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Carlos

China: quo vadis?

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Sovereign
Posted
vor 3 Stunden von dynamind:

Ich hab mir China letztens mal in Echt betrachtet

 

Die Infrastruktur ist einem extrem vorbildlichen Zustand. Alles pünktlich und funktioniert. Schnelles Internet all überall.

 

Es gab Reiseberichte von Engländern die kurz nach der Machtübernahme von Mussolini durch Italien gereist sind: Positiv wurde angemerkt das die Züge wieder pünktlich fuhren.

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dynamind
Posted · Edited by dynamind
vor 45 Minuten von Sovereign:

Es gab Reiseberichte von Engländern die kurz nach der Machtübernahme von Mussolini durch Italien gereist sind: Positiv wurde angemerkt das die Züge wieder pünktlich fuhren.

In der Schweiz sollen sie auch pünktlich fahren, das macht die Schweiz nicht faschistisch.

Um auch mal seltsame Bezüge herzustellen...

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Schwachzocker
Posted
vor 4 Stunden von dynamind:

Ich hab mir China letztens mal in Echt betrachtet und war ehrlich gesagt einigermassen positiv überrascht. Es wirkt tatsächlich alles recht harmonisch da. Die Menschen reden auch recht offen über alles und sind auch nicht konfliktscheu - man beobachtet durchaus hitzige öffentliche Diskussionen und auch vereinzelte Demonstranten mit Schildern waren zu sehen. Einen unterdrückten Eindruck machen sie nicht. ...

Einen unterdrückten Eindruck machen Menschen auch erst dann, wenn sie in "Fortbildungslagern" interniert werden. Ich nehme an, dort warst Du nicht?

Dir ist doch hoffentlich klar, dass es darauf ankommt, welche Meinung man äußert und gegen was man demonstriert, oder?

 

vor 4 Stunden von dynamind:

...Und sie sind extrem stolz auf ihr Land - ich war zum 70. Jahrestag der Staatsgründung da und es wurden sehr aufrichtig (und nicht mit Knarre am Kopf) überall Fähnchen geschwenkt, auch jenseits der Feierlichkeiten.

Hatte die jubelnde Menge bei den Nazis eine Knarre am Kopf?

 

vor 4 Stunden von dynamind:

...

Die Agenda 2010 hat auch gezeigt, dass die Interessengruppen hierzulande ihre Politik ohne Rücksicht auf die gesellschaftliche "Harmonie" durchdrücken....

Harmonie gibt es bei freier Meinungsäußerung nun einmal nicht. Wenn es Harmonie gibt, dann ist das geradezu ein Alarmsignal.

 

vor 4 Stunden von dynamind:

...

Und im Gegensatz zum Ostblock-Kommunismus kann man - wenn man es sich leisten kann - dort auch jederzeit das Land verlassen. Keine chinesische Mauer hindert einen daran "rüberzumachen".

Es ist sogar noch besser. Du kannst das Land auch dann verlassen, wenn Du es nicht möchtest.

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ETFKäufer
Posted
vor 12 Minuten von Schwachzocker:

Hatte die jubelnde Menge bei den Nazis eine Knarre am Kopf?

Vorsicht, NS-Vergleiche führen regelmäßig dazu, dass Threads gesprengt werden...

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Leeloo Dallas
Posted
vor einer Stunde von ETFKäufer:

Vorsicht, NS-Vergleiche führen regelmäßig dazu, dass Threads gesprengt werden...

Oh oh, jetzt aber Vorsicht, nicht das noch jemand einen Zuckerschock bekommt....

 

... oder erwähnst du das, weil du die alten Zeiten zurück willst?

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Marfir
Posted
vor 7 Stunden von dynamind:

Mir fällt aber seit meinem Besuch dort auf, wie grundsätzlich negativ hierzulande über China berichtet wird. Das grenzt schon fast an gesteuerte Propaganda.

 

Danke für deinen Reisebericht. Dann hat wohl die Berichtserstattung auf China umgeschwenkt. Sonst war immer Russland der Bösewicht in den Nachrichten.

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Leeloo Dallas
Posted

 

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dynamind
Posted · Edited by dynamind
vor 3 Stunden von Marfir:

Danke für deinen Reisebericht. Dann hat wohl die Berichtserstattung auf China umgeschwenkt. Sonst war immer Russland der Bösewicht in den Nachrichten.

