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Porttrader
Posted
vor 23 Minuten von Schildkröte:

 

Danke für das Update!

 

 

Du spielst auf das Ei des Kostolany an. Tatsächlich wollen das Fed und die EZB die Zinsen wieder senken.

 

 

Warum verkaufst Du die günstigeren Stämme? Die Liquidität ist für Kleinanlager doch ausreichend. Nur weil lediglich DAX-Werte bespart werden können?

 

 

Doch, wie wäre es mit konkreten Performance-Angaben?

Kaum ist das Update da, schreibt schon die Schildkröte :D

Bezüglich EZB und Fed hast Du momentan recht, mein Blick ging aber noch ein wenig weiter nach vorn. Ich kann mir das eigentlich nicht als Dauerzustand vorstellen (obwohl Japan das vor macht), auch wenn die Möglichkeit besteht. Möglicherweise wird das Finanzsystem aufgrund der exorbitanten Schulden bei Staaten und Unternehmen irgendwann rebootet, um doch wieder einen "Normalzustand herzustellen.

Was Henkel betrifft, hast Du das auch richtig erkannt. Henkel wollte ich als Sparplan laufen lassen, und da sind eben nur die Vorzüge zu besparen. Und da ich keine zwei Gattungen im Depot haben wollte, mussten die Stämme weichen.

 

Ich weiß, am liebsten würden die User in den Depots alles auf Heller und Pfennig genau aufgelistet sehen, warum auch immer. Da ich mir so etwas schon gedacht hatte, hab ich natürlich auch die Performancedaten für 2019 parat:

Unbenannt2.PNG

Wie ich schon schrieb, läuft!

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte
vor 31 Minuten von Porttrader:

Bezüglich EZB und Fed hast Du momentan recht, mein Blick ging aber noch ein wenig weiter nach vorn. Ich kann mir das eigentlich nicht als Dauerzustand vorstellen (obwohl Japan das vor macht), auch wenn die Möglichkeit besteht.

 

Danke für Deine Antwort. Nachhaltig finde ich das alles ebenfalls nicht. Aus Sicht von Trump (an sich sind Notenbanken unabhängig - aber es ist bemerkenswert, wie offen Trump das Fed kritisiert) hat er Interesse an weiter steigenden Aktienkursen. Er will schließlich nächstes Jahr wiedergewählt werden. Deshalb dürfte er auch für 2020 einen "Deal" im (selbst angezettelten) Handelsstreit zwischen den USA sowie China anstreben (und diesen bis dahin weiter vorantreiben). Eine Weile dürften wir uns als Börsianer also noch über billiges Geld freuen. Und auch wenn die Zinsen wieder steigen, kletterte die Börse in der Vergangenheit meist noch eine Weite weiter gen Norden (steigende Zinsen sind schließlich ein Indiz für eine gut laufende Wirtschaft - erst wenn die Zinsen zu hoch sind, würgt das die Börse ab). Aussagekräftiger wäre eine Performance-Angabe für das gesamte Depot.

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Porttrader
Posted
vor 4 Minuten von Schildkröte:

 

Danke für Deine Antwort. Nachhaltig finde ich das alles ebenfalls nicht. Aus Sicht von Trump (an sich sind Notenbanken unabhängig - aber es ist bemerkenswert, wie offen Trump das Fed kritisiert) hat er Interesse an weiter steigenden Aktienkursen. Er will schließlich nächstes Jahr wiedergewählt werden. Deshalb dürfte er auch für 2020 einen "Deal" im (selbst angezettelten) Handelsstreit zwischen den USA sowie China anstreben (und diesen bis dahin weiter vorantreiben). Eine Weile dürften wir uns als Börsianer also noch über billiges Geld freuen. Und auch wenn die Zinsen wieder steigen, kletterte die Börse in der Vergangenheit meist noch eine Weite weiter gen Norden (steigende Zinsen sind schließlich ein Indiz für eine gut laufende Wirtschaft - erst wenn die Zinsen zu hoch sind, würgt das die Börse ab). Aussagekräftiger wäre eine Performance-Angabe für das gesamte Depot.

Tja, könnte sein das es so läuft, wird aber wohl erst die Zukunft zeigen.

Ich schrieb ja, die Depotbegutachter wollen hier alles ganz genau wissen... Gesamtperformance kann ich nicht hundertprozentig sagen, da ich unterwegs bin, aber ich meine mich zu erinnern, dass da irgendetwas mit 15,xx für 2019 stand. 

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Schildkröte
Posted
vor 58 Minuten von Porttrader:

Ich schrieb ja, die Depotbegutachter wollen hier alles ganz genau wissen... Gesamtperformance kann ich nicht hundertprozentig sagen, da ich unterwegs bin, aber ich meine mich zu erinnern, dass da irgendetwas mit 15,xx für 2019 stand. 

 

Du gibst Dir solche Mühe für ein Update und vergisst dann die Gesamt-Performance? Ohne solche Angaben sind Musterdepots nur bedingt aussagekräftig.

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Porttrader
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vor 15 Stunden von Schildkröte:

 

Du gibst Dir solche Mühe für ein Update und vergisst dann die Gesamt-Performance? Ohne solche Angaben sind Musterdepots nur bedingt aussagekräftig.

Das siehst Du falsch, ich habe die Performance nicht vergessen! Mir wäre auch nicht bekannt, dass es hier im WPF bei den Musterdepots eine Verpflichtung gibt, diese anzugeben. Wie man an dem Musterdepot des von mir sehr geschätzten @ghost_69 sehen kann, läuft so ein Musterdepotfaden auch ganz prima ohne eine Angabe der Gesamtperformance.

Meiner Meinung nach ist das Ziel eines Musterdepot-Striptease hier im Forum nicht ausschließlich auf das Veröffentlichen einer Gesamtperformance ausgelegt. Ich bin davon ausgegangen, dass solch ein Musterdepot zur Diskussion über darin enthaltene Werte, deren Entwicklung usw. anregen soll, Performance-Zahlen interessieren (mich) da nur am Rande.

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Schildkröte
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Da streiten sich die Geister. Ich stimme Dir zu, dass die Strategie jeweils recht individuell ist und man weniger bekannte Unternehmen ruhig diskutieren kann. Viele Unternehmen sind aber auch schlichtweg ausdiskutiert worden. Wobei das natürlich nicht ausschließt zu diskutieren, ob sie zum jeweiligen Anlagestil passen. Die Performance und Robustheit einzelner Unternehmen kann man allerdings leicht selbst in Erfahrung bringen. Da finde ich es persönlich aufschlussreicher zu schauen, wie sich so einzelne Depots in der Gesamtheit schlagen.

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Porttrader
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Moin in die Runde!

 

da Weihnachten und Jahreswechsel jetzt vorüber sind, mache ich mich auch mal an den Jahresabschluss. Das Jahr ist für mich, wie wahrscheinlich für fast jeden hier, börsentechnisch sehr zufriedenstellend gelaufen. 

Aber was soll ich schreiben, hier die entsprechenden Grafiken:

 

Zuerst die Entwicklung der einzelnen Werte im Jahr 2019. 

Unbenannt.PNG

 

Die Performance für das Gesamtdepot für 2019:

 

Unbenannt 3.PNGUnbenannt 4.PNG

 

Die derzeitige Gewichtung der einzelnen Positionen:

 

Unbenannt 1.PNG

 

Und was für mich am wichtigsten, und immer wieder schön anzuschauen ist, die Entwicklung der Dividenden:

Unbenannt 2.PNG

 

Spezielle Pläne für das neue Jahr habe ich eigentlich keine, Sparpläne laufen weiter, Dividenden werden reinvestiert und mit den separaten Einzelkäufen sollen vorrangig Bestandspositionen aufgestockt werden (es sei denn, auf der Watchlist ruft jemand "kauf mich").

 

Prinzipiell bin ich seit einiger Zeit am Überlegen, wie ich die Positionsgrößen anlege. Ich habe die Werte für mich in drei Kategorien (defensiv, speziell;) und zyklisch) eingeteilt, was einer bestimmten Obergrenze an investiertem Kapital pro Wert entspricht. Dummerweise hätten drei Werte (BASF, T, und GSK) diese Obergrenze schon gerissen, und würden theoretischerweise nicht mehr aufgestockt werden. Allerdings dürfte der Depotwert durch weitere regelmäßige Mittelzuflüsse bis zur Rente (25 Jahre) soweit ansteigen, dass unter Annahme der aktuell von mir festgesetzten Obergrenzen pro Wert, sich dann ca. 150 Werte im Depot befinden würden. Das wäre mir eindeutig zu viel, andererseits würden weniger wieder deutlich größere Postionen bedeuten, mit welchen ich mich möglicherweise nicht mehr ganz so wohl fühlen würde. Kleines Dilemma also für mich, mit dem Ergebnis, dass ich die Sparpläne auf die drei genannten Werte wieder gestartet habe (Zielgröße verdoppelt).

