Michalski vor 16 Stunden Ich habe mal eine Weile gewartet, aber dass niemand die letzten Quartalszahlen mehr jubilierend kommentiert, spricht ja schonmal für sich. Nahezu alle KPIs gehen weiter den Bach runter und hätte Tesla nicht die Mehreinnahmen durch die Zollrückerstattungen verbuchen können (61% vom Q3 EBIT), wäre es noch dicker gekommen. Beim Capex gab es eine drastische Kehrtwende, um für Q3 noch positiven Free Cash Flow ausweisen zu können. Anfang des Jahres waren noch über 25 Milliarden Dollar für 2026 angekündigt, um KI, Robotik und die neuen Plattformen voranzutreiben. Da das operative Kerngeschäft durch Rabattschlachten, schrumpfende Margen und verfehlte Auslieferungsziele unter Druck steht, blieb nur eine Stellschraube: Investitionen drastisch zusammenstreichen. Wenn Wall Street 7,9 Mrd. Dollar Capex erwartet und Tesla nur 4,7 Mrd. ausgibt, verbleiben schlagartig 3,2 Mrd. Dollar mehr in der Cashflow-Rechnung. Die gemeldeten 1,53 Milliarden Dollar FCF sind also nicht das Ergebnis eines boomenden Automobil- oder Energiegeschäfts, sondern rein künstlich erkauft. Ohne diese Kürzung wäre der FCF tief im roten Bereich gelandet. Dazu wurde das Jahresziel für Capex stillschweigend auf 20 Mrd. Dollar reduziert, was aber trotzdem bedeutet, dass Tesla im Q4 7 Mrd. investieren will. Wer glaubt noch daran? Das ist angesichts der massiven Q3-Bremse völlig unrealistisch und zeigt, dass das Management entweder die Guidance verfehlen wird oder die Projekte noch weiter zusammengestrichen werden. Dazu kommen bilanzielle Sondereffekte wie rund 1,2 Milliarden Dollar an abgegrenzten Umsätzen (Deferred Revenue), die operativ nachhelfen. Richtig auffällig ist beim Working Capital Management, dass die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Accounts Payable) sowie aufgelaufene Verbindlichkeiten (Accrued Liabilities) im Quartal um ganze 3,86 Milliarden Dollar nach oben geschossen sind. Geld fließt also schlicht dadurch, dass Rechnungen von Lieferanten auf die lange Bank geschoben wurden. Stock-Based Compensation (SBC) spielt auch wieder eine tragende Rolle. Die aktienbasierte Vergütung schönt die Marge auf Cash-Ebene, weil sie als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung auftaucht, den Cashflow aber nicht belastet. Gleichzeitig verwässert sie schleichend die Altaktionäre. Im Autogeschäft stehen die Margen unter Druck. Rabattschlachten, Preissenkungen und der Auslauf von Förderungen nagten am Kerngeschäft. Wenn man die Sondereffekte und den Push bei den abgegrenzten Erlösen herausrechnet, bleibt im Fahrzeugverkauf eine recht dünne operative Realität übrig. Kratzt man beim Energiegeschäft auch mal ein bisschen am Lack, sieht die Sache ganz anders aus als in den Pressemitteilungen. Obwohl Megapacks und Powerwalls in der öffentlichen Wahrnehmung boomen, ist der Umsatz im Energiesegment im Jahresvergleich um sechzehn Prozent auf 2,88 Milliarden Dollar eingebrochen. Optisch wird oft eine hohe Bruttomarge im Storage-Bereich ausgewiesen. Bereinigst man aber das von den genannten Sondereffekten, den schwankenden Projekt-Abnahmen und den Garantierückstellungen für die riesigen Speicherbatterien, bröckelt die vermeintliche Topmarge spürbar ab. Tesla wird an der Börse wie ein High-Tech-Wachstumsunternehmen mit enormen Multiples bewertet. Als Unternehmen wächst es aber schlicht nicht mehr und kürzt seine Zukunftsinvestitionen um 20 Prozent. Die argumentative Basis für ein Forward KGV von >400 bleibt hier im Thread wohl auch deshalb so erschreckend dünn, denn die Absurdität der Bewertung zur Entwicklung des Kerngeschäfts zeigt nur eine besondere Fähigkeit von Elon Musk, den Aktienkurs maßlos aufzupumpen. Operating income: 2022: $13.7 Mrd. 2023: $8.9 Mrd. 2024: $7.1 Mrd. 2025: $4.4 Mrd. 2026 bis Q3: $2.1 Mrd. Operating margin: 2022: 16.8% 2023: 9.2% 2024: 7.2% 2025: 4.4% 2026 bis Q3: 2.7% Wenn man sich die Operating-Income-Zahlen ansieht (Absturz von 13,7 Milliarden im Jahr 2022 auf schmale 2,1 Milliarden bis Q3 2026), wird erst recht klar, mit welcher absurden Marktkapitalisierung die Aktie immer noch gehandelt wird. Das operative Ergebnis schrumpft seit Jahren kontinuierlich, während die Bewertung im Orbit bleibt. Was kann da schon schiefgehen... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli vor 14 Stunden Für alle diese meinen, dass Waymo uneinholbar vorne wäre: Quelle: https://x.com/RtaxiTracker/status/2113306918160584813 Zur Vergleichbarkeit muss man allerdings sagen: Bei Waymo wird das Ende von Q2 mit dem Q3 von Tesla verglichen. Im Endeffekt zeigen die beiden Kurven aber eine sehr deutliche Entwicklung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
B3n vor 13 Stunden Am 21.10.2026 um 21:28 von missionE: Sensationelle Sicherheitsdaten beim Robotaxi, jederzeit hier für alle einsehbar: https://www.tesla.com/robotaxi/safety In dem Tweet heißt es 0 injuries und 0 airbag deployments. Die Daten auf Ihrer eigenen Seite sagen aber unter injuries in einem Fall „Minor W/ Hospitalization“ und haben auch einen anderen Fall mit airbag deployment beim Crashgegner. Was stimmt denn nun? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli vor 13 Stunden vor 4 Minuten von B3n: Die Daten auf Ihrer eigenen Seite sagen aber unter injuries in einem Fall „Minor W/ Hospitalization“ und haben auch einen anderen Fall mit airbag deployment beim Crashgegner. Wo sagen die das? Auf welcher Seite? Gib mal einen Link! Bezüglich deer Airbags: "Robotaxi Airbag Deployments" != "Airbag Deployment beim Crashgegner" Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
B3n vor 13 Stunden Teslas Safery Seite https://www.tesla.com/robotaxi/safety Die Quelle die für die Grafik bezüglich der Meilen angegeben ist. Da führen sie die Methode und Tabelle der SGO auf inklusive Download. In den vielen Fusszeilen findet sich dann auch das sie teilweise wieder Daten aus den SGO nicht zählen. Also kein direkter Vergleich mit der Konkurrenz auf identischer Methode. Bei den Meilen fehlt die Angabe der Methode vollständig. Da steht nur autonom gefahren. Zählen da auch Leerfahrten zu? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag