Schwachzocker Montag um 13:07 vor einer Stunde von Belgien: ... Ein letzter Punkt noch zum Durchrechnen der finanziellen Möglichkeit eines vorzeitigen Berufsausstiegs: Auch wenn es letztlich ohne direkte Konsequenzen blieb, hat mir persönlich die intensive Beschäftigung mit einem möglichen vorzeitigen Berufsausstieg sehr gut getan. Ich wusste hinterher, dass ich jederzeit aussteigen kann und gleichzeitig wurde ich mir bewusst, dass ich es eigentlich gar nicht will. Aber geht es bei den Begriffen Freiheit und Unabhängigkeit denn nicht genau darum? Freiheit oder Unabhängigkeit heißt ja eben nicht, dass man alles hinter sich lässt und den Job kündigt. Es heißt lediglich, dass man es könnte, wenn man es wollte. Wenn man den unbedingt wollte, könnte man sich auch breitbeinig beim Chef auf den Schreibtisch stellen und die Hosen herunter lassen. Aber man will vielleicht gar nicht. Jemand sagt: "Mach` dieses oder jenes und unterlasse gefälligst das andere." Du kannst sagen: "Leck mich!" Und das ist alles. Das ist die finanzielle Freiheit. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Montag um 13:08 vor einer Stunde von Belgien: Ein letzter Punkt noch zum Durchrechnen der finanziellen Möglichkeit eines vorzeitigen Berufsausstiegs: Auch wenn es letztlich ohne direkte Konsequenzen blieb, hat mir persönlich die intensive Beschäftigung mit einem möglichen vorzeitigen Berufsausstieg sehr gut getan. Ich wusste hinterher, dass ich jederzeit aussteigen kann und gleichzeitig wurde ich mir bewusst, dass ich es eigentlich gar nicht will. Auch von mir: Herzlichen Dank für Deine Ausführungen. Freue Dich, dass Du in der glücklichen Lage bist einen Job zu haben wo Du als Mensch und nicht nur als "Human Ressource" wertgeschätzt wirst. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Quippini Montag um 13:25 vor 13 Minuten von Schwachzocker: Aber geht es bei den Begriffen Freiheit und Unabhängigkeit denn nicht genau darum? Freiheit oder Unabhängigkeit heißt ja eben nicht, dass man alles hinter sich lässt und den Job kündigt. Es heißt lediglich, dass man es könnte, wenn man es wollte. Solange jeden Werktag morgens der Wecker klingelt und man sich die Müdigkeit aus den Augen reibt, ist man weder frei noch unabhängig. Auch wenn man das längst nicht mehr tun müsste. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker Montag um 13:32 vor 6 Minuten von Quippini: Solange jeden Werktag morgens der Wecker klingelt und man sich die Müdigkeit aus den Augen reibt, ist man weder frei noch unabhängig. Auch wenn man das längst nicht mehr tun müsste. Doch, wenn man es nicht machen müsste, dann ist man frei und unabhängig und macht es eben freiwillig. Ok, oder man ist verblödet; das kann auch sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schlumich Montag um 14:16 · bearbeitet Montag um 14:24 von Schlumich Ich möchte noch mal auf die von @stolperthematisierte "Privatierfalle" zurückkommen. Was wäre denn, wenn er bis zur Rente weitergearbeitet hätte und dann in Ruhestand geht. Glaubt ihr (oder auch @stolper), dass das Empfinden danach ein anderes gewesen wäre nur weil man den gesellschaftlichen Regeln gefolgt ist und brav bis 63 / 67 gearbeitet hat? Ich glaube das ehrlich gesagt nicht. Dann wäre das "Problem" eben ein paar Jahre später aufgekommen und würde sich "Rentenfalle" nennen. Es sei denn, die betreffende Person ist bis dahin so marode, dass der Tag von Arzt- und Klinikbesuchen ausgefüllt wird (sorry, für den zynischen Einwurf). Was ich damit sagen will ist, dass dieses "Empfinden der Leere" nicht ursächlich etwas mit FU oder einem Privatierdasein zu tun hat. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller Montag um 14:18 vor 1 Stunde von Belgien: Vielmehr hat mich die Frage beschäftigt, ob ich wirklich aus dem Berufsleben aussteigen will. Klar gibt es auch bei mir Phasen, in denen ich mich ausgelaugt fühle und mich berufliche Dinge nerven, doch andererseits beziehe ich viel Genugtuung aus meinem Job. Ich finde es (meist) sinnvoll, was ich tue, es macht mir (meistens) richtig Spaß, die komplexen Probleme, mit denen ich mich beschäftige, zu lösen. Mir wird Respekt und Anerkennung für das, was ich mache, entgegen gebracht. Warum soll ich das aufgeben? Da in ein paar Jahren das reguläre Ende des Berufsleben ansteht, habe ich derzeit das zum Threadthema diametral entgegen gesetzte Problem: Soll ich mein Berufsleben verlängern? Wenn das alles so ist, kann man nur sagen: herzlichen Glückwunsch, alles richtig gemacht, das klingt weniger nach "Beruf" sondern fast schon nach "Berufung".... Glaube auch nicht, dass Dir hier im Forum jemand einen vorzeitigen Ausstieg (trotz finanzieller Möglichkeit) ernsthaft empfehlen würde. So "sinnstiftend" wird es möglicherweise nie wieder, es sei denn, Dir fällt dann noch was Originelleres ein, was Du mit Deiner Zeit anstellst. Aber auch das weiß man "erst hinterher".... Aber das betrifft halt in der Form längst nicht alle, hier im Thread vermutlich eher die Minderheit (zumindest derer, die hier aktiv posten). Für die meisten hier ist es dann doch eher ein "Rechenexempel", ob und ob überhaupt und wenn ja, dann ab wann sie - in welcher Form und Ausprägung auch immer - "kürzer treten" können. Manchen reicht ja auch schon die Option, kündigen zu können, damit sie sich im Job besser und "freier" fühlen, im Capscale-Video (s.o.) wurde das ja auch noch mal explizit betont. Wenn das hilft, ist es ja auch gut so..... Ich hatte mich mit der Erkenntnis ("ich könnte ja gehen wenn ich wollte") auch noch einige Jahre "weitergehangelt", aber ganz grundsätzlich hat es sich für mich dann nicht mehr verbessert, dafür war die "Taktung" in meinem Job leider zu engmaschig. Und nach 28 Berufsjahre in 4 verschiedenen Firmen war mir klar, dass es alleine schon altersbedingt in der dann möglicherweise 5. Company aller Voraussicht nach nicht mehr gravierend besser werden würde. Also lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Diese freiwillige Kündigung war in meinem Leben eine der ganz wenigen "pro aktiven" Entscheidungen, meistens haben sich die Dinge bei mir eher "ergeben". Darauf konnte ich in diesem Falle aber nicht mehr warten. 2 Jahre nach dem Exit habe ich es bisher zumindest nicht bereut..... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Montag um 14:52 vor 32 Minuten von Schlumich: Was ich damit sagen will ist, dass dieses "Empfinden der Leere" nicht ursächlich etwas mit FU oder einem Privatierdasein zu tun hat. Stimmt. Ich habe bzw. hatte, weil es sich zwischenzeitlich "von selber erledigt hat" im Freundeskreis. Der Vater geht in Rente hat keine Hobbys und fängt deswegen mit dem saufen an. Die Ehefrau hat auch keine Hobbys für alleine und säuft mit. Ende vom Lied: Sie ist nach 5 Jahren wegen des Alkoholmissbrauchs tot, der Mann hält 3 Jahre länger durch. Zugegeben: Ein Extrembeispiel, aber wenn ich heute schon definitiv weiss, dass ich keine Beschäftigung ohne Arbeit hätte, dann würde ich mir was suchen was mir Spass macht und ggfs. auch mit Teilzeit anfangen um zu trainieren, wie es ohne Arbeit ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation Montag um 15:38 · bearbeitet Montag um 15:41 von stagflation Man soll sich ein Hobby suchen, damit man sich nicht langweilt? Warum dann nicht einfach weiter arbeiten gehen? In einem Beruf, für den man Geld bekommt und in dem man sehr viel produktiver ist und sehr viel mehr bewirken kann, als in jedem Hobby? Ich lese gerade das Buch "Klasse. Die Entstehung von Oben und Unten" von Hanno Sauer. Eine der Grundthesen ist, dass wir Menschen uns über soziale Klassen definieren und unsere (gefühlte) Klassenzugehörigkeit gerne und häufig über soziale Signale senden. Damit die Signale wirken, müssen sie fälschungssicher, exklusiv und/oder teuer sein. So langsam frage ich mich, ob Finanzielle Unabhängigkeit nicht bei einigen auch ein solches Signal ist. Finanzielle Unabhängigkeit wird gar nicht als solche angestrebt und/oder sie wird nicht angestrebt, damit man etwas anders machen kann als seinen Beruf. Sondern es wird darüber diskutiert, weil man zeigen möchte: "Seht her! Mir geht es so gut, dass ich es mir leisten kann, mir der Arbeit aufzuhören". Dann ist man aber nicht mehr weit von denen entfernt, die im Nobelrestaurant zwei Flaschen Champagner bestellen - und dann den Kellner auffordern, die eine Flasche vor aller Augen direkt in den Ausguss zu kippen, bevor man die andere Flasche mit seinen Kumpels trinkt". Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nachdenklich Montag um 15:38 vor 3 Stunden von Belgien: Da in ein paar Jahren das reguläre Ende des Berufsleben ansteht, habe ich derzeit das zum Threadthema diametral entgegen gesetzte Problem: Soll ich mein Berufsleben verlängern? Ich sehe die Fragestellung, die Du hier erwähnst, keinesfalls als ein diametral entgegengesetzte Problem zur Suche nach finanzieller Unabhängigkeit. Die Tatsache, daß Du die verschiedenen Optionen nicht in erster Linie unter finanziellen Gesichtspunkten bewerten mußt, ist doch geradezu Ausdruck der erreichten finanziellen Unabhängigkeit. Ich habe schon beim Schulabschluß gewußt: Ich will einen Beruf ergreifen, den ich auch machen würde, wenn ich als Millionär geboren worden wäre. (Und zur Zeit meiner Geburt war eine Million noch richtig viel.) Ich bin nicht reich geboren und mußte daher einen Beruf finden, der neben der sinnsstiftenden Tätigkeit auch noch genügend Gehalt einbringt, um davon eine Familie "angemessen" zu ernähren. Aber eigentlich sollte der Beruf aus sich heraus erfüllend sein (wobei es natürlich immer auch Phasen gibt, in denen der Frust und Ärger viel Raum einnimmt). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor Montag um 17:55 vor 3 Stunden von Schlumich: Was ich damit sagen will ist, dass dieses "Empfinden der Leere" nicht ursächlich etwas mit FU oder einem Privatierdasein zu tun hat. Vollkommen richtig. Dieses Gefühl der Leere entsteht oft bei Menschen, die finanziell extrem erfolgreich sind, aber ihre persönliche Entwicklung vernachlässigt haben. Die Jagd nach dem nächsten Euro, den man gar nicht braucht, ist am Ende einfach inhaltsleer. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Montag um 18:00 · bearbeitet Montag um 18:14 von Puppi Ich bin da bei @Sapine und finde es schon gut, "darüber" zu reden...eben gerade deshalb, weil es ein Thema ist, welches sich viele einfach null vorstellen können. Man hat es oft einfach nicht auf dem Schirm. Ergo Respekt an @stolper, dass er so offen hier seine Situation beschreibt, die er sich eben vor einiger Zeit noch ganz anders vorgestellt hatte. Damit ist er nicht alleine, denn es ist ein Problem, welches gar nicht so selten ist. Es wird aber leider viel zu wenig darüber gesprochen...auch nicht von Betroffenen selbst. Warum, ist eigentlich ziemlich einleuchtend. Wenn man sein halbes Leben lang das Ziel hatte, so viel Vermögen anzuhäufen, dass man irgendwann früher aus dem Hamsterrad des (vielleicht ungeliebten) Jobs aussteigen kann und dann im Ziel feststellt, dass da vielleicht doch nicht die große Erleichterung/Befriedigung eintritt, ist das ziemlich grausam. Man hatte sich zuvor noch als der gesehen, der nicht wie alle anderen durchhält bis zum Ruhestand, sondern als den klugen, vorausplanenden, disziplinierten Menschen, der es als einer der wenigen schafft, sich früher abzukapseln von denen, die "zu blöd" oder "zu unfähig" sind, "frei zu sein". Wer will dann am Ziel schon gegenüber anderen zugeben, dass man sich nun mit seiner angeblichen Freiheit manchmal oder sogar die meiste Zeit besch....ener fühlt als zuvor? So ungefähr schilderte es mir ein Bekannter, der auch früher als normal aus dem Berufsleben ausgestiegen ist, weil er es sich finanziell leisten konnte. Nie im Leben hätte er erwartet, dass danach eine Art Loch entsteht. Die große Gefahr ist angeblich, dass sich dieser Prozess ziemlich schleichend entwickelt. Das erste Jahr war laut Schilderung noch richtig "geil" - Zeit ohne Ende, endlich keinen Chef mehr, der einem vorschreibt, was man alles zu tun hat, Zeit für Familie usw. Irgendwann machte sich aber die fehlende Struktur bei ihm bemerkbar. Worte meines Bekannten: "Du bist der eine, der nicht wie alle anderen im dem Alter vormittags aus dem Haus geht mit deinen Arbeitskollegen. Du bist nicht mehr in der lustigen Kaffeerunde dabei (die man erst jetzt zu schätzen gelernt hat wie nie zuvor). Manchmal fühlt es sich an wie der, der nicht mehr dazu gehört und fast schon unter sozialer Isolierung leidet. Ist halt klar - in diesem Alter sind fast alle eben noch im Job und das abendliche Treffen ab und zu mit Freunden reicht nicht aus, um die Lücke zu schließen." Natürlich hat @Schlumichrecht und dieses Problem kann auch Rentner betreffen und tut es auch. Der Unterschied ist nur, dass der Frühaussteiger wie oben beschrieben noch weniger Möglichkeiten hat, dieses Loch zu füllen mit sozialen Kontakten, weil seine Mitstreiter/Freunde im Gegensatz zum Rentner-Pool eben noch arbeiten und daher weniger "verfügbar" sind. Dieses Problem ist übrigens bei sehr früh aus dem Beruf ausscheidenden, jungen Menschen (aufgrund gesundheitlicher Erwerbsunfähigkeit oder auch Arbeitslosigkeit) ein mittlerweile bekanntes und dort noch viel massiveres Problem (gibt angeblich auch Studien dazu). Und ebenso hat @Schlumichvermutlich recht, dass eine Lösung oder Linderung in der Tat ein Ehrenamt etc sein kann...eben etwas, worin man Sinn sieht, gerne macht und vor allem bei dem man sich mit Leuten umgibt, die positive Energie ausstrahlen (ein Ehrenamt ist eben freiwillig und fast jeder dort ist gut drauf und motiviert - es ist eben eine andere Welt als die "normale" Arbeitswelt). Intensive Hobbies können vermutlich auch helfen. Mein Bekannter versucht es nun zumindest auf diese Art. Für ein Ehrenamt hat er sich zumindest noch nicht durchringen können, was ich persönlich schade finde. Ja - und daher hat es eben schon Sinn, auf solche Gefahren hinzuweisen. Und ja - nicht jeder ist gefährdet, dass er so endet, aber es ist auch nicht so, dass das Einzelfälle sind. Noch ein paar Sätze meines Bekannten, die mir sehr in Erinnerung geblieben sind: "Hätte ich gewusst, dass mich mein ewiges Hinarbeiten nach finanzieller Freiheit am Ende so krass schockiert - ich hätte damals einen anderen Weg gewählt. Entweder hätte ich viel früher versucht, meinen Job zu wechseln, notfalls auch mit weniger Gehalt, aber mehr Sinn und Spaß und vielleicht mit dauerhafter Teilzeit, dann von mir aus bis ich 70 bin oder körperlich nicht mehr kann, aber zumindest solange, bis ich mit meinen Kollegen zusammen in Rente gehen kann, um anschließend weiter Kontakt zu halten und zusammen den Ruhestand zu meistern. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich das mal sage, aber damals konnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass der angebliche Traum, wie ihn ja viele haben, sich als solcher Flop entpuppt!" Ganz schlimm oder gefährlich stelle ich mir es übrigens vor, wenn man alleine ist und keinen (Ehe)Partner hat. Zu zweit früh aus dem Job aussteigen - da glaube ich kann man dann noch viel zusammen machen (Reisen z.B.) und es ist weniger Gefahr, alleine stukturlos schleichend zu versauern. Ich dachte, dass diese Schilderungen hier her passen. Vielleicht geben sie dem einen oder anderen zumindest ein bisschen einen Denk-Anstoß . vor 19 Minuten von LongtermInvestor: Dieses Gefühl der Leere entsteht oft bei Menschen, die finanziell extrem erfolgreich sind, aber ihre persönliche Entwicklung vernachlässigt haben. Die Jagd nach dem nächsten Euro, den man gar nicht braucht, ist am Ende einfach inhaltsleer. Das könnte stimmen. Ich würde sogar soweit gehen, dass ich meinen Bekannten glaube ich da einordne. Geld spielte bei ihm schon immer eine sehr große Rolle, fast so, als wäre es mit eines der wichtigsten Dinge und könnte andere Probleme ausgleichen. Dabei war er jetzt keiner, der einen super-bezahlten Job hatte, aber sein ganzer Umgang mit Geld war immer ziemlich strange und es wurde vieles zu extrem analysiert und durchdacht....fast so, als müsste er beim Thema Geld um jeden Preis maximale Effizienz herausholen, um eben früher finanziell frei sein zu können. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Jennerwein Montag um 18:41 · bearbeitet Dienstag um 08:44 von Jennerwein vor 14 Stunden von LongtermInvestor: Vollkommen richtig. Dieses Gefühl der Leere entsteht oft bei Menschen, die finanziell extrem erfolgreich sind, aber ihre persönliche Entwicklung vernachlässigt haben. Die Jagd nach dem nächsten Euro, den man gar nicht braucht, ist am Ende einfach inhaltsleer. Finanzielle Freiheit bedeutet, eine Sorge weniger. Ein Ziel ist erreicht. Man braucht dann vielleicht einige Zeit, um neue Ziele zu finden, zu definieren. Ziellos in den Tag zu leben ist auf Dauer nicht befriedigend. Ich möchte @Stolper ermutigen, sich neue Ziele zu suchen. Sport, Heimwerken in welcher Dimension auch immer, Ehrenamt, Reisen, was auch immer. Ich selbst habe meine Selbstständige Erwerbstätigkeit reduziert, aber nicht aufgegeben. Mache noch jene Aufträge, die reizvoll und profitabel sind. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Montag um 21:02 vor 5 Stunden von stagflation: Man soll sich ein Hobby suchen, damit man sich nicht langweilt? Wenn Du nicht Selbstständig bist, wirst Du früher oder später eh ausgesteuert aus dem Beruf: - Entweder Du wirst rausgeworfen und hast das Pech nichts Neues zu finden - Du gehst mit spätestens 67 Jahren in Regelrente und Dein alter AG will Dich nicht mehr - Best-Case: Dein AG will Dich noch 3 Jahre, dann ist aber spätestens mit 70 Schluss. Wann auch immer: Wenn Dein bisheriger Beruf Dein Hobby-Ersatz war, dann hast Du ein Problem. vor 5 Stunden von stagflation: So langsam frage ich mich, ob Finanzielle Unabhängigkeit nicht bei einigen auch ein solches Signal ist. Finanzielle Unabhängigkeit wird gar nicht als solche angestrebt und/oder sie wird nicht angestrebt, damit man etwas anders machen kann als seinen Beruf. Sondern es wird darüber diskutiert, weil man zeigen möchte: "Seht her! Mir geht es so gut, dass ich es mir leisten kann, mir der Arbeit aufzuhören". Gerade hier im Forum und in diesem Thread habe ich nicht das Gefühl, dass das so ist. Siehst Du das anders? Woran machst Du es (hier im Forum/Thread) konkret fest? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Beginner81 Montag um 23:12 · bearbeitet Montag um 23:13 von Beginner81 Ich fände es schön, wenn die Diskutanten etwas offener wären bzgl. des Bereichs in dem sie arbeiten. Dann hätte man eher eine Vorstellung davon, was z.B. in einem Fall so bereichernd ist, dass man gar nicht loslassen möchte. Die Anonymität wird dadurch ja hoffentlich nicht gleich aufgegeben werden. Eine Leere nach Beendigung des Berufs/Jobs ist jetzt wirklich etwas für mich völlig Abwegiges. Dass dem so ist, dürfte wohl auch ein Grund sein, warum manche Karriere machen und andere nicht, egal... Ich bräuchte jedenfalls gut und gerne drei volle Leben ohne Arbeit, um alles zu machen, was mich so außerhalb beruflicher Tätigkeit interessieren würde. Ich habe da auch so gar kein Verständnis, wenn da bei jemandem eine riesige Leere zum Renten-/Pensionseintritt auftaucht, in welchem Alter auch immer. In meinen Augen ist dann davor einfach etwas falsch gelaufen hinsichtlich der Verteilung von Arbeit und Freizeit oder ganz generell einer adäquaten Sinngebung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
dev Dienstag um 06:14 Manch einer schafft es, eines seiner Hobbys als Einnahmequelle auszubauen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nachdenklich Dienstag um 07:58 · bearbeitet Dienstag um 08:16 von Nachdenklich vor 9 Stunden von Beginner81: Ich habe da auch so gar kein Verständnis, wenn da bei jemandem eine riesige Leere zum Renten-/Pensionseintritt auftaucht, in welchem Alter auch immer. In meinen Augen ist dann davor einfach etwas falsch gelaufen hinsichtlich der Verteilung von Arbeit und Freizeit oder ganz generell einer adäquaten Sinngebung. Erstaunlich, wie unterschiedlich man das beurteilen kann. Wieso ist etwas falsch gelaufen, wenn man jahrzehntelang beruflich etwas gemacht hat, was man als sinnstiftend erlebt hat? In meinem Bekanntenkreis haben zwei Brüder (inzwischen zwischen 70 und 80 Jahre alt) eine Schreinerei geführt, die zwar offiziell inzwischen als Gewerbebetrieb aufgegeben wurde. Sie sind aber dennoch nahezu jeden Tag in der Werkstatt und werkeln so vor sich hin. Ein anderer Bekannter hat ein Zahnlabor aufgebaut und schon vor Jahren an seine Kinder übergeben. Aber auch er ist mit Mitte 70 immer noch regelmäßig im Labor. Er verschafft seiner Tochter damit die Luft, sich bei der Handwerkskammer als Ausbilderin um den Nachwuchs zu kümmern. Was ist falsch gelaufen, wenn er diese Tätigkeit als sinngebend empfindet? Der Krankenpfleger, die Polizistin, der Lehrer, sie alle können sich am Abend sagen, daß sie etwas sinnvolles getan haben. Was ist falsch gelaufen, wenn eine Erzieherin viele Kinder auf ihrem Weg ins Leben begleitet und dies als sinnvoll empfindet? Der Zahnarzt, der mir hilft auch mit 80 noch eigene Zähne zu haben, kann sich doch gewiss sein, daß er etwas sinnvolles getan hat. Der Automechaniker, der mein 14 Jahre alten Wagen wieder verkehrstauglich gemacht hat, der kann sich doch sagen, daß er mir den Kauf eines neuen Autos voller lästiger Assistenzsysteme erspart