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nicco3

Inflation: Daten, Entwicklung, Prognosen etc.

Empfohlene Beiträge

Exeam

 

 

Die Frage ist was man als "Inflation" bezeichnet.

 

Im Grunde bezeichnen die meisten etwas als Inflation, was eigentlich den Begriff Preisniveaustabilität/Teuerungsrate verdient hätte. Und selbst das ist ungenau.

Die 2-3% beziehen sich auf einen Warenkorb der berechnet wird. Die Methoden sind umstritten und es wird von einigen Leuten behauptet da wird g

 

efälscht...

Nunja, meine persönliche Meinung ist, dass man es nicht allen recht machen kann. Da werden Sachen wie der steigende technologische Fortschritt eingepreist usw. Da kann man lange drüber streiten und ganze Doktorarbeiten füllen.

Ich denke nicht, dass die Teuerungsrate bewusst manipuliert wird. Die Berechnung einer Teuerungsrate die alle (auch die Goldbugs) zufriedenstellt ist mMn unmöglich.

 

Die andere Sache ist das Geldmengenwachstum. Und hier kommen wir dem Begriff Inflation näher, denn Konsumgüter bzw. Investitionsgüter (das wird ja im BIP gemessen) sind nicht das Einzige was man sich mit Geld kaufen kann. Man kann unter anderen Aktien, Renten, Rohstoffe, Immobilien usw. kaufen. Und nun die Frage: Wenn man eine Inflation nach deiner Formel von 9% misst und die Teuerungsrate (wie auch immer berechnet) bei 2-3% liegt. Wo ist das Problem? Welche Aussagekraft hat die Inflationsrate von 9% überhaupt?

 

 

Die Bezeichnung des Begriffes ist sicherlich kritisch allerdings stützen sich diverse Einrichtugen und die Politik auf diese Zahl.

 

Um Panik bei den Privatanlegern und den Konsumenten zu vermeiden, wird die Zahl von 2-3% als normal un gut dargestellt und verschafft dem "normalen Menschen" schließlich ein Gutes Gefühl.

 

Die Menschen denekn die Wirtschaft zieht an und fangen an stärker zu konsumieren, daher wäre es im Sinne der Politik, dieses Zahl zu verschönen.

 

Somit hätte die als realistisch angegeben Zahl von 9%, bei dem momentanen Wissen der Konsumenten, einen entscheidenden Einfluss.

 

Gruß

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odenter
· bearbeitet von odenter
Welche Aussagekraft hat die Inflationsrate von 9% überhaupt?

Zuerst mal das ich mir 9% weniger leisten kann als im verglichenem Zeitraum.

 

EDIT:

Unter der Vorraussetzung das die Warenmenge gleich geblieben ist oder gesunken ist!

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edan

Ich stimme zu, das Inflation bereits gegeben ist, wenn die Geldmenge ansteigt.

Die nachfolgenden Preissteigerungen sind allenfalls Symptome des Geldmengenwachstums.

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DrFaustus
Welche Aussagekraft hat die Inflationsrate von 9% überhaupt?

Zuerst mal das ich mir 9% weniger leisten kann als im verglichenem Zeitraum.

 

EDIT:

Unter der Vorraussetzung das die Warenmenge gleich geblieben ist oder gesunken ist!

 

Wenn du "weniger leisten" als "Weniger Konsumgüter leisten" meinst stimmt das nicht. Dann sind es eben genau diese 2-3% die du dir weniger Konsumgüter leisten kannst.

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odenter
Welche Aussagekraft hat die Inflationsrate von 9% überhaupt?

Zuerst mal das ich mir 9% weniger leisten kann als im verglichenem Zeitraum.

 

EDIT:

Unter der Vorraussetzung das die Warenmenge gleich geblieben ist oder gesunken ist!

 

Wenn du "weniger leisten" als "Weniger Konsumgüter leisten" meinst stimmt das nicht. Dann sind es eben genau diese 2-3% die du dir weniger Konsumgüter leisten kannst.

Ok, wenn die Preissteigerung 2-3% beträgt, dann kann ich mir 2-3% weniger leisten stimmt, vorausgesetzt ich bekomme nicht 2-3% mehr.

Hab Inflation jetzt mit Preissteigerung gleichgesetzt. :)

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michaelschmidt

Inflation:

Wo die Verbraucherpreise explodieren

Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich im September deutlich verstärkt. Vor allem für Energie und Nahrungsmittel muss tiefer in die Tasche gegriffen werden auch wenn die Inflation insgesamt niedrig bleibt. Wo genau die Preise explodieren und wo sie purzeln. Ein Überblick.

 

Energie verteuerte sich im Vergleich zum September 2009 um 4,6 Prozent. Vor allem bei den Mineralölprodukten wurde mit 11,6 Prozent ein erheblicher Preisanstieg gemessen. So kostetet Heizöl 23,6 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor, die Preise für Kraftstoffe stiegen um 8,7 Prozent.

 

Strompreise verteuerten sich im gleichen Zeitraum um 3,2 Prozent. Gas sowie Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme kosteten dagegen weniger als ein Jahr zuvor.

 

Nahrungsmittel waren im September 2010 drei Prozent teurer als im Vorjahresmonat. Die Preise für Obst und Gemüse stiegen gar um 13,5 Prozent.

 

Auch Speisefette und -öle waren im vergangenen Monat insgesamt 16,6 Prozent teurer als im September 2009. Die außergewöhnliche Preisentwicklung wird insbesondere durch den Preis für Butter beeinflusst, der um 42,4 Prozent stieg.

 

Molkereiprodukte und Eier verteuerten sich in den vergangenen zwölf Monaten um 2,6 Prozent.

 

Etwas günstiger als noch vor einem Jahr waren Süßwaren (- 1,3 Prozent) sowie Brot- und Getreideerzeugnisse (- 0,5 Prozent).

 

Die Großhandelspreise lagen im September 2010 durchschnittlich 7,6 Prozent über dem Niveau von vor einem Jahr. Damit sind sie so stark gestiegen wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Die Großhandelspreise gelten als Frühindikator für die Entwicklung der Lebenshaltungskosten, da sie die Richtung für die Preise im Einzelhandel vorgeben. Die meisten Experten sagen für dieses und nächstes Jahr aber weitgehend stabile Preise voraus.

 

Getreide, Saatgut und Futtermittel waren gut 60 Prozent teurer als im September 2009 und damit stärkste Preistreiber. Hauptursache dafür sind erheblich gestiegene Weltmarktpreise für Getreide. Diese Waren verteuerten sich im Vergleich zum August um knapp 15 Prozent. Russland hatte als weltweit drittgrößter Getreideexporteur seine Ausfuhren nach einer schweren Dürre bis Jahresende ausgesetzt.

 

In Deutschland verteuerten sich auch Obst, Gemüse und Kartoffeln binnen eines Jahres um rund 13 Prozent.

 

Im Großhandel mit Erzen und Metallen erhöhten sich die Preise um gut 20 Prozent.

 

Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse waren im September 2010 rund elf Prozent teurer als ein Jahr zuvor.

 

Gruß

Michael

 

 

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Roter Franz

Inflation:

Wo die Verbraucherpreise explodieren

Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich im September deutlich verstärkt. Vor allem für Energie und Nahrungsmittel muss tiefer in die Tasche gegriffen werden auch wenn die Inflation insgesamt niedrig bleibt. Wo genau die Preise explodieren und wo sie purzeln. Ein Überblick.

 

Energie verteuerte sich im Vergleich zum September 2009 um 4,6 Prozent. Vor allem bei den Mineralölprodukten wurde mit 11,6 Prozent ein erheblicher Preisanstieg gemessen. So kostetet Heizöl 23,6 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor, die Preise für Kraftstoffe stiegen um 8,7 Prozent.

 

Strompreise verteuerten sich im gleichen Zeitraum um 3,2 Prozent. Gas sowie Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme kosteten dagegen weniger als ein Jahr zuvor.

 

Nahrungsmittel waren im September 2010 drei Prozent teurer als im Vorjahresmonat. Die Preise für Obst und Gemüse stiegen gar um 13,5 Prozent.

 

Auch Speisefette und -öle waren im vergangenen Monat insgesamt 16,6 Prozent teurer als im September 2009. Die außergewöhnliche Preisentwicklung wird insbesondere durch den Preis für Butter beeinflusst, der um 42,4 Prozent stieg.

 

Molkereiprodukte und Eier verteuerten sich in den vergangenen zwölf Monaten um 2,6 Prozent.

 

Etwas günstiger als noch vor einem Jahr waren Süßwaren (- 1,3 Prozent) sowie Brot- und Getreideerzeugnisse (- 0,5 Prozent).

 

Die Großhandelspreise lagen im September 2010 durchschnittlich 7,6 Prozent über dem Niveau von vor einem Jahr. Damit sind sie so stark gestiegen wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Die Großhandelspreise gelten als Frühindikator für die Entwicklung der Lebenshaltungskosten, da sie die Richtung für die Preise im Einzelhandel vorgeben. Die meisten Experten sagen für dieses und nächstes Jahr aber weitgehend stabile Preise voraus.

