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Hotzenplotz2

Es tut mir Leid aber ich habe jetzt nur bedingt Zeit Abstraktionsfähigkeit und schulische Grundrechenarten zu erklären. Ich würde empfehlen, den Podcast zu hören und etwas nachzudenken, dann kommt man drauf. 

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reko
· bearbeitet von reko
vor 6 Stunden von Hotzenplotz2:

SCience Cops bisher extrem präzise und gut unterwegs. Jetzt gibt es auch eine Folge zum Thema "Zappelstrom". 

Ein relativ flaches Niveau.

@24:25  Falsch ist:  Der größte Teil der Kosten von Kernkraftwerken sind Personalkosten, Richtig ist: der größte Teil sind Kapitalkosten (wie auch bei Solar und Wind). Die Kosten sind in China niedriger weil es dort keine Bauverzögerungen gibt. 

Das gleiche Problem gibt es beim Stromnetz. Dort hat Deutschland kurzerhand die aufschiebende Wirkung von Klagen per Gesetz abgeschafft.

Die Rentabilität hängt davon ab auf wie viel Jahre man das Invest abschreibt. Wenn man Kernkraftwerke nach 20 Jahren abschaltet sind sie nicht rentabel. Betreibt man sie 80 Jahre sind sie rentabel.

 

@28:14 Ehrlich und Richtig: "Ja die Energiewende wird teuer, sie wird aber so oder so teuer"

 

Es werden keine konkrete Vergleichsrechnungen aufgestellt (erwarte ich hier auch nicht) sondern die üblichen Meinungen mit deutschen Bias wiedergegeben. Den größten Einfluss bei Wirtschaftlichkeitsrechnungen hat der unterstellte Zinssatz. Deshalb hat man die Zinsen für Solar und Wind durch die Verlagerung von Risiken auf die Verbraucher extrem billig gemacht. Auch bei ausländischen Kernkraftwerken wird inzwischen ein Strompreis garantiert (z.B. Contracts for Difference). Wenn es um die Bereitstellung von Backup für Solar und Wind geht, dann kann das nur über einen Kapazitätsmarkt abgewickelt werden. Für Backup sind Akkus absolut ungeeignet. Auch wenn man irgend wann Akkuspeicher für 24 Stunden hat braucht man immer noch die gleiche Backupkapazität.

Man bezahlt für die Erneuerbaren (Wind/Solar).

Man bezahlt für die Akkus (um den Tag-Nacht-Wechsel auszugleichen).

Man bezahlt für die Gaskraftwerke (die als 100-Prozent-Sicherheitsnetz bereitstehen müssen).

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Hotzenplotz2

Ich meine ich bin kein Experte für Energiesysteme aber da ich z.B. die chemischen und physikalischen Zusammenhänge in anderen Folgen sehr gut verstehe bin ich mir doch recht sicher, dass wir da von keinem flachen Niveau reden. Wäre ja schon außergewöhnlich, wenn ausgerechnet in dieser einen Folge das Niveau massiv einbricht.
Ich denke eher, dass es nicht in dein Weltbild passt.

Wenn du dich auch nur einmal an deine eigenen Forderungen halten würdest, und bei Atomkraft ebenso die Kosten einpreisen würdest, dann würde sich eine Diskussion lohnen. Da du das aber sowohl hier als auch im Kernenergie Thread weiterhin nicht tust und verleugnest, langweilt es mich eher. 

 

vor 2 Stunden von reko:

Man bezahlt für die Erneuerbaren (Wind/Solar).

Man bezahlt für die Akkus (um den Tag-Nacht-Wechsel auszugleichen).

Man bezahlt für die Gaskraftwerke (die als 100-Prozent-Sicherheitsnetz bereitstehen müssen).

Man bezahlt für den Bau.
Man bezahlt für die Mindestabnahme.
Man bezahlt bei den Verzögerungen die Opportunitätskosten.
Man bezahlt für das gebundene Kapital.
Man bezahlt für den Rückbau.
Man bezahlt für die Endlagerung.
Man bezahlt für den GAU.
Man bezahlt für die Kühlung.

Natürlich kostet das alle Geld. Aber wir sind in FR und GB schon alleine bei den Baukosten bei einem Faktor 3..4..5.. und der Rest ist noch weitestgehend ungeklärt. Gleichzeitig sich über Bauprojekte in Deutschland beschweren und glauben, wir könnten kostengünstig Atommeiler bauen ist auch nen Witz für sich....

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HHanseat
vor 3 Stunden von reko:

Ehrlich und Richtig: "Ja die Energiewende wird teuer, sie wird aber so oder so teuer"

Ja, wobei Deutschland sich hier auch besonders ungeschickt anzustellen scheint: sehr hohe Kosten, intransparente Finanzströme und noch immer viel dreckige Kohleverstromung. Im (Zwischen-)Ergebnis nach 25 Jahren Energiewende überdurchschnittlich teurer Strom und 10x so hohe CO2-Intensität wie manche Nachbarn, und keine Perspektive auf deutliche Besserung. Liegt das nun daran, dass wir in D besonders doof sind, oder haben sich diverse Insider ein gemütliches Umverteilungssystem eingerichtet? 

 

Wenn es wirklich um Klimaschutz ginge, könnte man auch einfach über CO2 Steuern bzw. Emissionshandel den Markt die beste Alternative finden lassen. So wie es jetzt läuft, werden wir auch nach 2038 weiter Kohle verbrennen und Fossile verheizen. 

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reko
· bearbeitet von reko
vor 1 Stunde von Hotzenplotz2:

Ich denke eher, dass es nicht in dein Weltbild passt.

Abgesehen von kleineren Fehlern passt es sogar sehr gut in mein Weltbild.  Man braucht ein Backupsystem - wie das Backupsystem aussehen soll, darüber habe ich hier nichts gesagt.

@47:11 "es ist überhaupt nicht die Idee und auch überhaupt nicht sinnvoll, große Batteriespeicheranlagen dafür zu nutzen, mehrtägige Dunkelflauten auszugleichen. Das wäre sogar ziemlich dumm. .. Batterien sind viel besser eingesetzt, wenn man Stromenergie darin nicht für sehr lange, sondern für sehr kurze Zeiträume speichert"

@52:02 "viel effizienter wäre es aber die Energie, die ich vielleicht im Sommer zu viel habe und im Winter brauche, über diesen längeren Zeitraum nicht in Batterien, sondern als Wasserstoff oder synthetisches Gas zu speichern"

@52:44 Und tatsächlich diese 50 bis 60 Tage, die sind gar nicht so falsch. .. Wenn man jetzt nur Deutschland isoliert betrachten würde, also unter der Voraussetzung, es gibt doch nichtmals einen Stromhandel, dann lag die längste Dunkelflaute ähm, die die Forscher gefunden haben, sogar bei 109 Tagen."

 

Erwarten wir, dass uinsere Nachbarn uns retten werden oder wird es einfach normal, dass man gelegentlich wochenlang keinen öffentlichen Strom bekommt.

Fraglich ist warum Leute synthetisches Gas herstellen wollen, wenn es viel leichter ist synthetische Flüssigkeiten herzustellen. Ich habe aber eine Vermutung. Sabatieranlagen gibt es nur in kleineren Pilotprojekten. Methanolanlagen wurden in den letzten Jahren als kommerzielle Großanlagen gebaut. Ein anderes Thema ist auch wo die synthetischen Energieträger zu welchen Kosten produziert werden.

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HHanseat
vor 17 Minuten von reko:

Erwarten wir, dass unsere Nachbarn uns retten werden

Meine Vermutung: es wird im wesentlichen weiterlaufen  wie aktuell, dreckige Kohleverstromung und Importe von den Nachbarn:

image.thumb.png.d4fd1605a4f5b7b289d9bbc66645fee5.png 

Quelle (stets aktuell) 

 

 

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli

Zwei spannende Studien vom Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik:

 

1.) Bereits ein Ausbau von 20 Gigawatt Speicherleistung mit vier Stunden Speicherkapazität hätte auf ein Jahr gerechnet etwa 3,9 Milliarden Euro Kostenersparnis zu Folge.

Baukosten ca. 18 Mrd Euro. Amortisationszeit: 5  bis 7 Jahre. Versuch das mal mit einem AKW.

 

2.) 60 GW  bzw. 240 GWh zusätzlicher Speicher an Umspannwerken ermöglichen es, die Anzahl der PV-Leistung in Deutschland von ca. 130 GW um 150 GW auf fast 300 GW zu verdoppeln, und es müssen dann nur noch 1% PV-Strom abgeregelt werden.

Baukosten ca: 54 Mrd Euro.

 

Falls die Frage kommt: Wer soll das denn alles bezahlen: 18 bzw. 54 Mrd. sind 1,3 bzw. 4 AKWs von einem Flamanville 3 bzw. Olkiluoto 3 aber halt schnell und finanziell sinnvoll. REchnet man es gegen das finanzielle Wahnsinnsprojekt Hinkley Point C, dann könnte es schwer werden mit den 54 Mrd Euro auch nur ein AKW zu bauen.

 

Also: Abseits von Anti-Erneuerbare-Propaganda zeigen seriöse Studien, dass Batterie-Speicher der kostengünstige Weg ist, um das deutsche Stromnetz schnell, preiswert und stabil umzubauen und uns schnell weg von obsoleten fossil-atomaren Technologien wegzubringen.

 

 

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missionE

Äh, naja also ein modernes AKW läuft rund 80 Jahre und das gilt selbst für gut gepflegte alte. Das AKW Gösgen in der Schweiz ging 1979 ans Netz und die Stromerzeugungskosten sind durch Betriebsoptimierungen trotz Inflation stetig von 6,6 Rappen auf rund 4 Rappen gefallen, wobei sie schwanken und mal drüber und mal drunter liegen. Man rechnet mit einer Abschaltung evtl. 2059. Im Jahr 2025 gab es eine große Revision (wenig Stromproduktion) und die Gestehung lag bei über 10 Rappen. Dafür liegt Sie in den Folgejahren wieder super niedrig.

