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Gerd Kommer - Souverän investieren - Fragen dazu

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zocker
Ich denke die meisten haben ein falsches Bild von Warren Buffett, der mit "langweiligen" Aktien zum Milliardär geworden ist. Das ist mitnichten der Fall. Viel eher bin ich der Meinung, dass er ein Gespür für besondere Situationen hat, ein guter Menschenkenner ist und von seinen unzähligen Kontakten in der Finanzwelt profitiert.

 

Buffett hat Insiderwissen, Marktmacht sowie Sonderkonditionen, die Privatinvestoren nicht haben. Das gilt für viele Institutionelle. Ich empfehle das Buch von Jim Cramer zur Aktienanlage, einen Großteil seiner Zeit war Cramer damit beschäftigt Analysten, Insider und anderen Personen, die er kannte auf den Sack zu gehen, solange bis er Informationen bekam, die man ihm eigentlich nicht hätte geben dürfen. Buffett nutzt auch eiskalt die Notlagen anderer Marktteilnehmer aus, siehe Goldman Sachs und die Kredit- sowie Aktienkonditionen usw.. Buffetts Engagement war da quasi ein Bonitätszeugnis, das weit mehr wert ist, als die Urteile aller Ratingagenturen. Buffett hat ein gutes Gespür dafür, wann er höheres Risiko fährt, das Bild der langweiligen Langfristinvestors, der einfach nur Aktien kauft und wartet, entspricht nicht der Realität.

 

...es ist herrlich wie bei der Diskussion über Anlagementalitäten jeder Fuzzi sich mit W.Buffet vergleicht. Der selbst sagt "für normale Anleger ist Indexing das einzig wahre, weil sie von der Finanzindustrie sonst über die Rolle gezogen werden".

Natürlich träumt jeder Trottel davon er nur er könne besser sein als der Markt, und wenn ihm das mal drei Monate gelingt schießt ihm Testosteron ohne Ende in die Hoden, aber wer glaubt schon auf lange Sicht daran?

Bescheidene Menschen sind zufrieden, wenn sie 90% aller Fondsmanager schlagen :thumbsup: und das tut jeder ömmelige Index-Investor :rolleyes: - ich bin bescheiden ich schlage 90% aller Fondsmanager - wer von Euch Nulpen kann das schon von sich behaupten??ß ;)

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Karl Squell
· bearbeitet von Karl Squell
Wenn wir ein Depot aus 50% Aktien / 50% Renten hätten, die der Theorie nach negativ korellieren, wäre der positive Effekt des Rebalancings nicht sogar noch viel stärker? Man würde immer in fallende Märkte investieren.

 

Das ist eher ein Missverständnis. Der Rentenanteil in Deinem Depot senkt sozusagen den Risikofaktor dein Gesamtportfolios. Bin ich ein ängstlicher Anleger fahr ich meinetwegen 20% Aktien/80% Renten, bin ich eher auf etwas mehr Rendite (und damit einhergehenden Risiko) aus fahr ich 60% Aktien/ 40% Renten. Es soll hier auch Leute geben, die 100% Aktienanteil fahren, dazu brauchste aber Nerven.

 

Richtig, die gibts aber eben nur in der grauen Theorie (bzw. sind die nach Kosten uninteressant). Ferner würdest Du dann ja kein Risiko übernehmen - wofür sollte dir da einer was löhnen?

 

Ok, sagen wir einmal, wir finden eine Rentenform mit gleichem Erwartungswert und gleicher Volatilität wie der Aktienanteil. Meinetwegen einen Lev-ETF auf 30-jährige Staatsanleihen. Also gleiches Risiko, aber keine positive Korellation oder eben eine möglichst niedrige, besser negative, wenn das auch in der Realität schwer zu finden ist.

 

 

 

Also bräuchte man idealerweise doch Anlageformen, die mit -1 perfekt negativ korellieren, richtig?

 

Richtig, die gibts aber eben nur in der grauen Theorie (bzw. sind die nach Kosten uninteressant). Ferner würdest Du dann ja kein Risiko übernehmen - wofür sollte dir da einer was löhnen?

 

Praktisch gesehen bedeutet das doch: Man müsste über alle Anlageklassen diversifizieren.

Liege ich da richtig?

 

Ja durchaus, oder sagen wir besser: über alle sinnvoll vertretbaren Assets.

Klar, nicht alle sind sinnvoll.

Das Rebalancing bringt also umso mehr, je weniger die Assets korellieren, richtig?

Also möglichst viele sinnvolle nicht korellierende Assets nehmen und dann Rebalancing betreiben.

Nur dann ist wieder die Frage, zu welcher AA man kommen will. Etwas wie die BIP-Verteilung gibt es ja nicht über Aktien/Renten/Immos gleichzeitig. Und warum wird dann so oft nur über das Rebalaning in der Klasse Aktien gesprochen?

 

 

Nein, man muss die aktuelle Phase optimal zu nutzen versuchen, dann sind möglicherweise einige Anlageklassen nicht relevant. :o

Das verstehe ich als Markettiming. Es geht mir hier nur um die Frage des Rebalancing. Wenn ich falsch liege korrigiere mich bitte!

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sparfux
Hinter Aktien stehen lebendige Unternehmen. Daran teilzuhaben macht mir richtig Spaß. Mit "seelenlosen" Konstrukten ,wie ETFS, kann ich nichts anfangen.

Börse hat für mich auch einen Spaßfaktor.

 

Ich kann da nur zustimmen. Nicht jeder aktive Ansatz heißt automatisch, dass ich unbedingt besser sein will als andere.

Klar, man kann natürlich sich mit Börse etc. beschäftigen, weil einem das Spaß macht und der eigentliche Anlageerfolg ist dann zweitrangig. Das ist sicher legitim. Die meisten Hobbies kosten Geld.

 

Und ich bezweifle mal pauschal, dass Privatanleger die teilweise verwirrenden steuerlichen ETF Konstrukte in Deutschland so ohne weiteres verstehen können. Für Ottonormal Anleger halte ich bei weitem nicht jeden ETF für empfehlenswert. Ich bin sogar der Meinung, dass nach dem vorzeitigen Gebührenzugpferd Zertifikate nun auch in letzter Zeit zunehmend durch angebliche Passivprodukte kräftig abkassiert wird.

 

Hat der Ottonormal Anleger die Kompetenz ein solides ETF Portfolio aufzubauen? Wenn ja, dann okay - ich glaubs nur nicht. Ich denke eher, der Ottonormal Anleger wäre mit einer gutdiversifizierten Auswahl aktiver Aktienfonds besser bedien. Einige der hier genannten Basisliteratur hat ein oder mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel und basiert zum großen Teil auf amerikanischen Produkten. Bei denen ist allein die Steuerproblematik schon eine ganz andere ...

Das sind doch alles Argumente, die bei einer aktiven Anlage genauso gelten:

 

  • Da gibt es die gleichen verwirrenden steuerlichen Konstrukte (ausschüttend, thesaurierend, inländisch, ausländisch, Derivate, keine Derivate).
  • Bei weitem nicht jeder aktive Fonds ist für Ottonormalanleger empfehlenswert
  • Bei den meisten aktiven Fonds wird kräftig abkassiert (Ausgabeaufschlag, Managementgebühr, Performancegebühr, Bankgebühr, hohe Handelskosten durch hohen Turn-Over etc.)
  • Ottonormalanleger hat wahrscheinlich auch nicht die Kompetenz eine gut diversifizierte Auswahl aktiver Aktienfonds zusammenzustellen - Was macht er dann? Er geht zum "Berater". Wenn er Glück hat, bekommt er einige aktive Fonds mit hohem AA aufs Auge gedrückt, wenn er Pech hat - und das ist sicher oft der Fall - zusätzlich noch 4 Kapitallebens- und Rentenversicherungen und wenn's ganz schlimm kommt gleich noch einen geschlossenen Fonds mit >20% Weichkostenquote. Das ganze wird auf Empfehlung des "Beraters" dann in den kommenden 5 Jahren noch 3 mal umgeschichtet...
  • Basisliteratur für aktives Investieren ist steinalt und kommt aus den USA (z.B. Graham)
  • Die Steuerproblematik ist in den USA auch für aktive Fonds anders als in Deutschland (ausserdem sehe ich nicht, wieso das überhaupt relevant ist)

 

Alles gute Argumente, die zeigen, dass eine gute Geldanlage für Ottonomalanleger grundsätzlich schwierig zu erreichen ist, hat aber m.E. nichts mit akitv vs. passiv zu tun.

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Emilian

Ich kann da nur zustimmen. Nicht jeder aktive Ansatz heißt automatisch, dass ich unbedingt besser sein will als andere...

 

Das ist jetzt nicht Dein Ernst, Torsten - oder?

 

 

 

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Nudelesser

Fuzzi Trottel Hoden Nulpen

 

Wer genau hat sich denn auf unbebührliche Weise mit Herrn Buffet verglichen? Habe ich da etwas überlesen?

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TerracottaPie

Das Rebalancing bringt also umso mehr, je weniger die Assets korellieren, richtig?

Also möglichst viele sinnvolle nicht korellierende Assets nehmen und dann Rebalancing betreiben.

Nur dann ist wieder die Frage, zu welcher AA man kommen will. Etwas wie die BIP-Verteilung gibt es ja nicht über Aktien/Renten/Immos gleichzeitig. Und warum wird dann so oft nur über das Rebalaning in der Klasse Aktien gesprochen?

 

 

Ich glaube, das ist ein Missverständnis, das sich auch ein wenig hier im Thread entwickelt hat. Wenn über Rebalancing gesprochen wird, geht es in der Regel darum, risikolose Assets (sprich: Staatsanleihen) und risikante Assets wieder in die Balance zu bringen.

 

Vanity hat oben schon darauf hingewiesen: Das Verhältnis verschiedener Anlageklassen zueinander festzulegen ist auch oder vor allem eine Frage der Risikobereitschaft und -tragfähigkeit des Investors. Anleihen sind eben nicht nur deshalb im Depot, weil sie negativ mit Aktien korrelieren, es geht auch darum, das Risiko zu senken. Und Rebalancing ist eben auch deshalb wichtig, damit man möglichst konstant bei seinem einmal festgelegten Risikoprofil bleibt - und nicht gerade dann, wenn Aktien völlig überbewertet sind, einen unangemessen hohen Aktienanteil im Depot hat. Oder umgekehrt: sich im Crash aus lauter Angst nicht traut nachzukaufen.

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sparfux

Beinahe jeder "Passivinvestor" hier im Forum bedient sich zwar passiver Produkte handelt aber dennoch aktiv, was eigentlich so bei dieser Investmentform nicht vorgesehen ist.

auch bei passivem Investieren muss man aktiv handeln. Sonst bleibt das Geld ja auf dem Girokonto ;)

 

Welches aktive Handeln wird hier im Forum von jedem "Passivinvestor" betrieben, das bei dieser Investmentform nicht vorgesehen ist?

 

Sich eine Assetallokation überlegen und dann in Indexprodukte investieren? Ist vorgesehen.

Regelmäßig zu rebalancen, um die Allokation wieder auf die vorgesehene Risikokapazität zu bringen? Ist vorgesehen

Die Assetallokation bei geänderten Lebensumständen gelegentlich anzupassen? Ist vorgesehen

 

Bei fallenden Aktienmärkten schnell verkaufen? Ist in der Tat nicht vorgesehen.

Jeder marktschreierisch angepriesenen neuen Anlageidee hinterher zu rennen? Ist in der Tat nicht vorgesehen.

Halbjählich alles Umschichten? Ist auch nicht vorgesehen.

 

Ich sehe aber nicht, dass die Mehrheit der hier im Forum tätigen Passivinvestoren die letzteren Dinge tut.

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Karl Squell

Das Rebalancing bringt also umso mehr, je weniger die Assets korellieren, richtig?

Also möglichst viele sinnvolle nicht korellierende Assets nehmen und dann Rebalancing betreiben.

Nur dann ist wieder die Frage, zu welcher AA man kommen will. Etwas wie die BIP-Verteilung gibt es ja nicht über Aktien/Renten/Immos gleichzeitig. Und warum wird dann so oft nur über das Rebalaning in der Klasse Aktien gesprochen?

 

 

Ich glaube, das ist ein Missverständnis, das sich auch ein wenig hier im Thread entwickelt hat. Wenn über Rebalancing gesprochen wird, geht es in der Regel darum, risikolose Assets (sprich: Staatsanleihen) und risikante Assets wieder in die Balance zu bringen.

 

Vanity hat oben schon darauf hingewiesen: Das Verhältnis verschiedener Anlageklassen zueinander festzulegen ist auch oder vor allem eine Frage der Risikobereitschaft und -tragfähigkeit des Investors. Anleihen sind eben nicht nur deshalb im Depot, weil sie negativ mit Aktien korrelieren, es geht auch darum, das Risiko zu senken. Und Rebalancing ist eben auch deshalb wichtig, damit man möglichst konstant bei seinem einmal festgelegten Risikoprofil bleibt - und nicht gerade dann, wenn Aktien völlig überbewertet sind, einen unangemessen hohen Aktienanteil im Depot hat. Oder umgekehrt: sich im Crash aus lauter Angst nicht traut nachzukaufen.

 

Ok, das ist klar. Aber ich wollte das Risikoprofil gezielt einmal rauslassen und den anderen Aspekt betrachten und da du ja "auch" schreibst ist der Effekt in fallende Märkte zu investieren, ja auch vorhanden.

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Emilian

@KarlS: Rebalancing hat vor allem folgenden Sinn; Nicht alle Assetklassen laufen gleich gut, ferner gibt es die Annahme der Assetklassenrotation (schlechte Assets von heute, könnten die Bringer von morgen sein und umgekehrt!!!). Indem Du nun in festen Abständen Deine ursprüngliche Assetklassen-Gewichtung wiederherstellst (=Rebalancing) gibst Du Dir verkürzt gesagt selbst die Chance an den positiven Aspekten dieser Rotation teilzuhaben. Du verfolgst damit, wenn Du so willst einen antizyklischen Investmentansatz.

 

Ein Beispiel: "Kein Mensch" wollte im letzten Jahr japanische Aktien haben. Du kaufst die Dinger aber trotzdem entsprechend der BIP-Gewichtung mit ein, in der leisen Hoffnung, dass sich die Dinger irgendwann mal aufrappeln.

 

Gruß Emilian.

 

 

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polydeikes

Das ist eher ein Missverständnis. Der Rentenanteil in Deinem Depot senkt sozusagen den Risikofaktor dein Gesamtportfolios. Bin ich ein ängstlicher Anleger fahr ich meinetwegen 20% Aktien/80% Renten, bin ich eher auf etwas mehr Rendite (und damit einhergehenden Risiko) aus fahr ich 60% Aktien/ 40% Renten. Es soll hier auch Leute geben, die 100% Aktienanteil fahren, dazu brauchste aber Nerven.

 

Klar war das mein voller Ernst. Denn allein schon das was du da erklärst ist AKTIVES INVESTIEREN.

 

Klar, man kann natürlich sich mit Börse etc. beschäftigen, weil einem das Spaß macht und der eigentliche Anlageerfolg ist dann zweitrangig. Das ist sicher legitim. Die meisten Hobbies kosten Geld.

 

Eben Sparfux. Nicht alles muss man immer optimal bis zum letzten rational durchplanen. Ich sag aber auch nicht, dass man sein ganzes Vermögen auf Spielchen bauen sollte oder das ich das so machen würde.

 

Alles gute Argumente, die zeigen, dass eine gute Geldanlage für Ottonomalanleger grundsätzlich schwierig zu erreichen ist, hat aber m.E. nichts mit akitv vs. passiv zu tun.

 

Da hast du mich leicht falsch verstanden. Es ging eher weniger darum zu sagen, dass aktives Investieren automatisch vorteilhafter für PIs sei. Vielmehr darum, dass eine ganze Ecke an Vorteilen basierend auf amerikanischen Verhältnissen hier in D und im heutigen Jetzt gar nicht mehr gegeben sind. Also Vorteile des theoretischen passiven Investierens. Da das ja ein Kommer thread ist ... schau doch nur mal auf das Kapitel in dem es um Produkte geht. Viel eindeutiger kann ein Autor doch gar nicht einräumen, dass die schöne Theorie der Kapitel zuvor praktisch gar nicht so leicht umzusetzen ist.

 

Die Assetallokation bei geänderten Lebensumständen gelegentlich anzupassen? Ist vorgesehen

 

Zumindest bei manchen beschleicht mich das Gefühl, dass sich die Lebensumstände mit den Renditen der letzten 2-3 Jahre ändern - wenn ich so einige Posts der Vergangenheit durchgehe. Ich für meinen Teil hab ja auch nicht von ALLE oder MEHRHEIT gesprochen.

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Karl Squell

@KarlS: Rebalancing hat vor allem folgenden Sinn; Nicht alle Assetklassen laufen gleich gut, ferner gibt es die Annahme der Assetklassenrotation (schlechte Assets von heute, könnten die Bringer von morgen sein und umgekehrt!!!). Indem Du nun in festen Abständen Deine ursprüngliche Assetklassen-Gewichtung wiederherstellst (=Rebalancing) gibst Du Dir verkürzt gesagt selbst die Chance an den positiven Aspekten dieser Rotation teilzuhaben. Du verfolgst damit, wenn Du so willst einen antizyklischen Investmentansatz.

 

Ein Beispiel: "Kein Mensch" wollte im letzten Jahr japanische Aktien haben. Du kaufst die Dinger aber trotzdem entsprechend der BIP-Gewichtung mit ein, in der leisen Hoffnung, dass sich die Dinger irgendwann mal aufrappeln.

 

Gruß Emilian.

 

 

 

Ja, das habe ich verstanden. Was ich wissen möchte ist, ob eine AA mit möglichst gering korellierten Assets nicht viel mehr die Möglichkeit bietet, vom antizyklischen zu profitieren und nach welcher AA man dann rebalancen sollte. BIP-Gewichtung ist ja schwierig, wenn man Aktien, Renten u Immos hat.

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Emilian
· bearbeitet von Emilian
Klar war das mein voller Ernst. Denn allein schon das was du da erklärst ist AKTIVES INVESTIEREN.

 

Nein, ist nicht. Falls es Deine Zeit erlaubt --> "Bernstein: Die intelligente Asset-Allocation" Dort wird dieses Vorgehen bis ins kleinste Detail beschrieben.

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littleracer

Beinahe jeder "Passivinvestor" hier im Forum bedient sich zwar passiver Produkte handelt aber dennoch aktiv, was eigentlich so bei dieser Investmentform nicht vorgesehen ist.

auch bei passivem Investieren muss man aktiv handeln. Sonst bleibt das Geld ja auf dem Girokonto ;)

 

Welches aktive Handeln wird hier im Forum von jedem "Passivinvestor" betrieben, das bei dieser Investmentform nicht vorgesehen ist?

 

Sich eine Assetallokation überlegen und dann in Indexprodukte investieren? Ist vorgesehen.

Regelmäßig zu rebalancen, um die Allokation wieder auf die vorgesehene Risikokapazität zu bringen? Ist vorgesehen

Die Assetallokation bei geänderten Lebensumständen gelegentlich anzupassen? Ist vorgesehen

 

Bei fallenden Aktienmärkten schnell verkaufen? Ist in der Tat nicht vorgesehen.

Jeder marktschreierisch angepriesenen neuen Anlageidee hinterher zu rennen? Ist in der Tat nicht vorgesehen.

Halbjählich alles Umschichten? Ist auch nicht vorgesehen.

 

Ich sehe aber nicht, dass die Mehrheit der hier im Forum tätigen Passivinvestoren die letzteren Dinge tut.

 

 

Hand aufs Herz wer von Euch passiven guckt nur 1/2 jährlich ins Depot???

Wer von Euch ist nicht auf der Suche nach ETF´s auf "In China platzt ein Sack Reis-Indizes" in der Hoffnung Diversifikation und somit einen Mehrwert zu erzielen?

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polydeikes

Vielleicht reden wir aneinander vorbei. Legst du einmalig eine Assetallokation fest, okay. Änderst du aber regelmässig deine Assetallokation auf Grund deiner Erwartungshaltung an die Assets, dann ist das aktives Investieren. Keine Sorge, ich hab das Buch gelesen.

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sparfux

Hand aufs Herz wer von Euch passiven guckt nur 1/2 jährlich ins Depot???

Ich gucke bestimmt fast täglich. Na und?

 

Wer von Euch ist nicht auf der Suche nach ETF´s auf "In China platzt ein Sack Reis-Indizes" in der Hoffnung Diversifikation und somit einen Mehrwert zu erzielen?

Da muss man sich in der Tat immer ein wenig selber ein bremsen. Aber wie ich geschrieben habe, ich habe ja auch meinen "Spaßfonds". Das sind aber nur etwa 5% des Portfolios.

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Emilian
· bearbeitet von Emilian

...Was ich wissen möchte ist, ob eine AA mit möglichst gering korellierten Assets nicht viel mehr die Möglichkeit bietet, vom antizyklischen zu profitieren und nach welcher AA man dann rebalancen sollte. BIP-Gewichtung ist ja schwierig, wenn man Aktien, Renten u Immos hat.

 

Wenn die Assets gering korrelieren, so ist das gut für Dich - Deine Portfolioentwicklung schwankt dann weniger. Gewichten kann man nach verschiedenen Stilen. Die einen hier stehen auf BIP, andere wiederum auf Marktkapitalisierung - meistens sinds eh Mischungen daraus. Irgendeiner hier hatte sogar mal die Idee, die einzelnen Branchen zu gewichten. Kann man machen und dürfte auf Dauer im Groben schnuppe sein. Immofirmen und/oder Rohstoffe-Futures kann man nach einer festen Prozentzahl hinzufügen wenn man drauf steht.

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polydeikes
· bearbeitet von torstenb
Da muss man sich in der Tat immer ein wenig selber ein bremsen. Aber wie ich geschrieben habe, ich habe ja auch meinen "Spaßfonds". Das sind aber nur etwa 5% des Portfolios.

 

Verdreifache deine %tuale Position und du hast ungefähr meine Hobbies ... :lol: :lol: :lol:

 

Und da sind "Sünden" ala Schiffsbeteiligung und Aktien schon drin ...

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Emilian
· bearbeitet von Emilian

Vielleicht reden wir aneinander vorbei. Legst du einmalig eine Assetallokation fest, okay. Änderst du aber regelmässig deine Assetallokation auf Grund deiner Erwartungshaltung an die Assets, dann ist das aktives Investieren. Keine Sorge, ich hab das Buch gelesen.

 

Die Allokation innerhalb RK3 ist einmalig festgelegt. Ich steigere lediglich über die nächsten 20 Jahre den Rentenanteil, nehme also mit den Jahren nach und nach das Risikos raus (zumindest theoretisch). Auch das tue ich übrigens nach einer vorher festgelegten Formel.

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€-man

Hand aufs Herz wer von Euch passiven guckt nur 1/2 jährlich ins Depot???

Wer von Euch ist nicht auf der Suche nach ETF´s auf "In China platzt ein Sack Reis-Indizes" in der Hoffnung Diversifikation und somit einen Mehrwert zu erzielen?

 

So wird das meist sein. Eine pure Passivstrategie wäre für mich ein MSCI World + Renten. Wer beide Klassen mehrmals unterteilt, ist nicht ungeschickt. Er ist aber nicht gerade klug, wenn er die Ursprungsgestaltung ein Leben lang beibehält. Aber ein Trost bliebe trotzdem: Wenn es mal so richtig zur Sache geht, dann hilft auch die schönste Unterteilung nichts.

 

Gruß

-man

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littleracer
Da muss man sich in der Tat immer ein wenig selber ein bremsen. Aber wie ich geschrieben habe, ich habe ja auch meinen "Spaßfonds". Das sind aber nur etwa 5% des Portfolios.

 

Verdreifache deine %tuale Position und du hast ungefähr meine Hobbies ... :lol: :lol: :lol:

 

Und da sind "Sünden" ala Schiffsbeteiligung und Aktien schon drin ...

 

Spannend, wie unterschiedlich die Meinungen sein können - also bei mir sind ca. 30% in verschiedene Geschlossene Fonds investiert und das sehe ich nicht als "Sünde" an.

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polydeikes

Die Allokation innerhalb RK3 ist einmalig festgelegt. Ich steigere lediglich über die nächsten 20 Jahre den Rentenanteil, nehme also mit den Jahren nach und nach das Risikos raus (zumindest theoretisch).

 

Okay, dann hab ich dich falsch verstanden. Einwand zurückgezogen ...

 

Spannend, wie unterschiedlich die Meinungen sein können - also bei mir sind ca. 30% in verschiedene Geschlossene Fonds investiert und das sehe ich nicht als "Sünde" an.

 

Das mit der Sünde war ja auch nur scherzhaft gemeint, steht ja auch in "". Wenn ichs für Sünde halten würde, hätte ichs wohl kaum gemacht. Und wenn man Kommer weiter durch die Literatur folgt, wären auch meine Backsteine - die den wesentlichsten Teil der restlichen 85 % ausmachen - ebenfalls "Sünde" ... Also in den Investorenhimmel führt für mich wohl kein Weg mehr rein ...

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Emilian
... Also in den Investorenhimmel führt für mich wohl kein Weg mehr rein ...

 

Das kann man nie wissen... Wer weiss...

 

 

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littleracer

 

Spannend, wie unterschiedlich die Meinungen sein können - also bei mir sind ca. 30% in verschiedene Geschlossene Fonds investiert und das sehe ich nicht als "Sünde" an.

 

Das mit der Sünde war ja auch nur scherzhaft gemeint, steht ja auch in "". Wenn ichs für Sünde halten würde, hätte ichs wohl kaum gemacht.

 

 

gute Einstellung

 

 

Und wenn man Kommer weiter durch die Literatur folgt, wären auch meine Backsteine - die den wesentlichsten Teil der restlichen 85 % ausmachen - ebenfalls "Sünde"

 

zumindest hast Du aber einen warmen Hintern und Kommer hat auch nur nach einem Weg gesucht Geld zu verdienen oder meint jmd. dass er uns nur prophetisch zur Seite stehen wollte?

 

 

... Also in den Investorenhimmel führt für mich wohl kein Weg mehr rein ...

 

 

 

Shit happens B)

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el galleta
· bearbeitet von el galleta
Da das ja ein Kommer thread ist ... schau doch nur mal auf das Kapitel in dem es um Produkte geht. Viel eindeutiger kann ein Autor doch gar nicht einräumen, dass die schöne Theorie der Kapitel zuvor praktisch gar nicht so leicht umzusetzen ist.

Das Problem hat sich in den Jahren seit Erscheinen des Buches aufgrund des boomenden ETF-Angebots auch in D praktisch erledigt.

 

EDT: In den USA und für Instis generell war die Umsetzung der Theorie in die Praxis wohl schon länger kein Problem. Lies mal das von @Emilian verlinkte Dokument (von 2008!).

 

saludos,

el galleta

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Nord

Eines will ich noch loswerden:

 

Oder hat er (Kostolany, Anm. von mir) jemals den Zeigefinger erhoben und "I told you so" gerufen? ;o)

 

Oh ja! Das hat er. Und zwar völlig zurecht! Siehe hier:

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