ImperatoM

ImperatoM's Musterdepot

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261 posts in this topic

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Die negative Entwicklung insbesondere der europäischen Märkte ist auch an meinem Depot nicht spurlos vorbeigezogen. Seit Ausblidung der SKS sind die Kurse in einer Stärke gefallen wie ich sie kurzfristig nicht für wahrscheinlich hielt. Dementsprechend liegt mein Musterdepot seit Jahresbeginn nun 15% im Minus und etwa 22% unter seinem Allzeithoch. Rückblickend wäre es insofern besser gewesen, die Short-Absicherung länger beizubehalten oder sogar auszubauen. Mir war es wichtiger, den an jeden Crash früher oder später anschließenden Kursanstieg nicht zu verpassen. Diese Entscheidung finde ich nach wie vor aus damaliger Sicht logisch und dennoch bin ich gleichzeitig natürlich unzufrieden mit der jüngsten Entwicklung.

 

Kurseinbrüche sind nicht planbar. Um sie gut zu überstehen, ist aus meiner Sicht entscheidend, die fundamentale Stärke der eigenen Depotwerte zu prüfen, entsprechend mit kühlem Kopf darauf zu reagieren und sich weder von der Panik des Marktes noch von Durchhalteparolen anstecken zu lassen. Die fundamentalen Parameter der Volkswirtschaften im allgemeinen und meiner Aktienwerte im besonderen prüfe ich kontinuierlich. Die Q3-Zahlen sahen weitgehend vierlversprechend aus bei meinen Depotwerten, mit Ausnahme von Cliq Digital, das ich sofort nach den überraschend schwachen Zahlen wieder verkauft habe. Bei Arcelor waren die Zahlen schwächer als noch im Q2, aber dennoch auf sehr attraktivem Niveau in Relation zur MK. Auf Polytec und die Sondersituation der KFZ-Hersteller und -zulieferer bin ich (auch im Polytec-Thread) schon ausführlich eingegangen. Tick Trading, Nordwest Handel und Sixt haben sehr starke Zahlen veröffentlicht. Von Finlab und FirstGraphene gab es keine wichtigen Zahlen, aber jeweils wichtige Fortschritte in der Produktentwicklung zu vermelden. Jede einzelne Aktie in meinem Depot hat mittelfristig meine volle Überzeugung. Das ändert aber nichts daran, dass sie sich von der Entwicklung der Gesamtmärkte nicht freimachen können.

 

Mein Wikifolio heißt nicht ohne Grund "Doppelanalyse": Die Auswahl einzelner Aktien soll für ein Alpha gegenüber dem Markt sorgen, gleichzeitig möchte ich den volkswirtschaftlichen Hintergrund untersuchen, um in volkswirtschaftlichen Krisen entsprechend zu reagieren. Die wichtigste Nachricht in diesem Zusammenhang: Eine solche Krise ist für mich weiterhin nicht absehbar, auch wenn das Wachstum infolge verschiedener Disruptionen (Brexit, US-chinesischer Konflikt, WLTP, Diesel, zu niedrige Flusswasserstände im Herbst, Italien) zunächst etwas geringer ausfallen wird. Aber am Horizont warten nicht keine schlechten Aussichten für Mitteleuropa: Die Flüsse haben sich bereits wieder gefüllt und die Transportwege sind wieder nutzbar. Die WLTP-Tests stehen kurz vor dem Abschluss. 2019 erscheinen viele neue Elektro-Modelle deutscher Automobilhersteller (häufig die ersten ernstzunehmenden E-Großserien deutscher Hersteller), die ersten unabhängigen Berichten zufolge weitgehend als ziemlich gelungen angesehen werden. Mit Italien hat die EU eine Einigung gefunden, die mindestens mittelfristig Stabilität verspricht. Trump und der Brexit sind nicht planbar. Aber alle Beteiligten haben ein Interesse an wirtschaftlicher Prosperität, so dass zumindest Potential zu postivier Überraschung der Märkte besteht. Bei britischen Buchmachern bspw. wird derzeit ein neues Referendum mit 3 Optionen für den wahrscheinlichsten Weg erachtet: Das wäre ein Weg, den Brexit sogar ganz zu vermeiden und wäre nur ein Beispiel für eine mögliche positive Überraschung. Gleichzeitig profitiert Mitteleuropa bereits jetzt vom Umzug britischer Gelder, Arbeitskräfte, EU-Institutionen und Produktionen. Wesentlichstes Argument sind aber für mich gleich aus doppelter Sicht die ultraniedrigen Zinsen: Erstens begünstigen sie bekanntlich Investitionen, zweitens - und wohl noch viel wichtiger - dürfte vielen Anlegern am Jahresanfang ihr Anlagenotstand wieder bewusst werden. Nur Aktien bringen mittelfristig in diesem Umfeld eine positive Realrendite und auf dem aktuellen Stand gibt es sehr viele gute Einstiegsgelegenheiten. Auch die Dividendensaison gerät erfahrungsgemäß bald nach Jahresanfang wieder ins Bewusstsein der Anleger.

