, desto höher die indirekten Kosten. Also je aktiver dein Fonds handelt, desto mehr Kosten fallen an und gehen von der Performance weg, von denen du aber gar nix mitbekommst.

-> Deswegen werden oft passive Fonds empfohlen, die eine minimale Turnover haben. Somit kann man sich indirekte Kosten von z.B. 1% p.a. sparen (ein aktiver Fonds muss schonmal um 1% p.a. indirekte Kosten + 1.83% direkte Kosten besser sein als der Index, um überhaupt einen Mehrwert für den Anleger zu erzielen.)

Dieser Beitrag wurde von Schinzilord bearbeitet: 27. März 2012 - 12:26


#87 Mitglied ist offline   Longshort 

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Geschrieben 27. März 2012 - 13:33

Beitrag anzeigenOnkel Doktor, 27. März 2012 - 11:59:

das heißt, wenn du gleich wieder verkaufst, dann bekommst du 98€ zurück.


Leider gibt es nur einmal wöchentlich montags einen Fondspreis. Da kann zwischendurch die Welt untergehen, und man kommt nicht raus. Ein Mitarbeiter des Managements hat das mir gegenüber mit dem geringen Fondsvolumen begründet. Da sei eine täglich Preisstellung zu aufwendig/teuer. Für mich ist das ein Ko-Kriterium.

Dieser Beitrag wurde von Longshort bearbeitet: 27. März 2012 - 13:34

Ob long, ob short, das Geld ist fort

#88 Mitglied ist offline   Onkel Doktor 

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Geschrieben 27. März 2012 - 13:45

Beitrag anzeigenLongshort, 27. März 2012 - 13:33:

Beitrag anzeigenOnkel Doktor, 27. März 2012 - 11:59:

das heißt, wenn du gleich wieder verkaufst, dann bekommst du 98€ zurück.


Leider gibt es nur einmal wöchentlich montags einen Fondspreis. Da kann zwischendurch die Welt untergehen, und man kommt nicht raus. Ein Mitarbeiter des Managements hat das mir gegenüber mit dem geringen Fondsvolumen begründet. Da sei eine täglich Preisstellung zu aufwendig/teuer. Für mich ist das ein Ko-Kriterium.


Ok, das klingt übel... Das heißt aber ja nicht, dass meine Aussage bezüglich der Kosten falsch war. Dass sich zwischen Kauf und Verkauf was am Fondswert ändern kann, ist ja was anderes. Ich glaube die Frage war eher auf die Kosten als auf die Wertänderungen bezogen...

Dieser Beitrag wurde von Onkel Doktor bearbeitet: 27. März 2012 - 13:45


#89 Mitglied ist offline   Apophis 

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Geschrieben 27. März 2012 - 13:47

Beitrag anzeigenLongshort, 27. März 2012 - 13:33:


Leider gibt es nur einmal wöchentlich montags einen Fondspreis. Da kann zwischendurch die Welt untergehen, und man kommt nicht raus. Ein Mitarbeiter des Managements hat das mir gegenüber mit dem geringen Fondsvolumen begründet. Da sei eine täglich Preisstellung zu aufwendig/teuer. Für mich ist das ein Ko-Kriterium.


Das ist ja der Hammer , würde mich bereit erklären ein Excelsheet zu kreieren, dass Positionen addieren kann.

BTW. Hört nicht auf solche Gurus, die einmal einen Treffer gelandet haben.
Geld macht Dich nicht gluecklich, mich jedoch schon.

#90 Mitglied ist offline   Stairway 

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Geschrieben 27. März 2012 - 14:16

Es entstehen nicht ganz unerhebliche Kosten für die Fondspreisberechnung und Veröffentlichung. Ich denke aber, dass Otte hier am falschen Ende spart. Davon abgesehen haben Fonds aus Liechtenstein sowieso nicht den allerbesten Ruf.
>>Link zur 2. Auflage von Unternehmensbewertung & Kennzahlenanalyse <<


Led Zeppelin is the greatest. Robert Plant is one of the most original vocalists of our time. As a rock band they deserve the kind of success they're getting.
- Freddie Mercury



Link zum Bilanzanalysethread

Risikohinweis: Meine Beiträge sind nicht als Entscheidungsgrundlage für Investments anzusehen. Ich habe viele der besprochenen Aktien selbst im Depot oder handle damit.

#91 Mitglied ist online   Schinzilord 

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Geschrieben 27. März 2012 - 14:30

Minerva lässt grüßen...hat aber überhaupt nix mit dem Max Otte Fonds zu tun, ausser, dass sie sich eine LI ISIN teilen.

#92 Mitglied ist offline   Powerboat3000 

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Geschrieben 02. Mai 2012 - 19:27

Ob Max Otte wohl noch die Hellenic Telekom in seinem Fonds hält, über die er bei DAF vor einigen Wochen gesprochen hat?

http://www.onvista.d...ml?ID_OSI=90496

Die Aktie ist ja maßlos in den Keller gegangen.

#93 Mitglied ist online   Schinzilord 

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Geschrieben 02. Mai 2012 - 19:38

Bei -7% im April könnte man das fast glauben...

#94 Mitglied ist offline   35sebastian 

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Geschrieben 02. Mai 2012 - 23:51

Beitrag anzeigenSchinzilord, 02. Mai 2012 - 19:38:

Bei -7% im April könnte man das fast glauben...


Man muss oder sollte nicht Max Ottes Fonds kaufen.
Wer aber selbst handelt, schaut nicht mit Schadenfreude auf das Tun der Anderen.
Nicht alle Investments verlaufen positiv , und der jetzige Stand ist immer nur eine Momentaufnahme.
Gewinne und Verluste entstehen immer erst dann, wenn man realisiert.
Und letztlich kommt es immer auf das Gesamtergebnis an.

#95 Mitglied ist offline   Powerboat3000 

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Geschrieben 03. Mai 2012 - 07:21

Beitrag anzeigen35sebastian, 02. Mai 2012 - 23:51:


Gewinne und Verluste entstehen immer erst dann, wenn man realisiert.


Im Falle Otte haben wir im Moment eine normale Marktschwankung, die eben bei Risikopapieren normal ist.

Trotzdem finde ich das Statement, der Gewinn- und Verlustentstehung nicht korrekt. Gewinne und Verluste hat man immer tagesaktuell - nach Buchwert! Gerade der Fehler vieler Anleger besteht doch darin, Verluste auszusitzen weil man dem Irrglauben erliegt, die Werte erholen sich wieder und man vermeidet somit Verluste. Lieber bleiben viele dadurch Jahre lang in schwachen Papieren drin anstatt einmal glatt zu stellen und sich so auszurichten als wäre man aktuell gar nicht investiert und würde neue Anlageentscheidungen treffen.

Verkauft man eine Aktie, die im Plus liegt, würde man nach deinem Statement Gewinn machen. Konsequenterweise müsste man dann abstrakt ein wenig weiter denken. Der realisierte Gewinn, der dann in Barmitteln vorliegt ist ja auch nur eine andere Form der Konservierung. Schaut man sich die Euro / Dollar Kurve an, haben wir auch in liquiden Mitteln eine "volatile" Anlage. Angenommen nach einer Hiobsbotschaft fällt der Euro ins Bodenlose, würde doch auch niemand davon sprechen, der Verlust werde erst realisiert, wenn man den Euro gegen eine andere Währung verkauft sondern aktuell hat man dann halt nur noch den Wert - die Kaufkraft - die der Euro gerade an Wert hat.

Daher bin ich der Meinung, Gewinne und Verluste hat man immer tagesaktuell, wie man sie im Depot vorfindet. Wie man mit diesen Gewinnen und Verlusten umgeht, ist dagegen eine ganz andere Frage.

#96 Mitglied ist offline   €-man 

  • Stets auf den Fährten der sich verändernden Risiken.
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Geschrieben 03. Mai 2012 - 08:20

Beitrag anzeigenPowerboat3000, 03. Mai 2012 - 07:21:

Daher bin ich der Meinung, Gewinne und Verluste hat man immer tagesaktuell, wie man sie im Depot vorfindet. Wie man mit diesen Gewinnen und Verlusten umgeht, ist dagegen eine ganz andere Frage.


"Entscheidend ist was hinten rauskommt" wurde durch Helmut Kohl zum geflügelten Wort. Bei Buchverlusten oder Buchgewinnen ist das eben nicht der Fall.

Gruß
€-man
An der Börse lauern zwei schwarze Hunde auf Dich - der eine heißt Gier, der andere Angst.

#97 Mitglied ist offline   35sebastian 

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Geschrieben 03. Mai 2012 - 09:33

Beitrag anzeigen€-man, 03. Mai 2012 - 08:20:

Beitrag anzeigenPowerboat3000, 03. Mai 2012 - 07:21:

Daher bin ich der Meinung, Gewinne und Verluste hat man immer tagesaktuell, wie man sie im Depot vorfindet. Wie man mit diesen Gewinnen und Verlusten umgeht, ist dagegen eine ganz andere Frage.


"Entscheidend ist was hinten rauskommt" wurde durch Helmut Kohl zum geflügelten Wort. Bei Buchverlusten oder Buchgewinnen ist das eben nicht der Fall.

Gruß
€-man


So ist es.
Um noch eins drauf zu setzen. Bei keiner anderen Investition außer Aktien bilanziert man tagtäglich den Verlust oder Gewinn.
Oder wer fragt danach, welchen Wert gerade die gekaufte Immobilie hat oder die Lebensversicherung oder die langjährige Anleihe oder....?
Und wenn ? Verkauft man die etwa , weil der Verlust 10,20 oder 30% beträgt? Die Frage ist hypothetisch.
Anleger wie Otte und Buffett kaufen nur Aktien unter langfristigem Aspekt.
Sind sie nach intensiver Prüfung von der Qualität des Unternehmens überzeugt, dann bleiben sie auch der Aktie treu, auch wenn sie in die Verlustzone wechselt.
Verkauft wird nur dann, wenn die fundamentalen Daten sich völlig verändert haben.
Das Investieren eines Anlegers unterscheidet sich grundsätzlich vom Agieren eines Spekulanten.



#98 Mitglied ist online   Schinzilord 

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Geschrieben 03. Mai 2012 - 10:27

Beitrag anzeigen35sebastian, 02. Mai 2012 - 23:51:

Beitrag anzeigenSchinzilord, 02. Mai 2012 - 19:38:

Bei -7% im April könnte man das fast glauben...


Man muss oder sollte nicht Max Ottes Fonds kaufen.
Wer aber selbst handelt, schaut nicht mit Schadenfreude auf das Tun der Anderen.
Nicht alle Investments verlaufen positiv , und der jetzige Stand ist immer nur eine Momentaufnahme.
Gewinne und Verluste entstehen immer erst dann, wenn man realisiert.
Und letztlich kommt es immer auf das Gesamtergebnis an.

Meine Aussage hat auch etwas mit Demut zu tun, die ich jedem Investor empfehlen würde. Und da bei Max Otte Marketing anscheinend auch eine entscheidende Rolle spielt, habe ich mir nach dem Besuch seiner Website zu meiner Aussage hinreißen lassen.
Angehängte Grafik: maxotte.PNG
Quelle: www.maxotte.de

Da frage ich mich natürlich, ob "Börsianer" ein Alleinstellungsmerkmal ist, oder ob noch wer anders Börsianer sein kann? Ist er er größte, beste Börsianer in den Jahren 2009 - 2011? Wer hat das gesagt?
Zu seiner Verteidigung sei gesagt, dass er hier im Forum nicht so vollmundig aufgetreten ist.

Bei Valueinvestoren ist ja die Volatilität als Risikomaß nicht anerkannt, und dementsprechend sagt ja auch Hr. Otte klar und deutlich, dass man Schwankungen aushalten können muss. Denn wenn ein Valueinvestment bei 20 ein buy ist, ist es bei 15 natürlich ein strong buy. Und man muss halt nur warten, bis die anderen Investoren das auch erkennen.

Zitat

Nicht alle Investments verlaufen positiv , und der jetzige Stand ist immer nur eine Momentaufnahme.
Gewinne und Verluste entstehen immer erst dann, wenn man realisiert.
Und letztlich kommt es immer auf das Gesamtergebnis an.

Aber das Problem ist doch, dass jede Kursangabe eine Momentaufnahme ist. Und zu irgendeiner dieser Momentaufnahmen muss ich verkaufen.

Hier im Forum und sonstwo habe ich gemerkt, dass die Unterscheidung Bilanzgewinn/verlust =! realer Gewinn/Verlust hauptsächlich von älteren Leuten gemacht wird.
Ich bin bis jetzt überhaupt nicht der Meinung, sehe aber auch meinen Erfahrungen mit Spannung entgegen, ob ich in ein paar Jahren anders als heute darüber denke.

Mir ist wichtig, jederzeit zu wissen für wieviel ich etwas jetzt sofort verkaufen kann -> das ist der Wert mit dem ich rechne. Abschläge gehören da für mich bei Immobilieninvestments genauso dazu wie der aktuelle Gewinn/Verlust, wie er in meinem (Aktien)Depot ausgewiesen wird. Was bringt es mir, x Zeiteinheiten darauf zu warten, bis alle anderen Investoren den inneren "wahren" Wert zu erkennen? Was ist, wenn ich nicht so lange warten kann?
Auch hier sehen dies Valueinvestoren wohl grundsätzlich anders. Volatilität als Risikomaß spielt da keine Rolle.
Wenn ein Valueinvestment aufgrund einer neuen Nachrichtenlage im Kurs um 80% einbricht, muss es neu bewertet werden. Erkennt man dann, dass der innere Wert jetzt z.B. bei -70% liegt, erkennt man dann den bilanziellen Verlust als realen Verlust an, auch wenn er noch nicht realisiert wurde? Bucht man dann -70% in die Bilanz ein?

#99 Mitglied ist online   Schinzilord 

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Geschrieben 03. Mai 2012 - 10:34

Beitrag anzeigen35sebastian, 03. Mai 2012 - 09:33:

So ist es.
Um noch eins drauf zu setzen. Bei keiner anderen Investition außer Aktien bilanziert man tagtäglich den Verlust oder Gewinn.
Oder wer fragt danach, welchen Wert gerade die gekaufte Immobilie hat oder die Lebensversicherung oder die langjährige Anleihe oder....?
Und wenn ? Verkauft man die etwa , weil der Verlust 10,20 oder 30% beträgt? Die Frage ist hypothetisch.
Anleger wie Otte und Buffett kaufen nur Aktien unter langfristigem Aspekt.
Sind sie nach intensiver Prüfung von der Qualität des Unternehmens überzeugt, dann bleiben sie auch der Aktie treu, auch wenn sie in die Verlustzone wechselt.
Verkauft wird nur dann, wenn die fundamentalen Daten sich völlig verändert haben.
Das Investieren eines Anlegers unterscheidet sich grundsätzlich vom Agieren eines Spekulanten.



Bei Lebensversicherungen, langjährigen Anleihen oder der Immobilie rechne ich dann halt mit dem abdiskontierten Wert der garantierten Verzinsung, dem Buchwert oder einem aktuellen Vergleichswert abzgl. einer sponaten Verkaufsabschlag von x%.
Worauf ich hinaus will:
Zu irgendeinem Zeitpunkt muss sich auch der Valueinvestor eingestehen, dass eine neue Faktenlage eine Neubewertung erforderlich macht. Dann muss auch erkannt werden, dass z.B. bei einem früheren Kurs die Aktien ein buy war, heute aber wohl nicht mehr erreicht werden kann. Wird dann der Buchverlust als realer Verlust akzeptiert? Ich hoffe und denke ja.
Aber zu welchem Zeitpunkt man dies akzeptiert, unterliegt für mich einer gewissen Willkür (bzw. unterliegt dem eigenen Selbstbewusstsein, als einziger den wahren Wert zu kennen).
Um mich von solchen Einflüssen abzukoppeln, rechne ich immer mit einem gewissen Sicherheitspolster. Das ist für mich die Akzeptanz des Buchverlustes als realer Verlust.
Aber das wird wohl hier zu sehr off topic.
Obwohl ich die Diskussion retten kann, weil ja Hr. Otte als Valueinvestor keinen passenden Vergleichsindex findet, wohl aufgrund seiner Investitionskriterien.

#100 Mitglied ist offline   35sebastian 

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Geschrieben 03. Mai 2012 - 10:53

Schinzilord,
tut mir leid! Ich weiß nicht, was du speziell mir sagen willst.
Ich denke, ich habe mich klar ausgedrückt.
Aktien werden auf Langfristigkeit gekauft und erst dann verkauft, wenn ein Gewinnziel mächtig überschritten wurde oder wenn die fundamentalen Daten sich völlig verändert haben.

Lass das mal mit den Älteren!
Eigentlich sollten ja junge Leute viel mehr Geduld haben mit ihren Investments.
Meist ist das aber umgekehrt.
Ungeduld ist mehr eine Schwäche der jungen Leuten.
Das fängt schon beim Essen an und hört ..... beim Ratz - fatz .......auf :thumbsup: :)

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