Ich finde man merkt es auch an den Reaktionen hier, wer gerade der Bösewicht sein muss :D

 

Ich kann dazu nur sagen, was ich schon aufgeführt habe. Ich habe aus privaten Gründen auch mit Chinesen zu tun, habe also nicht nur "Touri insights" und empfehle tatsächlich mal hinzufahren. Das Land ist (mancherorts) schön, die Menschen extrem freundlich und offen und das Essen ist sogar auch lecker. Meine Vorurteile wurden alle weggefegt. Aber manchmal ist es ja auch nett und hilfreich welche zu pflegen. :thumbsup:


 

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Schwachzocker
Posted · Edited by Schwachzocker

Dein Reisebericht ist ja auch schön.

Ich war in Marokko und Ägypten. Von dort kann ich ähnliches berichten. Das essen ist lecker, und die Menschen sind nett.

An größeren Straßenkreuzungen stehen sogar schwer bewaffnete Soldaten. Und man kann sich richtig sicher fühlen, solange man nicht selbst zu denen gehört, die weggesperrt werden.

In Marokko gibt es sogar einen König, der den Menschen Freiheiten gewährt (Wow). Dazu zählt allerdings nicht die Freiheit, den König zu kritisieren. Das hat man mir nach meinem ersten Scherz ganz schnell klar gemacht.

 

Es wird auch niemand ernsthaft behaupten wollen, dass Chinesen oder Russen ein Gen in sich tragen, dass sie zu Bösewichten macht.

 

Es steht Dir also frei nach China auszuwandern. Oder was möchtest Du uns mit Deinem Reisebericht sagen?

Was hast Du hier noch verloren?

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dynamind
Posted · Edited by dynamind
vor 1 Stunde von Schwachzocker:

Es steht Dir also frei nach China auszuwandern. Oder was möchtest Du uns mit Deinem Reisebericht sagen?

Was hast Du hier noch verloren?

Das gute alte "mach doch rüber" ? Kommt nicht unerwartet.

Wenn ich besser chinesisch könnte und noch etwas unabhängiger wäre würde ich das vielleicht sogar machen.

 

Eigentlich möchte ich aber drauf hinweisen, dass das Leben nicht eindimensional ist. Dass unser "Westen" nicht immer nur der/das Gute war und ist und eigentlich habe ich Bezug genommen auf die Diskussion weiter oben, in der es ganz grob um universale Menschenrechte und Sonderwege Chinas ging. 

 

Der Fall China ist auch nicht so einfach. Das ist ein Land, dass fast hundert Jahre gebraucht hat um sich vom letzten Bürgerkrieg zu erholen, dem eine Kolonialgeschichte voranging bei der auch deutsche Truppen plündernd und massakrierend über das damals etwas rückständigere China herfielen (Der Opiumkrieg den die Engländer angezettelt haben ist dort auch noch nicht vergessen). Der Kolonialisierung folgte Bürgerkrieg und der ermöglichte es den Japanern erneut zu massakrieren.
Dann natürlich die kruden Varianten von Kommunismus durch Mao und jetzt dieser seltsame Hybrid aus scheinbarem laissez-faire Kapitalismus und staatlicher Lenkung und - historisch interessant - dass die Kommunistische Partei, wie alle Eroberer der letzten 2000 Jahre - quasi die alte zentralistisch Konfuzianische Kultur weiterführt - nur mit roten Fahnen und einem Präsdidenten auf Lebenszeit, statt eines Kaisers.

 

Die Bereitschaft sich von uns moralische Werte vorschreiben zu lassen ist aber durch die Kolonialgeschichte etc. nicht besonders gross und die vermutlich realistische Einschätzung der chinesischen Regierung ist auch, dass nur eine staatliche Einheit Bürgerkriege in diesem sehr heterogenen Staatsgebilde verhindert. Unsere misslungen "Demokratieexporte" in Libyien und Syren waren vermutlich auch keine gute Werbung.

 

Was ich auch noch sagen wollte war ganz einfach, dass das dort kein grosses Gefängnis ist. Ich fand die Chinesen sogar eher recht aufmüpfig und auch alles andere als "uniform" oder homogen angepasst. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum die Regierung so panische Angst vor Abspaltung und Aufständen hat - weil es realistisch ist.

