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Flughafen

Flughafen's - Depot

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hund555
Posted · Edited by hund555
vor 9 Stunden von Flughafen:

Und Nahrung/Konsumgüter hängen sehr mit dem Einzelhandel zusammen, mit seinen geringen Margen. Man kann dort Stabilität finden, aber eine gute Rendite ist schwierig.

Da bin ich aber anderer Meinung. Stabilität führt langfristig paradoxerweise zu höheren Renditen, gibt Statistiken dazu welche 100 Jahre zurückgreifen.

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte
vor 9 Stunden von Flughafen:

Je weniger Analyseaufwand Du in Aktien reinsteckst, desto höher ist das Risiko, dass Du eingehst. Es gibt keine zwei Firmen, die gleich sind. Nicht mal wenn beide Tochterfirmen im gleichen Konzern sind. Die Firmen kennenzulernen und ihre Entwicklung in den sich verändernden Märkten weiter zu verfolgen - das ist die gängige und funktionierende Methode, das Risiko des Investments zu verringern. Wenn Du den Eindruck hast, dass eine Firma einen geringen Aufwand benötigt, dann hast Du evtl. nicht alle Hausaufgaben gemacht.

Danke für Deine Antwort. Diese Überlegungen sind eine Grundsatzfrage. Ich muss eine Firma nicht bis in den letzten Winkel durchleuchten. Wichtiger sind mir die Branchenbedingungen, Branchenpositionierung, Unternehmensstrategie, Aktionärsfreundlichkeit etc.

 

Zitat

Was unterscheidet sie denn von einem aktiven Investmentfonds? Ich weiß es nicht. Und 95% der aktiven Investmentfonds schneiden schlechter als der Index ab. Dauerhaft. Warum ziehst Du dann solche von vornheirein bescheidene Investments den ETFs vor? Was liefern sie Dir, was ETFs nicht liefern?

Hierbei drehen wir uns im Kreis. Auch wenn Fonds/ETFs Sondervermögen und nicht per se synthetisches Gedöns sind, würde ich nie mein gesamtes Vermögen in lediglich zwei, drei Wertpapiere investieren.

Wem der Analyseaufwand bei Einzelwerten, insb. bei Nebenwerten oder speziellen Geschäftsmodellen, zu hoch ist, kann mit breit(er) aufgestellen Konzernen, Mischkonzernen, Beteiligungsgesellschaften etc. leicht diversifizieren.

 

Zitat

Amazon ist ein starker Logistiker, keine Frage. Aber ich glaube, dass sie in vielen Bereichen doch nicht die Kompetenz haben, die Post und FedEx haben. Amazon ist sehr spezialisiert auf den B2C-Bereich und die Post kann den B2B-Bereich auch sehr gut. Auch wächst der Kuchen insgesamt sehr gut und ich habe nicht den Eindruck, dass die Post Anteile an andere Konkurrenten abgibt. Problematisch waren bisher eher technische Projekte, ich glaube eine misslungene SAP-Einführung hat 400 Mio gekostet und der Streetscooter ist ein Minusgeschäft. Appel ist aber nicht auf den Kopf gefallen, die Post lernt daraus und reduziert unnötige Risiken, wie sie das mit der Postbank damals gemacht haben. Ich denke schon, dass die Post noch viele Jahre existieren und uns beliefern wird. Dass Amazon eine bessere Rendite bringt, ist mir klar und ich versuche auch niemanden von der Post zu überzeugen. Dass ausgerechnet die Post den größten Kurszuwachs von über 300% in meinem Depot gemacht hat und dazu noch 2011 bis 2019 die Dividende steuerfrei ausschüttete, ist wahrscheinlich eher ein Zufall. Korrektur: die erste Allianz-Tranche, die ich 2011 für 60,80€ gekauft habe, hat wahrscheinlich eine ähnliche GAGR-Rendite. Wie dem aus sei, ich sehe keinen Grund, die Post zu verkaufen und plane nichts, weder Zukäufe noch Verkäufe.

FedEx und Wal*Mart haben eine Allianz geschmiedet. Das ist ein Beispiel dafür, dass sich Unternehmen nicht nur beim Vertrieb, sondern auch bei der Logistik nicht (zu sehr) von Amazon abhängig machen wollen. Insofern haben auch Deutsche Post/DHL, UPS, FedEx usw. weiter eine Existenzberechtigung.