 

Perspektivisch sind meine Sorgen daher gering. Zur Besinnung auf fundamentale Bewertungen der Märkte und zur Entkopplung von hektischen Marktstimmungen passt ein bisschen auch das anstehende Weihnachtsfest. Weihnachten ist das Fest der Besinnlichkeit und ich wünsche allen Mitlesern genau diese. Vor allem aber wünsche ich ein frohes Fest gemeinsam mit Euren Liebsten, viel gutes Essen, Kraft und Gesundheit für das neue Jahr. In diesem Sinne Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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Ist ja jammern auf hohem Niveau ... den Dax hast du um Längen geschlagen

Screenshot_2018-12-20 Doppelanalyse (Chance) SL+ wikifolio com(1).png

 

Hebel 5 ... was will man mehr

Beste Grüße

 

 

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Danke für Deine offenen und selbstkritischen Worte. Die Konjunkturlage ist schwer einschätzbar. FedEx verkündete gestern eine Gewinnwarnung und reduzierte seine Prognosen angesichts einer sich eintrubenden Konjunktur, insbesondere in Europa. Des Weiteren hat das Fed gestern den US-Leitzins erneut erhöht und will das auch im kommenden Jahr zweimal tun. Weitere Aspekte hast Du ja genannt. Ich glaube, dass in den Kursen bereits sehr viel negatives eingepreist ist. Möglicherweise geht es noch etwas weiter runter, aber das Aufwärtspotenzial dürfte größer als das Abwärtspotenzial sein (solange das Fed tatsächlich behutsam bei weiteren Leitzinserhohungen vorgeht und eine mögliche Rezession nicht ausartet). Allerdings sind Börse und Geld schließlich nicht alles. Wünsche Dir ebenfalls ein frohes Fest und alles Gute für 2019! :)

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Posted · Edited by John Silver

vor 8 Stunden schrieb ImperatoM:

Die negative Entwicklung insbesondere der europäischen Märkte ist auch an meinem Depot nicht spurlos vorbeigezogen. Seit Ausblidung der SKS sind die Kurse in einer Stärke gefallen wie ich sie kurzfristig nicht für wahrscheinlich hielt. Dementsprechend liegt mein Musterdepot seit Jahresbeginn nun 15% im Minus und etwa 22% unter seinem Allzeithoch. Rückblickend wäre es insofern besser gewesen, die Short-Absicherung länger beizubehalten oder sogar auszubauen. Mir war es wichtiger, den an jeden Crash früher oder später anschließenden Kursanstieg nicht zu verpassen. Diese Entscheidung finde ich nach wie vor aus damaliger Sicht logisch und dennoch bin ich gleichzeitig natürlich unzufrieden mit der jüngsten Entwicklung.

 

Kurseinbrüche sind nicht planbar.

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Mein Wikifolio heißt nicht ohne Grund "Doppelanalyse":

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Perspektivisch sind meine Sorgen daher gering. Zur Besinnung auf fundamentale Bewertungen der Märkte und zur Entkopplung von hektischen Marktstimmungen passt ein bisschen auch das anstehende Weihnachtsfest. Weihnachten ist das Fest der Besinnlichkeit und ich wünsche allen Mitlesern genau diese. Vor allem aber wünsche ich ein frohes Fest gemeinsam mit Euren Liebsten, viel gutes Essen, Kraft und Gesundheit für das neue Jahr. In diesem Sinne Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Als Investierter gefällt mir neben Deiner Aktien-Auswahl auch Deine selbstkritische Analyse. (Bei mir im Depot sind die Werte ähnlich gefallen, Du bist ganz sicher nicht allein.) 

 

Hinterher ist man ja auch immer schlauer, dass kann jeder. Von daher bleibe ich investiert (Ich fände es auch merkwürdig nach so kurzer Zeit wieder zu verkaufen, wie heißt es doch so schön in IAS/IFRS: "Through Profit and Loss").

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Posted · Edited by ImperatoM

Vielen Dank für Euer tolles Feedback! :thumbsup:

 

Mittlerweile hat sich das Musterdepot parallel zur Entwicklung der wichtigen Indizes wieder rund 10% an Wert zurückgewonnen und erreicht aktuell den Indexstand 215,4. In der Zwischenzeit sind erste Jahreszahlen der gehaltenen Unternehmen bekanntgegeben worden.

 

Sehr gute Nachrichten gab es von Eyemaxx, wo der Gewinn um ein Sechstel gewachsen ist und auch der Ausblick sehr positiv bleibt. Die Eigenkapitalrendite lag bei über 26 Prozent.

 

Genauso starke Zahlen kamen von der Tick Trading. Hier gab es zudem jüngst auch einige Insiderkäufe. Da eine sehr hohe Dividende im März gezahlt wird, könnten mögliche Kurssteigerungen wegen der Abgeltungssteuerproblematik erst anschließend stattfinden.

 

Ebenfalls gute Nachrichten kamen von der arg gebeutelten Polytec. Nach dem durch die WLTP- und Kunststoffpreisproblematik sehr schwachen Q3 konnte man wieder ein Q4-Ergebnis erreichen, das im Durchschnitt aller Quartale 2018 liegt. Da die Erholung noch nicht abgeschlossen ist, rechne ich mit erneut besseren Ergebnissen in Q1/19. Aber schon die aktuellen Zahlen machen Polytec wieder wirklich attraktiv. Im Mai ist eine Dividendenrendite von bis zu 5% denkbar.

 

Schlechte Zahlen kamen von ArcelorMittal. Hier bleiben Buchwert und das Gewinnpotential sehr attraktiv, die akut schwache Phase könnte aber im Zusammenhang mit der gesamtwirtschaftlichen und politischen Entwicklung aber noch einige Euro Abwärtspotential bieten – vor allem kurzfristig. Daher habe ich AM heute verkauft.

 

Bei FinLab gab es noch keine Zahlen, sie werden aber alleine daher schon schlecht ausfallen, weil die große Beteiligung Heliad zum Jahreswechsel sehr niedrig an der Börse gehandelt wurde (etwa -33% seit dem Halbjahreswechsel). Dazu passen auch die schwachen Zahlen Heliads. Der Kurseffekt ist zwar zunächst nur ein Buchwerteffekt, könnte aber im Jahresbericht durchaus für einigen Schreck sorgen. Daher ist FinLab zunächst auch verkauft worden. Auch hier sieht die Situation langfristig deutlich besser aus, da die wesentlichen indirekten Beteiligungen Zinspilot und Flatex regelmäßig starkes Wachstum vermelden.

 

Wenn – wie bei AM und FinLab – kurzfristig eher Risiken, langfristig aber Chancen zu sehen sind, stellt sich die Frage, was der Markt höher bewerten wird. In den kommenden Wochen fürchte ich einige größere potentielle Markterschütterungen. Die ungelösten Themen sind die gleichen wie im Oktober: Brexit (vor allem hier drängt die Zeit), internationaler Handel, Zölle, Italien. Gleichzeitig sind die ifo-Markterwartungen heute weiter zurückgegangen, zum sechsten mal in Folge auf nur noch 93,8. Auch die Deutsche Bundesbank (ich war vor kurzem zu einer Fortbildung dort) sieht viele Indikatoren der beginnenden Rezession, die aber nicht zur Depression werden muss. Kurzfristig ist Enttäuschungspotential des Marktes aber meines Erachtens wieder gegeben.

 

Als Reaktion hierauf habe ich die Werte verkauft, die kurzfristig größeres Enttäuschungspotential bieten, weil ich davon ausgehe, dass hier ein Kursverlust in einem negativen Marktumfeld besonders wahrscheinlich ist. Die Investitionsquote sinkt damit zunächst auf 63%. Einen Teil der 37%igen-Cashquote könnte ich in der kommenden Woche kurzfristig zur Short-Absicherung verwenden, mit einem anderen Teil auf sich spontan ergebende Chancen (angesichts neuer Jahreszahlen) lauern. Diese vorsichtigere Positionierung möchte ich beibehalten bis entweder der Markt eine erneute Korrektur vornimmt oder bis es eine Entscheidung hinsichtlich des Brexits gibt. Dadurch, dass das Depot nun auf Unternehmen konzentriert ist, die in jüngerer Zeit starke Zahlen veröffentlicht haben, bin ich zuversichtlich, dass die Kursentwicklung des Wikifolios sich in den kommenden Monaten besser als der Markt entwickeln könnte.

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Heute habe ich entsprechend der Ankündigung die Short-Absicherung aktiviert, indem ich den 2x-Shortdax-ETF gekauft habe. Die Short-Position macht rechnerisch 2 x 21 / 121 /100 = 34,7 % des Depot-Einflusses aus, so dass das Depot insgesamt weiterhin  long aufgestellt bleibt (nach Investition der Cashquote von aktuell knapp 17% dann zu knapp 2/3 long), aber potentielle Abwärtsbewegungen des Gesamtmarktes in ihrem Einfluss auf das Wikifolio deutlich ausgebremst werden sollten. Wie bei vergangenen solcher Absicherungen kann das Depot also vor allem dann zulegen, wenn sich die ausgewählten Aktien besser entwickeln als der Marktdurchschnitt.

 

Kleinere Anpassungen habe ich vorgenommen, indem ich ein Viertel der Sixt-Stücke verkauft habe (heute +3%, vor einem möglichen Crash ein ordentlicher Kurs, um etwas Risiko herauszunehmen) und ein paar First-Graphene-Stücke zugekauft habe (heute günstige Kurse unter 9 Cent).

 

Die verbleibenden 17% Cash sollen in den kommenden Wochen bei sich bietender Gelegenheit investiert werden. Hierzu scanne ich weiterhin den Markt und die fortlaufend erscheinenden Jahreszahlen verschiedener Unternehmen.

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Posted · Edited by ImperatoM

Nachdem sich die Indizes in den letzten Wochen hin und her bewegt haben gab es gestern einen kleinen Absturz der Märkte - im großen Marktbild aber noch nicht mehr als ein kleines Zucken. Die Risiken und Warnsignale werden aber deutlicher: Im Brexit-Streit herrscht totales Chaos, der globale Handelskonflikt scheint nicht mittelfristig zu beenden sein, die Auto-Nachfrage in China geht zurück und die Konjunkturerwartungen in etlichen Ländern weltweit werden nach unten revidiert. Jüngstes Warnsignal sind Meldungen über eine ausgebildete Inversität der amerikanischen Zinsstrukturkurve, die ich recht ernst nehme. Diese war in der Vergangenheit tatsächlich schon häufig ein Indikator für ein sehr ungemütliches Marktumfeld. Daher werde ich meine Absicherung definitiv noch beibehalten.

 

Vielen der gerade erscheinenden Jahresberichten und den darin enthaltenen Prognosen für 2019 kann man entnehmen, dass das Q4/2018 bereits schlechter lief als die Vorquartale und dass 2019 weitere Eintrübungen zu erwarten seien. Hier möchte ich Unternehmen finden, die besser abschneiden als der Marktdurchschnitt. Im einzelnen:

 

Tick Trading und Nordwest Handel haben zuletzt ausgezeichnete Zahlen und Prognosen vorgelegt, Nordwest bezeichnet die eigenen Zahlen sogar als "nahezu perfekt". Bei beiden besteht daher Anlass zur Hoffnung, dass sich ihr Marktpreis nach oben korrigiert. Tick Trading ist zudem recht konjunkturunabhängig aufgestellt, Nordwest dagegen profitiert vom Niedrigzinsumfeld, das uns nun anscheinend noch länger begleiten wird.

 

Eyemaxx hat nicht nur gute Zahlen vorgelegt, sondern auch einen sehr fixen Fahrplan bis 2021/22 mit einigen Forward-Sales. Wer sich mit Eyemaxx' Bilanzierung etwas genauer auseinandersetzt, merkt dass in der aktuellen Bilanz noch größere stille Reserven liegen, die bis 2021/22 mit Baufertigstellung der großen Projekte zwangsläufig gehoben werden. Daher ist Eyemaxx ein tolles Investment auf die kommenden drei Jahre.

 

Polytec und Sixt sind sicher die konjunktursensibelsten Werte des Depots - insbesondere ihnen steht die Short-Absicherung gegenüber. Sixt schwächelte im Q4 auch schon etwas, bietet aber mittelfristig weiter enorme Chancen: einerseits durch sein globales Wachstum, andererseits durch die jüngste Verknüpfung von Carsharing und Mietwagen. in Berlin und Hamburg kann man nun einfach einen Mietwagen per App von der nächsten Straßenecke abholen - ohne Papierkram, ohne Reservierung, ohne zur Vermieterstation zu müssen. Carsharing betreiben viele, aber nur Sixt ermöglicht die Flexibilität, das Auto auch zu Tagestarifen auszuleihen und alternativ zur Carsharing-Fahrt im eigenen Stadtgebiet, es für eine Mini-Gebühr an einer beliebigen Sixt-Station in Deutschland abzugeben. Das kann mittelfristig die Auslastung der eigenen Mietflotte in den Großstädten und am Wochenende deutlich verbessern. Polytec ist dagegen ein Automobilzulieferer, der mit seinen Kunststoffteilen für die Elektromobilitätswende gut aufgestellt ist. Zudem hat man ausschließlich Europa-Geschäft und leidet nicht an schwächelnder China-Nachfrage. Last but not least ist die Aktie extrem günstig bewertet.

 

Bleibt noch First Graphene. Hier stieg der Kurs zuletzt sprunghaft nach oben, nachdem angekündigt wurde, eine wichtige Verkaufslizenz für Mai zu erwarten und dann schon am Jahresende den Cashflow-Breakeven zu erreichen. Die Neuheit der zugrundeliegenden Technologie kann man nur als disruptiv bezeichnen. Es bleibt ein Stück weit eine Wette und daher nur ein kleiner Depotanteil. Aber die Chancen sind gigantisch - und scheinen nun schon recht bald Wirklichkeit werden zu können.

 

Insgesamt sehe ich das Musterdepot so aufgestellt, dass es bei einem allgemeinen Marktcrash oder einer Seitwärtsbewegung besser abschneiden könnte als der Markt. Bei einem starken allgemeinen Kursanstieg würde es wegen der aktuellen Absicherung schlechter als der Markt abschneiden - sollte aber trotzdem Gewinne machen können.

 

Der aktuelle Indexstand liegt bei 216.

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Gute Worte. Die Erholung, der Hype um einzelne Branchen hat mich dazu bewogen: Schäfchen ins Trockene, ein paar Leichen zu entsorgen und nun in Lauer Stellung zu sein..

vielleicht den Rest des Jahres eine Momentumstrategie zu fahren und am Ende die geprügelten Werte aufzustocken. Keiner meiner hat bislang die Dividenden gekürzt 

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Bislang zeigen sich die Indizes sehr robust und steigen sogar leicht weiter, obwohl sich weiter dunkle Wolken zusammenbrauen. Die Brexit-Problematik ist zunächst gelöst (kommt aber schon bald zurück), die Handelsstreits nehmen nicht ab. Entscheidend sind für mich aber die Konjunkturprognosen: gerade erst viel der Ifo-Index wieder enttäuschender aus als erwartet. Solche Anzeichen ignoriert der Markt bislang weitgehend, und genau das könnte ihm schon bald auf die Füße fallen. Eine gewisse Bereinigung halte ich anch wie vor für wahrscheinlich und behalte daher meine Absicherungsstrategie noch bei.

 

Gleichzeitig habe ich neu investiert: Seit längerem auf der Suche nach einem geeigneten Gesundheitskonzern habe ich mir gestern die Medios ins Depot und Wikifolio gelegt. Der Gesundheitssektor ist insgesamt mit eher unattraktiven KBVs und KGVs bewertet - das betrifft durchaus auch Medios. Anders als bei den meisten Sektorkonkurrenten werden bei Medios aber gleichzeitig Gewinne erzielt und enorme Wachstumsraten erzielt.

