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Cartman999

Wann kommen die Elektroautos?

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Nachdenklich
Posted · Edited by Nachdenklich
vor 8 Minuten schrieb DrFaustus:

Hier ist aber die Frage: Wer trägt die enormen Kosten für so etwas?

 

Du! Zumindest anteilig. Mit Deinen Steuern.

Das wären nämlich einfach Teile der Straßenbaukosten.

"Die geplanten Investitionen für den Ausbau der Autobahn A1 im Bereich Hamburg-Harburg belaufen sich demnach auf rund 74 Millionen Euro pro Kilometer."

Quelle: ttps://de.statista.com/statistik/daten/studie/538158/umfrage/teuerste-strassenbauprojekte-in-deutschland/

 

Die Stromschiene in Schweden kostet 1 Million je Kilometer. 

Die A7 als längste deutsche Autobahn ist keine tausend Kilometer lang.

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DrFaustus
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vor 2 Minuten schrieb Nachdenklich:

Die Stromschiene in Schweden kostet 1 Million je Kilometer. 

Die A7 als längste deutsche Autobahn ist keine tausend Kilometer lang.

Ob das "sicher" ist, da habe ich so meine Bedenken.

Witterung? Menschliches Fehlverhalten? Da kommt Wasser rein - Kurzschlüsse? Korrossion? Gewicht von LKWs?

Ich glaube ehrlich gesagt, nicht, dass man für 1 Mio. EUR pro km ein wirklich stabiles System errichten kann.

Deutschland hat 13.000km Autobahn.

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Nachdenklich
Posted · Edited by Nachdenklich
vor 32 Minuten schrieb DrFaustus:

Ob das "sicher" ist, da habe ich so meine Bedenken.

Die Schweden probieren es aus. Auch dort soll es gelegentlich schneien. Schauen wir mal, welche Erfahrungen die dort machen.

Das Elektroauto ist an und für sich klasse. Nur die Batterie ist ein Problem.

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magicw
Posted · Edited by magicw

Carrera-Bahn - war ja für jeden Jungen im Alter von 12 ein Traum.  :D

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Dandy
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Wasserstoff und gut. So einen Quatsch wie Oberleitungen oder gar induktiv (übler Wirkungsgrad, sauteuer) braucht es gar nicht. Oberleitungen sind für den Bahnverkehr sinnvoll aber doch nicht für den Straßenverkehr.

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Systemrelevant
Posted · Edited by Systemrelevant

Oder eben: Die Mobilität ändert sich komplett und die Strecken die früher auf der Autobahn gefahren wurden   werden mit dem Zug zurückgelegt und in der Stadt gibt es Busse + Carsharing, Taxi usw. Als hätte die Erde die Ressourcen jetzt auch noch 2 Mrd Akkus für Autos herzugeben. 

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Nachdenklich
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Gerade eben schrieb Systemrelevant:

Als hätte die Erde die Ressourcen jetzt auch noch 2 Mrd Akkus für Autos herzugeben. 

:thumbsup:

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reko
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vor 2 Stunden schrieb Dandy:

Wasserstoff und gut. So einen Quatsch wie Oberleitungen oder gar induktiv (übler Wirkungsgrad, sauteuer) braucht es gar nicht. Oberleitungen sind für den Bahnverkehr sinnvoll aber doch nicht für den Straßenverkehr.

Und selbst da sind nur 59% der Strecken elektrifiziert. Der Rest wird mit Diesel angetrieben.

2012-019-elektromobilitaet-deutschland-bei-bahn-elektrifizierung-mittelmass

 

Ein Schleifkontakt noch dazu in einer Rinne in der der Dreck liegen bleibt ist sicher nicht die Lösung.

Die Bahn nimmt für ihren Schleifkontakt 15 kV. Nimmt man eine niedrigere Spannung, dann braucht man für die gleiche Leistung entsprechend höhere Ströme und entsprechend grössere Schleifkontakte.

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Nostradamus85
Posted · Edited by Nostradamus85
Zitat

Pro Jahr 10% höhere Akkukapazität sind höchstens Wunschtraum. Schau mal, wieviel sich tatsächlich seit seiner Entdeckung Anfang der Neunziger bezüglich der Kapazität von LiOn Akkus getan hat.

Kann ich bei meinem Smartphone jedenfalls schön beobachten. Es gab keinen Rückschritt nach all den Jahren und zumindest dort kommen ca. 10% Steigerung pro Jahr definitiv hin. Mal davon abgesehen dass ich so einen Akku im Vergleich zu etlichen Jahren unter einer Stunde volldrücke wohingegen das früher ein abendfüllendes Programm war.

 

Zitat

Bei Batterien hört man jedes Jahr von einem neuen Durchbruch und doch plagen sie alle, egal welche Chemie, die immer gleichen Probleme: Schwer, nur begrenzt schnellladefähig, Kapazität kann ab einem gewissen Punkt nicht gesteigert werden etc. Wer da an den großen Durchbruch glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

Von einem Durchbruch spricht ja auch keiner. Aber es ist nunmal eine Steigerung der Ladefähigkeit, Haltbarkeit sowie Gesamtkapaztität zu beobachten. 

 

Zitat

Nur weil es sich alle wünschen heißt das nicht, dass es auch so kommt. Das Laden von E-Autos wird, zumindst mit LiOn, immer so lange dauern wie bisher schon und die Akkus werden auch weiterhin tonnenschwer sein für brauchbare Reichweiten.

Ich glaube weder das eine noch das andere. Selbst beim Model S wiegt der Akku in etwa 600kg. Betrachtet man im Gegenzug dass etliches Verbrenner Gerümpel dafür rausfliegt, dann ist der Tesla für seine Fahrzeugklasse vielleicht füllig, aber keineswegs abnormal schwer. Zudem kommt, dass hier niemand vom volladen bis 100% redet, sondern der spannende Bereich für unterwegs spielt sich zwischen 15 und 75% ab. Also genau der Bereich, in dem Lade ordentlich reindrücken können. Mit zunehmender Größe des Akkus kommen eben noch mehr bzw. höhere Ladeströme in Frage. Diese werden eigentlich eher durch kleine AKkus begrenzt.

 

Zitat

Was der ADAC rät oder nicht spielt keine Rolle. Die meisten werden auch weiterhin ihre 5-6 Stunden durchfahren wollen und dann nur kurz für 5 Minuten pinkeln gehen um dann anschließend gleich weiterzudüsen, weil im Tank noch weitere 2-3 Stunden Sprit sind. Ich mache das immer mal wieder so und habe ganz sicher keinen Bock, für weitere 200 km erst 20-30 Minuten warten zu müssen. Was bringt mir da bitte die ach so tolle Beschleunigung? Bei 600 km brauche ich damit schon ca. eine Stunde länger. Nein Danke - und das werden viele rationale Autokäufer genauso sagen, spätestens wenn sie mit einem reinen E-Auto mal das Vergnügen hatten.

Satz nicht gelesen? Die Durchschnittsdistanz des Deutschen Pendlers wird schon heute mehrfach abgedeckt. Diese Fragen stellen sich für 90% der Bürger gar nicht. Oder willst du mir erzählen das plötzlich halb Deutschland jeden Tag von Flensburg nach München fährt? Es wird für die meisten eine Ausnahme bleiben solche Distanzen zu fahren. Wenn Du meinst durchfahren zu müssen ist das ja dein gutes Recht aber ich zeige Dir grade auf dass hier Probleme disktuiert werden die keine sind. Und wo genau siehst Du jetzt in deinem Fall das Problem dir ein E-Auto mit Range Extender zu holen?

 

Zitat

Rekuperation macht dir auch jeder Hybrid. Beschleunigung ist schön, aber in den Kurven sind die schweren Akkus Mist und natürlich kostet es Energie, auch mit Rekuperation, weil der Wirkungsgrad beschränkt ist. Das können leichtere Hybride besser. Schnell beschleunigen kann man mit Hybrid auch, der Verbrenner kann damit auch kleiner ausfallen. Auch bei Unfällen ist das hohe Gewicht nicht gerade von Vorteil, insbesondere wenn man auf einem "brandgefährlichen" Akku sitzt.

Die Gefahr von Bränden dürften bei einem Benziner höher sein als bei einem E-Auto. Als Besitzer eines 15 und 30 Jahre alten Benziners kann ich dir sagen dass 90% meine Wartungskosten in Teile versickern die direkt oder indirekt mit Komponenten des Verbrenners zu tun haben. Ich kann mich nicht erinnern wann es mal Karosserie oder andere Fahrwerksteile waren. Diese Summen gehen gerne mal 4 stellig pro Jahr. Alles Dinge die mir beim E-Auto nicht und beim Hybrid eben AUCH auflaufen können.

 

Zitat

Noch lange. Die E-Autos sind noch extrem weit davon entfernt bei den Unterhaltskosten mit Verbrennern mithalten zu können. Bei Hybriden ist man da schon viel weiter, siehe Toyota. Das Beste aus zwei Welten für weniger Geld - wozu bitte diese Verirrung?

Was ist denn bei einem Hybrid das beste aus beiden Welten? Es ist weder Fisch noch Fleisch. Es ist eher das schlechte aus beiden Welten. Schwacher Akku mit wartungsintensivem Verbrenner Kram der dann eben sowohl Motor als auch Akku Gewicht mitschleppt.

 

Zitat

Und der ganze Rest? Ich halte fest: Das Marktpotenzial von reinen E-Autos beschränkt sich auf betuchte (weil Zweitwagen) Einfamilienhausbesitzer. Das schränkt das Marktpotenzial aber enorm ein, findest Du nicht?

Es sind erst ein paar E-Autos auf dem Markt, es gibt 16 Millionen Einfamilienhäuser. Hier von einem eingeschränkten Marktpotential zu sprechen ist pessimistisch. Ich sag dir wo die Politik ohnehin schon hinwill. Nämlich, dass Du deine Karre in der Stadt überhaupt nicht mehr irgendwo abstellst. Entweder in einer Tiefgarage (Lademöglichkeiten wären hier genauso installierbar) oder du sollst dich mittels Park&Ride auf dem Weg zur Arbeit machen (auch da wären Lademöglichkeiten denkbar). Oder siehst du das nicht so? Was ist wohl die ganze Intuition mit den ganzen Umweltplaketten, den dämlichen Inseln die nun überall in Städten aufgebaut werden und das zudem immer mehr ohnehin knappe Parkflächen "renaturiert" werden. Und ja... auch die Politik will den Individualverkehr abschaffen, das ist doch schon seit Jahren mehr als deutlich. Und für viele wird es dann ohnehin auf sowas wie Uber herauslaufen wenn keine Park&Lademöglichkeit vorhanden ist. Und wenn ich mir viele Jugendliche so angucke, dann ist denen das (vermutlich von der Politik so anerzogen) ohnehin schon fast egal ob sie mit dem Rad, dem eigenen Auto oder eben Uber bzw. Derivate dort hinkommen. Das Statussymbol Auto das vorm Haus stehen muss haben viele nicht mehr. Und die holen sich auch einfach für lange Strecken nen Mietwagen o.Ä. 

 

Zitat

Du schätzt die Infrastruktur unseres Stromnetzes, insbesondere ganz unten in der Hierarchie, völlig falsch ein. Steck mal an alle Steckdosen bei Dir zuhause einen 3600W Verbraucher ein und schau was passiert. Stell Dir vor, das macht der ganze Straßenzug. Die ganzen Zwischenverteilerstrukturen sind nur bis zu einer gewissen durchschnittlichen elektrischen Leistung ausgelegt. Zu viele E-Autos (hier auch Plugin Hybride) die über Nacht mit voller Leistung geladen werden, verkraften die Unterverteiler nicht. Dazu müssten immense, ich wiederhole, immense Investitionen getätigt werden, da das voll in die Fläche der Infrastruktur/Stromnetze geht. Was das mit dem Strompreis und damit der ökonomischen Bilanz von E-Autos machen würde, kannst Du dir vielleicht vorstellen. 

Ich sehe hier nichts was es nicht auch im "großen" ohnehin schon seit Jahren gibt. Man kann sich jetzt auf den Boden legen und strampeln, aber es wird wohl keine Politik mehr geben die hier in Deutschland jemals wieder große und zentrale Kraftwerke bauen wird. Ein Umbau der Netzstrukturen ist deshalb ohnehin nötig, ob man will oder nicht. Und ja, es wird mehr als eine Kugel Eis kosten, auch wenn die Grünen uns was anderes einreden wollen. Aber wie ich bereits sagte gibt es heute mehr als genug Möglichkeiten den Ladestrom von E-Autos intelligent zu regeln (beispielsweise wenn man angibt, wann man das Auto morgen wieder braucht) und desweiteren ist das alles auch nichts Neues. Oder hast du in den 70ern von großflächigen Blackouts gehört als noch ganze Straßenzüge mit Nachtspeicherheizungen versorgt wurden? Und es ist ja auch nicht so, als ob plötzlich morgen ganz Deutschland elektrisch herumfährt.

