Schwachzocker vor 6 Stunden vor 25 Minuten von Wishmueller: Also ich kalkuliere auch mit mindestens 5 Jahren Liquiditätslücke (= Lebenhaltungskosten minus Auschüttungen/Zinsen/Steuererstattung) als Cash-Reserve zur SORR-Vermeidung, erscheint mir als "Kompromiss" aus Opportunitätskosten und "Worst Case Scenario" (= nächste verlorene Dekade an der Börse) einigermaßen vertretbar. Ist ja letztlich auch nix anderes als das Beck'sche Töpfe-Modell, nur halt ohne Anleihenanteil. Und sollte ich meine Rente mit Abschlägen dann auch erleben (weiß man auch nie), würde diese Liquiditätslücke natürlich deutlich kleiner werden, nach aktuellem Stand sogar kleiner 0... Und was ist mit dem Pflegeheim? ...und die Kosten für den Zahnersatz? ...eventuelle Prothesen? ...die Zuzahlung für die ganzen teuren Medikamente? vor 15 Stunden von Cepha: vor 22 Stunden von Der Heini: Was ist mit Pflegeheim? Was soll damit sein? Sobald Du da drin bist wird das Geld halt weniger. Wieviele Leute kommen aus dem Pflegeheim je wieder "geheilt" raus? Die Pflege ist mir wirklich völlig egal. Mit meinem Konzept wird das Depot im Normalfall nie verbraucht, egal wie lange ich lebe. Sollte es mich erwischen wird es halt notfalls verbraucht (die Immobilie ist ja auch noch da) und wenn ich dann immer noch atme, wenn schon alles Geld weg ist sollen sie mich halt sterben lassen... Schön wäre es! Die werden Dich aber nicht sterben lassen, sondern die werden dafür sogen, dass Du gerade so noch lebst. Der Sozialstaat lässt grüßen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Anjin-san vor 6 Stunden vor 32 Minuten von Wishmueller: Letzlich ist die Cash-Reserve immer eine Art "Versicherung", und Versicherungen kosten auch immer Geld, nicht nur im Depot. Ob und wie weitreichend man sich da dann "versichert", hängt dann eben auch am persönlichen Risikoprofil bzw. an der "benötigten" Rendite. Da ich zumindest mal die Finanzkrise 2008 live samt "Kernschmelze" im eigenen Depot miterleben durfte (und weiß, wie schwer mir damals schon der Umgang damit fiel), bin ich heute -erst Recht, wo ich jetzt davon leben muss- auch deutlich zurückhaltender bei der Asset Allokation. Da gebe ich dir durchaus recht. Doch die Rückschau auf das vergangene Jahr im Vergleich Festgeld zu Depot tut auch weh. Habe durch die vorsichtige Zurückhaltung 18% auf dem Tisch liegen lassen, entspricht bei 350' einem Kleinwagen. Weshalb ich diese Position langsam über Limit order ins Depot verlagere. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker vor 6 Stunden vor 7 Minuten von Anjin-san: Da gebe ich dir durchaus recht. Doch die Rückschau auf das vergangene Jahr im Vergleich Festgeld zu Depot tut auch weh. Habe durch die vorsichtige Zurückhaltung 18% auf dem Tisch liegen lassen, entspricht bei 350' einem Kleinwagen. Weshalb ich diese Position langsam über Limit order ins Depot verlagere. Die Rückschau tut immer weh, weil man praktisch immer feststellen muss, dass mehr drin war. Gehen die Aktienkurse massiv runter, so wie in der Finanzkrise, wäre man besser nicht dabei gewesen. Gehen sie dagegen hoch, wäre man doch besser zu 100% dabei gewesen. Meinst Du wirklich, dass man von einer solchen Rückschau sein zukünftiges Anlageverhalten abhängig machen sollte? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine vor 5 Stunden · bearbeitet vor 5 Stunden von Sapine vor einer Stunde von Der Heini: Und wer ein größeres Vermögen hat, kann mehr Aktien halten, da er im Notfalle dynamisch entnehmen kann. Alles auf absolute Sicherheit zu trimmen nimmt einem, daß man in den ersten Jahren des Ruhestandes viel verliert und später knapper leben muss. Da kommt die eigene Einstellung wieder zum vorschein. Das SoRR ist in den ersten 5 Jahren hoch, danach wird es immer niedriger (Bond-Tent). Das ist auch meine Position. Man muss aber respektieren, dass andere mit dem Risiko nicht gut klar kommen und sich mit einem (überdimensionierten) Polster wohler fühlen. Das ist eine alternative Vorgehensweise, die freilich Geld kostet. Mit wachsendem Alter ist es wichtig, die Entnahme ohne Angst durchzuführen, damit man seinen Ruhestand genießen kann. Ich für mich bin mit dem Dynamic Spending von Vanguard sehr zufrieden und erlaube mir eine hohe Aktienquote bei einer niedrigen Entnahmerate von 3 %. In der Kombi reduziere ich das SORR auf deutlich unter 5 % auch für lange Entnahmezeiträume. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
t.klebi vor 5 Stunden vor 41 Minuten von Anjin-san: Doch die Rückschau auf das vergangene Jahr im Vergleich Festgeld zu Depot tut auch weh. Habe durch die vorsichtige Zurückhaltung 18% auf dem Tisch liegen lassen, entspricht bei 350' einem Kleinwagen. Der Anker und das Rettungsboot werden bei einer Rennjacht niemals dazu führen, dass die schneller segelt. Trotzdem würde wohl keiner ohne Anker und Rettungsboot in See stechen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor vor 5 Stunden vor 2 Stunden von MarkyMark787: Bei mir ist der sichere Teil daher zuletzt auf 10 Jahre gewachsen. Frei nach der Devise von Bernstein: „When you’ve won the game, stop playing.“ So halte ich es auch - der sichere Baustein wird in absoluter Höhe mehr oder weniger konstant gehalten, der Aktienanteil wächst in der aktuellen Marktphase weiter. Freilich ist das nicht in jeder Konstellation erreichbar und mit Blick auf die Ziele gewünscht. Für mich ist die absolute Vermögensmaximierung der Höhe nach kein Fokus mehr. vor 1 Stunde von Wishmueller: Und sollte ich meine Rente mit Abschlägen dann auch erleben (weiß man auch nie), würde diese Liquiditätslücke natürlich deutlich kleiner werden, nach aktuellem Stand sogar kleiner 0 (allerdings plane ich nochmal einen Wohnungswechsel mit dann mutmaßlich deutlich erhöhten Fixkosten). Das ist doch eine ideale Konstellation und extremer Sicherheitsanker. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker vor 4 Stunden vor 38 Minuten von Sapine: vor 1 Stunde von Der Heini: ...Und wer ein größeres Vermögen hat, kann mehr Aktien halten, da er im Notfalle dynamisch entnehmen kann. Alles auf absolute Sicherheit zu trimmen nimmt einem, daß man in den ersten Jahren des Ruhestandes viel verliert und später knapper leben muss.... Das ist auch meine Position.... Hier die Gegenposition: Wer ein größeres Vermögen hat, braucht überhaupt keine Aktien halten und wird trotzdem nie knapper leben müssen. Sollte das doch der Fall sein, dann hat man wohl kein "größeres" Vermögen, sondern ein kleineres. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Norica vor 3 Stunden vor 11 Stunden von Fondsanleger1966: Dividenden können ... unter ein Auszahlungsverbot fallen. Das hab ich so noch nie gehört, verstehe es aber so wie @Sapine das dann erklärt schon. Interessanter Einwurf, wieder was gelernt. vor 17 Stunden von LongtermInvestor: Erst oberhalb dieses Sockels stellt sich für mich die Frage nach der optimalen Rendite. Dort kann und will ich Risiken eingehen. Genau das ist für mich der Unterschied zwischen einer auf maximale Rendite ausgerichteten Asset Allokation und einer, die zu den persönlichen Lebenszielen passt. Es geht eben nicht darum, möglichst viel Rendite aus jedem Euro herauszuholen, sondern die notwendige Rendite zu erzielen, ohne den gewünschten Lebensstandard von der Entwicklung der Börsen abhängig zu machen. Das ist wieder so eine Sache. In der Regel stimme ich Dir zu, aber eben nicht immer. Es gibt in meinen Augen Konstellationen, in denen die Ausrichtung auf maximale Rendite trotzdem auf die Lebenssituation passt und die Abhängigkeit von der Börsenentwicklung unerheblich ist. Wenn es nicht mehr um Sicherheit im hier oft diskutierten Sinn geht, ergeben sich andere Möglichkeiten. Die Frage nach vor 11 Stunden von Holgerli: ... gibt es hier auc aktive FU'ler die mit ihrem benötigten Kapital richtig zocken, auch mit der Konsequenz, dass die Pleitewahrscheinlichkeit dadurch steigt? ist in meinen Augen nicht zu beantworten ohne zu klären, was ist a) das benötigte Kapital, b) richtig zocken und c) die Pleitewahrscheinlichkeit. Und schon kommt der nächste Punkt: Gibt zu diesen Fragen die eine Antwort? Vermulich würde der Großteil hier meinen Investmentstil (100% Börse und keine extra "risikolose" Anlage/Notgroschen) als zocken bezeichnen, ich denke anders darüber. SG Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
OttoKleinanleger vor 3 Stunden vor 2 Stunden von Sapine: Es gibt aber auch die anderen Fälle, wo man vielleicht unfreiwillig (Krankheit, Jobverlust) früh mit der Sparphase aufhören muss und dann stellt sich die Aufgabe anders, nämlich: Was kann ich mit dem vorhandenen Vermögen erreichen. Eine zusätzliche Herausforderung ist es dann noch, dass einem die letzten Jahre für die Anlage-Strukurierung fehlen. So ein Bond-Tent oder einen größeren Cash-Puffer legt man idealerweise durch die Sparraten der letzten 10-5 Jahre vorm Ausstieg an. Kommt der Ausstieg eher spontan, dann muss man schauen wie man sich der Wunsch-Asset-Allokation im Bezug auf Steuern und eventuell fGKV nähern kann. Auf jeden Fall sollte jeder FIRE-Asprant auch das mal durchspielen, wie er gedenkt die Asset-Allokation für den Ausstieg zu erreichen. Nach meinem Empfinden wird das zu selten thematisiert. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine vor 2 Stunden vor 2 Stunden von Schwachzocker: Wer ein größeres Vermögen hat, braucht überhaupt keine Aktien halten und wird trotzdem nie knapper leben müssen. Sollte das doch der Fall sein, dann hat man wohl kein "größeres" Vermögen, sondern ein kleineres. Ich vermute mal mangels Masse ist das bei Dir eine eher theoretische Position. Wobei Du natürlich als Pensionär auch mit sehr wenig Extra Geld auskommen wirst. Daneben musst Du als Mann ja nicht gar so lange vorsorgen. Sicherlich gibt es auch sehr große Vermögen. Deine Vorgehensweise passt gut zu Untersuchungen, die zeigen, dass sich innerhalb weniger Generationen Vermögen in Luft auflösen. Selbst ohne Entnahme schrumpf Dein Vermögen um die meist negative Realrendite, die Entnahme beschleunigt diesen Prozess. Da muss man am Ende beten, dass die Inflation nicht zu hoch wird und man selbst nicht sehr alt. Stichwort: Warum verlieren 70 % der Familien innerhalb von zwei Generationen ihr Vermögen. Wer natürlich nur das eigene Überleben im Auge hat, kann guten Gewissens so vorgehen, wenn er/sie jenseits der 65 ist. Dann ist die Entnahmedauer vielleicht kurz genug für eine Komplettentnahme. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker vor 2 Stunden Ich frage mich bei Dir manchmal. wie es überhaupt möglich ist, so sehr misszuverstehen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag