Bolanger 12. September vor einer Stunde von dev: Es gibt nur zwei Schrauben, Beitragserhöhung oder Leistungssenkung - beides läßt sich schlecht an den Wähler bringen. Es muss ja nicht der ganz große Einschnitt bei der Rente kommen. Ebenso, wie die Finanzierbarkeit graduell unmöglich wird würde es ausreichen, die Einnahmen/Ausgaben-Situation graduell anzupassen. So muss dann eben jede Regierung in jeder Legislaturperiode an der Rente schrauben. Es darf nur keiner auf die Idee kommen, eine Änderung durchzusetzen, welche das System weiter in Schieflage bringt. Und wenn wir ehrlich sind ist mit dem Akltersvorsorgedepot auch ein Schritt gegangen hin zu einer Grundrente, mit der man überleben kann, ergänzt durch eine freiwillige Vorsorge für den Luxus oben drauf. Was aber bleiben wird ist eine stärkere Loslösung der Rentenhöhe von der wirtschaftlichen Entwicklung als es eine freie Anlage bietet. Die GRV ist eine super Diversifizierung des eigenen Portfolios. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Norica 12. September · bearbeitet 12. September von Norica Am 11.9.2026 um 15:51 von Bolanger: Wie lange gedenkst Du denn zu leben? Nenne uns Deinen Todestag, und wir rechnen Dir vor, welche Anlageform vorteilhaft ist. Abgesehen davon, dass ich die Rechnung im Nachhinein selbst machen könnte, interessiert mich das nicht wirklich. Die Länge meiner Restlebenszeit ist unbekannt, aber ständig abnehmend. Liegen die Fakten auf dem Tisch bin ich tot. Was dagegen weitgehend in meinen Händen liegt ist die Ertragskraft einer bestimmten Summe Geld. Am 11.9.2026 um 16:38 von LongtermInvestor: Wie hoch ist eigentlich die Ausschüttungsrendite eines Rentenpunktes in der GRV? Am 11.9.2026 um 16:44 von leviathan73: 5,2% Vielleicht, wenn das die heutige Rendite ist. Wie schaut die Zahl ohne die Subventionen aus? Theoretisch natürlich, theoretisch... Am 11.9.2026 um 13:48 von LongtermInvestor: Spannende Perspektive! Rein rational ist deine Argumentation nachvollziehbar, verhaltensökonomisch finde ich sie allerdings besonders interessant. Denn wenn wir ehrlich sind, kaufst du dir mit dem Verzicht auf die GRV nicht nur eine potenziell höhere Rendite, sondern auch ein hohes Maß an Kontrolle und Flexibilität. Du tauschst damit einen Teil der fundamentalen Absicherung des Langlebigkeitsrisikos – die GRV zahlt unabhängig davon, ob du 85, 95 oder 105 wirst und unabhängig davon, wie sich die Märkte entwickeln – gegen die Möglichkeit, dein Kapital selbst zu steuern. Wenn du sagst aus 10k kann ich mehr Ertrag erzielen als über die GRV, kann das durchaus stimmen. Die spannendere Frage ist für mich aber, wie sich diese Entscheidung über mehrere Jahrzehnte und unter weniger idealen Bedingungen verhält. Was ist beispielsweise, wenn dein 75-jähriges Ich keine Lust mehr auf Marktvolatilität hat oder die Fähigkeit nachlässt, das Vermögen weiterhin so aktiv und optimal zu steuern wie heute? Gerade weil du anderen die GRV als Sicherheitsnetz empfiehlst, finde ich die Frage interessant, warum du dieses Sicherheitsnetz für dich selbst anders bewertest. Ist die zusätzliche Verfügungsgewalt für dich tatsächlich so viel wert, dass du dafür bewusst einen Teil der mathematischen Absicherung gegen das Worst-Case-Szenario aufgibst? Das finde ich ehrlich gesagt viel spannender als die reine Frage, welche Variante auf dem Papier die höhere Rendite verspricht. Ja, das mit dem Tausch man so sagen. Ob mein Verhalten rational ist möchte ich stark bezweifeln, es ist sehr subjektiv und an meinen Realitäten ausgerichtet. Die zukünftige Höhe der gesetzlichen Rente, die auch ich erhalten werde, ist in meinen Augen für meine statistische Restlebenszeit unbekannt, wenn auch nicht Null. Trotzdem beziehe ich sie nicht in meine Rechnungen ein und habe freies Geld lieber in einem selbstverwalteten Depot statt in Rentenpunkten. Den anderen Punkt habe ich durchaus im Fokus. Die Ertragskraft ist unter sehr verschiedenen