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Finanzielle Unabhängigkeit

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Der Heini
vor 18 Stunden von timk:

Gestern Urlaub für Anfang nächstes Jahre gebucht. Gleicher Buchungszeitpunkt, gleicher Reisezeitraum, dasselbe Hotel. Total geschockt: 28% teurer. Kann ich mir leisten, aber ich musste mich zwingen, die Reise doch zu buchen. Normalerweise hätte ich aus Prinzip nicht gebucht, insbesondere als ich noch im Berufsleben stand, auch wenn ich es mir leisten kann.

Was ich dieses Jahr schon für Urlaube mit den Kindern ausgegeben habe, ist mehr als unvernünftig. Aber dann geht die Sparrate eben auf Null, man wird nicht jünger und irgendwann muss man dann alleine fahren, da mache ich das lieber jetzt.

Irgendwo hab ich beim Sparen da auch meine Grenzen, egal wie teuer es wird (spare aber schon, soweit möglich dabei).

Mein Problem ist eher, daß Investitionen in die Immobilie in meinem Kopf nicht zur Sparrate zählen, auch wenn ich dadurch die kommenden Jahre spare. So ist der Mensch eben.

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leviathan73
vor einer Stunde von Der Heini:

Was ich dieses Jahr schon für Urlaube mit den Kindern ausgegeben habe, ist mehr als unvernünftig. Aber dann geht die Sparrate eben auf Null, man wird nicht jünger und irgendwann muss man dann alleine fahren, da mache ich das lieber jetzt.

 

Haha, ich fühle mich ebenfalls schuldig. Eigentlich hatten wir geplant, dass wir dieses Jahr den Sommerurlaub ausserhalb der Ferienzeit und nur zu zweit verbringen. Dann hatten unsere Jungs (19 und 17) die Idee, uns zu begleiten. Und ja, die Unterkunft hatte damit den Faktor 3. Beim Essen gehen war es der Faktor 2. War das vernünftig? Für uns schon. Vielleicht war es der letzte gemeinsame Urlaub. Und es war einfach herrlich. Und insgeheim hoffe ich, dass wir nächstes Jahr wieder unvernünftig sein dürfen.

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leoluchs
vor 11 Minuten von leviathan73:

Haha, ich fühle mich ebenfalls schuldig.

Wir sind einige Wochen auf dem Rad unterwegs gewesen. Waren die Übernachtungskosten im letzten Jahr noch etwa 100 Euro (Doppelzimmer), mussten wir in diesem Jahr im Schnitt 25% drauflegen. Auch die Restaurants haben kräftig zugelegt. Also müssen wir an anderer Stelle sparen. 

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Holgerli
vor 3 Stunden von FirstSpaceApe:

Man darf nicht vergessen: In 10 oder 20 Jahren sitzt man sonst da und bereut es bitterlich, bestimmte Dinge nicht mehr erlebt zu haben. Die Zeit und die verpassten Jahre kann man schließlich nicht mehr zurückdrehen.

Wobei ich mich frage wie viel von dieser Reue nicht auch eingeredet ist.

Bereust Du es nicht, dass Du keinen Space-Hop bei Blue Origin gebucht zu haben? Kostet ab 300.000 Euro. Die solltest Du haben, wenn Du meinst dass Du FU ist. 

Was ich damit sagen will: Nur weil da Geld ist, werden die Träume größer. Heisst das aber auch im Umkehrschluss, dass das Leben dadurch besser wird? Oder andersrum gefragt: Wenn jemand das Geld nicht hat (egal ob nun 4.000 oder 300.000 Euro): Hat er deswegen zwangsläufig ein schlechteres Leben?

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Vios
vor 3 Stunden von FirstSpaceApe:

Das größte Problem dabei ist z.b. das Umfeld: Wenn man vor dem regulären Rentenalter aussteigt, hängt das gesamte soziale Umfeld auf der Arbeit. Viele Hobbys oder Unternehmungen sind tagsüber gar nicht möglich oder man muss sie alleine durchziehen – schleichende Isolation droht. Zudem liefert die Arbeit zwei Dinge gratis, die man im Alltag mühsam ersetzen muss: das unkomplizierte Grundrauschen an sozialen Kontakten und die kognitive Forderung, die das Hirn auf Trab hält.

Tut mir leid, aber das kann doch jemand glauben, der es selbst nie erlebt hat.

Ich bin nun über 30 Jahre Privatier und kann nur lachen, was manche für Vorstellungen haben.

Wer Sozialkontakte nur über den Arbeitsplatz definiert, hat keine Idee davon, wie es "draussen" wirklich zugeht.

Ich hatte schon immer 99% der Freunde und Bekannten ausserhalb der Arbeit.

Als Selbstständiger kannte und kenne ich auch viele andere Selbstständige.

Als ich dann 24/7 Freizeit hatte, habe ich die Leute besucht, die aus ihrer Firma nicht raus kamen. Die waren froh, sich mal unterhalten zu können und Kaffee gabs auch.

 

Über meine Hobbys, für die ich genug Zeit habe, lernte ich viele neue Leute kennen. Freundschaften über Jahrzehnte sind entstanden.

Fernreisen mit Leuten, die ich sonst nie näher hätte kennengelernt waren auch immer sehr erfüllend.

Die technischen Hobbys sind  sehr herausfordernd. Dank Zeit bin ich so gut geworden, dass ich sogar Fachhändlern aushelfen konnte. 

Handwerker in den Häusern brauche ich auch nur sehr sporadisch mal. Mache fast alles selbst. Macht Spaß, wenn man Zeit hat und spart auch noch viel Geld.

 

Sparen kann man auch, wenn man völlig flexibel ist. Einkaufen, wenn es leer ist, fliegen, wenn keine Ferienzeit ist usw.

Und schliesslich habe ich meine Frau nur kennengelernt, weil ich nicht arbeiten war zu der Zeit.

Praktischerweise kann ich es ermöglichen, dass sie auch Privatier ist.

das Leben ist schön.

 

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