 

Und ich finde die allgemeine Berichterstattung zu China hat einen recht negativen Bias bekommen, so dass ich mal eine nette Geschichte dagegen setzen wollte. :D (das Essen war wirklich superlecker)

 

NACHTRAG:@Schwachzocker: Und Vergleich doch bitte nicht ständig Äpfel mit Birnen. China ist keine islamische monarchistische Kleptokratie oder gar ein faschistischer Staat, der sich kriegerisch expansiv ausbreiten möchte und Ausrottungsfeldzüge gegen seine Nachbarn plant oder bereits durchführt.

 

 

 

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Schwachzocker
Posted
vor 2 Stunden von dynamind:

...

NACHTRAG:@Schwachzocker: Und Vergleich doch bitte nicht ständig Äpfel mit Birnen. China ist keine islamische monarchistische Kleptokratie oder gar ein faschistischer Staat, der sich kriegerisch expansiv ausbreiten möchte und Ausrottungsfeldzüge gegen seine Nachbarn plant oder bereits durchführt.

Da gebe ich Dir zum Teil recht. Die Eroberungsfeldzug ist zumindest in Tibet abgeschlossen. Die Ausrottung findet dagegen noch statt.

In den Fällen Honkong und Taiwan steht selbiges wohl noch bevor.

 

Ich weiß auch nicht, was da groß über Moral gefaselt werden muss. In China sind Verbrecher an der Macht, die Dich verschwinden lassen, wenn es ihnen beliebt.

Das siehst Du den netten Chinesen auch wirklich nicht an der Nasenspitze an, und es steht ihnen auch nicht auf der Stirn.

 

Ein schnelles Internet ist auch eine tolle Sache. Welche Seiten kann man denn dort aufrufen?

 

Und klar werden die eine relativ gute innere Sicherheit haben. Die könnten wir hier auch haben, wenn die Polizei aufgrund von Vermutungen jeden festnehmen kann und es auch keine große Rolle spielt, ob man den einen oder anderen Unschuldigen trifft. Wir könnten hier auch umfassende Überwachung des E.-Mail- und Postverkehrs einführen und nach Belieben Telefone und Wohnung abhören.

Dann würde nicht mehr soviel passieren.

 

Es ist auch sonst nicht so wichtig, ob es einige Menschen mehr oder weniger gibt. Schließlich haben wir ja 82 Millionen.

 

Es kommt halt darauf an, was man will. 

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dynamind
Posted

Sei's drum....du hast Recht.

 

 

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte

Angesichts der Auswirkungen des Handelskonfliktes mit den USA hinterfragt die FAZ in diesem Artikel das offizielle Wachstum von China in Höhe von 6,1%.

Zitat

Während das BIP etwa in Deutschland tatsächlich das messe, was „hinten rauskommt“, also die produzierten Waren und Dienstleistungen, sei das BIP in China ein Wert, der nicht den „Output“, sondern den „Input“ messe. Indem die chinesische Führung in noch mehr neue Straßen, Eisenbahnstrecken, Brücken, Flughäfen und Bahnhöfe investiere und diese Investitionen mit Schulden bezahle, die bei ihren Staatsbanken auflaufen, könne die Regierung jeden Wachstumswert erreichen, den sie wolle, sagt Pettis. ... Diesem Zielwert ordnen die vielen staatlichen Spieler – zum Beispiel die Lokalregierungen – alles unter und investieren, wie Pettis sagt, meist „finanziert durch Schulden“.

 

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basti_
Posted
vor 1 Minute von Schildkröte:

Angesichts der Auswirkungen des Handelskonfliktes mit den USA hinterfragt die FAZ in diesem Artikel das offizielle Wachstum von China in Höhe von 6,1%.

 

Aber was genau ist daran neu? Diese Vorwürfe/Fragen gibt es doch jetzt schon Jahre lang?

Selbst hier im Forum (vermutlich in diesem Faden) wird man diese Aussagen/Vermutungen auch finden.

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SuggarRay
Posted · Edited by SuggarRay

China ist eine Blase und viele Manager werden sich die Augen reiben, wenn der Kommunismus irgendwann vollständig abgelöst wird und die Unternehmen in China korrekt bewertet werden (Nicht nach dem Pekinger Statistikamt). Aber wie gesagt nichts neues. 

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