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Tabakunternehmen - Meinungen und Analysen

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Flughafen
Posted
Am 11.2.2020 um 06:43 von Chips:

Wenn deine Tabakaktie heute im Kurs höher wäre, wäre deine Rendite höher. Es liegt also in deinem Interesse, wenn deine bestehenden Aktien teurer werden. 

Nein. Du rechnest die Rendite falsch. Wenn ich heute nicht verkaufe, dann habe ich sie nicht. Das Investment hat einen Wert, aber eine nicht realisierte Rendite kann sich immer wieder verändern, diese täglich und sogar monatlich zu beobachten ist mühsam und für den langfristigen Vermögensaufbau nicht zielführend. Wenn Du die heute verkaufst, dann bist Du ausgestiegen und der Bus fährt weiter ohne Dich. Eventuell entgehen Dir dann weitere Gewinne oder Verluste. D.h. der heute hoher Kurs ist nur nützlich im Sinne, dass es eine günstigere Ausstiegsgelegenheit bietet. Die Ich aber praktisch nicht umsetzen kann. Ein heute geringer Kurs bietet eine Einstiegsmöglichkeit. Wenn man irgendwas lange hält, wird man bei den günstigen Kursen öfters nachkaufen und vielleicht nur einmal verkaufen. Unter dem Strich hat man dann deutlich mehr Einstiegsmöglichkeiten als Ausstiegsmöglichkeiten realisiert. Daher sind günstige Einstiegskurse gut. Es sei denn, Du hast einen Batzen (z.B. aus einem Erbe) und verkaufst über mehrere Jahre in kleinen Portionen. Dann ist wiederum die Situation mit öfters hohen Kursen vorteilhaft.

 

Aber auch wenn die Tabak-Kurse permanent unten bleiben, - entscheidend ist der steigende CashFlow und wenn man einen guten CashFlow billig einkauft, ist das vitalisierend für die Performance.  

 

 

Am 11.2.2020 um 09:12 von Chips:

Und ob Altria als Outperformer im Tabaksegment in der Zukunft gut performed, steht ebenfalls in den Sternen. Womöglich ergeht es ihr eher so wie der Tabakkonkurrenz, die ja eben nicht so toll performed haben. Du kannst aus dem Rückspiegel deines Autos auch nicht die nächste Kurve erahnen.

 

Das ist ein weit verbreiteter Denkfehler, denn oft intuitive Menschen begehen. Ihnen fehlt das Gefühl für eine innere Trägheit der Geschäftsprozesse in den Firmen. Wenn ein Geschäftskonzept funktioniert und die Firma gute Geschäftsprozesse hat, wird sie sehr lange erfolgreich sein. Übersetzt in Dein Beispiel: wenn ich vor einer Kurve fahre, bin ich mir sicher, dass die Trägheit des Autos es durch diese Kurve bewegen wird, selbst wenn mir der Motor ausgeht.

 

 

 

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Chips
Posted
vor 4 Minuten von Flughafen:

Nein. Du rechnest die Rendite falsch. Wenn ich heute nicht verkaufe, dann habe ich sie nicht. Das Investment hat einen Wert, aber eine nicht realisierte Rendite kann sich immer wieder verändern, diese täglich und sogar monatlich zu beobachten ist mühsam und für den langfristigen Vermögensaufbau nicht zielführend. Wenn Du die heute verkaufst, dann bist Du ausgestiegen und der Bus fährt weiter ohne Dich. Eventuell entgehen Dir dann weitere Gewinne oder Verluste. D.h. der heute hoher Kurs ist nur nützlich im Sinne, dass es eine günstigere Ausstiegsgelegenheit bietet. Die Ich aber praktisch nicht umsetzen kann. Ein heute geringer Kurs bietet eine Einstiegsmöglichkeit. Wenn man irgendwas lange hält, wird man bei den günstigen Kursen öfters nachkaufen und vielleicht nur einmal verkaufen. Unter dem Strich hat man dann deutlich mehr Einstiegsmöglichkeiten als Ausstiegsmöglichkeiten realisiert. Daher sind günstige Einstiegskurse gut. Es sei denn, Du hast einen Batzen (z.B. aus einem Erbe) und verkaufst über mehrere Jahre in kleinen Portionen. Dann ist wiederum die Situation mit öfters hohen Kursen vorteilhaft.

 

Aber auch wenn die Tabak-Kurse permanent unten bleiben, - entscheidend ist der steigende CashFlow und wenn man einen guten CashFlow billig einkauft, ist das vitalisierend für die Performance.

Deswegen hab ich ja geschrieben, dass ein höherer Kurs immer besser ist - auf bestehende Aktien, die man schon hat. Egal ob man heute oder morgen verkauft oder irgendwann vererbt. Wenn es um den Nachkauf geht, ist das anders. Im besten Fall liegt die Aktien, die man immer wieder nachkauft bei 1€ und einen Tag, bevor man sie verkauft, steigt sie auf unendlich :)

Ja, du kannst den Cashflow (Dividenden) bei einem niedrigeren KGV bzw. hoher Dividendenrendite billiger einkaufen. Wird die Dividende aber mal gekürzt oder will man verkaufen (zB. wegen der Kürzung), ist das kacke. Beispiel: Was würdest du tun, wenn Altria morgen verkündet, ihre Dividende zu streichen? Womöglich würdest du verkaufen und dann ist relevant, wie hoch der Kurs ist.

vor 4 Minuten von Flughafen:

Das ist ein weit verbreiteter Denkfehler, denn oft intuitive Menschen begehen. Ihnen fehlt das Gefühl für eine innere Trägheit der Geschäftsprozesse in den Firmen. Wenn ein Geschäftskonzept funktioniert und die Firma gute Geschäftsprozesse hat, wird sie sehr lange erfolgreich sein. Übersetzt in Dein Beispiel: wenn ich vor einer Kurve fahre, bin ich mir sicher, dass die Trägheit des Autos es durch diese Kurve bewegen wird, selbst wenn mir der Motor ausgeht.

Und das wird ja eingepreist. Als Beispiel nenn ich mal die Autobauer. Vor ein paar Jahren (schon einige Zeit nach dem Aufkommen der Dieselaffäre) hab ich immer auf das KGV gestarrt und die Prognosen (leicht steigende Gewinne für die Folgejahre) und hab mir gedacht: Da kann ja nix schief gehen. KGV 7. BMW gekauft. -> Nicht gut gegangen. Die Gewinne sind gefallen. Dividenden gekürzt. Ähnliches hab ich bei Gilead Sciences erlebt. Es hieß immer, die können gar nicht fallen. KGV 6-7. Gewinne sollen leicht steigen. Tja, der Kurs ist nach 4 Jahren heute niedriger bei diesem Bullenmarkt und Gileads Gewinne haben sich halbiert (Niveau nun stabil). Man konnte es nicht an irgendwelchen Zahlen lesen, aber im Kurs waren die rückgängigen Gewinne enthalten. Sowohl die Autobauer als auch Gilead haben ein komplett anderes Geschäft als Altria. Kam in der Börsenwelt auch schon oft anders. Keine Dividendenkürzung, Aktie steigt auf normales Niveau. 

Aber: There ain't no free lunch.

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hund555
Posted · Edited by hund555
vor 1 Stunde von Chips:

KGV 7. BMW gekauft. -> Nicht gut gegangen. Die Gewinne sind gefallen. Dividenden gekürzt. Ähnliches hab ich bei Gilead Sciences erlebt. Es hieß immer, die können gar nicht fallen. KGV 6-7. Gewinne sollen leicht steigen. Tja, der Kurs ist nach 4 Jahren heute niedriger bei diesem Bullenmarkt und Gileads Gewinne haben sich halbiert (Niveau nun stabil).

Deswegen ist es wichtig mit Produkten und Geschäftsmodell sich gut auszukennen. Autobauer sind stark von Konjuktur abhängig und volatil, dazu E-Auto großes Risiko, Biotech Problem mit Patenten etc. (ich kenne nicht alle Risiken, deswegen bin ich da nur wenig investiert). Durchschnittlicher Raucher aber lässt das Rauchen nicht so einfach sein und Politik wird nicht so stark regulieren, dass es eine starke Krise auslöst, weil Politik auf Mrd. Steuereinnahmen nicht verzichten wird, für Investitionen braucht man kaum Geld weil Zigarettenherstellung leicht ist, Innovationen welches Geld vernichten könnten, sind auch eher wenig, viel hochqualifiziertes und somit teueres Personal (wie bei Auto und Biotech) braucht man auch nicht. Zigarette ist noch (fast) die selbe wie vor 70 Jahren.

Erhöht Tabakbranche die Preise um 5%, erhöht sich Gewinn überproportional, weil ein Teil der Abgaben fixe Steuern sind.

 

vor 1 Stunde von Chips:

Beispiel: Was würdest du tun, wenn Altria morgen verkündet, ihre Dividende zu streichen?

Passiert nicht, weil Einnahmen stimmen und das Management nicht auf den Kopf gefallen ist. In letzten 50 Jahren mehr als 50 Dividendenerhöhungen (also paar mal mehr als einmal im Jahr erhöht).

 

 

edit: es sieht für mich so aus, dass du gute Erfahrungen mit Technologien Aktien gemacht hast und deswegen da investierst und wo anders weniger ? Wie würdest du denn jetzt invertieren wenn wir das Jahr 2003 hätten?! Deine Erfahrungen wären andere als heute!

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Chips
Posted
vor einer Stunde von hund555:

Deswegen ist es wichtig mit Produkten und Geschäftsmodell sich gut auszukennen. Autobauer sind stark von Konjuktur abhängig und volatil, dazu E-Auto großes Risiko, Biotech Problem mit Patenten etc. (ich kenne nicht alle Risiken, deswegen bin ich da nur wenig investiert). Durchschnittlicher Raucher aber lässt das Rauchen nicht so einfach sein und Politik wird nicht so stark regulieren, dass es eine starke Krise auslöst, weil Politik auf Mrd. Steuereinnahmen nicht verzichten wird, für Investitionen braucht man kaum Geld weil Zigarettenherstellung leicht ist, Innovationen welches Geld vernichten könnten, sind auch eher wenig, viel hochqualifiziertes und somit teueres Personal (wie bei Auto und Biotech) braucht man auch nicht. Zigarette ist noch (fast) die selbe wie vor 70 Jahren.

Erhöht Tabakbranche die Preise um 5%, erhöht sich Gewinn überproportional, weil ein Teil der Abgaben fixe Steuern sind.

Ja und Ketchup isst man auch immer, oder? Da kann auch nix schief gehen. Jedes(!) Unternehmen und jede Branche (!) hat Risiken. Je höher das Risiko, desto niedriger der Preis. Der ain't no free lunch.

Hier mal die Zahlen der Raucher unter 12-Klässler in den USA. Die Quote ging von etwa 20-30% vor 2000 auf heute 3% zurück. https://www.hhs.gov/ash/oah/adolescent-development/substance-use/drugs/tobacco/trends/index.htmlIn Ch

In HongKong haben in den 80ern noch 23% geraucht, heute noch 10%. https://www.smokefree.hk/en/content/web.do?page=smokefreewomen

In China allg. ging die Quote hoch, ich glaub auch im mittleren Osten. Aber die Richtung ist klar. Die Tabakkonzerne können ihre Gewinne nicht bei immer weniger Rauchern erzielen. Der Staat hebt die Preise auch schon an.

 

vor einer Stunde von hund555:

Passiert nicht, weil Einnahmen stimmen und das Management nicht auf den Kopf gefallen ist. In letzten 50 Jahren mehr als 50 Dividendenerhöhungen (also paar mal mehr als einmal im Jahr erhöht).

 

edit: es sieht für mich so aus, dass du gute Erfahrungen mit Technologien Aktien gemacht hast und deswegen da investierst und wo anders weniger ? Wie würdest du denn jetzt invertieren wenn wir das Jahr 2003 hätten?! Deine Erfahrungen wären andere als heute!

Wer weiß, vlt. würde ich dann gar nicht in das Teufelszeug investieren :D Meine subjektive Erfahrung ist erstmal die: Halte Wachstumsaktien in Bullenmärkten und Bullenmärkte > Bärenmärkte.