hat. Ich frage mich dagegen, wie man es als sinnstiftend empfinden kann, den ganzen Nachmittag auf dem Golfplatz rumzulaufen und das Gras platt zu treten oder auf dem Tennisplatz einen Ball hin und her zu schlagen? (Als Beispiel für Freizeit.) Man kann das ab und zu mal machen - aber sinnstiftend ist das in meinen Augen höchstens, wenn man es wie manche meiner britischen und amerikanischen Freunde als Möglichkeit sieht, Kontakte zu wichtigen Leuten zu knüpfen. (Als meine Tochter auf der Suche nach einem zu erwerbenden Haus war, habe ich ihr scherzhaft geraten, in einen Verein einzutreten, in dem auch der der örtliche Bestatter oder der Scheidungsanwalt aktiv ist. Beziehungen und Netzwerke haben noch nie geschadet.) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
goccih Dienstag um 08:01 vor 8 Stunden von Beginner81: Dann hätte man eher eine Vorstellung davon, was z.B. in einem Fall so bereichernd ist Ich finde das problematisch von Außen zu beurteilen, wer einen sinn-stiftenden Job macht und wer nicht. Das liegt doch immer im Auge des Einzelnen. Nur bei Ärzten und Seelsorgern zu sagen, da ist es okay möglich lange zu arbeiten und bei einem Controller im Großkonzern zu sagen, das sei ja völliger Bullshit und es sei völlig unverständlich, dass er nicht mit 50 Schluss macht, führt doch zu nichts. Lebensentwürfe und -prioritäten sind halt sehr unterschiedlich. Und man kann doch nur empfehlen öfter mal was auszuprobieren (Auszeit, Jobwechsel, etc.) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller Dienstag um 08:16 vor 7 Minuten von Nachdenklich: Erstaunlich, wie unterschiedlich man das beurteilen kann. Wieso ist etwas falsch gelaufen, wenn man jahrzehntelang beruflich etwas gemacht hat, was man als sinnstiftend erlebt hat? Grundsätzlich erstmal nichts, allerdings..... vor 7 Minuten von Nachdenklich: Ich frage mich dagegen, wie man es als sinnstiftend empfinden kann, den ganzen Nachmittag auf dem Golfplatz rumzulaufen und das Gras platt zu treten oder auf dem Tennisplatz einen Ball hin und her zu schlagen? Man kann das ab und zu mal machen - aber sinnstiftend ist das in meinen Augen höchstens, wenn man es wie manche meiner Freunde als Möglichkeit sieht, Kontakte zu wichtigen Leuten zu knüpfen. (Hervorhebung von mir).... würde ich spätestens an der Stelle dann schon mal die Stirn runzeln.... .... soll ja auch Leute geben, die sportliche Betätigung schon für sich allein als etwas "Sinnstiftendes" (egal ob vor, während, nach oder gar statt der Arbeit) empfinden..... .... mein Ex-Ex-Kollege pflegte immer zu sagen: "Wichtig kommt von Wicht"..... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nachdenklich Dienstag um 08:22 · bearbeitet Dienstag um 08:27 von Nachdenklich vor 9 Minuten von Wishmueller: .... soll ja auch Leute geben, die sportliche Betätigung schon für sich allein als etwas "Sinnstiftendes" (egal ob vor, während, nach oder gar statt der Arbeit) empfinden.... Ja, soll es geben. Ich gebe aber zu, daß ich das nie verstanden habe. Sport ist in meinen Augen wie Zähne putzen. Ja, es ist gut für die Gesundheit - aber man sollte es auch nicht übertreiben. Ist Zähne putzen sinnstiftend? Und Sport in der passiven Version (als Zuschauer vor dem Fernsehen) ist mir dann völlig unverständlich. Aber wir kommen vom Thema "Finanzielle Unabhängigkeit" ab. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Dienstag um 08:59 vor 49 Minuten von Nachdenklich: Der Krankenpfleger, die Polizistin, der Lehrer, sie alle können sich am Abend sagen, daß sie etwas sinnvolles getan haben. Was ist falsch gelaufen, wenn eine Erzieherin viele Kinder auf ihrem Weg ins Leben begleitet und dies als sinnvoll empfindet? Der Zahnarzt, der mir hilft auch mit 80 noch eigene Zähne zu haben, kann sich doch gewiss sein, daß er etwas sinnvolles getan hat. Der Automechaniker, der mein 14 Jahre alten Wagen wieder verkehrstauglich gemacht hat, der kann sich doch sagen, daß er mir den Kauf eines neuen Autos voller lästiger Assistenzsysteme erspart hat. . Das Gefühl fehlender Sinnhaftigkeit ist glaube ich ein Hauptgrund, warum sich viele schleichend wie im Hamsterrad fühlen und irgendwann "Erlösung" suchen. In dem Fall wäre es glaube ich besser, zu wechseln und etwas Sinnhaftes zu suchen, anstatt das Unsinnhafte einfach weghaben