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andy

Die Immobilien-und Wohnungswirtschaft

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krett
Posted
vor einer Stunde von hattifnatt:

Dass alles nur noch Online stattfindet, sehe ich angesichts unserer aktuell doch noch ziemlich primitiven 2-D-Video-Technologie nicht wirklich ...

Ich auch nicht. Habe ich ja auch nicht behauptet. Ich mag es nicht, wenn man mir Worte in den Mund legt, die ich nicht gesagt habe ;)

 

vor 3 Stunden von JosefSpa:

Kurzfristig ja, langfristig nein. Veranstaltungen kommen zurück und die aktuell unbeliebten Immobilien wechseln womöglich den Besitzer, doch auch diese werden mittelfristig wieder zu beliebten Destinationen. Bestes Beispiel sind die aktuell schon fast gehassten Hotelimmobilien. Spätestens in 2-3 Jahren ist der Markt der Gleiche, denn der Bedarf wird wieder anziehen.

Das ist die Frage.

Nur mal ein Beispiel: Bis Corona kam, war Apple der wichtigste Kunde einiger US-Fluggesellschaften. Apple hat jedes Jahr unzählige Millionen für Businesstickets ausgegeben, um Mitarbeiter nach China zu fliegen (dort sitzen die ganzen Zulieferer). Dann kam Corona, man hat die Flüge auf ein Minimum reduziert, haufenweise Geld gespart, die Umwelt geschont und konnte stressige Dienstreisen vermeiden. Und trotzdem kam das neue iPad, das neue iPhone etc. Ich halte es für praktisch ausgeschlossen, das Apple nach Corona all diese Änderungen vollständig rückgängig macht.

 

Und Apple ist nur ein Beispiel. Andere Firmen haben vielleicht gemerkt das Sie ihre Produkte auch ohne Messeauftritte verkaufen können und wieder andere haben gemerkt das man für Mitarbeiterschulungen das Personal nicht durch die halbe Bundesrepublik reisen lassen muss.

 

Ich gehe davon aus das es zu dauerhaften Änderungen kommt. Gerade auch in Bezug auf Hotels.

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JosefSpa
Posted
vor 1 Stunde von krett:

Ich auch nicht. Habe ich ja auch nicht behauptet. Ich mag es nicht, wenn man mir Worte in den Mund legt, die ich nicht gesagt habe ;)

 

Das ist die Frage.

Nur mal ein Beispiel: Bis Corona kam, war Apple der wichtigste Kunde einiger US-Fluggesellschaften. Apple hat jedes Jahr unzählige Millionen für Businesstickets ausgegeben, um Mitarbeiter nach China zu fliegen (dort sitzen die ganzen Zulieferer). Dann kam Corona, man hat die Flüge auf ein Minimum reduziert, haufenweise Geld gespart, die Umwelt geschont und konnte stressige Dienstreisen vermeiden. Und trotzdem kam das neue iPad, das neue iPhone etc. Ich halte es für praktisch ausgeschlossen, das Apple nach Corona all diese Änderungen vollständig rückgängig macht.

 

Und Apple ist nur ein Beispiel. Andere Firmen haben vielleicht gemerkt das Sie ihre Produkte auch ohne Messeauftritte verkaufen können und wieder andere haben gemerkt das man für Mitarbeiterschulungen das Personal nicht durch die halbe Bundesrepublik reisen lassen muss.

 

Ich gehe davon aus das es zu dauerhaften Änderungen kommt. Gerade auch in Bezug auf Hotels.

Messeauftritte sind unabdingbar. Vor allem in speziellen Bereichen sind Messen der Zugang zum Markt. Das trifft vor allem Investitionsgüter. Auch hinsichtlich Image und Servicegründe sprechen für den Messeauftritt. Dass hier deutlich wird, dass Firmen "gemerkt" haben, dass es auch ohne geht halte ich für falsch. 

 

Die Gründe für Dienstreisen sind so umfangreich, so dass ich nicht behaupten würde, dass nur ein ansatzweise bemerkbarer Teil wegfällt. Was in der Krise wegfiel sind haufenweise Projekte, Unternehmen waren im Pausemodus und es bestand keine Planungssicherheit. Beispiel: Ein Projektleiter von VW Wolfsburg wird auch weiterhin nach China\Indien zum neuen Standort fliegen, sei der Grund noch so nebensächlich. 

Von den Arbeitskreisen will ich gar nicht anfangen.

 

Es ist eine Krise wie jede andere. Inmerhalb der Krise werden die Folgen dramatisiert. Man erinnere sich an die Bankenkrise und den Schrei nach mehr Regularien, wobei viele den Banken bereits kommende Arbeitsunfähigkeiten bescheinigten... 

Die Folgen der Krise werden überschaubar, außer in den Staatskassen, und im Zuge der Digitalisierung werden selbstverständlich auch manche Meetings ausgelagert. Doch der Großteil wird bleiben... oder denkst du wird es bei digitalen Betriebsversammlungen bzw. Hauptversammlungen bleiben? Ich denke nicht...

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krett
Posted
vor 20 Minuten von JosefSpa:

Die Gründe für Dienstreisen sind so umfangreich, so dass ich nicht behaupten würde, dass nur ein ansatzweise bemerkbarer Teil wegfällt.

Tja, dann sind wir anderer Meinung. 

Wie gesagt, ich denke auch nicht das Dienstreisen nach Corona um 50% oder mehr einbrechen, aber 15-25% Rückgang kann ich mir gut vorstellen.

 

Zitat

Es ist eine Krise wie jede andere. Inmerhalb der Krise werden die Folgen dramatisiert. Man erinnere sich an die Bankenkrise und den Schrei nach mehr Regularien, wobei viele den Banken bereits kommende Arbeitsunfähigkeiten bescheinigten... 

Naja, die Finanzkrise hat bis heute Auswirkungen. In sofern ist die letzte Krise gerade ein Beweis dafür, dass es zu dauerhaften Veränderungen kommt. Das Problem ist halt, an die meisten Dinge gewöhnen wir uns so schnell, das man schnell vergisst das es mal anders war...

Banken wurden (teilverstaatlicht), es gab seit dem unzählige Bankenfusionen, Kreditvergaben wurde strenger, Eigenkapitalvorgaben wurden strenger etc. Das sind alles bleibende und nachhaltige Veränderungen.

Und von den Fiskalpolitischen Folgen (Eurokrise) will ich garnicht erst anfangen.

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JosefSpa
Posted
vor 15 Minuten von krett:

Tja, dann sind wir anderer Meinung. 

Wie gesagt, ich denke auch nicht das Dienstreisen nach Corona um 50% oder mehr einbrechen, aber 15-25% Rückgang kann ich mir gut vorstellen.

 

Naja, die Finanzkrise hat bis heute Auswirkungen. In sofern ist die letzte Krise gerade ein Beweis dafür, dass es zu dauerhaften Veränderungen kommt. Das Problem ist halt, an die meisten Dinge gewöhnen wir uns so schnell, das man schnell vergisst das es mal anders war...

Banken wurden (teilverstaatlicht), es gab seit dem unzählige Bankenfusionen, Kreditvergaben wurde strenger, Eigenkapitalvorgaben wurden strenger etc. Das sind alles bleibende und nachhaltige Veränderungen.

Und von den Fiskalpolitischen Folgen (Eurokrise) will ich garnicht erst anfangen.

Und welche deiner genannten Folgen war direkte Ursache aus der Bankenkrise? Richtig, keine Einzige. Es war eine Folge der Zinspolitik und Misswirtschaft von EU Statten.

Witzig ist natürlich, dass du die Eigenkapitalvorgaben nennst, welche ebenfalls politischer Natur sind und ohnehin nicht eingehalten werden. 

Alles Veränderungen, die nicht die Ursache in der Krise fanden.

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krett
Posted · Edited by krett
vor 17 Minuten von JosefSpa:

Und welche deiner genannten Folgen war direkte Ursache aus der Bankenkrise? Richtig, keine Einzige. Es war eine Folge der Zinspolitik und Misswirtschaft von EU Statten.

Witzig ist natürlich, dass du die Eigenkapitalvorgaben nennst, welche ebenfalls politischer Natur sind und ohnehin nicht eingehalten werden. 

Alles Veränderungen, die nicht die Ursache in der Krise fanden.

 

Irgendwie scheinst du nur Binär zu denken, aber nichts ist schwarz-weiß. Der Online-Handel boomt seit Jahren, während der stationäre Handel leidet. Aber Corona beschleunigt das halt. Bei der Finanzkrise war meiner Meinung nach ähnliches zu beobachten. Die kleinen Sparkassen hätten auch so irgendwann keine Daseinsberechtigung mehr gehabt und mit den großen fusionieren müssen, aber die Finanzkrise hat es beschleunigt. Und die Commerzbank wäre auch ohne Finanzkrise in die Bedeutungslosigkeit versunken, aber es wurde halt beschleunigt.

Apropro Banken: Auch Corona führt dazu das viele Bankfilialen schließen. Das wäre ohnehin passiert, aber jetzt halt deutlich schneller. 

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hattifnatt
Posted
vor 57 Minuten von JosefSpa:

Die Gründe für Dienstreisen sind so umfangreich, so dass ich nicht behaupten würde, dass nur ein ansatzweise bemerkbarer Teil wegfällt. Was in der Krise wegfiel sind haufenweise Projekte, Unternehmen waren im Pausemodus und es bestand keine Planungssicherheit. Beispiel: Ein Projektleiter von VW Wolfsburg wird auch weiterhin nach China\Indien zum neuen Standort fliegen, sei der Grund noch so nebensächlich. 

Von den Arbeitskreisen will ich gar nicht anfangen.

 

Es ist eine Krise wie jede andere. Inmerhalb der Krise werden die Folgen dramatisiert.

Sehe ich genauso, ich glaube eher an einen stärkeren "Rebound" solcher Aktivitäten nach Corona als an den Beginn oder die Verstärkung eines Trends. Obwohl ich selbst Dienstreisen gar nicht mag ;)

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JosefSpa
Posted
vor 14 Stunden von krett:

 

Irgendwie scheinst du nur Binär zu denken, aber nichts ist schwarz-weiß. Der Online-Handel boomt seit Jahren, während der stationäre Handel leidet. Aber Corona beschleunigt das halt. Bei der Finanzkrise war meiner Meinung nach ähnliches zu beobachten. Die kleinen Sparkassen hätten auch so irgendwann keine Daseinsberechtigung mehr gehabt und mit den großen fusionieren müssen, aber die Finanzkrise hat es beschleunigt. Und die Commerzbank wäre auch ohne Finanzkrise in die Bedeutungslosigkeit versunken, aber es wurde halt beschleunigt.

Apropro Banken: Auch Corona führt dazu das viele Bankfilialen schließen. Das wäre ohnehin passiert, aber jetzt halt deutlich schneller. 

Du verstehst meinen Punkt nicht. Der Trend zum Onlinehandel verläuft linear mit einem kleinen Ausbruch in der Krise welcher nicht von Dauer ist. Siehe auch die Schätzunhen zum schwachen Prime Day von Amazon.

Bankfilialen werden mit den Vorsatz Corona geschlossen. Wäre ohnehin passiert. Ob heute oder in zwei Jahren ist doch völlig egal? 

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