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Holgerli
Posted
Am 18.9.2018 um 14:27 schrieb reko:
Am 18.9.2018 um 12:15 schrieb Dandy:

Wasserstoff und gut. So einen Quatsch wie Oberleitungen oder gar induktiv (übler Wirkungsgrad, sauteuer) braucht es gar nicht. Oberleitungen sind für den Bahnverkehr sinnvoll aber doch nicht für den Straßenverkehr.

Und selbst da sind nur 59% der Strecken elektrifiziert. Der Rest wird mit Diesel angetrieben.

2012-019-elektromobilitaet-deutschland-bei-bahn-elektrifizierung-mittelmass

 

n-tv.de: Nicht jede gute Idee setzt sich durch, viele schlechte Einfälle bleiben auf der Strecke. Das gilt auch für die Antriebstechnik beim Auto. Dennoch sind der Luft-Hybrid, der Wasserstoffverbrennungsmotor oder der Holzvergaser Techniken ihrer Zeit.


 

Zitat

 

Wasserstoffverbrennungsmotor

 

Wasserstoff lässt sich nicht nur in einer Brennstoffzelle zum Betrieb von Fahrzeugen nutzen, sondern auch direkt als Kraftstoff für den Verbrennungsmotor. Das ist kostengünstiger und technisch in vielerlei Hinsicht einfacher als das Gas für die Stromproduktion in E-Autos zu nutzen. BMW etwa räumte dem Ansatz so große Chancen ein, dass nach einer Reihe von Studien 2002 ein Kleinserienmodell den Weg auf die Straße fand. Der BMW Hydrogen 7 wurde allerdings nur 100 Mal gebaut und ausschließlich an ausgewählte Leasingkunden ausgeliefert.

2009 stampften die Münchner das Projekt wieder ein. Wie in der Brennstoffzelle überzeugte zwar die schadstofffreie Verbrennung, allerdings entsprach die Leistung und Reichweite der H2-Ottomotoren nicht den Erwartungen. Zudem fehlte damals wie heute eine Tankstellen-Infrastruktur. Ganz tot ist das Thema aber nicht, der Wasserstoffverbrenner könnte im Zuge der aktuellen Brennstoffzellen-Renaissance ebenfalls wieder Schwung erhalten. Vielleicht aus Richtung Japan, wo Mazda bereits seit einigen Jahren immer wieder einen Wasserstoff-Wankelmotor ins Spiel bringt.

 

 

Mehr ist zum Thema Wasserstoff eientlich nicht zu sagen. Außer, dass über 20 Jahre Forschung und angekündigte Serienreife von Daimler, BMW & Co. aber eben kein Serienfahrzeug eine sehr deutliche Sprache sprechen.

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reko
Posted · Edited by reko
vor 8 Stunden schrieb Holgerli:

 

n-tv.de: Nicht jede gute Idee setzt sich durch, viele schlechte Einfälle bleiben auf der Strecke. Das gilt auch für die Antriebstechnik beim Auto. Dennoch sind der Luft-Hybrid, der Wasserstoffverbrennungsmotor oder der Holzvergaser Techniken ihrer Zeit.

 

Mehr ist zum Thema Wasserstoff eientlich nicht zu sagen. Außer, dass über 20 Jahre Forschung und angekündigte Serienreife von Daimler, BMW & Co. aber eben kein Serienfahrzeug eine sehr deutliche Sprache sprechen.

Das gleiche wird man vom heutigen Li-Ion Akku sagen. Elektroautos werden seit 1884 entwickelt (Electric_car). Damit Batterieautos zum dominierenden Antrieb werden, brauchen sie immer noch eine 5 fach höhere Energiedichte und 1/5 des heutigen Preis/kWh. Am Batterieauto wurde bisher länger als am Holzvergaser entwickelt, sehr viel mehr Geld versenkt und es wurden bisher mehr Holzvergaser als Elektroautos gebaut.

 

Ein Wasserstoffverbrennungsmotor ist sicher nicht die Lösung. Vor 20 Jahren hatten die Brennstoffzellen noch einen schlechteren Wirkungsgrad als Verbrennungsmotoren und die Brennstoffzellen benötigten Platinkatalysatoren und reinen Wasserstoff.  

Heute ist ein bei Umgebungsdruck/Temperatur flüssiger Brennstoff (Wasserstoffträger) möglich z.B. Bio Ethanol, problemlos mit dem Kanister zu betanken, in Brasilien mit einer flächendeckenden Tankinfrastruktur. Es gibt bereits Serien Brennstoffzellenautos:  List_of_fuel_cell_vehicles

Bei LKW, Busen, Bahn und Schiffen ist die Brennstoffzelle dem Akku weit voraus ( z.B. Hydrail). Gabelstabler (die früher häufig mit Akkus betrieben wurden) sind heute der größte Markt für Brennstoffzellenantriebe.

nissan-brennstoffzellen-auto-faehrt-mit-bio-alkohol

 

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Dandy
Posted · Edited by Dandy
Nachtrag

Danke an Reko für den den fundierten Beitrag! Passt halt nicht in die Agenda eines Einzelnen. Es heißt ja zudem auch nicht, dass sich das Bessere automatisch durchsetzt. Es gibt halt schon ein Stromnetz und Steckdosen in Hülle und Fülle. Da braucht es beim Wasserstoff (oder andere chemische Energieträger) schon deutlich größere Anstrengungen um sich durchsetzten zu können. Die Politik ist gefragt und das ist eigentlich auch das traurige: Sie tut so, als wäre es egal, in welche Richtung die alternativen Antriebe laufen und sie müssten keine bevorzugen.

 

Nur: Es bleibt dabei, mit Batterien werden wir unser massives Umweltproblem nicht mal ansatzweise in den Griff bekommen. Mal davon abgesehen, dass der Strommix in den meisten Ländern mit Batterieantrieben allerhöchstens geringe Verbesserungen bei den Treibhausgasen bewirkt, können große Teile der CO2 Verursacher damit überhaupt nicht bedient werden. Weder Flugzeuge, Lastwagen, Schiffe oder der Hausbrand werden sich mittels Akkutechnologie betreiben lassen. Es braucht also ohnehin eine umfassende und viel weiterreichende Lösung des Problems das von der Dimension her nur mit großen politischen Anstrengungen gelingen kann. Die Batterievertreter denken ungefähr so visionär dass es bis zu ihren eigenen Fußspitzen reicht.

 

Die EU hätte die dafür nötige Größe und Durchsetzungskraft, wenn sie denn wollte. Man könnte Verträge mit Ländern schließen, die regenerative Energien im Überfluss besitzen, ein Transport- und Speichernetz in Zusammenarbeit mit der Industrie aufbauen und die nötigen Technologien zur Gewinnung, Speicherung, Transport und dem Konsum entwickeln. Das wäre auch noch ein gewaltiges wirtschaftliches Potenzial, denn es würde viel Geld in die dafür benötigte Industrie fließen statt in die Taschen irgendwelcher Ölscheichs. Bei der Herstellung der Energie könnten wiederum viele Länder profitieren, die momentan eher schlechte Entwicklungsmöglichkeiten haben, wie bspw. in Nordafrika. Durch die Vielzahl an möglichen regenerativen Energiequellen auf der Welt, wie Wasserkraft, Windkraft, Sonnenenergie und Geothermie, kann man größere Abhängigkeiten von einzelnen Regionen der Welt, wie momentan bei Öl, vermeiden. Statt krampfhaft zu versuchen, die eher mickrigen alternativen Quellen in Deutschland, mit unseren hohen Kosten für Fläche, Arbeit und Infrastruktur, anzuzapfen, könnten wir uns darauf konzentrieren, die benötige Technologie bereitzustellen und stattdessen die Quellen nutzen, die immens in ihrer Größe sind.

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reko
Posted · Edited by reko

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Mithrandir77
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Würde mal schätzen ab 2020 kommen sie in höheren Stückzahlen. Zum Beispiel von Byton aus China. Batterien sind kein Problem, Produktion von Autos durch FAW und dann noch deutsches Wissen und Teile (Bosch). Dazu noch Tencent und Foxxcon als Investoren dabei.

Deren SUV würde ich mir genauer anschauen, könnte viele vom Umstieg überzeugen.

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aragon7
Posted
vor einer Stunde schrieb Mithrandir77:

......... Zum Beispiel von Byton aus China.

 Bin ebenfalls gespannt - kann man in die irgendwie investieren ?

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Holgerli
Posted · Edited by Holgerli
vor 3 Stunden schrieb reko:

Das gleiche wird man vom heutigen Li-Ion Akku sagen. Elektroautos werden seit 1884 entwickelt (Electric_car). Damit Batterieautos zum dominierenden Antrieb werden, brauchen sie immer noch eine 5 fach höhere Energiedichte und 1/5 des heutigen Preis/kWh. Am Batterieauto wurde bisher länger als am Holzvergaser entwickelt, sehr viel mehr Geld versenkt und es wurden bisher mehr Holzvergaser als Elektroautos gebaut.

Bezüglich des Holzvergasers und der höheren Bauzahlen bin ich ehrlich gesagt auf Zahlen gespannt.

Und sicher gab es eine Zeit in der in Deutschland Holzvergaser gefahren wurden. So um 1945 herum als Notlösung. Oder jetzt in Nordkorea. Ich würde aber weder einen BYD, einen Hyndai Ioniq, einen Nissan Leaf oder einen BMW i3 (die andere Marke nenne ich mal nicht) als Notlösung bezeichnen.

 

vor 3 Stunden schrieb reko:

Bei LKW, Busen, Bahn und Schiffen ist die Brennstoffzelle dem Akku weit voraus ( z.B. Hydrail). Gabelstabler (die früher häufig mit Akkus betrieben wurden) sind heute der größte Markt für Brennstoffzellenantriebe.

Was gibt es denn mehr? LKW, Busse oder Gabelstabler mit Wasserstoff oder mit Akku? Warum ist es denn so, wenn Wasserstoff angeblich so überlegen ist?

BTW: Indoor-Gabelstabler mit Wasserstoff. Viel Spass mit der BG und dem TÜV.

Gibt es bei Bahnen oder Schiffen überhaupt eine Serienproduktion bei Wasserstoff? Eine Demo-Bahn gibt es ja. Aber sonst? Und bei Schiffen?

 

Wasserstoff ist genauso eine Zukunftstechnologie wie der Diesel. Und irgendwann gucken wir uns dumm um und eine andere Nation hat das Geschäft gemacht...

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Mithrandir77
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vor 52 Minuten schrieb aragon7:

 Bin ebenfalls gespannt - kann man in die irgendwie investieren ?

 

würde ich persönlich nicht direkt investieren 

KYG2118N1079 China Harmony New Energy Auto Holding Ltd 

das ist die Muttergesellschaft, aber ihnen gehört glaube ich 33% FMC also Byton

die anderen Investoren sind dann eben noch Tencent, Foxxcon, FAW (vom chinesischem Staat kontrollierter Autobauer mit eigenen Marken und Joint Ventures mit VW oder Audi) und noch CATL (Nummer 1 weltweit bei Batterien)

würde mal sagen für uns über Tencent aktuell am einfachsten..finde nur grade nicht ihren aktuellen Anteil 

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reko
Posted · Edited by reko
vor 31 Minuten schrieb Holgerli:

Bezüglich des Holzvergasers und der höheren Bauzahlen bin ich ehrlich gesagt auf Zahlen gespannt.

Und sicher gab es eine Zeit in der in Deutschland Holzvergaser gefahren wurden. So um 1945 herum als Notlösung. Oder jetzt in Nordkorea. Ich würde aber weder einen BYD, einen Hyndai Ioniq, einen Nissan Leaf oder einen BMW i3 (die andere Marke nenne ich mal nicht) als Notlösung bezeichnen.

