Wertpapier Forum: Steuerstatus und Trackingdifferenzen von Aktien-ETFs auf Standardindizes

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Steuerstatus und Trackingdifferenzen von Aktien-ETFs auf Standardindizes Antworten zu: Welche ETFs sind steuereinfach, und zu welchen Kosten? Thema bewerten: ***** 76 Stimmen

#1 Mitglied ist offline   Holzmeier 

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Geschrieben 14. Dezember 2014 - 00:22

Ziele
  • Rasche Erkennbarkeit, welche Aktien-ETFs auf Standardindizes in DE handelbar sind, sowie welchen (deutschen) Steuerstatus und welche Abweichungen von der jeweiligen Indexperfomance sie in den letzten zehn Jahren aufwiesen
  • Vergleichende Abschätzung der Gesamtkosten von ETFs nach Steuern unter Berücksichtigung der Tracking-Differenzen sowie Steuerstundungen und Anrechnungen ausländischer Quellensteuern
  • (Nebenziel: Straffung mancher WPF-Diskussion vom Typ „Mein erstes Depot“)
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Gliederung
1 Begriffsdefinitionen
2 Steuerstatus und Trackingdifferenzen
2.1 Steuerstatus
2.2 Trackingdifferenzen
2.3 Betrachtung einzelner ETFs
3 Gesamtkosten von ETFs nach Steuern
3.1 Steuerstundungen
3.2 Ausländische Quellensteuern
3.3 Zusammenführung der Erkenntnisse
3.4 Betrachtung einzelner ETFs

(Ganz eilige Leser könnten sich auf die Zusammenfassungen und auf Kapitel 3.4 beschränken)




1 ...Begriffsdefinitionen

  • Beim Steuerstatus von ETFs wird im Folgenden unterschieden zwischen steuereinfach (mit mehreren Untergruppen) und steuerhässlich. Alle im Folgenden betrachteten ETFs sind in Deutschland (DE) steuertransparent.
  • steuertransparent := Die Fondsgesellschaft veröffentlicht zumindest jährlich die Besteuerungsgrundlagen im Bundesanzeiger. Wenn ein Fonds nicht steuertransparent ist, findet eine sehr hohe Pauschalbesteuerung statt oder der steuerpflichtige Besitzer von Anteilen muss dem Finanzamt "in geeigneter Weise" den Gewinn bzw. Verlust dokumentieren.
  • steuereinfach := Ermittlung und Abführung der Kapitalerstragsteuer (KESt) erfolgt automatisch, wenn der ETF bei einer deutschen Depotbank gehalten wird. Als Privatanleger braucht man sich, womöglich mit Ausnahme von Spezialfällen, steuerlich selbst um nichts zu kümmern und muss die Erträge auch nicht in einer (deutschen) Steuererklärung angeben.
  • dauerhaft steuereinfach := Domizil in DE. Dann nimmt bei thesaurierenden ETFs die Kapitalanlagegesellschaft (KAG) und bei ausschüttenden eine deutsche Depotbank den Abzug der fälligen KESt abschließend vor. Diese ETFs sind entweder von Deka oder iShares (DE) sowie alle physisch replizierend und ausschüttend (Ausnahme: Deka MSCI EM, DE000ETFL342, ist ein thesaurierender Swapper).
  • ausschüttungsgleiche Erträge := in den jährlichen Bekanntmachungen im Bundesanzeiger unter b) oder 2) ausgewiesene Erträge eines ETFs. Diese Erträge müssen in DE jährlich versteuert werden, allerdings werden sie im ETF-Vermögen thesauriert und sind der Depotbank für einen Abzug der KESt somit nicht zugänglich.
  • steuereinfach thesaurierend := Die Thesaurierung erfolgt ohne ausschüttungsgleiche Erträge. Wertzuwächse werden erst beim Verkauf abschließend durch eine deutsche Depotbank versteuert. Alle ETFs in dieser Kategorie sind thesaurierende Swapper mit ausländischem Domizil von Comstage, db-x, ETFS oder Source.
  • steuereinfach ausschüttend := Die Thesaurierung erfolgt ggf. mit ausschüttungsgleichen Erträgen, die aber aus steuerlich zeitgleichen Ausschüttungen neutralisiert werden können. Dann werden die KESt-Abzüge auf die ausschüttungsgleichen und die ausgeschütteten Erträge abschließend durch eine deutsche Depotbank vorgenommen. Dies gilt für diese sog. teilthesaurierenden ETFs, sofern im Bundesanzeiger bei der Thesaurierung zum Geschäftsjahresende die Ausschüttung mindestens 40% der ausschüttungsleichen Erträge umfasst. Die ETFs in dieser Kategorie haben ein ausländisches Domizil und können physisch replizierend (HSBC, UBS, db-x) oder swappend sein (Lyxor).
  • steuerhässlich := Die Thesaurierung erfolgt mit ausschüttungsgleichen Erträgen, die nicht aus steuerlich zeitgleichen Ausschüttungen neutralisiert werden können. Diese ETFs erfordern ein manuelles Ausfüllen der Anlage KAP der Einkommenssteuererklärung und können beim Verkauf zudem zu Doppelbesteuerungen führen. Streng genommen müsste „steuerhässlich“ noch differenziert werden. Einzelne steuerhässliche Jahre mögen für manche akzeptabel sein, da eine Doppelbesteuerung dann monetär kaum ins Gewicht fiele. Im Folgenden wurde ein ETF als steuerhässlich eingestuft, wenn nach dem Eröffnungsjahr weitere steuerhässliche ausschüttungsgleiche Erträge auftraten. Zu dieser Kategorie gehören u.a.
    • alle thesaurierenden physisch replizierenden ETFs mit ausländischem Domizil
    • manche thesaurierende Swapper (z.B. UBS, EasyETF und RBS immer, Amundi meistens, Lyxor vereinzelt)
    • sowie die ausschüttenden ETFs von SPDR und Powershares, die, warum auch immer, zuerst ausschütten und erst später thesaurieren.
      iShares ist bis vor kurzem ebenso verfahren, hat aber angekündigt dies zukünftig für die allermeisten ausschüttenden ETFs ändern zu wollen und hat sich bei den fast allen seitdem erfolgten Jahresabschlüssen auch daran gehalten (Ausnahme bisher: iShares FTSE China 50, IE00B02KXK85). Die in der Ankündigung genannten ausschüttenden ETFs von iShares werden daher im Folgenden ab 2015 als "steuereinfach ausschüttend" kategorisiert, auch wenn der letzte Jahresabschluss noch steuerhässlich war.
  • Die Trackingdifferenz (TD) gibt kalenderjährlich die prozentuale Wertentwicklungen eines Performance-Index abzüglich der Wertentwicklung des diesen Index nachbildenden ETFs an. Nach dieser Definition ist bei einer negativen TD die Performance des ETFs also besser als die des jeweiligen Index. TDen können verschiedene Ursachen haben: Neben der Total Expense Ratio (TER) spielen hier Kosten von Umschichtungen oder von Swap-Kontrakten eine Rolle, ebenso ggf. Erträge aus Wertpapierleihe als auch ggf. Quellentsteuer-Erstattungen, vgl. ggf. hier. Anders als die TER ist die TD somit eine Größe, die die ETF-internen Kosten zwar nicht exakt, aber nahezu vollständig abbildet.
  • Standardindizes sind im Folgenden marktkapitalisierungsgewichtete branchenübergreifende Aktienindizes für nach ökonomischem Entwicklungsstatus oder regionalen Kriterien zusammenfasste Ländergruppen. Zusätzlich berücksichtigt werden einige zur Bildung von Weltportfolios ggf. wichtige Einzelstaaten (US, CA, JP, CN) sowie Mid- und Small-Cap-Indizes. Im Gegensatz dazu werden (bis auf wenige Ausnahmen) reine Large-Cap-Indizes ebenso nicht betrachtet wie Value, smart beta, SelDiv, etc.. Keine Standardindizes im hier verwendeten Sinne sind auch "quer" zur üblichen regionalen Einteilung liegende Indizes wie z.B. MSCI AC Asia ex Japan, mit denen ein Weltportfolio kaum sinnvoll zusammen zu stellen ist.


  • Allgemein gilt:
    • Wenn ein bei einer deutschen Depotbank gehaltener ETF steuereinfach ist, braucht man sich als Privatanleger steuerlich selbst um nichts zu kümmern und muss die Erträge auch nicht in einer (deutschen) Steuererklärung angeben. Der steuerliche Aufwand beschränkt sich hier auf Freistellungsaufträge und ggf. Spezialfälle.
    • Bei ETFs mit Domizil Deutschland braucht man den Steuerstatus (steuereinfach ja/nein) nicht in jedem Jahr anhand des Bundesanzeigers zu überprüfen.
    • Für steuereinfache ETFs gilt: Ausschüttend sind sie immer physisch replizierend (Ausnahme: Lyxor), und thesaurierend sind sie immer swappend.
    • Wenn der KESt-Freibetrag noch nicht ausgeschöpft ist, sind ausschüttende ETFs steuerlich vorteilhaft.
    • Wenn der KESt-Freibetrag bereits ausgeschöpft ist, sind physisch replizierende ETFs nach Steuern meist am kostengünstigsten.
    • Bei thesaurierenden Swappern erfolgt die Besteuerung der Dividenden erst in der Zukunft, was bei ausgeschöpftem KESt-Freibetrag vorteilhaft sein kann.

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Tab. 1: Einige verwendete Abkürzungen

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Tab. 2:
Verwendeter Farbcode zur Kennzeichnung des Steuerstatus der jeweiligen ETFs.
Angehängte Datei  Farbcode Steuerstatus und TD 150307.png (15,19K)
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2 ...Steuerstatus und Trackingdifferenzen
2.1 Steuerstatus

Vorgehensweise:
  • Ermittlung mit justETF, welche ETFs auf Standardindizes in DE über Xetra handelbar sind.
  • Erkennbar nur für institutionelle Investoren zugängliche ETFs wurden nicht berücksichtigt.
  • Prüfung dieser ETFs anhand der Besteuerungsinformationen im Bundesanzeiger gemäß der in Abb. 1 beschriebenen Vorgehensweise.



Angehängte Datei  Entscheidungsbaum Steuerstatus 150220.png (60,19K)
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Abb. 1: Entscheidungsbaum zur Ermittlung des Steuerstatus in DE handelbarer ETFs, Stand 20.2.15.

Beispiel für "steuereinfach ausschüttend": Angenommen, ein ETF hätte ausschüttungsgleiche Ertraege von 100 € und zusätzlich ausgeschüttete Erträge von 40 €. Dann betrüge die fällige KESt (100+40) € * 0,25 * 1,055 = 36,92 €, dazu kämen ggf. noch rund 3 € Kirchensteuer.
Wenn die ausgeschütteten Erträge bei der Thesaurierung zum Geschäftsjahres-Abschluss also zumindest 40% der ausschüttungsgleichen Erträge betragen, dann reicht die Ausschüttung für die Depotbank um die KESt auf beides zu entrichten und der Fonds wäre "steuereinfach".




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Abb. 2: Verteilung der in DE handelbaren ETFs auf Standardindizes aus Tab. 6 bis 9 nach ihrem Steuerstatus
.
Bei den in den folgenden Tab. 6 bis 9 nicht farbig markierten ETFs ist der Steuerstatus zur Zeit noch nicht zu bestimmen, da sie erst vor kurzem aufgelegt wurden und sich der Steuerstatus nicht unmittelbar aus der Fondskonstruktion oder aus eindeutigen Ankündigungen der KAG ergibt.



Tab. 3: Steuerstatus der in DE handelbaren ETFs aus Tab. 6 bis 9 für KAGen und ETF-Konstruktionen.
Bei den meisten KAGen ist eindeutig zuordbar, welche ETF-Konstruktionen bisher steuereinfach waren und welche nicht. Bei Amundi, Lyxor und HSBC war die Steuerhässlichkeit einzelner ETFs erst im Nachhinein festzustellen. iShares hat hingegen angekündigt, welche ausschüttenden ETFs auch zukünftig steuerhässlich bleiben werden. Allerdings war der
iShares FTSE China 50 (IE00B02KXK85) 2015 steuerhässlich, obwohl er laut iShares steuereinfach werden sollte. Zu den mit "x" gekennzeichneten Konfigurationen werden aktuell keine ETFs angeboten. Die Einordnungen gelten streng nur für die ETFs aus Tab. 6 bis 9, für dort nicht aufgeführte ETFs geben sie Anhaltspunkte für steuerliche Wahrscheinlichkeiten.
Angehängte Datei  Uebersicht Steuerstatus 160501.png (93,91K)
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Zusammenfasssung zu Steuerstatus:

  • Nach der obigen Definition sind von den in DE angebotenen ETFs auf Standardindizes fast die Hälfte steuerhässlich, vgl. Abb. 2.
  • Die Übersichts-Tab. 3 zeigt, bei welchen Kapitalanlagegesellschaften und welchen ETF-Konstruktionen auf Standardindizes es in den letzten zehn Jahren keine steuerlichen Probleme gab. Bei den ETFs von Deka und iShares (DE) ist dies aufgrund ihrer Domizile in DE auch zukünftig mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der Fall.



2.2 Trackingdifferenzen
Vorgehensweise:
  • Ermittlung der TD der ETFs in Tab. 6 bis 9 in kalenderjährlicher Auflösung aus den Key Investor Information Documents (KIIDs)
  • Mittelung der TDen über die (maximal) letzten sechs Jahre (Begründung), das Durchschnittsalter der untersuchten ETFs lag 2015 bei 5,8 Kalenderjahren
  • KIIDs und TERs von justETF

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Abb. 3: TDen und TERs für ETF-Replikationsmethoden: Über die maximal letzten sechs Jahre gemittelte TDen in Abhängigkeit von der aktuellen TER für ETFs aus den folgenden Tab. 6 bis 9. Bei einer negativen TD war die Wertentwicklung des ETF besser als die des jeweiligen Performance-Index (Net Total Return).
Man erkennt, dass die Werte der einzelnen ETFs eine über fast den ganzen Darstellungsraum verteilte Punktwolke bilden. A
uch variieren, ohne Berücksichtigung von Ausreißern, die TERs nur in einem ungefähr halb so großen Intervall wie die TDen. In Bezug auf die Kostenbelastung von ETFs hat die TER somit nur eine sehr geringe Aussagekraft. Die graue Winkelhalbierende repräsentiert den Fall TD = TER, bei darunter liegenden Punkten ist die TD niedriger als die TER, dies sind meist ETFs mit Bezug zu europäischen und nordamerikanischen Indizes. Real ist die Differenz zwischen TD und TER wahrscheinlich noch größer, da die TERs in den letzten Jahren tendenziell gesunken sind und einige Punkte bei der Darstellung zeitlich gemittelter TERs "nach rechts verschoben würden". Da Swapper bei schwerer zugänglichen und damit tendenziell teureren Märkten häufiger vertreten sind kann aus dieser Graphik aber (noch) nicht geschlossen werden, physisch replizierende ETFs wären im Mittel günstiger als swappende.
iShares hat
2016 die Indexperformance des Global Titans 50 (DE0006289382) rückwirkend von 2006 bis 2015 korrigiert. Mit den aktualisierten Daten liegt der ETF mit (0,72, 0,51) relativ unauffällig innerhalb der Punktwolke.


Tab. 4:
TDen und TERs für Indizes: Zeitlich über die maximal letzten sechs Jahre gemittelte TDen, mittlere aktuelle TERs und deren (aus nicht gerundeten Werten berechneten) Differenzen für in DE angebotene ETFs auf einige Standardindizes aus Tab. 6 bis 9.
ETFs auf US-amerikanische und europäische Indizes werden zu deutlich niedrigeren Kosten angeboten als solche für andere Weltregionen. Darüber hinaus ist die TD beim S&P 500 im Schnitt 0,2 %/a niedriger als beim MSCI USA. Ohne Berücksichtigung des deutlich überdurchschnittlich teuren EasyETF auf den StoxxEurope 600 wäre ein ähnlicher Unterschied auch zwischen StoxxEurope 600 und MSCI Europe zu beobachten. Aus Anlegersicht könnten diese Kostenunterschiede die Wahl der zu replizierenden Indizes für USA und Europa beeinflussen.
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Tab. 5: TDen und TERs für KAGen: Zeitlich über die maximal letzten sechs Jahre gemittelte TDen, mittlere aktuelle TERs und deren (aus nicht gerundeten Werten berechneten) Differenzen für in DE angebotene ETFs auf Standardindizes aus Tab. 6 bis 9. Die im Mittel wesentlich teueren EM- und China-ETFs wurden nicht berücksichtigt, da das Ranking ansonsten von der Anzahl der von der jeweiligen KAG in diesem Segment angebotenen ETFs dominiert würde.
Es gibt deutliche, aber keine extremen Unterschiede zwischen den verschiedenen KAGen, für steuereinfache ETFs betragen die Unterschiede der TDen maximal knapp 0,3 %/a (iShares (DE) vs. Deka) bzw. knapp 0,2 %/a (Comstage vs. Source). Diese sind neben den jeweils anfallenden Gebühren vermutlich zumindest zum Teil auf die unterschiedliche Behandlung erstattungsfähiger ausländischer Quellensteuern zurückzuführen. Zu berücksichtigen ist auch, dass die mittleren TDen und TERs tendenziell höher sind, wenn von der jeweiligen KAG insgesamt mehr ETFs angeboten werden, da zusätzliche Fonds für SC und/oder ausgefallenere Regionen meist teuerer sind als Standard-ETFs (LC+MC) für USA und Europa.
iShares hat 2016 die Indexperformance des Global Titans 50 (DE0006289382) rückwirkend von 2006 bis 2015 korrigiert, die TD dieses ETFs reduziert sich damit von 1,63 %/a auf 0,72 %/a. Dies hat auch Auswirkungen auf die durchschnittliche TD von iShares (DE), die somit von 0,11 %/a auf -0,07 %/a sinkt.
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Zusammenfasssung zu Trackingdifferenzen:
  • Es besteht nur eine schwache Korrelation zwischen Trackingdifferenz und TER, somit hat die TER bzgl. der Kostenbelastung von ETFs nur eine sehr geringe Aussagekraft.
  • Die Trackingdifferenzen sind bei den meisten ETFs aus Tab. 6 bis 9 niedriger als die TERs, vgl. Abb. 3.
  • ETFs auf europäische und US-amerikanische Indizes werden zu deutlich niedrigeren Kosten angeboten als solche für andere Weltregionen.
  • Innerhalb von USA und Europa sind die Kosten von ETFs auf den S&P 500 und den StoxxEurope 600 im Schnitt niedriger als bei ETFs auf die korrespondierenden MSCI-Indizes, vgl. Tab. 4.
  • Es gibt deutliche, aber keine extremen Unterschiede bei den mittleren Trackingdifferenzen von ETFs verschiedener Kapitalanlagegesellschaften, für steuereinfache ETFs betragen die Unterschiede maximal knapp 0,2 %/a, vgl. Tab. 5.



2.3 Betrachtung einzelner ETFs
In den Tab. 6 bis 9 sind die ermittelten Daten bzgl. Steuerstatus und Trackingdifferenzen der über Xetra handelbaren ETFs für die jeweiligen Regionen (World & Emerging Markets, Nordamerika, Europa, Pacific & China) zusammen geführt.

Unsicherheiten:
  • Die folgenden Tabellen zeigen eine aus den letzten zehn Jahren abgeleitete Momentaufnahme, die KAGen könnten ihre steuerrelevante Thesaurierungspolitik zukünftig natürlich jederzeit zum Guten wie, leider der häufigere Fall, zum Schlechten ändern.
  • Ausnahme: iShares hat bis vor kurzem steuerhässlich zuerst ausgeschüttet und erst später thesauriert. iShares hat jetzt aber angekündigt, dies zukünftig für die allermeisten ausschüttenden ETFs ändern zu wollen und sich bei fast allen seitdem erfolgten Jahresabschlüssen auch daran gehalten (Ausnahme bisher: iShares FTSE China 50, IE00B02KXK85). Die in der Ankündigung genannten ETFs von iShares werden daher im Folgenden ab 2015 als "steuereinfach ausschüttend" kategorisiert, auch wenn der letzte Jahresabschluss noch steuerhässlich war. Eine ähnliche Ankündigung gab es von db x-Trackers für deren ausschüttende ETFs, sodass auch diese bereits ohne Vorliegen steuerlicher Daten als steuereinfach eingruppiert wurden.
  • Die TD gibt den Unterschied zwischen der prozentualen Wertentwicklung eines Performance-Index und eines diesen Index nachbildenden ETFs an. In den TDen sind im Laufe der Jahre manchmal TER-Senkungen erkennbar (z.B. Lyxor MSCI USA), insbesondere bei "optimierter" Aktienauswahl treten hin und wieder auch größere Schwankungen auf (z.B. iShares MSCI EM Small Cap). Die über die letzten sechs Jahre gemittelten TDen sollten daher nicht ohne kritische Betrachtung der einzelnen Jahreswerte als Auswahlkriterium gewählt werden, geben aber oft gute Hinweise auf die voraussichtlich zu erwartenden ETF-internen Kosten.
  • Leider geben die meisten KAGen die ETF-Performance in den KIIDs nur auf eine Nachkommastelle genau an. Um die daraus resultierenden Rundungsfehler zu vermeiden müssten alle Werte einzeln den jeweiligen Jahresberichten entnommen werden, was hier aber nicht durchgeführt wurde. Über mehrere Jahre sollten sich diese Rundungsfehler auch weitgehend herausmitteln.
  • Einzelne KAGen (z.B. Comstage S&P 500, Topix und HSCEI oder Source FTSE China A50) wählen, warum auch immer, in den KIIDs als Vergleichsgröße zur Ermittlung der TDen nicht die Performance- (Net Total Return), sondern die Kursindizes (Price). Um mit den anderen Werten vergleichbar zu sein müssten diese TDen um die netto-Dividendenauschüttungen bereinigt werden, was hier nicht durchgeführt wurde. Stattdessen wurden die (erkennbar) auf Kursindizes beruhenden TDen in den Tabellen gelb gekennzeichnet.
  • Leider benutzen fast alle KAGen leicht unterschiedliche Stichtage für die Ermittlung von Index- und ETF-Performance, vgl. ggf. hier. Diese Unterschiede sollten bei einer Betrachtung über mehrere Kalenderjahre aber nicht mehr ins Gewicht fallen.
  • Teilweise fehlen Angaben im Bundesanzeiger oder sind mit vertretbarem Aufwand nicht auffindbar (z.B. iShares Global Titans 50 für die Jahre 05 und 06). Besonders lästig ist übrigens die Publikationspolitik von Amundi. Nahezu täglich in einer jeweils separaten Datei veröffentlichte Stückzinsen erleichtern nicht unbedingt das Auffinden der relevanten Besteuerungsdaten.
  • Insbesondere die von HSBC publizierten TDen waren nicht immer nachvollziehbar und erwiesen sich beim Nachrechnen durch Chemstudent auch z.T. als offenbar nicht richtig (z.B. HSBC S&P 500). HSBC hat bei den KIIDs von 2015 gegenüber denjenigen von 2014 etliche Angaben zu TDen vergangener Jahre verbessert, allerdings sind die neuen Werte immer noch nicht durchgängig korrekt. 2015 stimmen die Werte aus den KIIDs allerdings mit den Angaben im Jahresbericht überein. Auch die KIIDs anderer KAGen (insbes. iShares (DE)) enthalten erstaunlicherweise hin und wieder falsche Angaben bzgl. der Fonds- oder Indexperformance. Wenn jemand in zuverlässigen Quellen auf andere als die unten angegebenen Werte z.B. für die jährlichen Tracking-Differenzen stößt wäre es im Interesse aller sehr hilfreich, diese Informationen in diesem Thread oder per PN zu teilen.
  • Bei mehr als 2.000 recherchierten Daten sind aber auch eigene Fehler nicht auszuschließen. Ich würde mich über entsprechende Hinweise freuen, aber natürlich auch über andere Rückmeldungen.

Darstellung:
  • Jedem ETF ist für jedes Jahr seines Bestehens ein farbiges Feld zugewiesen, das den Steuerstatus anzeigt (vgl. Tab. 1). Das Ende des Geschäftsjahres bestimmt die Zuordnung zum jeweiligen Kalenderjahr.
  • Die Felder enthalten darüber hinaus die TD am jeweiligen Jahresende. Bei einer negativen TD wies der ETF eine bessere Wertentwicklung auf als der zugrundeliegende Performance-Index (Net Total Return). Wenn einzelne TDen fett und kursiv markiert sind, wurden die Werte aus den KIIDs händisch nachgerechnet oder in Jahresberichten nachgeschlagen und korrigiert, dies betrifft nahezu alle ETFs von HSBC.
  • Die Spalte “TD“ enthält die durchschnittliche TD der maximal letzten sechs Jahre. Wenn diese zeitlich gemittelte TD gelb markiert ist, bezieht sich die Performanceangabe des ETF auf den Kursindex und ist dann nicht mit den Werten anderer ETFs vergleichbar.
  • Die ETFs sind zuerst nach den jeweiligen Indizes und innerhalb derer nach der Spalte "TD" sortiert.
  • Wenn das Geschäftsjahr eines ETF bis einschließlich August endet, kann der Steuerstatus noch im laufenden Jahr bestimmt werden, die TD aber erst im Folgejahr. Umgekehrt gilt bei einem Geschäftsjahresende ab September, dass die TD am Anfang des Folgejahres bereits bestimmt werden kann, der Steuerstatus aber noch nicht. Fehlende Angaben bei den TDen sind also darauf zurück zu führen, dass die jeweiligen ETFs erst 2015 aufgelegt wurden. Wenn das erste (Rumpf-)Geschäftsjahr darüber hinaus nicht noch 2015 endete, können auch Angaben zum jährlichen Steuerstatus fehlen.
  • Ganz rechts ist die ungefähre aktuelle Anzahl der im Index vertretenen Werte angegeben. Dies soll insbesondere die Einordnung der verschiedenen Mid- und Small-Cap-Indizes erleichtern. Beim MSCI World Small Cap bedeutet (1.635+)4.340 also, dass die nach Marktkapitalisierung 1.635 größten Werte nicht in diesem Index vertreten sind, sondern die 4.340 folgenden.
  • Sorry, wenn die Bilder zu groß und die Tabellen zu klein sind, aber der WPF-Editor wird in diesem Leben wohl nicht mehr mein Freund ...


