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Flexibler VorsorgePlan/Konto "Invest" / CosmosDirekt

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Fondsanleger1966
· bearbeitet von Fondsanleger1966
vor einer Stunde schrieb kleinerfisch:

Jetzt habe ich mir mal die Fondsauswahl näher angeschaut, oder besser die ETF-Auswahl.

Das war schon diverse Male Thema in diesem Thread. Die ETF-Auswahl ist nicht berauschend, die Fondsauswahl schon deutlich besser.

 

Es gibt verschiedene Lösungsmöglichkeiten, je nach individueller Präferenz. Aber fast alle verlangen irgendwo einen zumindest kleinen Kompromiss zwischen dem theoretisch optimalen und dem praktisch umsetzbaren.

 

Um die wichtigsten Lösungen noch einmal kurz vor Toresschluss zusammenzufassen (basiert aus meiner Auswahlliste, hilft aber vielleicht, sich schneller in der Riesenauswahl zurechtzufinden):

 

1) Aktienportfolio: MSCI World ist als ETF zweifach vorhanden. Abmilderung des USA-/USD-Anteils mgl über eine Mischung aus Dax-ETF und EuroStoxx50-Indexfonds oder -ETF. Oder über gute aktive Fonds mit langfristiger Outperformance wie den Comgest Growth Europe (Quality Growth). Oder gleich einen aktiven Globalfonds wie den Comgest Monde nehmen. Oder (wer es mag) den aktiven Aktienfonds Gottlieb Daimer mit relativ niedrigere TER von 0,54% und 2% AA (50% Welt, 50% Europa). [EDIT: Beide derzeit nicht mehr in der Fondssuche zu finden]. Emerging Markets über gute aktive Fonds wie den Comgest Growth Emerging Markets (günstigerer Schwesterfonds vom Magellan) oder einen der anderen aktiven EM-Fonds (z.T. ohne AA). Frontier Markets über Schroder ISF Frontier Markets Equity A Acc : http://www.fondsweb.de/chartvergleich/LU0562313402-LU0328476410-R120

 

2) Anleihen: 1 Bundesanleihen- und 2 Euro-Staatsanleihen-ETFs mit 7er-Duration. Siemens Euro Corporates als günstiger Euro-Unternehmensanleihenfonds ohne AA. Diverse Kurzläufer und Geldmarktfonds, allerdings keine kurzlaufenden Staatsanleihen-ETFs.

 

3) Rohstoffe: Comstage-ETF

 

4) Managed Futures: SEB Asset Selection Opportunistic

 

5) Mischfonds: Arero als offensiver Mischfonds, Siemens Balanced als günstiger aktiver Mischfonds aus dem defensiven Spektrum ohen AA.

 

Taktisch zum Positionsaufbau auch noch ETF-Portfolio Global.

 

Und jetzt bitte keine inhaltlichen Diskussionen über die genannten Beispiele - diese sind natürlich z.T. subjektiv gefärbt - sondern lieber andere mögliche Lösungen nennen.

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sparfux
vor 34 Minuten schrieb whister:

"Bei ab dem 1. Juli 2010 abgeschlossenen Versicherungsverträgen ist nicht von einer steuerlich anzuerkennenden Rentenversicherung auszugehen, wenn der vereinbarte Rentenzahlungsbeginn dergestalt aufgeschoben ist, dass die mittlere Lebenserwartung der versicherten Person unwesentlich unterschritten oder sogar überschritten wird. Nicht zu beanstanden ist es, wenn der Zeitraum zwischen dem vereinbarten spätesten Rentenbeginn und der mittleren Lebenserwartung mehr als 10 % der bei Vertragsabschluss verbliebenen Lebenserwartung beträgt. Maßgebend ist die dem Vertrag zu Grunde gelegte Sterbetafel." (http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Abgeltungsteuer/2009-10-01-Besteuerung-Versicherungsertraege.pdf?__blob=publicationFile&v=7, Nr 3c)

 

Hat das mal jemand bei Cosmos (oder einer anderen Gesellscahft) angefragt? In den verfügbaren Dokumenten von Comsmos ist dazu nichts zu finden.

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Fondsanleger1966
· bearbeitet von Fondsanleger1966
vor 26 Minuten schrieb whister:

Ja, lass es mich präzisieren: Die Rentenphase muss spätestens nach 90% der restlichen Lebenserwartung bei Vertragsschluss beginnen.

Genau. Wobei sich die mittlere Lebenserwartung nach der verwendeten Sterbetafel richtet. Hat schon jemand in Erfahrung gebracht, wie hoch seine Lebenserwartung bei Vertragsabschluss nach der Cosmos-Sterbetafel ist?

 

EDIT: Sparfux war schneller. Verwendete Sterbetafel war bei mir DAV 2004 R (Abschluss Mitte dieses Jahres).

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whister
vor 1 Minute schrieb Fondsanleger1966:

Genau. Wobei sich die mittlere Lebenserwartung nach der verwendeten Sterbetafel richtet. Hat schon jemand in Erfahrung gebracht, wie hoch seine Lebenserwartung bei Vertragsabschluss nach der Cosmos-Sterbetafel ist?

Dem Vertrag liegt die Sterbetafel "DAV 2004 R" zugrunde. Die Herleitung ist hier zu finden: https://aktuar.de/Dateien_extern/DAV/LV/UT_LV_7.pdf Da man für diese Lektüre etwas Zeit mitbringen muss, wäre es wahrscheinlich einfacher die Lebenserwartung bei Cosmos zu erfragen. Möglicherweise ist diese auch im Vertrag dokumentiert.

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Dandy
vor 1 Stunde schrieb kleinerfisch:

Unrealistisch ist eher eine Sparrate von 12k bei einem Bruttoeinkommen von 80k, dass netto etwa 50k übrig lässt. Aber die zweite Hälfte im Depot ist für Dein Modell ja nicht notwendig und ursprünglich bist Du ja sogar von nur 250/ Monat ausgegangen.

Nur noch eine Anmerkung: Aus meiner Sicht heißt Altersteilzeit nicht zwingend eine 50/50 Aufteilung zwischen aktiver und passiver Phase. Wenn man seinen Arbeitgeber dazu bringt, die Auszahlung stark unsymmetrisch zu gestalten, also deutlich weniger als 50% in der passiven Phase, dann kann man ein deutlich höheres reguläres Gehalt vor Eintritt in die Altersteilzeit verdienen und dennoch vom Halbeinkünfteverfahren profitieren. Momentan setzt das den guten Willen des Arbeitgebers voraus, aber das Thema ist auch immer wieder auf der politischen Agenda. Man kann natürlich auch einfach ganz aufhören zu arbeiten, aber dann muss man noch Krankenversicherung bezahlen. Wäre aber sicherlich auch eine Option, im Extremfall.

 

Zitat

Andererseits setzt Du ein Paar voraus (mit einer Person und halbierten Beträgen funktioniert es allerdings genauso), dass mit 25 (oder spätestens 62-25=37) schon weiß, dass sie ein halbes Leben später Altersteilzeit wollen und auch die Möglichkeit dazu haben.

Meiner Lebenserfahrung entspricht das nicht, aber es gibt durchaus Leute, die ihr Leben so planen und das auch durchziehen.

Ach, weißt Du, im Leben läuft so vieles anders als man denkt. Daher sehe ich diese Variante auch nur als zusätzliches Standbein, aus dem man jederzeit kostengünstig wieder rauskommen kann, wenn es mal schief laufen sollte. Ist sicher nicht der heilige Gral, aber kann sich in etlichen Varianten als sehr vorteilhaft erweisen. Es gibt zahlreiche Szenarien, in denen sich diese Police, mal mehr, mal weniger, auszahlen wird, und es gibt solche Szenarien, in denen es wenig bis gar nichts bringt. So ist das doch immer bei der Geldanlage. Absolute Sicherheit gibt es nicht.

 

Was die ETF angeht, so habe ich damals auch schon versucht, was mit ETF aufzubauen. Die Möglichkeiten sind einfach zu begrenzt und man hat dann auch noch die höheren Gebühren. Wirklich interessant finde ich eigentlich nur die Lösung mit ARERO. Nach den jüngsten Ankündigungen sind die Risiken aus dessen seltsamer Konstruktion auch ein Thema von gestern. War eine schöne pflegeleichte und günstige Lösung, mit möglichem steuerlichen Bonbon, aber das ist ja jetzt auch vorbei. 

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Graufell_2015

Zum Thema mittlere Lebenserwartung habe ich einmal im zarten Alter von 45 bei der Continentale angefragt, ob eine Laufzeit bis 82 Jahren OK ist, die Antwort war: Für meinen Vertrag gehen sie von einer Lebenserwartung von 94 aus, der geplante Rentenbeginn geht demnach in Ordnung.

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tyr
· bearbeitet von tyr
vor 2 Stunden schrieb whister:

Die hälftige Besteuerung wird jedoch nur gewährt, sofern der Vertrag eine Rentenzahlung vorsieht, die min. bei 90% der Lebenserwartung beginnt. Das ist mit ziemlicher Sicherheit nicht gegeben, wenn du die Ansparphase bis zum 85. Lebensjahr laufen lässt. Durch diese Regelung verkürzt sich der Zeitraum in dem die Teilentnahmen vorgenommen werden können dramatisch.

 

Zudem, aus den Vertragsbedingungen:

Zitat

Leistungsbeschreibung und Versicherungsschutz
§ 1 Welche Leistungen erbringen wir?
...
Flexibler Abrufzeitraum
(12) Das Ende der vereinbarten Ansparphase kann einheitlich für alle
Vertragsteile ab der Vollendung des 62. Lebensjahres flexibel gestaltet
werden.
...
b) Aufgeschobener Rentenbeginn
Unabhängig davon, ob Ihre Versicherung in beitragsfreier oder -pflichtiger
Form besteht, können Sie einmalig das ursprünglich vereinbarte
Ende der Ansparphase bis zum Alter von 85 Jahren aufschieben.
Durch
den Aufschub des Rentenbeginns verlängert sich der Zeitraum für einen
möglichen vorgezogenen Rentenbeginn entsprechend um die neu hinzukommende
Aufschubdauer.
Bei beitragspflichtigen Versicherungen sind die laufenden Beiträge
entsprechend bis zum neu festgelegten Rentenbeginn weiterzuzahlen,
sofern Sie nicht verlangen, dass die Versicherung gemäß § 10 beitragsfrei
gestellt wird.
Der Antrag auf Aufschub des Rentenbeginns muss uns spätestens bis
zum 15. des Monats vor dem Fälligkeitstag der ersten Rente zugegangen
sein.
Die Höhe der Rente je 10.000,- EUR Fondsguthaben wird für die neu hinzukommende
Aufschubdauer entsprechend angepasst. Für die Ermittlung
der angepassten Rente je 10.000,- EUR Fondsguthaben gilt Absatz
6 entsprechend.
Nähere Informationen zur Höhe Ihrer Rentenfaktoren bei einem aufgeschobenen
Rentenbeginn können Sie dem entsprechenden Nachtrag zu
Ihrer Police entnehmen.

 

Man beachte einmalig. Wenn nach dieser Regelung schon auf 85 Jahre aufgeschoben wurde und man damit weniger als 10% von der Lebenserwartung nach der aktuellen Sterbetafel entfernt ist kann es das dann schon gewesen sein mit der (Edit) hälftigen Unterschiedsbeitragbesteuerung von Teilentnahmen.

 

Beim Neuabschluss wird übrigens so wie ich es sehe keine Wahlmöglichkeit zum Renteneintritt gelassen. 67 Jahre sind fix gesetzt, selbst wenn man es aus genanntem Grund und mit etwas Respektabstand zur 10%-Grenze später haben will. Macht aber nichts, üblicherweise hat die Entscheidung ja noch Jahre Zeit, bis wann man einmalig aufschieben möchte.

 

Und selbst wenn man von 62 bis 67 den halben Unterschiedsbeitrag in Häppchen versteuert: ist das so schlimm? Irgendwann möchte man die Entnahmephase doch mal abschließend gestaltet haben, oder nicht?

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magicw
· bearbeitet von magicw
vor 2 Stunden schrieb Graufell_2015:

Zum Thema mittlere Lebenserwartung habe ich einmal im zarten Alter von 45 bei der Continentale angefragt, ob eine Laufzeit bis 82 Jahren OK ist, die Antwort war: Für meinen Vertrag gehen sie von einer Lebenserwartung von 94 aus, der geplante Rentenbeginn geht demnach in Ordnung.

 

Bin mir nicht sicher ob die Continentale mit der selben Sprache spricht wie das Finanzamt^^

Mittels Google-Suche unter den Stichworten "BMF Lebenserwartung" findet man jährliche BMF-Schreiben nach dem Motto "Bewertung einer lebenslänglichen Nutzung oder Leistung; Vervielfältiger für Bewertungsstichtage ab xxx"   

 

Dort wird die erwartete durchschnittliche Restlebenszeit je Altersstufe aufgelistet. das hab ich als Richtlinie genommen und komme so bei mir auf einen Rentenbeginn mit spätestens 75 Jahren und nicht wie möglich mit 85. 

 

 

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whister
vor 3 Minuten schrieb magicw:

 

Bin mir nicht sicher ob die Continentale mit der selben Sprache spricht wie das Finanzamt^^

Mittels Google-Suche unter den Stichworten "BMF Lebenserwartung" findet man jährliche BMF-Schreiben nach dem Motto "Bewertung einer lebenslänglichen Nutzung oder Leistung; Vervielfältiger für Bewertungsstichtage ab xxx"   

 

Dort wird die erwartete durchschnittliche Restlebenszeit je Altersstufe aufgelistet. das hab ich als Richtlinie genommen und komme so bei mir auf einen Rentenbeginn mit spätestens 75 Jahren und nicht wie möglich mit 85. 

 

 

Ich glaube nicht, dass diese Tabellen dafür relevant sind. Vermutlich dienen diese eher zur Ermittlung der Grunderwerbssteuer bei eingetragenem Wohnrecht. Sonst würde das BMF in dem von mir verlinkten Schreiben nicht schreiben "Maßgebend ist die dem Vertrag zu Grunde gelegte Sterbetafel.".

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tyr
· bearbeitet von tyr
vor 10 Minuten schrieb whister:

Ich glaube nicht, dass diese Tabellen dafür relevant sind. Vermutlich dienen diese eher zur Ermittlung der Grunderwerbssteuer bei eingetragenem Wohnrecht. Sonst würde das BMF in dem von mir verlinkten Schreiben nicht schreiben "Maßgebend ist die dem Vertrag zu Grunde gelegte Sterbetafel.".

 

Ist es nicht sinnvoll, das einmalige Recht zur Aufschiebung des Rentenbeginns für die Zeit bis kurz vor 62 Jahre zu erhalten und den Renteneintritt der Police nicht weiter aufzuschieben? Vielleicht ändert sich das Steuerrecht und die Rechtssprechung bis dahin noch mehrmals. Da man nur einmalig von 67 aus weiter aufschieben kann würde ich die Lage nochmal klären wollen, wenn die Entscheidung ansteht: kurz vor 62 Jahre Lebensalter.

 

Ihr könnt natürlich dennoch den Stand für die optimale Verrentung für 2017 recherchieren. Ob das dann in 12, 20, 30+ Jahren noch aktuell ist wird sich dann zeigen. Wenn die Verträge überhaupt so lange durchgehalten werden.