 

Getreide, Saatgut und Futtermittel waren gut 60 Prozent teurer als im September 2009 und damit stärkste Preistreiber. Hauptursache dafür sind erheblich gestiegene Weltmarktpreise für Getreide. Diese Waren verteuerten sich im Vergleich zum August um knapp 15 Prozent. Russland hatte als weltweit drittgrößter Getreideexporteur seine Ausfuhren nach einer schweren Dürre bis Jahresende ausgesetzt.

 

In Deutschland verteuerten sich auch Obst, Gemüse und Kartoffeln binnen eines Jahres um rund 13 Prozent.

 

Im Großhandel mit Erzen und Metallen erhöhten sich die Preise um gut 20 Prozent.

 

Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse waren im September 2010 rund elf Prozent teurer als ein Jahr zuvor.

 

Gruß

Michael

 

 

 

Und am Jahresende werden uns unsere Statistiker wieder erzählen, das 2010 ein Jahr mit niedriger Inflation war.

 

Öl, Gas, Lebensmittel sind zwar teurer geworden, aber im Warenkorb sind ja noch DVD Player, LCD Fernseher , usw.

Die haben kostendämpfend gewirkt.

Wir werden wieder mal veräppelt.

 

Mein Energieversorger erhöht zum 1.1.2010 die Gaspreise um fast 16 %.

Kein Grund zu Panik, bei Media Markt gibt es ja günstige Elektronik.:dumb:

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michaelschmidt
· bearbeitet von michaelschmidt

Mein Energieversorger erhöht zum 1.1.2010 die Gaspreise um fast 16 %.

Kein Grund zu Panik, bei Media Markt gibt es ja günstige Elektronik.:dumb:

Du solltest eben die Heizquelle wechseln.

Schonmal versucht mit nem Flachbild LCD und Lagerfeuer von der DVD zu heizen ?

Gibt billige, wohlige Wärme.

 

 

 

Vor kurzem laß ich, letztes Jahr haben die Discounter 300 mal mit rießen TamTam die Preise gesenkt.

Dafür aber 600 mal erhöht, aber ohne TamTam natürlich.

Marketing hält Menschen einfach für blöd oder eher für saublöd.

 

Michael

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nord_sued

Zum Thema Inflation und Deflation äußert sich der Hummler im neusten Wegelin Anlagenkommentar.

 

Die Rolle der Notenbanken und deren endloses warnen/agieren gegen Deflation wird sehr kritisch besprochen.

 

Wir bezweifeln die Deflationsspirale grundsätzlich....

 

 

Hummler empfiehlt Aktien "breit diversifiziert", ist naheliegend in der aktuellen Situation - ergo nicht überraschend. Trotz allem bleibt der Anlagekommentar eine der wenigen Bankquellen, die es zu rezipieren lohnt. Gibt es übrigens auch als Audiopodcast.

 

Wegelin Seite

 

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John Silver
· bearbeitet von John Silver

...

Und am Jahresende werden uns unsere Statistiker wieder erzählen, das 2010 ein Jahr mit niedriger Inflation war.

 

Öl, Gas, Lebensmittel sind zwar teurer geworden, aber im Warenkorb sind ja noch DVD Player, LCD Fernseher , usw.

Die haben kostendämpfend gewirkt.

Wir werden wieder mal veräppelt.

 

Mein Energieversorger erhöht zum 1.1.2010 die Gaspreise um fast 16 %.

Kein Grund zu Panik, bei Media Markt gibt es ja günstige Elektronik.:dumb:

Aus einer ganzen Reihe von Beiträge bin ich ja gewohnt, dass Du meine ignorierst, siehe u.a. hier:

https://www.wertpapier-forum.de/topic/29392-marktausblick/page__st__1608

 

Aber da hier ja noch andere mitlesen mach ich mir mal trotzdem die Mühe.

Informier Dich doch einfach mal , wie sich die amtlich ermittelte Inflation berechnet. Natürlich gibt es da immer Abweichungen zum persönlichen Leben nach dem Motto "die haben einen Liter Milch pro Tag in ihrem Warenkorb und ich bin Milchallergiker" usw. .

