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Sapine

Altersvorsorge, Rente (Nachrichten, Analysen und Kommentare)

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Cauchykriterium
vor 7 Minuten von stagflation:

Glaubt hier eigentlich jemand, dass sich mit Aktien ein Vermögen aufbauen lässt, wenn es alle machen? Wo soll das Vermögen denn herkommen? 

Ich würde es begrüßen, wenn sich jeder jetzt mit Aktien ein Vermögen aufbauen würde. Bei der Kursexplosion sind die bisherigen Anteilseigner natürlich die absoluten Gewinner ... :D

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satgar

Es ist auf jeden Fall nachteilig, wenn Gesellschaften wie die deutsche stark sparen (also die Bevölkerung) und somit dem wirtschaftskreislauf das Geld entziehen. 

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Sapine
vor 43 Minuten von satgar:

Finanztip beschreibt im aktuellen Newsletter etwas genauer die Pläne zur Aktienrente. Da gibts Infos, die kannte ich dazu so bisher noch nicht, finde ich aber sehr spannend und gut:

Ebenfalls weitgehend unbeachtet aber meiner Einschätzung nach ein echter Meilenstein versteckt sich in Empfehlung 29. Darin geht es darum, dass mit die Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge vorantreiben soll. Das sehe ich ja eher kritisch, aber hier versteckt sich noch der folgende Passus als letzter Punkt zu den vorgeschlagenen Maßnahmen: 

Zitat

die Möglichkeit, dass Arbeitgeber (insbesondere KMU) im Rahmen von altersvorsorgewirksamen Leistungen auf private Altersvorsorgedepots ihrer Arbeitnehmenden einzahlen können, um die Altersvorsorge ihrer Beschäftigten im Rahmen der dritten Säule zu fördern. 

Das wäre ein Ausweg aus den ganzen schlecht rentierenden Versicherungsverträgen. Und zudem hat man bei einem Arbeitgeberwechsel kein Problem bei der Mitnahme. Ich hoffe sehr, dass dies umgesetzt wird, auch wenn mich das selbst nicht mehr betrifft. 

vor 1 Minute von satgar:

Es ist auf jeden Fall nachteilig, wenn Gesellschaften wie die deutsche stark sparen (also die Bevölkerung) und somit dem wirtschaftskreislauf das Geld entziehen. 

Damit hören sie spätestens wieder auf, wenn sie sehen, dass die Rente keine Katastrophe mehr wird. 

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Schwachzocker
Gerade eben von satgar:

Es ist auf jeden Fall nachteilig, wenn Gesellschaften wie die deutsche stark sparen (also die Bevölkerung) und somit dem wirtschaftskreislauf das Geld entziehen. 

Wo wird denn dem Wirtschaftskreislauf Geld entzogen, wenn man sich einen Sachwert (den Teil eines Unternehmens) kauft? Warum entziehe ich dem Wirtschaftskreislauf kein Geld, wenn ich mir ein Auto kaufe?

 

 

vor 11 Minuten von stagflation:

Glaubt hier eigentlich jemand, dass sich mit Aktien ein Vermögen aufbauen lässt, wenn es alle machen?...

Nein, das glauben wir nicht. Das gelingt vielen ja bereits jetzt nicht.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 8 Minuten von Sapine:

Ebenfalls weitgehend unbeachtet aber meiner Einschätzung nach ein echter Meilenstein versteckt sich in Empfehlung 29. Darin geht es darum, dass mit die Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge vorantreiben soll. Das sehe ich ja eher kritisch, aber hier versteckt sich noch der folgende Passus als letzter Punkt zu den vorgeschlagenen Maßnahmen: 

Das wäre ein Ausweg aus den ganzen schlecht rentierenden Versicherungsverträgen. Und zudem hat man bei einem Arbeitgeberwechsel kein Problem bei der Mitnahme. Ich hoffe sehr, dass dies umgesetzt wird, auch wenn mich das selbst nicht mehr betrifft. 

Das wäre auch klasse. Es wäre halt gut, wenn das endlich mal besser verzahnt würde. Dass das AVD eben das Mittel der Wahl wäre, das….

