desesperado

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und es kommen noch ca. 20% Gewerbesteuern dazu

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Ein interessantes Interview mit Jeff Gundlach:

 

The Powell Put & the Bear Market Rally (Real Vision)

 

Seine Einschätzung: Wir sind bereits in einem Bärenmarkt; den aktuellen Aufwärtstrend wertet er als eine Bärenmarktrallye. Er sieht ein zunehmend wackliges ökonomisches Fundament, welches aktuelle Bewertungen an den Aktienmärkten nicht mehr rechtfertigt. Rezessionsrisiken steigen. Ohne das Haushaltsdefizit der US-Regierung würde das BIP der USA bereits schrumpfen.

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Meiner Meinung nach befinden wir uns in einem ewigen Aufwärtstrend, der zwischendurch mal für eine gewisse Zeit unterbrochen wird. Aktien werden immer steigen.

 

Die Frage ist nur, ob der zwischenzeitliche Rückgang in die Lebensphase eines Anlegers passt.  40 % Minus im Index sind für einen 18 jährigen eine völlig andere Nummer, als für einen 70 jährigen.  Auf lange Sicht werden Aktien immer neue Höchststände erreichen. Das einzige worauf Anleger achten müssen, ist eine gute weltweite Streuung, und eine, dem Lebensalter entsprechende Investitionsquote auf der Aktien Seite. 

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vor 37 Minuten schrieb DAX43:

Meiner Meinung nach befinden wir uns in einem ewigen Aufwärtstrend, der zwischendurch mal für eine gewisse Zeit unterbrochen wird. Aktien werden immer steigen.

 

Die Frage ist nur, ob der zwischenzeitliche Rückgang in die Lebensphase eines Anlegers passt.  40 % Minus im Index sind für einen 18 jährigen eine völlig andere Nummer, als für einen 70 jährigen.  Auf lange Sicht werden Aktien immer neue Höchststände erreichen. Das einzige worauf Anleger achten müssen, ist eine gute weltweite Streuung, und eine, dem Lebensalter entsprechende Investitionsquote auf der Aktien Seite. 

Beim ersten Teil könnte ich noch zustimmen. Die weltweite massive Verschuldung wird zu einer Abwertung von Kreditvermögen führen müssen und befeuert deshalb weiterhin die Aktienmärkte.

 

Deine Schlussfolgerung ist aber gefährlich. Als 70 jähriger fast nur noch in Schuldpapieren investiert zu sein erhöht massiv die Wahrscheinlichkeit eines hair cuts. Das wäre im Alter nicht hilfreich, wenn die Einnahmen weg brechen. Abgesehen davon gibts kaum Zinsen, dafür eine stetige Inflation.

Streuung eliminiert keine Elementarrisiken und ist kein Ersatz für Ahnungslosigkeit.

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vor 11 Minuten schrieb Marfir:

Als 70 jähriger fast nur noch in Schuldpapieren investiert zu sein erhöht massiv die Wahrscheinlichkeit eines hair cuts. Das wäre im Alter nicht hilfreich, wenn die Einnahmen weg brechen. Abgesehen davon gibts kaum Zinsen, dafür eine stetige Inflation.

Streuung eliminiert keine Elementarrisiken und ist kein Ersatz für Ahnungslosigkeit.

Magst du das ein bisschen ausführlicher erklären? "hair cut" sagt mir gar nichts (ausser beim Frisör) und bei wikipedia finde ich mehrere unterschiedliche Verwendungen im Finanzbereich.

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Gerade eben schrieb odensee:

Magst du das ein bisschen ausführlicher erklären? "hair cut" sagt mir gar nichts (ausser beim Frisör) und bei wikipedia finde ich mehrere unterschiedliche Verwendungen im Finanzbereich.

Frisör, sehr witzig. :D Vielleicht hätte ich das Wort Insolvenz verwenden sollen.

Theoretisch kann das System noch ewig so weiter laufen. Keiner weiß es. Ich würde trotzdem nicht darauf mein Geld verwetten sondern bleibe lieber bei Produktivkapital.

 

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Geschrieben · bearbeitet von Up_and_Down

vor 13 Stunden schrieb DAX43:

Meiner Meinung nach befinden wir uns in einem ewigen Aufwärtstrend, der zwischendurch mal für eine gewisse Zeit unterbrochen wird. Aktien werden immer steigen.

 

Vermutlich werden sie das. Die Frage ist nur ob nominal oder real.

 

Gundlach hat da ein signifikantes Problem angesprochen. Wenn die US-Wirtschaft unfähig ist organisch zu wachsen, dann stellt sich die Frage wie lange der Staat das schuldenfinanzierte Wachstum noch finanzieren kann. Man kratzt sich wegen Nr. 1 und Nr. 4 der Weltwirtschaft (China und Japan) und deren hoher Schulden im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung am Kopf. Die USA allerdings hatten im letzten Fiskaljahr ein Defizit von $779 Milliarden und es soll weiter steigen.

40% der neu aufgenommenen Schulden wurden bereits aufgewendet um Zinszahlungen auf laufende Staatsanleihen zu bedienen. Bei 100% ist Schluss. Staatspleite.

 

Screenshot 2019-03-13 at 09.09.13.png

 

Das ist zweifelsohne ein Ponzi-Schema und wird nicht "immer weiter" gut gehen. Nun kann man stundenlang darüber diskutieren wie man das Ponzi-Schema durchbricht. Negativ-Zinsen, Hyperinflation und andere Optionen. Die Antwort auf dieses Problem dürfte dafür mitentscheidend sein, ob Aktien tatsächlich real oder nur nominal immer weiter steigen werden und ganz besonders dafür wie tief sie in einer Krise zwischendurch fallen werden.

 

Ich bezweifle zwar, dass die Kurse auf Sicht der nächsten paar Jahre nochmal so stark einbrechen wie 2008/09, da die Zentralbanken höchstwahrscheinlich alles auffahren werden was ihr Arsenal hergibt um die Kurse zu stützen. Allerdings haben wir auch gesehen, dass die Ankündigung eines Autopilots auf den Abbau der FED-Bilanz in Verbindung mit leichten globalen Wachstumsrevidierungen bereits genügt um den S&P 500 um satte 20% einbrechen zu lassen. Was soll denn dann erst an den Märkten geschehen, wenn wir nicht langsamer wachsen, sondern stagnieren oder sogar eine schrumpfende Wirtschaft sehen?

 

Unabhängig davon ob ich nun 18 oder 70 bin. 40% Rückgang sind in jedem Fall übel. Bei einem aktuellen Earnings Yield von 4,7% wird der S&P 500 in 2 Jahren 20% höher stehen und in 7-8 Jahren 40% höher, erwartungsgemäß. Wer sich ziemlich sicher ist, dass die Märkte in den nächsten 7-8 Jahren nicht mal unter die heutigen Stände fallen, kann sorgenfrei investiert bleiben/investieren. Gleiches gilt für solche, die einfach regelmäßig in Aktien ansparen wollen ohne ihre Kostenbasis zu optimieren.

Ich persönlich bemesse einer Rezession in den kommenden 2 Jahre eine gute Wahrscheinlichkeit zu. Selbst ein zweiter Winter 2018 reicht mir schon. Wenn ich mich irre liegt die verpasste Rendite auf mein nicht investiertes Kapital erwartungsgemäß bei 9-10%. Damit kann ich leben. Ist leider echt nicht einfach auch tatsächlich konsequent die Aktienquote zu reduzieren. Ich bin selber so ungern nicht in irgendeiner Form investiert. :lol:

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Geschrieben · bearbeitet von Marfir

vor 9 Stunden schrieb Up_and_Down:

Wenn die US-Wirtschaft unfähig ist organisch zu wachsen, dann stellt sich die Frage wie lange der Staat das schuldenfinanzierte Wachstum noch finanzieren kann. Man kratzt sich wegen Nr. 1 und Nr. 4 der Weltwirtschaft (China und Japan) und deren hoher Schulden im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung am Kopf. Die USA allerdings hatten im letzten Fiskaljahr ein Defizit von $779 Milliarden und es soll weiter steigen.

40% der neu aufgenommenen Schulden wurden bereits aufgewendet um Zinszahlungen auf laufende Staatsanleihen zu bedienen. Bei 100% ist Schluss. Staatspleite.

Danke für deinen Post. Die FED hat signalisiert das Ponzi-Schema weiter zu unterstützen (trotz Meinungsverschiedenheiten mit Thrump):

Grafik der Woche – Über den Erwartungen

 

Das exponentielle Schuldenwachstum der USA ist sehr ungesund. Allerdings ist die USA auch ein Sonderfall. Der Großteil der Waren werden in USD gehandelt, der USD ist Weltreservewährung, die USA hat sich in der ganzen Welt verschuldet und ist militärisch nach wie vor die Nr. 1, etc. etc.. Eine Insolvenz kann also länger hinaus gezögert werden als es andere Länder könnten. Griechenland hat keine dieser Kriterien erfüllt und ging binnen weniger Jahre mehrfach Pleite.

Japan ist größtenteils gegenüber seinen eigenen Bürgern verschuldet. Das ist auch nicht vergleichbar mit der USA. China wird spannend.

 

Zitat

Unabhängig davon ob ich nun 18 oder 70 bin. 40% Rückgang sind in jedem Fall übel.

Steigt die Inflation und (Staats)Insolvenzen dann habe ich mit Anleihen definitiv verloren. Bin ich in die richtigen Unternehmen über Aktien investiert, kann ich einen zwischenzeitlichen Einbruch verschmerzen. Solange die Produkte einen Mehrwert für Kunden liefern, fließt auch Geld ins Unternehmen. Egal ob während dessen an den Banknoten Nullen angehängt werden. Das cash aus der zurück gezahlten Anleihe ist während dessen wertlos geworden (außer das war eine Anleihe mit Inflationsschutz).

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vor 3 Stunden schrieb Marfir:

Danke für deinen Post. Die FED hat signalisiert das Ponzi-Schema weiter zu unterstützen (trotz Meinungsverschiedenheiten mit Thrump):

Grafik der Woche – Über den Erwartungen

 

Trumps Meinung diesbezüglich kann niemand mehr Ernst nehmen. Im Wahlkampf spricht er von der "big, fat, ugly bubble" und jetzt kann ihm der Aktienmarkt gar nicht genug steigen. Die FED dürfe auf keinen Fall die Zinsen erhöhen und die Konjunktur und die Märkte abwürgen (es könnte ja seine mögliche Wiederwahl gefährden).

 

Zitat

Das exponentielle Schuldenwachstum der USA ist sehr ungesund. Allerdings ist die USA auch ein Sonderfall. Der Großteil der Waren werden in USD gehandelt, der USD ist Weltreservewährung, die USA hat sich in der ganzen Welt verschuldet und ist militärisch nach wie vor die Nr. 1, etc. etc.. Eine Insolvenz kann also länger hinaus gezögert werden als es andere Länder könnten.

 

Tja, wenn den Amis das Geld ausgeht, kommen die Truppen es sich holen. :police:

 

Mal sehen wie lange noch die meisten Güter in Dollar gehandelt werden. Der Petro-Yuan ist nur eines von vielen Symptomen eines Wunsches nach Dollar-Unabhängigkeit. Larry Fink von BlackRock meinte eine Abkehr vom Dollar könnte in weniger als einem Jahrzehnt vonstatten gehen, wenn der politische Wille da ist. Russland verkauft seine US-Staatsanleihen, den Iran überziehen die Amerikaner mit Sanktionen und verklagen die CFO von Huawei wegen den Unternehmensgeschäften mit dem Iran (wenngleich die selbst USA im vergangenen Jahr Rekordgeschäfte mit dem Iran abgewickelt haben! --> US Zensus) und mit China zanken sie sich wegen Patentrechtsverletzungen und der Vorherrschaft im Pazifik und taufen das dann unpassenderweise einen "Handelskrieg". Alle drei Nationen kaufen keine Dollar sondern Gold. Himmel, die ganze Welt kauft Gold. Polen, Ungarn, Türkei, Kasachstan, Indien... und die Westeuropäer haben es schon: Deutschland, Frankreich, Niederlande, Italien und Portugal halten jeweils 60-70% ihrer Bilanz nicht in US-Dollar sondern in Gold (Siehe Statista, 2016). Welch ein Vertrauensbeweis für den Euro. Egal, anderes Thema. :-* Die Chinesen halten noch 5-6% der US-Schulden (ohne die Fantastilliarden die noch für Pensionsverpflichtungen, Gesundkeitskosten usw. hinzuzurechnen sind). Im letzten Jahr wurde schon darüber gesprochen das US-Wachstum nicht mehr weiter über Anleihenkäufe zu finanzieren. Klar, wenn man den Schwerpunkt künftig auf die Binnenkonjunktur legen möchte und weniger auf den Export, muss man den Amerikanern nicht das Geld dafür leihen und nebenbei die Exporte durch eine relative Yuan-Dollar-Abwertung ankurbeln.

Das Ende vom Lied könnte ein Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach US-Schulden sein --> höhere Zinszahlungen --> größeres Haushaltsdefizit. Die USA werden da nur mit ein, zwei, drei... weiteren QE-Runden weiter durchkommen. Ja, also vorerst gehen die nicht pleite.

 

Zitat

Japan ist größtenteils gegenüber seinen eigenen Bürgern verschuldet. Das ist auch nicht vergleichbar mit der USA. China wird spannend.

 

China ist eine Black Box, also ja, wird spannend. Japan ist nicht nur ein hoch verschuldetes Land sondern auch ziemlich reich. Die Staatsbilanz ist sogesehen riesig. Sehr viele Assets aber auch sehr viele Schulden. Insofern dürften sich die USA und Japan ähneln. Der Unterschied ist, dass die USA diesen Status nur halten solange der US-Dollar seine Dominanz beibehält. Wenn sich das ändert wird es deutlich schwieriger mit dem Schuldenberg umzugehen. Nun und dann noch die Pensionsverbindlichkeiten und Geusndheitskosten. Wenn die Baby-Boomer in den USA alt werden und dann aufhören zu arbeiten wird das eine Mammut-Aufgabe. Wie das in Japan geregelt ist weiß ich nicht.

China dürfte auch so einiges an Vermögen besitzen. All die Unternehmensbeteiligungen, der Land- und Immobilienbesitz, die Währungs- und Goldreserven. Aber bei China ist sowohl die Bestimmung der Assets wie auch die Bestimmung der Verbindlichkeiten von großen Unsicherheiten geprägt. Aber wenn die weiter so ihre Wirtschaft mit Krediten pushen wird es ihnen bald wie Italien ergehen. In den letzten Monaten und Jahren gab es Meldungen über den Verkauf des Tafelsilbers, sprich Staatsunternehmen und Immobilien. In den letzten Wochen dann kamen Gerüchte auf der Goldschatz Italiens könnte zu Geld gemacht werden. Muss dabei immer an die "Karstadt-Strategie" denken: Die Immobilie in der man hockt verkaufen und sie dann teuer mieten.

 

Zitat

Steigt die Inflation und (Staats)Insolvenzen dann habe ich mit Anleihen definitiv verloren. Bin ich in die richtigen Unternehmen über Aktien investiert, kann ich einen zwischenzeitlichen Einbruch verschmerzen. Solange die Produkte einen Mehrwert für Kunden liefern, fließt auch Geld ins Unternehmen. Egal ob während dessen an den Banknoten Nullen angehängt werden. Das cash aus der zurück gezahlten Anleihe ist während dessen wertlos geworden (außer das war eine Anleihe mit Inflationsschutz).

 

Richtig, außer diese Unternehmen überleben keine 1-2 Jahre Rezession. Bei so manchen Bilanzen fragt man sich schon, ob da mal jemand überlegt hat was zu tun ist sollte das Unternehmen zwei Geschäftsberichte in Folge cashwirksame Verluste ausweisen müssen. General Motors lässt grüßen. ;)

 

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Am 12.3.2019 um 22:17 schrieb odensee:

Magst du das ein bisschen ausführlicher erklären? "hair cut" sagt mir gar nichts (ausser beim Frisör) und bei wikipedia finde ich mehrere unterschiedliche Verwendungen im Finanzbereich.

 

Bondboard Lexikon:

 

Haircut

 

^_^

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vor 9 Stunden schrieb Up_and_Down:

. Alle drei Nationen kaufen keine Dollar sondern Gold. Himmel, die ganze Welt kauft Gold. Polen, Ungarn, Türkei, Kasachstan, Indien... und die Westeuropäer haben es schon: Deutschland, Frankreich, Niederlande, Italien und Portugal halten jeweils 60-70% ihrer Bilanz nicht in US-Dollar sondern in Gold (Siehe Statista, 2016).

 

Tschja und da Deutschland einen signifikanten Teil seines Goldes in den USA lagert, müssen die US-Truppen nicht mal das Land verlassen um an neues Vermögen zu kommen. :rolleyes:

Die Schweiz hat den umgekehrten Weg gewählt und sich massiv ihres Goldes entledigt, bevor vielleicht jemand ein Auge darauf werfen könnte. :P

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Die Frage ist auch, ob so ein Artikel eher als Kontraindikator zu sehen ist oder nicht? ;-)

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