Bedingungen getestet und ich kann mich bisher gut davon überzeugen, durchschnittlich halten zu können, was ich mir verspreche. Die Marktvolatilität ist ein zu vernachlässigender Punkt. Es sind vermutlich eher die nachlassenden Fähigkeiten, die Probleme bereiten werden, da mache ich mir keine Illusionen. Aber ich habe nicht vor, ein 90-jähriger Geisterfahrer auf der Autobahn zu werden. Man kann sich den abbauenden Fähigkeiten eine Weile lang anpassen, muss nicht mehr jedes Geschäft machen und kann sich auf wenige, einfachere Sachen konzentrieren. Die so entstehende Minderendite ist in dem Alter, in dem ich "zu Hause im Schaukelstuhl" sitze, eingerechnet. Auch hier gibt es Erfahrungen (inklusive häuslicher Pflege) aus dem Umfeld, die eine solche Betrachtung untermauern. Meine schon öfter geäußerte Ansicht ist einfach, dass man sich zwar auf bekannte Extremszenarien vorbereiten kann, diese jedoch seltenst eintreten. Es kommt immer was anderes, aus einer völlig anderen Richtung und mit völlig unerwarteten Konsequenzen. Darauf kann man sich nicht vorbereiten, warum soll ich mir also den Kopf darüber zerbrechen? Eine Reduktion des Risikos, dem das Leben ausgesetzt ist, auf Null geht einfach nicht. In vernünftigen Bahnen wird wohl jeder die eine oder andere Vorbereitung auf bekannte Risiken haben. Der Rest nennt sich Leben und ich werde mich wegen phantasiegesteuerter Ängste sicher nicht davon abhalten lassen. Ein Stück weit sollte man einfach versuchen, pragmatisch zu sein. Es hilft auch beim Anlegen SG Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Der Heini 13. September vor 16 Stunden von Norica: dass man sich zwar auf bekannte Extremszenarien vorbereiten kann, diese jedoch seltenst eintreten. Man sollte sich immer bewusst machen, daß der Worst-Case nur in 2-5% der Fälle eintritt. Das SoRR ist nur in den ersten 5 Jahren wirklich pleitewirksam, danach nimmt die Gefahr stark ab. Sollte ich mich nur darum kümmern und dafür unnötig sparsam mein Leben führen? Wenn ich so denke, dann lieber bis 67 Jahren arbeiten, das könnte dann besser sein, als ständig in Angst zu leben, daß es nicht reichen wird. Irgendwann muss man da einen mutigen Absprung schaffen und auch psychologisch die Angst überwinden (ich zum Beispiel). Ich hab Gemini mal eine Grafik aus der Quelle erstellen lassen, da es mich interessierte, wie viel Rente man im Schnitt so bekommt. Nicht jeder hat 60 RP und mehr, da reicht es nicht mal für die halben Pflegekosten. Im WPF sind schon einige wirklich privilegiert. Am 11.9.2026 um 18:20 von stolper: In meiner Nachbarschaft haben seit ca. 2 Jahren einige Leute ihre jeweiligen Arbeitgeber mit Einmalabfindungen (brutto) zw. 450k€ und 650k€ verlassen. Das ist aber schon extrem hoch, da würde ich auch drüber nachdenken, wenn bereits viele RP da sind. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine 13. September Der Blick isoliert auf die Altersrente verzerrt das Bild. Gerade Frauen haben gar nicht so selten zusätzlich noch eine Witwenrente (altes Recht). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PapaPecunia 13. September vor 23 Stunden von Cepha: Das Verhältnis von Einzahlern zur Rentnern verschlechtert sich in den nächsten 20 Jahren um 1,5-2% pro Jahr bzw. kumuliert dann um -30% Wie in diesem Umlagesystem eine "positive Realrendite" für heutige Einzahler entstehen soll sehe ich nicht. Zumindest in der Theorie gibt es schon eine Lösung: Massive Effizienzgewinne (z.B. durch KI sowie Automatisierung und nach wie vor auch Digitalisierung). Ich halte das zwar für eher unwahrscheinlich, aber es ist nicht komplett unvorstellbar, dass auch weniger Einzahler viele Rentner versorgen könnten. Aber auch dazu bräuchte es den Mut, alte Zöpfe abzuschneiden und an vielen Stellen die Frage zu stellen: Wollen wir uns das wirklich leisten? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger 13. September · bearbeitet 13. September von Bolanger vor 21 Minuten von PapaPecunia: an vielen Stellen die Frage zu stellen: Wollen wir uns das wirklich leisten? Diese Frage wird alle paar Jahre den Wählern, unter denen sich ein zunehmender Anteil Rentner befindet, gestellt. Ich ahne die Antwort darauf ;-) Je mehr Rentner ohne Nachkommen es gibt (und das trifft des Pudels Kern oder wie das heißt), desto weniger interessiert die alte Generation, was nach ihr kommt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