Aber auf irgendwas muss man sich ja mal einigen. Und auch wenn das viele nicht begreifen oder begreifen wollen, hat man sich in Deutschland mal irgendwann darauf geeinigt, die Inflation nicht am persönlichen Warenkorb jedes Einzelnen ala "Ich brauch nur Bier und Zigaretten", sondern am Warenkorb des Statistischen Bundesamtes zu messen.

Im übrigen ist diese im Gegensatz zur Bundesbank sogar noch tatsächlich unabhängig (das ist jetzt gewollt unsachlich).

 

JS

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chartprofi

...

Und am Jahresende werden uns unsere Statistiker wieder erzählen, das 2010 ein Jahr mit niedriger Inflation war.

 

Öl, Gas, Lebensmittel sind zwar teurer geworden, aber im Warenkorb sind ja noch DVD Player, LCD Fernseher , usw.

Die haben kostendämpfend gewirkt.

Wir werden wieder mal veräppelt.

 

Mein Energieversorger erhöht zum 1.1.2010 die Gaspreise um fast 16 %.

Kein Grund zu Panik, bei Media Markt gibt es ja günstige Elektronik.:dumb:

Aus einer ganzen Reihe von Beiträge bin ich ja gewohnt, dass Du meine ignorierst, siehe u.a. hier:

http://www.wertpapie.../page__st__1608

 

Aber da hier ja noch andere mitlesen mach ich mir mal trotzdem die Mühe.

Informier Dich doch einfach mal , wie sich die amtlich ermittelte Inflation berechnet. Natürlich gibt es da immer Abweichungen zum persönlichen Leben nach dem Motto "die haben einen Liter Milch pro Tag in ihrem Warenkorb und ich bin Milchallergiker" usw. .

Aber auf irgendwas muss man sich ja mal einigen. Und auch wenn das viele nicht begreifen oder begreifen wollen, hat man sich in Deutschland mal irgendwann darauf geeinigt, die Inflation nicht am persönlichen Warenkorb jedes Einzelnen ala "Ich brauch nur Bier und Zigaretten", sondern am Warenkorb des Statistischen Bundesamtes zu messen.

Im übrigen ist diese im Gegensatz zur Bundesbank sogar noch tatsächlich unabhängig (das ist jetzt gewollt unsachlich).

 

JS

 

so wie ich das sehe geht es um die "harmonisierung" ... deshalb heißt das harmonisierter verbraucherpreisindex ... für mich bedeutet harmonisiert das selbe wie gefälscht

 

das bedeutet, dass etwas nicht teurer wird wenn es besser wird ... wenn ich also früher eine stino-reitpeitsche für 1 bekommen habe und heute ausschließlich hitec-reitpeitschen für 10 im angebot sind, dann ist das keine inflation, denn die peitsche ist ja 10mal besser ... die stinknormale peitsche wird mir aber vorenthalten, denn die wird nicht mehr hergestellt ... schwachsinn

genau das passiert zum beispiel bei computern ... denn amiga2000 werden ja nicht mehr hergestellt

 

ob unsere lebensmittel besser werden möchte ich bezweifen ... die werden immer schlechter ... turbomastfleisch, emmentaler käse aus bayern ... schwarzwälder schinken aus italien ... schokopupping ohne schoko und pudding usw ... wenn die "verschlechterung der waren genauso wie die verbesserung anderer waren in den hvpi einfließen würde, dann hätten wir schon hyperinflöation, weil lebensmittelqualität zum kotzen ist

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Nudelesser

 

so wie ich das sehe geht es um die "harmonisierung" ... deshalb heißt das harmonisierter verbraucherpreisindex ... für mich bedeutet harmonisiert das selbe wie gefälscht

 

das bedeutet, dass etwas nicht teurer wird wenn es besser wird ... wenn ich also früher eine stino-reitpeitsche für 1 bekommen habe und heute ausschließlich hitec-reitpeitschen für 10 im angebot sind, dann ist das keine inflation, denn die peitsche ist ja 10mal besser ... die stinknormale peitsche wird mir aber vorenthalten, denn die wird nicht mehr hergestellt ... schwachsinn

genau das passiert zum beispiel bei computern ... denn amiga2000 werden ja nicht mehr hergestellt

 

ob unsere lebensmittel besser werden möchte ich bezweifen ... die werden immer schlechter ... turbomastfleisch, emmentaler käse aus bayern ... schwarzwälder schinken aus italien ... schokopupping ohne schoko und pudding usw ... wenn die "verschlechterung der waren genauso wie die verbesserung anderer waren in den hvpi einfließen würde, dann hätten wir schon hyperinflöation, weil lebensmittelqualität zum kotzen ist

 

Ärgere mich zwar auch über so manche Lebensmittel oder Elektronikschrott, der durch scharfes Angucken zerbröselt, aber was kann das statistische Bundesamt dafür? Habe den Eindruck, dies ist eine der wenigen Behörden, die sich bemühen neutral und wissenschaftlich sauber zu arbeiten. Außerdem stehen jedem Interessierten unter www.destatis.de alle Daten für eigene Analysen zur Verfügung.

 

Wie bitte soll man den Geschmacksunterschied zwischen Industrie- und Biofleisch in einen Verbraucherpreisindex einbauen? Für minderwertige Gebrauchsgüter geschieht dies ja immerhin indirekt, indem ein Fernseher z.B. nicht mehr alle 10 sondern alle 4 Jahre neu gekauft wird und sich entsprechend die Zusammensetzung des Warenkorbs verändern würde.

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chartprofi
· bearbeitet von chartprofi

so wie ich das sehe geht es um die "harmonisierung" ... deshalb heißt das harmonisierter verbraucherpreisindex ... für mich bedeutet harmonisiert das selbe wie gefälscht

 

das bedeutet, dass etwas nicht teurer wird wenn es besser wird ... wenn ich also früher eine stino-reitpeitsche für 1€ bekommen habe und heute ausschließlich hitec-reitpeitschen für 10€ im angebot sind, dann ist das keine inflation, denn die peitsche ist ja 10mal besser ... die stinknormale peitsche wird mir aber vorenthalten, denn die wird nicht mehr hergestellt ... schwachsinn

genau das passiert zum beispiel bei computern ... denn amiga2000 werden ja nicht mehr hergestellt

 

ob unsere lebensmittel besser werden möchte ich bezweifen ... die werden immer schlechter ... turbomastfleisch, emmentaler käse aus bayern ... schwarzwälder schinken aus italien ... schokopupping ohne schoko und pudding usw ... wenn die "verschlechterung der waren genauso wie die verbesserung anderer waren in den hvpi einfließen würde, dann hätten wir schon hyperinflöation, weil lebensmittelqualität zum kotzen ist

 

Ärgere mich zwar auch über so manche Lebensmittel oder Elektronikschrott, der durch scharfes Angucken zerbröselt, aber was kann das statistische Bundesamt dafür? Habe den Eindruck, dies ist eine der wenigen Behörden, die sich bemühen neutral und wissenschaftlich sauber zu arbeiten. Außerdem stehen jedem Interessierten unter www.destatis.de alle Daten für eigene Analysen zur Verfügung.

 

Wie bitte soll man den Geschmacksunterschied zwischen Industrie- und Biofleisch in einen Verbraucherpreisindex einbauen? Für minderwertige Gebrauchsgüter geschieht dies ja immerhin indirekt, indem ein Fernseher z.B. nicht mehr alle 10 sondern alle 4 Jahre neu gekauft wird und sich entsprechend die Zusammensetzung des Warenkorbs verändern würde.

 

das ist auch meine meinung ... auch das stistische bundesamt kann nicht willkürlich einen wert festlegen mit dem dann harmonisiert wird, aber die erdreisten sich bei manchen dingen die preissteigerung von der qualitätssteigerung abhängig zu machen und bei anderen dingen tun se das nicht ... beim pc wird die prozessorleistung genommen und beim fleisch gibt es keine verschlechterung ... das ist willkür und keine statistik

 

entweder für alle güter oder garnicht

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Zinsen
· bearbeitet von Zinsen

Der Unterschied liegt in der Kategorisierung Verbrauchs- und Gebrauchsgüter. Aber das ist wahrscheinlich auch Willkür, dann doch lieber ein gefühlter Inflationsindex, der ist bestimmt objektiver.

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chartprofi
· bearbeitet von chartprofi

Der Unterschied liegt in der Kategorisierung Verbrauchs- und Gebrauchsgüter. Aber das ist wahrscheinlich auch Willkür, dann doch lieber ein gefühlter Inflationsindex, der ist bestimmt objektiver.

 

bissig :)

eine über die produktivität hinausgehende geldmenge erzeugt immer inflation ... wenn nicht bei den "verbraucherpreisen", dann bei was anderem ... wenn aktien oder rohstoffe inflationieren oder sonstwas ist das doch trotzdem inflation ... dieses ganze börsengehandle könnte man sich doch sparen wenn die geldmenge nicht ständig über die produktivität hinaus erweitert würde

die anleger versuchen herauszufinden wo derzeit das zuviel an geld hinfließt ... also was grad inflationiert ... um überdurchschnittlich, also auf kosten der nicht-/falschanleger, zu profitieren ... die nicht-/falschanleger werden dadurch noch ärmer als sie durch die inflation sowieso werden würden

 

inflation ist vom grundgedanken her das in (umlauf gekommene) Geldmengenwachstum minus BIP-wachstum ... fertig ... alles andere ist bürgerberuhigung, denn sonst würden die ja mitbekommen, dass sie real enteignet werden ... selbst manche anleger mit "gewinnen" würden mitbekommen, dass ihre 5% im Jahr nichtmal die inflation deckt und sie real gesehen auf der verliererspur sind :) ... bausparverträge hätten jeglichen sinn verloren etc.

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Nudelesser

aber die erdreisten sich bei manchen dingen die preissteigerung von der qualitätssteigerung abhängig zu machen und bei anderen dingen tun se das nicht ... beim pc wird die prozessorleistung genommen und beim fleisch gibt es keine verschlechterung ... das ist willkür und keine statistik

 

entweder für alle güter oder garnicht

 

Klar hat die Methode Schwächen. Das bestreitet vermutlich auch kein Statistiker. Aber immerhin wird die Inflationsrate dadurch eher z.B. mit US Zahlen vergleichbar, da man dort schon sehr viel länger mit sogenannten "Hedonischen Preisen" arbeitet.

 

Wer diese Konvention nicht akzeptieren will, kann sich immer noch seine persönliche Inflationsrate ausrechnen. Das Statistische Bundesamt hält ALLES bereit, was man dafür braucht.

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Herodot
· bearbeitet von Herodot

eine über die produktivität hinausgehende geldmenge erzeugt immer inflation ... wenn nicht bei den "verbraucherpreisen", dann bei was anderem ... wenn aktien oder rohstoffe inflationieren oder sonstwas ist das doch trotzdem inflation ... dieses ganze börsengehandle könnte man sich doch sparen wenn die geldmenge nicht ständig über die produktivität hinaus erweitert würde

die anleger versuchen herauszufinden wo derzeit das zuviel an geld hinfließt ... also was grad inflationiert ... um überdurchschnittlich, also auf kosten der nicht-/falschanleger, zu profitieren ... die nicht-/falschanleger werden dadurch noch ärmer als sie durch die inflation sowieso werden würden

 

inflation ist vom grundgedanken her das in (umlauf gekommene) Geldmengenwachstum minus BIP-wachstum ... fertig ... alles andere ist bürgerberuhigung, denn sonst würden die ja mitbekommen, dass sie real enteignet werden ... selbst manche anleger mit "gewinnen" würden mitbekommen, dass ihre 5% im Jahr nichtmal die inflation deckt und sie real gesehen auf der verliererspur sind ... bausparverträge hätten jeglichen sinn verloren etc.

 

Klasse Beitrag :thumbsup:

 

Aber selbst wenn es 0% Inflation geben würde, wäre Börse (bzw. Unternehmensbeteiligung) lohnenswert da manche Unternehmen mehr Wert erzeugen (relativ) als andere.

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Antonia

Mal wieder Gedankengänge aus Egghats Blog:

 

... Ohne diese Komponenten lag die sogenannte Kernrate der Inflation im Vergleich zum Vormonat bei 0,0%, was die Jahresrate auf 0,8% ... sinken ließ. Das ist der niedrigste jährliche Preisanstieg in der Kernrate seit 1961. ...

Befinden sich die USA womöglich doch auf dem Weg in die Deflation?

 

Das Ganze ist ziemlich überraschend, denn die Finanzmärkte haben ihre Inflationserwartungen in den letzten Wochen deutlich erhöht! Die fünfjährigen inflationsgesicherten US-Anleihen (TIPS) rentieren mit

-0,39% (*minus* 0,39 Prozent!)

Das kauft macht natürlich nur, wenn man mit einer deutlich anziehenden Inflation rechnet. Bei einer Rendite von 1,42% für die normalen fünfjährigen Anleihen kann man (pimaldaumen) eine Inflationserwartung der Finanzmärkte von (1,42-(-0,39)) etwa 1,8% ableiten. Am Anfang des Monats lag der Wert noch bei etwa 1,2%. ... Schon spannend. Die Inflation sinkt von Monat zu Monat, aber die Finanzmärkte werden sich auch Sicht von fünf Jahren immer sicherer, dass die Inflation steigen wird. ....

egghat

 

Mir wird das Ganze immer unheimlicher.

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harryguenter

Mir wird das Ganze immer unheimlicher.