 

- ohne endfällige Garantie arbeitet

- kostengünstigst mit ETFs arbeitet

- im Sinne der Betriebsrente auch vom Arbeitgeber befüllt werden könnte (Steuer und Sozialabgabenfrei bis zu den schon jetzt geltenden Grenzen)

- es privat befüllt werden kann, dann mit den steuerlichen Förderungen und Zulagenförderungen

- und es eventuell auch für die Schicht 1 mit der Kapitalrente der GRV kombiniert werden könnte, so dass die dort geplanten 2% in der Endstufe eben auch ins AVD fließen könnten

 

Und schwups, wäre das AVD genau die all in One Lösungen, die man machen kann, und die sich auf verschiedensten Beträgen speisen kann. Auf das AVD liefe dann alles raus.

vor 7 Minuten von Schwachzocker:

Wo wird denn dem Wirtschaftskreislauf Geld entzogen, wenn man sich einen Sachwert (den Teil eines Unternehmens) kauft? Warum entziehe ich dem Wirtschaftskreislauf kein Geld, wenn ich mir ein Auto kaufe?

Ich spreche von dem volkswirtschaftlich nachteiligen Effekt von Konsumaufschub gegenüber Sparvorgängen. Mehr ist dazu nicht zu sagen. (Sparparadoxon)

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hattifnatt
· bearbeitet von hattifnatt
vor 21 Minuten von stagflation:

Glaubt hier eigentlich jemand, dass sich mit Aktien ein Vermögen aufbauen lässt, wenn es alle machen? Wo soll das Vermögen denn herkommen? 

Kommt mir so vor, als hätten wir schon in diesem Thread eine Diskussion gehabt, ob das Volumen der deutschen RV (im Gegensatz zu Schweden) nicht zu groß für den Aktienmarkt wäre - ich kann sie aber leider nicht mehr finden:

https://www.wertpapier-forum.de/topic/67284-altersvorsorgereformgesetz-reform-der-priv-altersvorsorge-ab-2027-vormals-lindner-rente/

 

PS. Gemini sagt:

Zitat

Anders als in Schweden fließen nicht Ihre Rentenbeiträge in Aktien. Stattdessen nimmt der Bund Kredite auf und legt dieses Geld am Aktienmarkt an. Bis Mitte der 2030er Jahre soll so ein Kapitalstock von rund 200 Milliarden Euro aufgebaut werden.

 

Da dieses Volumen über mehr als ein Jahrzehnt gestreckt und global investiert wird, ist die Sorge vor einer Überhitzung der Märkte durch das reine Volumen unbegründet. Die weitaus größeren Diskussionsthemen bei diesem Modell sind die Absicherung gegen Kursverluste und die Frage, ob die Rendite am Ende hoch genug ist, um die Zinsen für die aufgenommenen Schulden zu schlagen.

 

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Bolanger
· bearbeitet von Bolanger

Ich verstehe die Rufe nach der betrieblichen AV nicht. Es ist wunderschön, wenn AG und AN eine zusätzliche Alterversorgung aushandeln, egal ob das über Gewerkschaften läuft oder Individualvereinbarungen in der höheren Riegen. Nur wenn man das macht, dann muss man nicht auch zeitgleich den AN und AG noch mehr Geld für eine RV mit Zwang abknöpfen, wie es jetzt mit der Aktienrente angedacht ist. Man kann beiden Seiten das Geld nur 1x abnehmen bzw. ansparen lassen.

 

Wahrscheinlich würde die BAV deutlich gestärkt, wenn die GRV reduziert würde. Dann wären Arbeitgeber mit ordentlichem BAV-Paket attraktiver als andere, die ihren Mitarbeitern keine BAV bieten. Und wenn die Politik nicht stets verkünden würde, dass die GRV sicher sei, dann würde auch die private Vorsorge automatsich gestärkt werden. Das AV-Depot ist da ein richtiger Schritt. Anstatt nun eine Zwangsabgabe zum Aktiensparen einzuführen könnte/sollte man das lieber über einen schnelleren Ausbau des AV-Depots machen.  auch der Grundgedanke von Riester war richtig: Die GRV reicht nur noch für eine Grundabsicherung. Alles weitere muss (freiwillig) privat erfolgen.