 

Egal, man wird sehen, wo die Reise hingeht. In diesem Sinne wünsche ich allen erst einmal ein erfolgreiches 2020.

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte

Danke für das Update. Ich würde schon jetzt bei der Anzahl der Positionen allmählich den Überblick verlieren. Wenn Du dazu kaufen möchtest, wäre nicht Fresenius eine Überlegung wert? Einer der wenigen Werte, welche momentan noch (?) etwas unterbewertet ist. Die vorübergehende (?) Wachstumsschwäche und hohe Verschuldung sollte man natürlich berücksichtigen.

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Sapine
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vor 12 Stunden von Porttrader:

Prinzipiell bin ich seit einiger Zeit am Überlegen, wie ich die Positionsgrößen anlege. Ich habe die Werte für mich in drei Kategorien (defensiv, speziell;) und zyklisch) eingeteilt, was einer bestimmten Obergrenze an investiertem Kapital pro Wert entspricht. Dummerweise hätten drei Werte (BASF, T, und GSK) diese Obergrenze schon gerissen, und würden theoretischerweise nicht mehr aufgestockt werden. Allerdings dürfte der Depotwert durch weitere regelmäßige Mittelzuflüsse bis zur Rente (25 Jahre) soweit ansteigen, dass unter Annahme der aktuell von mir festgesetzten Obergrenzen pro Wert, sich dann ca. 150 Werte im Depot befinden würden. Das wäre mir eindeutig zu viel, andererseits würden weniger wieder deutlich größere Postionen bedeuten, mit welchen ich mich möglicherweise nicht mehr ganz so wohl fühlen würde. Kleines Dilemma also für mich, mit dem Ergebnis, dass ich die Sparpläne auf die drei genannten Werte wieder gestartet habe (Zielgröße verdoppelt).

Wären prozentuale Obergrenzen nicht sinnvoller? 

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Porttrader
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vor 12 Stunden von Schildkröte:

Danke für das Update. Ich würde schon jetzt bei der Anzahl der Positionen allmählich den Überblick verlieren. Wenn Du dazu kaufen möchtest, wäre nicht Fresenius eine Überlegung wert? Einer der wenigen Werte, welche momentan noch (?) etwas unterbewertet ist. Die vorübergehende (?) Wachstumsschwäche und hohe Verschuldung sollte man natürlich berücksichtigen.

Nun ja, die Anzahl der Positionen lässt sich schon ganz gut überblicken. Ich bin eigentlich bei allen meinen Unternehmen im IR-Verteiler eingetragen, was zwar eine Menge Lesestoff mit sich bringt, aber halt auch eine vage durchgehende Einschätzung des Unternehmens zulässt. Allerdings suche ich selber nach Möglichkeiten das Depot zu fokussieren, wobei mir da immer Gründe einfallen, warum ich mich dann doch nicht von einem Unternehmen trenne. Was Fresenius betrifft, die habe ich überhaupt nicht auf dem Radar. Der Wert bzw. das Unternehmen spricht mich einfach nicht an, wäre für mich ein anonymes Zahlenwerk im Depot, da mir jegliche Bezugspunkte zum Unternehmen fehlen. Wie Du ja in der Vergangenheit mal geschrieben hattest, erfolgt bei mir auch vieles aus dem Bauchgefühl raus, und da gehört halt auch dazu, dass ich ein Unternehmen nicht nur von Finanzseiten und der Firmenwebsite kenne.

vor 7 Stunden von Sapine:

Wären prozentuale Obergrenzen nicht sinnvoller? 

Sehe ich nicht so. Das würde bei Verschiebung der prozentualen Verhältnisse im Depot durch fallende/steigende Kurse ja dazu führen, dass ich die Positionen angleichen müsste, was für mich wieder unnötiges Handeln bedeuten würde. Dann lieber investierter Betrag X als Obergrenze, da kann ich dann eine Haken setzen und fertig.

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Porttrader
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So, das ereignisreiche erste Halbjahr in 2020 ist rum, Zeit für ein Update.