Mal nen Erklärungsansatz dazu:

Die Marktteilnehmer schauen auf die vermutete Geldmengenausweitung der FED und Regierung und nehmen deshalb eine Inflation an.

Die Verbraucher und Betriebe üben sich in Zurückhaltung, so dass die Preise für den warenkorb der Inflationsermittlung sinken.

Ich vermute mal, dass die Geldmengenausweitung wohl nicht beim Verbraucher oder den Betrieben ankommt (letzte Gewinnprognosen der AG's waren ja nu auch nich so besonders gut).

Die Frage ist dann wohl: findet die Geldmengenausweitung nicht statt, und wenn doch, wo landet das Geld?

 

Meine Meinung: sie findet statt und es fließt in den überschuldeten Staatshaushalt. Das klappt dann solange, bis niemand mehr an die zahlungsfähigkeit der Amis glaubt.

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Antonia
· bearbeitet von Antonia

... bis niemand mehr an die zahlungsfähigkeit der Amis glaubt.

Man sollte meinen, dass US-Anleihen eben darum uninteressant werden, aber scheinbar ist das Gegenteil der Fall:

 

Ausländische Investoren erwiesen sich im August als starke Käufer von langfristigen US-Schatzanleihen und verdreifachten ihre Käufe nahezu, wie das US-Finanzministerium heute bekannt gab. Die Nettokäufe von langfristig laufenden Treasuries stiegen stark im August auf insgesamt $128,7 Milliarden von nur $61,2 Milliarden im Vormonat. Ausländische Investoren investierten den größten Anteil dieser Kapitalbeträge in US-Schatzanleihen und erwarben netto Papiere in Höhe von $117,1 Milliarden. Daraus resultiert der höchste Zuwachs seit November letzten Jahres ...
Wirtschaftsfacts

Vor allem China und Japan investierten, und nur weil die Fed weiter aufkaufen will, wie es im Beitrag vermutet wird? Das war im August ja noch nicht bekannt.

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chartprofi
· bearbeitet von chartprofi

die fließt doch nicht in den staatshaushalt ... in die staaten fließen die dinge, die eigentich abgeschrieben werden müssten

 

normalerweise müssten die banken, versicherungen etc. enorme neubewertungen und abschreibungen tätigen ...das würde aber zur sinkenden geldmenge und einer klassischen deflationsspirale führen ... daher wird nicht abgeschrieben, sondern verkauft .... der staat /zentralbanken kaufen das zeug und die geldmenge steigt ... die frage ist ob dieser verkauf von wertlosen zeug überhaupt einen effekt hat oder ob es nicht eher so ist, dass der markt dieses geld als abgeschrieben betrachtet

 

der einfachste schritt um ordentlich inflation zu erzeugen wäre eine wöchentliche lohnzahlung ... das würde die geldumlaufgeschwindigkeit der meisten menschen von 12 auf 52 erhöhen und inflation erzeugen ... :)

 

es geht doch nicht um deflation oder inflation ... es geht um staatsbankrott oder inflation

 

im falle von deflation kann der staat einpacken und das geld wird auch wertlos :)

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chartprofi

... bis niemand mehr an die zahlungsfähigkeit der Amis glaubt.

Man sollte meinen, dass US-Anleihen eben darum uninteressant werden, aber scheinbar ist das Gegenteil der Fall:

 

Ausländische Investoren erwiesen sich im August als starke Käufer von langfristigen US-Schatzanleihen und verdreifachten ihre Käufe nahezu, wie das US-Finanzministerium heute bekannt gab. Die Nettokäufe von langfristig laufenden Treasuries stiegen stark im August auf insgesamt $128,7 Milliarden von nur $61,2 Milliarden im Vormonat. Ausländische Investoren investierten den größten Anteil dieser Kapitalbeträge in US-Schatzanleihen und erwarben netto Papiere in Höhe von $117,1 Milliarden. Daraus resultiert der höchste Zuwachs seit November letzten Jahres ...
Wirtschaftsfacts

Vor allem China und Japan investierten, und nur weil die Fed weiter aufkaufen will, wie es im Beitrag vermutet wird? Das war im August ja noch nicht bekannt.

 

wenn angeblich so viel geld ins land fließt, dann müsste der dollar normalerweise steigen .... macht er aber nicht ... evtl haben die chinesen wieder n bisschen gekauft um den dollar nicht ganz so abschmieren zu lassen und damit die eigene währung schwach zu halten :)

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Antonia

Zum Thema Inflation und Deflation äußert sich der Hummler im neusten Wegelin Anlagenkommentar.