 

... und bei der BAV könnte man sich überlegen, ob dazu ein staatliches Angebot aufgesetzt wird bzw. die AV-Depot auch für Einzahlungen des Arbeitgeber geöffnet wird. Großkonzerne können es sich leisten, Rentenexperten einzustellen, eigene Rückstellungen zu verwalten und attraktive Angebote zu machen. Der Großteil der kleinen Unternehmen hingegen ist mit der BAV überfordert und schließt einfach dort einen Vertrag ab, wo sie am einfachsten ihre gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Das ist dann meist die Allianz ;-) 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 9 Minuten von Bolanger:

Ich verstehe die Rufe nach der betrieblichen AV nicht. Es ist wunderschön, wenn AG und AN eine zusätzliche Alterversorgung aushandeln, egal ob das über Gewerkschaften läuft oder Individualvereinbarungen in der höheren Riegen. Nur wenn man das macht, dann muss man nicht auch zeitgleich den AN und AG noch mehr Geld für eine RV mit Zwang abknöpfen, wie es jetzt mit der Aktienrente angedacht ist. Man kann beiden Seiten das Geld nur 1x abnehmen bzw. ansparen lassen.

 

Wahrscheinlich würde die BAV deutlich gestärkt, wenn die GRV reduziert würde. Dann wären Arbeitgeber mit ordentlichem BAV-Paket attraktiver als andere, die ihren Mitarbeitern keine BAV bieten. Und wenn die Politik nicht stets verkünden würde, dass die GRV sicher sei, dann würde auch die private Vorsorge automatsich gestärkt werden. Das AV-Depot ist da ein richtiger Schritt. Anstatt nun eine Zwangsabgabe zum Aktiensparen einzuführen könnte/sollte man das lieber über einen schnelleren Ausbau des AV-Depots machen.  auch der Grundgedanke von Riester war richtig: Die GRV reicht nur noch für eine Grundabsicherung. Alles weitere muss (freiwillig) privat erfolgen.

Auszug aus der KI:

 

„Die Schweizer AHV ist eine echte, bewusste Sockelrente. Sie kappt die Renten nach oben hin ab und zieht Spitzenverdiener stark zur Finanzierung heran, um allen Bürgern ein garantiertes Minimum zu sichern.

Die deutsche GRV hingegen ist zu einer ungewollten Basisabsicherung geschrumpft. Sie belohnt hohes Einkommen im Erwerbsleben weiterhin mit höheren Rentenansprüchen. Weil das Rentenniveau über die letzten Jahrzehnte aber politisch abgesenkt wurde, reicht das Ergebnis für viele normale Verdiener im Alter trotzdem nur noch für die Basis.“

 

“Auch beim Blick auf die betriebliche Altersvorsorge zeigt sich derselbe fundamentale Kontrast: Die Schweiz setzt auf ein gesetzliches Obligatorium (Pflicht für fast alle), während Deutschland auf Freiwilligkeit setzt. 

In der Schweiz ist die Pensionskasse die 2. Säule und eng mit der AHV verzahnt. In Deutschland ist die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ein rein freiwilliger Zusatzbaustein.“

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Lazaros
· bearbeitet von Lazaros

Ein Größenvergleich (Übersicht mit KI):

Zitat

Der norwegische Staatsfonds (Government Pension Fund Global) ist mit einem Volumen von über 21 Billionen Norwegischen Kronen (mehr als 1.700 Milliarden Euro) der größte Staatsfonds der Welt. Er wurde gegründet, um die Einnahmen aus der Öl- und Gasproduktion langfristig anzulegen und den Wohlstand für zukünftige Generationen zu sichern

 

Zitat

Das Anlagevermögen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) setzt sich aus der gemeinsamen Nachhaltigkeitsrücklage (Betriebsmittel und Rücklage) zusammen. Dieses Vermögen liegt bei etwa 44,4 Milliarden Euro. Aufgrund des Umlageverfahrens ist das klassische Anlagevermögen im Vergleich zu den jährlichen Ausgaben (knapp 400 Milliarden Euro) relativ gering. 

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