 

BESS Nutzungsdauern mit extremen Zyklen liegen so bei 10-12 Jahren 

https://www.pv-magazine.de/2026/03/23/bess-abschreibung-nutzungsdauer-komponentenansatz-und-steuerliche-besonderheiten-im-ueberblick/

Du musst die 54 Mrd. EUR also schon auch in etwa 6-7 mal in der Zeit erneuern und die PV auch ca. 3- 4 mal runderneuern. Überschlagsmäßig käme man da zu heutigen Kosten auf rund 250 Mrd. EUR als Vergleichswert. Sicherlich werden die Kosten noch sinken, aber seriöser Weise muss man schon die unterschiedlichen Ersatzzeiträume berücksichtigen und nichts hat so nachhaltige Nutzungszeiten wie ein AKW.

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missionE
· bearbeitet von missionE
vor 2 Stunden von Holgerli:

Also: Abseits von Anti-Erneuerbare-Propaganda zeigen seriöse Studien, dass Batterie-Speicher der kostengünstige Weg ist, um das deutsche Stromnetz schnell, preiswert und stabil umzubauen und uns schnell weg von obsoleten fossil-atomaren Technologien wegzubringen.

 

Naja, schnell kann jeder selbst definieren. Wir haben im Jahr 2014 ca. 245 TWh CO2 freien Strom produziert und heute sind es etwa 280- 290 TWh im Jahr 2025. Das sind nun ca.30-40 TWh also rund 4 TWh pro Jahr.....im Grunde genommen nichts und gekostet hat es mehr als 500 Mrd. EUR. Es gibt nichts teureres als den Atomausstieg, denn welche Kosten werden jetzt gespart? Ist das Endlagerproblem gelöst?, der Rückbau?, das Lagerproblem der Brennstäbe vor Ort? usw... 

 

Ach ja, der Anstieg des CO2 freien Stroms am Strommix basiert übrigens im Wesentlichen auf der Steigerung der Energieeffizienz (Lampe z.B. nur noch 10%) der Haushalte und Unternehmen (und seit 2018 natürlich auf Rückgang der Industrieproduktion) .

2014 hatten wir noch einen Stromverbrauch von 605 TWh und kein "Netzproblem" und heute verbrauchen wir in Dtl. 495 TWh (also rund 18%) weniger als 2014 und haben ein Netzproblem und müssen das Netz massiv ausbauen. Unser Netz hat damals also 110 TWh locker mehr vertragen (zur Einordung: mit 100 TWh könnten wir die gesamte Auto-Flotte auf E- umstellen).

 

Und die mickrigen 40 TWh, die wir mehr an CO2 freiem Strom heute haben, kamen nicht umsonst vom Himmel gefallen, sondern kamen durch hart erarbeitetes Steuergeld, der in Raubbau an Naturressourcen gesteckt wurde. Das sagt Claude (aber auch jede andere AI) zur Materialintensität (Stahl, Beton, Glas usw.):

 

Die Lebensdauern (Solar 30 Jahre, Wind onshore 25, Wind offshore 30) habe ich aus der Studie übernommen. Die Kapazitätsfaktoren zum Teil an Realwerte angepasst.

Neu berechneter Materialbedarf

Technologie                                       Kapazitätsfaktor                         Lebensdauer                                  Materialbedarf (t/GW)               Materialbedarf (g/kWh)

Kernkraft (Studienannahme)                     85 %                              60 Jahre                                     280.000 bis 605.000                     ca. 0,6 bis 1,4

Kernkraft (Variante)                                   80 %                              40 Jahre                                     280.000 bis 605.000                     ca. 1,0 bis 2,3

Solar-PV                                               ca. 10 %                            30 Jahre                                      ca. 114.000                                    ca. 4,3

Wind onshore (Bestand)                            20,2 %                        25 Jahre                                       ca. 544.000                                   ca. 12,3

Wind onshore (Neuanlagen)                  ca. 27 %                       25 Jahre                                          ca. 544.000                                   ca. 9,1

 

Die Werte in der Studie waren 1,8 g/kWh für Solar, 7,1 für Wind onshore und 2,0 für Wind offshore. Solar steigt also auf mehr als das Doppelte, Wind onshore auf etwa das 1,3- bis 1,7-Fache.

Bei der Einordnung sollten Sie einiges beachten:

Solar: Die Materialdaten gelten für eine Freiflächenanlage. 

Wind onshore: Der Bestand enthält viele ältere, kleinere Anlagen mit anderem Materialeinsatz als die 3,4-MW-Referenzturbine der Studie. Der Wert von 9,1 g/kWh gilt für neue Anlagen bei sonst gleichem Materialbedarf.

Wetterjahre: Einzelne Jahre schwanken stark. So lag die Windstromerzeugung 2025 wegen schlechterer Windverhältnisse unter dem Vorjahr.

Systemgrenzen: Netzausbau, Speicher und Backup-Kraftwerke sind weiterhin nicht enthalten. Für ein deutsches Gesamtsystem würde das Solar und Wind zusätzlich belasten.

Insgesamt bleibt die Rangfolge gleich: Kernkraft liegt vorn, dann Offshore-Wind und Solar, Onshore-Wind am Ende. Der Abstand zu Solar und Onshore-Wind wird bei deutschen Kapazitätsfaktoren aber größer."

-> Der Materialeinsatz ist bei Wind um den Faktor 5-20 höher als bei Kernkraft.