Tab. 6: Steuerstatus und TD in DE vertriebener ETFs auf globale Standardindizes (World und Emerging Markets).
Die meisten a
usschüttenden ETFs von iShares werden laut Ankündigung der KAG in Zukunft steuereinfach sein, was sich bei den seitdem erfolgten Jahresabschlüssen auch bestätigt hat (z.B. MSCI Latin America). Diese ETFs (z.B. MSCI EM SC) werden daher als "steuereinfach ausschüttend" kategorisiert, auch wenn der letzte Jahresabschluss noch steuerhässlich war. Ähnlich wurde beim db-x MSCI World verfahren.
Stand 1.5.16 sind im Bundesanzeiger für alle ETFs von EasyETF und einige von Amundi trotz Fristablaufs noch keine Steuerinformationen für 2015 hinterlegt. Der RBS MSCI Frontier Markets (LU0667622202) wurde zum 20.7.16 liquidiert, der Amundi MSCI EM Asia (FR0011020965) ist 2016 steuerhässlich. iShares hat 2016 die Indexperformance des Global Titans 50 (DE0006289382) rückwirkend von 2006 bis 2015 korrigiert, die TD reduziert sich damit von 1,63 %/a auf 0,72 %/a. Desweiteren hat iShares zwischenzeitlich folgende ISINs geändert:
MSCI Emerging Markets (thes.): DE000A0YBR46 -> IE00B4L5YC18
MSCI EM SC: DE000A0YBR04 -> IE00B3F81G20
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Tab. 7: Steuerstatus
und TD in DE vertriebener ETFs auf nordamerikanische Standardindizes. Der Amundi Russel 2000 (FR0011636190) war 2015 steuerhässlich. iShares hat zwischenzeitlich folgende ISINs geändert:
MSCI North America: DE000A0J2060 -> IE00B14X4M10
S&P 600 SC: DE000A0RFEB1 -> IE00B2QWCY14
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Tab. 8: Steuerstatus
und TD in DE vertriebener ETFs auf europäische Standardindizes. Der db-x MSCI EMU (LU0846194776) war sowohl 2014 als auch 2015 für Heiden gerade noch steuereinfach, für die Entrichtung von Kirchensteuern hätten die Ausschüttungen aber nicht mehr gereicht. Der Lyxor MSCI Europe (FR0010261198) ist 2016 steuerhässlich. iShares hat zwischenzeitlich folgende ISINs geändert:
EuroStoxx Mid: DE000A0DPMX7 -> IE00B02KXL92
EuroStoxx Small: DE000A0DPMZ2 -> IE00B02KXM00
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Tab. 9: Steuerstatus
und TD in DE vertriebener ETFs auf pazifische und chinesische Standardindizes. iShares hat zwischenzeitlich folgende ISINs geändert:
MSCI Japan IMI: DE000A0YBR53 -> IE00B4L5YX21
MSCI Japan (aussch.): DE000A0DPMW9 -> IE00B02KXH56
FTSE China 50: DE000A0DPMY5 -> IE00B02KXK85. Dieser ETF ist
außerdem entgegen der Ankündigung von iShares 2016 steuerhässlich.
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Zusammenfasssung zur Betrachtung einzelner ETFs:
  • Für nahezu alle Standardindizes sind steuereinfache ETFs verfügbar, meistens auch jeweils ausschüttende und thesaurierende Varianten, siehe Tab. 6 bis 9.
  • Bei den meisten ETFs ist der Steuerstatus im zeitlichen Verlauf konstant.
  • 2014: Häufige und offenbar eher zufällige Wechsel des Steuerstatus treten insbesondere bei Amundi auf (MSCI USA, MSCI Europe, MSCI EMU). Steuerliche Verhässlichungen gab es auch bei Lyxor (S&P 500), und RBS Markets Access (MSCI Frontier Markets). Bei UBS sind seit 2014 alle erfassten thesaurierenden Swapper steuerhässlich. Bei db-x wurden seit 2014 mehrere ETFs mit steuerhässlichen Folgen auf physische Replikation umgestellt, hier aber zumindest nach vorheriger Ankündigung.
  • 2015 waren der Lyxor Emerging Markets, HSBC Emerging Markets sowie von Armundi die ETFs auf den MSCI Europe ex EMU, Russel 2000 sowie MSCI Japan erstmals steuerhässlich. Insgesamt zwölf ETFs von iShares wurden hingegen ab 2015 steuereinfach ausschüttend.



3 ...Gesamtkosten von ETFs nach Steuern
Thesaurierende swappende ETF
können von Steuerstundungen profitieren, physisch replizierende ETF von Anrechnungen ausländischer Quellensteuern.
Aktuell läuft ein Gesetzgebungsverfahren zur Reform der Besteuerung von Investmentfonds. Mögliche Auswirkungen dieser zum 1.1.2018 in Kraft tretenden Neufassung des Gesetzes auf Steuerstundungen und Anrechnungen ausländischer Quellensteuern sind im Augenblick (für mich) noch nicht vollständig zu überblicken.


Zusammenfassung zu den Gesamtkosten von ETFs nach Steuern (3.1 bis 3.3):
  • Die netto-Zusatzerträge durch Steuerstundungen können abgeschätzt und für verschiedene Regionen über mehrere Jahre gemittelt werden.
  • Die netto-Zusatzerträge durch Anrechnung ausländischer Quellensteuern können aus im Bundesanzeiger publizierten Steuerdaten ermittelt und über mehrere Jahre gemittelt werden.
  • Tab. 12 bis 15 enthalten Rankings nach verschiedenen Kostenkriterien (TER, Trackingdifferenz, netto-Trackingdifferenz inkl. Steuereffekte) für die wichtigsten steuereinfachen ETFs.


3.1 Steuerstundungen
  • Bei thesaurierenden swappenden ETFs werden keine "ordentlichen Erträge" generiert, die im Jahr der Gutschreibung sofort versteuert werden müssen. Dadurch verbleibt die bei anderen Fondskonstruktionen zeitnah fällige KESt auf die Dividenden im Kapitalstock und kann durch diese Steuerstundung zur Erzielung weiterer Rendite beitragen. Eine Versteuerung erfolgt erst bei Verkauf der Anteile.
  • Die netto-Zusatzrenditen thesaurierender Swapper nach deutscher KESt ergeben sich dann durch Ertragsvergleiche mit ausschüttenden ETFs gleicher Performance und der Möglichkeit zur kostenlosen Wiederanlage der augeschütteten netto-Dividenden.
  • Voraussetzung für die sinnvolle Nutzung des Steuerstundungseffekts: KESt-Freibetrag ist bereits anderweitig ausgeschöpft.
  • Die Höhe des Steuerstundungseffekts hängt im Wesentlichen von der Haltedauer und der netto-Dividendenrendite (also nach ausländischer Quellensteuer) ab, vgl. Abb. 4.
  • Die Berechnung der Kurven in Abb. 4 ist ziemlich kompliziert, sodass die genaue Vorgehensweise allein schon aus Platzgründen hier nicht erläutert werden kann. Es gab dazu intensiven Austausch mit kleinerfisch, nach wenigen Iterationen kamen wir auf die gleichen Ergebnisse. Die zeitabhängigen Kurven für die netto-Zusatzrenditen sind auch kompatibel mit früheren Berechnungen von Sparfux für einen festen Anlagezeitraum und sollten somit relativ gut abgesichert sein.
  • Auch wenn die Kurven in Abb. 4 theoretisch korrekt sind liegen ihnen weitreichende Annahmen zugrunde, wie über einen langen Zeitraum konstante Gesamtperformance, Dividendenausschüttungen und (deutsche) Steuergesetze. Zur Ermittlung einer konkreten Zusatzrendite sind zudem Annahmen über die ununterbrochene Dauer der Anlage in die thesaurierenden swappenden ETFs erforderlich.
  • Mit Abb. 4 und aus MSCI-Indexdaten ermittelten netto-Dividendenrenditen, vgl. Tab. 10, können dann durchschnittliche netto-Zusatzrenditen durch den Steuerstundungseffekt ermittelt werden. Tab. 10 beinhaltet eine Differenzierung nach Regionen, aber derzeit z.B. nicht nach Firmengrößen.

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Abb. 4: Steuerstundungseffekt: Jährliche netto-Zusatzrenditen (nach deutscher KESt) in %/a
in Abhängigkeit von der Anlagedauer für thesaurierende swappende ETFs, Stand 1.5.15. Angenommene Gesamtperformance aus Kursgewinnen und Dividenden 7 %/a, Steuersatz 26,375 % (also ohne Kirchensteuern), jeweils über die ganze Laufzeit konstant. Gebührenfreie Wiederanlage der Ausschüttungen des Vergleichs-ETFs mit gleicher Performance. Dividendenrenditen nach ausländischer Quellensteuer (QSt), aber vor deutscher KESt: Blau: Konstant 3 %/a , rot 2 %/a.


Tab. 10: Über 10 Jahre gemittelte netto-Dividendenrenditen
(nach ausländischer QSt, aber vor deutscher KESt) für verschiedene Regionen, ermittelt aus MSCI-Indizes von kleinerfisch, Werte vom 24.3.15. Mit Hilfe der Abb. 4 zugrundeliegenden Tabellenwerte wurden für die jeweiligen netto-Dividendenrenditen die netto-Zusatzrenditen (nach deutscher KESt) ermittelt, die sich bei einer Haltedauer von 10 Jahren durch die Steuerstundungen ergeben.
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3.2 Ausländische Quellensteuern
  • Bei physisch replizierenden ETFs können im Ausland gezahlte Quellensteuern zum Teil auf die in DE fällige KESt angerechnet werden.
  • Die netto-Zusatzrenditen nach deutscher KESt ergeben sich dann durch Ertragsvergleiche mit jeweils den selben ETFs ohne Berücksichtigung der Anrechnung ausländischer QSt.
  • Voraussetzung für die sinnvolle Nutzung des QSt-Effekts: KESt-Freibetrag ist bereits anderweitig ausgeschöpt und es bestehen bei der jeweiligen Depotbank keine Verlustvorträge o.ä..
  • Eine allgemeine analytische Berechnung wäre hier nochmals deutlich komplizierter und mit den zur Verfügung stehenden Informationen wahrscheinlich sogar gar nicht möglich, sodass ein Näherungsverfahren verwendet wurde:
    1) Ermittlung der in DE anrechenbaren QSt durch Addition der Felder f)aa) und f)ee) bei den jeweiligen Steuerbekanntmachungen im Bundesanzeiger. Diese anrechenbaren QSt sind Steuergutschriften und somit de facto zusätzliche steuerfrei vereinnahmbare Dividenden.
    2) Die anrechenbaren QSt wurden für jeweils ein Kalenderjahr summiert und ins Verhältnis gesetzt zum Kurs des ETFs zu Jahresanfang (Schlusskurs 31.12. des Vorjahres, Daten von Comdirect, Börse: Fondsgesellschaft in Fondswährung, Performancedaten).
    3) Zusätzlich wurden die so ermittelten Prozentsätze noch mit dem Solidaritätszuschlag (1,055) multipliziert, da dieser auf Kapitalerträge nicht erhoben wird, die mit der ausländischen QSt verrechneten werden.
  • Alle Zahlen blieben in der jeweiligen Fondwährung. Die Ausschüttungen wurden nicht bis zum Jahresende verzinst, auch zusätzliche, für den Anleger über mehrere Jahre positive Zinseszinseffekte blieben unberücksichtigt. Insofern enthält Tab. 11 keine wirklich exakten Werte der netto-Zusatzrenditen durch den QSt-Effekt, sondern tendenziell wohl eine konservative Abschätzung.
  • Die Ermittlung der erforderlichen Zahlen ist relativ aufwendig und auch fehleranfällig, da Plausibilitätsbetrachtungen bzgl. der Höhe der jeweils anrechenbaren Quellensteuern pro Anteil in Fondswährung nicht einfach sind.

Tab. 11: Quellensteuereffekt: Abschätzung der jährlichen netto-Zusatzrenditen (nach deutscher KESt) in %/a für die wichtigsten steuereinfachen ausschüttenden physisch replizierenden ETFs aus Tab. 6 bis 9.
Die Zahlen ergeben sich aus den in den jeweiligen Jahren im Bundesanzeiger ausgewiesenen Anrechnungsbeträgen der ausländischen QSt, bezogen auf den Kurs des ETFs zu Jahresanfang und multipliziert mit dem Solidaritätszuschlag (1,055), alle ausgewerteten Beträge in Fondswährung.
Die netto-Zusatzrenditen durch die QSt-Anrechnung betragen über mehrere Jahre gemittelt bis zu rund 0,4 %/Jahr.
Da in der Region Pacific ex Japan nahezu keine Quellensteuern erhoben werden sind hier auch nur sehr niedrige Beträge anrechenbar. Bemerkenswert sind die hohen QSt-Anrechnungen bei den iShares (DE)- und Deka-Europafonds, da auf britische sowie, bei in DE domizilierten ETFs, auch auf deutsche Dividendenausschüttungen erst gar keine QSt erhoben und dann später natürlich auch nicht angerechnet wird. Insgesamt geben Deka und iShares (DE) die höchsten QSt-Anrechenbarkeiten an die Anleger weiter, HSBC ein mittleres Niveau und UBS am wenigsten. Bis ca. Mitte 2012 hat UBS überhaupt keine anrechenbaren QSt weitergereicht.
iShares hat für ETFs mit
DE-ISINs und irischem Domizil neue IE-ISINs vergeben, Details siehe ggf. Tab. 6 bis 9. Der iShares FTSE China 50 ist 2016 steuerhässlich.
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3.3 Zusammenführung der Erkenntnisse
  • Die Unterschiede der TDen liefern die zu erwartenden (brutto) Rendite- und Kostenunterschiede zwischen verschiedenen ETFs auf den gleichen Index.
  • Die Rendite von thesaurierenden swappenden ETFs profitiert zusätzlich von einem Steuerstundungseffekt, der sich erst über viele Jahren voll ausprägt, somit stark von der voraussichtlichen Haltedauer abhängt, und nach 10 Jahren bis zu rund 0,15 %/a netto erreichen kann.
  • Die Rendite von physisch replizierenden ETFs kann von anrechenbaren ausländischen QSt profitieren, die unmittelbar wirken und je nach Fonds und Region bis zu rund 0,4 %/a netto betragen können.
  • Swappende ETFs die ausschütten (einige von Lyxor) oder ein deutsches Domizil haben (Deka MSCI Emerging Markets) können von keinem der beiden Effekte profitieren.
  • Voraussetzung fuer die sinnvolle Nutzung der Steuerstundungs- und QSt-Effekte ist, dass der KESt-Freibetrag bereits ausgeschöpft ist. Bei den QSt darf zusätzlich bei der jeweiligen Depotbank auch kein Verlustvortrag o.ä. bestehen.
  • Abhängig vom Domizil finden bereits auf Fondsebene Erstattungen ausländischer QSt statt, die die KAGen vereinnahmen und/oder zur Deckung der Verwaltungskosten verwenden und/oder im Rahmen von Wertpapierleihe übertragen und/oder an die Anleger durchreichen können. Vermutlich erklärt die unterschiedliche Nutzung dieser Optionen zumindest zum Teil die Unterschiede zwischen einzelnen KAGen in der Spalte "TD-TER" in Tab. 5. Eine Nutzung von QSt-Erstattungen auf Fondsebene ist bereits in den TDen enthalten.
  • Hingegen sind die positiven Auswirkungen von Steuerstundungs- oder QSt-Effekt auf Anlegerebene nicht in den TDen abgebildet. Für einen direkten Vergleich der (brutto-)TDen mit den für die Steuereffekte ermittelten netto-Zusatzrenditen wurden die (positiven oder negativen) TDen aus Tab. 6 bis 9 durch Mulitplikation mit (1-0,25*1,055)=0,73625 in fiktive "netto-TDen" umgerechnet.
  • Vergleich der Nachsteuer-Renditeabweichungen von ETFs im Vergleich zu den jeweiligen Performance-Indizes (Net Total Return) in %/a:
    "netto-TD" minus der netto-Zusatzrenditen aus Tab. 10 (thesaurierende Swapper) bzw. Tab. 11 (physische Replizierer).
  • Die Ergebnisse sind in Tab. 12 bis 15 für die wichtigsten steuereinfachen ETFs aus Tab. 6 bis 9 dargestellt. Die Tabellen geben, wenn die o.g. Annahmen zutreffen, die Rendite- bzw. Kostenunterschiede der ETFs nach Steuern wieder. Einzige noch nicht berücksichtigte systematische Effekte bleiben die Bewertungen der Zusatzrisiken durch Swap-Kontrakte und Wertpapierleihe. Letztere wirkt sich meist leicht gebührensenkend aus und ist monetär bereits in den TDen enthalten.
  • Für ETFs aus Tab. 6 bis 9 lässt sich die Nutzung des QSt-Effekts in Kombination mit Steuereinfachheit zur Zeit nur mit ausschüttenden ETFs umsetzen. Da physisch replizierende ETFs tendenziell stärker und schneller vom QSt-Effekt profitieren als swappende vom Steuerstundungseffekt gilt bei gleicher TD für die Nachsteuerrendite steuereinfacher ETFs in aller Regel:
    ...physisch replizierende ETFs........ ("steuereinfach ausschüttend")
    > thesaurierende swappende ETFs ("steuerreinfach thesaurierend")
    > ausschüttende swappende ETFs. ("steuereinfach ausschüttend" von Lyxor)
    Swappende ETFs sollten also möglichst bereits eine entsprechend niedrigere TD aufweisen.
  • Wie man in Tab. 12 bis 15 erkennt ist die (brutto) Tracking-Differenz bereits ein gutes Maß, um die Rendite- bzw. Kostenunterschiede verschiedener ETFs nach Steuern zu vergleichen. (Beachte: Diese Erkenntnisse lagen zum Zeitpunkt der im Thread folgenden Diskussion mit Chemstudent über die Einordnung von TDen noch nicht vor.)
  • Bei physischen Replizierern können sich bei Auswertung der brutto-TDen in Tab. 6 bis 9 geringfügige Abweichungen zwischen Rendite- und Kostenbetrachtungen ergeben, hervorgerufen durch eine möglicherweise unterschiedliche Verwendung von auf Fondsebene erstatteten ausländischen QSt. Bei den netto-Betrachtungen in Tab. 12 bis 15 verschwinden diese Abweichungen aber nahezu vollständig. Weitere Abweichungen zwischen Rendite- und Kostenunterschieden können durch Sampling auftreten. Je nach Erfolg der optimierten Titelauswahl können die jährlichen ETF-Renditen hier, trotz ansonsten konstanter Kosten, in beide Richtungen von den Index-Renditen abweichen. Diese Abweichungen sollten im langjährigen Mittel allerdings ebenfalls gering sein.
  • Regionale Unterschiede: Der Steuerstundungseffekt ist ausgeprägter bei hohen Dividendenzahlungen, also z.B. in Europa höher als in den USA. Der QSt-Effekt wirkt nur, wenn auch QSt gezahlt werden, also z.B. kaum bzw. nicht in Pacific ex Japan und Grossbritannien. In diesen Regionen können thesaurierende Swapper aus Kosten- und Renditesicht bei gleicher TD tendenziell im Vorteil sein.
  • Unterschiede nach KAG: iShares und Deka scheinen besonders viel anrechenbare QSt an den Anleger durchzureichen, UBS am wenigsten..
  • Unterschiede nach ETF-Konstruktion: Unter den aktuellen Randbedingungen liefern physisch replizierende ETFs in den allermeisten Fällen die höchsten Nachsteuerrenditen.
  • Steuerliche Effekte sind immer Momentaufnahmen. Es ist wenig wahrscheinlich, dass steuerliche Randbedingungen global über mehrere Jahrzehnte konstant bleiben.
  • Die Abbildung der drei ermittelten Größen (TD, Steuerstundung und QSt) ist nicht exakt, sondern beinhaltet jeweils Annahmen über zukünftige Entwicklungen sowie systematische und statistische Unschärfen. Die Unsicherheiten liegen insgesamt wahrscheinlich in einem Bereich von netto-Renditeunterschieden von rund 0,1 %/a. Die Ergebnisse in Tab. 12 bis 15 sollten daher nicht überinterpretiert werden, liefern aber deutlich belastbarere Kriterien für die Wahl eines ETF nach Kostengesichtspunkten als ein Vergleich der TERs.


3.4 Betrachtung einzelner ETFs
  • Dargestellt sind TERs (rote Spalten) und ("normale" zeitlich gemittelte "brutto-") TDen aus Tab. 6 bis 9 (gelbe Spalten), die aus diesen TDen durch Multiplikation mit 0,73625 ermittelten fiktiven "netto-TDen", mit negativem Vorzeichen versehene netto-Zusatzrenditen durch Steuerstundungs- (Tab. 10) und QSt-Effekte (Tab. 11) sowie die Summen der drei letztgenannten Größen (grüne Spalten), alle Zahlen in %/a.
  • Ganz rechts Rankings, die sich nach den verschiedenen Kosten-Vergleichsgrößen (TER, TD, netto-TD abzgl. Steuereffekte) ergeben würden. Die Betrachtung der TER führt oft nicht zum kostengünstigsten ETF, eine Sortierung nach TDen kommt dem Nachsteuerranking hingegen meist schon sehr nahe.
  • Wenn der KESt-Freibetrag noch nicht ausgeschöpft ist ergibt sich die höchste (steuereinfache) Nachsteuerrendite mit ausschüttenden Fonds und einem Ranking nach der brutto-TD (gelbe Spalten), ansonsten nach der netto-TD abzgl. der Steuereffekte (grüne Spalten). Ggf. ist es sinnvoll, zusätzlich zum Kostenkriterium noch die hier nicht erfassten Kontrahentenrisiken durch Wertpapierleihe und/oder Swap-Kontrakte in eine konkrete ETF-Auswahl mit einzubeziehen.
  • Für swappende ETFs wurde eine Haltedauer von 10 Jahren angenommen, eine deutlich längere Haltedauer würde das Ranking um max. ca. 0,1 %/a netto zugunsten von Swappern verschieben, eine kürzere Haltedauer zugunsten physischer Replizierer, vgl. Abb. 4.
  • Insgesamt gab es zwischen 2015 und 2016 nur geringe Verschiebungen in den Rankings. Die neu hinzugekommenen erstmals steuereinfachen ETFs von iShares liegen kostenmäßig tendenziell im Mittelfeld.
  • Steuereinfache ETFs, bei denen sich die in den KIIDs angegebenen TDen auf die Kursindizes (Price) anstatt auf die Performanceindizes (Net Total Return) beziehen (z.B. Comstage S&P 500, vgl. Tab. 6 bis 9) sind nicht mit den Werten der anderen ETFs vergleichbar und entsprechend in Tab. 12 bis 15 nicht aufgeführt.
  • Wenn die TDen kursiv dargestellt sind (Amundi Russel 2000, db-x MSCI EMU und CSI 300), beruhen diese Werte auf dem Ergebnis nur eines Jahres und sind mit größeren Unsicherheiten behaftet.


Tab. 12: Ranking steuereinfacher ETFs auf globale Standardindizes (World und Emerging Markets).
iShares hat für ETFs mit DE-ISINs und irischem Domizil neue IE-ISINs vergeben, Details siehe ggf. Tab. 6 bis 9.
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Tab. 13: Ranking steuereinfacher ETFs auf nordamerikanische Standardindizes. Der Amundi Russel 2000 (FR0011636190) war 2015 steuerhässlich.
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Tab. 14: Ranking steuereinfacher ETFs auf europäische Standardindizes. Der Lyxor MSCI Europe (FR0010261198) ist 2016 steuerhässlich.
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Tab. 15: Ranking steuereinfacher ETFs auf pazifische und chinesische Standardindizes. Für die mittlere Dividendenrendite chinesischer Aktien wurde der Wert für Emerging Markets aus Tab. 10 verwendet. Der iShares FTSE China 50 ist 2016 steuerhässlich.
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[edit] 23.12.14: Mid- und Small-Cap-ETFs sowie Subregionen-Indizes (Kanada, x ex y, kontinentale Emerging Markets) eingefügt.
[edit] 29.12.14: Entscheidungsbaum zur Ermittlung des Steuerstatus (Abb. 1) entwickelt (vielen Dank an Millionendieb für die Anregung!) und am 22.2.15 redaktionell überarbeitet.
[edit] 7.3.15: Tab. 4 mit mittleren TDen und TERs für verschiedene Indizes erstellt.
[edit] 15.3.15: Abb. 4 zur Quantifizierung des Steuerstundungseffekts bei thesaurierenden Swappern erstellt.
[edit] 1.5.15: Steuerstatus für 2014 komplettiert: Die Swapper Lyxor S&P 500, RBS MSCI Frontier Markets, Amundi MSCI USA, Amundi MSCI Europe, Amundi MSCI EMU, alle Swapper von UBS und die auf physische Replikation umgestellten ehemaligen Swapper von db x-Trackers waren 2014 erstmals steuerhässlich.
[edit] 16.5.15: Methode zur vergleichenden Abschätzung der Nachsteuer-Gesamtkosten von ETFs entwickelt.
[edit] 31.5.15: Tab. 12 bis 15 zum Kostenranking für steuereinfache ETFs erstellt.
[edit] 6.6.15: China-ETFs eingefügt.
[edit] 11.7.15: Tab. 5 zu TDen für KAGen erstellt und am 25.7.15 Fehler in Tab. 5 korrigiert.
[edit] 1.5.16: Steuerstatus für 2015 komplettiert: Die Swapper Amundi MSCI Europe ex EMU, Russel 2000 sowie MSCI Japan, Lyxor MSCI Emerging Markets sowie der physische Replizierer HSBC MSCI Emerging Markets waren 2015 erstmals steuerhässlich. Insgesamt zwölf ETFs von iShares wurden hingegen ab 2015 steuereinfach ausschüttend. Desweiteren gibt es einen leichten, aber breiten Trend zur Kostensenkung. Vor allem bei ETFs auf globale Indizes (World, EM) sind die Trackingdifferenzen von 2014 auf 2015 im Mittel um rund 0,05 %/a gesunken.
[edit] 1.7.16: Der ausschüttende physische Replizierer iShares FTSE China 50 (IE00B02KXK85) ist entgegen der Ankündigung von iShares 2016 steuerhässlich.
[edit] 31.7.16: "Steuertransparenz" genauer definiert (vielen Dank an Ramstein für die Anregung).
[edit] 12.8.16: Der thesaurierende Swapper Amundi MSCI EM Asia (FR0011020965) ist 2016 steuerhässlich.


Vielen Dank an alle, die mich per Post oder PN auf Fehler, Ungenauigkeiten oder Verbesserungsmöglichkeiten hingewiesen haben. Die kritische Reflexion der Ergebnisse durch das Forum ist sehr wichtig und leistet einen entscheidenden Beitrag zur Qualitätssicherung!



Hier folgt jetzt der Diskussionsteil des Threads. Dieser Eingangspost wird unter Berücksichtigung der wesentlichen Diskussionsergebnisse regelmäßig aktualisiert.



Foristi, die "Steuerstatus und Tracking-Differenzen" angesehen haben, haben ebenso folgendes angesehen:
Foristi mit kleinen und mittleren Depots Einsteiger-Portfolio mit drei ETFs, und solche mit einem gewissen mathematischen und informatischen Grundverständnis ETF-Schnäppchenjagd mit integriertem Rebalancing.

Dieser Beitrag wurde von Holzmeier bearbeitet: Heute, 14:24


 Weiterführende Informationen:

#2 Mitglied ist offline   Cef 

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Geschrieben 14. Dezember 2014 - 13:19

Klasse Arbeit!
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Never complain - never explain.

#3 Mitglied ist offline   Licuala 

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Geschrieben 14. Dezember 2014 - 14:01

Sehr schön - vielen Dank für deine Arbeit :thumbsup:

#4 Mitglied ist offline   wpf-leser 

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Geschrieben 14. Dezember 2014 - 14:52

Hallo allerseits!

Auch meinerseits ein Danke an Holzmeier, insbesondere für den TD-Part, der so im Forum mWn. in diesem Umfang noch nicht vorhanden war.

Grüße,
wpf-leser

Dieser Beitrag wurde von wpf-leser bearbeitet: 14. Dezember 2014 - 14:53


#5 Mitglied ist offline   Licuala 

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Geschrieben 14. Dezember 2014 - 15:19

Könnte man den Threadtitel ggf. noch abändern? Evtl. so:

"Steuerstatus und Trackingdifferenzen von Aktien-ETF auf Standardindizes"

So wäre der Inhalt imo besser beschrieben.

P.S.: Planst du so etwas auch noch für Anleihenfonds?

#6 Mitglied ist offline   Holzmeier 

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Geschrieben 14. Dezember 2014 - 16:19

zuerst einmal vielen Dank fuer die (bisher durchweg positiven) Rueckmeldungen per post oder PN!

Beitrag anzeigenLicuala, 14. Dezember 2014 - 15:19:

Könnte man den Threadtitel ggf. noch abändern? Evtl. so:
"Steuerstatus und Trackingdifferenzen von Aktien-ETF auf Standardindizes"

vielen Dank fuer die Anregung. Dieser Titel schiene mir im Nachhinein auch besser geeignet, ich werde es gleich aendern.
Der urspruenglich von mir gewaehlte Titel "steuereinfach - steuerhässlich" geht auf meine Anfangszeit im WPF zurueck, wo ich oft (und leider meist vergeblich) nach diesen Stichworten gesucht hatte. Und jetzt dachte, dass andere vielleicht auch genau danach suchen wuerden ...

Zitat

P.S.: Planst du so etwas auch noch für Anleihenfonds?

ich habe bisher nicht darueber nachgedacht, aber eigentlich eher nicht. Bei Anleihen kenne ich mich nicht so gut aus und wuerde eher dazu tendieren, das Aktien-ETF-Universum in der Tabelle perspektivisch noch ein wenig auszuweiten (Small Caps, SelDivs, Value, Subregionen, etc.). Und dann wuerde ich mich mit den regelmaessig erforderlichen Aktualisierungen wohl auch hinreichend ausgelastet fuehlen.
Wenn sich aber jemand an die Aufgabe bzgl. der Anleihefonds machen moechte waere ich gerne zur Zusammenarbeit bereit. Man koennte z.B. ein aehnliches (oder gleiches) Format verwenden und/oder es in einem Thread zusammen fuegen (und dann den Titel noch mal anpassen ...).

Dieser Beitrag wurde von Holzmeier bearbeitet: 30. Dezember 2014 - 07:48


#7 Mitglied ist offline   testie 

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Geschrieben 14. Dezember 2014 - 17:34

Schöne Übersicht :thumbsup:
Ich finde die TER interessanter als die TD. Danke für die Arbeit.

Dieser Beitrag wurde von testie bearbeitet: 14. Dezember 2014 - 17:37


#8 Mitglied ist offline   Sapine 

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Geschrieben 14. Dezember 2014 - 17:48

Ich kann mich nur anschließen - eine sehr gute Übersicht mit vielen Informationen. Gerade die TD wird oft viel zu wenig beachtet und die TER führt ja bisweilen in die Irre.

Ein wenig unklar finde ich noch die Beschreibung

Zitat

steuereinfach ausschüttend := KESt-Abzüge werden durch eine deutsche KAG oder Depotbank jährlich automatisch vorgenommen. Besonders interessant, wenn der KESt-Freibetrag noch nicht ausgeschöpft ist.
Wenn ich es richtig sehe, hast Du hier auch die Fonds mit eingegliedert, deren Ausschüttungen hoch genug sind, die Steuern für die ausschüttungsgleichen Erträge der Teilthesaurierungen abzuführen (Bsp. wären ausschüttende UBS oder HSBC). Da würde ich mir noch eine entsprechende Ergänzung wünschen, auch um Rückfragen zu vermeiden: "Fonds xyz ist doch (teil)thesaurierend, wieso und überhaupt ist der jetzt steuereinfach oder nicht?"

Bei etlichen ETFs besteht das Problem, dass sich die Bedingungen irgendwann ändern. Da stellt beispielsweise der dbx bei etlichen Fonds auf Replizierung um oder ein anderer (comstage und amundi wenn ich recht erinnere) verändert seine Gebühren und schon hat das Auswirkungen auf die mühsam erarbeiteten Werte oder genauer auf die zukünftig zu erwartenden Werte. Ich weiß zwar nicht, wie man solche Informationen in Deine Tabellen integrieren kann, aber vielleicht reicht ja auch schon die eine oder andere Fußnote, wo man Änderungen mit einem Datum vermerkt.

Ich habe eben z.B. mal den UBS ETFs plc - MSCI USA SF UCITS ETF (USD) A-acc IE00B3SC9K16 nachgeschaut, weil der 2014 zu steuerhässlich mutiert. Das ist ein Fonds auf Swapbasis und dennoch produziert er seit 2014 ausschüttungsgleiche Erträge. Da würde mich beispielsweise mal interessieren, was sich geändert hat. Haben die ein anderes Trägerportfolio oder was ist da los?

Dein "beige" kommt bei mir übrigens rosa an, aber auch das eine super Information!!
Gruss Sapine
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#9 Mitglied ist offline   Holzmeier 

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Geschrieben 14. Dezember 2014 - 17:54

Beitrag anzeigentestie, 14. Dezember 2014 - 17:34:

Ich finde die TER interessanter als die TD.

die TER beinhaltet i.W. die Gebuehren der KAG. Nicht enthalten sind z.B. Kosten fuer Swap-Contrakte, Ertraege aus Wertpapierleihe etc..
Die TD enthaelt letztendlich alle internen Kosten und Einnahmen eines ETF und gibt direkt die Abweichung der brutto-Rendite im Vergleich zum Referenzindex an. Aus meiner Sicht also genau das, was den Anleger (am meisten) interessiert, oder?
Die Abweichungen zwischen TER und TD betragen fuer die in den obigen Tabellen angegebenen ETFs uebrigens zwischen ca. -1 bis +1 %/a. Sie sind in aller Regel groesser als die TER selbst, was deren Aussagekraft meines Erachtens doch ziemlich beschraenkt.

#10 Mitglied ist offline   Holzmeier 

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Geschrieben 14. Dezember 2014 - 18:28

Beitrag anzeigenSapine, 14. Dezember 2014 - 17:48:

Ich kann mich nur anschließen - eine sehr gute Übersicht mit vielen Informationen. Gerade die TD wird oft viel zu wenig beachtet und die TER führt ja bisweilen in die Irre.

vielen Dank!

Zitat

Zitat

steuereinfach ausschüttend := KESt-Abzüge werden durch eine deutsche KAG oder Depotbank jährlich automatisch vorgenommen. Besonders interessant, wenn der KESt-Freibetrag noch nicht ausgeschöpft ist.
Wenn ich es richtig sehe, hast Du hier auch die Fonds mit eingegliedert, deren Ausschüttungen hoch genug sind, die Steuern für die ausschüttungsgleichen Erträge der Teilthesaurierungen abzuführen (Bsp. wären ausschüttende UBS oder HSBC). Da würde ich mir noch eine entsprechende Ergänzung wünschen, auch um Rückfragen zu vermeiden: "Fonds xyz ist doch (teil)thesaurierend, wieso und überhaupt ist der jetzt steuereinfach oder nicht?"

Danke fuer den Hinweis, werde ich noch einfuegen.

Zitat

Bei etlichen ETFs besteht das Problem, dass sich die Bedingungen irgendwann ändern. Da stellt beispielsweise der dbx bei etlichen Fonds auf Replizierung um oder ein anderer (comstage und amundi wenn ich recht erinnere) verändert seine Gebühren und schon hat das Auswirkungen auf die mühsam erarbeiteten Werte oder genauer auf die zukünftig zu erwartenden Werte. Ich weiß zwar nicht, wie man solche Informationen in Deine Tabellen integrieren kann, aber vielleicht reicht ja auch schon die eine oder andere Fußnote, wo man Änderungen mit einem Datum vermerkt.

die in der Tabelle angegebenen Werte und Einordnungen beziehen sich alle auf die Vergangenheit und sind somit, wenn sie einmal richtig sind, auch dauerhaft zutreffend. Was das ueber zukuenftige Entwicklungen aussagt, ist natuerlich eine andere Frage. Man erkennt aber, dass die meisten KAGen ja offenbar schon auf Kontinuitaet setzen. Insofern ist die beste Annahme wohl erstmal die einer Fortschreibung.
Aenderungen bei Steuerstatus und Kosten sind in den Tabellen ja teilweise zu erkennen. Mir war es ehrlich gesagt zu viel Muehe, jeweils noch nach den Gruenden zu recherchieren und diese vor allem belastbar zu verschriftlichen. Viele Infos dazu koennte man wohl im dir ja auch bekannten Thread "ETF-Nachrichten" finden. Wenn mir jemand passende "Fussnoten" schickt, fuege ich die aber gerne ein.


Zitat

Ich habe eben z.B. mal den UBS ETFs plc - MSCI USA SF UCITS ETF (USD) A-acc IE00B3SC9K16 nachgeschaut, weil der 2014 zu steuerhässlich mutiert. Das ist ein Fonds auf Swapbasis und dennoch produziert er seit 2014 ausschüttungsgleiche Erträge. Da würde mich beispielsweise mal interessieren, was sich geändert hat. Haben die ein anderes Trägerportfolio oder was ist da los?

mich hat's auch gewundert. Aber Amundi kriegt ja offenbar auch haeufiger als (zumindest von mir) gedacht das Kunststueck hin, einen Swapper steuerhaesslich zu machen ...

Dieser Beitrag wurde von Holzmeier bearbeitet: 30. Dezember 2014 - 07:50


#11 Mitglied ist offline   sparfux 

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Geschrieben 14. Dezember 2014 - 18:34

Super Aufstellung ... auch wenn ich die TD-Definition etwas gewöhnungsbedürftig finde. Ich hätte negativ als performt schlechter und positiv als performt besser erwartet.

Ist das so die gängige Definition, wie Du das gemacht hast?

#12 Mitglied ist offline   Sapine 

  • Tamara Jagellovsk oder doch lieber Lydia van Dyke?
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Geschrieben 14. Dezember 2014 - 18:42

Beitrag anzeigenHolzmeier, 14. Dezember 2014 - 16:19:

Zitat

P.S.: Planst du so etwas auch noch für Anleihenfonds?

ich habe bisher nicht darueber nachgedacht, aber eigentlich eher nicht. Bei Anleihen kenne ich mich nicht so gut aus und wuerde eher dazu tendieren, das Aktien-ETF-Universum in der Tabelle perspektivisch noch ein wenig auszuweiten (Small Caps, SelDivs, Value, Subregionen, etc.). Und dann wuerde ich mich mit den regelmaessig erforderlichen Aktualisierungen wohl auch hinreichend ausgelastet fuehlen.
Wenn sich aber jemand an die Aufgabe bzgl. der Anleihefonds machen moechte waere ich gerne zur Zusammenarbeit bereit. Man koennte z.B. ein aehnliches (oder gleiches) Format verwenden und/oder es in einem Thread zusammen fuegen (und dann den Titel noch mal anpassen ...).

Neben den SC würde mich auch FM interessieren
Gruss Sapine
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#13 Mitglied ist offline   Holzmeier 

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Geschrieben 14. Dezember 2014 - 19:09

Beitrag anzeigensparfux, 14. Dezember 2014 - 18:34:

Super Aufstellung ...

als sehr zufriedener Nutzer des BIPtiser habe ich versucht, auch mal was allgemein verwendbares beizutragen ...

Zitat

auch wenn ich die TD-Definition etwas gewöhnungsbedürftig finde. Ich hätte negativ als performt schlechter und positiv als performt besser erwartet.
Ist das so die gängige Definition, wie Du das gemacht hast?

das weiss ich ehrlich gesagt nicht, aber
TD := Performance Benchmark - Performance ETF
schien mir plausibler, da es dann mit dem Vorzeichen der TER korreliert. Ansonsten haette ein ETF, der interne Kosten nur in Hoehe der TER aufwiese z.B. eine TER von +0,2 %/a, aber eine TD von -0,2 %/a.
DAWM (vgl. dort unter "Stammdaten") macht es im uebrigen genauso.

Dieser Beitrag wurde von Holzmeier bearbeitet: 14. Dezember 2014 - 20:17


#14 Mitglied ist offline   testie 

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Geschrieben 14. Dezember 2014 - 19:47

Oh, ich dachte die TD ist exkl. der TER. Dann noch ein extra dank für die Aufklärung! :rolleyes:

#15 Mitglied ist offline   domkapitular 

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Geschrieben 15. Dezember 2014 - 17:10

Eine Super-Arbeit - vielen Dank !

Aber :
In 2 Wochen findet das niemand mehr.
Kann man das nicht in der Kategorie "Fonds und Fondsdepot" oben ankleben ?

Dann kommen auch weniger Fragen zu diesem Thema, weil jeder ja erstmal die Stickies liest. :rolleyes:
Kaum macht man's richtig - schon klappt's

#16 Mitglied ist offline   sparfux 

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Geschrieben 15. Dezember 2014 - 17:32

Beitrag anzeigenHolzmeier, 14. Dezember 2014 - 19:09:

TD := Performance Benchmark - Performance ETF
schien mir plausibler, da es dann mit dem Vorzeichen der TER korreliert. Ansonsten haette ein ETF, der interne Kosten nur in Hoehe der TER aufwiese z.B. eine TER von +0,2 %/a, aber eine TD von -0,2 %/a.
DAWM (vgl. dort unter "Stammdaten") macht es im uebrigen genauso.


TER beschreibt aber Kosten. Kosten sind nunmal normalerweise positiv und wirken sich negativ auf die Performance aus.

TD beschreibt aber eine Performancedifferenz zwischen Benchmark und ETF. Deshalb dachte ich bisher immer es gilt TD positiv: ETF performt besser als Benchmak, TD negativ: ETF performt schlechter als Benchmark.

Eine kurze Google Suche nach "tracking difference definition", zeigt es es wohl auch andere gibt, die das so wie ich sehen - z.B. hier ETF Securities:

Zitat

Tracking difference is usually negative, meaning that the ETP underperforms its benchmark. However, sampling replication and revenue from securities lending can both cause physically backed ETFs to have a positive tracking difference, in which case the ETF has outperformed its benchmark.

Dieser Beitrag wurde von sparfux bearbeitet: 15. Dezember 2014 - 17:33


#17 Mitglied ist offline   sparfux 

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Geschrieben 15. Dezember 2014 - 17:39

Oder auch hier von Morningstar:

Zitat

Tracking difference is usually negative, meaning that the ETF underperforms its benchmark. This is a logical outcome. Assuming otherwise perfect tracking, an ETF should underperform its benchmark by an amount equal to its total expense ratio on an annual basis. For reasons we will explore later, an ETF’s tracking difference can also be positive, in which case the ETF has outperformed its benchmark.


#18 Mitglied ist offline   Sapine 

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Geschrieben 15. Dezember 2014 - 17:40

Eigener Sticky hat auch Nachteile, er könnte dann nicht mehr aktuell gepflegt werden. Alternativ wäre eine Verlinkung in einem der Stickies wünschenswert und das sowohl im Fondsbereich als auch beim Thema Steuern. Ebenfalls denkbar wäre ein eigener Faden für die Diskussionen, damit der Faden selbst immer komprimierte Informationen enthält.
Gruss Sapine
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Daten können so lange gefoltert werden, bis sie alles gestehen.

#19 Mitglied ist offline   tyr 

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Geschrieben 15. Dezember 2014 - 18:46

Danke für die Übersicht, insbesondere für die Steuersicht.

2 Verbesserungsvorschläge:
(1) Die Liste in Textform überführen, so dass man z. B. die ISINs bequem weiterverwenden kann ohne mühsam vom Screenshot abzutippen. Wenn sich an den Informationen etwas ändert kann dann auch jemand anderes die Pflege übernehmen. Der derzeitige Stand hat sonst in einigen Monaten oder gar Jahren nur noch wenig Wert.
(2) Die tracking difference von anderer (verlässlicher) Seite als Link einbinden, statt die Daten manuell zu pflegen. Die TD und die Sortierung kann in einigen Monaten oder gar Jahren ganz anders aussehen.

#20 Mitglied ist offline   Holzmeier 

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Geschrieben 15. Dezember 2014 - 19:46

Beitrag anzeigensparfux, 15. Dezember 2014 - 17:32:

TER beschreibt aber Kosten. Kosten sind nunmal normalerweise positiv und wirken sich negativ auf die Performance aus.

TD beschreibt aber eine Performancedifferenz zwischen Benchmark und ETF. Deshalb dachte ich bisher immer es gilt TD positiv: ETF performt besser als Benchmak, TD negativ: ETF performt schlechter als Benchmark.

Eine kurze Google Suche nach "tracking difference definition", zeigt es es wohl auch andere gibt, die das so wie ich sehen - z.B. hier ETF Securities:

es gibt offenbar verschiedene Definitionen fuer das Vorzeichen der Tracking Differenz, vgl. z.B. DAWM:

"Die Erwartete Tracking-Differenz ist die auf Grundlage der Wertentwicklung in der Vergangenheit geschätzte Differenz zwischen der Rendite des abgebildeten Index und der Rendite des Fonds."
und etwas weiter unten
"Erwartete Tracking-Differenz = TER - Erträge aus Wertpapierleihe"
(aus der pdf laesst sich nix kopieren, deshalb abgeschrieben inkl. Rechtschreibfehler ...).

Die von dir praeferierte Definition wird aber offenbar haeufiger verwendet. Um nicht alle Zahlen noch mal anfassen zu muessen wuerde ich es in den Tabellen jetzt aber erstmal so lassen wollen. Da die zugrunde liegende Definition ja in der Ueberschrift von Tab. 2 angegeben ist sollten Verwechslungen auch ausgeschlosssen sein. Ich hoffe, das ist OK fuer dich (und all die anderen ...).

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