 

Die Rolle der Notenbanken und deren endloses warnen/agieren gegen Deflation wird sehr kritisch besprochen.

 

Wir bezweifeln die Deflationsspirale grundsätzlich....

 

 

Hummler empfiehlt Aktien "breit diversifiziert", ist naheliegend in der aktuellen Situation - ergo nicht überraschend. Trotz allem bleibt der Anlagekommentar eine der wenigen Bankquellen, die es zu rezipieren lohnt. Gibt es übrigens auch als Audiopodcast.

 

Wegelin Seite

 

Habe erst heute diesen Beitrag gelesen und auch gleich den Wegelin-Kommentar zur Deflation. Schon ein mir fremder Ansatz - dekadente westliche Staatsapparate ... , gute Deflation.... Trotzdem lesenswert.

Immerhin sieht er einen Silberstreif am Horizont und sofern sein Optimismus gerechtfertigt sei, die Aktien sehr günstig bewertet.

Der Link funktioniert nicht, deshalb noch einmal hier: Wegelin Nr. 273

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fisher
· bearbeitet von fisher

Mir wird das Ganze immer unheimlicher.

Mal nen Erklärungsansatz dazu:

Die Marktteilnehmer schauen auf die vermutete Geldmengenausweitung der FED und Regierung und nehmen deshalb eine Inflation an.

Die Verbraucher und Betriebe üben sich in Zurückhaltung, so dass die Preise für den warenkorb der Inflationsermittlung sinken.

Ich vermute mal, dass die Geldmengenausweitung wohl nicht beim Verbraucher oder den Betrieben ankommt (letzte Gewinnprognosen der AG's waren ja nu auch nich so besonders gut).

Die Frage ist dann wohl: findet die Geldmengenausweitung nicht statt, und wenn doch, wo landet das Geld?

 

Meine Meinung: sie findet statt und es fließt in den überschuldeten Staatshaushalt. Das klappt dann solange, bis niemand mehr an die zahlungsfähigkeit der Amis glaubt.

 

Eine Geldmengenausweitung findet doch statt. Im Forum wurde auch schon mehrfach darauf hingewiesen, dass sich diese Ausweitung nicht immer gleich als größere "Inflationsrate" kundtun muss, da weltweit die Aktienkurse durch "Börsenstürze"(?) nach unten gepflegt wurden. Diese nach unten gepflegten Billionen sind im Moment doch nicht nachfragewirksam und halten die Inflationsrate klein. Die Zentralbanken wissen das und können die zusätzliche Geldmenge in nicht unerheblichem Umfang praktizieren ohne Gefahr zu laufen, dass sofort die Inflationsrate steigt.

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Zinsen

Der Unterschied liegt in der Kategorisierung Verbrauchs- und Gebrauchsgüter. Aber das ist wahrscheinlich auch Willkür, dann doch lieber ein gefühlter Inflationsindex, der ist bestimmt objektiver.

 

bissig :)

eine über die produktivität hinausgehende geldmenge erzeugt immer inflation ... wenn nicht bei den "verbraucherpreisen", dann bei was anderem ... wenn aktien oder rohstoffe inflationieren oder sonstwas ist das doch trotzdem inflation ... dieses ganze börsengehandle könnte man sich doch sparen wenn die geldmenge nicht ständig über die produktivität hinaus erweitert würde

die anleger versuchen herauszufinden wo derzeit das zuviel an geld hinfließt ... also was grad inflationiert ... um überdurchschnittlich, also auf kosten der nicht-/falschanleger, zu profitieren ... die nicht-/falschanleger werden dadurch noch ärmer als sie durch die inflation sowieso werden würden

 

inflation ist vom grundgedanken her das in (umlauf gekommene) Geldmengenwachstum minus BIP-wachstum ... fertig ... alles andere ist bürgerberuhigung, denn sonst würden die ja mitbekommen, dass sie real enteignet werden ... selbst manche anleger mit "gewinnen" würden mitbekommen, dass ihre 5% im Jahr nichtmal die inflation deckt und sie real gesehen auf der verliererspur sind :) ... bausparverträge hätten jeglichen sinn verloren etc.

 

Was ist mit der Funktion der Leitwährung? In Kroatien, Bosnien, Kopenhagen... hat der Euro inzwischen die Funktion einer Parallelwährung angenommen, das muss man auch noch hinzurechnen und das lässt die Geldmenge preisneutral anschwellen, wenn sie im Ausland zirkuliert.

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