Für 40 TWh mehr CO2 freien Strom haben wir über 500 Mrd. EUR ausgegeben und massivsten Naturraubbau betrieben und haben jetzt auch noch zusätzlich die Rückbaukosten der AKW an der Backe, ohne den AKW Nutzen von günstigen Grenzkosten bei Weiternutzung, die eben auch noch den Materialbedarf pro erzeugter kWh noch weiter gesenkt hätte.

 

Und ach ja, wir hätten auf den Raubbau und die 500 Mrd. EUR weitgehend verzichten können, denn die fast beschlossene AKW Verlängerung lag bei 17 Jahren für jüngere AKW und 8 für ältere im Jahr 2011.  Man hätte die wie in der Schweiz, Frankreich und anderswo auch noch weiter verlängern können.

 

Jedem EE Befürworter muss doch bewusst sein,  dass die mickrigen 40 TW über 11 Jahre keine Wende sind, sondern nur ein Ersatz schon bestehender AKW. Rund 10% mehr CO2 freie Stromproduktion in gut 11 Jahren ist sehr, sehr teuer erkauft wurden. Das Netz hat damals schon easy 110 TWh mehr Verbrauch verarbeiten können und heute reden wir dann über "notwendigen" Netzausbau und "Engpässe". Das liegt daran, weil Stromerzeugung und -verbrauch zeitlich und räumlich immer weniger zusammenpassen. Muss man halt noch mehr Raubbau betreiben und noch ein paar Batterien rankarren und Monster-Kabel verlegen, wenn nachhaltige AKW Nutzung keine Option ist. So sind nunmal die Stromverbrauchs- und Produktionszahlen.

 

Gewonnen war daher in Punkto CO2 Reduktion bisher herzlich wenig. Das einzige was, wirklich was gebracht hat, war die Steigerung der Effizienz und der Deindustrialisierung (oder positiv gewandt, der Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft), da dadurch der Stromverbrauch deutlich gesunken ist.

 

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Holgerli

Ja, ja die Geschichte des ewig laufenden AKWs. ;) 

Erst waren es 40 Jahre. Dann sollten es 50 Jahre werden. Jetzt sind 80 Jahre. Demnächst 100 oder 200 Jahre? ;) 

Das schöne an so einem ewig laufenden AKW: Quasi keine Kosten. Nicht für Wartung, nicht für Instandhaltung. Das perfekte Perpetuum mobile. ;) 

Sieht man ja perfekt an Flamanville 3: Geht jetzt, nach wenigen Monaten Betrieb,  wieder für ein knappes Jahr vom Netz um erstmal die gröbsten Bauschäden zu reparieren. 

Und die "gepflegten" belgischen AKWs deren Kühlsystem so mit Mikrorissen übersäht ist, das dass Kühlsystem nur noch mit warmen Wasser läuft, weil sonst die Kühlrohre bersten würden.

 

Und dann natürlich das AKW Gösingen in der Schweiz: War erstmal vom Mai 2025 bis Ende März 2026 10 Monate komplett vom Netz um dann im nach ein paar Tagen zu geplanten Sommer-Revision bis Ende Juni 2026 wieder vom Netz zu gehen. 

Kannst Du Dir nicht ausdenken, dass man so ein Bröckel-Reaktor als Pro-AKW-Beispiel nimmt. ;) 

 

Und bezüglich der angeblichen Nutzungsdauer von BESS-Speichern: Der Link redet über die Abschreibungsdauer. Nutzungsdauer bei Abschreibung != Lebensdauer.

Witzig übrigens: Die angeblich geringeren Stromkosten bei Uralt-AKWs kommt ja primär daher, dass diese schon komplett abgeschrieben sind und somit einen Nullwert haben. Bei Atomkraft wird das als Vorteil gewertet, wegen angeblich billigem Strom. 

Bei einem BESS-Speicher hingegen wird Abschreibung als Defekt gewertet. Schon komisch wie gleiche Prozesse unterschiedlich gewertet werden um sich AKWs schön zu rechnen. ;) 

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missionE
· bearbeitet von missionE

Das AKW läuft nun halt schon 47 Jahre und Du hast Recht, ja warum eigentlich nicht 100 oder 200 Jahre repowern? Spricht aus Deiner Sicht was gegen nachhaltige Nutzung und Umweltschutz?

 

Und was heißt "Bröckl" AKW? Die 

"Das KKG erzeugt mittlerweile achteinhalb Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr und deckt damit etwa ein Siebtel des schweizerischen Stromverbrauchs. Die Nettostromproduktion ist über die Jahre um 25 Prozent gestiegen. Das entspricht rund zwei Milliarden Kilowattstunden zusätzlich pro Jahr. Diese Produktionssteigerung wurde möglich, indem die Reaktorleistung und die Verfügbarkeit erhöht sowie der Wirkungsgrad mehrfach verbessert wurde. In der Jahreshauptrevision 2013 investierte das KKG erneut in eine verbesserte Energieeffizienz. Für über 180 Millionen Franken wurde die Turbogeneratorgruppe modernisiert und so die Stromproduktion im Umfang eines mittelgrossen Flusskraftwerkes erhöht. Über die Jahre 2010 bis 2017 investierte das KKG gar rund eine Milliarde Schweizer Franken für laufende Modernisierungen. Die Stromgestehungskosten sind von 6,30 Rappen pro Kilowattstunde im Jahre 1980 und 3,98 Rappen im Jahr 2011 auf 2,42 Rappen im Jahr 2017 gesunken. Die Kosten für die zukünftige Stilllegung der Anlage und für die Entsorgung radioaktiver Abfälle sind darin bereits enthalten."

 

Seit 2022 wird die Anlage fit gemacht für 60 Jahre Laufzeit und das kostet ein wenig, aber die Zahlen sind fabelhaft positiv oder findest Du die 4-5 Rappen teuer, wenn allein EEG Kosten bei zuletzt 6-7 cent / kWh lagen, die Du als Steuerzahler berappen musst, um den günstigen KKW Strom zu ersetzen? Das müsstest Du mal erklären.

 

Die Berechnungen passen doch auch mit kurzen AKW Laufzeiten von 40 Jahren und so lange läuft ein KKW nun leicht.

 

Die technische Lebensdauer von Batterien ist aktuell unsicher. Aktuell habe ich in dem Bereich zu tun z.B. auch mit dem TÜV-Nord, der das technisch beleuchtet. Manche Batteriespeicherbetreiber zahlen gern nochmal rund 15-20% der Batteriekosten für Garantieverlängerungen bis zu 12 Jahre, weil sie Angst haben, dass die Batterie vorher zum Totalschaden wird. In China wurden die Linien alle super schnell hochgezogen und bestimmte Mängel treten leider dann doch erst später auf. Dennoch mag es sein, dass man die Lebensdauer nochmal über 50% ausweiten kann. Selbst wenn man die Nutzung verdoppeln könnte, musst Du den Batteriepark dennoch 3-4 mal erneuern und der Ressourcenfrevel bleibt ohnehin. Ich bin selbst jetzt kein "Ressourcenschoner", wenn es um Luxus, Wohnen usw. geht und Mensch dafür etwas haben. In dem Fall hat halt keiner etwas davon, weil vorher mit AKWs der Strom schon CO2 frei war und genauso floss und nur durch Ressourcenfresser und Naturraubbau ersetzt wurde (bislang) oder würdest Du sagen, dass die Beton-Stahlmonster der EEs vom Himmel gefallen sind ?

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Holgerli

Vom Regen in die Traufe: 

 

Deutschlands neue Abhängigkeit - Nach Putin sitzt nun Trump am Gas-Erpressungshebel

 

Und die USA waren mal unserer engster und wirklich jedem Zweifel erhabener außereuropäischer Verbündeter. 

Da darf man sich dann halt fragen wie sinnvoll es ist sich mit Import-Wasserstoff-(Derivaten) aus heute schon nicht ganz astreinen Ländern erneut abhängig machen zu wollen.

 

Und bevor das beliebte Scheinargument kommt: Ein PV-Modul oder ein Akku sind kein Verbrauchsstoff, der nachdem (wie z.B. Wasserstoff) er verheizt wurde schnell und endgültig weg ist.

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Geld-Klaus
· bearbeitet von Geld-Klaus
Am 19.9.2026 um 16:16 von missionE:

Äh, naja also ein modernes AKW läuft rund 80 Jahre und das gilt selbst für gut gepflegte alte. Das AKW Gösgen in der Schweiz ging 1979 ans Netz und die Stromerzeugungskosten sind durch Betriebsoptimierungen trotz Inflation stetig von 6,6 Rappen auf rund 4 Rappen gefallen, wobei sie schwanken und mal drüber und mal drunter liegen. Man rechnet mit einer Abschaltung evtl. 2059. Im Jahr 2025 gab es eine große Revision (wenig Stromproduktion) und die Gestehung lag bei über 10 Rappen. Dafür liegt Sie in den Folgejahren wieder super niedrig.

 

BESS Nutzungsdauern mit extremen Zyklen liegen so bei 10-12 Jahren 

https://www.pv-magazine.de/2026/03/23/bess-abschreibung-nutzungsdauer-komponentenansatz-und-steuerliche-besonderheiten-im-ueberblick/

Du musst die 54 Mrd. EUR also schon auch in etwa 6-7 mal in der Zeit erneuern und die PV auch ca. 3- 4 mal runderneuern. Überschlagsmäßig käme man da zu heutigen Kosten auf rund 250 Mrd. EUR als Vergleichswert. Sicherlich werden die Kosten noch sinken, aber seriöser Weise muss man schon die unterschiedlichen Ersatzzeiträume berücksichtigen und nichts hat so nachhaltige Nutzungszeiten wie ein AKW.

Ich finde es immer sehr amüsant, dass niemand der Befürworter von der größten Thematik bei den AKW's spricht: den Entsorgungskosten. Diese sind doch die eigentlichen Hauptkosten.

Wie viel kostet denn eine jahrtausende oder ggf. noch längere Lagerung? Das ist eigentlich gar nicht bemessbar und völlig verrückt. Sieht man auch gut an der sich seit Jahrzehnten anhaltenden Suche nach einem Endlager.

Atombefürworter kann man daher unterstellen, dass sie auf lange Sicht nicht rechnen können. Sie blenden den entscheidenen Kostenfaktor, der mit astronomischen Ungewissheiten daherkommt, vollkommen aus.

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Holgerli
vor 3 Stunden von Geld-Klaus:

Atombefürworter kann man daher unterstellen, dass sie auf lange Sicht nicht rechnen können. Sie blenden den entscheidenen Kostenfaktor, der mit astronomischen Ungewissheiten daherkommt, vollkommen aus.

Warum sollten sie auch? Sie haben doch Gewissheit: Nach spätestens 100 (eher 80 Jahren) sind sie tot. Dann ist es nicht mehr deren  Problem.Wenn man man sich das Durchschnittsalter eines typischen Atomkraft-Befürworters anschaut dann sind es eher 20 bis 30 Jahre. ;) 

Und auf 20 bis 30 Jahre hat man Gewissheit: Bis dahin wird man noch nicht mal ein Atommüllendlager gefunden, geschweige denn gebaut haben. ;) 

 

Richtig klasse finde ich persönlich aber: Von 80 (oder gar 100 oder 200) Jahre Laufzeit erzählen. Regulär versucht man aber nur das Uralt-AKW für max. 60 Jahre, also 13 weitere Jahre, am laufen zu halten. ;) 

 

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missionE
· bearbeitet von missionE
vor 5 Stunden von Geld-Klaus:

Ich finde es immer sehr amüsant, dass niemand der Befürworter von der größten Thematik bei den AKW's spricht: den Entsorgungskosten. Diese sind doch die eigentlichen Hauptkosten.

Wie viel kostet denn eine jahrtausende oder ggf. noch längere Lagerung? Das ist eigentlich gar nicht bemessbar und völlig verrückt. Sieht man auch gut an der sich seit Jahrzehnten anhaltenden Suche nach einem Endlager.

Atombefürworter kann man daher unterstellen, dass sie auf lange Sicht nicht rechnen können. Sie blenden den entscheidenen Kostenfaktor, der mit astronomischen Ungewissheiten daherkommt, vollkommen aus.

So banal wie es scheint, ist es nicht:

Es gibt Kosten der Entsorgung wie bei jedem Betrieb von Anlagen und auch für atomare Reststoffe. Es ist nur nicht so, dass man für jeden Reststoff ein neues Lager benötigt. Deshalb sinken die Kosten massiv pro produzierten Reststoff. Wären wir 30 Jahre früher ausgestiegen, wären unsere Kosten und unser Endlagerproblem immer noch hoch / dringend wie heute, aber wir hätten halt auf 30 Jahre Nutzung verzichtet und dadurch noch mehr Kosten gehabt. Umgekehrt wäre der Ausstieg viel günstiger,  wenn wir noch weitere 30 oder 60 oder noch mehr Jahre AKW nutzen würden. Es wäre ein Segen, dass wir noch kein Endlager haben, weil man dann gleich ein passendes suchen kann anstatt evtl. ein zweites suchen zu müssen.

 

Als Börsianer sollte man zudem den Zinseszins kennen. Die Kostenzahlen wirken immer mächtiger als sie sind, da sie aber über sehr, sehr lange Zeiten anfallen, sind die realen Barwerte verschwindend gering. Es wird z.B. bis 2100 mit Kosten von rund 170 Mrd. EUR gerechnet. Das klingt viel, ist aber ziemlich wenig, wenn man weiß, dass der KENFO bereits mit 24 Mrd. EUR ausgestattet ist und 2024 eine Rendite von 9,1 % und im Jahr 2025 ca. 6,2% erzielte  und im Jahr 2026 aktuell bei 7,9% zum Halbjahr liegt. Würde der KENFO eine Rendite von ca. 3,5% p.a. erwirtschaften wäre er bis 2100 rund 316 Mrd. EUR schwer, bei 5% Rendite hätte er 931 Mrd. EUR ohne Auszahlungen, um dir mal ein Gefühl für den Zinseszins zu geben. https://www.kenfo.de/presse-medien

image.thumb.png.f8a74b3cec1509a66b290cef5b0323d7.png

https://www.bundesumweltministerium.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Nukleare_Sicherheit/kostenbericht_nukleare_entsorgung_deutschland_2025_de.pdf

Pro Jahr sind die Lagerkosten relativ gering und wären im laufenden Problem leicht aus den laufenden Erträge zu bestreiten.

 

Für den Rechner: Ja, die Ewigkeitskosten sind eine Argument gegen den Einstieg in die Atomkraft, aber sie sind vor allem auch ein Argument gegen den Ausstieg, da die Kosten auch bei einem Ausstieg weiter anfallen oder suchen wir etwa nicht mehr nach einem Endlager? Brauchen wir kein Zwischenlager mehr? Wäre mir alles neu. Die Spesen bleiben also, aber der Nutzen und Ertrag aus dem Betrieb fehlt, aus dem die Endlagerung laufend finanziert werden könnte. Wir schneiden uns die Finanzierungquelle ab und haben weiter die Kosten. Hinter der Rechnung muss bestimmt ein Könner stehen :-).  Deshalb braucht es halt notgedrungen nun den Fonds, aber bei laufenden Betrieb zahlreicher AKW könnte man die laufenden Lagerkosten jährlich easy bezahlen. Haben die Betreiber auch laufend seit über 50 Jahren gemacht. 

 

Und ach ja, auch Wind & Co. haben natürlich laufende Rückbau und Entsorgungskosten:

https://www.bundestag.de/resource/blob/1127440/WD-5-087-25.pdf

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reko
· bearbeitet von reko
vor 2 Stunden von Holgerli:

Wenn man man sich das Durchschnittsalter eines typischen Atomkraft-Befürworters anschaut dann sind es eher 20 bis 30 Jahre.

In Deutschland ist die mittlere Altersschicht (35 bis 49 Jahre) am stärksten für Kernenergie. International ist es die jüngere Generation. Insbesondere Menschen die sich für Klimaschutz einsetzen. Prominentes Beispiel: Greta Thunberg und die finnische Grünen-Partei.

2023 New study finds strong public support for advanced nuclear energy

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HerrXetra
vor 5 Minuten von reko:

In Deutschland ist die mittlere Altersschicht (35 bis 49 Jahre) am stärksten für Kernenergie. International ist es die jüngere Generation. Insbesondere Menschen die sich für Klimaschutz einsetzen. Prominentes Beispiel: Greta Thunberg und die finnische Grünen-Partei.

2023 New study finds strong public support for advanced nuclear energy

Ich bin Teil dieser Alterskohorte und behaupte das Gegenteil.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 14 Minuten von HerrXetra:

Ich bin Teil dieser Alterskohorte und behaupte das Gegenteil.

Du bist aber nicht die Mehrheit.

Statista: Finden Sie den Ausstieg aus der Atomkraft richtig oder falsch?  67% der 35 bis 49 jährigen sagen es ist falsch. 27% halten den Atomausstieg für richtig.

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 10 Minuten von reko:

Irgendeine Umfrage findet sich immer und sei sie noch so alt. 2x2023 ist sicher gut genug für das reale Jahr 2026. ;) 

 

Zur Einordnung: 

Das ZDF-Politbarometer hatte 2022 schon mal ähnlich gefragt:

- Januar 2022, vor dem Ukraine-Krieg: 54 % fanden es richtig, dass die letzten AKW bis Ende 2022 vom Netz gehen, 40 % fanden das falsch.

- Oktober 2022, auf dem Höhepunkt der Energiekrise: Nur 8 % wollten wie ursprünglich geplant zum Jahresende abschalten. 36 % unterstützten den Weiterbetrieb bis Mitte April, 55 % wollten auch darüber hinaus weiterlaufen lassen.

- Im April 2023, die Energiekrise hatte sich nur etwas gebessert, waren schon wieder 30% für eine Abschaltung. 

 

Lass doch mal heute fragen: 

- Wollen sie die alten AKWs wieder ans Netz bringen?

- Wollen Sie neue AKWs bauen, auch wenn jedes deutlich über 10 Mrd Euro kosten wird?

- Wollen Sie ein Atommülllager in 25km um ihren Wohnort?

 

 

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missionE
· bearbeitet von missionE

 

vor 13 Minuten von Holgerli:

Irgendeine Umfrage findet sich immer und sei sie noch so alt. 2x2023 ist sicher gut genug für das reale Jahr 2026. ;) 

Ich bin Teil der Gruppe also der arbeitenden Bevölkerung, die in mittleren bis höheren Führungspositionen steht und rechnen gelernt hat bzw. täglich im Betrieb benötigt, damit alles rund läuft.

Niemand bestreitet, dass der AKW Ausstieg ein irrer teurer Spass ist, weil man den Nutzen nicht mehr hat, aber die Kosten weiterlaufen. Niemand hat bestritten, dass der Zuwachs an CO2 freiem Strom seit 2014 lediglich 40 TWh betrug (rund 10-15%) und das über 500 MRD. EUR gekostet hat. Das ist doch nicht nur mir klar, sondern mehr oder weniger Allgemeinwissen oder würde irgendjemand behaupten, dass wir uns durch den AKW Ausstieg nun die Suche nach den Endlager und die Zwischenlagerung sparen könnten??? Der AKW Ausstieg führt zum Wegfall der Kernkrafterträge, aber nicht zum Wegfall der Kernkraftkosten. Ganz im Gegenteil, die fallen sogar noch früher an und können nicht mehr aus laufenden Erträgen gedeckt werden.

 

Selbst @Holgerli hat nicht bestritten, dass Anlagen (also auch AKW) immer günstiger werden, wenn die Abschreibung ausläuft...und es ist eben auch nachhaltig etwas länger zu nutzen, bzw. Nutzungszeiten zu verlängern, anstatt neu zu bauen und nein, ein AKW wird über die Zeit nicht schlechter, sondern in vielen Fällen wie z.B. Gösgen sogar 30% günstiger durch Betriebsoptimierung und Modernisierung.

 

Ich würde die Zustimmung in der Altersgruppe an den aktuellen Wahlumfragen als Proxy festmachen und da gibt es derzeit Mehrheiten in dieser Altersgruppe der Rechner und Steuerzahler für AKWs.

