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reko
· bearbeitet von reko
vor 2 Stunden von Holgerli:

Google mal, was ein "Gaspeaker" ist.

Ein Gas-Peaker kann seine Nennleistung abgeben, solange sie gebraucht wird – egal ob Stunden, Tage oder Monate, solange Gas aus der Pipeline kommt. Genau das erwartet man von einem Backupkraftwerk. Ganz anders als von einem Akku.

Der grundlegende Mangel des Akkus ist, dass die Kosten linear mit der benötigten Speicherkapazität (MWh) steigen.

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Holgerli

Naja und genau das ist der Mangel atomarer und fossiler Kraftwerke: Die können nur Energie erzeugen, wenn sie Treibstoff bekommen. 

Bei Kohlekraftwerken könnte man noch argumentieren, dass diese reichlich in Europa und den USA vorhanden ist. 

Bei Gas - und das sieht man ja gerade an den Gaspreisen und vor allem an den Füllständen der Gasspeicher - ist das halt nicht der Fall.

Und warum Frankreich seit Jahren in den Ländern rund um Mali militärisch präsent war und sich dann Russland daran gemacht hat Frankreich dort soweit zu destabilisieren, sodass sie abziehen mussten ist auch klar: Uran.

Geld hat Europa um Speicher zu bauen. 

Öl, Gas und Uran nicht bzw. nicht in ausreichenden Mengen.

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reko
vor 5 Minuten von Holgerli:

Naja und genau das ist der Mangel atomarer und fossiler Kraftwerke: Die können nur Energie erzeugen, wenn sie Treibstoff bekommen.

Treibstoff kann man speichern – bei Kernkraftwerken mühelos für 20 Jahre in einer kleinen Halle. Das ist genauso lange wie die Lebensdauer von PV- und Windkraftanlagen. Diese benötigen jedoch zusätzlich Sonne und Wind.

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 30 Minuten von reko:

Treibstoff kann man speichern – bei Kernkraftwerken mühelos für 20 Jahre in einer kleinen Halle.

Bei Kernkraftwerken in "einer kleinen Halle", die gegen Abstürze und Angriffe geschützt werden muss. 

Bei Öl und Gas, sind wir mit Ach und Krach in der Lage 90 Tage als "strategische Reserve" zu speichern. Und danach ist alle. 

Und wenn man sich die Verwerfungen in Russland anschaut, einem der einst größten Ölexporteure.

Oder auch die weltweiten Verwerfungen durch die Ereignisse in der Straße von Hormus. 

 

Bei Sonne und Wind wehen immer in Europa und wir haben ein europäisches Stromverbundnetz.

Die Gas- und Ölpreise sind explodiert, dass die Wind- und PV-Vergütungen steigen sehe ich nicht. 

 

Du kannst Dir alles schönreden, das zeigst Du ja in diversen Threads immer wieder. Aber in der aktuellen weltpolitischen Lage zeigen Wind und PV ihre preisstabilisierende Wirkung.

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Holgerli

Hier im Thread geisterte die Tage ja diese angeblich wissenschaftliche Studie dieses Adam Smith Insititues mit der angeblich sehr schlechten Lage Deutschlands bei der Stromversorgungssicherheit rum. 

 

Golem hat sich mal kritisch damit auseinandergesetzt: Angeblich nur Platz 180 bei der ständigen Stromverfügbarkeit vs. real 12,9 Minuten jährlicher (!!!) Stromausfall in 2024.

Wie stark muss die Verzweiflung der alten, weissen Männer sein. :narr:

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Barqu
4 hours ago, Holgerli said:

und wir haben ein europäisches Stromverbundnetz.

Mit welcher Spannung? Und mit welcher Spannung speisen die PV-Anlagen auf den Hausdächern ein? Wie weit kommt man damit?

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reko
· bearbeitet von reko
vor 14 Stunden von Holgerli:

Sonne und Wind wehen immer in Europa

Leider weht der Wind nicht immer und die Sonne scheint nicht immer – deshalb brauchten wir immer wieder Gaskraftwerke, und deshalb stieg der Strompreis nach Beginn des Krieges und blieb eben nicht stabil. Der Strompreis hat sich auch nicht proportional zum Gaseinsatz, sondern weit überproportional erhöht (Merit-Order-Effekt).

Der Gasbedarf für das Backup ist dabei vollkommen inelastisch: Wenn kein anderer Stromerzeuger da ist, muss man für Gas und LNG jeden Preis zahlen.

 

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Holgerli
vor 2 Stunden von reko:

Leider weht der Wind nicht immer und die Sonne scheint nicht immer – deshalb brauchten wir immer wieder Gaskraftwerke, und deshalb stieg der Strompreis nach Beginn des Krieges und blieb eben nicht stabil. 

Du kannst die gleiche Leier immer wieder erzählen, sie stimmt aber nicht. Der Gaspreis ist deswegen zu Anfang des Krieges gestiegen, weil es eine Gasknappheit gab. Erst ausgelöst durch einen Lieferstopp Russlands, danach durch Sanktionen. Der Ölpreis ist jetzt gestiegen, weil die Straße von Hormus dicht gemacht wurde. Noch schlimmer wären die Strompreise gestiegen, wenn wir keine EES gehabt hätten, sondern nur auf Kohle & Gas angewiesen wären. Und nein: Wir brauchen immer weniger KOhle und Gas, weil immer mehr EEs ermöglichen immer mehr Strom erneuerbar zu produzieren.

 

vor 2 Stunden von reko:

Wenn kein anderer Stromerzeuger da ist, muss man für Gas und LNG jeden Preis zahlen.

Komisch, komisch. Bei Wasserstoff wird immer erzählt, dass die große Stärke darin liegt, dass man ihn speichern kann. Bei Erdgas und LNG soll das nicht gehen, sondern man muss "jeden Preis zahlen"?

Kann man glauben, muss man nicht. 

Jeder Preis muss man Zahlen, wenn die Treibstoffe aus Kriegs- und Krisengebieten kommen und die Versorgung nicht gesichert ist. Halt wie bei Gas und LNG.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 9 Stunden von Holgerli:

Noch schlimmer wären die Strompreise gestiegen, wenn wir keine EES gehabt hätten

Warum ist der Strompreis dann stärker gestiegen als der Gaspreis?

vor 9 Stunden von Holgerli:

Bei Wasserstoff wird immer erzählt, dass die große Stärke darin liegt, dass man ihn speichern kann.

Natürlich kann man auch Erdgas speichern. Dazu müsste man aber die vorhandenen Speicher füllen. Zurzeit ist der Füllstand sehr niedrig für die Jahreszeit. In Analogie nutzen auch Akkus nur dann für die Versorgungssicherheit wenn sie weitgehend voll geladen sind.

Der Golf ist einer der größten LNG-Produzenten. Speichern kann man LNG nur mit relativ großem Kälteverlust. Gespeichert wird LNG üblicherweise in Form von gasförmigem Methan nach dem Regasifizieren.

 

Im Übrigen ist mir die Art der Stromversorgung ziemlich egal. Ich interessiere mich für Nachrichten und Wahrscheinlichkeiten. Z.B. die Wahrscheinlichkeit, dass der Strompreis kurz- und langfristig steigt.

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor einer Stunde von reko:

Warum ist der Strompreis dann stärker gestiegen als der Gaspreis?

Und schon wieder eine Behauptung die Du raushaust, wie immer ohne Grundlage. 

 

Ich habe mal direkt den Faktencheck gemacht:

 

Strom: + 27%

Gas: +49% bis 59% (vom 8,2/9,4ct/kWh auf 13/13,96ct/kWh

 

Und der Grund warum Strom so stark steigt, kann man hier nachlesen:

Zitat

 

Ein Grund für die starke Reaktion der Strompreise liegt im sogenannten Merit-Order-Prinzip des europäischen Strommarktes. Dabei bestimmt das jeweils teuerste Kraftwerk, das noch zur Deckung der Nachfrage benötigt wird, den Strompreis für alle Marktteilnehmer.

Steigen die Gaspreise stark an, verteuert sich dadurch auch die Stromproduktion in Gaskraftwerken – und damit häufig der gesamte Strommarkt.

 

 

Es ist also das hyperteure Gas das den Strompreis steigen lässt. 

 

 

 

Quellen:

-          https://www.stromauskunft.de/strompreise/

-          https://www.finanztip.de/gaspreisvergleich/gaspreis-gaskosten/

-          https://www.verivox.de/gas/gaspreisentwicklung/

 

Ach, und falls Du jetzt schreiben wolltest: „Gemeint war der Kriegsbeginn 2022!“. Nein, da ging Gas sogar von 5ct auf ca. 40ct/kWh hoch.

Aber schon interessant, die Preisentwicklung: Auf die knapp 5ct vor dem Krieg, ging es seither nicht mehr runter.  

Und der Preisanstieg wird munter weitergehen: Verivox erwartet, dass der Gaspreis um weitere 10 bis 20% steigt!

 

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reko
· bearbeitet von reko

Langfristige Haushaltspreise sind nicht der Indikator für kurzfristige Preisänderungen durch Kriesen.  Die Strompreise im Frühjahr vs Winter zu vergleichen ist Rosinenpicken.

2026/10/23 Strompreise um mehr als 50 Prozent gestiegen (Großhandelsstrompreis im dritten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahresquartal)

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 51 Minuten von reko:

Langfristige Haushaltspreise sind nicht der Indikator für kurzfristige Preisänderungen durch Kriesen.  Die Strompreise im Frühjahr vs Winter zu vergleichen ist Rosinenpicken.

2026/10/23 Strompreise um mehr als 50 Prozent gestiegen (Großhandelsstrompreis im dritten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahresquartal)

Ja, danke für den Artikel. Auch hier wird das mit dem Strompreis nochmal erklärt. Aus dem Artikel:

 

Zitat

 

Gaspreis beeinflusst Strompreisentwicklung

Die gestiegenen Gaspreise waren es, die auch den Strompreis steigen ließen. Der Großhandelspreis stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 51,7 Prozent auf 125,51 Euro/MWh, so die Behörde. Von den 8.832 Viertelstunden des Quartals wurden 675 negativ gehandelt. Im Q3/2025 waren es 544. Der niedrigste Preis des diesjährigen dritten Quartals lag allerdings bei -19,00 Euro/MWh und damit über den -61,08 Euro/MWh aus dem Vorjahresquartal. Die Viertelstunde von 19.45 bis 20.00 Uhr am 14. September wurde mit 740,01 Euro/MWh gehandelt. Zu dem Zeitpunkt gab es kaum Wind- und PV-Einspeisung. Die Netzlast lag bei 14,6 GWh, die Gesamterzeugung aber nur bei 10,3 MWh. Die Stromerzeugung kam deshalb aus Braunkohle und Erdgas, wodurch teurere Kraftwerke in der Merit Order preissetzend waren.

 

 

Also: Auch dieser, von Dir verlinkte, Artikel sagt: Teures Gas und teure Kohle machen den Strom teuer.

Deswegen: Raus aus Gas und Kohle, rein in preisgünstige EEs!

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reko
vor 2 Minuten von Holgerli:

Teures Gas und teure Kohle machen den Strom teuer.

Das ist klar. Der Punkt ist, dass es nur mit Wind und Sonne nicht geht und Gas gebraucht wird. Den Rest macht der Merit-Order-Effekt. Um deiner Antwort zuvorzukommen: Es reicht auch nicht mit Wind, Sonne und Akkus.

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Holgerli

War das jetzt der Versuch, von der offensichtlichen Falschbehauptung abzulenken und mit 

vor 18 Minuten von reko:

Der Punkt ist, dass es nur mit Wind und Sonne nicht geht und Gas gebraucht wird. 

direkt wieder eine neue, wilde Behauptung aufzustellen?!

 

vor 19 Minuten von reko:

Es reicht auch nicht mit Wind, Sonne und Akkus.

Da stimme ich Dir zu. Desswegen rede ich auch größtenteils nicht von Wind & PV sondern von EEs. Erneuerbaren Energien. 

Denn zu den EEs gehörten neben Wind und PV auch Wasserkraft und Biomasse. 

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reko
· bearbeitet von reko
vor 10 Stunden von Holgerli:

Denn zu den EEs gehörten neben Wind und PV auch Wasserkraft und Biomasse. 

Wasserkraft gibt es so gut wie nur in Süddeutschland und ist nicht mehr weiter ausbaubar. Biogas ist ohne Förderung nicht überlebensfähig und wird eher zurückgehen (wenn die Förderung ausläuft). Es ist so ausgebaut, dass damit kontinuierlich Strom erzeugt wird. Die Speicher an den Biogasanlagen sind viel zu klein (meist nur für wenige Stunden) und realistisch auch nicht ausreichend erweiterbar. Hackschnitzel werden wenig zur Stromerzeugung genutzt und sind ebenfalls nicht weiter ausbaubar.

Fazit: Die vorhandenen und die realisierbaren erneuerbaren Kraftwerke sind als langfristiges Backup vollkommen unzureichend. Ohne Erdgas oder Wasserstoff geht es nicht.“

 

Um Biogasanlagen als langfristiges Backup zu nutzen müsste man

  • das Biogas zu Biomethan gereinigt werden, 
  • 9000 Höfe an das Erdgasnetz anschließen,
  • die Kapazität der Gasmotoren vervielfacht werden.

Diese Investitionen werden sehr sicher nicht von den Bauern getragen werden. Felder für die Biomasseerzeugung werden zunehmend zugunsten von Solar aufgegeben. Die Verwendung von Mais und anderen hocheffizienten Energiepflanzen in Biogasanlagen ist inzwischen rechtlich stark eingeschränkt. Ohne diese Energiepflanzen kann nur weniger und teurer Biogas produziert werden.

 

Fun-Fact: Die Biogassynthese läuft über Wasserstoff als Zwischenschritt. Man könnte mit entsprechenden Bakterien oder anderen Verfahren auch Wasserstoff aus der Biomasse erzeugen. Die Gasreinigung könnte mit wasserstoffselektiven Membranen erfolgen. Das löst aber nicht das Mengenproblem. Das Verfahren wird für den Abfall (Schwarzlauge) bei der Zellstoffherstellung genutzt.

Oder man kann aus Biomasse gut transportierbare flüssige Kraftstoffe herstellen. Vom Papier zum Biokraftstoff

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missionE
· bearbeitet von missionE
vor 15 Stunden von Holgerli:

direkt wieder eine neue, wilde Behauptung aufzustellen?!

Das ist doch Allgemeinwissen. Selbst Grüne und Bundesregierung sagen, dass es Back-Up-Kraftwerke benötigt. Windkraft hat man im Schnitt rund 22% der Zeit und Sonne im Wesentlichen 10% der Zeit zwischen 8:00 und 16:00 Uhr, aber nicht an allen Tagen. Wind + Sonne leisteten bisher einen marginalen Beitrag (9% des Bruttoendenergieverbrauchs) und der Anteil an der bisherigen Dekarbonisierung lag bei 6% für 500 Mrd. EUR + X und auch du weißt, dass EEs mit dem Ausbau immer teurer werden, weil man an schlechtere Standorte muss (z.B. Bayern) und leider passt da die Physik nicht, da die Stromerzeugung kubisch zum Wind ist: \(P\sim v^{3}\)

Sinkt die Windgeschwindigkeit, nimmt der Windertrag überproportional (kubisch) ab. Der Zusammenhang im Detail Kubischer Abfall (unterhalb der Nennwindgeschwindigkeit):

Verdoppelt sich die Windgeschwindigkeit, verachtfacht sich die Leistung (2³ = 8). Halbiert sich hingegen die Windgeschwindigkeit, sinkt der mögliche Ertrag auf ein Achtel (0,5³ = 0,125 bzw. 12,5 %). Kleine Veränderungen der Windgeschwindigkeit haben dadurch massive Auswirkungen auf den Stromertrag.

Der Ausbau wird also zunehmend mühsamer, da man höher + teurer bauen muss und auch bei Solar ist es so, dass der einfach so nutzbare Ertrag abnimmt mit jedem GW "Überbau", da der Strom nur noch durch Akkus nutzbar wird. 

 

Die EE-Subventionierung macht mittlerweile rund 15% der Lohnsteuer Einnahmen aus und die Kosten eines Stromversorgungssystem pro kWh werden doch nicht dadurch günstiger, dass Sie der Steuerzahler zahlt. Es ändert sich lediglich die Verteilung der Kosten.

 

Frage Gemini mal folgendes:

Wie hoch sind die steuerlichen Stromsubventionen in Summe pro Jahr (also Netzentgeltsenkung, Stromsteuersenkung, EEG-umlage und mehr pro Jahr?

 

Der Bund subventioniert die Strompreise im Jahr 2026 mit einer historischen Rekordsumme von rund 29,5 Milliarden Euro. [1, 2]

Diese Gesamtsumme setzt sich laut Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) aus verschiedenen großen Töpfen zusammen: [1, 2]

Übernahme der ehemaligen EEG-Umlage: ca. 17 Milliarden Euro (wird seit dem Wegfall direkt aus dem Bundeshaushalt/KTF finanziert).

Bundeszuschuss zu den Netzentgelten: ca. 6,5 Milliarden Euro zur Dämpfung der Netzkosten.

Mindereinnahmen durch die Stromsteuersenkung: ca. 3,9 Milliarden Euro (vor allem durch die Absenkung auf den EU-Mindestsatz für das produzierende Gewerbe).

Industriestrompreis-Förderung: ca. 1,5 Milliarden Euro. [1, 2, 3, 4, 5]

 

Ergänzung: auf die oben genannten Beträge kommen beim Endverbraucher (EEG-Umlage), Netzentgelte nochmal rund 19% Umsatzsteuer, die dem Staat entgehen. In Summe ist man also bei rund 35 Mrd. EUR Stromsubvention auf Höchststand, weil die Kosten nicht mehr tragbar sind und trotz der Förderung auf Höchststand gehören unsere Stromkosten weltweit zu den Höchsten.

Diese Förderung gibt es für mickrige 9% am Bruttoendenergieverbrauch und auch der Anteil am CO2 frei/arm  erzeugten Strom ist im vergleich zu 2015 gerade mal um 15% gestiegen. Was gesunken ist, ist der Stromverbrauch (von 605 TWh auf 495 TWh und für 2026 rechnet man sogar mit 480 TWh). 

 

Diese Kosten darf man nicht außer Acht lassen und Gas wird vor allem wegen der EEs benötigt. In Frankreich liegt der Gasanteil aus Strom bei 3%.

https://lowcarbonpower.org/de/region/Frankreich

In Schweden liegt der Gas-Anteil bei rund 0,1%  https://lowcarbonpower.org/de/region/Schweden

In Finnland bei 1,5% https://lowcarbonpower.org/region/Finland

Was haben diese Länder gemeinsam? Hohe Anteile von günstigem Atomstrom, denn sie haben nicht mit Mühe (500 Mrd. EUR + X) Atom durch EEs ersetzt, sondern EEs als Ergänzung hinzugenommen.

 

image.thumb.png.c13cad97dc026acb66119918665e333e.png

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Holgerli
vor 6 Stunden von reko:

Ohne Erdgas oder Wasserstoff geht es nicht.“

Und wieder nur eine Behauptung ohne Grundlage oder Quelle.

 

Zum Wasserstoff: Selbst mit Förderung kommt Wasserstoff ja nicht aus den Pötten.

Das Diagramm  hatte ich ja schon im Wasserstoff-Thread gepostet. Dazu hattest Du da nichts mehr geschrieben und machst jetzt halt hier im Thread mit den Wasserstoff-Märchen weiter:

Diagramm.jpg.9981a34a218f3289e5833b5bad3891c4.jpg

Quelle: https://www.review-energy.com/hidrogeno/europe-needs-up-to-60-billion-to-close-its-hydrogen-gap-by-2030

 

Trotz, dass man in Europa Wasserstoff fördert, fördert fördert, hat man es in 6+ Jahren nur mit Ach und Krach hinbekommen 677 MW an Elektrolyzern hinzustellen. 

Und so bescheiden wie der Zubau in den ersten 6 bis 7 Monaten von 2026 ist: Egal wieviel Du erzählst: Wasserstoff wird nie aus der Nische rauskommen!

Und Erdgas? Der Preis explodiert gerade wieder und ist Hauptreiber des Preisanstiegs beim Strom.

 

Was hingegen wie wild vom Markt ausgebaut wird ohne Subventionen: Akku-Speicher

 

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missionE
vor einer Stunde von Holgerli:

Was hingegen wie wild vom Markt ausgebaut wird ohne Subventionen: Akku-Speicher

Kannst Du das belegen? Akku-Speicher sind bekanntlich von der Umsatzsteuer für Private befreit und Großspeicher 20 Jahre lang netzmissbräuchlich von den Netzentgelten befreit. Das ist so eine hohe Subvention, dass die Unternehmen gerade wie blöd Vorratsanträge stellen, weil die Subvention bald entfallen wird und dann lohnen sich Akku-Speicher tendenziell nur, wenn sie auch netzdienlich und nicht netzfeindlich zur Arbitrageprofitzwecken eingesetzt werden. Die Bundesnetzagentur hatte dazu festgestellt, dass das Befreiungsprivileg europarechtlich kritisch ist und vor allem energiewirtschaftlich nicht zweckmäßig. 