 

Zitat

Viele dieser Investments bringen eine unterdurchschnittliche Rendite, weil sie sich in sehr gesättigten Märkten bewegen. Ich kenne Pharma/Gesundheit etwas, habe familiäre Kontakte. Für mich sind diese Branchen prinzipiell nicht besser und nicht schlechter als z.B. Logistik. Und Nahrung/Konsumgüter hängen sehr mit dem Einzelhandel zusammen, mit seinen geringen Margen. Man kann dort Stabilität finden, aber eine gute Rendite ist schwierig. Was ich bei der Post ja schließlich auch akzeptiere. :)

Ich habe bewusst von defensiven Basisinvestments gesprochen. Muss man nicht unbedingt haben, wenn man über weniger defensive bzw. zyklische Branchen gut diversifiziert ist bzw. diese aufmerksam im Blick hat.

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Flughafen
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vor 2 Stunden von Schildkröte:

Hierbei drehen wir uns im Kreis. Auch wenn Fonds/ETFs Sondervermögen und nicht per se synthetisches Gedöns sind, würde ich nie mein gesamtes Vermögen in lediglich zwei, drei Wertpapiere investieren.

Das ist so nicht richtig. Fonds/ETFs sind keine Wertpapiere, es sind Werpapierkörbe. Ein Analog für einen ETF ist keine Einzelaktie, sondern ein Bankdepot. Du hast in beiden Körben (ETF, Depot) viele einzelne Wertpapiere liegen. Und der Gesamtwert des Korbs wird berechnet, bei manchen permanent, bei anderen einmal täglich. OK, beim Depot entscheidest Du, welche Einzelaktien Du kaufts/verkaufst, beim ETF machst das die ETF-Software für Dich. Wobei Du auch wahrscheinlich auch einen Roboadviser beauftragen könntest, der das für Dich im Deinen Depot machen würde. That's all, mehr Unterschied gibt es nicht. Dann vergleichen wir die Risiken:

* Kann die Institution, wo Dein Korb registriert ist, pleite gehen? Ja, klar! Sowohl der Fondsanbieter (und seine Depotbank, denn der Anbieter hält ja die Aktien nicht selbst im eigenen Tresor) als auch Deine Depotbank (und Stellen für die WP-Sammelverwaltung, denn Deine Bank hält die Aktien auch nicht selbst im Tresor).

* Kann dabei Vermögen verschwinden? Als ITler kann ich nur sagen, das ist technisch sehr-sehr schwierig. Denn eigentlich ist das gar kein echtes Vermögen, wie Du am Monatsende kein echtes Geld von Deinem Arbeitgeber in der Tüte bekommst. Das sind nur Zahlen. Zahlen über Kontenstände, über Dein Aktiendepot bei einer Bank, darüber wieviele Aktien von einer Firma diese Bank bei der Girosammelverwaltung hat. Zahlen, dass Dir ein Teil eines ETFs gehört, Zahlen welche Einzelaktien im ETF liegen. Vermutlich auch Zahlen, wieviele Aktien dieser ETF oder eher diese Investmehtgesellschaft in der Girosammelverwaltung hat. Das sind alles nur verschachtelte Zahlen. Diese Systeme sind IT-technisch sehr sicher. Jedes an sich im einzelnen. Wenn Du dann einen ETF auf ein Bankdepot legst, also einen Korb in einen anderen Korb praktisch verschachtelst, steigt das Risiko natürlich. Von ca. 0,000...% auf ca. 0,00...%. Sind diese Aufbewahrungssysteme also technisch sicher? Ja, alle Transaktionen werden dokumentiert, es kann kein Geld verloren gehen. Es kann höchstens bei irgendwelchen Transaktionen irgendwo in irgendeinem Zwischenstand hängen bleiben, aber nicht verloren. Sind sie sicher gegen kriminelle Energie? Einigermaßen, aber nicht zu 100%. Wie nichts zu 100% sicher ist. Ob dabei ein Korb im Korb oder ein separater Korb beklaut wird, - ist egal, ich sehe bei dem Konstrukt eines ETFs keine nennenswerten zusätzlichen Angriffspunkte gegenüber Einzeldepots. Wenn Du welche siehst, ruhig raus damit, wir können diese gerne unter die Lupe nehmen.

 

vor 3 Stunden von Schildkröte:

Mischkonzernen, Beteiligungsgesellschaften etc. leicht diversifizieren.

Damit legst Du aber wieder einen Korb in Korb (BG in ein Aktiendepot). Und dazu kommen noch die Management-Kosten und Risiken. Und diese sind real. Wozu dann?

 

vor 3 Stunden von Schildkröte:

FedEx und Wal*Mart haben eine Allianz geschmiedet. Das ist ein Beispiel dafür, dass sich Unternehmen nicht nur beim Vertrieb, sondern auch bei der Logistik nicht (zu sehr) von Amazon abhängig machen wollen. Insofern haben auch Deutsche Post/DHL, UPS, FedEx usw. weiter eine Existenzberechtigung.

Sehe ich auch so.

 

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Flughafen
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Ich habe über @Schildkrötes Worte zur Sinnhaftigkeit von 2 Versicherungswerten im Depot nachgedacht, speziell wenn man über die ETFs an allen mittleren und großen Versicherungen aller Industrieländer beteiligt ist. Und habe dann die Admiral Plc Position komplett aufgelöst und die frei gewordenen 4,3% in den iShares Core MSCI EM IMI UCITS ETF (Acc), WKN A111X9, investiert. Teils gleich gekauf, teils werden die Mittel über die nächsten 3 Monate als Sparplan einfliesen. Die Admiral hatte sich seit dem ersten Kauf für 16,82€ im August 2014 sehr gut entwickelt, in 6,5 Jahren im Kurs verdoppelt und während dieser Wartezeit meine Treue mit einer guten Dividende von ca. 4,5-7,5% belohnt. Die ursprünglichen Ziele der Investition wurden nicht ganz erreicht, aber ich bin zufrieden und bedanke mich bei @Laser12, der mich damals glaube ich beim WTF-Treffen auf die Admiral aufmerksam gemacht hatte. Somit habe ich wieder einen Wert weniger zu beobachten und verspüre eine Erleichterung. :thumbsup:

 

Damit fließen wieder Mittel aus Einzelaktien in ETFs und das Portfolio sieht nun so aus:

Einzelaktien: 8 Stück

Anteil Einzelaktien: 53,7%

ETFs: 4 Stück

Berkshire: 10,6%

FTSE Developed/MSCI World: 31,14%

MSCI EM IMI: 3,0% 

Cash: 1,6%

 

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Laser12
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Da sieht man mal, wie ertragreich so ein Forentreffen sein kann. :rolleyes:

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Flughafen
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Ich habe nun meine Positionen doch ins PP eingegeben. Die Deutsche Post, Allianz und American Express haben einen IZF von ca. 16-22%. Die Post und Allianz über 10 Jahre (Allianz 2020 für ca. 141 nachgekauft). Amex über 5 Jahre. Ich denke das ist eine gute Performance und die Papiere sind weiter haltenswert. Die Amex zu verkaufen würde gleich ca. 12,5% Steuern bedeuten und so richtig Druck sehe ich nicht. Bei 1% kann man sie als Portfolio-Wert mitschleifen, ohne sie groß zu beobachten.

 

Interessant finde ich auch, dass die Tobaccos einen IZF von ca. 6,6% haben. Die BAT, um genau zu sein. Bei der Altria kann man an dem IZF von -0,5% sehr gut die Kosten eines überteuerten Kaufs sehen, ohne diesen Fehler wäre sie evtl. auch bei 6,6%. 6,6% nach einer Kurshalbierung ist m.E. immer noch kein schlechtes Ergebnis. Wenn die Kurse sich irgendwann mal wieder erholen, sind wahrscheinlich auch 7-8% drin und das ist als langfristige Rendite auch attraktiv.  

 

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Depot 07-02-2021 Struktur.png

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Flughafen
Posted · Edited by Flughafen

Zwischenupdate

 

Die Value-Werte aus meinem Depot haben sich seit Ende Oktober 2020 (erstes Bild) sehr gut entwickelt. Da der S&P500 die letzten 2,5 Wochen um 4,5% gefallen ist, meine Papiere aber fast alle die alten Widerstände durchbrochen und in Richtung ATH gingen, vermute ich, dass gerade eine Rotation in Value stattfindet.

 

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Strategisch habe ich bis auf die Tobaccos auch Klarheit bekommen, was ich mit den Einzelwerten weiter machen werde. Geholfen hat mir dabei der Blick auf den langfristigen internen Zinsfuß IZF.

 

Die Allianz und die Deutsche Post bleiben definitiv. Über die letzten 10 Jahre (Kauf beide im Herbst 2011, dazu Allianz letztes Jahr zu ca. 141 nachgekauft) haben beide einen IZF von über 21% erwirtschaftet. Selbstverständlich stehen Risiken dahinter (Allianz ist von sinkende Zinsen bedroht, die Post von Amazon), aber die erwirtschaftete Rendite halte ich für dieses Risiko für angemessen. Bei der Allianz stimmt auch immernoch die Dividendenrendite 4,7%.

 

Die AmEx hat seit dem Kau März 2016 auch eine gute IZF-Performance, 19%. Daher lasse ich sie im Depot weiter schlummern für eine Diversifikation und Rendite. Bei nur 1% kann man es sich leisten, den Wert nicht zu beobachten, sondern einfach laufen lassen.

 

BMW kommt wahrscheinlich weg, weil langfristig sehr kapitalintensiv, die neuen Fabriken und Foschungen kosten viel Geld. So die gängige Investment-Theorie. Ob die stimmt, müsste man noch überprüfen, weil a.) das Geld aktuell kaum was kostet und b.) die Autobauer ihr Business stark gehebelt fahren, wenn ich mich richtig erinnere, das EK bei den meisten Autobauern ist unter 25%.  Dazu kommt, dass man mit Vorzugsaktien als Privatanleger bei BMW dauerhaft eine bessere Rendite hat, als die Institutionellen. Ein Auslöser für die Kurserholung der Autobauer könnte übrigens das Platzen der Tesla-Blase sein. 

 

Henkel kommt weg, wenn sich die Konjunktur erholt hat.

 

Mit den Tobaccos tue ich mich schwer, weil ich auf deren CashFlow angewiesen bin. Die Dividenden von BAT und Altria stabilisieren erheblich meine Einkünfte, die wegen instabiler Beschäftigung über die letzten 3 Jahre stark schwanken. Ich kann mich davon zwar nicht ernähren, aber notfalls ein gebrauchtes Zweitauto kaufen, in Urlaub trotz des Verdienstausfalls fahren, einen neuen ETF kaufen, etc. Der Cashflow von diesen Firmen ist trotz des Fremdwährungsrisikos zuverlässiger, als die Zahlungen von Arbeitgebern und vom Staat. Ich werde daher mindestens 10% von meinem Portfolio weiter in Tobaccos halten. Am besten wäre es natürlich einen stabilen langfristigen Arbeitsplatz mit einem stabilen CashFlow zu finden und die Tobaccos zu einem guten Preis verkaufen, aber das ist aktuell schwierig. Ich denke hier werde ich weiter abwarten. Viel zu verlieren gibt es hier nicht mehr, das Risiko nach unten ist begrenzt.

 

 

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hattifnatt
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vor 35 Minuten von Flughafen:

Ein Auslöser für die Kurserholung der Autobauer könnte übrigens das Platzen der Tesla-Blase sein. 

Ja, ich halte BMW auch als indirekten Tesla-Short ;)

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Flughafen
Posted · Edited by Flughafen

2021 - Q1

 

Wie bereits erwähnt, konnte ich im ersten Quartal ganze 3 Einzelwerte verkaufen: Admiral, CVS Health, PageGroup. Das Geld habe ich in 2 MSCI World ETFs (Vanguard A2PLS9, Invesco A0RGCS) und einen EM ETF umgeschichtet, aber leider etwas zu spät, so dass ich den hübschen Märkte-Anstieg Anfang Januar bei diesen beiden Fonds nicht mitnehmen konnte. Das ist für mich aber OK, dafür habe ich für die verkauften Papiere gute Preise erzielt. Die Performance des SPDR-ETF, den ich überwiegend bereits im letzten Jahr eingekauft habe, ist dagegen ordentlich. So wie dieser ETF, stelle ich mir das ETF-Investieren vor, dass die Marktperformance an meinem Depot nicht vorbeigehen kann. Und sie reicht mir.