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hund555
Posted
vor 10 Minuten von Chips:

Die Tabakkonzerne können ihre Gewinne nicht bei immer weniger Rauchern erzielen.

Nach meiner Recherche sink die Zahl der Raucher weltweit nicht. Und Altria ist ein Beispiel dafür, dass man höhere Gewinne auch mit weniger Rauchern erzielen kann.

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odensee
Posted
vor 3 Minuten von hund555:

Nach meiner Recherche sink die Zahl der Raucher weltweit nicht.

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/rauchen-tabak-who-1.4729848

 

vor 3 Minuten von hund555:

Und Altria ist ein Beispiel dafür, dass man höhere Gewinne auch mit weniger Rauchern erzielen kann.

Mag sein, aber bleibt das so?

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hund555
Posted · Edited by hund555
vor 13 Minuten von odensee:

Von 1,4 Mrd. im Jahr 2000 auf 1,3 Mrd. 2018, gerade mal 7% weniger, um wieviel ging der Preis hoch in der Zeit? E-Zigaretten werden da nicht mitgezählt! Cannabis auch nicht.

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odensee
Posted
vor 20 Minuten von hund555:

Nach meiner Recherche sink die Zahl der Raucher weltweit nicht.

 

vor 3 Minuten von hund555:

Von 1,4 Mrd. im Jahr 2000 auf 1,3 Mrd. 2018, gerade mal 7% weniger.

:w00t:

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hund555
Posted · Edited by hund555
vor 27 Minuten von odensee:

 

:w00t:

Liest du auch meine Beiträge zu Ende? Ist einer welche E-Zigarette oder Canabis raucht kein Raucher?

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odensee
Posted
vor 23 Minuten von hund555:

Liest du auch meine Beiträge zu Ende? Ist einer welche E-Zigarette oder Canabis raucht kein Raucher?

Nenne doch einfach mal die Quelle und ein paar Zahlen, die du bei deinen Recherchen gefunden hast.

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hund555
Posted
vor 17 Minuten von odensee:

Nenne doch einfach mal die Quelle und ein paar Zahlen, die du bei deinen Recherchen gefunden hast.

Beste Zahlen sind noch immer Firmenergebnisse wie bei weltweit tätigen Unternehmen BAT, welche immer stiegen und nach aktuellen Erwartungen weiter steigen werden. E-Zigaretten stecken noch in Kinderschuhen, der Konsum wächst aber stark. Bei Cannabis wird auch immer mehr von Legalisierung gesprochen, in Kanada schon legal in USA schreitet es immer weiter voran.

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odensee
Posted
vor 13 Minuten von hund555:

... bla bla...

Nenne doch einfach mal Zahlen und Quellen für:

vor 1 Stunde von hund555:

Nach meiner Recherche sink die Zahl der Raucher weltweit nicht.

Bitte keine Aktienkurse und Vergleiche mit dem MSCI Word-Index. Einfach nur einen Beleg für dein Rechercheergebnis. (Zahl der Raucher).

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hund555
Posted · Edited by hund555

Globaler Raucheranteil schrumpft - absolute Zahlen steigen

 

Mag sein, dass Tabakkonsum letzte Jahre geschrumpft ist, dafür geht es mit E-Zigaretten und Cannabis hoch.

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Kaffeetasse
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Ich sag's nochmal ganz kurz:

Mit Unternehmen, die solche Böcke schießen wie Altria oder BAT mit ihren jüngsten Übernahmen, will ich nix zu tun haben... da helfen keine KGVs und mehr wie 4-5% Dividendenrenditen.

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Maciej
Posted · Edited by Maciej
vor 22 Stunden von Schildkröte:

Hättest Du meinen Beitrag richtig gelesen oder den Link angeklickt, wüsstest Du Deinen Denkfehler:

 

Performanceindex bzw. -chart: inkl. Ausschüttungen

 

Kursindex bzw. -chart: exkl. Ausschüttungen 

 

Du jedoch zeigst einen Kurschart ohne Ausschüttungen und schreibst gleichzeitig was von Performance.

Warum dieser scharfe Ton? Traust du mir nach so vielen Jahren hier im Forum nicht zu, den Unterschied zwischen Kurs- und Performance-Index zu kennen? Dieses Missverständnis mit den Ariva-Charts hatte ich schon mal in einer Diskussion, weil aus den Charts nicht unmittelbar hervorgeht, ob das der reine Kurschart oder der um Ausschüttungen bereinigte Chart ist. Deshalb schreibe ich diese Information jedes Mal extra dazu. Zum Vergleich hier nochmal beide Versionen:

 

Reiner Kurschart:

chart_all_AltriaGroup_CocaCola_kurs.png.248309a6e3f7e374d8c57a9f8a3be235.png

 

Bereinigter Chart:

chart_all_AltriaGroup_CocaCola_perf.png.f662c319c9bca4e7c86239535071d721.png

 

Klar zu erkennen ist die deutlich höhere Performance Rendite im zweiten Chart, die letztlich das zeigt, was beim Anleger in Summe angekommen ist. Ich scheue mich nur, das ganze "Performance-Chart" zu nennen, weil hier meinem Verständnis nach nur die Ausschüttungen wieder zurück in den Kurs addiert werden, so aber keine Thesaurierung stattfindet (oder doch?). Der Definition in deinem Link nach wäre das ein Performance-Chart.

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Yerg
Posted
Am 12.2.2020 um 15:07 von Chips:

Ja und Ketchup isst man auch immer, oder? Da kann auch nix schief gehen. Jedes(!) Unternehmen und jede Branche (!) hat Risiken. Je höher das Risiko, desto niedriger der Preis. Der ain't no free lunch.

Das ist richtig, bedeutet aber nicht im Umkehrschluss, dass ein niedrigerer Preis ein höheres Risiko bedeutet.

 

Am 12.2.2020 um 12:39 von Chips:

Ähnliches hab ich bei Gilead Sciences erlebt. Es hieß immer, die können gar nicht fallen. KGV 6-7. Gewinne sollen leicht steigen. Tja, der Kurs ist nach 4 Jahren heute niedriger bei diesem Bullenmarkt und Gileads Gewinne haben sich halbiert (Niveau nun stabil).

Die Earnings per Share sind sogar noch stärker gefallen, von $11,91 (2015) auf $4,22 (2019, diluted EPS, Quelle: seekingalpha), das sind 65% weniger. Der Aktienkurs ist in der Zeit von rund $100 (Ende 2015) auf rund $65 gefallen (Ende 2019), ein Verlust von "nur" 35%. Man kann das auch so betrachten: der Kauf zu einem niedrigen Multiple hat funktioniert in dem Sinne, dass er das Risiko gesenkt hat. Wäre die Aktie Ende 2015 mit einem Backward-KGV von 20 bewertet gewesen und auf das heutige Niveau gefallen, wäre das ein Kursverlust von >70% gewesen.

 

Am 12.2.2020 um 15:07 von Chips:

Wer weiß, vlt. würde ich dann gar nicht in das Teufelszeug investieren :D Meine subjektive Erfahrung ist erstmal die: Halte Wachstumsaktien in Bullenmärkten und Bullenmärkte > Bärenmärkte.

Die höhere Bewertung der Wachstumsunternehmen ist sicherlich in vielen Fällen berechtigt, aber ich glaube nicht daran, dass die Outperformance der letzten Jahre sich beliebig fortsetzen wird. Die Outperformance basiert nicht nur auf dem Wachstum der Unternehmen selbst, sondern auch darauf, dass die Bewertung (im Sinne von Gewinn-, Umsatz- etc.-Multiples) der Unternehmen gestiegen ist. Lesetipp: Learning the wrong lessons

 

Meine subjektive Erfahrung ist aber auch eine andere als deine: insgesamt habe ich mit Investments in "niedrig bewertete" Aktien (was nicht immer nur KGV bedeutet) bessere Erfahrungen gemacht als mit meinen Fähigkeiten, Wachstumsunternehmen zu erkennen und bewerten zu können.

 

(Langer Beitrag mit wenig Bezug zum Thread-Thema, sorry.)

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McScrooge
Posted
Am 10.2.2020 um 11:52 von Chips:

Auf lange Sicht verliert die Unvernunft.

Das ist der Chart von Lockheed Martin. Auf lange Sicht nach Apple mein bester Wert im Depot. 
 

Dein Satz stimmt, wenn man von der Unvernunft ausgeht, hier nicht investiert zu sein. Zudem winken über 2% Dividende noch dazu.

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Am 12.2.2020 um 13:47 von hund555:

Autobauer sind stark von Konjuktur abhängig und volatil


So ist es. Tabak, Alkohol und Rüstung sind fast garnicht konjunkturabhängig. Geraucht und getrunken wird weiter. In Krisenzeiten sogar noch mehr. Und Krieg ist auch überall, gefällt mir nicht, aber können wir das ändern? :shit:

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Chips
Posted
vor 16 Stunden von Yerg:

Das ist richtig, bedeutet aber nicht im Umkehrschluss, dass ein niedrigerer Preis ein höheres Risiko bedeutet.

 

Die Earnings per Share sind sogar noch stärker gefallen, von $11,91 (2015) auf $4,22 (2019, diluted EPS, Quelle: seekingalpha), das sind 65% weniger. Der Aktienkurs ist in der Zeit von rund $100 (Ende 2015) auf rund $65 gefallen (Ende 2019), ein Verlust von "nur" 35%. Man kann das auch so betrachten: der Kauf zu einem niedrigen Multiple hat funktioniert in dem Sinne, dass er das Risiko gesenkt hat. Wäre die Aktie Ende 2015 mit einem Backward-KGV von 20 bewertet gewesen und auf das heutige Niveau gefallen, wäre das ein Kursverlust von >70% gewesen.

Ja, es ging um etwa 2016. Und damals war die mittlere Analystenprognose, dass das EPS leicht steigt. Leicht steigendes EPS und KGV 6. Da kann man genauso wenig falsch machen wie bei Altria, oder? KGV 10, mittleres Wachstum von 7-10% (wie hund555 sagt). Astrein, oder?

 

Zitat

 

Die höhere Bewertung der Wachstumsunternehmen ist sicherlich in vielen Fällen berechtigt, aber ich glaube nicht daran, dass die Outperformance der letzten Jahre sich beliebig fortsetzen wird. Die Outperformance basiert nicht nur auf dem Wachstum der Unternehmen selbst, sondern auch darauf, dass die Bewertung (im Sinne von Gewinn-, Umsatz- etc.-Multiples) der Unternehmen gestiegen ist. Lesetipp: Learning the wrong lessons

 

Meine subjektive Erfahrung ist aber auch eine andere als deine: insgesamt habe ich mit Investments in "niedrig bewertete" Aktien (was nicht immer nur KGV bedeutet) bessere Erfahrungen gemacht als mit meinen Fähigkeiten, Wachstumsunternehmen zu erkennen und bewerten zu können.

 

(Langer Beitrag mit wenig Bezug zum Thread-Thema, sorry.)

Hab deinen Artikel gelesen. War ganz interessant. Auch, dass man in Boom-Phasen das Momentum mitnehmen solle, wobei man langfristig auf Prinzipien hören solle, die auf lange Sicht wahr wären. Klingt ein wenig nach Widerspruch, aber nun denn. Aktuell sind wir noch in einer Boomphase. Tolle Wachstumsunternehmen wie Alphabet oder Amazon ausfindig zu machen, ist jetzt nicht die große Kunst. Alphabet ist für 2020 mit einem KGV von etwa 27 bewertet und keineswegs teurer als vor 5 oder 15 Jahren (Jahre um Finanzkrise sollte man da eher ausklammern). Alphabet wächst mit 15% pro Jahr wie eine Art Uhrwerk.

Ich denke, es geht auch einfach um Folgendes: Die Zukunft ist ungewiss. Es gibt zwar mittlere Erwartungswerte über Tabakgebrauch, Rüstungsnachfrage, deren Management (Missmanagement?), etc., aber wenn ein schwarzer Schwan kommt, wirft der alles hinüber. Da kann die Prognose noch so gut sein, die Zukunft kennt keiner. Du kannst auch das Wetter für den 1.Mai vorhersagen. 18° bei Sonnenschwein, weil x und y. Wenn es dann 18° Sonnenschein gibt, hattest du da Glück oder war deine Prognose super? Das ist wie bei Aktienunternehmen. Millionen von Menschen machen Prognosen und logischerweise liegen Manche richtig. Ist das Glück, liegt im statistischen Erwartungsbereich oder konnten die Richtigliegenden ein komplexes System mit 7Mrd. Akteuren, von denen jeder Milliarden Möglichkeiten hat, richtig vorhergesagt?

 

Ich persönlich weiß die Zukunft nicht. Ich erwarte nur, dass alle Aktien relativ fair bewertet sind. Hat ein Unternehmen ein KGV von 5 oder 50, hat das seinen Grund. Und deswegen will ich Aktien von Unternehmen, die ich auch persönlich gut finde. Und ich bevorzuge Unternehmen, die etwas herstellen, was Menschen happy und gesund macht über Unternehmen, die den Tod bringen (auch wenn die sicherlich nur eine Nachfrage befriedigen und nicht böse sind).

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Mato
Posted · Edited by Mato

Hier gibt es einen aktuellen Podcast zum Thema Tabakaktien von Kolja Barghoorn (der Youtuber von Aktien mit Kopf) und Jonathan Neuscheler (von alleaktien.de).

 

Es geht um Imperial Brands, aber auch die Tabakbranche insgesamt und andere Hersteller werden besprochen. Dabei kommt mir dann allerdings BAT ein wenig zu kurz.

 

Insgesamt aber sehr hörenswert, wie ich finde.

 

MP3 Direkt: https://aktienmitkopf.podcaster.de/download/podcast_222.mp3

Seite dazu: https://www.aktienmitkopf.de/blog/podcasts/294-222-imperial-brands-tabak-aktienanalyse-mit-jonathan-neuscheler

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Flughafen
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Da der MSCI World Tobacco Index schön wenig mit dem MSCI World korreliert und ich die Branche mag, spiele ich aktuell mit Gedanken, mit für 10% von meinem Portfolio den MSCI World Tobacco ins Depot zu legen. Der Index ist hier beschrieben. Er beinhaltet nur 6 Papiere:

grafik.png.cf0aa6c1964fe60bed59b15100798671.png

 

Einen ETF dazu gibt es natürlich nicht, der würde sich sehr wahrscheinlich nicht rentieren, aber die 6 Werte kann man sich auch selbst zusammenkaufen:

 

PHILIP MORRIS INTL, ISIN US7181721090
BRITISH AMERICAN TOBACCO, ISIN GB0002875804
ALTRIA GROUP, ISIN US02209S1033
JAPAN TOBACCO, ISIN JP3726800000
IMPERIAL BRANDS, ISIN GB0004544929
SWEDISH MATCH, ISIN SE0000310336

 

 

 

 

 

MSCI World Tobacco.png

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte

Zum einen sind Branchen-Wetten so eine Sache. Zwar sind wir hier im Branchen-Forum. Aber Du schreibst (mittlerweile) aus der Sicht eines ETFlers. ETFler sollten sich also mit der Frage beschäftigen, ob sie mit einer Branchen-Wette noch den Markt schlagen. Zum anderen ist ein ETF bestehend aus lediglich 6 Einzelwerten mit Blick auf die innere Diversifizierung nur bedingt brauchbar.

 

Momentan machen bei Dir BAT 9,41% und Altria 20,17% vom Depot aus, die gesamte Branche also 29,58%. Ein klassisches Klumpenrisiko. Abgesehen von den Chancen und Risiken bei neuen Produkten wie eZigaretten, sind die Branchenrisiken für beide identisch, was sich in einer ähnlichen Performance bemerkbar macht. Ergo erreichst Du mit einem Verkauf von Altria den selben Effekt für Dein Depot.

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Flughafen
Posted · Edited by Flughafen
vor 1 Stunde von Schildkröte:

Zum einen sind Branchen-Wetten so eine Sache. Zwar sind wir hier im Branchen-Forum. Aber Du schreibst (mittlerweile) aus der Sicht eines ETFlers. ETFler sollten sich also mit der Frage beschäftigen, ob sie mit einer Branchen-Wette noch den Markt schlagen. Zum anderen ist ein ETF bestehend aus lediglich 6 Einzelwerten mit Blick auf die innere Diversifizierung nur bedingt brauchbar.

 

Momentan machen bei Dir BAT 9,41% und Altria 20,17% vom Depot aus, die gesamte Branche also 29,58%. Ein klassisches Klumpenrisiko. Abgesehen von den Chancen und Risiken bei neuen Produkten wie eZigaretten, sind die Branchenrisiken für beide identisch, was sich in einer ähnlichen Performance bemerkbar macht. Ergo erreichst Du mit einem Verkauf von Altria den selben Effekt für Dein Depot.

 

Die ähnliche Performance von den 6 hat aber auch nur Altria und BAT, die 6 laufen da über die letzten 5 Jahre schon deutlich weiter außeinander. Wenn man versucht, eine Branche durch einen einzigen repräsentativen Wert zu ersetzen, steigen signifikant das Management-Risiko und evtl. auch das Produkt- und Marktrisiko, da 2 Firmen der gleichen Branche nur sehr selten zu 100% gleiche Kundschaft und Produkte haben.

 

 

 

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Schildkröte
Posted

Mit 4,9 Mio. Einwohnern mag Neuseeland ein sehr kleines Land sein. Aber Aktionäre von Tabakunternehmen sollten hoffen, dass dieses Beispiel nicht auch noch in anderen Ländern die Runde macht:

 

Zitat

Neuseeland will das Verkaufsverbot von Tabak und Zigaretten ausweiten und strebt einen ungewöhnlichen Weg an: Das Land hat Pläne vorgestellt, die Abgabe an derzeit noch minderjährige Jahrgänge zu verbieten - auch wenn sie irgendwann die Volljährigkeit erreicht haben.

Quelle: ntv

 

Mit dem neuseeländischen Recht kenne ich mich nicht so aus. In anderen Ländern könnten solche Vorhaben allerdings daran scheitern, dass niemand aufgrund seines Alters diskriminiert (und eben auch nicht bevormundet) werden darf.

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Mato
Posted · Edited by Mato
vor 6 Stunden von Schildkröte:

Mit 4,9 Mio. Einwohnern mag Neuseeland ein sehr kleines Land sein. Aber Aktionäre von Tabakunternehmen sollten hoffen, dass dieses Beispiel nicht auch noch in anderen Ländern die Runde macht:

 

Quelle: ntv

 

Mit dem neuseeländischen Recht kenne ich mich nicht so aus. In anderen Ländern könnten solche Vorhaben allerdings daran scheitern, dass niemand aufgrund seines Alters diskriminiert (und eben auch nicht bevormundet) werden darf.

Unglaublich. Das ist dann natürlich schon eine erhebliche Einschränkung der Verbraucherentscheidung in den entsprechenden Jahrgänge. Mir ist nicht bekannt, dass es sowas schonmal gegeben hätte. Mir fällt bei Führerscheinen ein Bestandsschutz nach Ausstellungsjahr ein (mit Benachteiligung der Folgejahrgänge), aber das ist doch etwas gänzlich anderes.

 

Dann sollte die neuseeländische Regierung lieber konsequent jegliche Abgabe von Tabakprodukten an alle verbieten. Das ist auch eine erhebliche und noch größere Einschränkung, jedoch nicht auf bestimmte Jahrgänge bezogen. Aber da fehlt dann wohl doch der Mut sich mit allen noch vorhandenen Rauchern des Landes anzulegen. Ich vermute, dass selbst in Neuseeland noch ein gewisses Wählerpotenzial bei Rauchern vorhanden ist. Da macht man es lieber häppchenweise.

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hund555
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Als nächstes kommt wohl Verbot von Alkohol, dann von Fleisch und Zucker. Irgendwann dürfen wir nur noch Gemüse essen ...

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