mem 13. September 5 hours ago, Der Heini said: Das SoRR ist nur in den ersten 5 Jahren wirklich pleitewirksam, danach nimmt die Gefahr stark ab. Dann kann man ja einfach 5 Jahre länger arbeiten bzw. mit einer entsprechend kleineren withdrawal rate starten, dann hat man das Problem nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Der Heini 13. September vor 12 Minuten von mem: Dann kann man ja einfach 5 Jahre länger arbeiten bzw. mit einer entsprechend kleineren withdrawal rate starten, dann hat man das Problem nicht. Und dann nochmal 5 Jahre länger und nochmal 5 Jahre...ist ein bekanntes Problem. vor 25 Minuten von Bolanger: Diese Frage wird alle paar Jahre den Wählern, unter denen sich ein zunehmender Anteil Rentner befindet, gestellt. Ich ahne die Antwort darauf ;-) Je mehr Rentner ohne Nachkommen es gibt (und das trifft des Pudels Kern oder wie das heißt), desto weniger interessiert die alte Generation, was nach ihr kommt. Ich kenne viele Rentner, die haben Kinder, interessiert die aber auch nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine 13. September vor 27 Minuten von mem: Dann kann man ja einfach 5 Jahre länger arbeiten bzw. mit einer entsprechend kleineren withdrawal rate starten, dann hat man das Problem nicht. Das ist gar nicht nötig. Bereits wenn man 1-2 Jahre länger arbeitet, schrumpft die Rentenlücke und damit der Finanzbedarf im Alter. Noch gravierender ist dass 1-2 Jahre Zwischenfinanzierung incl. Krankenversicherung wegfallen und das Kapital weiter wachsen kann. Aber die Rente fällt später auch rund 100 Euro höher aus und deckt mehr Basics ab. Damit kann man nicht nur die Entnahmerate absenken sondern auch höhere Schwankungen ertragen und das SORR damit weiter reduzieren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Der Heini 13. September Fairerweise muss ich zugeben, daß je länger ich arbeite und je höher mein Depot wird, die gewünschten absouten Entnahmen höher werden. Damit bleibt die Entnahmerate konstant. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine 13. September Dann bewertest Du den Wert der Freiheit vielleicht zu niedrig. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
leviathan73 13. September vor 1 Stunde von Sapine: Dann bewertest Du den Wert der Freiheit vielleicht zu niedrig. Sicherheit oder Freiheit? Wie oft sich diese Frage wiederholt ;-) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine 13. September Ja es wiederholt sich und doch ist genau diese Frage wichtig bzw. die persönliche Bedeutung die ich den Themen gebe. Manch einer der nach noch mehr Sicherheit strebt jagt in Wahrheit einem Phantom hinterher, weil es keine absolute Sicherheit gibt. Umgekehrt stürzt sich manch einer vor lauter Freiheitsdrang blindlings ins Ungewisse. Es gibt hier weder richtig noch falsch! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
mem 13. September 3 hours ago, Sapine said: Das ist gar nicht nötig. Bereits wenn man 1-2 Jahre länger arbeitet, schrumpft die Rentenlücke und damit der Finanzbedarf im Alter. Oder es schrumpft nichts, wenn man gar keine Rente hat. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine 13. September Gerade eben von mem: Oder es schrumpft nichts, wenn man gar keine Rente hat. Selbst dann schrumpft Dein Finanzbedarf für die Lücke (=Komplettbedarf?). Einfach mal rechnen! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros 13. September vor 19 Minuten von leviathan73: Sicherheit oder Freiheit? Wie oft sich diese Frage wiederholt ;-) Oder wie dereinst ein österreichischer Barde sang: Zitat Doch wirklich frei is da Wind, weil er wahnt und si drahnt wia a wü. Frei is ma gschwind, hat ma nix zum verliern außer seiner söl. Aber frei sein haßt a dass ma leicht vergisst, dass der Stark in Schwachen frisst. Jede Rosn lacht die an bevors die sticht, weil ma Dornen übersiecht… Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
mem 13. September 2 minutes ago, Sapine said: Selbst dann schrumpft Dein Finanzbedarf für die Lücke (=Komplettbedarf?). Einfach mal rechnen! Angenommen ich möchte mindestens 5k netto haben als Komplettbedarf im Monat. Ohne Kapitalverzehr kann ich vielleicht 2,25% sicher entnehmen. Für 5k netto brauche ich ca 6k vor Kest und Soli. Damit hat man einen Kapitalbedarf von 3.2M. Wenn man die 3.2M schon hat, kommt es stark darauf an, wie hoch das Gehalt ist, ob es sich lohnt, noch 1-2 oder 5 Jahre weiterzuarbeiten. Der Finanzbedarf bis zum Ende schrumpft dabei dann um 60k/a, spielt aber kaum eine Rolle, da das Kapital ohnehin nicht verzehrt werden soll. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine 13. September Klar bei einer Entnahme von 2,5 % wärst Du nach meiner Einschätzung im Bereich der sicheren ewigen Entnahme. Da bringt abwarten nichts mehr. Im Prinzip sind wir denke ich einer Meinung: Man sollte nicht zu lange hinauszögern, wenn man bereits ausreichend "sicher" ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
mem 13. September Ein Risiko, das bleibt ist das Lifestyle-Risiko, ob man in den nächsten 10, 20, 30, 40, 50 Jahren wirklich mit 5k netto (real) glücklich bleibt, gerade wenn man aktuell deutlich mehr verdient. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
hattifnatt 13. September · bearbeitet 13. September von hattifnatt vor 24 Minuten von mem: Wenn man die 3.2M schon hat, kommt es stark darauf an, wie hoch das Gehalt ist, ob es sich lohnt, noch 1-2 oder 5 Jahre weiterzuarbeiten. Genau sowas in der Art überlege ich aktuell auch allerdings bei einem Zeithorizont von eher 20 Jahren vor 11 Minuten von mem: Ein Risiko, das bleibt ist das Lifestyle-Risiko, ob man in den nächsten 10, 20, 30, 40, 50 Jahren wirklich mit 5k netto (real) glücklich bleibt, gerade wenn man aktuell deutlich mehr verdient. Wir haben praktisch keine "Lifestyle inflation" - würde uns auch nichts geben ... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Der Heini 14. September vor 13 Stunden von mem: Angenommen ich möchte mindestens 5k netto haben als Komplettbedarf im Monat. Ohne Kapitalverzehr kann ich vielleicht 2,25% sicher entnehmen. Ach du bist das. Hatte mich schon gewundert, wer in der Statistik da steht. Nee, Spaß beiseite, wer so komfortabel unterwegs ist, sollte wirklich überlegen, ob der Job einem so viel gibt, oder ob man nur aus Gewohnheit nicht aufhören will. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Montag um 08:10 vor 18 Stunden von mem: Dann kann man ja einfach 5 Jahre länger arbeiten bzw. mit einer entsprechend kleineren withdrawal rate starten, dann hat man das Problem nicht. Und die Diskussion wie sicher die GRV-Rente ist: Einfach mit 67 in Rente gehen und trotzdem weiterarbeiten. vor 14 Stunden von mem: Ein Risiko, das bleibt ist das Lifestyle-Risiko, ob man in den nächsten 10, 20, 30, 40, 50 Jahren wirklich mit 5k netto (real) glücklich bleibt, gerade wenn man aktuell deutlich mehr verdient. Aus eigener Erfahrung: Das kann man ausprobieren bzw. ist auch ein Umstellungsprozess: Bei mir war es Corona. Vor Corona war mir halt klar, dass ich bei meinem Job total glücklich sein muss, dass ich halt nur max. 60 Minuten (eine Strecke) zu pendeln brauchte. Mit Corona wurde (mir) schlagartig klar, dass es auch mit 100% HO geht. Und nachdem ich (wie scheinbar viele andere auch; zumindest wollte das Sozialkaufhaus keine Spenden mehr wegen absoluter Überfüllung) viel von dem über die Jahre gekauften und einfach nur abgestellten Ramsch einfach nur entsorgt habe und mir klar wurde, dass hier zehntausende Euros gerade verschenkt oder auf dem Müll gelandet sind, habe ich einer bewussten Lifestyle-"Deflation" angefangen. Mache ich jetzt seit über 6 Jahren. Funktioniert für mich. Die Frage ist wo die " in den nächsten 10, 20, 30, 40, 50 Jahre" ansetzt: Ob im Alter von 25 oder 50 Jahre. Wobei das bei eigentlich auch kein Problem ist. Mit 25 und "30, 40, 50 Jahre" solltest Du bis dahin ohne Risiko Deine Antwort gefunden haben. Mit 50 und "30, 40, 50 Jahre" bist Du höchstwahrscheinlich eher tot. Und mit 10, 20 Jahre hast Du mit 25 Jahren noch genug Zeit vor die um einfach umzusteuern: Wenn Du eher Konsumieren willst sparst Du halt nicht, weisst aber auch, dass Du bis 70 arbeiten und ab da von der schmaleren Rente leben wirst. Und mit 50 hast Du immer noch drei Wahlausstiegspunkte mit sofort, 55 und 60 wo Du kurzfristig zwischen Konsum und Freiheit entscheiden kannst. Was allerdings stimmt: Es gibt kein "Richtig" oder "Falsch". Das muss jeder für sich entscheiden. Deswegen bitte auch den Zwinker-Symily nach dem ersten Satz beachten (um zu zeigen, dass der Satz nicht böse gemeint war). Für mich wäre das nämlich keine Option. Ich arbeite nämlich gerade stumpf auf den Zeitpunkt zu wo mir der Ausstieg sicher genug ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Even Worse Montag um 09:04 Denkt ihr eigentlich auch an den absoluten worst case? Ich meine damit zum Beispiel politische Gefahren wie Enteignung, oder Hyperinflation oder Kriegsereignisse. Das war für mich auch ein Grund, mit dem Ruhestand nicht ewig zu warten. Quasi eine erweiterte Diversifikation, mit Zeit im Depot. Denn am Ende würde ich mich wahrscheinlich noch mehr ärgern, wenn ich zehn Jahre länger geschuftet hätte, und alles wäre weg gewesen. In meinem Fall könnte ich wenigstens behaupten: Okey, der grosse Reset ist jetzt da, aber wenigstens hatte ich paar Jahre vorher ein angenehmes Privatiersdasein und die Zeit kann mir niemand nehmen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stolper Montag um 09:06 · bearbeitet Montag um 09:14 von stolper vor 16 Stunden von Sapine: Ja es wiederholt sich und doch ist genau diese Frage wichtig bzw. die persönliche Bedeutung die ich den Themen gebe. Manch einer der nach noch mehr Sicherheit strebt jagt in Wahrheit einem Phantom hinterher, weil es keine absolute Sicherheit gibt. Umgekehrt stürzt sich manch einer vor lauter Freiheitsdrang blindlings ins Ungewisse. Es gibt hier weder richtig noch falsch! ...du hast völlig recht. Ich habe zum Beispiel ein sehr starkes Streben nach "Sicherheit". Wohlwissend, daß es keine absolute Sicherheit gibt. Aber theoretisches Wissen und ge-/durchlebte Praxis sind völlig verschiedene Dinge. Um vermeintlich immer noch mehr Sicherheit zu erlangen, jagte ich den Informationen zu sehr hinterher. Information ist gut, aber man sollte es nicht übertreiben. Der „Informations-Overkill“ stahl mir jedenfalls Zeit und Ruhe und verhinderte das Nachdenken. Und produzierte auch Fehler. Da ich seit 30.06. Privatier bin (57 Jahre), darf ich mir in finanziellen Dingen keine zu großen Fehler leisten in den nächsten Jahren. Muß also auch mal die Füße stillhalten, was mir viel schwerer fällt als ich das jemals dachte. vor 9 Minuten von Even Worse: Denkt ihr eigentlich auch an den absoluten worst case? Ich meine damit zum Beispiel politische Gefahren wie Enteignung, oder Hyperinflation oder Kriegsereignisse. Das war für mich auch ein Grund, mit dem Ruhestand nicht ewig zu warten. Quasi eine erweiterte Diversifikation, mit Zeit im Depot. + Wahrscheinlichkeit einer schweren Krankheit. ...nicht extrem, aber ja. Das war jedenfalls auch ein Grund dafür, am 30.06. d.J. (mit 57 Jahren) aufgehört zu haben. Wobei ich zugeben muß, daß ich weiterhin meinen "Rhythmus" suche. Ich komme aber voran Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag