Diskussion zum Klimawandel

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289 posts in this topic

Posted · Edited by dev

vor 4 Stunden von Bonny:

Aha, Problem.

Was wäre denn, wenn rauskäme, dass ich durch meinen Lebenswandel weit weniger CO2 erzeuge, als du?

Änderst du dann sofort dein Leben?

Ist nicht so das ich nichts tue, wir zahlen seit 5 Jahren für Atom- und CO² freien Strom und haben kein Auto.

 

Falls du noch eine Stellschraube kennst mit der ich Leben kann, würde ich weiter reduzieren.

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Eine sehr günstige Stellschraube: eine Spar-Brause für die Dusche. Statt um die zehn Liter pro Minute bei einer normalen Brause fließen dann nur noch z.B. drei Liter (bei meinem Modell läßt sich der Durchfluß einstellen); durch Tricks, u.a. eingemischte Luft, fühlt sich der Strahl aber immer noch an wie gewohnt. Das reduziert den Energiebedarf für Warmwasser enorm.

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vor 14 Stunden von Michalski:

War doch z.b. beim Katalysator für das Auto auch so. Wir müssen einfach mal weniger Energie in Hysterie, allgemeine Aufregung und Empörung investieren und stattdessen klügere Sachpolitik machen

Mal ganz weg von Umweltthemen. Ich bin alt genug, um mich an die Einführung der "Gurtpflicht" zu erinnern. Welche Hysterie damals... da wurde auch von staatlicher Bevormundung gesprochen, von Mesnchen die im Auto verbrennen oder ertrinken, weil sie sich nicht aus dem Gurt befreien konnten, die zerknitterte Bluse war da schon fast nebensächlich. Kurz: der Untergang des Abendlandes stand bei einigen kurz bevor.

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vor 16 Stunden von DrFaustus:

Bei meine Großeltern standen in der Tat gerade diese Entscheidung an, neue Ölheizung oder nicht. Der Installateur riet tatsächlich zu einer Ölheizung. Auf Nachfrage ob man nicht irgendwas Umweltfreundlicheres machen sollte, sagt der Installateur wörtlich: "Lohnt alles nicht" (Ende 50, Bildungsstand naja).

Jedenfalls habe ich das dann mit denen ausgerechnet. Solaranlage für Warmwasser, Wärmepume, neue Fenster. Break even in 10 Jahren.

Diese Erfahrung mit "Experten" habe ich schon des Öfteren gemacht. Auch bei unserem Hausbau, auch bei unserer Photovoltaikanlage. Ich habe den Eindruck, es wird da sehr oft propagiert: Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Und oft spielt eine gewisse politische Ablehnung mit in die Empfehlungen mit rein.

Das finde ich interessant. Mir haben "Experten" (Energieberater) erklärt, dass eine Wärmepumpe große Flächenheizungen und am Besten eine Fassadendämmung benötigt, um effizient zu arbeiten. Wie wurde das bei Deinen Großeltern gelöst?
Würde mich mal interessieren. Ich habe bei meiner in Zukunft geplanten Übernahme des Schwiegerelternhauses (aktuell Gasheizung) an die Erneuerung von Fenstern (wo noch alte drin waren) sowie die Kopplung der Solarthermie mit der Gasheizung gedacht. Der Energieberater wollte dort über 100.000 Euro für den Umbau zu einem Energieeffizienzhaus versenken - das kann nicht wirtschaftlich sein.

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Posted · Edited by reko

vor 57 Minuten von deriva:

Das finde ich interessant. Mir haben "Experten" (Energieberater) erklärt, dass eine Wärmepumpe große Flächenheizungen und am Besten eine Fassadendämmung benötigt, um effizient zu arbeiten. Wie wurde das bei Deinen Großeltern gelöst?
Würde mich mal interessieren. Ich habe bei meiner in Zukunft geplanten Übernahme des Schwiegerelternhauses (aktuell Gasheizung) an die Erneuerung von Fenstern (wo noch alte drin waren) sowie die Kopplung der Solarthermie mit der Gasheizung gedacht. Der Energieberater wollte dort über 100.000 Euro für den Umbau zu einem Energieeffizienzhaus versenken - das kann nicht wirtschaftlich sein.

Sehr billig und fast immer lohnend ist die Isolierung des Dachs oder bei Kaltdach der obersten Decke.

Relativ billig und oft lohnend neue Fenster ev kombiniert mit einer Fassadendämmung

Bei einen neuen Heizungssystem kommt es auf den Einzelfall an.

Wärmepumpen benötigen Strom der mit z.B. mit 40% Wirkungsgrad erzeugt wird und heben die Umgebungswärme mit einer Leistungszahl z.B. 3 auf ein höheres Temperaturniveau an. D.h. die Heizleistung ist 3 mal höher als die benötigte elektrische Leistung. Insgesamt erhält man im Beispiel 120% der im Kraftwerk verbrauchten Energie zurück. Mit Solarpanels mit 20% Wirkungsgrad erhält man 60% der Sonnenenergie zurück. Eine Solarthermie kann ev. besser als Solarzellen + Wärmepumpe sein.

Hat man Grundwasser oder Abwärme und Niedertemperaturheizkörper, braucht man das Temperaturniveau nur wenig anheben, die Leistungszahl ist hoch und die Anlage ist sehr sparsam.

Muß man Umgebungsluft nehmen und hat alte Heizkörper, dann ist die Leistungszahl nicht so toll und die Umrüstung selten wirtschaftlich und kaum ein Gewinn für die Umwelt.

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Posted · Edited by Michalski

vor 50 Minuten von deriva:

Das finde ich interessant. Mir haben "Experten" (Energieberater) erklärt, dass eine Wärmepumpe große Flächenheizungen und am Besten eine Fassadendämmung benötigt, um effizient zu arbeiten. Wie wurde das bei Deinen Großeltern gelöst?
Würde mich mal interessieren. Ich habe bei meiner in Zukunft geplanten Übernahme des Schwiegerelternhauses (aktuell Gasheizung) an die Erneuerung von Fenstern (wo noch alte drin waren) sowie die Kopplung der Solarthermie mit der Gasheizung gedacht. Der Energieberater wollte dort über 100.000 Euro für den Umbau zu einem Energieeffizienzhaus versenken - das kann nicht wirtschaftlich sein.

 

Luft-Wärmepumpen kannst Du im Bestandsbau meist vergessen. Das sind im Prinzip Stromheizungen. Ohne Flächenheizung und entsprechende Dämmung brauchst Du Temperaturen für die Konvektoren, die Du nicht wirtschaftlich realisieren kannst. Bei Einbau neuer Fenster und/oder Dämmung des Gebäudes wird auch oftmals das Lüftungsverhalten nicht geändert. Zusammen mit der Verlagerung des Taupunktes weg von den Glasflächen führt das regelmäßig zu Schimmelbildung. Wärme-/Kältebrücken an dem Bestandsbau fördern das noch. Wenn man die Fenster eh tauscht, kann es sinnvoll sein, Beschläge mit Prallelabstellung einzubauen, entweder mit manueller oder automatisierbarer Steuerung:

 

 

Solarthermie musst man sich durchrechnen, ob das bei einem alten Haus wirtschaftlich ist. Der ROI ist meist fern von gut und böse. Ich würde aktuell in Richtung Gasbrennwertkessel tendieren und zukünftig die Entwicklungen bei Micro-Blockheizkraftwerken beobachten. Vor allem mit Brennstoffzellen könnte das interessant werden.

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vor 10 Minuten von Michalski:

Bei Einbau neuer Fenster und/oder Dämmung des Gebäudes wird auch oftmals das Lüftungsverhalten nicht geändert. Zusammen mit der Verlagerung des Taupunktes weg von den Glasflächen führt das regelmäßig zu Schimmelbildung. Wärme-/Kältebrücken an dem Bestandsbau fördern das noch.

Den Taupunkt kann und muss man bei der Planung einer Dämmung berechnen. Wenn man ein Haus dämmt, dann müssen sich die Bewohner um den Feuchtigkeitsaustausch kümmern. Am besten Hygrometer mit Alarm (ab 15€) in den Räumen aufstellen und wenn nötig lüften oder elektrische Entfeuchter (ab 100€) aufstellen.

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Posted · Edited by DrFaustus

vor einer Stunde von deriva:

Das finde ich interessant. Mir haben "Experten" (Energieberater) erklärt, dass eine Wärmepumpe große Flächenheizungen und am Besten eine Fassadendämmung benötigt, um effizient zu arbeiten. Wie wurde das bei Deinen Großeltern gelöst?

So wie ich es geschrieben habe. Sie haben eine Fußbodenheizung, von daher war die Wärmepumpe möglich.

Eine Außendämmung hätte wenig zusätzlich gebracht. Das Haus ist eigentlich für den damaligen Stand der Technik sehr gut isoliert. Einzig die Fenster waren ein Schwachpunkt (Einfachverglasung, Holzrahmen).

 

 

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Vielen Dank für Eure ausführlichen und hilfreichen Antworten, @reko, @Michalski und @DrFaustus!

 

Das Haus gehört uns aktuell noch nicht, da es bei mir jobtechnisch negative Entwicklungen gab. Wir hoffen aber, dass es im nächsten Jahr weitergeht und das ganze final wird.

"Leider" hatten wir bereits Handwerker an der Hand (kurz bevor die Notbremse gezogen wurde). Da der Plan ja weiterhin steht, haben wir ein paar Arbeiten schon machen lassen.

Die Decke im Dachgeschoss war bereits isoliert, das Dach also Sparrendämmung nicht. Zusätzlich wurde im 1. OG die Strohdecke Richtung Dachboden entfernt und isoliert und der Trockenbauer hat insgesamt "gewirkt".
Eine Fußbodenheizung ist nur in einem Teilbereich verbaut, ansonsten bestehen große Heizkörper in den meisten Räumen.
Wie schon geschrieben, haben wir Fenster ausgetauscht. Wir wissen um die Notwendigkeit des regelmäßigen Lüftens - ich denke, dass machen viele im Alltag nicht und zudem ist es auch interessant, dass Leute in Effizienzhäusern regelmäßig die Fenster auf haben, obwohl die interne Lüftungsanlage dies überflüssig macht. Bei den Fenstern gab es keine Empfehlung hinsichtlich einer Steuerungsfunktion.

Wenn das Thema Job wieder in ordentlichen Bahnen läuft, wird der Fokus wieder auf das Projekt gesetzt und ich sehe, dass es da noch einige Punkte zu klären gibt.

Nun aber wieder zurück zum Thema ;)
Wobei ich die Diskussion einer solchen Frage auch zum Thema zugehörig finde, denn Wärmepumpen sollen ja demnächst die Heilsbringer sein, da man Öl und am liebsten auch Gas verbannen will. Dabei scheint man ja zu vergessen, dass viele Gebäude überhaupt nicht umgerüstet werden können.

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Posted · Edited by reko

vor 2 Stunden von deriva:

Wobei ich die Diskussion einer solchen Frage auch zum Thema zugehörig finde, denn Wärmepumpen sollen ja demnächst die Heilsbringer sein, da man Öl und am liebsten auch Gas verbannen will. Dabei scheint man ja zu vergessen, dass viele Gebäude überhaupt nicht umgerüstet werden können.

Wo ein keine Abwärme aber ein Gasanschluss vorhanden ist, sehe ich eine Kraft-Wärme-Kopplung mit Gasbrennstoffzellen weitaus sinnvoller als Luftwärmepumpen an. Bei geeigneten Flächen wäre eine Solarthermie sinnvoll.

Grundwasserwärmepumpen wären energetisch OK aber nur sehr begrenzt möglich und nicht immer gut für die Umwelt.

Wärmepumpen sind im Prinzip umgekehrt betriebene Kühlschränke mit drehenden mechanischen Kompressoren. Selbst neuere Kältemittel darf man nicht freisetzen. Das ist bei Defekten aber nicht immer vermeidbar.

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Gerade eben von magicw:

Schau mal auf ne Karte was 70% der Erdoberfläche ausmacht und aus einem Medium besteht, das thermisch sehr träge ist. Und zufälligerweise in keiner der Überschriften auftacht.

 

Erst denken, dann posten.

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Posted · Edited by Michalski

vor 1 Stunde von magicw:

 

EF4606CWoAAtRz0.jpg

 

Schön zu sehen, auf welchen Seiten alles dieses Bild Verwendung findet. Alles total seriöse, wissenschaftliche Seiten (Desktop-Ansicht einschalten auf mobilen Browsern): https://www.google.de/search?hl=en-DE&tbm=isch&tbs=simg:CAQSkwEJKUTZGa37VbEahwELEKjU2AQaAAwLELCMpwgaYgpgCAMSKKMTmhOcE5sTwx3IHZ0TxB3_1B9sI1j_1hPY43uz7LNvU_1yjafPcg_1xD4aMDPgBLVFiiiiNTQOLy5DOfjbBnrtQjvvTVrIapmeCHjFYmbkNh6UH3u6_1yM49N4tNiAEDAsQjq7-CBoKCggIARIEJCqdXQw

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Posted · Edited by magicw

vor 2 Stunden von Michalski:

 

Schön zu sehen, auf welchen Seiten alles dieses Bild Verwendung findet. Alles total seriöse, wissenschaftliche Seiten (Desktop-Ansicht einschalten auf mobilen Browsern):

 

Naja - das ist doch nicht wissenschaftlich - das ist doch reine Hysterie, sind doch alles Tageszeitungen.

 

Edit

ich geh sogar weiter. Das ist mediale Manipulation. Die Newspapers schreiben ja immer über ihr eigenes Land oder Region. Wollen den Lesern also Angst machen, dass genau "ihr" Land am schlimmsten von der nahenden Apokalypse betroffen ist.

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