 

7 Einzelaktien befinden sich noch in meinem Depot. BMW und Henkel stehen auf der Verkaufsliste, werden zum passenden Zeitpunkt und Preis verkauft. Bei BMW wird es sicherlich noch gelingen, einen besseren IZF als die aktuelle 5,59% rauszuholen. 

 

Altria und BAT werde ich wahrscheinlich zusammen auf 10% vom Portfolio reduzieren, aber der Weg dorthin ist dornig. Ich habe keine 2-4 Gehälter im Tagesgeld liegen und nutze für Notfälle den CashFlow aus den beiden Tobaccos. 1-4 Dividendenzahlungen reichen dann schon mal für eine neue Waschmaschine, eine Nebenkostennachzahlung oder eine ungeplante kleine Urlaubsreise. Dazu war dieser CashFlow die letzten Jahre deutlich stabiler und zuverlässiger als mein Arbeitseinkommen. I.d.R. verbrauche ich die Dividenden aus den Tobaccos auch nicht, sondern sie werden automatisch monatlich von einem ETF-Sparplan "verbraucht". Aus diesen Gründen gehe ich bei den Tobaccos vorerst den kleinen Desinvestitionsweg, indem ich die Dividenden nicht zurück in diese Werte investiere, egal wie es in den Fingern bei den attraktivsten Kursen kribbelt. Das Geld fließt praktisch aus den Tobaccos ab in die ETFs über die hohen Dividenden. Falls ich irgendwann ein stabiles Arbeitseinkommen finde und die Tobacco-Kurse gut sein werden, würde ich die Firmen natürich über einen Teilverkauf reduzieren. Hoffentlich irgendwann. :)

 

Die Performance für Q1 beträgt +15,7%. 

Vergleichswerte:
MSCI World Total Net Return (EUR): +9,2%
MSCI EM Total Net Return (EUR): +6,4%

MSCI World Small Cap Total Net Return (EUR): +13,9%

Alle anderen Vergleichswerte habe ich von meiner Beobachtungsliste entfernt, da irrelevant (z.B. der DMPA ist ein Hedge-Fonds) oder untinteressant (DAX, S&P500, ARERO etc.).

 

In meiner Performance könnten Geldeinzahlungen und Entnahmen enthalten sein, weil ich seit diesem Jahr meine Banken konsolidiert und das Verrechnungskonto mit meinem Girokonto "fusioniert" habe. So "verbraucht" der ETF-Sparplan jetzt automatisch die unverbrauchten Gehaltsreste auf dem Girokonto mit, ohne dass ich sie immer wieder aufs Sparkonto überweisen muss. Wahrscheinlich werde ich dieses Jahr auch bis zu 5% für einen Autokauf entnehmen müssen. Daher Vorsicht mit meinen Performance-Angaben. Die aktuelle Outperformance ist der Erholung von Altria geschuldet und zeigt, dass das Depot leider weiter sehr abhängig von einem Einzelwert ist (hohes Klumpenrisiko).

 

Anzahl (manueller) Transaktionen in Q1: 8. 3 Verkäufe und 5 Käufe. Die DKB beginnt mit mir Geld zu verdienen. :) Die Sparplan-Ausführungen zähle ich nicht, es läuft permanent ein monatlicher Sparplan, manchmal schraube ich an seiner Höhe rum, wenn er mal mehr oder weniger Cash "wegsaugen" soll. Ich benutze ihn als eine Art Cash-Staubsauger. Es saugt das Kleingeld auf, welches aus diversen Papieren raus "rieselt" oder nach dem Gehalt/Arbeitslosengeld am Monatsende übrig liegen bleibt. Ein Cash-Konto sollte in Zeiten von Negativzinsen m.E. möglichst sauber gehalten werden und so tut der ETF-Staubsauer eine gute Arbeit. Ich denke langfristig wird sich nach dem Depot-Umbau auch eine konstante Sparrate einpendeln und ich werde bei dem Gerät nicht mehr oft die Saugprogramme umschalten müssen. Evtl. nur manchmal den Staubsaugerbeutel (ETF) wechseln, in den das Geld reingeht.

 

Das Depot hat in diesem Quartal das erste Mal seit Ende 2017 wieder das ATH erreicht. Der Drawdown war mit -23% zwar nicht heftig, hat aber über 3 Jahre gedauert. War vor allem wegen dem Rückgang der Tobaccos und Wirecard, so hatten sich die Nachteile der konzentrierten Strategie ausgewirkt. Ich bin froh, dass ich aus dieser langsam rauskomme. :)

 

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Flughafen
Posted · Edited by Flughafen

2021 - Q2

 

Ich halte diesmal den Bericht kurz, im Stil des Vorpanns für die Desperate Hosewives Serie. :) Die Zahlen können sich noch leicht ändern, da bis Quartalsende noch ein halber Tag bleibt.

 

Was war?

 

Im abgelaufenen Quartal habe ich Henkel verkauft, unter Berücksichtigung der ausgeschütteten Dividenden und der Steuerverrechnung mit -8% Verlust.

Investiert habe ich weiter in den iShares Core MSCI EM IMI UCITS ETF (Acc) (WKN A111X9), konnte per mtl. Sparplan den Portfolio-Anteil von 3,7% auf 6,2% erhöhen.

 

Was kommt?

 

Im dritten Quartal werde ich weiter in den iShares EM ETF investieren, der Sektor ist vergleichsweise günstig, vom vorhandenen Cash sind bereits 3% für eine weitere Erhöhung dieser Position verplant.

 

Was hätte ich gerne?

 

Auf dem Radar zum Reduzieren stehen BAT, Altria und BMW, die aktuellen Preise ergeben aber keine sinvollen Verkaufskurse.

 

Was ignoriere ich?

 

Fair bewertet bis etwas überbewertet sind m.E. die Deutsche Post und die Berkshire, hier könnte es auch zu einem längeren Seitwärtsverlauf kommen. Ich habe aktuell aber keine Absichten, hier auszusteigen.

 

Was sind die Investitionsergebnisse?

 

Die Depot-Performance seit Jahresbeginn beträgt +18,4%

 

Vergleichswerte (seit Jahresbeginn, alles Total Net Return in EUR):
MSCI World: +16,5%
MSCI Emerging Markets IMI: +11,9%
MSCI World Small Caps: +18,2%

 

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Fazit: Ich bin zufrieden.

 

 

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Flughafen
Posted · Edited by Flughafen

2021 - Q3

 

Was war?

 

Ich habe eine neue Stelle gefunden. Mein letzter Job war im Einzelhandel und ist der deutschen Lockdown-Politik zum Opfer gefallen. Die Firma war eh bereits ein Wackelkandidat, der Lockdown war für sie ein Gnadenstoß, daher war ich über meine Kündigung sehr erfreut, sie nahm mir die Notwendigkeit, selbst zu kündigen. Mit der neuen Stelle kann ich mich beruflich besser selbstverwirklichen und mittelfristig auch wieder etwas mehr sparen. Der neue Job macht eine Sparrate von 4-4,5% p.a. möglich (von der aktuellen Depothöhe). Dazu wirft das Depot ca. 2,15% p.a. an Dividenden ab, netto. In Summe dieser zwei Quellen kann ich das Depot nun jährlich um bis zu 6,1-6,6% erhöhen, ohne dass ich dafür auch nur irgendeine Position verkaufen oder reduzieren müsste. Das gefällt mir. Mein Humankapital muss ich dafür natürlich möglichst regelmäßig und gewinnbringend verkaufen, aber das macht mir Spaß und bis zu einem bestimmten Alter ist das HK ein nachwachsender Rohstoff. :) Die neue Stelle ist nicht mehr im Einzelhandel, dadurch sinkt das politische Ausfallrisiko etwas. Dazu ist es eine aufstrebende Firma mit einem inflationssicheren Geschäftskonzept (Grosshandel, die Firma reicht die Herstellerpreise einfach weiter und nimmt sich eine kleine Marge für Logistik etc.), so dass ich auch im Fall einer höheren Inflation wahrscheinlich einkommenssicher wäre.

 

Ich habe weiter den iShares Core MSCI EM IMI UCITS ETF (Acc) (WKN A111X9) aufgebaut und konnte den Depotanteil von 6,18% auf 9,26% erhöht.

 

Ich habe ca. 0,6% Cash für einen Urlaub entnommen.

 

Was kommt?

 

Für die neue Stelle brauche ich leider wieder ein Zweitauto. :angry: Das ist ärgerlich, aber so ist es halt, mit den Öffentlichen würde es dreimal länger dauern und diese Zeit habe ich mit meinen Kindern einfach nicht. Das Autos wird voraussichtlich ca. 3,5-6% kosten. Für die nächsten bis zu 9 Monaten wird das meinen Cash-Flow verbrennen und die Performance negativ beeinflussen.

 

Da es über die nächsten Quartale und Jahre wahrscheinlich keine größeren Portfolio-Veränderungen mehr geben wird, werde ich meine Berichte wahrscheinlich von 4x auf 1-2x jährlich umstellen.

 

Was hätte ich gerne?
 
Unverändert:
1. Auf dem Radar zum Reduzieren stehen BAT, Altria und BMW (machen zusammen ca. 36%). Bei den aktuellen Preisen und der steigenden Inflation entscheide ich mich aber für den Dividenden-Cashflow aus diesen Papieren. Speziell die Tobaccos dürften inflationsresistenter sein als viele anderen Firmen. 
2. Wenn der Anteil am EM IMI ETF irgendwann mal fertig aufgebaut ist (auf ca. 12,5-13,0%, analog ACWI), werde ich ca. 14% in den SmallCaps (Developed Markets) aufbauen wollen. Die 3 Marktsegmente MSCI World + MSCI SmallCaps (ergibt in Summe den MSCI World IMI) und MSCI EM IMI sind für mich kein Faktor-Investing, sondern ergänzen sich zwecks Diversifizierung und decken zusammen ein größeres Aktien-Universum ab. Wobei die SmallCaps in einem inflationären Umfeld evtl. unterperformen, das müsste man sich noch genauer anschauen und nicht überstürzen.

 

Was ignoriere ich?

 

Der MSCI World hat aktuell einen sportlichen KGV, aber das läßt sich nicht ändern. Die Techs sind gefühlt übrigens nicht alle hoffnungslos überbewertet, z.B. Facebook und Alphabet wären für mich akzeptabel. Dass sich in China das politische Risiko nun verwirklicht hat und das Land auch finanziell ziemlich wackelig darsteht, ist mir bei dem geringen China-Anteil im Gesamtportfolio (ca. 3,38%) egal. Gänzlich werden die Chinesen den Aktienmarkt nicht schließen können (dass die Wirtschaft blöderweise nach Marktgesetzen und nicht nach Anweisungen der Partei läuft, hatten selbst die Sowjets am Ende kapiert) und eine Unterperformance für diese "chinesischen" 3,5-4% von meinem Depot kann ich mir leisten. Ich leiste mir streng genommen auch eine Unterperformance der Tobaccos. BAT hat z.B. trotz sehr guten Einkaufszeitpunkten in 2014 und 2019 eine langfristige IZF-Performance von nur ca. 7%. Ich schätze, dass es die langfristige innere Rendite dieser Werte ist. Aber durch die kontinuerlich hohen Auszahlungen bei einer ungefähren Seitwärtsentwicklung der Kurse reduzieren sich diese Anteile langfristig eh. Das Problem der Übergewichtung löst sich von selbst.

 

Was sind die Ergebnisse?

 

Die Gesamtperformance seit Jahresbeginn beträgt +16,9%

 

Vergleichswerte (seit Jahresbeginn, alles Total Net Return in EUR):
MSCI World (Hauptindikator): +19,3%
MSCI Emerging Markets IMI: +6,3%
MSCI World Small Caps: +19,5%


Performance-Erklärung

 

Die angegebene Performance ist eine Vermögensentwicklungsperformance, keine reine Depot-Performance. Zuflüsse aus Humankapital und Abflüsse für Konsum, Bildung und andere Ziele verändern die Performance. Kumulierte Steuern, die zukünfitg fällig werden, sind nicht berücksichtigt. Die Performance der einzelnen Positionen in Excel ist eine simple Kursdifferenz zum Jahresbeginn, multipliziert mit der aktuellen Anteilezahl. Ausgeschüttete Dividenden rechne ich in die Positionen in Excel nicht ein, sie fließen aber in die Gesamtperformance ein. Wenn ich unter Jahr die Positionen erhöhe/reduziere, verfälscht das ebenso den Excel-Positionsperformancewert. Die echte Performanceentwicklung der einzelnen Positionen stellt die IZF-Performance aus dem PortflioPerformance gut dar, das werde ich hier jährlch publizieren.

 

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