 

Die gestrige Prognoseanhebung bereits nach dem ersten Quartal hat mich endgültig überzeugt, zumal sie noch recht defensiv ausgestaltet scheint (das neue Umsatzziel lässt sich bereits nahezu durch Wiederholung des Q1 in den Folgequartalen erzielen - bei einem Umsatzwachstum im Jahresvergleich von einem Drittel!). Hier könnte also durchaus noch weiterer Spielraum nach oben sein - spätestens im nächsten Jahr. Die Gewinne werden wegen neuer Investitionen noch nicht explodieren,sollen sich aber im Jahresvergleich von niedrigem Niveau ausgehend immerhin schon verdoppeln. Meines Erachtens hat Medios das Potential, relativ konjunkturunabhängig weiter zu boomen. Der Aktienkurs könnte in 2-3 Jahren durchaus 2-3mal so hoch liegen wie der heutige.

 

Der Indexstand des Wikifolios hat sich wie infolge der Absicherung erwartet nur leicht verändert auf aktuell 217,4.

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vor 8 Stunden von ImperatoM:

Der Aktienkurs könnte in 2-3 Jahren durchaus 2-3mal so hoch liegen wie der heutige.

Vielen Dank für die Kurzvorstellung von Medios. Ich nehme an, du hast die Aktie kräftig übergewichtet?

Weißt du etwas über die Historie? Laut eigener Homepage erfolgte im August 2016 die Neugründung des Unternehmens. Bei Ariva reicht der Chart jedoch mit einer seltsamen Unterbrechung bis 2000 zurück. Fehler?

Das Geschäftsmodell klingt sehr interessant; erstes börsennotiertes Unternehmen im Bereich "Specialty Pharma". Deine Einschätzung, wie tief ist der Burggraben?

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vor 30 Minuten von Wasserfall:

Vielen Dank für die Kurzvorstellung von Medios. Ich nehme an, du hast die Aktie kräftig übergewichtet?

 

Übergewichtet in bezug auf was? In meinem Depot stellt sie bislang eher eine halbe Position dar. Das liegt einerseits an weiteren interessanten Aktien, in die ich investieren möchte und andererseits an der erwarteten Verbilligung des Gesamtmarktes. Zudem bin ich auch von den bisher investierten Unternehmen sehr überzeugt. Hier der Überblick:

https://www.wikifolio.com/de/de/w/wf0dchance

 

vor 30 Minuten von Wasserfall:

Weißt du etwas über die Historie? Laut eigener Homepage erfolgte im August 2016 die Neugründung des Unternehmens. Bei Ariva reicht der Chart jedoch mit einer seltsamen Unterbrechung bis 2000 zurück. Fehler?

 

In dieser Form ist das Unternehmen sehr jung und resultiert aus einer Verschmelzung verschiedener Firmen und der anschließenden Neugründung weiterer Geschäftsbereiche. Einige Infos findest Du hier:

https://medios.ag/de/unternehmen/unternehmenshistorie/

 

vor 30 Minuten von Wasserfall:

Das Geschäftsmodell klingt sehr interessant; erstes börsennotiertes Unternehmen im Bereich "Specialty Pharma". Deine Einschätzung, wie tief ist der Burggraben?

 

Der Burggraben im Hauptgeschäftsfeld ist sicher nicht sehr tief - das erkennt man alleine schon daran, welche enormen Wachstumsraten Medios selbst erzielen kann. Der große Vorteil scheint zu sein, dass man sich als erstes Unternehmen auf den Handel besonders hochpreisiger Medikamente konzentriert und dadurch dicke Rabatte geben kann. Es ist ein bisschen wie Amazon im kleinen: Wenn du der bekannteste Ansprechpartner für ein Problem bist, fehlt dir ein Burggraben erstmal nicht. Sehr spannend wird aber das neue Geschäftsfeld "Digitales", in das massiv investiert wird. Die Bundesregierung plant Gesetze zur Fälschungssicherheit und Verfolgbarkeit von Medikamenten - genau diese Technik entwickelt Medios. Und das dritte Geschäftsfeld "Patientenindividuelle Therapien" wird medizinisch immer wichtiger und erzielt auch hohe Umsatzsteigerungen. Aktuell mit Abstand am bedeutendsten ist aber der Medikamentenhandel (GB 2018, S. 94/95).

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