https://www.pv-magazine.de/2026/05/28/netzentgeltbefreiung-fuer-batteriespeicher-bleibt-aber-das-fenster-schliesst-sich/

Die Bundesnetzagentur hatte angedeutet, dass auch bereits in Betrieb befindliche oder im Bau befindliche Anlagen nachträglich mit Netzentgelten belastet werden könnten. Für Investoren, die ihre Renditerechnung auf Basis der geltenden 20-jährigen Befreiung aufgestellt hatten, wäre das ein fundamentaler Eingriff in bestehende Finanzierungsmodelle gewesen. 

Dass die Bundesnetzagentur diesen Weg nun ausdrücklich nicht geht, ist das eigentlich Bedeutsame an der aktuellen Entscheidung – und der Grund, warum die Erleichterung in der Branche so groß ist. Die Kehrtwende der Behörde ist damit auch eine Reaktion auf diesen Druck. Dennoch bringt die neue Festlegung eine wesentliche Neuerung mit sich, die in der öffentlichen Wahrnehmung noch nicht ausreichend gewichtet wird: Der Bestandsschutz gilt künftig nicht mehr allein für Anlagen, die bis August 2029 in Betrieb gehen. Hinzukommen muss, dass die finale Investitionsentscheidung – die sogenannte FID – vor Inkrafttreten der neuen Festlegung getroffen wurde. 

 

Aktuell läuft daher ein irrer Boom mit massiven Vorzieheffekten (kennt man ja von jeglichem Subventionswegfall), um sich diese Subventionen gerade noch viele Projekte für 20 Jahre zu sichern. 

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Holgerli

n-tv: Wettlauf um sofortigen KI-Strom - Tech-Konzerne reißen sich um Gasturbinen, Brennstoffzellen und Erneuerbare

 

KI-Rechnenzentren brauchen sofort und zu 99,999% zuverlässigen Strom. 

 

- Gasturbinen sind auf Jahre hin ausverkauft 

- In den USA (aber eigentlich auch Europa): Neue Atomkraft gibt es nicht, alte Atomkraft ist auf Jahre ausgebucht 

- Wasserstoff gibt es nicht

- Kohle ist viel zu teuer

- Nur PV, Wind und Speicher können liefern

 

Die Lösung: PV, Wind und Speicher.

- Auch wenn Ronald McDonald was anderes erzählt: Dank KI boomen EEs in den USA. Auch für europäische EE-Unternehmen wie Vestas.

- Die Schwarz-Gruppe baut Rechnenzentren in Deutschland an der Küste, wegen der EEs.

- TSMC ist nur nach Dresden gekommen, weil der Flughafen offen bleibt und man EEs bekommt.

 

Und das richtig geile:

- Atomkraft braucht bis mindestens 2035 um neue Kapas zur Verfügung zu stellen. Wenn das mit dem Platzen der KI-Blase stimmen sollte, dann wird das Thema Atomkraft gleich mitbegraben. Somit hätte das Platzen einer Blase erstmalig einen positiven Effekt! :wub:

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reko
· bearbeitet von reko
vor 55 Minuten von Holgerli:

KI-Rechnenzentren brauchen sofort und zu 99,999% zuverlässigen Strom. 

... Nur PV, Wind und Speicher können liefern

Netzanschlüsse für KI-Rechenzentren sind in Deutschland kaum zu bekommen.

PV, Wind und Akkuspeicher sind aber leider nicht zu 99,999 % zuverlässig – scheiden also ohne Backup aus.

Die schnellste Lösung sind Off-Grid-Gaskraftwerke, auch wenn man auf die Gasturbinen warten muss (z.B. xAI „Colossus“ Supercomputer in Memphis, Vantage Data Centers in Ashburn). Geplant sind Off-Grid-Gaskraftwerke z.B. bei Amazon Web Services mit 7,65 Gigawatt in Texas und die „Stargate“-Projekte von OpenAI & Oracle mit 2,45 Gigawatt pro Standort.

siemens.com .. data-centers-power-generation-whitepaper-en.pdf

 

In den USA haben sich Rechenzentren für Jahrzehnte Atomstrom zugekauft – selbst wenn die KI-Blase platzen sollte. Einige Rechenzentrumsbetreiber beteiligten sich sogar an Kernkraftwerksunternehmen (z. B. Amazon-X-energy, Google-Kairos).