 

Ich konnte mich mit meinem Handeln den kurzen, aufregenden Coronaturbulenzen (leider) nicht entziehen, und bin in kleineren (wie sich im Nachhinein herausstellte, überflüssigen) Aktionismus. Um Cash in dem fallenden Markt im März zu generieren, entledigte ich mich einiger Positionen in Form von Gewinnmitnahmen (z.B. Microsoft, LAM Research, Merck, KAO, Kellogg, Fielmann nach Dividendenstreichung usw.) oder Verlustbegrenzungen (Husqvarna, Cisco, Henkel). Dieses Handeln wandte ich allerdings nur auf einen recht kleinen Teil des Depots an, und habe auch einige der Werte hernach wieder in das Depot gelegt. Im Nachhinein betrachtet kann man sagen, ein Nullsummenspiel, ich hätte mir das Ganze schenken können. 

Da die Anzahl der Werte inzwischen zu einer stattlichen Größe herangewachsen ist, versuche ich durch gezieltes Umschichten und Verkaufen die Anzahl der Werte zu drücken, was mir mehr oder weniger auch gelingt. Es gibt außerordentlich viele interessante Werte, aber man kann halt nicht alle im Depot haben.

Eine weitere Erfahrung aus dem Coranageschehen, das Depot ist zwar sehr defensiv aufgestellt, und hielt sich relativ gut, aber die Aufwärtsbewegung ist bei mir doch sehr schleppend gelaufen. Da sehe ich Justierbedarf in Richtung Growth. Zu diesem Zweck sollen per Sparplan, mit deutlich höheren Summen als die bisherigen Werte, Apple, Amazon, Tencent und LAM Research zum Depot stoßen. Bei den drei erstgenannten ist die Marktmacht inzwischen so beeindruckend groß, dass man für weiteres Wachstum in meinen Augen nur wenig Fantasie braucht, da ich davon ausgehe, dass die Unternehmen aufgrund Ihrer finanziellen Mittel das Tätigkeitsfeld immer weiter ausweiten werden. LAM Research als DER Hersteller von Maschinen zur Halbleiterfertigung dürfte auch ein erfolgreiches Investment in den zukünftigen weiteren Weg der Digitalisierung sein. Des weiteren sind auch die Bilanzen, besonders die liquiden Mittel bei Apple, Tencent, und LAM ein Grund für die Überlegung dort das Geld anzulegen. 

Als erstes nennenswertes Opfer dieser Konsolidierung im Depot dürften Pfizer und 3M gelten, da die Entwicklung der letzten Jahre nicht wirklich befriedigende Zahlen im Depot lieferte (Dividende hin oder her). Im Bereich der Konsumgüter würde ich das Depot aufgrund der hohen Gewichtung des Sektors, auch noch einmal überprüfen wollen, ob es da nicht Streichkandidaten gibt. Mein Bauchgefühl muss da allerdings mitspielen ;)

 

Hier dann einmal die Performancewerte des letzten Halbjahres:

 

3.thumb.PNG.bf52fdb92edbf6affce1b6039d9c8db7.PNG

 

Der Beitrag der einzelnen Werte zu oben stehendem Schaubild:

 

2.PNG.a685b42b0576593bf5cbae1c295488ad.PNG

 

Und natürlich die aktuelle Gewichtung der Werte:

 

1.thumb.PNG.25fd7d87a026d0cba5a44c72df97944e.PNG

 

Die Dividendenübersicht darf natürlich nicht fehlen. Hier fällt insbesondere die Verschiebung bzw. Streichung einiger Dividendenzahler auf:

 

4.thumb.PNG.3ae53d399533e04bf6c487be2fcbd5ef.PNG

 

Die Dividenden gestrichen haben in meinem Depot bisher Volvo, St. Gobain und Essity. Letztere hob sich die endgültige Entscheidung allerdings für einen späteren Zeitpunkt im Jahr auf. Die Streichung von Volvo tat besonders weh, da zusätzlich zur regulären Dividende (welche zum letzten Jahr natürlich erhöht werden sollte) auch noch eine Extradividende bezahlt werden sollte. Aber so ist das Leben, Mund abputzen und weitermachen. Dafür hat der Kurs der Volvo-Aktie entgegen meiner Erwartungen gar nicht so schlecht performed.

 

Ich bedanke für das Lesen bis hierhin, und wünsche allen ein erfolgreiches Investieren.

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte
vor 1 Stunde von Porttrader:

Ich konnte mich mit meinem Handeln den kurzen, aufregenden Coronaturbulenzen (leider) nicht entziehen, und bin in kleineren (wie sich im Nachhinein herausstellte, überflüssigen) Aktionismus. Um Cash in dem fallenden Markt im März zu generieren, entledigte ich mich einiger Positionen in Form von Gewinnmitnahmen (z.B. Microsoft, LAM Research, Merck, KAO, Kellogg, Fielmann nach Dividendenstreichung usw.) oder Verlustbegrenzungen (Husqvarna, Cisco, Henkel). Dieses Handeln wandte ich allerdings nur auf einen recht kleinen Teil des Depots an, und habe auch einige der Werte hernach wieder in das Depot gelegt. Im Nachhinein betrachtet kann man sagen, ein Nullsummenspiel, ich hätte mir das Ganze schenken können. 

Danke für das Update. Immerhin bist Du selbst zu der Erkenntnis gekommen, dass market timing schwierig ist. Wenn man von Unternehmen überzeugt ist, bleibt man in turbulenten Zeiten gelassener. Ich persönlich habe auch Zykliker im Depot, welche entspr. stark mit dem Gesamtmarkt korrelieren. Allerdings achte ich auf eine gewisse Krisenfestigkeit (Eigenkapitalpuffer, Rating, wie hat sich das Unternehmen 2007/2009 geschlagen etc.).

 

Zitat

Da die Anzahl der Werte inzwischen zu einer stattlichen Größe herangewachsen ist, versuche ich durch gezieltes Umschichten und Verkaufen die Anzahl der Werte zu drücken, was mir mehr oder weniger auch gelingt. Es gibt außerordentlich viele interessante Werte, aber man kann halt nicht alle im Depot haben.

Widersprichst Du Dir damit mit Blick auf die vorherige Aussage nicht selbst? Hin und her macht Taschen leer. Bei so extrem vielen Werten müsste schon einiges passieren, damit sich mal ein Klumpenrisiko bildet.

 

Zitat

Eine weitere Erfahrung aus dem Coranageschehen, das Depot ist zwar sehr defensiv aufgestellt, und hielt sich relativ gut, aber die Aufwärtsbewegung ist bei mir doch sehr schleppend gelaufen. Da sehe ich Justierbedarf in Richtung Growth. Zu diesem Zweck sollen per Sparplan, mit deutlich höheren Summen als die bisherigen Werte, Apple, Amazon, Tencent und LAM Research zum Depot stoßen.

S. meinen obigen Hinweis zu Zyklikern (ggf. sind für defensiver ausgerichtete Depots Mittelzykliker ein guter Kompromiss). Techaktien sind momentan neben Pharmawerten, Onlinehändlern und anderen (tlw. nur vermeintlichen) Corona-Profiteuren sowie Neuer Markt 2.0 - Aktien sehr gefragt - und enstspr. teuer. Handelst Du damit nicht prozyklisch? Der Techboom erinnert mich etwas an den einstigen Biotechboom. Die Entwicklung von Biotechaktien in den letzten Jahren sollte ein mahnendes Beispiel dafür sein, dass man gewisse Prinzipien (buy low, sell high) nicht vernachlässigen sollte.

 

Zitat

Die Dividenden gestrichen haben in meinem Depot bisher Volvo, St. Gobain und Essity. Letztere hob sich die endgültige Entscheidung allerdings für einen späteren Zeitpunkt im Jahr auf. Die Streichung von Volvo tat besonders weh, da zusätzlich zur regulären Dividende (welche zum letzten Jahr natürlich erhöht werden sollte) auch noch eine Extradividende bezahlt werden sollte.

An sich sind Dividenden in 2020 Ausschüttungen für Gewinne von 2019. Aber es ist nachvollziehbar, dass Unternehmen in solch unsicheren Zeiten liquide bleiben wollen. Es wäre jedoch fair, wenn die Ausschüttungen (ggf. zumindest teilweise) nachgeholt werden, wenn die Krise vorbei ist und die Auswirkungen seriös abgeschätzt werden können. Insbesondere bei Fielmann war die komplette (!) Streichung übertrieben, während andere, von Corona wesentlich stärker betroffene Unternehmen die Dividende nur gekürzt haben.

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Porttrader
Posted
vor 18 Stunden von Schildkröte:

 

Widersprichst Du Dir damit mit Blick auf die vorherige Aussage nicht selbst? Hin und her macht Taschen leer. Bei so extrem vielen Werten müsste schon einiges passieren, damit sich mal ein Klumpenrisiko bildet.

Das Klumpenrisiko, wenn man es in dem Fall denn überhaupt so nennen kann, der Konsumgüter hat sich im Corona-Abschlag eigentlich schon gezeigt. Da meinem Depot gewisse Wachstumswerte fast vollkommen abgehen, habe ich von der angesprochenen Aufwärtsbewegung nicht viel mitbekommen. Die Zykliker im Depot haben ihr Übriges dazu beigetragen. Das Hin- und her soll natürlich keine ausufernden Züge annehmen, geschätzt dreiviertel der Werte im Depot sind als Kernstruktur vorgesehen, da gibt es eh kaum Gründe dran zu rütteln.

vor 18 Stunden von Schildkröte:

 

S. meinen obigen Hinweis zu Zyklikern (ggf. sind für defensiver ausgerichtete Depots Mittelzykliker ein guter Kompromiss). Techaktien sind momentan neben Pharmawerten, Onlinehändlern und anderen (tlw. nur vermeintlichen) Corona-Profiteuren sowie Neuer Markt 2.0 - Aktien sehr gefragt - und enstspr. teuer. Handelst Du damit nicht prozyklisch? Der Techboom erinnert mich etwas an den einstigen Biotechboom. Die Entwicklung von Biotechaktien in den letzten Jahren sollte ein mahnendes Beispiel dafür sein, dass man gewisse Prinzipien (buy low, sell high) nicht vernachlässigen sollte.

Zurzeit sieht es danach aus, dass man bei den angesprochenen Werten nicht wirklich pro- oder antizyklisch handeln kann. Am Beispiel von Apple kann man sehen, dass das Tief im März dem ATH vom Oktober letzten Jahres entsprach. Hätte man seitdem an der Seitenlinie gestanden, wäre einiges an Steigerung verschenkt worden. Der März hätte in dem Fall eher zu einem Nachkauf eingeladen. Und wann es den nächsten Rücksetzer für Apple gibt, kann keiner Voraussagen, von daher steige ich jetzt stückchenweise ein, und freue mich darüber, dass die Aktie bereits das tut, wofür sie ins Depot gewandert ist. Die Chance, dass der nächste Rücksetzer tiefer als der jetzige Kaufkurs liegt, ist ein kann-muss-aber-nicht-Spiel. Gleiches gilt für Amazon und Tencent. Microsoft ist auch so ein Kandidat. Die sind einfach en vogue, und solange weiter Liquidität scheinbar ohne Ende aus dem Nichts generiert wird, werden diese Werte vermutlich weiter steigen. Der durch die ausufernde Liquiditätsschwemme forcierte Wertverfall der Währungen weltweit sollte sein übriges tun. Fällt der Wert des Geldes, steigt der Preis für Aktien, so mein Kalkül.

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vor 18 Stunden von Schildkröte:

 

An sich sind Dividenden in 2020 Ausschüttungen für Gewinne von 2019. Aber es ist nachvollziehbar, dass Unternehmen in solch unsicheren Zeiten liquide bleiben wollen. Es wäre jedoch fair, wenn die Ausschüttungen (ggf. zumindest teilweise) nachgeholt werden, wenn die Krise vorbei ist und die Auswirkungen seriös abgeschätzt werden können. Insbesondere bei Fielmann war die komplette (!) Streichung übertrieben, während andere, von Corona wesentlich stärker betroffene Unternehmen die Dividende nur gekürzt haben.

Dass die Unternehmen in solchen Situationen liquide bleiben wollen, ist natürlich verständlich und richtig. Allerdings hatte mich die Komplettstreichung bei Fielmann sehr enttäuscht, weshalb da nach kurzem Luft holen dann die Trennung ins Haus stand. Das planbare Geschäftsmodell hätte schon eine gekürzte Dividende gerechtfertigt, aber eigentlich keine Streichung. Bei den anderen Werten (Volvo, St. Gobain) im Depot konnte ich damit leben, da deren Entwicklung in und nach dem Lockdown deutlich weniger planbar ist. Essity müsste sich als defensiver Konsumwert noch beweisen, da die natürlich auch noch ein Profiteur der Corona-Krise sind. Da erwarte ich eigentlich noch die Zahlung einer Dividende in diesem Jahr.

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