Aktiencrash

S&P 500

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Zerohedge: Debt and Profit in Russell 2000 Firms

 

Zitat

Our point today is that the Fed and other central banks have caused a misallocation of credit of enormous proportions. The Fed has induced speculators to bid up the shares of money-losing companies. Obviously, the return they expect will not come from operating the business. Their gain will be provided by the next speculator. It may sound crazy, but it has worked brilliantly since 2009.

 

Der Artikel verweist auf die Fehlentwicklungen im Verhältnis von Schuldenzunahme zu Profitabilität unter den kleineren amerikanischen Unternehmen aus dem Russell 2000.

Man beachte insbesondere diese Graphik:

 

Russell-2000-profitable.png

 

37-38% der Firmen aus dem Russell 2000 schreiben Verluste und der Trend zeigt nach unten. Der jüngste Abfall, in rot markiert, begann unmittelbar nachdem die FED begann die Nullzinspolitik aufzugeben. Der Trend dürfte weiterhin nach unten zeigen, wenn abgelöste Schulden zu ungünstigeren Konditionen als noch vor einigen Jahren neu aufgenommen werden und die Zinslast die Ergebnisse noch stärker belasten.
Natürlich fallen all diese unprofitablen Firmen bei der Berechnung des KGVs für den Index raus. Was das bedeutet (Achtung Artikel aus dem vergangenen März, das aktuelle "wahre" KGV dürfte noch höher liegen):

 

Zitat

According to Vincent Deluard, head of global macro strategy at INTL FCStone, a financial services firm, the Russell 2000’s current P/E ratio actually is 89.2. That’s four times higher than what FTSE Russell and iShares are reporting. Alarm bells should be going off everywhere.

The reason that the FTSE Russell and iShares ratios are so much lower: Their calculations exclude companies in the Russell 2000 index that are losing money, since a P/E ratio can’t be calculated for a company that has no earnings. This wouldn’t have much of an impact if it involved only a few companies, but, in fact, a third of the companies in the Russell 2000 currently are losing money. (For the record, I should stress that the websites of both FTSE Russell and iShares acknowledge that their calculations exclude these losing companies.)

Deluard corrected for this bias by totaling results for all 2,000 companies — both those turning a profit and those losing money. And taking losing companies into account is the correct thing to do, he argues, since excluding them is the “functional equivalent of reporting profits before expenses.”

USA Today

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vor 3 Stunden von Up_and_Down:

Danke für den Link. Das war abzusehen. Es ist gleichzeitig auch ein Argument für Einzelinvestments und gegen dump money.

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Kommt man irgendwie an deren Daten ran? Mich würde ein Abgleich dieser 38% z.B mit dem All-World- oder World-Index interessieren.

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Posted · Edited by Toni

TA-Update S&P 500 Index:

 

Der Index hat eine Menge aufgeholt seit dem Tief im Dezember letzten Jahres.

In den kommenden Tagen/Wochen entscheidet sich, ob sich ein Doppeltop

(fett rot) bilden wird, was den Index wieder abtauchen lassen würde (blau):

 

big.chart-2.gif

 

 

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Posted · Edited by Up_and_Down

Am 15.4.2019 um 18:16 von mordek:

Kommt man irgendwie an deren Daten ran? Mich würde ein Abgleich dieser 38% z.B mit dem All-World- oder World-Index interessieren.

 

Zitat aus der Quelle: "(we don’t have the raw data, only the graphic)" Also leider nein. Zumindest nicht auf diesem Weg. Man kann aber auch einen Aktienscanner nehmen, S&P 500 Aktien auswählen, nach KGV filtern und schauen wie viele kein KGV haben (weil die Gewinne negativ sind). Unter den großen Unternehmen ist das bei weitem nicht so problematisch. Aber wenn der Russell 2000 ein Indikator für den amerikanischen Mittelstand als ganzer ist, dann summieren sich die vielen vielen kleinen Unternehmen zu einem handfesten Problem.

 

____________________________________________________________________________________________________________________________

 

 

Mal was anderes! Habe hier noch etwas gefunden, was mich neugierig gemacht hat:

Screenshot 2019-04-20 at 00.08.34.png

FED

 

Die Excess Reserves im US-Bankensystem, also den Anteil der Reserven der Banken, welche über die vorgeschriebenen Rücklagen hinausgehen und welche bei der Federal Reserve gegen Zinsen darüber hinaus eingelagert worden sind. Man kann sehen, dass diese Einlagen mit der Finanzkrise explodiert sind (siehe untere Leiste). Die Graphik zeigt die letzten 10 Jahre. Die Einheiten sind in Millionen US-Dollar. Derzeit also stehen wir bei 1533 Milliarden $ an Excess Reserves, Höhepunkt war im August 2014 mit 2700 Milliarden $.

 

Und jetzt der S&P 500 in den letzten 5 Jahren. Hier allerdings nicht als Indexstand, sondern angegeben in Marktkapitalisierung:

Screenshot 2019-04-20 at 00.15.25.png

Ycharts

 

Die Excess Reserves begannen sich stark zu reduzieren, beginnend im November/Dezember 2015. Wenige Monate später begann der S&P zu steigen und legte innerhalb der kommenden 2,5 Jahre um etwa 1000 Punkte zu. In Summen ausgedrückt: Die Excess Reserves sinken um 1000 Milliarden und die Marktkapitalisierung des S&P steigt um 6000 Milliarden.

 

Wenn die Annahme korrekt ist, dass ein signifikanter Anteil der 1000 Milliarden seinen Weg in den Aktienmarkt gefunden hat, dann wäre dies ein signifikanter Nachfragefaktor, um die Preise von Aktien zu treiben. Dann gibt es noch die Aktienrückkäufe der Unternehmen selbst:

 

Screenshot 2019-04-20 at 00.25.03.png

Yardeni

 

Das sind knapp 500-600 Milliarden US-Dollar pro Jahr gewesen und jüngst durch die Steuerreform und die zusätzlich verfügbaren Barreserven der Unternehmen stiegen die jährlichen Aktienrückkäufe auf einen Rekordstand von ca. 800 Milliarden. Das sind also ungefähr weitere 2,5 Milliarden Dollar über den oben angesprochenen Zeitraum von 2016 bis 2019.

 

Wer also trägt die Hausse weiter, wenn die Unternehmen nicht mehr genug Cash haben, z.B. weil sie sich mittlerweile zu deutlich höheren Zinssätzen refinanzieren müssen als noch 2016? Und wann hören die Excess Reserves auf zu sinken? Bzw., hat jemand eine andere Erklärung dafür wo das Geld dafür hingeflossen ist als in die Finanzmärkte (neben Aktien ist gewiss auch viel in Anleihen geflossen). Aber egal ob das Kapital nun in Anleihen oder direkt in Aktien fließt. Das Endresultat sind höhere Aktienkurse, weil die höhere Nachfrage nach Unternehmensanleihen die Rendite senkt, ergo die Refinanzierungskosten und somit die Kapitalflüsse der Unternehmen erhöht. So oder so ist ein Großteil der Aktiengewinne auf dieses Großkapital zurückzuführen (These).

 

Wer also jetzt noch in den breiten Markt investiert rechnet mit mehr Steuersenkungen für mehr Aktienrückkäufe (und höhere Dividenden), eine Reduzierung der Excess Reserves gegen null, Zinssenkungen in absehbarer Zeit? Alles zusammen? Andernfalls sehe ich da in absehbarer Zeit ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Aktien entstehen.

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vor 9 Stunden von Up_and_Down:

Mal was anderes! Habe hier noch etwas gefunden, was mich neugierig gemacht hat:

Danke für die charts.

Ich glaube nicht dass alles 1:1 in Aktien geflossen ist. Da wird auch einiges in Immobilienspekulationen geflossen sein.

 

Das einzige was man sicher ablesen kann ist, dass die meisten S&P500 Firmen eine schlechte Kapitalallokation haben. In Zeiten höchster Kurse werden Aktien zurück gekauft, d.h. Wert vernichtet. Offensichtlich finden die Firmen nicht mehr ausreichend lukrative Projekte wo man rein investieren und wachsen könnte. Das sieht nach endgame aus.

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Am 19.4.2019 um 11:02 von Toni:

TA-Update S&P 500 Index:

 

Der Index hat eine Menge aufgeholt seit dem Tief im Dezember letzten Jahres.

In den kommenden Tagen/Wochen entscheidet sich, ob sich ein Doppeltop

(fett rot) bilden wird, was den Index wieder abtauchen lassen würde (blau):

 

 

Hallo Toni.

Die Warscheinlichkeit eines Doppeltops besteht schon. Fals so ein Doppeltop kommen sollte, habe ich im Tageschart (logarithmische Skalierung) das Ziel nach unten projeziert.

Unbenannt.PNG

 

Dagegen spräche jedoch, momentan, der Wochenchart. Negative Divergenz wurde fast komplett abgebaut (Achtung September 2018 - da ist noch nicht) und das Momentum extrem gestiegen!!!!

Unbenannt.PNG

 

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Posted · Edited by OPZ

tjo...

 

 

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vor 4 Stunden von OPZ:

Benutzt Advaces & Declines für den Index, wenn ihr den handeln wollt.

Interessanter Hinweis! (Hier übrigens noch der Link auf den Chart bei stockcharts: http://schrts.co/NdrerevG)

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@OPZ Könntest du die Relevanz der Linien im Chart etwas näher erklären? Vor allem wie die grünen Linien zustandekommen oder was sie aussagen, erschließt sich mir nicht.

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Posted · Edited by OPZ

tjo...

 

 

 

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vor 8 Stunden von OPZ:

Rot ist klar, rate ich einfach mal.

Nicht so wirklich. So wie ich das verstehe, steigt die rote Linie im Kurschart, während sie in diesem anderen Chart leicht fällt. Das ist wohl die negative Divergenz, was anscheinend auf fallende Kurse hindeutet. Allerdings sind die Zeitebenen in beiden Charts komplett unterschiedlich. Beim oberen fehlt die Zeitachse leider, weshalb ich das nur relativ an den Abständen abschätzen kann. Die Auflagepunkte der roten Linien passen zeitlich jedenfalls nicht zusammen.

 

vor 8 Stunden von OPZ:

Im oberen SPX Chart ist ein grüner Pfeil, da ist die grüne Linie angelegt.

Bei der grünen Linie kann ich im Kurschart nur einen Auflagepunkt erkennen, in dem anderen Chart ist die Linie aber auch leicht fallend (parallel zur roten Linie?). Also ich verstehe hier die "Idee" hinter den Linien nicht und auch nicht, inwiefern die genau divergieren.

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Posted · Edited by OPZ

 

tjo..

 

 

 

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Posted · Edited by OPZ

tjo..

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vor 8 Stunden von OPZ:

Mach Dir bitte die Mühe und lese nach,  probiere es selbst aus und wenn dann noch was unklar ist frag nochmal.

Wie der Indikator selbst funktioniert, meine ich verstanden zu haben, nur halt nicht deine Analyse bzw. Interpretation oben. Aber egal, so wichtig ist die Sache dann auch nicht. Was die farbigen Kleckse in den letzten Charts darstellen sollen, frage ich jetzt mal lieber erst gar nicht ... ;)

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vor 30 Minuten von Maciej:

Wie der Indikator selbst funktioniert, meine ich verstanden zu haben, nur halt nicht deine Analyse bzw. Interpretation oben. Aber egal, so wichtig ist die Sache dann auch nicht. Was die farbigen Kleckse in den letzten Charts darstellen sollen, frage ich jetzt mal lieber erst gar nicht ... ;)

 

Perlen vor die...  :stupid: 

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3.000er Marke bis Ende April sollte drin sein. Ich hoffe trotzdem auf einen kleinen Rücksetzer. <_<

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Heute kommen Facebook und Microsoft mit Quartalszahlen. Ich denke wenn die der Wallstreet gefallen, dann gehts hoch

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Die Zahlen sehen super aus.

Ich schätze morgen gehts steil Bergauf an der Börse.

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Ja. Die Party geht weiter. Hoffentlich macht Trump nur nicht irgendeinen komischen Tweet zum Handelskrieg.

 

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Real gross domestic product (GDP) increased at an annual rate of 3.2 percent in the first quarter of 2019 (table 1), according to the "advance" estimate released by the Bureau of Economic Analysis. In the fourth quarter of 2018, real GDP increased 2.2 percent.

The Bureau’s first-quarter advance estimate released today is based on source data that are incomplete or subject to further revision by the source agency (see “Source Data for the Advance Estimate” on page 2). The "second" estimate for the first quarter, based on more complete data, will be released on May 30, 2019.

 

https://www.bea.gov/news/2019/gross-domestic-product-1st-quarter-2019-advance-estimate

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S&P 500 Index macht neues All-Time-High:

 

big.chart.gif

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Völlig zurecht und es werden noch einige folgen. ;)

Und nun...kommt der Mai. 

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Posted · Edited by Leeloo Dallas

https://economics.td.com/eu-us-tariffs

 

With the USMCA awaiting ratification and trade talks with China nearing conclusion, the U.S. administration has turned its attention to other trade imbalances. The European Union and Japan – partners that have maintained persistent merchandise trade surpluses – are next in the queue.

 

As a result, even a tariff as high as 25% on more than $50bn in imports, followed by reciprocation by the EU, is unlikely to have a significant direct economic impact on the U.S. or EU economy.

 

 

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Muss sagen, dass es mich ja fast wundert warum der Index auf Grund der aktuellen Lage nicht weiter abrutscht.

 

Im Dezember haben wir 2400 Punkte erreicht und ehrlich gesagt brennt es derzeit an mehr Stellen als letztes Jahr ;-)

 

Oder spekulieren hier alle, dass sich die USA trotz des Säbelrasselns von Trump doch noch schnell einigen werden und auch gleich Huawei mit in den Deal aufnehmen?

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