 

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reko
· bearbeitet von reko
vor 24 Minuten von Holgerli:

Irgendeine Umfrage findet sich immer und sei sie noch so alt. 2x2023 ist sicher gut genug für das reale Jahr 2026. ;) 

Auch in der neueren Umfrage: 53 Prozent sind gegen den Atomausstieg, 40 Prozent dafür. In der diesjährigen Umfrage wurden aber keine Altersunterschiede ausgewertet.

21. April 2026 Aktuelle YouGov-Studie zum Jahrestag am 26. April in Kooperation mit dem SINUS-Institut

 

Wie gesagt, international ist die Stimmung weit positiver pro Kernenergie - German Angst.

Kein anderes Land hat heute alle eigenen Reaktoren ohne Rückkehrpläne dauerhaft abgeschaltet.

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Holgerli
vor 6 Minuten von reko:

Auch in der neueren Umfrage: 53 Prozent sind gegen den Atomausstieg, 40 Prozent dafür. In der diesjährigen Umfrage wurden aber keine Altersunterschiede ausgewertet.

21. April 2026 Aktuelle YouGov-Studie zum Jahrestag am 26. April in Kooperation mit dem SINUS-Institut

Danke für die Studie.

Okay, eine knappe Mehrheit findet heute den damaligen Atomausstieg falsch, aber eine Mehrheit will auch in Zukunft keinen Atomstrom mehr:

1123768448_SehrgeileStudie.thumb.jpg.fefff42852e13eae622b2d02f3817b93.jpg

Oder wie YouGov selber schreibt:

Zitat

Unabhängig von der Frage, ob der Atomausstieg richtig oder falsch war, bevorzugen Deutsche Erneuerbare Energien gegenüber Atomenergie: 62 Prozent möchten, dass Solarenergie genutzt wird, 60 Prozent Windkraft und 50 Prozent Wasserkraft - Atomkraft folgt mit 39 Prozent. Auch Wählerinnen und Wähler von CDU/CSU bevorzugen erneuerbare Energiequellen.

 

Mein Fazit:  EEs jetzt noch schneller ausbauen. Atomkraft will aber niemand zurück! Die Weichen sind richtig gestellt. :wub:

 

 

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HHanseat
· bearbeitet von HHanseat
vor 7 Stunden von Geld-Klaus:

Wie viel kostet denn eine jahrtausende oder ggf. noch längere Lagerung? Das ist eigentlich gar nicht bemessbar und völlig verrückt. Sieht man auch gut an der sich seit Jahrzehnten anhaltenden Suche nach einem Endlager.

Wenn man es vernünftig macht wie die Finnen: Die reinen Baukosten liegen bei rund einer Milliarde Euro, für den Betrieb und die Einlagerung könnten laut Experten insgesamt fünf Milliarden Euro Kosten auflaufen. Quelle

Die Franzosen mit der größten Reaktorflotte rechnen mit gut 30 Mrd, ungefähr soviel wie im deutschen Kenfo liegt.

Der deutsche Prozess zur Endlagersuche ist etwas seltsam und scheint vor allem dazu geeignet, möglichst lange hohe Kosten, aber keine Ergebnisse zu produzieren. Solange pusten unsere Braunkohlekraftwerke ihren Dreck feinverteilt durchs Land.  Die Schweiz findet derweil ein geeignetes Endlager an der deutschen Grenze

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reko
· bearbeitet von reko
vor 9 Minuten von Holgerli:

Okay, eine knappe Mehrheit findet heute den damaligen Atomausstieg falsch, aber eine Mehrheit will auch in Zukunft keinen Atomstrom mehr:

Diese ja/nein-Aussage kann man so nicht hineininterpretieren, da mehrfache Antworten möglich waren. Niemand will nur Kernenergie, es geht immer um einen Mix verschiedener Erzeugungsarten. Das System muss zu bezahlbaren Kosten funktionieren. Das ist keine emotionale Frage für Umfragen.

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missionE
vor 8 Minuten von Holgerli:

Okay, eine knappe Mehrheit findet heute den damaligen Atomausstieg falsch, aber eine Mehrheit will auch in Zukunft keinen Atomstrom mehr:

Das trifft es ziemlich gut. Ich hatte neulich bei "Deutschland spricht" mitgemacht und dabei einen grünen Politiker getroffen und selbst dem war klar, dass der Ausstieg unter allen gravierenden Aspekten (Kosten, Co2)  außer ggf. einem statistisch nicht relevantem Sicherheitseffekt ein schmerzlicher Fehler war und er entschuldigte dies mit der Ente, dass ein Weiterbetrieb wegen fehlendem Brennstoff, Personal bla bla nicht möglich gewesen sei. Er sagte sogar, man hätte den Kohleausstieg vor den Atomausstieg setzen sollen. Das kam nicht von mir. Gleichwohl war ich mir mit ihm auch einig, dass der Wiedereinstieg mit aktueller Technologie & Bauzeit nicht sinnvoll ist, wenngleich ich dennoch neue Reaktoren z.B. SMRs unbedingt bei uns fördern würde, um uns als Hochtechnologiestandort mit großer kernkrafttechnischer Historie wieder aufzubauen. Auch da gilt: Der Wiedereinstieg ist leicht, da wir ohnehin Endlager benötigen oder auf der Suche sind und Zwischenlager hätten wir auch parat. Diese Investitionen wären schon gemacht und einen Energiemix braucht es auch.

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