Das ist einfach: Ende des Zweiten Weltkriegs gab es in Deutschland etwa 500.000 Generatorgaswagen oder Holzgaswagen ("In der Sowjetunion wurden mit Holzvergasern ausgerüstete Lastwagen in Großserie gebaut")

Wenn ich alle deutschen E-Auto Neuzulassung zusammenzähle komme ich auf deutlich unter 100.000 Elektrofahrzeuge.

wiki/Wood_gas_generator - List of commercially available systems

Holzvergaser werden auch heute noch für stationäre Heizungszwecke kommerziell gebaut. (z.B. holzvergaser).

 

Unsere heutigen Akkuautos kann man bezüglich des Energiespeichers auch nur als Notlösung sehen - unabhängig vom Fahrwerk.

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Holgerli
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vor 2 Minuten schrieb reko:

Das ist einfach: Ende des Zweiten Weltkriegs gab es in Deutschland etwa 500.000 Generatorgaswagen oder Holzgaswagen ("In der Sowjetunion wurden mit Holzvergasern ausgerüstete Lastwagen in Großserie gebaut")

Wenn ich alle deutschen E-Auto Neuzulassung zusammenzähle komme ich auf deutlich unter 100.000 Elektrofahrzeuge.

Und wie schnell waren die Holzvergaser dann weg vom Fenster?

Nunja, bezüglich der < 100.000 Elektromobile: Da gebe ich Dir sogar zum jetzigen Zeitpunkt Recht aber lass uns mal 2 oder 3 Jahre abwarten.

Diese Diskussion ist recht müssig, weil niemand wirklich bestreitet, dass die eMobilität noch am Anfang steht.

 

vor 5 Minuten schrieb reko:

Unsere heutigen Akkuautos kann man auch nur als Notlösung sehen.

Wenn ein eMobil im Vgl. zum Verbrenner so aussehen würde wie ein Holzvergaser im Vgl. zum Verbrenner:

 

Holzkraft.jpg

 

dann würde ich Dir Recht geben. Tun sie aber nicht.

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reko
Posted · Edited by reko

@Holgerli

Dann musst du aber das Batterieauto auch mit einer zeitgemäßen Version eines Autos mit nachwachsenden Treibstoff (z. Nissan NV200) vergleichen.

 

Ja, Batterieautos stehen am Anfang und sind für kleine Kurzstreckenautos auch ganz OK. Für alles was schwerer ist und längere Betriebszeiten hat, braucht man einen Range Extender. Das wird zukünftig eine Brennstoffzelle sein. Auch ein Brennstoffzellenauto ist ein Elektroauto und hat einen (kleineren) Akku. Ich habe bereits geschrieben, dass diese Kombination eine perfekte Symbiose ist.

 

Are electrics a bridging technology, and hydrogen fuel cells the future?

Zitat

"There are two ways to abuse a battery: overheat it or fast charge it. With the Tesla Superchargers, they don’t publicise it, but if you ‘supercharge’ a Tesla, one supercharge takes 20 charge cycles off the end of that battery’s life."

..

Toyota is doubling down on hydrogen — planning to drop diesel options from all its new models — and recently predicting that it will be able to produce a hydrogen-powered car at the same retail price as a hybrid, starting in the early 2020s

 

Die bisher geringe Verbreitung der Brennstoffzelle lag nicht an der Technologie sondern am Preis.

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Holgerli
Posted · Edited by Holgerli
vor 14 Minuten schrieb reko:

Dann musst du aber das Batterieauto auch mit einer zeitgemäßen Version eines Autos mit nachwachsenden Treibstoff (z. Nissan NV200) vergleichen.

Dann erläuter mal.

BTW: Auf die Diskussion mit dem Holzvergaser bist Du eingestiegen. Aber schön, dass Du selber merkst, dass der Holzvergaser nicht mehr zeitgemäß ist.

 

Zusatzfrage: Dass Du Tesla für Schrott hälst hast Du ja im Tesla-Thread sehr deutlich geschrieben. Gilt das nur für Tesla oder für Elektroautos anderer Hersteller und die Elektromobilität auch?

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reko
Posted · Edited by reko
vor 48 Minuten schrieb Holgerli:

Dann erläuter mal.

 

Zusatzfrage: Dass Du Tesla für Schrott hälst hast Du ja im Tesla-Thread sehr deutlich geschrieben. Gilt das nur für Tesla oder für Elektroautos anderer Hersteller und die Elektromobilität auch?

 

Ich hatte das mit Smiley geschrieben und an die Bilder mit Ausschuss M3s weiter oben gedacht. 

 

Es dürfte unbestritten sein, dass die Akkuproduktion nicht umweltfreundlich ist, die Entsorgung ungeklärt ist und die globalen Rohstoffe für einen 100% Ersatz der Verbrennungsmotoren nicht annähernd reichen.

 

Nissan E-bio fuel cell NV200 vs  e-NV200

24 kWh Akku +5 kW Brennstoffzelle vs 40 kWh Akku 

Reichweite 600 km vs 275 km

Tankinhalt 30 l Bio Ethanol + kleine SOFC Brennstoffzelle ohne Problemmüll (Stahl, Keramik) vs xxx kg mehr Akku

Betankungsdauer 3 Minuten vs xx Stunden

 

Platte einer 5kW SOFC 

Ceres-Power-SOFC-manufacturing.jpg

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Holgerli
Posted
vor 1 Minute schrieb reko:

Es dürfte unbestritten sein, dass die Akkuproduktion nicht umweltfreundlich ist, die Entsorgung ungeklärt ist...

Diese Aussage ist Non-Sense. Natürlich ist kaum eine Produktion umfreundlich. Wdder die für das eigentliche Auto, noch die Akku-Produktion, noch die fossile Benzinproduktion, noch die Biofuel-Produktion.

Erwiesen ist, dass ein eMobil inkl. Akku über die Autolebensbensdauer deutlich Co2-Neutraler ist (außer man muss einen Hausfrauen-Panzer fahren). Dass muss natürlich mit einer Umstellung der Stromproduktion einhergehen

 

vor 13 Minuten schrieb reko:

...und die globalen Rohstoffe für einen 100% Ersatz der Verbrennungsmotoren nicht annähernd reichen.

hier müsstest Du dann aber auch mal erklären wo Du

- den Treibstoff für weiterhin 100% fossile Verbrenner herbekommst

- den Biokraftstoff für Deine Alternativen herstellen willst

- Den Wasserstoff für die Brennstoffzellen herbekommen möchtest

 

vor 3 Minuten schrieb reko:

Also wieder nur ein Prototyp.

 

Fragen:

1.) Wo fährt er denn, jetzt 2 Jahre später?

2.) Was ist der Preis dieses Wagens?

4.) Woher kommt der Biokraftstoff für die 2 Mrd. auf dieser Welt zu ersetzenden Auto?

5.) Wie sieht es mit der Co2-Vermeidung aus? Lt. Infos die ich gefunden habe sind realistisch nur max. 30% Co2-Einsparung beim Kraftstoff möglich

 

vor 14 Minuten schrieb reko:

Ich hatte das mit Smiley geschrieben und die Bilder mit Ausschuss M3s weiter oben gedacht. 

Glaube ich Dir ehrlich gesagt nicht mehr. Ohne Smily.

 

 

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reko
Posted
vor 9 Minuten schrieb Holgerli:

Diese Aussage ist Non-Sense. Natürlich ist kaum eine Produktion umfreundlich. Wdder die für das eigentliche Auto, noch die Akku-Produktion, noch die fossile Benzinproduktion, noch die Biofuel-Produktion.

Erwiesen ist, dass ein eMobil inkl. Akku über die Autolebensbensdauer deutlich Co2-Neutraler ist (außer man muss einen Hausfrauen-Panzer fahren). Dass muss natürlich mit einer Umstellung der Stromproduktion einhergehen

Könnest du das bitte belegen. Aber bitte mit der ganze Produktionskette. Ausserdem tauscht man CO2 gegen giftigen Kobaltmüll.

 

Bio-Ethanol kommt von den Feldern die jetzt mit Solarzellen zugemüllt sind.

 

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Holgerli
Posted · Edited by Holgerli
vor 1 Minute schrieb reko:

Bio-Ethanol kommt von den Feldern die jetzt mit Solarzellen zugemüllt sind.

Wieder den Smily vergessen?

Ich denke, dass Du Deine Sichweise klargemacht hast.

Was Du aber noch nicht erklärt hast: Wie willst Du weitermachen? So wie bisher? Mit 100% Fossilem Verkehr und Energiegewinnung? Oder worauf willst Du das wie umstellen?

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