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Graufell_2015

Aktuell kannst Du bei der Cosmos eh nichts schieben...ich habe bei denen auch einen Vertrag und wollte diesen gleich auch 80 schieben(es kann sich auch etwas zum Nachteil ändern.....), nach vielen Schreiben Hin und Her ist die Antwort gekommen, ich sollte meinen Wunsch schreiben, sie melden sich rechtzeitig vor meinem 67. Lebensjahr und nennen die Bedingungen....genau diesen Wunsch hatte ich schon im ersten Schreiben. Also aktuell stellt sich die "Schiebefrage" eh nicht.

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Peter23
Am 20.12.2017 um 01:39 schrieb kleinerfisch:

Der Preis für den eventuellen Vorteil der RV, der bei Sparfux' Parametern mit langfristig realistischem Basiszins (200k auf 20 Jahre, Basiszins 2,9%=10-Jahresdurchschnitt) in 0,04% Renditevorsprung besteht, besteht in Unsicherheiten bzgl. des zukünftigen Steuersystems

Umso mehr ich darüber nachdenke, finde ich eigentlich, dass Du hier schon einen Punkt hast. Es weiß ja schließlich auch keiner, ob der Basiszins tatsächlich deutlich steigen wird und ob man es 20 Jahre durchhalten wird. Gerade letzteres macht das Produkt dann natürlich auch unflexibel, weil die Flexibilität sich im Grunde ja nur unter erheblichen steuerlichen Nachteilen realisieren lässt. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass es mir überhaupt nicht bewusst war, dass eine niedrigere Freistellung im Versicherungsmantel für Aktienfonds gilt. Ich frage mich jetzt, ob ich meine Bestände dort reduzieren soll, soweit es ohne größere steuerliche Nachteile möglich ist. Was würdest Du tun, wenn Du bereits größere Bestände (z.B. die angesprochenen 200k) dort hättest?

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sparfux
vor 58 Minuten schrieb Peter23:

... weil die Flexibilität sich im Grunde ja nur unter erheblichen steuerlichen Nachteilen realisieren lässt. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass es mir überhaupt nicht bewusst war, dass eine niedrigere Freistellung im Versicherungsmantel für Aktienfonds gilt.

 

Du bist Dir aber schon bewusst, dass der Nachteil bisher noch größer war? Das wurde kürzlich doch schon mal in einem Thread hier (diesem?) diskutiert?

 

Bisher hat man aus fondsgebundenen Versicherungen keine Anrechnung der Quellensteuern gehabt, bei normalen Fonds konnte man sie zu 100% gegen die Steuern auf Erträge verrechnen.

 

Jetzt gibt es keine QSt-Anrechnung mehr aber man bekommt 15% Teilfreistellung bei Versicherungsmänteln und 30% bei normalen Aktienfonds.

 

Die Situation wird also besser ab 2018 für Versicherungsmäntel im Vergleich zu heute.

 

 

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Peter23
vor 1 Minute schrieb sparfux:

 

Du bist Dir aber schon bewusst, dass der Nachteil bisher noch größer war? Das wurde kürzlich doch schon mal in einem Thread hier (diesem?) diskutiert?

 

Bisher hat man aus fondsgebundenen Versicherungen keine Anrechnung der Quellensteuern gehabt, bei normalen Fonds konnte man sie zu 100% gegen die Steuern auf Erträge verrechnen.

 

Jetzt gibt es keine QSt-Anrechnung mehr aber man bekommt 15% Teilfreistellung bei Versicherungsmänteln und 30% bei normalen Aktienfonds.

 

Die Situation wird also besser ab 2018 für Versicherungsmäntel im Vergleich zu heute.

 

 

Das hat aber doch weder den Comstage MSCI World noch den ARERO betroffen, weil bei denen keine Quellensteuer angefallen ist, oder?

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sparfux
vor 49 Minuten schrieb Peter23:

Das hat aber doch weder den Comstage MSCI World noch den ARERO betroffen, weil bei denen keine Quellensteuer angefallen ist, oder?

 

Für die beiden hast Du wohl Recht: Bei Swap Fonds sind die QSt. Gutschriften schon immer nicht zum Endkunden durchgekommen. Die vereinnahmt der Swappartner in dem Fall. Der Swappartner hat natürlich die Möglichkeit, eine etwas bessere Performance zu swappen. Ob sie das aber immer machen, ist unklar.

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sparfux
· bearbeitet von sparfux

Wenn man mit dem Excel ein wenig rum spielt, sieht man m.E. 2 Varianten, bei denen der Versicherungsmantel signifikant Vorteile bringt:

 

- Der halbe Grenzsteuersatz bei Entnahme liegt niedriger als der AgStSatz. 42%/2 reichen leider noch nicht für einen klaren Vorteil, 30%/2 aber beispielsweise schon

- Die Versteuerung von Kapitalerträgen nach dem persönlichen Steuersatz wird wieder eingeführt.

 

Bei allen anderen Variablen ist weder ein großer Vorteil noch ein signifikanter Nachteil ersichtlich. Die fehlenden Vorabpauschalen sind zwar theoretisch ein Vorteil für den Versicherungsmantel, wirken sich praktisch aber nur relativ gering aus. Andererseits kauft man sich wegen der sehr geringen Kosten auch keinen großen Nachteil ein.

 

Daher denke ich der Cosmos Mantel ist sinnvoll als "Versicherung" gegen Steueränderungen und ein wenig Spekulation auf auf Grenzsteuersätze unter 42% im Rentenalter. Sicher sollte man nicht sein ganzes Geld so parken aber einen Teil finde ich schon angebracht.

 

Ich werde mich da nach den Feiertagen auch noch kümmern. Ich denke ich werde das so machen, wie schon mal beschrieben: Die Invest-Variante mit dem höchstmöglichen jährlichen Beitrag (30k€) abschließen und dann (vorerst) immer 2 Jahre aussetzen - sprich im Schnitt einen Beitrag von 10k€ pro Jahr zahlen. Wenn sich die (steuerlichen) Rahmenbedingungen ändern, kann ich vertraglich garantiert und ohne Novation die Beiträge erhöhen. Absenken, falls ich die Beiträge nicht mehr leisten kann/will, ist ja jederzeit möglich.

 

 

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kleinerfisch

Ich sehe noch eine dritte Variante, in der der Fondsmantel bei der jetzigen Besteuerung aber nicht im jetzigen Zinsumfeld lukrative sein könnte: Wenn innerhalb der Laufzeit Rentenfonds wieder interessant werden, sind die 15% TFS natürlich ein Vorteil.

Wie in meiner Präsentation gezeigt, lohnen sich ja Mischfonds ab 2018 nicht mehr. Selber mischen ist vorteilhafter, wenn die 30% TFS für den Aktienanteil sich auf 15% reduzieren. Damit der Rentenanteil dies kompensieren kann, muss er recht hoch verzinst werden.

Da ist dann die Eigenmischung mit 30% TFS Aktien und 0% TFS Renten besser.

Noch besser ist allerdings 30% TFS Aktien und 15% TFS Renten, was mit dem Fondsmantel ja erzielbar ist.

 

Da das Produkt eingestellt wird, frage ich mich allerdings welche Incentives Cosmos zukünftig hat, die Fondsliste zu pflegen. Da müssen ja periodisch Verträge mit Fondsgesellschaften abgeschlossen und auch mal neue Fonds oder Fondsgesellschaften aufgenommen werden.

Warum sollte sich Consors da noch groß kümmern, wenn kein Neukundengeschäft mehr zu erwarten ist?

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Dandy
vor 23 Stunden schrieb sparfux:

Ich werde mich da nach den Feiertagen auch noch kümmern. Ich denke ich werde das so machen, wie schon mal beschrieben: Die Invest-Variante mit dem höchtmöglichen jährlichen Beitrag (30k€) abschließen und dann (vorerst) immer 2 Jahre aussetzen - sprich im Schnitt einen Beitrag von 10k€ pro Jahr zahlen. Wenn sich die (steuerlichen) Rahmenbedingungen ändern, kann ich vertraglich garantiert und ohne Novation die Beiträge erhöhen. Absenken, falls ich die Beiträge nicht mehr leisten kann/will, ist ja jederzeit möglich.

Wozu das Manöver? Man kann doch jederzeit die Sparrate erhöhen/senken nach belieben und löst keine Novation aus, vorausgesetzt, der Vertrag läuft noch zehn weitere Jahre. 

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Gerald1502
Am 25.12.2017 um 18:08 schrieb sparfux:

Ich werde mich da nach den Feiertagen auch noch kümmern. Ich denke ich werde das so machen, wie schon mal beschrieben: Die Invest-Variante mit dem höchtmöglichen jährlichen Beitrag (30k€) abschließen und dann (vorerst) immer 2 Jahre aussetzen - sprich im Schnitt einen Beitrag von 10k€ pro Jahr zahlen. Wenn sich die (steuerlichen) Rahmenbedingungen ändern, kann ich vertraglich garantiert und ohne Novation die Beiträge erhöhen. Absenken, falls ich die Beiträge nicht mehr leisten kann/will, ist ja jederzeit möglich.

 

 

Du möchtest es sozusagen mittels Beitragsfreistellung und Beitragswiederaufnahme händeln? Keine schlechte Strategie

 

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whister
Am 25/12/2017 um 18:08 schrieb sparfux:

Ich werde mich da nach den Feiertagen auch noch kümmern. Ich denke ich werde das so machen, wie schon mal beschrieben: Die Invest-Variante mit dem höchtmöglichen jährlichen Beitrag (30k€) abschließen und dann (vorerst) immer 2 Jahre aussetzen - sprich im Schnitt einen Beitrag von 10k€ pro Jahr zahlen. Wenn sich die (steuerlichen) Rahmenbedingungen ändern, kann ich vertraglich garantiert und ohne Novation die Beiträge erhöhen. Absenken, falls ich die Beiträge nicht mehr leisten kann/will, ist ja jederzeit möglich.

Ich weiß nicht ob sich das in der Praxis so umsetzen lässt. Die Beitragszahlung nach dem Aussetzen lässt sich nur unter bestimmten Bedingungen im ursprünglichen Vertragsteil wieder aufnehmen und kann online auch nicht durchgeführt werden. Man muss sich dafür an den Kundenservice wenden und den Nachweis erbringen, dass eines der Gründe auch vorlag. Ansonsten kann man online den Beitrag wieder erhöhen - es wird damit dann aber ein neuer Vertragsteil angelegt.

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Peter23
vor 4 Minuten schrieb whister:

Ich weiß nicht ob sich das in der Praxis so umsetzen lässt. Die Beitragszahlung nach dem Aussetzen lässt sich nur unter bestimmten Bedingungen im ursprünglichen Vertragsteil wieder aufnehmen und kann online auch nicht durchgeführt werden. Man muss sich dafür an den Kundenservice wenden und den Nachweis erbringen, dass eines der Gründe auch vorlag. Ansonsten kann man online den Beitrag wieder erhöhen - es wird damit dann aber ein neuer Vertragsteil angelegt.

Sicher? Das ist beim "nicht-invest"-Plan viel einfacher. Man kann einfach nach belieben hoch- und runtersetzen, solange man alle drei immer mal wieder einen Monat auf den vollen Betrag hochsetzt.

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whister
vor 6 Minuten schrieb Peter23:

Sicher? Das ist beim "nicht-invest"-Plan viel einfacher. Man kann einfach nach belieben hoch- und runtersetzen, solange man alle drei immer mal wieder einen Monat auf den vollen Betrag hochsetzt.

Meine Erfahrung bezieht sich auch auf die nicht-Invest Variante und ich bin davon ausgegangen, dass das bei der Invest-Variante genauso ist. Ich kann bei meiner nicht-Invest Variante online einen gesenkten Beitrag nicht wieder Hochsetzen, sondern nur einen neuen Vertragsteil anlegen (was bei mir auch nicht möglich ist, da ich durch die Dynamik den Höchstbeitrag bereits überschritten habe). Aus diesem Grund hatte ich mal den Kundenservice angerufen und dieser hat mir dann mitgeteilt, dass das Hochsetzen nur nach dem entsprechenden Nachweis über den Kundenserive möglich ist. Komisch, dass das bei dir anders ist.

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Fondsanleger1966
· bearbeitet von Fondsanleger1966
vor 19 Minuten schrieb Peter23:

Sicher? Das ist beim "nicht-invest"-Plan viel einfacher. Man kann einfach nach belieben hoch- und runtersetzen, solange man alle drei immer mal wieder einen Monat auf den vollen Betrag hochsetzt.

Bei mir genauso in der klassischen "Nicht-Invest"-Variante. Selbst das Aussetzen des Beitrages und das Wiederaufnehmen hat bisher problemlos ohne Nachweis online funktioniert. Allerdings bin ich trotz Dynamik noch unter dem Höchstbetrag meiner Tarifgeneration.

 

vor 2 Stunden schrieb Dandy:

Wozu das Manöver? Man kann doch jederzeit die Sparrate erhöhen/senken nach belieben und löst keine Novation aus, vorausgesetzt, der Vertrag läuft noch zehn weitere Jahre. 

12 Jahre sind erforderlich für neue Vertragsteile bei einer Erhöhung über den ursprünglich vereinbarten Beitrag hinaus. Und nach dem 50. Geburtstag verschiebt sich dadurch dann der früheste Beginn (62. Geburtstag)

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Gerald1502

Ich habe bei meinem Flexibler VorsorgePlan Invest Vertrag den Beitrag im Mai 2015 von 50€ monatlich auf 550€ monatlich erhöht und somit eine Novation ausgelöst. Den Beitrag habe ich zum August 2015 auf monatlich 100€ abgesenkt. Es ging einzig darum, erhaltene Sonderzahlungen mittels Mehrbeitrag in diesen Vertrag einzuzahlen. Ich hann das theoretisch jährlich bis zu meinem 50. Lj. machen und muss nur darauf achten, dass der Vertrag danach noch 12 Jahre besteht und die Auszahlung erst bei vollendetem 62. Lebensjahr geschieht.

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Fondsanleger1966
Am 25.12.2017 um 18:08 schrieb sparfux:

Wenn man mit dem Excel ein wenig rum spielt, sieht man m.E. 2 Varianten, bei denen der Versicherungsmantel signifikant Vorteile bringt:

 

- Der halbe Grenzsteuersatz bei Entnahme liegt niedriger als der AgStSatz. 42%/2 reichen leider noch nicht für einen klaren Vorteil, 30%/2 aber beispielsweise schon

- Die Versteuerung von Kapitalerträgen nach dem persönlichen Steuersatz wird wieder eingeführt.

Der Vollständigekit seien noch zwei weitere Konstellationen mit signifikanten Vorteilen erwähnt:

 

- Die Risikotragfähigkeit schwankt im Verlauf des Lebens (drohende Arbeitslosigkeit, lange Erkrankung, drohende Berufsunfähigkeit,...). Innerhalb der Police lässt sich die Aktienquote flexibel absenken und bei Erholung der Risikotragfähigkeit wieder erhöhen. Im freien Fonds-/ETF-Deüpot fällt sofort die Steuer an.

 

- Die versicherte Person stirbt vor Rentenbeginn/Entnahme. Die Hinterbliebenen erhalten dann den Gegenwert der Fonds/ETFs als Todesfallsleistung ausgezahlt. Diese unterliegt nur der Erbschaftsteuer, nicht aber der Einkommensteuer/Abgeltungsteuer. Beim freien Fonds-/ETF-Depot entfällt die Abgeltungsteuer meines Wissens nach in einem solchen Fall nicht.  

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