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Holgerli
vor 15 Minuten von reko:

PV, Wind und Akkuspeicher sind aber leider nicht zu 99,999 % zuverlässig – scheiden also ohne Backup aus.

Seit Jahrzehnten werden Akkuspeicher benutzt um unterbrechnungsfreie Stromversorgung zu gewährleisten. 

Jetzt aufeinmal - zumindest in der atomar-fossilen Welt von reko - stimmt das einmal nicht mehr. Ja ja, so verschieben sich die Grenzen der Physik... NICHT. :narr:

 

vor 17 Minuten von reko:

Die schnellste Lösung sind Off-Grid-Gaskraftwerke, auch wenn man auf die Gasturbinen warten muss.

Wer heute 5, 6, 7 Jahre auf ein neues Gaskraftwerk für sein KI-Rechenzentrum warten muss, ist übermorgen technologisch abgehängt. Deswegen boomen die EEs ja auch - entgegen Wünsche der alten, weissen Männer ja auch so. 

Rückwärts gewandte Ideologie trifft die Realität des Marktes. Nicht existenter und teurer atomar-fossiler Strom vs. schnell verfügbarem preiswertem Strom aus EEs.

 

vor 21 Minuten von reko:

In den USA haben sich Rechenzentren für Jahrzehnte Atomstrom zugekauft – selbst wenn die KI-Blase platzen sollte. Einige Rechenzentumsbetreiber beteiligten sich sogar an Kernkraftwerksunternehmen.

Sie versuchen es zumindest. 

Und das wird richtig spannend werden: Sollte die KI-Blase platzen und das Geld bei den KI-Unternehmen knapp werden und einige Pleite gehen, dann kommt massenhaft preiswerter Ex-KI-Strom aus EEs auf den Markt und gleichzeitig kauft niemand mehr überteuerten Atomstrom.

Je mehr ich drüber nachdenke: So eine hübsche KI-Blase in 10 Jahren wird mir immer sympathischer, allein um AKWs aus dem Netz zu bekommen. Bis dahin fleissig mit dem Boom EEs (auch für KI) zu bauen. Läuft. 

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reko
· bearbeitet von reko
vor 2 Stunden von Holgerli:

Sollte die KI-Blase platzen und das Geld bei den KI-Unternehmen knapp werden und einige Pleite gehen

Du rechnest damit dass Amazon, Microsoft und Google pleite gehen? Wenn nicht, dann sind die Verträge mit den AKW-Betreibern und Kernkraftwerksbauern  einzuhalten.

Microsoft ist 2025 offiziell der World Nuclear Association beigetreten.

Amazon hat vor wenigen Tagen den Bau einer riesigen SMR-Anlage mit zwölf Xe-100-Reaktoren angekündigt, übernimmt dafür die Finanzierung und hat eine langfristige Stromabnahmevereinbarung unterzeichnet.

 

Wenn Rechenzentren behaupten, mit Solar- und Windstrom zu arbeiten, geschieht dies meist virtuell über Zertifikate. Dabei wird keine Rücksicht darauf genommen, dass dieser Strom – zum Beispiel wegen einer Dunkelflaute – weder zeitlich noch örtlich zur Verfügung steht. Norwegen verkauft große Mengen an Zertifikaten nach Deutschland, weil es dort niemanden interessiert. Formal nutzen die Norweger dann fossilen Strom, und der verbleibende offizielle Strommix für die Norweger sieht verheerend aus. Das Land mit einem der besten Erzeugungsmixe (98% aus erneuerbaren Quellen) hat den schlechtesten Verbrauchsmix (80 bis 90 % aus fossilen und nuklearen Energien) - nur damit wir uns überlegen fühlen können. Die EU will diesen jährlichen Zertifikate-Schwindel zum Greenwashing abschaffen. Dann wird der Strommix in Deutschland wieder schlechter aussehen.

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reko
· bearbeitet von reko

Der staatseigenen Energiekonzerns Uniper hat eine Studie über die Dunkelflauten der Jahre 2016 bis 2025 erstellt.

Die längste Dunkelflaute in diesen 10 Jahren dauerte 161 Stunden.

uniper.energy/de/dunkelflauten

 

Im Winter 1996/97 gab es eine großflächige, kontinentale Wettersituation mit der intensivsten und gefährlichsten Dunkelflaute der letzten 35 bis 40 Jahre in Europa; sie dauerte 55 Tage. Selbst wenn man die Netzkapazität für einen europaweiten Stromaustausch bei Dunkelflauten bezahlen könnte, bräuchte man trotzdem Backup-Kraftwerke. Ob man statistisch alle 10 Jahre oder alle 35 Jahre den Strom ausgehen lässt, ist eine Frage der Risikobereitschaft. 

Ich bin mir sicher: Nach so einem Vorfall wird die Speicherdauer erhöht.

Quantifying the Dunkelflaute: An analysis of variable renewable energy droughts in Europe, DIW 2025

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Holgerli
vor 9 Minuten von reko:

Der staatseigenen Energiekonzerns Uniper hat eine Studie über die Dunkelflauten der Jahre 2016 bis 2025 erstellt.

Der größte Gasimporteur Deutschland und einer der größten Gashändler Europas informiert: Wie man mit Gaskraftwerken die Dunkelflaute bekämpfen kann! :narr:

 

In 26 Jahren Energiewende, mit und ohne Atomkraft, wurde immer wieder der Blackout in Deutschland prognostiziert. Das Gegenteil ist der Fall: Die jährliche Dauer von Stromausfällen in Deutschland von über 20 Minuten in 2026 auf unter 12 Minuten in 2024 gesunken!

Solche Blackout-Horror-Szenarien werden immer wieder gerne gestreut. Hier jetzt von Uniper, die gerne Gas verkaufen möchten.

 

vor 25 Minuten von reko:

Im Winter 1996/97 gab es eine großflächige, kontinentale Wettersituation mit der intensivsten und gefährlichsten Dunkelflaute der letzten 35 bis 40 Jahre in Europa; sie dauerte 55 Tage. Selbst wenn man die Netzkapazität für einen europaweiten Stromaustausch bei Dunkelflauten bezahlen könnte, bräuchte man trotzdem Backup-Kraftwerke. Ob man statistisch alle 10 Jahre oder alle 35 Jahre den Strom ausgehen lässt, ist eine Frage der Risikobereitschaft. 

Ich bin mir sicher: Nach so einem Vorfall wird die Speicherdauer erhöht.

Quantifying the Dunkelflaute: An analysis of variable renewable energy droughts in Europe, DIW 2025

 

Hast Du selber auch nur den Abstract gelesen oder war nach 55 Tagen direkt wieder Schluss?

Denn die wichtige Information zu den 55 Tagen "drought" - zu Deutsch:  Dürre und eben nicht Dunkelflaute! - steht auch in dem Abstract!

 

Zitat

In a perfectly interconnected Europe, the most extreme drought event occurred in winter 1996/97 and lasted 55~days. Yet, the average renewable portfolio availability during this event was still 47% of its long-run mean.

Also auf gut deutsch: In diesen 55 Tagen der Dürre war immer noch 47% der EEs verfügbar. Und eben nicht 0% oder was auch immer reko suggerieren möchte. Europa wird also nicht dunkel. 

Und in so einer Mangellage würden Marktmechanismen greifen: Der Strom würde deutlich teuer und jeder der es kann würde in der Zeit den Stromverbrauch senken.

 

Fazit:

Drama, Drama, Drama. Es gibt nichts über eine gute Panikmache! Nachdem der Blackout ohne AKWs nicht kam, müssen nun die Gaskraftwerke herhalten. Spannend wird, welche Sau nach den AKWs und Gaskraftwerken aber ohne Dunkelflaute durchs deutsche Dorf getrieben wird. 

 

 

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reko
· bearbeitet von reko

@Holgerli Der gleiche Autor hat in Natur diese Daten präzisiert und kommt selbst mit perfekter Netzinfrastruktur über ganz Europa auf einen Bedarf an Langzeitspeicher-Kapazität von mindestens 159 Terawattstunden, realistischer 351 Terawattstunden. Kannst Du das mit Akkus realisieren?

Long-duration electricity storage needs for coping with Dunkelflaute events in Europe, nature 2026

 

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