zu wollen ohne Ersatz dafür. vor 27 Minuten von Nachdenklich: Sport ist in meinen Augen wie Zähne putzen. Ja, es ist gut für die Gesundheit - aber man sollte es auch nicht übertreiben. Ist Zähne putzen sinnstiftend? Und Sport in der passiven Version (als Zuschauer vor dem Fernsehen) ist mir dann völlig unverständlich. Egal ob aktiver oder passiver Sport. Es gibt Menschen, denen macht das Spaß und erst recht, wenn sie es in der Gruppe tun, also mit sozialen Kontakten. Gute soziale Kontakte halte ich sowieso für eine der wichtigsten Dinge, um zufrieden und glücklich im Leben zu sein. Mir ist dieses Gut tausendmal mehr wert als Unmengen von Geld, gesellschaftliches Ansehen oder gar ein extrem langes Leben. Hätte ich die Wahl, bis zum Tod etwas Sinnhaftes zu arbeiten/arbeiten zu müssen (sofern der Körper und Geist es mitmachen) und gleichzeitig gute soziale Kontakte erhalten zu können und der Alternative, früh nichts mehr arbeiten zu müssen mit Unmengen Geld, aber kaum oder nicht genug sozialen Kontakten... ich würde mich für die erste Option entscheiden. Diese Erkenntnis kam aber erst mit der Zeit auf. Früher war mir das nicht so klar. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine Dienstag um 08:59 Eine berufliche Tätigkeit kann sich im Zeitverlauf ändern, genauso wie sich die körperlichen Voraussetzungen ändern können. Bei einem Sportler liegt es auf der Hand, dass der mit 40+ nur noch schwer mit jüngeren mithalten kann, ganz davon abgesehen, dass man durch die permanente Belastung seinen Körper immer stärker schädigt. Je nach Sportart kommt dieser Punkt früher oder später. In anderen Bereichen ändern sich die Bedingungen durch das Arbeitsumfeld. Älteren Arbeitnehmer werden viel seltener noch über Fort- und Weiterbildung gefördert. Interessante Aufgaben gehen häufig an jüngere Kollegen. Nicht weil die Älteren es nicht könnten sondern, weil die Entwicklung von Nachwuchskräften einen hohen Stellenwert in Unternehmen hat. Manchmal liegt es auch an Vorurteilen. Selbständige haben hier oft mehr Möglichkeiten als abhängig Beschäftigte. Aber auch hier gibt es Tätigkeiten, die man im höheren Alter nicht mehr gut ausführen kann, während andere durch eine wachsende Lebenserfahrung sogar noch an Qualität gewinnen. Gerade im schleichenden Übergang von Berufstätigkeit zum Ruhestand kann hier ein großer Vorteil liegen. Das hat zunächst nichts mit Sinnstiftung zu tun. Ganz unabhängig davon, ob man seine Tätigkeit selbst als sinnstiftend erlebt oder nicht, ändern sich im Lauf des Lebens die Rahmenbedingungen. Was mit funktionierenden Gelenken im mittleren Alter befriedigend war, mag es mit 65+ nicht mehr sein. Vermeintliche oder tatsächliche Überforderung gepaart mit abnehmender Wertschätzung steigern das persönliche Empfinden von Sinnhaftigkeit nicht. Der Übergang in den Ruhestand erfolgt oft genug unfreiwillig. Ich kenne aktuell zwei Fälle, wo Leute in ihren Vierzigern bzw. Anfang Fünfziger ungewollt auf dem Abstellgleis gelandet sind. Die meisten werden so etwas nicht an die große Glocke hängen. Es wird mit Sicherheit weit mehr solcher Fälle geben als wir wahrnehmen und bei vielen wird sich noch eine akzeptable Lösung finden lassen. @NachdenklichKeiner ist verpflichtet, im Alter zum begeisterten Golfer zu werden. Von den rund 700.000 registrierten Spielern dürfte nur ein Teil im Ruhestand sein und viele spielen nicht häufiger als einmal die Woche. Sehr häufig ist man ab Mitte 50 (zumindest als Frau) verstärkt von Care Arbeit betroffen. Die eigenen Eltern haben ein Alter erreicht, wo sie zusätzliche Unterstützung benötigen und sofern es Enkel gibt, freuen sich die eigenen Kinder über Unterstützung. Ruhestand kann unglaublich vielfältig aussehen und schließt eine berufliche Tätigkeit nicht aus. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Dienstag um 09:01 vor 57 Minuten von goccih: Ich finde das problematisch von Außen zu beurteilen, wer einen sinn-stiftenden Job macht und wer nicht. Das liegt doch immer im Auge des Einzelnen. Nur bei Ärzten und Seelsorgern zu sagen, da ist es okay möglich lange zu arbeiten und bei einem Controller im Großkonzern zu sagen, das sei ja völliger Bullshit und es sei völlig unverständlich, dass er nicht mit 50 Schluss macht, führt doch zu nichts. Lebensentwürfe und -prioritäten sind halt sehr unterschiedlich. Und man kann doch nur empfehlen öfter mal was auszuprobieren (Auszeit, Jobwechsel, etc.) Jeder muss für sich das finden und auch teilweise austesten, was zu ihm passt. Leider gehen viele nicht diesen Weg und sehen nur Risiken bei Veränderungen. Sie bleiben dann oft im Hamsterrad...leider auch manchmal aus rein finanziellen Gründen ("Ich könnte den Job schon wechseln und was Neues versuchen, aber dann verdiene ich deutlich weniger und das ist es mir nicht wert, diesen Schritt zu riskieren!" etc). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine Dienstag um 09:01 vor 1 Minute von Puppi: Gute soziale Kontakte halte ich sowieso für eine der wichtigsten Dinge, um zufrieden und glücklich im Leben zu sein. Mir ist dieses Gut tausendmal mehr wert als Unmengen von Geld, gesellschaftliches Ansehen oder gar ein extrem langes Leben. Möglicherweise ist das einer der Gründe, warum Camping bei einer großen Gruppe von Rentnern sehr beliebt ist. Ein Campingplatz fördert das soziale Miteinander. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Dienstag um 09:03 vor 1 Minute von Sapine: Möglicherweise ist das einer der Gründe, warum Camping bei einer großen Gruppe von Rentnern sehr beliebt ist. Ein Campingplatz fördert das soziale Miteinander. Absolut. Genau so sagt es z.B. ein Nachbar von mir. Der ist seit Corona da voll aufgegangen. Erstaunlich. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Dienstag um 09:45 · bearbeitet Dienstag um 10:28 von Puppi vor 21 Stunden von Quippini: Solange jeden Werktag morgens der Wecker klingelt und man sich die Müdigkeit aus den Augen reibt, ist man weder frei noch unabhängig. Auch wenn man das längst nicht mehr tun müsste. Es gibt Menschen, welche ein gewisses Maß an "Muss" benötigen...und sei es das Muss samt Müdigkeit in der früh an manchen Tagen. Ohne dies (jeden Tag ausschlafen können etc) neigen manche schleichend zu extremer Bequemlichkeit und das kann auch negative Folgen nach sich ziehen. Ein bisschen Herausforderungen, Ziele, Aufgaben und vielleicht auch sogar teils "Quälerei" benötigt es...nur so können die angenehmen Seiten dann auch geschätzt werden. Wenn man nie ein bisschen "leiden" muss, verkümmert mit der Zeit auch die Freude. Warum freut man sich gerade auf Urlaub oder das Wochenende? - Weil der Unterschied zum Rest eben so deutlich anders ist. Wie schon gesagt... das etwas Absurde ist, dass sich manche Menschen das in ihrer aktuellen Situation nicht vorstellen können, es aber erst merken und erstaunt sind, wenn es dann mal soweit ist und diese Erfahrungen machen. Vielleicht weiß @stolper z.B., was ich meine. Letztendlich geht es immer um eine gute Balance bei vielen Dingen. Extreme in die eine oder andere Richtung sind meist schlecht, auch wenn es oft kaum vorstellbar ist. Zu viel Stress/Anspannung ist nicht gut, aber zu viel Entspannung/Ausruhen ebenfalls nicht. Zu wenig Zeit ist nicht gut, aber zu viel Zeit ebenfalls nicht. Das kann man beliebig fortsetzen mit zig Themen im Leben (viele gute Bücher erklären das auch recht gut mit dieser wichtigen BALANCE, die übrigens gar nicht so leicht hinzukriegen ist). Ich vermute sogar, dass es bei Geld ähnlich ist. Zu wenig Geld ist natürlich schlecht, aber vielleicht ist auch (zu) viel Geld nicht mehr nur ein Vorteil für jeden. Wenn das Thema Geld(ausgeben) irgendwann überhaupt keine Rolle mehr spielt...mir persönlich würde da etwas fehlen. Warum sollte ich dann z.B. noch Preise vergleichen oder mich freuen, wenn ich etwas günstig(er) kaufen konnte etc? Ich möchte z.B. explizit auch nicht, dass meine Kinder aufgrund zu viel Geld der Eltern selbst null finanziellen "Druck" (ist vielleicht das falsche Wort) verspüren. Sie sollen maximal mit so viel Geld unterstützt werden (können), um das jobmäßig tun zu können, was sie wollen, aber nicht so viel, um das Gefühl zu haben "Im Notfall muss ich gar nix arbeiten...ist ja genug Geld da von Mama und Papa!'. Es ist natürlich Erziehungssache, aber wer selbst Kinder hat, die mindestens schon im Jugendlichen-Alter sind...ganz so einfach ist das nicht, auch hier eine vernünftige BALANCE weiterzugeben/in den Köpfen der Kids zu erreichen in Sachen "Einstellung zu Geld". Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag