Michalski Dienstag um 17:09 Ich habe mal eine Weile gewartet, aber dass niemand die letzten Quartalszahlen mehr jubilierend kommentiert, spricht ja schonmal für sich. Nahezu alle KPIs gehen weiter den Bach runter und hätte Tesla nicht die Mehreinnahmen durch die Zollrückerstattungen verbuchen können (61% vom Q3 EBIT), wäre es noch dicker gekommen. Beim Capex gab es eine drastische Kehrtwende, um für Q3 noch positiven Free Cash Flow ausweisen zu können. Anfang des Jahres waren noch über 25 Milliarden Dollar für 2026 angekündigt, um KI, Robotik und die neuen Plattformen voranzutreiben. Da das operative Kerngeschäft durch Rabattschlachten, schrumpfende Margen und verfehlte Auslieferungsziele unter Druck steht, blieb nur eine Stellschraube: Investitionen drastisch zusammenstreichen. Wenn Wall Street 7,9 Mrd. Dollar Capex erwartet und Tesla nur 4,7 Mrd. ausgibt, verbleiben schlagartig 3,2 Mrd. Dollar mehr in der Cashflow-Rechnung. Die gemeldeten 1,53 Milliarden Dollar FCF sind also nicht das Ergebnis eines boomenden Automobil- oder Energiegeschäfts, sondern rein künstlich erkauft. Ohne diese Kürzung wäre der FCF tief im roten Bereich gelandet. Dazu wurde das Jahresziel für Capex stillschweigend auf 20 Mrd. Dollar reduziert, was aber trotzdem bedeutet, dass Tesla im Q4 7 Mrd. investieren will. Wer glaubt noch daran? Das ist angesichts der massiven Q3-Bremse völlig unrealistisch und zeigt, dass das Management entweder die Guidance verfehlen wird oder die Projekte noch weiter zusammengestrichen werden. Dazu kommen bilanzielle Sondereffekte wie rund 1,2 Milliarden Dollar an abgegrenzten Umsätzen (Deferred Revenue), die operativ nachhelfen. Richtig auffällig ist beim Working Capital Management, dass die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Accounts Payable) sowie aufgelaufene Verbindlichkeiten (Accrued Liabilities) im Quartal um ganze 3,86 Milliarden Dollar nach oben geschossen sind. Geld fließt also schlicht dadurch, dass Rechnungen von Lieferanten auf die lange Bank geschoben wurden. Stock-Based Compensation (SBC) spielt auch wieder eine tragende Rolle. Die aktienbasierte Vergütung schönt die Marge auf Cash-Ebene, weil sie als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung auftaucht, den Cashflow aber nicht belastet. Gleichzeitig verwässert sie schleichend die Altaktionäre. Im Autogeschäft stehen die Margen unter Druck. Rabattschlachten, Preissenkungen und der Auslauf von Förderungen nagten am Kerngeschäft. Wenn man die Sondereffekte und den Push bei den abgegrenzten Erlösen herausrechnet, bleibt im Fahrzeugverkauf eine recht dünne operative Realität übrig. Kratzt man beim Energiegeschäft auch mal ein bisschen am Lack, sieht die Sache ganz anders aus als in den Pressemitteilungen. Obwohl Megapacks und Powerwalls in der öffentlichen Wahrnehmung boomen, ist der Umsatz im Energiesegment im Jahresvergleich um sechzehn Prozent auf 2,88 Milliarden Dollar eingebrochen. Optisch wird oft eine hohe Bruttomarge im Storage-Bereich ausgewiesen. Bereinigst man aber das von den genannten Sondereffekten, den schwankenden Projekt-Abnahmen und den Garantierückstellungen für die riesigen Speicherbatterien, bröckelt die vermeintliche Topmarge spürbar ab. Tesla wird an der Börse wie ein High-Tech-Wachstumsunternehmen mit enormen Multiples bewertet. Als Unternehmen wächst es aber schlicht nicht mehr und kürzt seine Zukunftsinvestitionen um 20 Prozent. Die argumentative Basis für ein Forward KGV von >400 bleibt hier im Thread wohl auch deshalb so erschreckend dünn, denn die Absurdität der Bewertung zur Entwicklung des Kerngeschäfts zeigt nur eine besondere Fähigkeit von Elon Musk, den Aktienkurs maßlos aufzupumpen. Operating income: 2022: $13.7 Mrd. 2023: $8.9 Mrd. 2024: $7.1 Mrd. 2025: $4.4 Mrd. 2026 bis Q3: $2.1 Mrd. Operating margin: 2022: 16.8% 2023: 9.2% 2024: 7.2% 2025: 4.4% 2026 bis Q3: 2.7% Wenn man sich die Operating-Income-Zahlen ansieht (Absturz von 13,7 Milliarden im Jahr 2022 auf schmale 2,1 Milliarden bis Q3 2026), wird erst recht klar, mit welcher absurden Marktkapitalisierung die Aktie immer noch gehandelt wird. Das operative Ergebnis schrumpft seit Jahren kontinuierlich, während die Bewertung im Orbit bleibt. Was kann da schon schiefgehen... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Dienstag um 18:42 Für alle diese meinen, dass Waymo uneinholbar vorne wäre: Quelle: https://x.com/RtaxiTracker/status/2113306918160584813 Zur Vergleichbarkeit muss man allerdings sagen: Bei Waymo wird das Ende von Q2 mit dem Q3 von Tesla verglichen. Im Endeffekt zeigen die beiden Kurven aber eine sehr deutliche Entwicklung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
B3n Dienstag um 19:24 Am 21.10.2026 um 21:28 von missionE: Sensationelle Sicherheitsdaten beim Robotaxi, jederzeit hier für alle einsehbar: https://www.tesla.com/robotaxi/safety In dem Tweet heißt es 0 injuries und 0 airbag deployments. Die Daten auf Ihrer eigenen Seite sagen aber unter injuries in einem Fall „Minor W/ Hospitalization“ und haben auch einen anderen Fall mit airbag deployment beim Crashgegner. Was stimmt denn nun? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Dienstag um 19:30 vor 4 Minuten von B3n: Die Daten auf Ihrer eigenen Seite sagen aber unter injuries in einem Fall „Minor W/ Hospitalization“ und haben auch einen anderen Fall mit airbag deployment beim Crashgegner. Wo sagen die das? Auf welcher Seite? Gib mal einen Link! Bezüglich deer Airbags: "Robotaxi Airbag Deployments" != "Airbag Deployment beim Crashgegner" Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
B3n Dienstag um 20:10 Teslas Safery Seite https://www.tesla.com/robotaxi/safety Die Quelle die für die Grafik bezüglich der Meilen angegeben ist. Da führen sie die Methode und Tabelle der SGO auf inklusive Download. In den vielen Fusszeilen findet sich dann auch das sie teilweise wieder Daten aus den SGO nicht zählen. Also kein direkter Vergleich mit der Konkurrenz auf identischer Methode. Bei den Meilen fehlt die Angabe der Methode vollständig. Da steht nur autonom gefahren. Zählen da auch Leerfahrten zu? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
wertpapiertiger Mittwoch um 17:21 vor 22 Stunden von Holgerli: Für alle diese meinen, dass Waymo uneinholbar vorne wäre: die Darstellung ist doch völlig aus dem Gesamtkontext gerissen.... Vergleich besser mal die Gesamtzahlen und nicht nur Tesla Hau Ruck Ramp up im Tesla fenced extrem limitierten Austin. Waymo fuhr im Q2 im Schnitt 3+ Mio Meilen. Tesla ist zudem für Umwege bekannt aufgrund der engen safety guardrails..... Blechbüchse auf die schnelle eine Übersicht : Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Mittwoch um 18:12 vor 43 Minuten von wertpapiertiger: die Darstellung ist doch völlig aus dem Gesamtkontext gerissen.... Das war spontan mein erster Gedanke, als ich Deine Zusammenstellung gesehen habe. 1. Gib doch mal die Frage, die Du "Blechbüchse" gestellt hast! Mittlerweile sollte klar sein, dass man durch geschicktes Framing einer KI jede Antwort entlocken kann 2. Wer oder was ist "Blechbüchse"? ChatGPT, Claude, Gemini, Grok hinzuschreiben statt "Blechbüchse" kann doch nicht so schwer sein, oder? 3. Wer Teslas FSD mit Teslas Robotaxi zusammenpackt, hat nicht verstanden, dass beides nicht das gleiche ist. 4. Seit wann gehören Orlando und Miami zu Texas? 5. Die Metrik die die Diagramme Darstellen ist Kilometer/Woche. Dass Waymo mehr Gesamtkilometer gefahren ist ist, logisch, schließlich fährt Waymo seit 2024 in Austin. Aber Gesamtkilometer seit irgendwann war nicht die Metrik des Diagramms. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Michalski gestern um 17:21 Uhr · bearbeitet gestern um 17:39 Uhr von Michalski Am 27.10.2026 um 19:42 von Holgerli: Für alle diese meinen, dass Waymo uneinholbar vorne wäre: Das ist Waymo immer noch: Bei der Routenplanung wundert mich gar nichts mehr: Liegt vermutlich immer noch daran, dass Bahnübergänge für Tesla ein rotes Tuch sind. Hier mal ein Video aus Seattle: Hier eins aus West Palm Beach in Florida, genauer vom Bahnübergang an der Forest Hill Boulevard (SR 882) direkt westlich der Interstate 95: Am 27.10.2026 um 20:24 von B3n: In dem Tweet heißt es 0 injuries und 0 airbag deployments. Die Daten auf Ihrer eigenen Seite sagen aber unter injuries in einem Fall „Minor W/ Hospitalization“ und haben auch einen anderen Fall mit airbag deployment beim Crashgegner. Was stimmt denn nun? Die aktuellen NHTSA-Daten enthalten 36 unterschiedliche Unfallmeldungen für Tesla. Davon entfallen 26 auf Austin, sieben auf Dallas, zwei auf Houston und eine auf Tampa. In zwei Fällen wurden leichte Verletzungen gemeldet, einer davon mit Krankenhausaufenthalt. 14 Meldungen betreffen Kollisionen mit festen Objekten. Zudem endeten laut den Berichten alle fünf dokumentierten Fälle, in denen ein Fernoperator die Fahrzeugsteuerung übernahm, mit einer Kollision. Wichtig zur Einordnung: Die Daten reichen nur bis zum 15. September 2026. Spätere Vorfälle fehlen. Außerdem handelt es sich nur um Meldungen von Tesla, nicht um eine vollständige Statistik aller Unfälle oder eine nach Fahrleistung berechnete Unfallquote. Die Zahlen erlauben für sich genommen keinen belastbaren Vergleich der Sicherheit verschiedener Anbieter. So ausgereift ist Tesla's FSD übrigens: Pedestrian killed by Tesla in self-driving mode on I-80 in California Vallejo, Kalifornien · 22. Oktober · Ein 71-jähriger Fußgänger wurde auf der Interstate 80 von einem Tesla Model 3 erfasst und tödlich verletzt. Der 26-jährige Fahrer gab an, dass Full Self-Driving aktiviert war. California Tesla Driver Claims He Was Asleep Using Full Self-Driving Before Crash That Injured Two CHP Officers Fairfield, Kalifornien · 13. Oktober · Ein Tesla fuhr auf der Interstate 80 in einen wegen eines vorherigen Unfalls gesperrten Fahrstreifen und prallte mit hoher Geschwindigkeit auf einen stehenden Streifenwagen der California Highway Patrol. Zwei Polizisten wurden schwer verletzt. Der 22-jährige Fahrer gab an, während der Fahrt mit aktiviertem Full Self-Driving eingeschlafen zu sein. Tesla confirms Autopilot/FSD was 'engaged' when car crossed a median and killed a man Vineland, New Jersey · 22. August · Ein Tesla Model Y überquerte auf der Route 55 den begrünten Mittelstreifen, prallte gegen einen Baum und geriet in den Gegenverkehr. Dort kollidierte er frontal mit einem Chevrolet-SUV. Dessen 68-jähriger Fahrer Phillip Eastman starb, der Tesla-Fahrer und ein weiterer Insasse wurden verletzt. Tesla bestätigte gegenüber der US-Verkehrssicherheitsbehörde, dass ein Fahrerassistenzsystem zum relevanten Zeitpunkt aktiviert war. Tesla's record month: 4 fatal Autopilot and Full Self-Driving crashes Upper Marlboro, Maryland · 12. Juli · Bei einer Linksabbiegung kollidierte ein Tesla Model 3 mit einem entgegenkommenden Motorrad. Der Motorradfahrer Matthew Vowell, seine Mitfahrerin Krystal Vowell und die Tesla-Insassin Adriana Maxwell starben. San Mateo, Kalifornien · 15. Juli · Ein Tesla Model S kam von der Fahrbahn ab, prallte gegen einen Lichtmast und geriet in Brand. Der Fahrer starb. Ione, Kalifornien · 22. Juli · Ein Tesla Model Y geriet auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit zwei anderen Fahrzeugen. Die 25-jährige Tesla-Fahrerin starb, ein zweijähriges Kind wurde ins Krankenhaus gebracht. Ashby, Minnesota · 20. Juli · Bei einem Unfall in einer Baustelle auf der Interstate 94 starben der Tesla-Fahrer Harold Ennulat und der Fahrer eines Ford. Tesla driver accelerated into house in fatal Texas crash, NTSB says Katy, Texas · 19. Juni · Ein Tesla Model 3 prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen ein Wohnhaus. Die 76-jährige Martha Avila, die sich im Haus befand, starb später im Krankenhaus. Laut vorläufigem Untersuchungsbericht der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB hatte der Fahrer Full Self-Driving aktiviert. Tesla Settles Lawsuit Over Deadly Crash Involving Full Self-Driving Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag